Kultur

Nachruf
:Liebling des Publikums

Michael Mendl spielte Bösewichte und harte Kerle, war aber auch als Herzensbrecher im TV-Einsatz. Nun ist der markante Charakterdarsteller im Alter von 82 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Christine Dössel

Debatte
:Ist mir heißegal

Friedrich Merz schweigt immer noch zu den mehr als 16 000 Hitzetoten dieses Sommers. Seine Regierung wickelt den Klimaschutz ab, statt ihn voranzutreiben. Über eine politische Katastrophe.

SZ PlusEssay von Alex Rühle

Russische Aggressionen
:Es braucht jetzt europäischen Größenwahn

Russland schließt die Goethe-Institute – als Symbol des gegenseitigen Vertrauensverlusts. Aber ist das wirklich so schlimm? Man könnte die auswärtige Kulturpolitik gleich ganz anders denken.

SZ PlusEssay von Nils Minkmar

Pop
:„Sie verwechseln den Staat mit der Demokratie“

„Ärzte“-Sänger Farin Urlaub über Jeanne d’Arc, den Hass der Impfgegner, die AfD und die vielleicht wichtigste Frage in diesen Tagen: Wie bleibt man trotz allem optimistisch?

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Literatur
:Das macht die Diktatur mit den Köpfen

In ihrem Roman „Gulistan“ erzählt Karosh Taha das Schicksal einer Kurdin unter Saddam Hussein – mit zerklüfteter Syntax und Bildern am Rande des Wahnsinns. Und ist damit für den Deutschen Buchpreis nominiert.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Zum Tod von Dolly Parton
:Nach der Beerdigung schmiert sich jemand noch ein Brot

„Magnolien aus Stahl“ mit Dolly Parton ist der Lieblingsfilm der Schriftstellerin Lena Schätte. Er erzählt davon, dass es immer weitergeht. Parton zeigt, wie es gelingen kann, sich nicht klein zu machen. Eine Empfehlung.

SZ PlusGastbeitrag von Lena Schätte

Theater
:Zwei beste Schauspielerinnen der Welt

Cate Blanchett und Nina Hoss spielen am National Theatre in London zwei Frauen, die sich fetzen, spiegeln, vielleicht sogar ein und dieselbe sind. So nahe wie in der atemberaubenden Inszenierung „Electra/Persona“ kommt man den Figuren selten.

SZ PlusVon Marie Schmidt

25 Jahre 9/11
:Als das Monster uns verschluckte

Unser Autor stand zwei Blocks entfernt, als am 11. September der erste Turm des World Trade Centers einstürzte. Erinnerungen an den Tag, der nicht nur New York und die USA, sondern die Welt verändert hat.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Theater
:„Ich habe meine Meldeadresse sperren lassen“

Zwei neue Intendanten für Berlin: Matthias Lilienthal startet an der Volksbühne und Çağla Ilk am Gorki-Theater. Ein Gespräch über Spardruck, Angriffe von rechts außen und die Frage, ob Kunst trotzdem noch Spaß macht.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach und Christiane Lutz

Theater
:Der Reiz des Anrüchigen

„Es ist keine Pornografie, es ist Menschlichkeit“, sagt Marina Abramović über ihre Performance „Balkan Erotic Epic“, die bei der Ruhrtriennale Premiere feierte. Wirklich? Eine Erkundung zwischen Nacktheit, Riten und Sexualität.

SZ PlusVon Christine Dössel

Literatur
:Man reibt sich gemeinsam die Augen

Ein Buch, von dem man wünscht, dass es einen nie wieder ausspuckt: Shida Bazyars neuer Roman „Die Lücken“ ist ein fein recherchiertes und orchestriertes Heimatepos aus dem Hunsrück. Und bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert.

SZ PlusVon Vera Schroeder

Deutsch-russisches Verhältnis
:Verklärt und unverstanden

Die deutsche Debatte über Russland ist auf linker wie rechter Seite ein engagiertes, bisweilen realitätsfernes Selbstgespräch. Das nützt vor allem: Wladimir Putin.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Sachsen-Anhalt
:Glaube, Liebe, Hoffnung, Osten

Wie funktioniert das: eher linke Kunstfestspiele in der AfD-Hochburg Bitterfeld am Leben zu halten? Ein Tag mit dem erstaunlich heiteren Aljoscha Begrich, Erfinder des „Osten“-Festivals, das kurz nach der Wahl stattfindet.

SZ PlusVon Peter Richter

Film
:„Ich sehe mich als thüringische Europäerin“

In ihrem neuen Film „Vaterland“ spielt Sandra Hüller Erika Mann, die mit ihrem Vater Thomas durch Nachkriegsdeutschland reist. Ein Gespräch über das Hadern mit der Heimat und den Trost der Kunst.

SZ PlusInterview von Kathleen Hildebrand

Filmfestival von Venedig

Filmfestspiele
:Venedig positioniert sich – gegen die Presse

Das älteste Filmfestival der Welt gibt erste Antworten auf die Frage zur politischen Verantwortung des Kinos. Journalisten, die beseelt davon sind, die Welt zu verbessern, dürften sie nicht gefallen.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Filmfestspiele von Venedig
:„Auch wegschauen kann Konsequenzen haben“

Viele bekannte Gesichter der Filmbranche fragen sich gerade, ob es Zeit wäre, politisch „Haltung“ zu zeigen. Aber wie geht das eigentlich? Fragen an Emilia Schüle, die sich genau darum bemüht.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Filmfestspiele Venedig
:Wie eine Atombombe der Traurigkeit

„Wild Horse Nine“ ist der vielleicht beste Film des durchweg famosen Martin McDonagh. Ein Treffen mit dem Meister der dunklen Komik in Venedig, wo der Film Premiere feiert.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Film
:Sehr, sehr deutliche Berlinale-Vibes

Große Filmfestivals erzählen immer auch etwas über das Selbstbewusstsein des Kinos. Die Filmfestspiele von Venedig bieten zu ihrem Start Anlass zur Sorge – auch wegen einer Pressekonferenz, die offenbar zunächst abgesagt werden sollte.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Nachrichten aus Kultur und Medien

  • Literatur
    :S. Fischer übernimmt Rechte am Werk von Günter Grass

  • Zum Tod von Gloria Steinem
    :Eine Frontfrau für alle Frauen

    SZ Plus
  • Streit um „Kraftwerk“-Sequenz
    :Bundesgerichtshof gibt Moses Pelham teilweise recht

  • Glücksgefühle-Festival
    :„Alphaville“ will trotz Entschuldigung nicht auftreten

  • Nachruf
    :Die Schauspielerin Cordula Trantow ist tot

    SZ Plus
  • Blasphemie-Vorwürfe
    :Theaterstück über „Timmy“ bekommt Sicherheitsschutz

  • Medien
    :Die „Welt“ wird kleiner

    SZ Plus
  • Fernsehen
    :RTL beendet „Unter uns“

  • Theater
    :Münchner Kammerspiele sind Theater des Jahres

    SZ Plus
  • Japan
    :Künstlerin Yayoi Kusama gestorben

  • Film
    :Time Warp, für immer

Debatten
:Deutscher denken!

Das Land Sachsen-Anhalt wirbt für sich mit dem Slogan #moderndenken. Die AfD dort will lieber #deutschdenken.  Aber gibt es das überhaupt? Und wenn ja: Wie sieht es aus? Ein Glossar.

SZ PlusVon SZ-Autoren

Pop
:Schwer zu sagen, was Musik noch mehr leisten könnte

Selbstauslöschung, Neusortierung und dann weiter: Sängerin Mine ist mit „Killer“ ein glitzerndes, pechschwarzes Meisterwerk gelungen. Eine Begegnung.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Debatte
:Wir wissen doch, was geschah

Über 200 Jahre erkämpfte Deutschland sich ein demokratisches Grundgesetz – dann gab man es her, weil einige glaubten, die Regierung Hitler sei nur ein kurzer Spuk. Was ein Blick bis in die Zeit Goethes uns über die Gegenwart lehrt.

SZ PlusGastbeitrag von Uwe Timm

Literatur
:Diese existenzielle Ungewissheit

Was könnte wichtiger sein als eine Geschichte über die Liebe in Zeiten des Terrors? Dana Vowinckel schreibt mit „Anton und Alma“ einen erschütternden zweiten Roman.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Eichmann-Prozess
:„Die Rettungsversuche ziehen sich bis in die Neunziger“

Der Historiker Klaus-Dietmar Henke über die schwierigen Anfänge der BRD nach dem Nationalsozialismus, die vielen Lügen dieser Zeit – und darüber, wie der NS-Kollaborateur Hans Globke Kanzleramtschef bleiben konnte.

SZ PlusInterview von Willi Winkler

Film
:Filmtipp-Finder

Sie freuen sich auf einen entspannten Filmabend - wissen aber nicht, was Sie anschauen sollen? Der SZ-Filmtipp-Finder wählt aus über 3500 Kritiken der Redaktion aus und macht Ihnen passende Vorschläge. Film ab!

Weitere Artikel

Nachruf
:Die schöne Widerspenstige

Unkonventionell, aufsässig, selbstbestimmt: Die österreichische Schauspiellegende Erni Mangold ist im Alter von 99 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Christine Dössel

Literatur
:S. Fischer übernimmt Rechte am Werk von Günter Grass

Die Grass-Stiftung hatte im Mai die Zusammenarbeit mit dem Steidl-Verlag beendet. Die Bühnen- und Filmrechte bleiben bei einem Vertrieb in Berlin.

Streit um „Kraftwerk“-Sequenz
:Bundesgerichtshof gibt Moses Pelham teilweise recht

Seit fast 30 Jahren beschäftigt der Rechtsstreit um eine zwei Sekunden lange Tonfolge nicht nur mehrere Gerichte, sondern eine ganze Branche. Jetzt hat der Hip-Hop-Produzent Moses Pelham vor dem BGH einen Teilerfolg erzielt.

Von Lisa Torjuul

Städtebau
:Ist das kultureller Gigantismus?

Mit der Kulturraffinerie K714 wurde in der kleinen Stadt Monheim am Rhein jetzt ein spektakulärer neuer Veranstaltungsort eröffnet. Er ist Symbol für eine beispiellose kommunale Kulturpolitik.

SZ PlusVon Max Florian Kühlem

Zum Tod von Gloria Steinem
:Eine Frontfrau für alle Frauen

Sesshaftigkeit war nicht ihr Ding, aber wenn sie sich an einem Thema festgebissen hatte, ließ sie nicht mehr los: Nachruf auf die berühmteste amerikanische Feministin Gloria Steinem.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Kultur in Ungarn
:Lernen, vergeben, neu anfangen

Der Pianist András Schiff hat seine Heimat wegen Viktor Orbán boykottiert. Nun tritt er erstmals wieder in Budapest auf – und wird euphorisch empfangen.

Von Verena Mayer

Glücksgefühle-Festival
:„Alphaville“ will trotz Entschuldigung nicht auftreten

Die Ausladung der Band hatte bundesweit Kritik ausgelöst. Die Veranstalter des Festivals lenkten ein – doch Alphaville will offenbar trotzdem nicht teilnehmen.

Film
:Alles inklusiv

Ein Typ ohne Behinderung spielt, dass er eine habe – in einem Feriencamp für wirklich Beeinträchtigte. „Das gewisse Etwas“ ist das deutsche Remake eines französischen Kinohits. Kommt es an die Vorlage heran?

SZ PlusVon Josef Grübl

Literatur
:Wie es zwischen den Menschen läuft

Der Meister der großen Herzen: Sven Regeners neuer Lehmann-Roman „Frankie und Freddie“ ist eklatant witzig – und sehr rührend.

SZ PlusVon Jakob Biazza

USA
:Frauenrechtlerin Gloria Steinem ist gestorben

Die feministische Ikone wurde 92 Jahre alt. Sie prägte die US-amerikanische Frauenbewegung und gründete in den 70er-Jahren die erste feministische Frauenzeitschrift Amerikas.

Von Nadja Lissok

Film
:Wild und manchmal grausam

Wenn das Siegenmüssen zum Dämon wird: In „That’s why the Lady is a Champ“ spielt Sydney Sweety die erste weltweit anerkannte Boxerin: Christy Martin.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Musik
:Jazz-Sängerin Cassandra Wilson gestorben

Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Sie war bekannt für ihren außergewöhnlichen musikalischen Stil.

Blasphemie-Vorwürfe
:Theaterstück über „Timmy“ bekommt Sicherheitsschutz

Das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater rüstet für das Stück „Timmy – die Hope stirbt zuletzt“ über den gestrandeten Wal auf: Nach Hassnachrichten werden künftig Sicherheitskräfte anwesend sein.

Nachruf
:Überfliegerin mit Erdung

Die Schauspielerin Cordula Trantow, früh berühmt geworden durch „Die Brücke“, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sie war ein Multitalent – und im Theater eine Macherin.

SZ PlusVon Christine Dössel

Literatur
:Dieser Hass war immer schon da

Maxim Biller reflektiert in seinem aufrüttelnden Roman „Schwarze Samstage“ die Folgen des 7. Oktober für das Leben als Jude in Deutschland. Seine Antwort auf den Terror: große Literatur.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Salzburger Festspiele
:Fragile Sensationen

Der Bariton Georg Nigl ist einer der prägenden Ausnahmekünstler der Salzburger Festspiele. Jetzt hat er Franz Schuberts „Schöne Müllerin“ aufgenommen. Natürlich ein Ereignis.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Extremsport
:Läuft, muss aber nicht

Hunderte Kilometer durch die Hochalpen joggen? Völlig übertrieben – aber genau deshalb vermittelt Ultratrailrunning ein Gefühl von Luxus wie sonst nur die Kunst.

SZ PlusGastbeitrag von Jörg Scheller

Film
:Das muss man falsch verstehen wollen

In Großbritannien gibt es Forderungen, Sacha Baron Cohens neuen Film „Ali G. – Who Iz I?“ nicht zu zeigen, weil er sich über Schwarze lustig mache. Warum der Boykottaufruf schiefliegt.

SZ PlusVon Andrian Kreye

Kino
:Sie sind wieder munter, die Schweine

Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Mode
:Doch kein neuer Horizont

Das Metropolitan Museum of Art und Anna Wintour wollten die nächste Met-Gala John Galliano widmen. Nach Protesten wegen seiner früheren rassistischen Ausfälle sagt der Designer nun ab.

SZ PlusVon Silke Wichert

Tanz
:Hommage an Jacques Brel

Die berühmte Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker und der junge Breakdancer Solal Mariotte tanzen bei der Ruhrtriennale zu den Liedern des belgischen Chansonniers. Ein Ereignis.

Von Dorion Weickmann

Sachsen-Anhalt
:„Wir hätten natürlich viel eher anfangen müssen“

Die AfD will die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt auflösen. Besuch bei ihrem Direktor Maik Reichel in Magdeburg, der trotzdem große Pläne hat.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Syrien
:Wofür sie gekämpft haben

Nach der Auflösung der kurdischen Armee SDF stellt sich die Frage: Was bleibt? Über die Hoffnung auf Autonomie, Gleichberechtigung und Emanzipation im syrischen Staat.

SZ PlusVon Raphael Geiger

Literatur
:Dem Verschwinden zuvorkommen

In ihrem Roman „In die Schweiz“ schickt Emma Cline einen demenzkranken Mann auf eine letzte Reise. Während dessen Welt unschärfer wird, verliert auch der Leser auf geniale Weise die Orientierung.

SZ PlusVon Nicolas Freund

Film
:Das Monster ist zurück

Im Thriller „Der Kinderflüsterer“ tötet jemand nach dem Muster eines längst gefassten Serienmörders. Das ist sehenswert, vor allem dank Robert De Niro und Adam Scott.

SZ PlusVon Florian Kaindl

„Kraftwerk“-Konzert in Dessau
:Eine Liebesbekundung ans Bauhaus

In Zeiten, in denen die große Designschule sich unter Beschuss der AfD befindet, treten „Kraftwerk“ am Bauhaus in Dessau auf. Die Gruppe begeistert die Menschen – und weicht am Ende minimal vom Protokoll ab.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Kulturpolitik
:Wenn die Kunst der Spiegel unserer Zeit ist, was sehen wir dann?

Die Geschichte der Berliner Festspiele zeigt, dass Kultur immer politisch sein kann, sein muss. Doch wir müssen uns gegen ihre Instrumentalisierung wehren – sonst ist es mit der Freiheit schnell vorbei.

SZ PlusGastbeitrag von Meron Mendel

Jacques Tardi
:Chronist eines blutigen Jahrhunderts

Er hat mit seinem Werk das gesamte vorige Jahrhundert erfasst, die beiden Weltkriege, Paris in seiner Geschichte und Gegenwart. Zum 80. Geburtstag des großen französischen Comicerzählers Jacques Tardi.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Zeitgeschichte
:Klaus Müller wollte weg aus der DDR. Aber um zu bleiben

„Wie wahnsinnig hab’n die Leute applaudiert, meine Teure!“ – schon 100 000 Menschen sind für den „Spaziergang nach Syrakus“ ins Kino gegangen. Ein Telefonat mit dem Mann, dessen Geschichte in dem Film erzählt wird.

SZ PlusVon Renate Meinhof

Literatur
:Wie lernt man aus der Geschichte?

Edgar Selge unterzeichnete einen offenen Brief gegen Waffenlieferungen in die Ukraine – dann merkte er: Er lag falsch. Ein Treffen mit dem Autor, dessen Roman „Juras letzter Winter“ über einen russischen Jungen auch um diesen Irrtum kreist.

SZ PlusVon Felix Stephan

Videospiele
:Ohne Beute gehen wir nicht

Sony will Spiele für die Playstation in Zukunft nur noch digital anbieten. Dabei offenbart die Gamescom, wie gerne ihre Besucher Dinge sammeln. Über eine entzauberte Beziehung.

SZ PlusVon Marie Gundlach

Kinderbuch
:Bringt Glück herein

Die Ferien sollten nie enden? Dann empfiehlt sich, im verwunschenen Hotel abzusteigen, das Julia Willmann in ihrem Kinderroman „Sommer am Rande der Welt“ zum charismatischen Treffpunkt macht.

SZ PlusVon Christine Knödler

Kino
:Wir sind Ausländer! Igitt!

In der Komödie „Oh la la“ erschütterte ein DNA-Test eine Familiengeschichte, groß war die Verzweiflung. Der zweite Teil treibt diese knalldumme, rassistische Prämisse noch weiter.

SZ PlusVon Philipp Stadelmaier

SZ MagazinDana Vowinckel im Interview
:»Ich finde generell, dass eine Verschmelzung gar nicht wünschenswert wäre«

Herkunft, Religion und politische Ansichten wirken in Beziehungen hinein. Die Schriftstellerin Dana Vowinckel im Gespräch über die Frage, ob Liebe Unterschiede überbrücken kann – und wann Annäherung zur Selbstaufgabe wird.

SZ PlusInterview von Daniela Gassmann

Literatur
:Der Auftritt seines Lebens

Der Sommer 1979 an den Mecklenburger Seen, eine Novelle, die den Sex ausspart, und Jahre später eine Lesung, die aus dem Ruder läuft: Ingo Schulzes Roman „Das Wasser im August“ ist ein raffiniertes Vexierspiel mit ostalgischem Einschlag.

SZ PlusVon Christian Mayer

Sachbuch
:„Ich werde jeden Tag bedroht“

Charlotte Knobloch hat einmal geglaubt, die jüdischen Gemeinden seien im neuen Deutschland angekommen. In ihrem Buch „Trotzdem weiter“ berichtet sie, warum diese Zuversicht schwindet.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Pop
:„Heute ist der Tag, an dem wir zurückschlagen“

Ein Comedy-Autor imitiert die KI-Fake-Band „The Velvet Sundown“ mit realen Musikern. Ziel: „die größte Tribute-Band aller Zeiten“. Über ein Verwirrspiel, das mit jedem Tag irrer wird.

SZ PlusVon Leon Frei

Games
:Diese Computerspiele sind etwas fürs Auge

Sind Videospiele Kunst oder Kommerz? Die Gamescom zeigt: beides. Lebendige Malereien, surreale Rätselwelten, mehrdimensionales Schach – fünf Kreationen, die auffallen.

SZ PlusVon Marie Gundlach

Anthony Hopkins als Komponist
:Wenn die Lämmer singen

Hollywood-Star Anthony Hopkins veröffentlicht mit „Life is a Dream“ sein erstes Klassik-Album. Einen Hang zum Komponieren hat der Waliser schon lange – aber kann er es auch?

SZ PlusVon Helmut Mauró

Literatur
:Auf dem Mond läuft’s auch nicht besser

Was passiert, wenn alle Ressourcen versiegen? „Missitalia“ von Claudia Durastanti ist Heimatroman und wilder Genremix, gewieft komponiert und sensationell gut geschrieben.

SZ PlusVon Carolin Gasteiger

Kinofilm
:Kommt die Sehnsucht nach Selbstjustiz jetzt auch von links?

Ein von Nazis unterwandertes System: Der Film „Staatsschutz“ erzählt davon auf schematische, durchaus bedenkliche Weise – getrieben von migrantischen Ängsten und Kraftfantasien.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Debatte
:Warten auf den Knall

Dass von der KI-Entwicklung eine Gefahr für die Menschheit ausgehen könnte, wird gern als Weltuntergangshysterie verlacht. Dabei gibt es Gründe dafür, sich ernsthaft Gedanken zu machen – nicht nur die, aus denen Bill Gates jetzt warnt.

SZ PlusEssay von Philipp Bovermann

Goethe-Geburtstag
:Der beste Diplomat muss ein Rätsel bleiben

Keinem Staatsmann widmete Goethe mehr Zeilen als Charles Maurice de Talleyrand. Der Franzose faszinierte den Dichter durch Undurchschaubarkeit, Reaktionsschnelle. Und einen besonderen Blick.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Kunst
:Punkt, Punkt, Kürbis, Strich

In Japan schämte man sich noch für sie, da lag die Welt der Künstlerin Yayoi Kusama schon zu Füßen – und ihrem Kosmos aus Farbe, Licht und Polka Dots, der jetzt, nach ihrem Tod, weiterleuchten wird.

SZ PlusVon David Pfeifer

Debatte
:Der Nase nach

Kokain ist überall – und die koksende Gesellschaft sieht den Konsum als ihr gutes Recht an. Dabei vergisst sie, dass die Droge in Lateinamerika eine ganz andere Wirkung hat. Braucht es endlich Frieden im „Krieg gegen die Drogen“?

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

Ausstellungen im September
:Was wo läuft

Mannheim sprengt einen Sportwagen in die Luft, in Wien trifft Picasso auf Bacon und Köln gratuliert August Sander zum 150. Geburtstag: sehenswerte Ausstellungen im September.

Von SZ

Theater
:Lacht jetzt noch wer?

Die Münchner Kammerspiele sind laut Kritikerumfrage das „Theater des Jahres“. Nach den Diskussionen um die Nachfolge von Barbara Mundel dürfte das für das Haus eine Genugtuung sein.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Japan
:Künstlerin Yayoi Kusama gestorben

Sie war eine der bedeutendsten japanischen Künstlerinnen der Gegenwart, ihre farbenfrohen „Polka Dots“ unverkennbar. Nun ist Yayoi Kusama im Alter von 97 Jahren gestorben.

Literatur
:Großmeister des Erzählens

Kaum jemand hat Europas Erinnerungen, Brüche und Abgründe so genau vermessen wie er: Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

SZ PlusVon Lothar Müller

Film
:Time Warp, für immer

Als Frank N. Furter in der „Rocky Horror Picture Show“ wurde Tim Curry zur Kultfigur. Nun ist der britische Schauspieler im Alter von 80 Jahren gestorben.

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