Literatur

Poesie
:das ende vom lied

Bomben auf Teheran, Tel Aviv, Shiraz und Beirut: Ein kleines Gedicht zur Lage in Nahost.

SZ PlusVon Albert Ostermaier

Literatur
:Ach, diese Mitte

Jenseits der vierzig fängt für Frauen eine graue Zeit im Leben an, hieß es früher: Heute zeigen besonders interessante Schriftstellerinnen, wie man in dieser Phase endlich Frieden mit sich selbst schließt – und sich überraschend neu verlieben kann.

SZ PlusVon Meredith Haaf

Matthias Brandt
:Bürgerlich und partiell rechtsextrem geht nicht zusammen

Matthias Brandt, keiner der Lautsprecher unter den deutschen Schauspielern, hat ein schmales, persönliches, wichtiges Buch geschrieben: über das Nein-Sagen zu den Feinden der Demokratie. Eine Empfehlung.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Irische Literatur
:Die Gentrifizierung frisst ihre Kinder

Die Briten feiern Oisín McKenna für sein Debüt „Hitzetage“: ein queeres Porträt der englischen Hauptstadt, deren Coolness langsam unerschwinglich wird. Ein Treffen im gerade noch so bezahlbaren Dumpling-Laden.

SZ PlusVon Martin Wittmann

Interview mit Dimitré Dinev
:„Was in Bulgarien passiert, ist eine Warnung für ganz Europa“

Mehr als 1000 Seiten, 13 Jahre lang mit der Hand geschrieben: In „Zeit der Mutigen“ lässt Dimitré Dinev Menschen an der Geschichte verzweifeln – er selbst verzweifelt am Zerfall der Demokratie in Osteuropa. Ein Gespräch vor der Wahl in seinem Heimatland.

SZ PlusInterview von Verena Mayer

Notizen aus meinem Leben
:Akkordeon-Amore

Unsere Kolumnistin spielte schon das Instrument des Jahres 2026, als Mädchen noch Röcke tragen mussten und Musiklehrer das „Horst-Wessel-Lied“ üben ließen: Folge sechs von „Heidenreichs Fundstücken“.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Literatur
:„Schmeißt ihn mir raus!“

Prominente Autoren wie Virginie Despentes und Bernard-Henri Lévy verlassen unter Protest den französischen Verlag Grasset, weil der rechtsidentitäre Multimilliardär Vincent Bolloré dort den erfahrenen Verleger entlassen hat. Seine politischen Ziele dabei sind klar.

SZ PlusVon Oliver Meiler

Lena Dunham
:Für immer euer Mädchen, Lena

Mit dem Erfolg von „Girls“ begann für Lena Dunham die beste Zeit ihres Lebens. Und die schlimmste – die sie im Memoir „Famesick“ nun verarbeitet hat. Ihre Lesung in Brooklyn gleicht einer Selbsthilfegruppe für Millennials.

SZ PlusVon Ann-Kathrin Nezik, New York

Michel Houellebecq
:Mann des Jahres 2026

Skandalautor? Wrack? Nein: Supermann. Michel Houellebecq brilliert in Frankreich als sehr besonderer Experte in dunklen Zeiten. Sein Credo: Es lebe die Literatur, es lebe das Chanson!

SZ PlusVon Nils Minkmar

Kinderliteratur
:Wichtigster Kinderbuchpreis der Welt für Jon Klassen

Der kanadische Autor und Illustrator bekommt den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis. Berühmt machte ihn eine schräge Trilogie über einen Bären und einen verlorenen Hut.

SZ PlusVon Christine Knödler

Literatur
:Eine Million Euro für ein Buch? Ja, bitte

Der spanische Flughafenbetreiber Aena zeichnet einen Roman mit einer ungewöhnlich hohen Summe aus. Ist das unanständig? Im Gegenteil: Woran sich deutsche Unternehmen und reiche Kunstliebhaber ein Beispiel nehmen könnten.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Frauen in der Literatur
:Ich auch! Ich auch!

Alle reden über Ildikó von Kürthy, weil sie von Denis Scheck desavouiert worden ist. Aber wie liest sich ihr Buch „Alt genug“ denn nun? Und macht Christiane Rösingers eben erschienenes „The Joy of Ageing“ Lust darauf, älter zu werden?

SZ PlusVon Marie Schmidt

Wahl in Ungarn
:Ein neuer „Wind of Change“?

Ungarische Politiker tanzen vor Freude über Magyars Wahlsieg – zum Soundtrack von „Die Tribute von Panem“. Über den Sound einer Revolution und die Parallelen zwischen Fiktion und Realität.

Von Marie Gundlach

Literatur
:Gefühle, die sich einfach nicht mehr beruhigen

Ein 60-jähriger Mann, der den Glauben an die Liebe längst verloren hat, wird eines Tages hinterrücks von ihr überwältigt: Thomas Hettches ungemein sinnlicher Roman „Liebe“ erzählt von einer späten, obsessiven Leidenschaft.

SZ PlusVon Tobias Haberl

Frankreich
:Ist das Verrat?

Im November kam der algerische Schriftsteller Boualem Sansal aus der Haft frei – auch dank seines französischen Verlags Gallimard. Nun wechselt er zum rechten Verlag Grasset.  Paris ist in Aufruhr.

SZ PlusVon Oliver Meiler

Sachbuch: „Oben rechts“
:Endlich straff durchregieren

Ist die „woke Linke“ wirklich der Brandbeschleuniger des neuen rechten Autoritarismus? Wissenschaftler liefern in einem erhellenden Sammelband eine viel beunruhigendere Erklärung – und nehmen dafür die wohlhabenden Hardcore-Libertären in den Blick.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Literatur
:Wenn man immer „die Andere“ ist

Tupoka Ogette wuchs in der DDR auf, wurde durch Rassismuskritik bekannt. In „Trotzdem zuhause“ erzählt sie ihre Geschichte. Doch gerade dort, wo das Memoir am dringendsten berühren möchte, bleibt es recht kühl.

SZ PlusVon Josephine Allotey

Literatur
:Wen man mag, den küsst man

Dana Grigorceas Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ dreht sich kunstvoll um eine einzige Frage: Welche Wünsche werden wahr in der Kunst? Antwort: die intensiven und die unbedingten.

SZ PlusVon Hubert Winkels

KInderbuch
:Widerstand ist möglich

Der Frauenprotest in der Berliner Rosenstraße 1943 war die größte Demonstration gegen das NS-Regime. Anja Tuckermann hat ein eindrucksvolles Kinderbuch daraus gemacht.

SZ PlusVon Christine Knödler

Notizen aus meinem Leben
:Dafür habt ihr Geld

Rätselhafte Botschaften im öffentlichen Raum regen zum Nachdenken an: Wer liebt mich – und wie gut kennt mich eigentlich Jesus? Folge fünf von „Heidenreichs Fundstücken“.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Fernsehen
:Scheck, mach mir den Hasen

Aus der Schnatterzone? Unser Autor teilt mit Ildikó von Kürthy immer wieder mal für einen Abend die Bühne. Dabei lernt man viel über sich und die Menschen, findet er. Eine Erinnerung aus gegebenem Anlass.

SZ PlusGastbeitrag von Jörg Thadeusz

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
:Schade, ARD und ZDF, um eure Kultur

Seit Denis Scheck das neue Buch von Ildikó von Kürthy unflätig in die Mülltonne warf, diskutiert das Land wieder, warum es mit diesem armseligen Literaturfernsehen leben muss. Warum macht es etwa Frankreich so viel besser?

SZ PlusVon Felix Stephan

Alexander Kluge
:Am Ende spielt Helge Schneider Saxofon

Alexander Kluge ist in Berlin, auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, beerdigt worden – bei Hegel, Brecht und schräg gegenüber von seiner Schwester Alexandra.

SZ PlusVon Lothar Müller

Social Media
:„Ich bin 77, aber ich war mal 47“

Unsere Lieblingsschauspieler können dank KI-Videos ihr jüngeres Ich umarmen, und das Berlin der Stummfilmzeit erstrahlt in Farbe: Sind die digitalen Zeitreisen reine Sehnsucht nach früher oder eine neue Form von Lebensweisheit?

SZ PlusVon Teresa Präauer

Salman Rushdie
:„Die Trump-Regierung hat offensichtlich große Angst vor Humor“

Der Bestsellerautor Salman Rushdie im Gespräch über eine große Schwäche des US-Präsidenten, das Weitermachen, wenn man eigentlich schon tot war – und darüber, welche Musik auf der Discoparty zu seinem 100. Geburtstag laufen soll.

SZ PlusInterview von Nora Zukker

Notizen aus meinem Leben
:Kennt der Schmerz die Liebe?

Sprüche aller Art führen schnell zu existenziellen Fragen – besonders, wenn sie auf Toilettenwänden stehen. Folge vier von „Heidenreichs Fundstücken“.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Debatte
:Über diesen Mann würde man gern mal ein Sachbuch lesen

Der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck bezeichnet Ildikó von Kürthys Bestseller „Alt genug“ als „Nachrichten aus der Schnatterzone der Damentoilette“. Das ist ja interessant.

SZ PlusEssay von Alexander Gorkow

Debatte
:Hat sich die Idee des Zionismus überlebt?

Der jüdische Schriftsteller Arnon Grünberg reist durch Israel, Deutschland und Österreich, um Antworten auf die Fragen zu finden: Wie hängen Zionismus und Antisemitismus zusammen? Und was hat das Blutvergießen im Nahen Osten mit dem Holocaust zu tun?

SZ PlusGastbeitrag von Arnon Grünberg

Literatur
:Ein bisschen Angst darf sein

Sie sind süß und immer ein kleines bisschen schräg: Wer Kinder hat, kennt Kathrin Schärers Tiere. Doch ihre Bilderbücher muten Kindern auch mal schwierige Themen zu. Wie macht sie das? Ein Besuch im Atelier der Kinderbuchkünstlerin.

SZ PlusVon Nicolas Freund

Film
:Ein größerer Gegensatz zum Trump-Amerika ist kaum denkbar

Denkerin, Zeichnerin, Feministin: Die Doku „Siri Hustvedt. Dance Around the Self“ porträtiert die Schriftstellerin und bietet Einblicke in ihre Beziehung zum verstorbenen Paul Auster. Der Film ist schon jetzt ein kostbares Dokument.

SZ PlusVon Martina Knoben

ExklusivBestseller-Autor Frank Schätzing
:In meinem Revier

Ein Wolf bei Ikea, ein Grizzly am Wanderpfad, ein Wal auf der Sandbank: „Der Schwarm“-Autor Frank Schätzing zur großen Frage, wie viel Wildnis wir vertragen – und brauchen.

SZ PlusGastbeitrag von Frank Schätzing

Debatte
:Wal, erlöse uns

Man könnte in diesen Tagen meinen, es passiere gerade etwas im Zusammenleben von Tieren und Menschen. Ist es die Sehnsucht nach Freundschaft mit anderen Spezies? Oder doch ganz profan: schlechtes Gewissen?

SZ PlusEssay von Kathleen Hildebrand

David Szalay
:Wo man später mal begraben sein möchte

Der Booker-Preisträger David Szalay ist in Kanada geboren, hat schon in London und Ungarn gelebt, jetzt trifft man ihn in Wien. Ein Gespräch über die Vorteile der Heimatlosigkeit.

SZ PlusVon Johanna Adorján

ExklusivKlage von Random House
:Hat Open AI den kleinen Drachen Kokosnuss geklaut?

Im Kampf zwischen Kunst und KI geht es nicht mehr darum, wie Chat-GPT mit Originalen trainiert wird und diese dann kopiert. Der Fall des Kinderbuchs „Der kleine Drache Kokosnuss“ zeigt: Die KI hat schon so viel gelernt, dass menschliche Kreativität und die Zukunft der Kultur bedroht sind.

SZ PlusVon Andrian Kreye

Literatur
:Wenn man seine Heimat hassliebt

Die russische Autorin Natalja Kljutscharjowa wurde denunziert und floh nach Deutschland. In ihrem Buch „Woher kommst du?“ spürt sie Gefühlen zwischen Verlorenheit und Neuanfang nach. Eine Begegnung.

SZ PlusVon Frank Nienhuysen

Roman
:Antikapitalistisch kichern

Erreicht man junge Leute in ihren fragmentierten Winkeln des Internets heute noch mit politischer Aufklärung? Marc-Uwe Kling bekommt es immer wieder hin, dank sokratischer Dialoge mit einem kommunistischen Känguru. Jetzt gibt es endlich den fünften Band.

SZ PlusVon Leon Frei

Literatur
:So weit, so hot

Ihre Autobiografie „I’m Glad My Mom Died“ wurde ein Welterfolg, jetzt erscheint Jennette McCurdys Romandebüt. „Half His Age“ erzählt von Sex, Machtmissbrauch und Einsamkeit.

SZ PlusVon Mareen Linnartz

Literatur
:Kinderbuchtipps für Ostern

Für ganz Kleine, nicht mehr Kleine und richtig Große: Die schönsten Kinder- und Jugendbücher dieses Frühlings.

SZ PlusVon SZ-Autoren

Notizen aus meinem Leben
:Mein Mann der Stunde

Alte Aufzeichnungen von Albert Einstein oder Bob Dylan zum Krieg, zur Verzweiflung, zur Wut – wie sehr sie doch die Stimmung des Moments einfangen! Folge drei von „Heidenreichs Fundstücken“.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Roman über Alkoholismus
:2,3 Promille, zwanzig Jahre lang

Wenn man den atemberaubenden Roman „Entzug“ von Christoph Peters gelesen hat, weiß man, was es bedeutet, schwerer Alkoholiker zu sein. Mehr kann Literatur nicht leisten.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Literatur
:Biografie eines Unbekannten

In Simon Chevriers Roman „Foto auf Anfrage“ verliebt sich der Erzähler in eine weltberühmte Fotografie. Aber niemand scheint zu wissen, wen das Bild eigentlich zeigt. Ein meisterhaftes Debüt.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Bücher
:Der Schwarm schreibt mit

Lange kam erst das Buch, dann die Fangemeinde. Heute läuft es oft umgekehrt. Über den Siegeszug der Fan Fiction.

SZ PlusVon Michael Moorstedt

Literatur
:Nur Frauen unter den Überlebenden

Ein Buch, das auf Tiktok gehypt wird, muss noch lang nicht gut sein. Aber die Wiederentdeckung des Romans „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman ist jede Begeisterung wert. Die feministische Dystopie passt perfekt in unsere wirre Zeit.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Episodenroman
:Lieferanten aller Länder, vereinigt euch

Er schreibt auf Hebräisch und Deutsch, diesmal aber leider kein „Broken German“: Der Schriftsteller Tomer Gardi heftet sich im Roman „Liefern“ in sechs Städten an die Fersen von Fahrradkurieren. Sie sind menschlich, fast zu sehr für den Geschmack ihrer Kunden – noch.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Literatur
:Von SZ-Autoren

Neue Bücher über den Glanz von Goethes Texten und das Silicon Valley, das plötzlich Donald Trump folgt.

Literatur
:Der falsche Gruß

Madame Nielsens Roman „Das Zeitgeisterhaus“ handelt von der Frage, wie viel Kunst und Künstlertum der normale Mensch verkraften kann. Und davon, ob München eine verrückte Dänin erträgt.

Von Claudius Seidl

Sachbuch
:Es braucht eine Revolution in den Köpfen der Männer

„Die Frau und Sex“ ist eines der berühmtesten Bücher des arabischen Feminismus. Jetzt erscheint es erstmals auf Deutsch – und liest sich auch für Westler an vielen Stellen erschreckend aktuell.

SZ PlusVon Caroline O. Jebens

Elias Hirschl
:Welche Macht hat Sprache über uns?

Wenn jedes Objekt ein eigenes Wort bekommt, wird’s irgendwann schwer, den Überblick zu behalten: Das Gespräch mit Elias Hirschl auf der Buchmesse führt in die Welt der Linguistik-Nerds. Es wird sprachphilosophisch - und herrlich absurd.

SZ PlusText von Moritz Baumstieger; Fotos von Friedrich Bungert

Sophie Passmann
:Mit Sophie Passmann im Internet

Sophie Passmann liebt Social Media. Und sie verachtet Social Media. Ein Gespräch über diese Widersprüche und ihr neues Buch "Wie kann sie nur?".

SZ PlusInterview von Christiane Lutz; Fotos von Friedrich Bungert

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