Aktueller Rürup-Rente Vergleich

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Rürup-Rente Vergleich 2019 – Jetzt Rürup-Rente für Selbstständige vergleichen und zusätzliche Basisrente sichern

Allenthalben raunt die Drohung von der wachsenden Versorgungslücke bei deutschen Rentnern durch den Äther. Die Politik machte immer wieder verschiedene Versuche, darauf zu reagieren, einer davon war im Jahre 2005 die sogenannte Rürup-Rente, kurz „Rürup“. Die Idee dahinter: Zusätzliche private Altersvorsorge soll steuerlich begünstigt werden. Es musste also noch eine Ergänzung des Systems der Privatrenten her, das im Wesentlichen aus der klassischen privaten Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung sowie der Riester-Rente bestand.

Besonders im Fokus stand dabei die Rentenversicherung für Selbstständige, die am dringlichsten eine zuverlässige Aufstockung brauchte. Diese spezielle Form einer Basisrente ist aufgrund der steuerlichen Behandlung vor allem für diejenigen interessant, deren steuerpflichtiges Einkommen während der Ansparphase eher etwas über dem Durchschnitt liegt.

Selbstständigen Unternehmern, die bekanntlich nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, ist auch der Riester-Vertrag verwehrt. Dies gilt ebenfalls für Personen, die einer Beitragspflicht gegenüber einem anderen Versorgungswerk unterliegen. Die Rürup-Rente wurde daher besonders flexibel ausgestattet, es gibt dazu schier unüberschaubar viele Varianten und Ausgestaltungen. Ohne einen Rürup-Renten-Vergleich mit unserem kostenlosen, unverbindlichen Basisrente-Rechner durchzuführen, sind Sie in der Sache salopp gesagt aufgeschmissen.

Was genau ist die Rürup-Rente?

Rürup RenteDiese Basisrente geht konzeptionell auf den Ökonomen Bert Rürup zurück, der seine „Rürup-Rente“ bewusst als eine steuerlich begünstigte private Altersvorsorge entwickelt hat. Die staatlich geförderte freiwillige Leibrentenversicherung ist der gesetzlichen Rentenversicherung durchaus ähnlich gestaltet und verdient daher die Bezeichnung Basisrente. Ein Ziel bestand auch darin, das Spektrum an Rentenversicherungen für Selbstständige um eine besonders sozialverträgliche Komponente zu erweitern. Tatsächlich sind hierbei die Hauptadressaten Freiberufler und Selbstständige. Zuvor war dieser Gruppe eine staatlich geförderte Rentenvorsorge nicht zugänglich. Im Folgenden wollen wir auf die wichtigsten Standardformen dieser Basisrente näher eingehen.

  • Die Sofort-Rente: Wenn Sie das gesetzliche Rentenalter erreicht haben, können Sie durch eine größere Einmalzahlung, die am Kapitalmarkt angelegt wird, eine monatliche Rente generieren, die dann lebenslänglich ausgezahlt wird.
  • Die aufgeschobene Rente: Während Ihres Berufslebens zahlen Sie monatlich, quartalsweise beziehungsweise jährlich in die Rentenversicherung ein, eben so, wie es jeder von der gesetzlichen Rentenversicherung her kennt. Wenn Sie dann Ihr Rentenalter erreicht haben, wird Ihnen ohne zeitliche Begrenzung eine Rente gezahlt.
Der wesentlichste Unterschied zwischen der Rürup und einer üblichen privaten Rente besteht darin, dass Sie sich bei Rürup das angesparte Kapital nicht einfach auszahlen lassen können, weil hier der Geist der Altersvorsorge in den absoluten Mittelpunkt gerückt wurde. Es geht dabei grundsätzlich um eine lebenslange Rente.

Wer ist „Bert“ Rürup?

Schon gewusst?Der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Adalbert Rürup wurde in Essen am 07. November 1943 geboren und sollte später den sogenannten Wirtschaftsweisen angehören. Er ist SPD-Mitglied und war lange Zeit in der Politikberatung tätig. Sein wichtigstes Steckenpferd war stets die Rentenpolitik. Schon im Jahre 1982 gab er dem EG-Projekt – Europäische Gemeinschaft – „Social Policy under slow growth“ wesentliche Impulse. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde Rürup Mitglied in einem Expertenkreis des Bundesarbeitsministeriums. Dieser hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Rentenreform 2001 vorzubereiten.

Im Jahre 2000 wurde Rürup in den „Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“, der kürzer als Rat der Wirtschaftsweisen bekannt ist, berufen. Den Vorsitz hatte er dort von März 2005 bis Februar 2009 inne. Den Vorsitz der „Kommission für die Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme“ – kurz Rürup-Kommission – übernahm er von November 2002 bis August 2003. Im Jahre 2005 erhielt „Bert“ Rürup zur Auszeichnung seines Wirkens das „Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“.

Für wen ist ein Rürup-Vertrag geeignet?

Die Rürup-Rente wurde 3 Jahre nach der Riester-Rente eingeführt. Dennoch lässt heute, knapp 15 Jahre später, noch ihr Bekanntheitsgrad zu wünschen übrig. Wer schon mal etwas davon gehört hat, geht davon aus, dass das nur etwas für Selbstständige sei. Doch auch besser verdienende Angestellte können von einer Rürup-Rente profitieren, wenn sie früh genug damit anfangen. Ihr Steuerberater weiß, dass sich diese Basisrente ganz hervorragend als Steuersparmodell eignet, sofern Sie überhaupt nennenswerte Beträge zu versteuern haben.

Bitte merken!Mit dem Rürup-Vertrag ergänzen Sie Ihre betriebliche Altersvorsorge und Ihre Riester-Rente, falls Sie eine abgeschlossen haben. Der jüngere Angestellte kann mit Rürup Steuervorteile über sehr lange Zeiträume generieren, da addiert sich richtig was auf. Aber auch für den Geringverdiener ist bei Rürup etwas drin, weil hierbei kein Mindestsparbeitrag vorgeschrieben ist, um später eine Basisrente daraus zu erhalten. Und älteren Arbeitnehmern steht die Option offen, sich durch eine Einmalzahlung eine Sofortrente zu konstruieren.

Richtig Steuern sparen kann derjenige, der auch viel Steuern zahlt. Da der Rürup-Vertrag auf Steuerersparnis ausgelegt ist, lohnt er sich besonders für denjenigen, der viel Geld verdient und einen nennenswerten Teil davon in diese Form der Altersvorsorge stecken kann. Weitere Kriterien sind die Anzahl der Jahre bis zu Ihrem Rentenbezug und die Antwort auf die Frage, was Sie sonst noch für Ihre Altersvorsorge tun. Für das Jahr 2018 galt beispielsweise, dass jährliche steuerlich begünstigte Einzahlungen bis circa 23.700 Euro möglich waren. Für bereits freiwillig gesetzlich Versicherte lag diese Obergrenze allerdings bei ungefähr 14.200 Euro. Die Rürup-Rente mit garantierter Mindestrente kann mit einer gesetzlichen Rente hinsichtlich der Rendite absolut mithalten.

Wer gerade mit einem kleinen Start-up startet und in den ersten Jahren von einer wirklich guten Ertragslage noch weit entfernt ist, was völlig normal ist, verfügt erst einmal über ein eher geringes zu versteuerndes Einkommen. In solchen Fällen lohnt es sich weniger, das bisschen Geld in Rürup zu zementieren. Der Jungunternehmer ist gewiss gut beraten, alles, was geht, zunächst in das Wachstum seiner Firma zu stecken.

Auch Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung können Rürup in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie so viel verdienen, dass sie die Beiträge dafür ohne jegliche Traurigkeit verschmerzen können. Ihre Basisvorsorge stocken Sie damit auf jeden Fall auf, ähnlich wie es bei einer Betriebsrente der Fall ist. Die steuerlich relevante Obergrenze, die Sie hierbei ausschöpfen können, wurde weiter oben genannt. Wenn Sie noch mindestens 15 Jahre Zeit haben bis zur Rente, lohnt sich ein Rürup-Vertrag, der auf Basis von Aktienfonds anspart, weil damit eine gute Chance auf eine höhere Rendite besteht.

Verschiedene Rürup-Vertragsarten

RürupRürup sieht für die renditeträchtige Investition der Beiträge Fonds-Sparpläne, fondsgebundene Versicherungen und die klassische Rentenversicherung vor.

  • Wem Sicherheit besonders wichtig ist, der macht bereitwillig Abstriche bei den Renditechancen. So ist das auch bei der klassischen Rürup-Versicherung, die derzeit eine Mindestverzinsung von 1,25 Prozent garantiert. Dies macht die spätere Mindestrente berechenbar. Darüber hinaus werden zusätzliche Zinserträge, die sich möglicherweise aus Überschüssen ergeben, zumindest in Aussicht gestellt.
  • Wer wagt, kann mit der fondsgebundenen Basisrenten-Versicherung mehr gewinnen. Die Beiträge werden in diesem Fall in mehrere Investmentfonds Ihrer Auswahl investiert. Was unter dem Strich steht, weiß die Versicherungsgesellschaft nicht vorherzusagen, da die Kurse an den Börsen in beide Richtungen schwanken können. Das Risiko abfangen können Sie hierbei mit dem Abschluss einer Beitragsgarantie. In diesem Fall wird am Ende der Ansparphase mindestens Ihre gesamte geleistete Kapitaleinlage, abgesehen von den Vertragsabschlusskosten, berücksichtigt. An dieser Stelle sollten Sie wissen, dass die Rürup-Kontoführung bei ständigen Käufen von Fondsanteilen etwas höher zu Buche schlägt.
  • Nicht jeder Anbieter hat Rürup-Fonds-Sparpläne im Portfolio. Das liegt daran, dass der Sparplan nach der Ansparphase relativ aufwendig in eine Rentenversicherung überführt werden muss. Da dies erhebliche Mittel verschlingt, vermindert sich die Rendite dieser Rürup-Variante merkbar. Darauf weist auch explizit der Bund der Versicherten (BdV) hin.
Mit der Rürup-Variante „Klassische Rentenversicherung“ wird Ihnen eine Rentenhöhe garantiert, wobei die Rendite in etwa der freiwilligen gesetzlichen Rente entspricht. Wer via Rürup-Rente seine Basisvorsorge umsetzen möchte, sollte sich dafür entscheiden. Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung und bei Fonds-Sparplänen kann kein Unternehmen irgendwelche Garantien abgeben. Grundsätzlich bestehen hierbei aber gute Renditechancen wegen der Investitionen in günstige ETFs. Exchange Traded Funds sind Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden. Wer bereits über eine sichere Basisvorsorge verfügt und diese unter dem Steueraspekt lediglich aufstocken möchte, sollte sich für diese Variante entscheiden.

Woraus ergibt sich die Höhe der Basisrente?

Es ist in erster Linie die Summe der eingezahlten Beiträge, aus der die Höhe der monatlichen Basisrente berechnet wird. Zudem spielt dabei der Zeitraum, über den hinweg Sie Ihre Einzahlungen geleistet haben, eine Rolle. Der Zeitpunkt, an dem Sie in den Ruhestand gehen, hat ebenfalls einen Einfluss darauf. Im Übrigen bleibt die Besteuerung der Rente nicht konstant, sondern steigt stetig leicht an. Die Art des Rürup-Rentenmodells bestimmt letztlich die konkret erzielte Rendite.

Das klassische Rentenmodell sieht eine kalkulierbare Mindestverzinsung vor, bei fondsbasierten Anlagen ist eine Vorhersage nicht möglich, dabei können Sie Glück haben, das muss aber nicht sein. Falls gegen Ende Ihrer Ansparphase zufällig ein Aktiencrash hereinbricht, dessen Wahrscheinlichkeit nicht so extrem niedrig liegt, kann das für Ihren Lebensabend sogar sehr nachteilige Auswirkungen haben.

Was kostet mich eine Rürup-Rente?

Wichtiger HinweisDie Vertragsabschlusskosten sind mit 3 bis 6 Prozent nicht zu unterschätzen, denn der Bezugswert ist immerhin die Summe aller Einzahlungen. Und die Beiträge, mit denen Sie anfangen, werden im Laufe der Jahre mit Sicherheit steigen. Zusätzlich werden fast 3 Prozent Ihrer Einzahlungen als Verwaltungskosten abgezogen. Dass da so viel vom eigenen Konto abgebissen wird, schreckt viele ab. Als Alternative wird vermeintlich die Altersvorsorge in die eigene Hand genommen, die aber gerade bei Aktienanlagen nicht immer glücklicher agiert. So vorsichtig wie die Anbieter der Rürup-Rente Ihr Geld anlegen, das müssen Sie als Laie am Finanzmarkt erst einmal hinkriegen.

Wie flexibel ist die Rürup-Rente?

Es beginnt mit dem Modus der regelmäßigen Einzahlungen, die Sie monatlich, vierteljährlich oder jährlich leisten können. Viele Versicherer sind diesbezüglich flexibel und akzeptieren es, wenn Sie, vielleicht wegen eines finanziellen Engpasses, Ihren Modus ändern, was gut ist bei einer Rentenversicherung für Selbstständige. Wenn es finanziell mal sehr knapp werden sollte, können Sie Ihre Beitragszahlungen sogar für längere Zeit bis auf null herunterschrauben. Falls sich Ihre Lebenssituation deutlich verändert hat oder die Inflationsrate dazu Anlass gibt, können Sie bei Rürup eine dynamische Anpassung vornehmen lassen beziehungsweise die Nachversicherungsgarantie in Anspruch nehmen.

Wer erst als älterer Mensch auf die Idee kommt, dass er unbedingt etwas für eine Rente tun sollte, kann durch eine ansehnliche Einmalzahlung doch noch zu einer staatlich geförderten lebenslänglichen Basisrente kommen. Außerdem ist der Abschluss von Zusatzversicherungen wie eine Hinterbliebenen- oder Berufsunfähigkeitsversicherung möglich.

BasisrenteDas waren durchaus motivierende Argumente, aber Rürup kann auch anders, denn das angesparte Geld wird grundsätzlich nur als lebenslange Rente ausgezahlt. Alle Verträge, die ab dem 1. Januar 2013 abgeschlossen wurden, beginnen frühestens ab dem 62. Lebensjahr mit der Rentenzahlung. Zuvor lag diese Grenze noch bei 60 Jahren. Des Weiteren können Sie einen Rürup-Vertrag nicht kündigen, sondern nur beitragsfrei stellen. Ansonsten liegen die Mindestbeiträge meistens bei 25 Euro pro Monat.

Ihr Rürup-Guthaben kann weder auf einen anderen Versicherten übertragen noch vererbt werden. Ihr Vertrag kann auch nicht als Sicherheit bei einem Darlehensgeber verwendet werden. Falls Sie Ihre Ansparphase nicht überleben, profitieren der Versicherer und/oder gegebenenfalls die Fondsgesellschaften davon. Diese strikte Handhabung kann sogar von Vorteil sein, denn falls Sie in Hartz-IV abrutschen, können Ihre Rürup-Einzahlungen nicht als Vermögen in Betracht gezogen werden. Und wenn Ihre Firma insolvent wird, kann kein Gläubiger Ihre Rentenansprüche absaugen.

Sie haben allerdings die Möglichkeit, mit Ihrem Versicherer eine individuelle Vereinbarung zu treffen. Diese könnte zum Beispiel so aussehen, dass in Ihrem Todesfall eine Rente an Ihren Ehepartner oder an Ihr Kind gezahlt wird. Im Fachjargon heißt das „Beitragsrückgewähr“. Eine andere Variante wäre die Vereinbarung einer Rentengarantiezeit oder Hinterbliebenenrente. Letztere ähnelt in ihrer Struktur der Witwen- beziehungsweise Witwerrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Aber jegliche extra Verabredung, die Sie mit dem Versicherer treffen, wird Sie etwas kosten. Es wird beispielsweise eine Auswirkung auf die Höhe Ihrer späteren Rürup-Rente haben.

Je mehr Sie Ihre Familie an Ihrer Rürup-Rente partizipieren lassen wollen, desto geringer wird Ihre Rente später ausfallen.

Nicht bei jedem Anbieter ist ein Vertragswechsel in den Vertragsbedingungen vorgesehen. Wer dazu bereit ist, könnte eine nicht unerhebliche Gebühr für die Übertragung des Kapitals in Rechnung stellen. Falls ein gewünschter Vertragswechsel nicht vorgesehen ist, bleibt Ihnen nur die Beitragsfreistellung übrig, um einen anderen Vertrag abzuschließen, der ebenfalls wieder mit hohen Abschlusskosten verbunden ist.

Machen Sie den Rürup-Renten-Vergleich

Beim Rürup-Renten-Vergleich müssen Sie selbstverständlich das jeweils zugrunde gelegte Rentenmodell einzeln berücksichtigen, weil die Risikoprofile der beiden Varianten zu unterschiedlich sind. Da die klassische Rürup-Rente das Geld sehr konservativ anlegt, kann hierbei im Vorfeld eine Mindestrente angegeben werden. Ganz anders die fondsgebundene Rürup-Rente, die sich durch hohe Chancen, aber auch durch das Risiko eines Verlustes von Kapitalanteilen auszeichnet. Wie Sie Ihre Basisrente gestalten, hat viel mit Ihrer Persönlichkeit zu tun. Rürup-Verträge werden übrigens schon seit längerer Zeit auch von Banken und Fondsgesellschaften vertrieben.

Darauf sollten Sie beim Rürup-Rente-Vergleich achten

AchtungEigentlich ist bei der Rürup-Rente ein Anbieterwechsel gar nicht vorgesehen, daher prüfe, wer sich ewig bindet. Das viele Kleingedruckte fest im Blick hat für Sie der Rürup-Renten-Vergleich. Er prüft im Hintergrund all die Dinge genauestens ab, die der Verbraucher einfach nicht mehr überblicken kann. Dennoch bleiben da ein paar Punkte übrig, auf die Sie beim Rürup-Renten-Vergleich achten sollten:

  • Die staatliche Förderung ist daran gebunden, dass die Versicherungsgesellschaft über ein Zertifikat einschließlich Zertifizierungsnummer durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin – verfügt. Überdies muss das Zertifikat vom Bundeszentralamt für Steuern – BZSt – beglaubigt worden sein.
  • Bei den Vertragsabschlusskosten gibt es zwischen den verschiedenen Anbietern riesige Unterschiede.
  • Als Rentenversicherung für Selbstständige ist es durchaus sinnvoll, wenn der Anbieter nicht auf einen starren Monatsbeitrag pocht, sondern es zulässt, dass Sie je nach Ihrer Möglichkeit flexibilisiert Beiträge überweisen. Aber Achtung, nicht jeder Versicherer bietet so etwas an.
  • Sie haben die Wahl, sich für einen weiteren Obolus an den Überschüssen, die die Versicherungsgesellschaft erzielt, beteiligen zu lassen.
  • Ihr Ehepartner kann aus Ihrem Rürup-Vertrag im Falle Ihres Ablebens zu einem Zeitpunkt in der Ansparphase nur dann eine Rente erhalten, wenn zuvor die Option des Hinterbliebenen- oder Todesfallschutzes gewählt wurde. Dies können Sie auch für Ihre Kinder einrichten, die aber nur solange eine Rente beziehen, wie ihnen Kindergeld zusteht. Diese Sonderregelungen haben aber ihren Preis.
  • Mit einer Rentengarantiezeit legen Sie die Länge der Rentenzahlung fest, und zwar für den Fall, dass Sie beispielsweise bald nach dem Anfang der Auszahlungsphase versterben. Dann nämlich bekommen Ihre Angehörigen bis zum Ablauf der Rentengarantiezeit eine Hinterbliebenenrente.
  • Die klassische Basisrente mit der überschaubaren Rendite sollte sich zwischen den Anbietern eigentlich kaum unterscheiden. Dies ist aber mitnichten so. Insofern ist auch der Vergleich der klassischen Basisrenten überaus lohnenswert.
  • Um bei einem fondsbasierten Rürup-Vertrag keine böse Überraschung erleben zu müssen, können Sie sich hier für eine Beitragsgarantie entscheiden. Auf diese Weise garantiert Ihnen der Anbieter, dass Ihre Kapitalbasis, die schließlich Ihre Rentenhöhe bestimmt, nicht unter die Summe Ihrer Einzahlungen abrutschen wird. Bedenken Sie dabei, dass die Vertragskosten auf jeden Fall abgezogen werden.
  • Falls Sie darüber nachdenken, Ihre Rürup-Rente mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren, sollten Sie dazu den Hinweisen des Bundes der Versicherten – BdV – folgen.
Den Vertragsabschluss der Rürup-Rente können Sie nicht rückgängig machen. Lediglich können Sie weitere Einzahlungen aussetzen. Das Geld, das Sie bereits eingezahlt haben, verbleibt auf Ihrem Rürup-Konto bei dem Versicherer. Ab Erreichen des Ruhestandes erhalten Sie dann eine entsprechende Monatsrente daraus. Rürup hat sich vor allem als Rentenversicherung für Selbstständige bewährt. Dies zeigt sich bei jedem Rürup-Renten-Vergleich.

Steuervorteile bei einer Rürup-Rente

Die Bundesrepublik Deutschland sieht in der Rürup-Rente eine Komponente der „Ersten Altersvorsorgeschicht“. Damit rangiert sie auf dem Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung. Es ist daher nur konsequent, dass diese Basisrente mit steuerlichen Anreizen verknüpft ist, wie sie auch der gesetzlichen Rente zugestanden werden. So können die Beiträge zum Beispiel in 2019 zu 88 Prozent geltend gemacht werden. Da der Prozentsatz jährlich um 2 Prozent erhöht wird, können Sie Ihre Einzahlungen ab 2025 sogar hundertprozentig absetzen.

Allerdings gelten für die Rente allgemeine Deckelungen. Um auf 2019 zurückzukommen, für dieses Jahr können lediglich Rentenbeiträge bis zu 24.305 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Wer neben Rürup auch die gesetzliche Rentenversicherung bedient, erhält sein Steuergeschenk nur einmal, das heißt, die Höchstgrenze gilt für alle Rentenbeiträge.

Der steuerlich relevante Höchstbetrag für Rentenbeiträge der Basisversorgung wird jedes Jahr neu berechnet, und zwar aus der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung der Knappschaft. Für 2019 gilt: 98.400 Euro x 0,247 (24,7 %) = 24.305 Euro.

Die Besteuerung der Rürup-Rente in der Auszahlungsphase

Rürup Rente VergleichBereits während der gesamten Einzahlungsphase haben sich nennenswerte Steuervorteile summiert. Daraus leitet unser Staat das Recht ab, die Rürup-Rente nicht ganz steuerfrei durchgehen zu lassen. Die Besteuerung wird am geltenden Prozentsatz des Jahres des Renteneintritts orientiert und wird in Zukunft nicht erhöht. Wer zum Beispiel in 2019 in die Auszahlungsphase kommt, versteuert 78 Prozent seiner Basisrente. Der Prozentsatz steigt bis 2020 auf 80 Prozent, um danach jedes Jahr um 1 Prozent weiter anzuwachsen. Nach Adam Riese wird so die Rürup-Rente ab 2040 zu 100 Prozent besteuert.

Beruhigend dürfte dabei das Argument wirken, dass die Besteuerung der Rente wegen der Progression gewiss deutlich niedriger ausfällt als jene während des Berufslebens. Was Sie also während Ihrer Erwerbstätigkeit an Steuervorteilen bei Rürup genießen, ist deutlich mehr als die eher geringfügige Versteuerung Ihrer Rürup-Rente. Anders die Situation, wenn einem Rentner plötzlich erhebliche Einnahmen durch ein Mietshaus zufallen, das er möglicherweise erbt. Zusammen mit seiner Rürup-Rente befindet er sich flugs im Spitzensteuersatz. Aber ist dies nicht ein „Luxusproblem“, das sich jeder eher wünschen würde?

Selbstständige, die sich während ihres Berufslebens dicht am Spitzensteuersatz bewegen, können durch eine Rürup-Rente beachtliche Steuervorteile generieren.

Vor- und Nachteile einer Rürup-Rente im Überblick

  • Es wird Ihnen lebenslang eine Basisrente ausgezahlt.
  • Die staatliche Förderung besteht aus den Steuervorteilen über den Sonderausgabenabzug. Berücksichtigt werden dabei aber auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder an andere Versorgungswerke, mit denen Sie eine Basisrente aufbauen können. Stichwort: Deckelung.
  • Das angesparte Kapital kann nicht im Sinne eines Vermögens herangezogen werden, wenn Sie zum Beispiel Arbeitslosengeld II beziehen.
  • Wertsteigerungen, die während der Ansparphase erzielt werden, unterliegen keiner weiteren Besteuerung auf Seiten des Versicherungsnehmers.
  • Falls Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung integrieren, kann auch diese steuerlich abgesetzt werden. Allerdings darf ihr Anteil die 50-Prozent-Grenze nicht übersteigen. Viele schließen dabei den Baustein „Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit“ mit ein, dies wird ebenfalls als Beitrag zur Altersvorsorge gewertet.
  • Die Besparung des Rürup-Vertrages kann sehr flexibel eingerichtet werden. Wenn Ihr Geschäft mal nicht so gut läuft, zahlen Sie geringe oder keine Beiträge ein. In besseren Zeiten können Sie auf diese Weise richtig was auf die Seite legen.
  • Auf die Rürup-Auszahlungen führen Sie keine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ab, es sei denn, Sie sind als Rentner freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Die Rürup-Rente ist und bleibt eine Leibrente. Eine Auszahlung des angesparten Kapitals ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Leistungen erfolgen daher frühestens ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, ab 2012 sogar erst nach dem vollendeten 62. Lebensjahr.
  • Das sogenannte „Kohortenprinzip“ schreibt vor, dass die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Rentenbeginn zu versteuern sind.
  • Ein Rürup-Vertrag kann nicht übertragen, verschenkt oder beliehen werden. Eine Kündigung verbunden mit einer Auszahlung des Rückkaufwertes ist nicht gegeben. Lediglich Beitragsfreistellungen können Sie beantragen.
  • Im Todesfall fällt das eingezahlte Kapital dem Staat beziehungsweise der Versicherungsgesellschaft zu. Einige Anbieter gewähren Ihnen aber eine kostenpflichtige Möglichkeit, eine Rentengarantiezeit, eine Hinterbliebenenrente oder eine Beitragsrückgewähr, die staatlich nicht gefördert wird, zu vereinbaren.
  • Die integrierbare Berufsunfähigkeitsrente ist, sofern der Leistungsfall eintritt, steuerpflichtig.

Fazit

Wichtig!Die Rürup-Rente ist eine Ergänzung zur Altersvorsorge. Es handelt sich um eine Basisrente, die Ihnen erhebliche Steuervorteile einbringen kann. Gerade im Hinblick auf die Flexibilität bei den Einzahlungen kann Rürup als außerordentlich brauchbare Rentenversicherung für Selbstständige aufgefasst werden. Inzwischen sind diesbezüglich viele Varianten entwickelt worden. Um hierzu eine Übersicht zu gewinnen, sollten Sie im Vorfeld eines Vertragsabschlusses auf jeden Fall einen Rürup-Renten-Vergleich durchführen.

Wir wissen heute, dass nur eine private Altersvorsorge weder zeitgemäß noch ausreichend ist. Wer ausschließlich auf die gesetzliche Rente setzt, wird nicht nur enttäuscht sein, sondern zum Zuverdienst gezwungen. Deshalb ist es so wichtig, früh genug damit anzufangen, seine Altersvorsorge auf mehrere stabile Säulen zu stellen. Rürup stand sehr lange Zeit im Riester-Schatten, was aber alles andere als berechtigt ist.