Debatte

Kontroversen, Zeitdiagnose, Ideologiekritik

Belästigungsvorwürfe
:Ist dein Ruf erst ruiniert

Fußball-Europameister Stefan Kuntz und der HSV: Wie interne Vorwürfe zu einer öffentlichen Schlammschlacht geraten, und wer dabei nun den Schaden hat.

SZ PlusVon Thomas Hürner und Ralf Wiegand

Siemens-Stiftung
:Ein „Gegenwartskonservativer“ für den dritten Neuanfang

Andreas Urs Sommer wird neuer Leiter der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung in München. Von dem Philosophieprofessor hängt ab, ob die Stiftung ihre Krise überwinden kann.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Roger Willemsen
:Meister Yoda im Anzug

„Ist der nicht ein Geschenk?“, fragte Roger Willemsen auch bei der abseitigsten Trash-TV-Figur. Zehn Jahre nach seinem Tod kann man sagen: Ein Geschenk war er selbst. Und zwar eines, das wir mehr denn je brauchen.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Selbstgefährdung
:„Sie dürfen sich sogar gezielt ertränken“

Eisbachsurfen, Drogen nehmen, Zucker essen, Gurtpflicht: Wann verbietet der Staat seinen Bürgern, sich selbst zu gefährden? Und warum wirkt das oft so willkürlich?

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Debatte
:Wie viel darf eine Frau wiegen, die über Magersucht spricht?

Nach einem Gespräch mit Cathy Hummels über Frauenkörper gerät unsere Autorin in einen Shitstorm.

SZ PlusGastbeitrag von Caro Matzko

Debatte
:Wer Schwäche zeigt, ist raus

Der Wohlstand in Deutschland lasse sich nur mit Arbeit und Leistung retten, sagt Friedrich Merz. Warum sich in der Lifestyle-Diskussion das ganze sozialdarwinistische Gesicht der Bundesregierung offenbart – das nicht nur Frauen mit Geringschätzung betrachtet.

SZ PlusGastbeitrag von Lea Streisand

Satire
:Ein öffentlich-rechtlicher Witz

Der deutsche „Extra 3“-Satiriker Maximilian Schafroth wollte in Grönland eine US-Flagge hissen. Das Lustigste daran: Niemand außer dem NDR fand es lustig. Eine handwerkliche Kritik.

SZ PlusVon Thore Rausch

Maxim Biller
:Diese verdammten Lichtblicke in düsteren Zeiten

Treffen sich ein Literaturwissenschaftler und ein jüdischer Schriftsteller: Es könnte so einfach sein, miteinander klarzukommen. Wäre da nicht das Zwischenmenschliche.

SZ PlusEine Glosse von Maxim Biller

Trumpismus und Widerstand
:We, the people

Die USA wurden auf Basis einer Art Bürgerreligion gegründet, die aus Nächstenliebe und Pragmatismus erwuchs. Nun, im 250. Jahr ihres Bestehens, wird sich entscheiden, ob dieses Licht neu aufflammt oder für immer erlischt.

SZ PlusEssay von Hilmar Klute

Sprachkritik
:Kulturschaffende: Schafft euch ab!

Ein Begriff aus dem Wörterbuch des Nationalsozialismus wird immer populärer als Selbstbezeichnung von Künstlern und Medienmenschen. Warum stört das keinen?

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

Populismus
:„Wenn ein Boot zu sinken droht, dann sollte jemand den Kapitän wecken!“

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani über die gegenwärtigen Krisen – und darüber, was die deutsche Politik tun sollte, um das grassierende Misstrauen gegen den Staat zu beenden.

SZ PlusInterview von Jens-Christian Rabe

Buch zum Gaza-Krieg
:Verbotene Inhalte verbreiten sich manchmal am schnellsten

In „Was darf Israel?“ debattieren Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel Samad kontrovers über den Nahostkonflikt. Das Buch wird in Ägypten nun doch nicht erscheinen, die Zensoren haben interveniert. Es bekommt dadurch viel Aufmerksamkeit.

Von Moritz Baumstieger

75 Jahre Neues Residenztheater
:Lasst uns die Wahrheit erkennen

Mehr als jede andere Kunst stellt das Theater die Frage: Worin besteht das Wesen der Realität, die unsere Augen sehen? Genau deshalb brauchen wir es so dringend in diesen trüben Zeiten.

SZ PlusGastbeitrag von Eva Illouz

MeinungWas tun angesichts der Weltlage?
:Wer schweigt, ist Täter

Hilfe für die Ukraine, die mutigen Menschen in Iran? Geht uns alle an. Denn auch, wenn sich angesichts des Siegeszugs der Despoten derzeit viele machtlos fühlen: Europa hat viele Trümpfe in der Hand – konsequenter Konsumentenprotest etwa wirkt.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Influencer
:Macht das glücklich?

Influencerin ist ein Beruf für Powerfrauen: Sie zeigen perfekte Bilder aus ihrem wunderbaren Leben in den sozialen Medien. Ein aktuelles Genre der Unterhaltungsliteratur weiß von Tragödien hinter den Kulissen.

SZ PlusVon Maja Goertz

Debatte um Beckham-Sohn
:Feindbild Frau

Wer ist schuld daran, dass Brooklyn Beckham mit seiner Familie gebrochen hat? Nach Meinung der Öffentlichkeit wahlweise seine Ehefrau oder seine Mutter. Warum die Diskussion vor allem misogyne Narrative bedient.

Von Susan Vahabzadeh

Stilkritik
:Oberster Stilist der Grausamkeit

Die ICE-Razzien in Amerikas Städten werden von einem Mann angeführt, der aussieht wie ein Offizier aus einem Nazi-Film. Das soll wohl genau so sein.

Von Jörg Häntzschel

Kindergesundheit
:„Wir haben mehr Depressionen, mehr Ängste, mehr Traurigkeit, mehr Hoffnungslosigkeit“

Martin Holtmann, Leiter der LWL-Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamm, sieht eine Gesundheitskrise bei jungen Menschen. Eine verlorene Generation fürchtet er aber nicht.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Psychische Gesundheit
:Kinderhirne im Dauerstress

Das Gebrüll der Populisten und jener, die es werden wollen, macht junge Menschen krank, legt eine Studie nahe. Wem das egal ist: Die Zukunftsfähigkeit des Landes dürfte es auch weiter schwächen.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Iranische Diaspora in Deutschland
:Gemeinsam wären wir stark

Gegen die Gewaltherrschaft der Mullahs sind fast alle Iraner in Deutschland. Doch da hört der Konsens schon auf. Ist Demokratie das Ziel? Oder eine Rückkehr der Monarchie? Und was ist mit Israel? Über eine lebendige Streitkultur, die vor allem einem nutzt: dem Regime.

SZ PlusGastbeitrag von Isabel Schayani

Körperbilder
:Weiblich, stark, bereit zum Anpacken

Michelle Obama erregte mit ihrem trainierten Bizeps noch die Konservativen, inzwischen zeigen alle den Oberarm „toned“ – von Miley Cyrus bis Lauren Sánchez Bezos. Über ein neues Statussymbol.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Krieg und Propaganda
:Weil Gott und ich es wollen

Norwegen muss keine Attacke mehr fürchten, Trump hat seinen Nobelpreis ja über Umwege bekommen. Doch wie würde er einen Angriff auf Grönland rechtfertigen? Über die Kunst, Kriege zu erklären.

SZ PlusEssay von Willi Winkler

Jugendbuch
:Wie hältst du’s mit dem Wolf?

Ein Dorf, ein Immobilienprojekt und dann taucht auch noch ein gefährliches Wesen auf: Die Zeichnerin und Autorin Agi Ofner erzählt von fünf jungen Leuten, deren Leben plötzlich politisch wird. Muss das bedeuten, dass sie sich zerstreiten?

SZ PlusVon Christine Knödler

J. D. Vance
:Der kommende König von Amerika

Donald Trump scheint, ein Jahr nach dem Amtsantritt, nicht sehr gut in Form, geistig und körperlich. Falls er nicht durchhält, wird sein Vize J. D. Vance der nächste Präsident. Wer ist dieser Mann?

SZ PlusVon Claudius Seidl

Social Media
:Eine Achse der Brutalität von Teheran nach Minneapolis

In Iran sind die Bildschirme schwarz, in den USA füllen sie sich mit Videos staatlicher Gewalt. So unterschiedlich die Ansätze zur Kontrolle der Medien sind, zeigen sie doch interessante Parallelen.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Trump-Regierung
:„Derzeit haben wir unsere Demokratie fast verloren“

Das politische System der USA zerfällt, sagen zwei der wichtigsten Politikwissenschaftler des Landes. Ein Gespräch mit Daniel Ziblatt und Steven Levitsky über fatale Fehleinschätzungen und darüber, wann es zu spät für eine Rettung sein könnte.

SZ PlusInterview von Moritz Baumstieger und Detlef Esslinger

USA
:Bitte anschnallen

Ray Dalio hat den größten Hedgefonds der Welt aufgebaut – und nebenher eine Theorie über Aufstieg und Fall großer Reiche entwickelt: die „Big Cycle Theory“. Das amerikanische Imperium, sagt er, versinkt gerade vor unseren Augen.

SZ PlusVon Felix Stephan

Satire
:Und immer wieder Hitler

Obdachlose, Juden, trans Frauen, Migranten und Rollstuhlfahrer: Das neue Programm der Kabarettistin Lisa Eckhart ist rührend inklusiv. Nur den Humor hat sie vergessen.

SZ PlusVon Thore Rausch

Freiheitskampf
:An meine Freunde in Iran, an das iranische Volk

Statt Whatsapp-Nachrichten, die nicht ankommen, ein Brief an die Menschen in Iran. Einer, der ihren großen Mut preist und den schrecklichen Kleinmut des Westens voller Scham beim Namen nennt.

SZ PlusGastbeitrag von Navid Kermani

Podcast
:Sollen das diese sogenannten unbequemen Wahrheiten sein?

„Hoss und Hopf“ standen mit rechtslastigem Geschwurbel zeitweise an der Spitze der deutschen Podcast-Charts. Nun raunt „Hoss“ öffentlich über eine angebliche jüdische Weltverschwörung – sein Co-Host erklärt das Projekt für beendet.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

MeinungKrieg in der Ukraine
:Besetzt mit den Leichen russischer Soldaten

Der Angriffskrieg in der Ukraine dauert nun länger als der Große Vaterländische Krieg Russlands gegen Nazideutschland. Putin ist es egal, wie viele Menschen für seinen Sieg noch sterben müssen.

SZ PlusGastbeitrag von Iwan Filippow und Alexander Estis

Gaza-Konflikt
:„Wenn man dem Antizionismus nicht entgegentritt, bleibt kein Jude übrig“

Die israelische Publizistin Einat Wilf verhandelte einst für linke israelische Politiker über einen Frieden mit den Palästinensern. Sie empfindet sich immer noch als links – hält die Härte Israels inzwischen aber für den einzigen Weg. Ein Gespräch.

SZ PlusInterview von Zelda Biller

Nachruf
:Aus Sicht des Alls und der Ewigkeit

Erich von Däniken spekulierte über den Einfluss von Außerirdischen auf die Frühgeschichte der Menschheit. Seine Bücher waren Bestseller. Jetzt ist der Schweizer im Alter von 90 Jahren gestorben.

Von Willi Winkler

Trump und das Öl
:„Ein Narrativ von Dominanz – von rückwärtsgewandter Dominanz“

Smart, verrückt oder von gestern? Wie ist Trumps Venezuela-Abenteuer zu erklären? Ein Gespräch mit Benjamin Steininger vom Forschungskollektiv „Beauty of Oil“.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

Debatte
:Die neue Regel ist der Regelbruch

Venezuela, Grönland, Öltanker-Kriege: Die Politik ist gerade dabei, zum Gegenteil des Sports zu werden, unserer liebsten Ersatzreligion. Über eine unbemerkte Katastrophe.

SZ PlusGastbeitrag von Jörg Scheller

Debattenkultur
:Hass ist keine Meinung? Leider schon

Der Kreuzzug der US-Regierung gegen Gruppen wie Hate Aid ist absurd. In einer Sache haben die Verfechter absoluter Redefreiheit jedoch recht.

SZ PlusEssay von Ronen Steinke

Erinnerungspolitik
:„Die Orte, an denen die Gewalt geplant wurde, liegen in Deutschland“

Sollen deutsche Kolonialverbrechen Thema offiziellen Gedenkens sein? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer findet: Nein. Ein Gespräch mit Ibou Coulibaly Diop, der ein Erinnerungskonzept für Berliner entwickelt hat.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

MeinungBlackout in Berlin
:Ökos, die wie Putins Saboteure agieren?

Linksextreme schalten im Berliner Winter den Strom ab und das Licht aus? Nun ist es hier so schwarz wie 2012 in New York, als Hurrikan „Sandy“ wütete. Aber auch die Idiotie der deutschen Anarchos könnte man als eine Art Naturkatastrophe bezeichnen.

SZ PlusVon Peter Richter

Polarisierung
:„Adorno hätten Sie problemlos als ‚Querdenker‘ ansprechen können“

Der Philosoph Ralf Konersmann findet, unserer Gesellschaft ist ein guter Umgang mit Außenseitern abhandengekommen. Er wünscht sich mehr echte Vielfalt und Verrücktheit.

SZ PlusInterview von Max Florian Kühlem

Demokratiebewegungen
:Der Traum von Freiheit soll nicht vergeblich geträumt sein

Westeuropa reagiert so rat- wie mutlos auf den Niedergang seiner Demokratien. In Mittel- und Osteuropa nimmt die Gegenwehr wieder zu. Unter großen Gefahren.

SZ PlusVon Cathrin Kahlweit

Männlichkeit
:Verloren. Einsam. Und ein bisschen mörderisch

Ist der Serienmörder Patrick Bateman aus „American Psycho“ der erste Männlichkeitsinfluencer? Oder bloß ein armer Kerl? Eine Einladung zum Missverständnis, das 2026 aktueller denn je scheint.

SZ PlusVon Thore Rausch

Künstliche Intelligenz
:Was, wenn sich alle irren?

Laut der Investorenlegende Steve Eisman beruht das internationale Finanzsystem heute auf einer einzigen Annahme: Die gängigen KI-Modelle werden stetig besser. Aber da gibt es berechtigte Zweifel – die Konsequenzen wären gigantisch.

SZ PlusVon Felix Stephan

Orale Kultur
:Wir hören Stimmen. Sollten wir uns Sorgen machen?

Nicht mehr soziale Medien sind die digitalen Leitmedien, sondern Podcasts. Wie beeinflusst das Dauergeplapper aus dem Weltgehirn die Menschen, das Denken, die Demokratie?

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Rechte von Menschen und Natur
:„Wir stehen am Abgrund und müssen lernen, die Stimmen der Natur zu hören“

Der Filmemacher und Journalist Claus Biegert engagiert sich seit Jahrzehnten für indigene Völker Nordamerikas. Ein Gespräch über das „I-Wort“, Uran-Abbau und Ökosysteme als Rechtspersonen.

SZ PlusInterview von Joachim Käppner und Johanna Pfund

Eisbach in München
:Auf der Empörungswelle

Ist der verhunzte Eisbach wirklich eine „Parabel auf den Zustand, in dem wir uns in Deutschland derzeit befinden“? Über die Erregbarkeit des Mainstreams, der alles den Bach runtergehen sieht.

SZ PlusVon Jost Kaiser

Social Media
:Schluss, Aus, Ende

20 Jahre lang führte unsere Autorin eine mal mehr, mal weniger glückliche Beziehung mit den sozialen Medien. Aber seit aus dem Lachen über lustige Videos ein Reden mit sich selbst geworden ist, passt das nicht mehr. Ein Abschied.

SZ PlusGastbeitrag von Carolin Matzko

Debatte über die Wehrpflicht
:Armee aus Gummibärchen

Unser Autor will für die Demokratie nicht nur demonstrieren und meldet sich mit 55 Jahren freiwillig zum Wehrdienst. Als schärfste Gegner erweisen sich dann aber: sehr merkwürdige deutsche Vorschriften.

SZ PlusGastbeitrag von Jost Kaiser

KI und Journalismus
:„Ein bisschen Kulturkampf“

Ulf Poschardt, der Herausgeber der „Welt“, kritisiert regelmäßig angebliche Intransparenz in Medien. Das hält ihn nicht davon ab, Posts mit einer Frau zu veröffentlichen, die offenbar nicht existiert.

SZ PlusGastbeitrag von Fabian Grischkat

Kolumne „Euer Ernst“: Oliver Polak über Weihnachten
:„Wir schenken uns nichts“: Vorsicht, dieser Satz ist ein psychologischer Hinterhalt

... und zehn weitere Dinge, die Sie an Heiligabend mit der Familie beachten sollten, um zu überleben.

Von Oliver Polak

MeinungRechtsruck
:Die neue europäische Migrationspolitik ist ein Stich ins Herz der Menschenwürde

Wenn mit einer besinnlichen Weihnacht mehr gemeint sein soll als Kerzenschein und Stollen, braucht es eine radikale Umkehr der europäischen Migrationspolitik.

SZ PlusGastbeitrag von Gesine Schwan

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