Theater

Kritiken, Reports, Porträts und Interviews

Theater
:Begib dich in Gefahr!

Natürlich kann man daheim auf dem Sofa sitzen bleiben. Oder man wagt sich ins Theater und lässt sich erschüttern – manchmal auch anschreien und bespucken. Über die Risiken und Nebenwirkungen einer einzigartigen Live-Kunstform.

SZ PlusVon Christine Dössel

Theater
:Endlich richtig ausrasten

In Bochum behindern Zuschauer einen Schauspieler, weil er einen Faschisten spielt. Eine Theaterproduktion ist aber kein ideologisch und politisch abgeschirmter Raum – und soll das auch nicht sein.

SZ PlusVon Alexander Menden

Theater
:Könnte tödlich enden

Eine Horrorstory über ein total ziviles Menschenopfer inszeniert Marie Schleef am Schauspiel Essen: Shirley Jacksons Kurzgeschichte „The Lottery“ wird zur Stummfilm-Parabel unreflektierter Konformität.

SZ PlusVon Alexander Menden

Theater
:Ganz von dieser Welt

Die Uraufführung von Noah Haidles „Spirit and the Dust“ am Deutschen Theater Berlin tut sich schwer, dem schwachen Stück Leben einzuhauchen – aber zum Glück gibt’s ja noch das tolle Ensemble um Corinna Harfouch.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Intendant der Salzburger Festspiele
:„Ich bin für solche Deals nicht zu haben“

Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat Intendant Hinterhäuser ein Angebot gemacht, wie er im Amt bleiben könnte. Aber nimmt er die Bedingungen an?

SZ PlusVon Reinhard J. Brembeck

Theater
:Der ewige Widerspenstige

Kommunist, Bürgerschreck, Baby Schimmerlos: Franz Xaver Kroetz brillierte schon in vielen Rollen. Seine beste ist immer noch die des Dichters, der ohne das Schreiben nicht leben kann. Eine Verbeugung zum 80. Geburtstag.

SZ PlusVon Christine Dössel

Theater
:Wie ein zu langer Abend im Salon

Gegen Ende der Intendanz von Wilfried Schulz will es das Düsseldorfer Schauspielhaus noch mal krachen lassen: „Krieg und Frieden“, inszeniert von Tilmann Köhler, ist ein Ensemble-Spektakel. Aber leider nicht mehr.

SZ PlusVon Martin Krumbholz

Theater
:Hölle mit Wumms

NS-Rituale, Judenhass und Alice Weidel als Bundeskanzlerin: Martin Kušej inszeniert am Schauspiel Stuttgart Thomas Bernhards Altnazi-Groteske „Vor dem Ruhestand“ als düsteren Siegeszug der AfD.

SZ PlusVon Christine Dössel

Theater als Debattenraum
:Mehr Dialog, bitte

Das politische Theater ist viel zu selbstgerecht geworden. Anstatt das Publikum mit wohlfeilen Demo-Parolen zu belehren, sollte man es ernst nehmen. Und auch unliebsame Gedanken auf die Bühne bringen.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Die schönste Rivalität des Pop

Was ist noch unterhaltsamer als pöbelnde Popstars? Pöbelnde britische Rockstars. Das beweist ein Theaterstück von John Niven über die legendäre Fehde zwischen „Oasis“ und „Blur“.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Fernsehen und Theater
:TV- und Bühnenschauspieler Lambert Hamel ist tot

Der gebürtige Pfälzer war ein bekanntes Fernsehgesicht:  Als Bösewicht, Kanzler oder Familienvater – das Publikum mochte ihn. Fünf Jahrzehnte lang stand er in klassischen Stücken auf der Bühne.

Theater
:Von der Bühne gezerrt

„Vollkommen inakzeptabel“: Am Schauspielhaus Bochum greifen zwei Zuschauer einen Schauspieler an – weil er einen Faschisten spielt.

Von Christiane Lutz

Theater und Politik
:Kann das mehr sein als eine schrille Show?

Am Hamburger Thalia Theater spielen Referenten, Experten und einige Selbstdarsteller drei Tage lang das Für und Wider eines Verbotsverfahrens der AfD durch.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Biertrinken ist auch keine Lösung

Am Münchner Residenztheater inszeniert Elsa-Sophie Jach  das Stück „Automatenbüffet“ der fast vergessenen Dramatikerin Anna Gmeyner. Ein melancholischer Abgesang auf Geselligkeit in Zeiten des Faschismus.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Theater
:Wie schön das flirrt

Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“ ist in den Berliner Sophiensälen zu sehen, mit Fritzi Haberlandt und Meike Droste. Eine Umarmung der Wechseljahre und des Lebens jenseits der 40.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater-Ikone
:Die Grabräuber

Der Platz auf dem Friedhof ist knapp, deshalb plante die Stadt Zürich, die Ruhestätte der legendären Schauspielerin Therese Giehse nach 50 Jahren einfach aufzulösen. Bis der Dramatiker Franz Xaver Kroetz eine knurrige Mail schrieb.

SZ PlusVon Willi Winkler

Comedy
:Geht ein mieser Typ zum Arzt

Der US-Komiker Louis C. K. stürzte 2018 wegen sexueller Belästigung ab, heute tritt er wieder in den großen und ganz großen Hallen auf. Ein Besuch im Londoner Hammersmith Apollo zeigt, warum.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Theater
:Bring mir den Kopf des Propheten

Michael Thalheimer zeigt „Salome“ an der Berliner Schaubühne, in der rohen Textfassung Einar Schleefs. Das Theater wird zum Menschenschlachthaus.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Wer hat in den Rhein gerotzt?

Das Schauspiel Köln zeigt „Dat Wasser vun Kölle es jot“, einen „Krimi mit Musik“ über unbekannte Substanzen im Flusswasser. Dahinter steht eine Recherche von „Correctiv“.

SZ PlusVon Alexander Menden

Residenztheater München
:Münchenaustreibung

Ein Ufo landet vor der Staatskanzlei, eine außerirdische Intelligenz sucht nach dem Geist der Utopie. Ersan Mondtag inszeniert Albert Ostermaiers „Munich Machine“ am Münchner Residenztheater.

Von Claudius Seidl

Theater
:„Die Bühne ist ein gefährlicher Raum, und sie muss gefährlich bleiben“

Ersan Mondtag inszeniert am Münchner Residenztheater „Munich Machine“ von Albert Ostermaier. Ein Gespräch über die coole Uncoolness von München und darüber, warum das Theater kein sicherer Ort sein darf.

SZ PlusInterview von Christiane Lutz

Theater
:Töten oder getötet werden

Das Stück der Stunde? Die „Hunger Games“ werden in London zum ersten Mal auf die Bühne gebracht. Was die Jump-and-Run-Dystopie über das Drama unserer Welt zu erzählen hat.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Volksbühne Berlin
:Rasend ratlos und brutal verletzlich

Im Krisenbewusstseinsstrom „Irgendetwas ist passiert“ an der Berliner Volksbühne schwankt Fabian Hinrichs zwischen Liebesschmerz und Apokalypse. Das ist absolut auszeichnungswürdig.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Burgtheater Wien
:Oben Champagner, unten nichts

Endlich mal wieder ein Nestroy am Burgtheater! Das Wiedersehen mit dem Wiener Klassiker macht aber bei der Sozialkomödie „Zu ebener Erde und erster Stock“ wenig Freude.

SZ PlusVon Wolfgang Kralicek

Film
:Bitte einmal mit den Brustwarzen lächeln

Simon Verhoevens „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ nach Joachim Meyerhoff feiert die Schauspielkunst. Senta Berger brilliert darin als Diva – diese Literaturverfilmung muss man sehen.

SZ PlusVon Martina Knoben

Literatur
:Das Würstchen der Wahrheit

Der Dramatiker und Autor Wolfram Lotz wird von seinen Fans geradezu kultisch verehrt, dabei juckt ihn der Kulturbetrieb kaum. Um über sein neues Buch „Träume in Europa“ zu sprechen, öffnet er aber doch die Tür zu seiner Leipziger Plattenbauwohnung.

SZ PlusVon Felix Stephan

Tschechows „Möwe“ in Hamburg
:Der Rest vom Fest

Die litauisch-amerikanische Regisseurin Yana Ross inszeniert in Hamburg Tschechows „Möwe“ als allzu heitere Aftershow-Party des missglückten Lebens. Aber Bettina Stuckys Auftritt ist ein Ereignis.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Ballett
:Die Nemesis des Schwanenkönigs

Toxische Männlichkeit total in Hannover, gefeiert mit Standing Ovations: Goyo Montero erfindet eine Art Prequel für Tschaikowskys „Schwanensee“, eine Vorgeschichte der Gewalt.

SZ PlusVon Dorion Weickmann

75 Jahre Neues Münchner Residenztheater
:„Was Sie hier haben, ist kein Luxus“

Odile Gakire Katese ist Künstlerische Leiterin der Compagnie Professional Dreamers in Ruanda und weltweit auf Tour. Ein schwärmerischer Gruß zum 75. Jahrestag der Wiedereröffnung des Münchner Residenztheaters.

SZ PlusGastbeitrag von Odile Gakire Katese

Theater
:Was ist das denn, das unter diesem Schweigen wuchert?

Alexander Eisenachs Inszenierung von Jenny Erpenbecks Romanerfolg „Heimsuchung“ am Deutschen Theater Berlin gerät leider arg unfreiwillig komisch.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Residenztheater München
:Sterben, diese Sonderrealität

Lisa Stiegler inszeniert Simone de Beauvoirs autobiografischen Klassiker „Ein sanfter Tod“: ein Kammerspiel zwischen Mutter und Töchtern am Lebensende, gütig und gnadenlos.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Theater
:Wie die Beatles am Bühnenrand

Vor 60 Jahren schrieb Claus Peymann mit seiner skandalumwitterten Uraufführung von Peter Handkes „Publikumsbeschimpfung“ Theatergeschichte. Jetzt hat es das Schauspiel Frankfurt wieder im Programm.

SZ PlusVon Martin Krumbholz

75 Jahre Neues Residenztheater
:Lasst uns die Wahrheit erkennen

Mehr als jede andere Kunst stellt das Theater die Frage: Worin besteht das Wesen der Realität, die unsere Augen sehen? Genau deshalb brauchen wir es so dringend in diesen trüben Zeiten.

SZ PlusGastbeitrag von Eva Illouz

Film
:Weinen oder nicht weinen, das ist hier die Frage

Das Drama „Hamnet“ über den Tod von William Shakespeares kleinem Sohn gehört zu den wichtigsten Filmen der Oscar-Saison. Es bringt ganze Kinosäle zum Heulen. Ist das Manipulation oder große Kunst?

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Zum Tod von Bernd Wilms
:Er brachte Schauspieler und Regisseure zum Leuchten

Kein Theatermachtmensch, sondern ein unaufgeregter, menschenfreundlicher Intellektueller: Nachruf auf den leisen, feinen Intendanten Bernd Wilms.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Sex versus Sorgerecht

Wie radikal kann eine Frau und Mutter aus ihrem Leben aussteigen? Die Münchner Kammerspiele adaptieren Constance Debrés Roman „Love me tender“ für die Bühne und machen daraus einen furiosen Drei-Königinnen-Abend.

SZ PlusVon Yvonne Poppek

Theater
:Bei diesen Traumapatienten hilft keine Therapie

Tragödie als Kinderspiel samt Geschlechtertausch: Johan Simons inszeniert „Antigone“ am Berliner Ensemble. Ein Sprachkunstwerk mit Starbesetzung.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Countdown zum Mord

Alle zehn Minuten wird irgendwo auf der Welt eine Frau vom Partner oder von Verwandten umgebracht. Am Theater Oberhausen untersucht Nele Schillo das Phänomen Femizid – stimmig und angemessen im Drama „Staubfrau“.

SZ PlusVon Alexander Menden

Kino
:Wer nicht lacht, wird gegrillt

Ein Tennisverein zankt um politische Korrektheit zwischen Würsten und Koteletts, Hape Kerkeling installiert sich als bürgerlicher Möchtegerndiktator. Die Komödie „Extrawurst“ von Marcus H. Rosenmüller macht überraschend gute Laune.

SZ PlusVon Josef Grübl

Theatertreffen
:Die zehn abgründigsten Abende des Jahres

Die Münchner Kammerspiele sind mit gleich zwei Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen: Das Festival im Mai zeigt, was in den vergangenen Monaten aufregend war auf deutschsprachigen Bühnen. Und startet mit Selbstermutigung.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Nichts ist klar, Herr Kommissar

Das Münchner Residenztheater bringt knappe Gerichtsreportagen von Yasmina Reza als szenische Lesung mit Juliane Köhler und Felix Klare auf die Bühne. Wer Urteile sehen will, ist hier falsch, wem es um Mitgefühl geht, genau richtig.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Graphic Novel
:Faust trägt jetzt einen Judenstern

Drei Comics erzählen Theaterstoffe neu: „Die Dreigroschenoper“, „Faust“ und ein Buch über die Münchner Schauspielerin Therese Giehse. Für Puristen ist das nichts – aber sie machen die Schauspielkunst greifbar.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Kabarett
:„Ich war nie sonderlich ambitioniert, das ist alles eher so geschehen“

Ein halbes Jahrhundert lang trat Gerhard Polt an den Münchner Kammerspielen auf. Aber wie fand er zum Kabarett und später in die Hochkultur? Die große Bilanz einer Karriere, die als Mitesser begann und nun mit einer einsamen Suppe endet.

SZ PlusInterview von Alex Rühle

Ukraine
:Eine neue Bühne für die Invasoren

Das zerbombte Theater von Mariupol wurde wiedereröffnet – nun unter Leitung der Besatzer. Bilder von einem Ort, der wie kein Zweiter für die Grausamkeit des russischen Krieges steht.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Wien
:Es knarzt, kreischt und wackelt

Im Wiener Burgtheater kommt man derzeit den Deckengemälden von Gustav Klimt über ein Baugerüst ganz nah. Was sich dort oben neben nahezu antiken Bierflaschen alles entdecken lässt.

SZ PlusVon Martin Zips

Literatur
:Eine Übung darin, die Dinge des Lebens ruhig geschehen zu lassen

In Jon Fosses Roman „Vaim“ bringt eine Frau zwei schweigsame Junggesellen aus der Fassung. Gemessen am melancholischen Gesamtwerk des Literaturnobelpreisträgers ist er direkt lustig.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Theater
:Hört man Reichsbürgersound?

Pathos bis zum Anschlag, Gewalt und Verrohung: Geht Schillers Drama „Die Räuber“ auf Bühnen von heute noch? Claudia Bossard macht am Deutschen Theater Berlin aus den Figuren einsame Ego-Shooter.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:Ein Musical als Totentanz

„East Side Story – A German Jewsical“ am Berliner Maxim-Gorki-Theater erzählt von jüdischem Leben in Deutschland nach dem Holocaust. Eine große, böse Show ohne Betroffenheitskitsch.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Theater
:In Goebbels’ Vorzimmer

Andrea Breth inszeniert am Wiener Theater in der Josefstadt etwas harmlos einen Monolog über eine, die kaum etwas mitbekommen haben will: die Sekretärin des Propagandaministers Joseph Goebbels.

SZ PlusVon Wolfgang Kralicek

Kulturpolitik
:Jetzt geht es ans Eingemachte

In Stuttgart und München protestieren Theater und andere Kultureinrichtungen gegen drohende Etatkürzungen, auch in weiteren Städten fehlt da Geld. Die Verantwortlichen stehen vor der schier unlösbaren Ausgabe: Wo soll künftig gespart werden?

SZ PlusVon Peter Laudenbach

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