Kultur

Film
:Zahlen, bitte!

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will Netflix & Co. zu Investitionen in die deutsche Filmwirtschaft zwingen. Nicht mit einem Gesetz, sondern mit einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“. Kann das funktionieren?

SZ PlusVon David Steinitz

Theater
:Sparen ist zu teuer

Die Krise der Autobranche schlägt in Stuttgart auf den Kulturetat durch. Nach der „Hamlet“-Premiere protestieren Theater- und Opernleute auf der Bühne des Schauspielhauses gegen die Kürzungen.

SZ PlusVon Adrienne Braun

Staatsräson-Debatte
:Nie wieder gut, nie wieder reich, nie wieder sicher

Auf einer Konferenz in Zürich stimmt die versammelte linke Intelligenz der Gegenwart den ganz großen Abgesang auf Deutschland an. Mit bestürzend fatalistischem Furor. Und jetzt?

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Film
:Das Atelier als Schlachtfeld

Hans-Jürgen Syberberg wurde einst als Avantgarde-Filmer in den USA bestaunt, filmte seine kleinen Projekte vor allem im Studio. Es war immer zu wenig Geld da, das war vielleicht sein Glück. Nun wird der Regisseur 90 Jahre alt.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Zum Tod von Frank Gehry
:Der Mann, der ein Wunder baute

Frank Gehry war nicht nur einer der bekanntesten Architekten der Welt. Er hat den Begriff des Stararchitektentums erfunden. Ein Nachruf.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Spiegel-Bestseller-Aufkleber
:Das Arschgeweih der Literatur

Sie wollten schon immer Spiegel-Bestseller-Autor werden? Kein Problem: Alles, was Sie brauchen, ist eine mittelgute Idee und ein paar Tausend Euro. Über den Verfall eines kulturellen Statussymbols.

SZ PlusVon Werner Bartens, Bernhard Heckler und Sara Peschke

Cancel-Culture
:Du mich auch

Vom Eurovision Song Contest bis zu Sophie von der Tann: Empörung, Trotz und Pathos bestimmen die Diskurse der Gegenwart. So endet es, wenn wir nicht mehr reden, sondern nur noch Zeichen setzen.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Memoiren
:„Tu, was du willst, und leb mit den Konsequenzen“

Margaret Atwood erzählt in ihrem neuen Memoir von Männern aus ihrem Leben, von ihren zwei Ehen, ihren viel geliebten und gelesenen Büchern und davon, wie man mit Männern fertig wird, die sich selbst wichtig nehmen.

SZ PlusVon Gabriela Herpell

Kolumne „Wie redet ihr denn?“
:„Schenke Gemeinsamzeit!“

Die Werbung weiß, was es dieses Jahr zu Weihnachten geben soll: „Wieder-Momente“ und Gebrauchtes, das heißt jetzt „pre-loved“. Wer wird sich darüber freuen?

SZ PlusVon Teresa Präauer

Farbe des Jahres
:Auf Wolke 2026

Die Firma Pantone kürt eine Art Weiß namens  „Cloud Dancer“ zur Farbe des Jahres. Haben die Gegenwartsanalysten des US-Herstellers etwa Christian Kracht gelesen?

Von Marie Schmidt

Interview mit Howard Carpendale
:„Ich will kein Netter sein. Ich will ein Typ sein“

In seiner Autobiografie „Unerwartet“ schreibt Howard Carpendale mit fast 80 Jahren gegen sein öffentliches Etikett als launiger Schlagersänger an. Ein Gespräch über Entertainment, den Zustand der Musikindustrie und die nahende Abschiedstournee.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Games
:Ach, wenn die Welt doch nur ein Buchladen wäre

„Tiny Bookshop“ ist das vielleicht gemütlichste Videospiel des Jahres. Und eine Liebeserklärung an das Lesen.

SZ PlusVon Marie Gundlach

Theater
:„Was für einen Juden hätten Sie denn gerne?“

Die Münchner Kammerspiele widmen sich in einer Revue dem jüdischen Überleben in Deutschland. „Play Auerbach!“ ist ein Wurf – lustig, schräg und bitter.

SZ PlusVon Christine Dössel

Geopolitik
:Venezuelas lange Nacht

Erst will Trump das südamerikanische Land angeblich angreifen, dann macht er auf Freund mit Maduro: Venezuela steht gerade im Fokus der Weltpolitik – nicht zum ersten Mal. Wie ist mein Land dort gelandet?

SZ PlusGastbeitrag von Karina Sainz Borgo

AfD gegen Wolfram Weimer
:Rhetorische Akrobatik

Die AfD macht seit Wochen Kampagne gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Keine leichte Situation für die anderen Oppositionsparteien, die ebenfalls Kritik üben. Eindrücke aus dem Bundestag.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Sachbuch: „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“
:Albtraum als Alltag

Das Buch „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“ ist der erste Erfahrungbericht einer Geisel vom 7. Oktober. Nüchtern erzählt der 53-jährige Eli Sharabi darin von Misshandlungen und Hoffnungslosigkeit.

SZ PlusVon Kristiana Ludwig

Künstliche Intelligenz
:Werden Chat-GPT & Co. jemals sicher sein?

Jede Vorsichtsmaßnahme lädt Hacker dazu ein, sie auszuhebeln. Warum das Netz auch weiterhin das Schlechteste auf uns niederregnen lassen wird.

SZ PlusVon Michael Moorstedt

50. Todestag
:Die jüdische Erscheinung Hannah Arendt

Wie helfen die Schriften der vor 50 Jahren verstorbenen Theoretikerin dabei, die heutigen Zeiten besser zu verstehen? Der Versuch einer Anleitung.

SZ PlusGastbeitrag von Natan Sznaider

„Spotify Wrapped“
:Sag mir, was du hörst, und ich sage dir, wer du sein willst

Was früher mal Horoskope waren, ist inzwischen der Spotify-Jahresrückblick. Aber wie akkurat ist der? Die SZ hat die Regeln nachgebaut und überprüft, wie „Spotify Wrapped“ zustande kommt.

Von Marie Gundlach und Berit Kruse

SZ-Empfehlungen
:Geschenke für den Kopf

Sind Sie noch auf der Suche nach etwas Besonderem zu Weihnachten? Oder nach etwas, mit dem Sie sich selbst die Feiertage verschönern können? Ideen aus der Kultur-Redaktion der SZ.

SZ PlusVon SZ-Autoren (Text), Eva Revolver (Animationen)

Weitere Artikel

Nachruf
:Vor seiner Linse waren alle gleich

Der britische Fotograf Martin Parr wurde mit knallbunten Fotografien von Menschen beim Urlaub machen berühmt. Sein Blick war auf alle Schichten derselbe: schonungslos, aber nie bösartig. Jetzt ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Alexander Menden

Neues Wehrpflichtgesetz
:„Wir wurden nicht gefragt, aber heute antworten wir“

Tausende junge Menschen demonstrieren in ganz Deutschland gegen das Gesetz zur Modernisierung der Wehrpflicht. Über eine neue Jugendbewegung, die nicht lernen will, wie man Menschen tötet.

SZ PlusVon Jonas Bernauer

MeinungDebatte
:Es liegt nun an uns Europäern

Kann Europa zusammen mit gleich gesinnten Ländern wie Kanada die Ukraine ausreichend stärken und Putins Russland schwächen, damit es besiegt werden kann? Zweitens: Wird es das tun?

SZ PlusGastbeitrag von Timothy Garton Ash

Syrischer Schriftsteller ein Jahr nach Assad-Sturz
:„Als vermisse ein Missbrauchsopfer den Täter“

Das Grauen der Assad-Dynastie ist seit einem Jahr vorbei. Und jetzt? Der syrische Schriftsteller und Theatermacher Mohammad Al Attar hätte für das neue Syrien ein paar Ideen. Ein Treffen in Berlin.

SZ PlusVon Sonja Zekri

USA
:Stararchitekt Frank O. Gehry gestorben

Medienberichten zufolge starb Gehry in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica. Er wurde 96 Jahre alt.

Denkmalaktion
:Deutliche Kritik von Walter Lübckes Familie

Sie seien nicht in die Planung und Umsetzung der Mahnmalaktion eingebunden gewesen, schreiben die Angehörigen von Walter Lübcke in einem Brief. Das sei kein respektvoller Umgang.

Von Bernhard Heckler

Schaubühne Berlin
:Lügen, Liebe und Intrigen

Heiratet ein Jude eine Nicht-Jüdin: So könnte ein netter Witz beginnen. In der Komödie „Sabotage“ an der Berliner Schaubühne kommt die Regisseurin Yael Ronen aber nicht über nett hinaus.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Musical-Adaption
:Paddington kann jetzt auch singen

Englands beliebtestes Zotteltier, nun auch als Musical. Der nächste Franchise-Wahnsinn? Nein, nicht einmal eingefleischte Bärenfeinde werden hier widerstehen können.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Ausstellung
:Die Schönheit der Renitenz

Es wird alles immer schlimmer? Die Ausstellung „Utopia. Recht auf Hoffnung“ im Kunstmuseum Wolfsburg ruft dazu auf, die Dinge mit künstlerischen Interventionen zum Besseren zu wenden.

SZ PlusVon Till Briegleb

Jugendliteratur
:„Ich will keine Statements abgeben, sondern etwas erzählen“

Welche Themen kann, welche soll man Jugendlichen zumuten? Sarah Jäger, die zurzeit aufregendste Stimme der deutschen Jugendliteratur, verhandelt in ihren Büchern Fragen wie Armut, Klassismus, Diversität. Ein Gespräch.

SZ PlusInterview von Christine Knödler

Zum Tod von Steve Cropper
:Soul, Man!

Sam & Dave & Wilson & Otis & Aretha & Janis & Booker: Der unermesslich feinfühlige Gitarrist Steve Cropper hat für alle gespielt – und damit ein ganzes Genre auf ewig geprägt.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Kulturtipps
:Zum Sehen, zum Lesen, zum Hören

Die schönste Liebeserklärung des Kinojahres, ein spektakuläres aufnahmetechnisches Experiment und der Sog der sogenannten Tradwives. Neun Kulturtipps für ein spannendes Wochenende.

Kino
:Die eigene, unnütze Identität auslöschen

Später wird sie einmal als Mutter Teresa bekannt werden: Der Film „Teresa“ über eine junge Nonne erzählt von der heiligen Unordnung im Herzen einer jungen Frau.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Theater
:„ich bin nur code / ich bin nicht kolonial“

In Thomas Köcks Stück „KI essen Seele auf“ kommt die künstliche Intelligenz selbst zu Wort – als gefräßiges Datenmonster. Bei der Uraufführung in Stuttgart trumpfen drei furiose Cyber-Hexen auf.

SZ PlusVon Christine Dössel

Literatur
:War Rilke ein Befürworter der Diktatur?

Hans-Peter Kunisch hat ein eindrucksvolles Buch über Rilkes späte Begeisterung für Benito Mussolini geschrieben. Ein Missverständnis war die wohl leider eher nicht.

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Rainer Maria Rilke
:Wie soll ich meine Seele halten

Vor 150 Jahren wurde der Dichter Rainer Maria Rilke geboren. Sein Werk ist voller großer und winziger Wunder. Man kann gar nicht aufhören, sie zu entdecken: eine persönliche Auswahl.

SZ PlusGastbeitrag von Clemens J. Setz

Dokumentation
:Robert, der Film

Graues Wasser mit dunkelgrauem Himmel, traurige Bahnhöfe, von denen aus es ins traurige Berlin geht: Erbaulich ist der Film „Jetzt. Wohin.“ über Robert Habecks Wahlkampf nicht gerade. Beantwortet er wenigstens die wichtigste Frage?

SZ PlusVon Claudius Seidl

Humor
:Fans und Kritiker werden diesen Film hassen

„Stromberg – Wieder alles wie immer“ ist alles Mögliche, aber keine Komödie. Diese Fortsetzung bricht so radikal mit der Publikumserwartung, dass sie auch von Lars von Trier sein könnte.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Vermögensunterschiede
:Wie man Reichtum verschleiert

Muss man, um als arm zu gelten, Hunger leiden? Ist ein Oberstudienrat reich? Der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist voller Fehler und verharmlost die Armut.

SZ PlusGastbeitrag von Christoph Butterwegge

Kino
:Der schönste Film des Jahres

Jeden Abend im Schein des Netflix-Logos einzudösen, ist auch keine Lösung. Die Tragikomödie „Sentimental Value“ ist der perfekte Grund, mal wieder ins Kino zu gehen.

SZ PlusVon David Steinitz

Rechtsextremismus
:Es tut so weh

Parodie oder verschärfter Wahnsinn? Das Hitler-Reenactment von Alexander Eichwald bei der AfD in Gießen lässt weiter Fragen offen – was die ungeheure Wirkung des Auftritts nur noch steigert.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Rassismus im Theater
:Ist „Othello“ überhaupt noch spielbar?

Das Hamburger Schauspielhaus hat Bilder historischer Inszenierungen gezeigt, in denen Blackfacing vorkam – und musste sich entschuldigen. Sensibilität ist gut, aber sie sollte ungerechte Strukturen treffen, nicht einzelne Stücke und Künstler.

SZ PlusVon Christine Dössel

Briefe von John Updike
:Sex muss sein

John Updike soll 25 000 Briefe verfasst haben, das wären mehr als bei Goethe. Jetzt wurde erstmals eine Auswahl veröffentlicht – darunter explizite Nachrichten an seine zwei Ehefrauen und dreizehn Geliebten.

SZ PlusVon Willi Winkler

MeinungFankultur
:Für die Freiheit, ein bisschen verrückt zu sein

KI-Überwachung, Stadionverbote auf Verdacht: Die Innenministerkonferenz erwägt strenge Maßnahmen gegen die organisierten Fußballfans. Ein Plädoyer dafür, den Kern des Spiels zu schützen.

SZ PlusEin Essay von Christoph Koopmann

Advent
:Ein echter Weihnachtsmann

Wolfram Weimer, zuständig für die Kultur in Deutschland, sieht in Weihnachtsmärkten keine Verteilerstellen für Glühwein und Räuchermännchen. Sondern Türen „in eine andere Welt“. Was sagt man dazu?

SZ PlusVon Alexander Menden

Comic
:Ausgerechnet im Asterix-Jahr

Vorwürfe von Missmanagement und sexualisierter Gewalt: Das Comicfestival Angoulême für 2026 ist abgesagt. Was ist passiert?

SZ PlusVon Martina Knoben und Kathrin Wiesel-Lancé

Microsoft
:Excel macht uns nicht schöner

… aber den goldenen Gürtel in Tabellenkalkulation kann man jetzt in Las Vegas erkämpfen. Ein kleines Fangeschrei zum 40. Geburtstag eines Programms, das möglicherweise die Welt zusammenhält.

SZ PlusVon Michael Moorstedt

Teheran
:Iranischer Regisseur Jafar Panahi zu Haftstrafe verurteilt

In Teheran wurde der Filmemacher zu einem Jahr Haft verurteilt. Außerdem wurde ihm ein zweijähriges Ausreiseverbot auferlegt. Sein Film „Ein einfacher Unfall“ setzt sich mit seinen Erlebnissen im Gefängnis und mit Repressionen des iranischen Staats auseinander.

Schreiben mit KI
:Die Gedankenstriche haben ihn verraten

Forscher sind sich sicher: Der Einfluss künstlicher Intelligenz verändert das Schreiben, das Sprechen und womöglich sogar das Denken. Woran man das merkt? Etwa an den Satzzeichen.

SZ PlusVon Philipp Bovermann und Natalie Sablowski

Pop
:Rosalía hat den Segen des Vatikans

Die Sängerin singt über „Sex, Gewalt und Motorradreifen“, aber betet jeden Abend ein „Vater unser“: Mit ihrem fulminanten Album „Lux“ befördert sie die Rückkehr des Sakralen in der Popkultur.

Von Aurelie von Blazekovic

Theater
:„Es dübelt der Dübel …“

Kandidat für den Wolfram-Weimer-Literaturpreis für erotische Lyrik: Anita Vulesica inszeniert in Berlin Stanisław Lems „Eine Minute der Menschheit“ in daueraufgekratzter Penetranz-Tonlage.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Literatur
:Socken, Sex und Sehnsucht

In seinem Roman „Zeit ihres Lebens“ erzählt Dirk Gieselmann von der unmöglichen, aber darin stinknormalen Liebe. Das ist betrüblich – aber gleichzeitig sehr tröstlich.

SZ PlusVon Tobias Haberl

Bayerische Staatsoper
:Vorweihnachtsfriede

In Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“ singen russische Sänger auf Ukrainisch eine russische Oper, die auf einer ukrainischen Geschichte basiert: Als Adventsmärchen taugt der Vorgang unbedingt.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Theater
:Totenmesse fürs kölsche Chaos

Wie man aus dem Elend der Kölner Stadtplanung großartiges Theater macht: Anna-Sophie Mahlers „Requiem für eine marode Brücke“ als Event-Abend im Kolumba-Museum.

SZ PlusVon Alexander Menden

Generation Deutschland
:Der Hitler-Sound missfällt nicht jedem

Beim Gründungstreffen der AfD-Jugendorganisation tritt ein Mann auf, der mit rollendem R von Rassen spricht. Ist das Satire?  12,28 Prozent der Stimmen bekommt er trotzdem.

Von Philipp Bovermann

Digitale Welt
:O du fröhliche KI

Weihnachten ist auch: Stress. So ist es kein Wunder, dass künstliche Intelligenz nun als eine Art synthetisches Familienmitglied Einzug in die Festgemeinde hält.

SZ PlusVon Andrian Kreye

USA
:Und segne, was du uns bescheret hast

J. D. Vance macht Truthähne nieder – und Nudeln sind bald mit Gold aufzuwiegen. Zu Thanksgiving eskaliert die ohnehin delikate Beziehung der Amerikaner zu ihren Nahrungsmitteln.

SZ PlusVon Hilmar Klute

150 Jahre Rainer Maria Rilke
:Unser Pop-Philosoph

In der weltumspannenden Populärkultur wird der vor 150 Jahren geborene Rainer Maria Rilke seit Jahren kultisch verehrt. Liest er sich auf Englisch eventuell besser, griffiger, zitierfähiger als im Original?

SZ PlusVon Johanna Adorján

Dokumentarfilm
:Außerirdisch, unerklärlich – aber wahr

Im Dokumentarfilm „Das Zeitalter der Enthüllungen“ warnt US-Außenminister Marco Rubio davor, das Wettrüsten um die Technik der Aliens zu verlieren. Alles klar in den USA?

SZ PlusVon Claudius Seidl

Nachruf
:Der kluge Spieler

Er brachte große Ideen auf die Bühne – und wurde noch berühmter, als er ein Theaterthema für Hollywood adaptierte: Nachruf auf den Dramatiker Tom Stoppard, der für das Drehbuch von „Shakespeare in Love“ einen Oscar gewann.

Von Alexander Menden

Theater
:Ihr Körper, ihre Freiheit

Kleists „Der zerbrochne Krug“ wird gerade überall gespielt, das Stück steht auf dem Lehrplan. Gibt es auch künstlerisch Neues zu sagen? Am Münchner Residenztheater zeigt Regisseurin Mateja Koležnik: Unbedingt.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Popjournalismus
:Sprengfahrten ins Bergwerk unserer Zeit

Die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla hat die überfällige Oral History des gegenwartsverliebten deutschen Popjournalismus zusammengetragen. Das ist der Verrat des Jahres. Und natürlich sehr herrlich.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Film
:„Mir wurden Prügel angedroht“

Christoph Maria Herbst spielt wieder seine ikonische Rolle als „Stromberg“, der schlimmste aller Chefs. Ein Gespräch über Missverständnisse in der Fußgängerzone, den „Klobrillenbart“ und Strombergs gescheiterte Karriere in der SPD.

SZ PlusInterview von David Steinitz

Deutsche Industrie und AfD
:Unternehmer, nicht bei Trost

Nach 1945 erhielt die deutsche Wirtschaft, oft schwer belastet, eine zweite Chance. So kam sie zu großem Reichtum. Das Geturtel einiger Lobbyisten mit der AfD ist auch deshalb mehr als beschämend.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Britney Spears
:Zum Verrücktwerden

Britney Spears kann keinen Schritt tun, ohne dass eine Diskussion unter sogenannten Fans über ihre mentale Gesundheit ausbricht. Warum sich darin ein tiefliegendes misogynes Muster erkennen lässt.

SZ PlusVon Julia Werner

Kunst
:Ist es wirklich schon so spät?

Seit 15 Jahren tourt Christian Marclays „The Clock“ durch große Museen, jetzt zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin diese betörende 24-Stunden-Filmmontage. Kann der Künstler selbst seinen größten Hit noch sehen? Eine Begegnung.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Viktor Remizov: „Permafrost“
:Mit gefährlich funkelnder Aktualität

Der russische Schriftsteller Viktor Remizov hat ein mitreißendes Epos über eines der wahnwitzigsten Projekte des Stalinismus geschrieben. Sogar in Russland wurde „Permafrost“ zum Bestseller. Ein Anruf beim Autor.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Film
:Kommt ein Walfisch nach Ungarn

„Die Werckmeisterschen Harmonien“, Béla Tarrs fabelhafter Film nach einem Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai, ist aktueller denn je.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Denkraum Deutschland in der Pinakothek der Moderne
:Wenn das Ich verschwindet

Der „Denkraum Deutschland“ in der Münchner Pinakothek der Moderne widmet sich dem „Ego“ – und überrascht dabei mit einem hoffnungsfrohen Blick auf das Thema Demenz.

Von Jürgen Moises

Literatur
:Prinz Philips Mutter

Im Organigramm des europäischen Hochadels taucht Alice von Battenberg meist nur am Rande auf. Die Schriftstellerin Irene Dische macht sie in ihrem neuen Roman zur Hauptfigur – tragisch, edelmütig und vor allem erstaunlich machtlos.

SZ PlusVon Marie Schmidt

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