Ein bisschen Adele, ein bisschen Amy Winehouse und viel Retroästhetik: Die Britin Sienna Spiro ist mit 20 ein Weltstar. Und schenkt jungen Menschen offenbar eine lang ersehnte Geborgenheit.
Debatte
:So rette doch jemand diese Stadt
Demnächst wird gewählt in der Hauptstadt, die Umfragen liefern Grund zur Sorge - und Kai Wegner will nicht mehr kandidieren. Es fragt sich, ob damit irgendetwas gewonnen ist. Denn Berlin bleibt letztlich: Berlin.
Debatte
:Wir sind alle seelenverwundet
Björn Höcke will Teile Deutschlands „auf die Couch legen“, um politisch-geistige Krankheiten zu bekämpfen. Leider hat er dabei eine entscheidende Eigenschaft von Psychotherapie übersehen.
Debatte
:Warum so stramm, Jungs?
Die Grünen bemühen sich um ein alternatives Männerbild – jenseits von aufgepumpten Oberkörpern. Warum das auch politisch sehr nötig ist.
Lesekompetenz
:„Für eine Kulturnation wie Deutschland ist das ein Skandal erster Güte“
Die Zahl der Zehn- bis 15-Jährigen, die Bücher kaufen oder geschenkt bekommen, ist dramatisch eingebrochen. Wie kann das sein? Und was muss jetzt getan werden? Ein Gespräch mit der Didaktik-Professorin und Lehrerausbilderin Sabine Anselm.
Literatur
:Ein Jahr, minus 30 Prozent
Literatur
:Ein komplizierter Mann
Christopher Nolan zeigt seinen Helden in „Die Odyssee“ geschunden, abgründig und mit austrainierten Schulterpartien. Kann es sein, dass hier ein fast schon episches Missverständnis vorliegt?
Debatte
:Wir werden uns noch wundern
Der miserable Umgang der Münchner Politik mit der Kammerspiel-Intendantin Barbara Mundel passt in eine Zeit hohler Worte und Bekenntnisse. Wenn es ernst wird, sind Menschen und Institutionen nichts mehr wert in diesem Land.
Theater
:Wer soll dieses Theater leiten?
Nachrichten aus Kultur und Medien
Hubert Burda Media
:Bambi fällt dieses Jahr aus
Musik
:Heino klagt gegen AfD-Werbung
Moritz de Hadeln ist tot
:„Ich bin Kettenraucher, trinke Whisky und liebe meine Arbeit“
Journalismus
:Der Geschäftsführer der FAZ geht
Heinz Hilmer ist tot
:Einer mit Haltung
Eurovision Song Contest
:Kanada nimmt am ESC 2027 teil
Victor Willis ist tot
:Subversiv wider Willen
Rundfunkbeitrag
:8,7 Milliarden Euro für die Öffentlich-Rechtlichen
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
:Gutachten spricht sich gegen Umwandlung von Cosmo aus
Journalismus
:Günther Jauch erstreitet Gegendarstellung auf „die aktuelle“-Titel
Kultur
:Völkerrechtler und Menschenrechtsanwalt Philippe Sands erhält den Friedenspreis des deutschen Buchhandels
Medien
:Was der Boulevard ihr schuldet
Presserecht
:Christian Ulmens Beschwerde hat teilweise Erfolg
Medien
:Bußgeldverfahren gegen „Compact“-Magazin
Medien
:Burda-CEO Jan Wachtel verlässt Unternehmen wieder
Film
:Filmtipp-Finder
Sie freuen sich auf einen entspannten Filmabend - wissen aber nicht, was Sie anschauen sollen? Der SZ-Filmtipp-Finder wählt aus über 3500 Kritiken der Redaktion aus und macht Ihnen passende Vorschläge. Film ab!
Weitere Artikel
Bonnie Tyler
:Mit dem Herzen einer Bergarbeiterin
Millionen Tonträger hat sie in ihrer langen Karriere verkauft, wurde zum Member of the Order of the British Empire ernannt – doch rauschhaft leicht war Bonnie Tylers Erfolg nie. Nachruf auf eine, die nicht aufgehört hat zu schuften.
Literatur
:Die besten Bücher für die Ferien
Ob unter dem Hitzedom, wenn ein Gewitter niedergeht oder in einer sternklaren Nacht: Am besten verbringt man den Sommer mit einem Buch. Oder mehreren! Empfehlungen aus der SZ-Redaktion für die heißeste Lesezeit des Jahres.
Theaterfestival Avignon
:Gesänge von Mord und Totschlag
Jedes Jahr im Juli fallen die Schauspieler in Avignon ein und verwandeln die Stadt in eine riesige Bühne. Dieses Jahr untersucht das Festival faszinierend den engen Zusammenhang zwischen der Kunst und dem Bösen.
Notizen aus meinem Leben
:Ich wiege nicht 120 Kilo!
Badewannen, in denen man ertrinkt, Schranktüren, die man durch Wedeln öffnet: über Merkwürdigkeiten in Hotels auf der ganzen Welt.
Theater
:„Empathie ist erlernbar“
Als Wilfried Schulz vor zehn Jahren die Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses übernahm, setzte ihm die Stadt ohne Vorwarnung eine Großbaustelle vor die Nase. Ein Abschiedsgespräch darüber, wie aus Hartnäckigkeit und Improvisation richtig gute Kunst entstehen kann.
Georg-Büchner-Preis
:Die Schatzgräberin der deutschen Literatur
Ihre schmalen, komischen historischen Romane galten die längste Zeit als Geheimtipp: Jetzt bekommt Christine Wunnicke den Georg-Büchner-Preis. Eine Entscheidung für ein wundersam unegomanisches Erzählen.
Staatsbesuche
:Nimm das, mein Freund
Präsident Erdoğan verschenkte Revolver an seine Nato-Gäste, und viele wundern sich. Dabei muss eine kleine Handfeuerwaffe in der Geschichte der Staatspräsente noch als Glücksfall gelten.
Kino
:Son of a Beach
Von allen Disney-Realverfilmungen ist „Vaiana“ die schönste – weil sie nicht versucht, besonders real zu sein.
Berliner Fördergeldaffäre
:„Untreue in einem besonders schweren Fall“
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die frühere Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson aufgenommen. Der Vorwurf: Veruntreuung von Mitteln für die Antisemitismusprävention. Droht ihr sogar Haft?
Bonnie Tyler
:Mit dem Herzen einer Bergarbeiterin
100 Millionen Tonträger hat sie in ihrer langen Karriere verkauft, wurde zum Member of the Order of the British Empire ernannt – doch rauschhaft leicht war Bonnie Tylers Erfolg nie. Nachruf auf eine, die nicht aufgehört hat zu schuften.
Literatur
:Christine Wunnicke erhält Georg-Büchner-Preis
Der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zufolge geht der Georg-Büchner-Preis in diesem Jahr an Christine Wunnicke. Die Auszeichnung ist mit 50 000 Euro dotiert, die Preisverleihung soll am 24. Oktober stattfinden.
Games
:Macht Sortieren glücklich?
Im Computerspiel „Librarian“ räumt man 3000 Bücher in Regale, in der eben eingeweihten Umberto-Eco-Bibliothek in Bologna sind die Werke nach der sehr eigenwilligen Stellart des Meisters aufgereiht. Über die Sehnsucht nach Ordnung in Zeiten des Chaos.
Comedy
:Diese Bitch ist ein Genie
Ali Wong gehört zu den größten Comedy-Stars auf Netflix – und zu den lustigsten Erzählerinnen, wenn es um die Abgründe eines Frauenlebens geht. Warum, das zeigt auch ihr Auftritt in München.
Pop
:Lass die Gänseblümchen sprießen
Blumige Mordmetaphern, der Flow eines quirligen Jazz-Trompeters: Wer in diesem Jahr nur einen neuen Lieblingsrapper entdecken möchte, sollte sicherstellen, dass es sich um Prof handelt.
Juden-Verfolgung in der NS-Zeit
:Wenn der Galgen vor der Haustür steht
Erst soll er zum Schein erhängt werden, dann wird er nach Buchenwald deportiert und ermordet: die Geschichte von Hausmeister Leopold Goldlust aus der Münchner Herzog-Max-Straße.
USA
:Wir sind noch auf dem Weg
Die Smithsonian Institution verwaltet das Museumserbe der USA, untersteht aber nicht dem Präsidenten. Das macht Donald Trump wütend. Mit der Ausstellung „American Aspirations“ verteidigen die Kuratoren ihre Unabhängigkeit.
Kino
:Huch, hoppla, die Liebe
„Virginia Woolf’s Night & Day“ strickt aus Woolfs Romanvorlage die Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau. Das ist mal leichtfüßig, dann wieder tapsig.
Klassik
:Bild dir eine Oper
Deutschlands größtes Boulevard-Blatt streamt jetzt Klassik, Springer-Vorstand Mathias Döpfner erklärt das so: Oper und „Bild“ seien sich ziemlich ähnlich. Damit hat er recht – teils ungewollt.
Musik
:Heino klagt gegen AfD-Werbung
„Am Sonntag würde Heino Felix wählen“: Mit diesem Spruch hatte ein AfD-Politiker aus Brandenburg für sich geworben. Dem Musiker passt das nicht – er will 30 000 Euro wegen „immateriellen Schadens“.
Kino
:Wir werden uns einiges zu verzeihen haben
Eva Trobisch gehört spätestens mit „Etwas ganz Besonderes“ zur Spitze der deutschen Autorenfilmer. Sie meißelt darin eine fein beobachtete Thüringer Familiengeschichte aus den Ost-Klischees.
Aufrüstung
:Live bis zum Einschlag
Aktuelle Kriegsdrohnen filmen ihre Ziele und Opfer im Anflug. Wie diese allgegenwärtigen Bilder aus der Ukraine unsere Sicht des Krieges verändern – und bereits die nächste Generation der Maschinen trainieren.
Kaffee
:Konzentrieren ist auch keine Lösung
Der Hype um Kaffeekonzentrat ist Symptom eines bedenklichen Zeitgeists: Alles soll reduziert und verdichtet werden – Geschichten, Ideen, Menschenkörper. Was dabei verloren geht.
Debatte
:Die Traumfabrik
Kings of Pop: Hedgefonds-Milliardäre und Großinvestoren bespielen heute oft eigene Kanäle auf Youtube, Substack oder X. Was kann man dort von ihnen lernen?
Nachruf auf Moritz de Hadeln
:„Ich bin Kettenraucher, trinke Whisky und liebe meine Arbeit“
Moritz de Hadeln war mehr als zwanzig wilde Jahre Chef der Berlinale, leitete außerdem die Filmfestivals in Locarno und Venedig. Jetzt ist er im Alter von 85 Jahren gestorben.
Theater
:Morden in Zeiten der Klimakrise
Lassen sich antike Dramen mit aktuellen Umweltdebatten verbinden? In Mülheim wagt Regisseur Philipp Preuss den Versuch mit „Circus Oresteia“, einem Stück von Thomas Köck.
Nachruf
:Einer mit Haltung
Ganz wunderbar normal: Der Architekt Heinz Hilmer war der Mann, der den Aufgeregtheiten unserer Zeit den Westfälischen Frieden schenkte. Nun ist er im Alter von 90 Jahren gestorben.
Fußball-WM 2026
:„Trump verhält sich höchst unamerikanisch“
Für den Philosophen Gunter Gebauer ist das Eingreifen des US-Präsidenten in den Turnierverlauf der Fußball-WM eine beispiellose moralische Grenzüberschreitung. Ein Krisengespräch.
Klassik
:Kopfkino fürs Orchester
„The Mahler Competition“ in Bamberg gilt als der wichtigste Dirigierwettbewerb der Welt. Im Finale traten die besten drei von 270 Kandidaten an. Worauf kommt es neben Technik an?
Berlin
:Wohnungen statt Nazibunker?
In Berlin sollen die letzten Reste der Luftschutzkeller unter Hitlers Neuer Reichskanzlei einem Wohnbau weichen. Dagegen regt sich nun Widerstand – aus ein paar nachvollziehbaren Gründen.
US-Kulturpolitik
:„Extremer politischer Aktivismus“
Eine von Trump eingesetzte Kommission verdammt das Konzept des National Museum of American History. Wird die Ausstellung jetzt per Dekret umgebaut?
Theater
:Warum noch mal die Aufregung?
Thomas Melle ergänzt Schillers „Räuber“, und Stefan Pucher macht daraus in Stuttgart rumpeliges, wortreiches Theater. Doch was die Figuren wirklich umtreibt, bleibt rätselhaft.
Literatur
:Ach schau, eine Frau
In Japan ist der neue Roman von Haruki Murakami erschienen und die Fans stehen Schlange vor Tokios Buchläden. Die radikale Neuerung: eine weibliche Erzählstimme. Reicht das schon zum Meisterwerk?
Debatte
:Von wegen Widerstand
Mit dem Urteil für die Staatsbürgerschaft qua Geburt wird der Oberste Gerichtshof der USA gerade als Korrektiv zu Trump missverstanden. Dabei arbeiten die Richter längst am viel größeren Backlash.
USA
:Mach’s gut, Amerika
Was bleibt? Das fragwürdige Essen? Die Freundlichkeit der Leute? Oder doch der gelbe Vogel im Weißen Haus? Gedanken zum Abschied aus den USA.
Kinderliteratur
:Wir stehen da und spüren alles
Ganz auf Augenhöhe mit der bildenden Kunst wirkt das Bilderbuch „Mit dem Sturm um die Wette rennen“, das Sydney Smith illustriert hat. Ein Glück, wenn Kinder so sehen lernen.
Nachruf Dieter Sturm
:Der virtuose Zuhörer
Er war Inspiration für Luc Bondy und Peter Stein, der Geburtshelfer der Stücke von Botho Strauß und konnte ein magisches Arbeitsklima erzeugen: Zum Tod des großen Dramaturgen Dieter Sturm.
USA
:Der Bauherr dreht frei
In seiner zweiten Amtszeit besinnt sich US-Präsident Donald Trump auf sein Wirken als Immobilienmogul. Er lässt in der Hauptstadt keinen Stein auf dem anderen. Schauen wir uns seine Baustellen einmal an.
Debatte
:Nur einen Tag Ruhe, bitte
Attestpflicht ab dem ersten Tag? Wie sich diese Wunschreform der CDU in der Realität einer Migränepatientin anfühlt.
Pop
:Der Beichtstuhl als Darkroom
Madonna, Pop-Avantgardistin und Schwerstarbeiterin, feiert auf ihrem neuen Album 30 Minuten lang eine zünftige Ü40-Disco. Dann kippt das Werk und zeigt: Das Licht ist die beste Waffe.
250 Jahre USA
:Dieser unberechenbare Wille
Der Glutkern des amerikanischen Nationalgefühls, fortschreitende Gottverlassenheit – und Paranoia als Politik: 15 Bücher zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten, die einen dieses Land besser verstehen lassen.
Pop
:Deutsche Exportschläger
Der gigantische Techno von „Brutalismus 3000“ klingt, wie die Speiseröhre sich anfühlt, wenn man ihr Brennspiritus mit der Bierbong zuführt. In Amerika werden sie damit gerade sehr groß. Eine Begegnung.
80 Jahre Bikini
:Itsy Bitsy Teenie Weenie
Seit acht Jahrzehnten ist der Bikini unausweichlich mit der Frage verknüpft, wer sich eigentlich wie zeigen darf. Weshalb es eine gute Nachricht ist, dass dieses Symbol der weiblichen Risikobereitschaft immer noch millionenfach verkauft wird.
Film
:Gut gemeint, trotzdem schlecht
Schöne Bilder und schöne Schauspieler sind leider nicht genug: Julian Schnabels Bestsellerverfilmung „In the Hand of Dante“ ist ein ziemliches Durcheinander.
Bayreuther Festspiele
:„Dass Hitler Wagner liebte, das bestreitet hier niemand“
Wie konnte der fatale Eindruck entstehen, die Bayreuther Festspiele wollten sich mit dem Publizisten Michel Friedman ihrer antisemitischen Geschichte stellen – und dann doch wieder nicht? Die Intendantin und Komponisten-Urenkelin Katharina Wagner erklärt sich.
Architektur
:Punk am Kleingarten
Der junge Architekt Max Hacke darf in einem eher verschlafenen Teil von Berlin ein „Haus der Jugend“ bauen, in dem es laut werden soll – und für die Nachbarn trotzdem leise. Denn er hat da ein paar bemerkenswerte Ideen.
Pop
:„Ich wollte Elvis nicht als fetten Hanswurst sehen. Größter Fehler meines Lebens“
Ian Gillan, Frontmann von „Deep Purple“, über Vorbilder, die Bedeutung des Krieges für die Rockmusik und die Frage, warum er in seiner Band nicht über Politik singen kann.
Debatte
:Er hält uns allen das Messer an die Kehle
Der 4. Juli? Das ist Hot Dogs, Baseball, Paraden, Bier. Feuerwerk und Hoffnung für die Zukunft. Diesmal nicht: Warum niemand, den ich kenne, den 250. Geburtstag der USA feiern wird.
Bill Kaulitz
:Aus dieser Maus wird ein Monster unter Minions
Er ist der extrovertierte der Zwillinge von „Tokio Hotel“ und inzwischen für viel mehr bekannt als nur für Musik. Und nun auch zu hören in dem neuen Animationsfilm aus Hollywood.
SZ MagazinLiteratur
:»Ich möchte keine Regenwürmer kochen müssen«
Die Schriftstellerin Angelika Klüssendorf über die Schläge ihrer Mutter, die Flucht in die Kreativität und die Angst vor Armut, die sie seit ihrer Kindheit in der DDR begleitet.
Swift gegen Trump
:Der Kampf um den 4. Juli
So wie es aussieht, hat sich Taylor Swift das Wochenende des 250. Jubiläums der USA für ihre Hochzeit ausgesucht. Das bedeutet mehr als Feuerwerk. Fordert sie Donald Trump zum Duell heraus?