Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will Netflix & Co. zu Investitionen in die deutsche Filmwirtschaft zwingen. Nicht mit einem Gesetz, sondern mit einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“. Kann das funktionieren?
Theater
:Sparen ist zu teuer
Die Krise der Autobranche schlägt in Stuttgart auf den Kulturetat durch. Nach der „Hamlet“-Premiere protestieren Theater- und Opernleute auf der Bühne des Schauspielhauses gegen die Kürzungen.
Staatsräson-Debatte
:Nie wieder gut, nie wieder reich, nie wieder sicher
Auf einer Konferenz in Zürich stimmt die versammelte linke Intelligenz der Gegenwart den ganz großen Abgesang auf Deutschland an. Mit bestürzend fatalistischem Furor. Und jetzt?
Film
:Das Atelier als Schlachtfeld
Hans-Jürgen Syberberg wurde einst als Avantgarde-Filmer in den USA bestaunt, filmte seine kleinen Projekte vor allem im Studio. Es war immer zu wenig Geld da, das war vielleicht sein Glück. Nun wird der Regisseur 90 Jahre alt.
Zum Tod von Frank Gehry
:Der Mann, der ein Wunder baute
Frank Gehry war nicht nur einer der bekanntesten Architekten der Welt. Er hat den Begriff des Stararchitektentums erfunden. Ein Nachruf.
Spiegel-Bestseller-Aufkleber
:Das Arschgeweih der Literatur
Sie wollten schon immer Spiegel-Bestseller-Autor werden? Kein Problem: Alles, was Sie brauchen, ist eine mittelgute Idee und ein paar Tausend Euro. Über den Verfall eines kulturellen Statussymbols.
Cancel-Culture
:Du mich auch
Vom Eurovision Song Contest bis zu Sophie von der Tann: Empörung, Trotz und Pathos bestimmen die Diskurse der Gegenwart. So endet es, wenn wir nicht mehr reden, sondern nur noch Zeichen setzen.
Memoiren
:„Tu, was du willst, und leb mit den Konsequenzen“
Margaret Atwood erzählt in ihrem neuen Memoir von Männern aus ihrem Leben, von ihren zwei Ehen, ihren viel geliebten und gelesenen Büchern und davon, wie man mit Männern fertig wird, die sich selbst wichtig nehmen.
Kolumne „Wie redet ihr denn?“
:„Schenke Gemeinsamzeit!“
Die Werbung weiß, was es dieses Jahr zu Weihnachten geben soll: „Wieder-Momente“ und Gebrauchtes, das heißt jetzt „pre-loved“. Wer wird sich darüber freuen?
Farbe des Jahres
:Auf Wolke 2026
Die Firma Pantone kürt eine Art Weiß namens „Cloud Dancer“ zur Farbe des Jahres. Haben die Gegenwartsanalysten des US-Herstellers etwa Christian Kracht gelesen?
Interview mit Howard Carpendale
:„Ich will kein Netter sein. Ich will ein Typ sein“
In seiner Autobiografie „Unerwartet“ schreibt Howard Carpendale mit fast 80 Jahren gegen sein öffentliches Etikett als launiger Schlagersänger an. Ein Gespräch über Entertainment, den Zustand der Musikindustrie und die nahende Abschiedstournee.
Games
:Ach, wenn die Welt doch nur ein Buchladen wäre
„Tiny Bookshop“ ist das vielleicht gemütlichste Videospiel des Jahres. Und eine Liebeserklärung an das Lesen.
Theater
:„Was für einen Juden hätten Sie denn gerne?“
Die Münchner Kammerspiele widmen sich in einer Revue dem jüdischen Überleben in Deutschland. „Play Auerbach!“ ist ein Wurf – lustig, schräg und bitter.
Geopolitik
:Venezuelas lange Nacht
Erst will Trump das südamerikanische Land angeblich angreifen, dann macht er auf Freund mit Maduro: Venezuela steht gerade im Fokus der Weltpolitik – nicht zum ersten Mal. Wie ist mein Land dort gelandet?
AfD gegen Wolfram Weimer
:Rhetorische Akrobatik
Die AfD macht seit Wochen Kampagne gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Keine leichte Situation für die anderen Oppositionsparteien, die ebenfalls Kritik üben. Eindrücke aus dem Bundestag.
Sachbuch: „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“
:Albtraum als Alltag
Das Buch „491 Tage: In den Tunneln der Hamas“ ist der erste Erfahrungbericht einer Geisel vom 7. Oktober. Nüchtern erzählt der 53-jährige Eli Sharabi darin von Misshandlungen und Hoffnungslosigkeit.
Künstliche Intelligenz
:Werden Chat-GPT & Co. jemals sicher sein?
Jede Vorsichtsmaßnahme lädt Hacker dazu ein, sie auszuhebeln. Warum das Netz auch weiterhin das Schlechteste auf uns niederregnen lassen wird.
50. Todestag
:Die jüdische Erscheinung Hannah Arendt
Wie helfen die Schriften der vor 50 Jahren verstorbenen Theoretikerin dabei, die heutigen Zeiten besser zu verstehen? Der Versuch einer Anleitung.
„Spotify Wrapped“
:Sag mir, was du hörst, und ich sage dir, wer du sein willst
Was früher mal Horoskope waren, ist inzwischen der Spotify-Jahresrückblick. Aber wie akkurat ist der? Die SZ hat die Regeln nachgebaut und überprüft, wie „Spotify Wrapped“ zustande kommt.
SZ-Empfehlungen
:Geschenke für den Kopf
Sind Sie noch auf der Suche nach etwas Besonderem zu Weihnachten? Oder nach etwas, mit dem Sie sich selbst die Feiertage verschönern können? Ideen aus der Kultur-Redaktion der SZ.
Weitere Artikel
Nachruf
:Vor seiner Linse waren alle gleich
Der britische Fotograf Martin Parr wurde mit knallbunten Fotografien von Menschen beim Urlaub machen berühmt. Sein Blick war auf alle Schichten derselbe: schonungslos, aber nie bösartig. Jetzt ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.
Neues Wehrpflichtgesetz
:„Wir wurden nicht gefragt, aber heute antworten wir“
Tausende junge Menschen demonstrieren in ganz Deutschland gegen das Gesetz zur Modernisierung der Wehrpflicht. Über eine neue Jugendbewegung, die nicht lernen will, wie man Menschen tötet.
MeinungDebatte
:Es liegt nun an uns Europäern
Kann Europa zusammen mit gleich gesinnten Ländern wie Kanada die Ukraine ausreichend stärken und Putins Russland schwächen, damit es besiegt werden kann? Zweitens: Wird es das tun?
Syrischer Schriftsteller ein Jahr nach Assad-Sturz
:„Als vermisse ein Missbrauchsopfer den Täter“
Das Grauen der Assad-Dynastie ist seit einem Jahr vorbei. Und jetzt? Der syrische Schriftsteller und Theatermacher Mohammad Al Attar hätte für das neue Syrien ein paar Ideen. Ein Treffen in Berlin.
USA
:Stararchitekt Frank O. Gehry gestorben
Medienberichten zufolge starb Gehry in seinem Haus im kalifornischen Santa Monica. Er wurde 96 Jahre alt.
Denkmalaktion
:Deutliche Kritik von Walter Lübckes Familie
Sie seien nicht in die Planung und Umsetzung der Mahnmalaktion eingebunden gewesen, schreiben die Angehörigen von Walter Lübcke in einem Brief. Das sei kein respektvoller Umgang.
Schaubühne Berlin
:Lügen, Liebe und Intrigen
Heiratet ein Jude eine Nicht-Jüdin: So könnte ein netter Witz beginnen. In der Komödie „Sabotage“ an der Berliner Schaubühne kommt die Regisseurin Yael Ronen aber nicht über nett hinaus.
Musical-Adaption
:Paddington kann jetzt auch singen
Englands beliebtestes Zotteltier, nun auch als Musical. Der nächste Franchise-Wahnsinn? Nein, nicht einmal eingefleischte Bärenfeinde werden hier widerstehen können.
Ausstellung
:Die Schönheit der Renitenz
Es wird alles immer schlimmer? Die Ausstellung „Utopia. Recht auf Hoffnung“ im Kunstmuseum Wolfsburg ruft dazu auf, die Dinge mit künstlerischen Interventionen zum Besseren zu wenden.
Jugendliteratur
:„Ich will keine Statements abgeben, sondern etwas erzählen“
Welche Themen kann, welche soll man Jugendlichen zumuten? Sarah Jäger, die zurzeit aufregendste Stimme der deutschen Jugendliteratur, verhandelt in ihren Büchern Fragen wie Armut, Klassismus, Diversität. Ein Gespräch.
Zum Tod von Steve Cropper
:Soul, Man!
Sam & Dave & Wilson & Otis & Aretha & Janis & Booker: Der unermesslich feinfühlige Gitarrist Steve Cropper hat für alle gespielt – und damit ein ganzes Genre auf ewig geprägt.
Kulturtipps
:Zum Sehen, zum Lesen, zum Hören
Die schönste Liebeserklärung des Kinojahres, ein spektakuläres aufnahmetechnisches Experiment und der Sog der sogenannten Tradwives. Neun Kulturtipps für ein spannendes Wochenende.
Kino
:Die eigene, unnütze Identität auslöschen
Später wird sie einmal als Mutter Teresa bekannt werden: Der Film „Teresa“ über eine junge Nonne erzählt von der heiligen Unordnung im Herzen einer jungen Frau.
Theater
:„ich bin nur code / ich bin nicht kolonial“
In Thomas Köcks Stück „KI essen Seele auf“ kommt die künstliche Intelligenz selbst zu Wort – als gefräßiges Datenmonster. Bei der Uraufführung in Stuttgart trumpfen drei furiose Cyber-Hexen auf.
Literatur
:War Rilke ein Befürworter der Diktatur?
Hans-Peter Kunisch hat ein eindrucksvolles Buch über Rilkes späte Begeisterung für Benito Mussolini geschrieben. Ein Missverständnis war die wohl leider eher nicht.
Rainer Maria Rilke
:Wie soll ich meine Seele halten
Vor 150 Jahren wurde der Dichter Rainer Maria Rilke geboren. Sein Werk ist voller großer und winziger Wunder. Man kann gar nicht aufhören, sie zu entdecken: eine persönliche Auswahl.
Dokumentation
:Robert, der Film
Graues Wasser mit dunkelgrauem Himmel, traurige Bahnhöfe, von denen aus es ins traurige Berlin geht: Erbaulich ist der Film „Jetzt. Wohin.“ über Robert Habecks Wahlkampf nicht gerade. Beantwortet er wenigstens die wichtigste Frage?
Humor
:Fans und Kritiker werden diesen Film hassen
„Stromberg – Wieder alles wie immer“ ist alles Mögliche, aber keine Komödie. Diese Fortsetzung bricht so radikal mit der Publikumserwartung, dass sie auch von Lars von Trier sein könnte.
Vermögensunterschiede
:Wie man Reichtum verschleiert
Muss man, um als arm zu gelten, Hunger leiden? Ist ein Oberstudienrat reich? Der siebte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist voller Fehler und verharmlost die Armut.
Kino
:Der schönste Film des Jahres
Jeden Abend im Schein des Netflix-Logos einzudösen, ist auch keine Lösung. Die Tragikomödie „Sentimental Value“ ist der perfekte Grund, mal wieder ins Kino zu gehen.
Rechtsextremismus
:Es tut so weh
Parodie oder verschärfter Wahnsinn? Das Hitler-Reenactment von Alexander Eichwald bei der AfD in Gießen lässt weiter Fragen offen – was die ungeheure Wirkung des Auftritts nur noch steigert.
Rassismus im Theater
:Ist „Othello“ überhaupt noch spielbar?
Das Hamburger Schauspielhaus hat Bilder historischer Inszenierungen gezeigt, in denen Blackfacing vorkam – und musste sich entschuldigen. Sensibilität ist gut, aber sie sollte ungerechte Strukturen treffen, nicht einzelne Stücke und Künstler.
Briefe von John Updike
:Sex muss sein
John Updike soll 25 000 Briefe verfasst haben, das wären mehr als bei Goethe. Jetzt wurde erstmals eine Auswahl veröffentlicht – darunter explizite Nachrichten an seine zwei Ehefrauen und dreizehn Geliebten.
MeinungFankultur
:Für die Freiheit, ein bisschen verrückt zu sein
KI-Überwachung, Stadionverbote auf Verdacht: Die Innenministerkonferenz erwägt strenge Maßnahmen gegen die organisierten Fußballfans. Ein Plädoyer dafür, den Kern des Spiels zu schützen.
Advent
:Ein echter Weihnachtsmann
Wolfram Weimer, zuständig für die Kultur in Deutschland, sieht in Weihnachtsmärkten keine Verteilerstellen für Glühwein und Räuchermännchen. Sondern Türen „in eine andere Welt“. Was sagt man dazu?
Comic
:Ausgerechnet im Asterix-Jahr
Vorwürfe von Missmanagement und sexualisierter Gewalt: Das Comicfestival Angoulême für 2026 ist abgesagt. Was ist passiert?
Microsoft
:Excel macht uns nicht schöner
… aber den goldenen Gürtel in Tabellenkalkulation kann man jetzt in Las Vegas erkämpfen. Ein kleines Fangeschrei zum 40. Geburtstag eines Programms, das möglicherweise die Welt zusammenhält.
Teheran
:Iranischer Regisseur Jafar Panahi zu Haftstrafe verurteilt
In Teheran wurde der Filmemacher zu einem Jahr Haft verurteilt. Außerdem wurde ihm ein zweijähriges Ausreiseverbot auferlegt. Sein Film „Ein einfacher Unfall“ setzt sich mit seinen Erlebnissen im Gefängnis und mit Repressionen des iranischen Staats auseinander.
Schreiben mit KI
:Die Gedankenstriche haben ihn verraten
Forscher sind sich sicher: Der Einfluss künstlicher Intelligenz verändert das Schreiben, das Sprechen und womöglich sogar das Denken. Woran man das merkt? Etwa an den Satzzeichen.
Pop
:Rosalía hat den Segen des Vatikans
Die Sängerin singt über „Sex, Gewalt und Motorradreifen“, aber betet jeden Abend ein „Vater unser“: Mit ihrem fulminanten Album „Lux“ befördert sie die Rückkehr des Sakralen in der Popkultur.
Theater
:„Es dübelt der Dübel …“
Kandidat für den Wolfram-Weimer-Literaturpreis für erotische Lyrik: Anita Vulesica inszeniert in Berlin Stanisław Lems „Eine Minute der Menschheit“ in daueraufgekratzter Penetranz-Tonlage.
Literatur
:Socken, Sex und Sehnsucht
In seinem Roman „Zeit ihres Lebens“ erzählt Dirk Gieselmann von der unmöglichen, aber darin stinknormalen Liebe. Das ist betrüblich – aber gleichzeitig sehr tröstlich.
Bayerische Staatsoper
:Vorweihnachtsfriede
In Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“ singen russische Sänger auf Ukrainisch eine russische Oper, die auf einer ukrainischen Geschichte basiert: Als Adventsmärchen taugt der Vorgang unbedingt.
Theater
:Totenmesse fürs kölsche Chaos
Wie man aus dem Elend der Kölner Stadtplanung großartiges Theater macht: Anna-Sophie Mahlers „Requiem für eine marode Brücke“ als Event-Abend im Kolumba-Museum.
Generation Deutschland
:Der Hitler-Sound missfällt nicht jedem
Beim Gründungstreffen der AfD-Jugendorganisation tritt ein Mann auf, der mit rollendem R von Rassen spricht. Ist das Satire? 12,28 Prozent der Stimmen bekommt er trotzdem.
Digitale Welt
:O du fröhliche KI
Weihnachten ist auch: Stress. So ist es kein Wunder, dass künstliche Intelligenz nun als eine Art synthetisches Familienmitglied Einzug in die Festgemeinde hält.
USA
:Und segne, was du uns bescheret hast
J. D. Vance macht Truthähne nieder – und Nudeln sind bald mit Gold aufzuwiegen. Zu Thanksgiving eskaliert die ohnehin delikate Beziehung der Amerikaner zu ihren Nahrungsmitteln.
150 Jahre Rainer Maria Rilke
:Unser Pop-Philosoph
In der weltumspannenden Populärkultur wird der vor 150 Jahren geborene Rainer Maria Rilke seit Jahren kultisch verehrt. Liest er sich auf Englisch eventuell besser, griffiger, zitierfähiger als im Original?
Dokumentarfilm
:Außerirdisch, unerklärlich – aber wahr
Im Dokumentarfilm „Das Zeitalter der Enthüllungen“ warnt US-Außenminister Marco Rubio davor, das Wettrüsten um die Technik der Aliens zu verlieren. Alles klar in den USA?
Nachruf
:Der kluge Spieler
Er brachte große Ideen auf die Bühne – und wurde noch berühmter, als er ein Theaterthema für Hollywood adaptierte: Nachruf auf den Dramatiker Tom Stoppard, der für das Drehbuch von „Shakespeare in Love“ einen Oscar gewann.
Theater
:Ihr Körper, ihre Freiheit
Kleists „Der zerbrochne Krug“ wird gerade überall gespielt, das Stück steht auf dem Lehrplan. Gibt es auch künstlerisch Neues zu sagen? Am Münchner Residenztheater zeigt Regisseurin Mateja Koležnik: Unbedingt.
Popjournalismus
:Sprengfahrten ins Bergwerk unserer Zeit
Die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla hat die überfällige Oral History des gegenwartsverliebten deutschen Popjournalismus zusammengetragen. Das ist der Verrat des Jahres. Und natürlich sehr herrlich.
Film
:„Mir wurden Prügel angedroht“
Christoph Maria Herbst spielt wieder seine ikonische Rolle als „Stromberg“, der schlimmste aller Chefs. Ein Gespräch über Missverständnisse in der Fußgängerzone, den „Klobrillenbart“ und Strombergs gescheiterte Karriere in der SPD.
Deutsche Industrie und AfD
:Unternehmer, nicht bei Trost
Nach 1945 erhielt die deutsche Wirtschaft, oft schwer belastet, eine zweite Chance. So kam sie zu großem Reichtum. Das Geturtel einiger Lobbyisten mit der AfD ist auch deshalb mehr als beschämend.
Britney Spears
:Zum Verrücktwerden
Britney Spears kann keinen Schritt tun, ohne dass eine Diskussion unter sogenannten Fans über ihre mentale Gesundheit ausbricht. Warum sich darin ein tiefliegendes misogynes Muster erkennen lässt.
Kunst
:Ist es wirklich schon so spät?
Seit 15 Jahren tourt Christian Marclays „The Clock“ durch große Museen, jetzt zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin diese betörende 24-Stunden-Filmmontage. Kann der Künstler selbst seinen größten Hit noch sehen? Eine Begegnung.
Viktor Remizov: „Permafrost“
:Mit gefährlich funkelnder Aktualität
Der russische Schriftsteller Viktor Remizov hat ein mitreißendes Epos über eines der wahnwitzigsten Projekte des Stalinismus geschrieben. Sogar in Russland wurde „Permafrost“ zum Bestseller. Ein Anruf beim Autor.
Film
:Kommt ein Walfisch nach Ungarn
„Die Werckmeisterschen Harmonien“, Béla Tarrs fabelhafter Film nach einem Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai, ist aktueller denn je.
Denkraum Deutschland in der Pinakothek der Moderne
:Wenn das Ich verschwindet
Der „Denkraum Deutschland“ in der Münchner Pinakothek der Moderne widmet sich dem „Ego“ – und überrascht dabei mit einem hoffnungsfrohen Blick auf das Thema Demenz.
Literatur
:Prinz Philips Mutter
Im Organigramm des europäischen Hochadels taucht Alice von Battenberg meist nur am Rande auf. Die Schriftstellerin Irene Dische macht sie in ihrem neuen Roman zur Hauptfigur – tragisch, edelmütig und vor allem erstaunlich machtlos.