Michael Mendl spielte Bösewichte und harte Kerle, war aber auch als Herzensbrecher im TV-Einsatz. Nun ist der markante Charakterdarsteller im Alter von 82 Jahren gestorben.
Debatte
:Ist mir heißegal
Friedrich Merz schweigt immer noch zu den mehr als 16 000 Hitzetoten dieses Sommers. Seine Regierung wickelt den Klimaschutz ab, statt ihn voranzutreiben. Über eine politische Katastrophe.
Russische Aggressionen
:Es braucht jetzt europäischen Größenwahn
Russland schließt die Goethe-Institute – als Symbol des gegenseitigen Vertrauensverlusts. Aber ist das wirklich so schlimm? Man könnte die auswärtige Kulturpolitik gleich ganz anders denken.
Pop
:„Sie verwechseln den Staat mit der Demokratie“
„Ärzte“-Sänger Farin Urlaub über Jeanne d’Arc, den Hass der Impfgegner, die AfD und die vielleicht wichtigste Frage in diesen Tagen: Wie bleibt man trotz allem optimistisch?
Literatur
:Das macht die Diktatur mit den Köpfen
In ihrem Roman „Gulistan“ erzählt Karosh Taha das Schicksal einer Kurdin unter Saddam Hussein – mit zerklüfteter Syntax und Bildern am Rande des Wahnsinns. Und ist damit für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Zum Tod von Dolly Parton
:Nach der Beerdigung schmiert sich jemand noch ein Brot
„Magnolien aus Stahl“ mit Dolly Parton ist der Lieblingsfilm der Schriftstellerin Lena Schätte. Er erzählt davon, dass es immer weitergeht. Parton zeigt, wie es gelingen kann, sich nicht klein zu machen. Eine Empfehlung.
Theater
:Zwei beste Schauspielerinnen der Welt
Cate Blanchett und Nina Hoss spielen am National Theatre in London zwei Frauen, die sich fetzen, spiegeln, vielleicht sogar ein und dieselbe sind. So nahe wie in der atemberaubenden Inszenierung „Electra/Persona“ kommt man den Figuren selten.
25 Jahre 9/11
:Als das Monster uns verschluckte
Unser Autor stand zwei Blocks entfernt, als am 11. September der erste Turm des World Trade Centers einstürzte. Erinnerungen an den Tag, der nicht nur New York und die USA, sondern die Welt verändert hat.
Theater
:„Ich habe meine Meldeadresse sperren lassen“
Zwei neue Intendanten für Berlin: Matthias Lilienthal startet an der Volksbühne und Çağla Ilk am Gorki-Theater. Ein Gespräch über Spardruck, Angriffe von rechts außen und die Frage, ob Kunst trotzdem noch Spaß macht.
Theater
:Der Reiz des Anrüchigen
„Es ist keine Pornografie, es ist Menschlichkeit“, sagt Marina Abramović über ihre Performance „Balkan Erotic Epic“, die bei der Ruhrtriennale Premiere feierte. Wirklich? Eine Erkundung zwischen Nacktheit, Riten und Sexualität.
Literatur
:Man reibt sich gemeinsam die Augen
Ein Buch, von dem man wünscht, dass es einen nie wieder ausspuckt: Shida Bazyars neuer Roman „Die Lücken“ ist ein fein recherchiertes und orchestriertes Heimatepos aus dem Hunsrück. Und bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Deutsch-russisches Verhältnis
:Verklärt und unverstanden
Die deutsche Debatte über Russland ist auf linker wie rechter Seite ein engagiertes, bisweilen realitätsfernes Selbstgespräch. Das nützt vor allem: Wladimir Putin.
Sachsen-Anhalt
:Glaube, Liebe, Hoffnung, Osten
Wie funktioniert das: eher linke Kunstfestspiele in der AfD-Hochburg Bitterfeld am Leben zu halten? Ein Tag mit dem erstaunlich heiteren Aljoscha Begrich, Erfinder des „Osten“-Festivals, das kurz nach der Wahl stattfindet.
Film
:„Ich sehe mich als thüringische Europäerin“
In ihrem neuen Film „Vaterland“ spielt Sandra Hüller Erika Mann, die mit ihrem Vater Thomas durch Nachkriegsdeutschland reist. Ein Gespräch über das Hadern mit der Heimat und den Trost der Kunst.
Filmfestival von Venedig
Filmfestspiele
:Venedig positioniert sich – gegen die Presse
Das älteste Filmfestival der Welt gibt erste Antworten auf die Frage zur politischen Verantwortung des Kinos. Journalisten, die beseelt davon sind, die Welt zu verbessern, dürften sie nicht gefallen.
Filmfestspiele von Venedig
:„Auch wegschauen kann Konsequenzen haben“
Viele bekannte Gesichter der Filmbranche fragen sich gerade, ob es Zeit wäre, politisch „Haltung“ zu zeigen. Aber wie geht das eigentlich? Fragen an Emilia Schüle, die sich genau darum bemüht.
Filmfestspiele Venedig
:Wie eine Atombombe der Traurigkeit
„Wild Horse Nine“ ist der vielleicht beste Film des durchweg famosen Martin McDonagh. Ein Treffen mit dem Meister der dunklen Komik in Venedig, wo der Film Premiere feiert.
Film
:Sehr, sehr deutliche Berlinale-Vibes
Große Filmfestivals erzählen immer auch etwas über das Selbstbewusstsein des Kinos. Die Filmfestspiele von Venedig bieten zu ihrem Start Anlass zur Sorge – auch wegen einer Pressekonferenz, die offenbar zunächst abgesagt werden sollte.
:S. Fischer übernimmt Rechte am Werk von Günter Grass
Zum Tod von Gloria Steinem
:Eine Frontfrau für alle Frauen
Streit um „Kraftwerk“-Sequenz
:Bundesgerichtshof gibt Moses Pelham teilweise recht
Glücksgefühle-Festival
:„Alphaville“ will trotz Entschuldigung nicht auftreten
Nachruf
:Die Schauspielerin Cordula Trantow ist tot
Blasphemie-Vorwürfe
:Theaterstück über „Timmy“ bekommt Sicherheitsschutz
Medien
:Die „Welt“ wird kleiner
Fernsehen
:RTL beendet „Unter uns“
Theater
:Münchner Kammerspiele sind Theater des Jahres
Japan
:Künstlerin Yayoi Kusama gestorben
Film
:Time Warp, für immer
Debatten
:Deutscher denken!
Das Land Sachsen-Anhalt wirbt für sich mit dem Slogan #moderndenken. Die AfD dort will lieber #deutschdenken. Aber gibt es das überhaupt? Und wenn ja: Wie sieht es aus? Ein Glossar.
Pop
:Schwer zu sagen, was Musik noch mehr leisten könnte
Selbstauslöschung, Neusortierung und dann weiter: Sängerin Mine ist mit „Killer“ ein glitzerndes, pechschwarzes Meisterwerk gelungen. Eine Begegnung.
Debatte
:Wir wissen doch, was geschah
Über 200 Jahre erkämpfte Deutschland sich ein demokratisches Grundgesetz – dann gab man es her, weil einige glaubten, die Regierung Hitler sei nur ein kurzer Spuk. Was ein Blick bis in die Zeit Goethes uns über die Gegenwart lehrt.
Literatur
:Diese existenzielle Ungewissheit
Was könnte wichtiger sein als eine Geschichte über die Liebe in Zeiten des Terrors? Dana Vowinckel schreibt mit „Anton und Alma“ einen erschütternden zweiten Roman.
Eichmann-Prozess
:„Die Rettungsversuche ziehen sich bis in die Neunziger“
Der Historiker Klaus-Dietmar Henke über die schwierigen Anfänge der BRD nach dem Nationalsozialismus, die vielen Lügen dieser Zeit – und darüber, wie der NS-Kollaborateur Hans Globke Kanzleramtschef bleiben konnte.
Film
:Filmtipp-Finder
Sie freuen sich auf einen entspannten Filmabend - wissen aber nicht, was Sie anschauen sollen? Der SZ-Filmtipp-Finder wählt aus über 3500 Kritiken der Redaktion aus und macht Ihnen passende Vorschläge. Film ab!
Weitere Artikel
Nachruf
:Die schöne Widerspenstige
Unkonventionell, aufsässig, selbstbestimmt: Die österreichische Schauspiellegende Erni Mangold ist im Alter von 99 Jahren gestorben.
Literatur
:S. Fischer übernimmt Rechte am Werk von Günter Grass
Die Grass-Stiftung hatte im Mai die Zusammenarbeit mit dem Steidl-Verlag beendet. Die Bühnen- und Filmrechte bleiben bei einem Vertrieb in Berlin.
Streit um „Kraftwerk“-Sequenz
:Bundesgerichtshof gibt Moses Pelham teilweise recht
Seit fast 30 Jahren beschäftigt der Rechtsstreit um eine zwei Sekunden lange Tonfolge nicht nur mehrere Gerichte, sondern eine ganze Branche. Jetzt hat der Hip-Hop-Produzent Moses Pelham vor dem BGH einen Teilerfolg erzielt.
Städtebau
:Ist das kultureller Gigantismus?
Mit der Kulturraffinerie K714 wurde in der kleinen Stadt Monheim am Rhein jetzt ein spektakulärer neuer Veranstaltungsort eröffnet. Er ist Symbol für eine beispiellose kommunale Kulturpolitik.
Zum Tod von Gloria Steinem
:Eine Frontfrau für alle Frauen
Sesshaftigkeit war nicht ihr Ding, aber wenn sie sich an einem Thema festgebissen hatte, ließ sie nicht mehr los: Nachruf auf die berühmteste amerikanische Feministin Gloria Steinem.
Kultur in Ungarn
:Lernen, vergeben, neu anfangen
Der Pianist András Schiff hat seine Heimat wegen Viktor Orbán boykottiert. Nun tritt er erstmals wieder in Budapest auf – und wird euphorisch empfangen.
Glücksgefühle-Festival
:„Alphaville“ will trotz Entschuldigung nicht auftreten
Die Ausladung der Band hatte bundesweit Kritik ausgelöst. Die Veranstalter des Festivals lenkten ein – doch Alphaville will offenbar trotzdem nicht teilnehmen.
Film
:Alles inklusiv
Ein Typ ohne Behinderung spielt, dass er eine habe – in einem Feriencamp für wirklich Beeinträchtigte. „Das gewisse Etwas“ ist das deutsche Remake eines französischen Kinohits. Kommt es an die Vorlage heran?
Literatur
:Wie es zwischen den Menschen läuft
Der Meister der großen Herzen: Sven Regeners neuer Lehmann-Roman „Frankie und Freddie“ ist eklatant witzig – und sehr rührend.
USA
:Frauenrechtlerin Gloria Steinem ist gestorben
Die feministische Ikone wurde 92 Jahre alt. Sie prägte die US-amerikanische Frauenbewegung und gründete in den 70er-Jahren die erste feministische Frauenzeitschrift Amerikas.
Film
:Wild und manchmal grausam
Wenn das Siegenmüssen zum Dämon wird: In „That’s why the Lady is a Champ“ spielt Sydney Sweety die erste weltweit anerkannte Boxerin: Christy Martin.
Musik
:Jazz-Sängerin Cassandra Wilson gestorben
Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Sie war bekannt für ihren außergewöhnlichen musikalischen Stil.
Blasphemie-Vorwürfe
:Theaterstück über „Timmy“ bekommt Sicherheitsschutz
Das Hamburger Ernst-Deutsch-Theater rüstet für das Stück „Timmy – die Hope stirbt zuletzt“ über den gestrandeten Wal auf: Nach Hassnachrichten werden künftig Sicherheitskräfte anwesend sein.
Nachruf
:Überfliegerin mit Erdung
Die Schauspielerin Cordula Trantow, früh berühmt geworden durch „Die Brücke“, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sie war ein Multitalent – und im Theater eine Macherin.
Literatur
:Dieser Hass war immer schon da
Maxim Biller reflektiert in seinem aufrüttelnden Roman „Schwarze Samstage“ die Folgen des 7. Oktober für das Leben als Jude in Deutschland. Seine Antwort auf den Terror: große Literatur.
Salzburger Festspiele
:Fragile Sensationen
Der Bariton Georg Nigl ist einer der prägenden Ausnahmekünstler der Salzburger Festspiele. Jetzt hat er Franz Schuberts „Schöne Müllerin“ aufgenommen. Natürlich ein Ereignis.
Extremsport
:Läuft, muss aber nicht
Hunderte Kilometer durch die Hochalpen joggen? Völlig übertrieben – aber genau deshalb vermittelt Ultratrailrunning ein Gefühl von Luxus wie sonst nur die Kunst.
Film
:Das muss man falsch verstehen wollen
In Großbritannien gibt es Forderungen, Sacha Baron Cohens neuen Film „Ali G. – Who Iz I?“ nicht zu zeigen, weil er sich über Schwarze lustig mache. Warum der Boykottaufruf schiefliegt.
Kino
:Sie sind wieder munter, die Schweine
Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.
Mode
:Doch kein neuer Horizont
Das Metropolitan Museum of Art und Anna Wintour wollten die nächste Met-Gala John Galliano widmen. Nach Protesten wegen seiner früheren rassistischen Ausfälle sagt der Designer nun ab.
Tanz
:Hommage an Jacques Brel
Die berühmte Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker und der junge Breakdancer Solal Mariotte tanzen bei der Ruhrtriennale zu den Liedern des belgischen Chansonniers. Ein Ereignis.
Sachsen-Anhalt
:„Wir hätten natürlich viel eher anfangen müssen“
Die AfD will die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt auflösen. Besuch bei ihrem Direktor Maik Reichel in Magdeburg, der trotzdem große Pläne hat.
Syrien
:Wofür sie gekämpft haben
Nach der Auflösung der kurdischen Armee SDF stellt sich die Frage: Was bleibt? Über die Hoffnung auf Autonomie, Gleichberechtigung und Emanzipation im syrischen Staat.
Literatur
:Dem Verschwinden zuvorkommen
In ihrem Roman „In die Schweiz“ schickt Emma Cline einen demenzkranken Mann auf eine letzte Reise. Während dessen Welt unschärfer wird, verliert auch der Leser auf geniale Weise die Orientierung.
Film
:Das Monster ist zurück
Im Thriller „Der Kinderflüsterer“ tötet jemand nach dem Muster eines längst gefassten Serienmörders. Das ist sehenswert, vor allem dank Robert De Niro und Adam Scott.
„Kraftwerk“-Konzert in Dessau
:Eine Liebesbekundung ans Bauhaus
In Zeiten, in denen die große Designschule sich unter Beschuss der AfD befindet, treten „Kraftwerk“ am Bauhaus in Dessau auf. Die Gruppe begeistert die Menschen – und weicht am Ende minimal vom Protokoll ab.
Kulturpolitik
:Wenn die Kunst der Spiegel unserer Zeit ist, was sehen wir dann?
Die Geschichte der Berliner Festspiele zeigt, dass Kultur immer politisch sein kann, sein muss. Doch wir müssen uns gegen ihre Instrumentalisierung wehren – sonst ist es mit der Freiheit schnell vorbei.
Jacques Tardi
:Chronist eines blutigen Jahrhunderts
Er hat mit seinem Werk das gesamte vorige Jahrhundert erfasst, die beiden Weltkriege, Paris in seiner Geschichte und Gegenwart. Zum 80. Geburtstag des großen französischen Comicerzählers Jacques Tardi.
Zeitgeschichte
:Klaus Müller wollte weg aus der DDR. Aber um zu bleiben
„Wie wahnsinnig hab’n die Leute applaudiert, meine Teure!“ – schon 100 000 Menschen sind für den „Spaziergang nach Syrakus“ ins Kino gegangen. Ein Telefonat mit dem Mann, dessen Geschichte in dem Film erzählt wird.
Literatur
:Wie lernt man aus der Geschichte?
Edgar Selge unterzeichnete einen offenen Brief gegen Waffenlieferungen in die Ukraine – dann merkte er: Er lag falsch. Ein Treffen mit dem Autor, dessen Roman „Juras letzter Winter“ über einen russischen Jungen auch um diesen Irrtum kreist.
Videospiele
:Ohne Beute gehen wir nicht
Sony will Spiele für die Playstation in Zukunft nur noch digital anbieten. Dabei offenbart die Gamescom, wie gerne ihre Besucher Dinge sammeln. Über eine entzauberte Beziehung.
Kinderbuch
:Bringt Glück herein
Die Ferien sollten nie enden? Dann empfiehlt sich, im verwunschenen Hotel abzusteigen, das Julia Willmann in ihrem Kinderroman „Sommer am Rande der Welt“ zum charismatischen Treffpunkt macht.
Kino
:Wir sind Ausländer! Igitt!
In der Komödie „Oh la la“ erschütterte ein DNA-Test eine Familiengeschichte, groß war die Verzweiflung. Der zweite Teil treibt diese knalldumme, rassistische Prämisse noch weiter.
SZ MagazinDana Vowinckel im Interview
:»Ich finde generell, dass eine Verschmelzung gar nicht wünschenswert wäre«
Herkunft, Religion und politische Ansichten wirken in Beziehungen hinein. Die Schriftstellerin Dana Vowinckel im Gespräch über die Frage, ob Liebe Unterschiede überbrücken kann – und wann Annäherung zur Selbstaufgabe wird.
Literatur
:Der Auftritt seines Lebens
Der Sommer 1979 an den Mecklenburger Seen, eine Novelle, die den Sex ausspart, und Jahre später eine Lesung, die aus dem Ruder läuft: Ingo Schulzes Roman „Das Wasser im August“ ist ein raffiniertes Vexierspiel mit ostalgischem Einschlag.
Sachbuch
:„Ich werde jeden Tag bedroht“
Charlotte Knobloch hat einmal geglaubt, die jüdischen Gemeinden seien im neuen Deutschland angekommen. In ihrem Buch „Trotzdem weiter“ berichtet sie, warum diese Zuversicht schwindet.
Pop
:„Heute ist der Tag, an dem wir zurückschlagen“
Ein Comedy-Autor imitiert die KI-Fake-Band „The Velvet Sundown“ mit realen Musikern. Ziel: „die größte Tribute-Band aller Zeiten“. Über ein Verwirrspiel, das mit jedem Tag irrer wird.
Games
:Diese Computerspiele sind etwas fürs Auge
Sind Videospiele Kunst oder Kommerz? Die Gamescom zeigt: beides. Lebendige Malereien, surreale Rätselwelten, mehrdimensionales Schach – fünf Kreationen, die auffallen.
Anthony Hopkins als Komponist
:Wenn die Lämmer singen
Hollywood-Star Anthony Hopkins veröffentlicht mit „Life is a Dream“ sein erstes Klassik-Album. Einen Hang zum Komponieren hat der Waliser schon lange – aber kann er es auch?
Literatur
:Auf dem Mond läuft’s auch nicht besser
Was passiert, wenn alle Ressourcen versiegen? „Missitalia“ von Claudia Durastanti ist Heimatroman und wilder Genremix, gewieft komponiert und sensationell gut geschrieben.
Kinofilm
:Kommt die Sehnsucht nach Selbstjustiz jetzt auch von links?
Ein von Nazis unterwandertes System: Der Film „Staatsschutz“ erzählt davon auf schematische, durchaus bedenkliche Weise – getrieben von migrantischen Ängsten und Kraftfantasien.
Debatte
:Warten auf den Knall
Dass von der KI-Entwicklung eine Gefahr für die Menschheit ausgehen könnte, wird gern als Weltuntergangshysterie verlacht. Dabei gibt es Gründe dafür, sich ernsthaft Gedanken zu machen – nicht nur die, aus denen Bill Gates jetzt warnt.
Goethe-Geburtstag
:Der beste Diplomat muss ein Rätsel bleiben
Keinem Staatsmann widmete Goethe mehr Zeilen als Charles Maurice de Talleyrand. Der Franzose faszinierte den Dichter durch Undurchschaubarkeit, Reaktionsschnelle. Und einen besonderen Blick.
Kunst
:Punkt, Punkt, Kürbis, Strich
In Japan schämte man sich noch für sie, da lag die Welt der Künstlerin Yayoi Kusama schon zu Füßen – und ihrem Kosmos aus Farbe, Licht und Polka Dots, der jetzt, nach ihrem Tod, weiterleuchten wird.
Debatte
:Der Nase nach
Kokain ist überall – und die koksende Gesellschaft sieht den Konsum als ihr gutes Recht an. Dabei vergisst sie, dass die Droge in Lateinamerika eine ganz andere Wirkung hat. Braucht es endlich Frieden im „Krieg gegen die Drogen“?
Ausstellungen im September
:Was wo läuft
Mannheim sprengt einen Sportwagen in die Luft, in Wien trifft Picasso auf Bacon und Köln gratuliert August Sander zum 150. Geburtstag: sehenswerte Ausstellungen im September.
Theater
:Lacht jetzt noch wer?
Die Münchner Kammerspiele sind laut Kritikerumfrage das „Theater des Jahres“. Nach den Diskussionen um die Nachfolge von Barbara Mundel dürfte das für das Haus eine Genugtuung sein.
Japan
:Künstlerin Yayoi Kusama gestorben
Sie war eine der bedeutendsten japanischen Künstlerinnen der Gegenwart, ihre farbenfrohen „Polka Dots“ unverkennbar. Nun ist Yayoi Kusama im Alter von 97 Jahren gestorben.
Literatur
:Großmeister des Erzählens
Kaum jemand hat Europas Erinnerungen, Brüche und Abgründe so genau vermessen wie er: Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Film
:Time Warp, für immer
Als Frank N. Furter in der „Rocky Horror Picture Show“ wurde Tim Curry zur Kultfigur. Nun ist der britische Schauspieler im Alter von 80 Jahren gestorben.