Sachbücher - aktuelle Themen & Nachrichten - SZ.de

Sachbücher

SZ PlusLiteraturmuseum der Moderne in Marbach
:„Angewidert von verlegerischer Schlamperei“

Eine Ausstellung im Marbacher Literaturmuseum der Moderne erzählt anhand von Briefen vom Verhältnis des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld zu seinen Autoren.

Von Christiane Lutz

Biografie zum 20. Juli 1944
:Regimesturz „um jeden Preis“

Der Reserveoffizier Cäsar von Hofacker entwickelte sich vom glühenden Hitler-Verehrer zur zentralen Figur des militärischen Widerstands im besetzten Paris. Seine Enkelin Valerie Riedesel erzählt zum 80. Jahrestag des Hitler-Attentats seine Geschichte.

Rezension von Knud von Harbou

SZ PlusSachbuch von Armin Nassehi
:Ist halt so

Es stehen wichtige Veränderungen an, aber wir kommen nicht vom Fleck. Der Soziologe Armin Nassehi erklärt, warum der Widerstand gegen Transformation in der Gesellschaft auch die Grünen und die Klimademonstranten nicht überraschen sollte.

Von Johan Schloemann

Niedriglohnsektor
:Der hässliche Rand des Wohlstands

Vollgekotzte Waschbecken in Wohnheimen und Arbeiter, die sich selbst die Zähne ziehen: Der Journalist Sascha Lübbe hat ein aufrüttelndes Buch über Migranten im Niedriglohnsektor geschrieben.

Rezension von Benedikt Peters

SZ Plus„Als Hitler den Ersten Weltkrieg gewann“
:Fixiert auf Versailles

Gerd Krumeich verengt in seinem neuen Buch den Aufstieg Hitlers auf die deutsche Niederlage 1918 und den demütigenden Friedensschluss. Eine provokante These, die am Ende weniger zu Erkenntnis führt als zu überwunden geglaubten Deutungen.

Rezension von Eckart Conze

SZ PlusKinderliteratur
:Am Samstag kommt das Sams

Der ungehobelte Superstar der Kinderliteratur hat jetzt eine eigene Briefmarke. Völlig verdient.

Von Christiane Lutz

SZ PlusVom Briefwechsel zum Sachbuch
:„War ich naiv?“

Die Journalistin Vanessa Vu und der Schriftsteller Ahmad Katlesh sezieren ihre Migrationsbiografien – und fragen sich, wo in einem nach rechts driftenden Deutschland ihr Platz ist.

Von Saladin Salem

SZ PlusPolitische Kommunikation
:Flapsige Gravitas

Habeck, Passmann, Böhmermann: Die Politikwissenschaftlerin Astrid Séville und der Soziologe Julian Müller analysieren die Redeweisen der politischen Mitte.

Von Johan Schloemann

SZ PlusKritik am Neoliberalismus
:„In der Mitte möchte man glauben, vor Armut gefeit zu sein“

Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge findet: Gegen krasse soziale Unterschiede hilft nur Umverteilung. Warum erscheint sie auch nach dem Ende von Hartz IV so unmöglich?

Interview von Bernd Kramer

SZ PlusBachmannpreis
:Warum Mama verrückt wurde

Beim Wettlesen in Klagenfurt erforschen die Autoren in diesem Jahr die Schmerzen ihrer Eltern. Auch Tijan Sila, der damit den Bachmannpreis gewinnt.

Von Christiane Lutz

SZ PlusSachbücher über Rechtspopulismus
:Ich weiß ja auch nicht

Im Superwahljahr laufen die Buchhandlungen über mit Büchern zu Rechtspopulismus, die Lösungen versprechen – aber keine liefern. Hilfreicher wäre womöglich ein Eingeständnis.

Von Bernhard Heckler

SZ PlusStand der Philosophie
:Nicht therapierbar

In einem bislang unveröffentlichten Manuskript stellt der französische Philosoph Michel Foucault die schmerzhafte Frage, was sein Fach noch leisten kann.

Von Helmut Mauró

SZ PlusHannah Arendt „Über Palästina“
:Hannah Arendt, extended version

Rund fünfzig Jahre nach ihrem Tod erscheint die deutsche Erstveröffentlichung eines Buches, in dem die große Publizistin das palästinensische Flüchtlingsproblem löst. Im Ernst? Na ja.

Von Nele Pollatschek

SZ PlusTage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt
:Ich krieg die Krise

In Klagenfurt beginnt das Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis mit einer gemütlichen Rede von Ferdinand Schmalz.

Von Christiane Lutz

SZ PlusLudwig Erhards Aufzeichnungen „Meine Kanzlerjahre“
:Der Kanzler im Schatten Adenauers

Fast 50 Jahre nach seinem Tod werden Ludwig Erhards Erinnerungen an seine kurze Kanzlerzeit publiziert. Sie sind zu Rechtfertigungen eines Verbitterten geraten.

Rezension von Florian Keisinger

SZ PlusAlberto Grandi: „Mythos Nationalgericht“
:Das Haar in Nonnas Suppe

Der Wirtschaftshistoriker Alberto Grandi entzaubert in „Mythos Nationalgericht“ allerhand Legenden um die italienische Küche.

Von Franz Kotteder

SZ PlusJournalismus
:Die Genossen aus St. Pauli

Die Sozialistin Larissa Reissner hat die Weimarer Republik so modern, witzig, ironisch beschrieben wie nur wenige. Jetzt sind ihre Reportagen aus dem Jahr 1924 neu erschienen.

Von Hilmar Klute

Corona-Politik
:Im Blindflug

Der Philosoph Christoph Schickhardt rechnet mit der verfehlten Corona-Politik in Bezug auf Kinder und Jugendliche ab. Er rügt die „Empathielosigkeit“ der Politiker und macht ein paar Vorschläge, wie die Alten zur Wiedergutmachung beitragen könnten.

Rezension von Robert Probst

Buch über den „Röhmputsch“ 1934
:Hitlers „zweite Machtergreifung“

Peter Longerich erklärt, wie das junge NS-Regime vor 90 Jahren seine erste Großkrise bewältigte: mit einer mörderischen politischen Säuberungswelle gegen die SA-Führung und andere Gegner. Die schlechte Stimmung im Volk besserte das Blutbad nicht – im Gegenteil.

Rezension von René Schlott

SZ PlusKarl-Heinz Kohl: „Neun Stämme“
:In der Kreativabteilung

Der Westen hat indigene Kulturen massiv beeinflusst, andersherum aber eben auch: Der Ethnologe Karl-Heinz Kohl zeigt, wo die Spuren dieses Austauschs bis heute sichtbar sind.

Von Jörg Häntzschel

SZ PlusInterview mit dem Habermas-Biografen Philipp Felsch
:„Ein zivilisatorischer Rückfall“

Ist die Haltung von Jürgen Habermas zum Ukraine-Konflikt von „naivem Pazifismus“ geprägt, wie ihm Kritiker vorhalten? Nein, sagt der Ideenhistoriker und Habermas-Biograf Philipp Felsch. Es geht um viel mehr.

Von Jens-Christian Rabe

SZ PlusAnklage gegen die Superreichen
:Bastionen der Ungleichheit

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge analysiert scharf, warum sich in der Republik die Schere zwischen Reichen und Armen immer weiter öffnete. Ein Rezept dagegen hat er aber auch nicht.

Rezension von Rudolf Walther

SZ PlusDeutsche Juden im Holocaust
:Schicksale hinter Ghettomauern

Andrea Löw hat Briefe, Tagebücher und Erinnerungen von Juden aus dem Deutschen Reich, die „nach Osten“ deportiert wurden, gesammelt. Ihr Buch zeigt eindrucksvoll, wie menschlich – und wie deutsch – diese NS-Opfer waren.

Rezension von Stephan Lehnstaedt

SZ PlusSteffen Mau: „Ungleich vereint“
:Endlich Narben

In seinem neuen Buch betrachtet der Soziologe Steffen Mau Ost-West-Unterschiede, die bleiben werden. Es ist ein erleichternd konstruktiver Beitrag in Zeiten der Ratlosigkeit.

Von Cornelius Pollmer

SZ PlusRashid Khalidi: „Der Hundertjährige Krieg um Palästina“
:Modernisierung eines Mythos

Der in New York lehrende Historiker Rashid Khalidi kritisierte einst furchtlos auch die arabischen Eliten. Jetzt hat er ein Buch über die jüngere Geschichte Palästinas geschrieben.

Gastbeitrag von Reinhard Schulze

Deutscher Sachbuchpreis 2024
:Aktueller denn je

Christina Morina erhält für ihr Buch „Tausend Aufbrüche“ den Deutschen Sachbuchpreis. Wer die Wahlergebnisse im Osten verstehen will, dürfte darin einige unbequeme Antworten finden.

Von Jens-Christian Rabe

SZ PlusDeutsche Kolonialverbrechen
:In bester Beamtenmanier

2010 enthüllte ein Buch die Verstrickung des Auswärtigen Amts in die Naziverbrechen. Nun erscheint eines zum Anteil der Behörde an den Kolonialverbrechen. Birgt es ebenso Sprengstoff?

Gastbeitrag von Christoph Nonn

SZ PlusAndreas Petersen „Der Osten und das Unbewusste“
:„Und den Menschen zu verbessern, sollten wir nicht in der Lage sein?“

Zwischen Staatsprojekt und antisemitischem Ressentiment: Andreas Petersen erzählt die Geschichte der Psychoanalyse in Osteuropa.

Von Lothar Müller

SZ PlusNahostkonflikt
:Das Denken entwirren

Ist der Nahostkonflikt unlösbar? Vielleicht. Ist er unverstehbar? Das nicht: Der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar liefert das überfällige Handbuch zum Thema.

Von Jens-Christian Rabe

SZ PlusBuch über zu hohe Erwartungen an die Politik
:Der Demokratie eine Chance geben

Der britische Politikwissenschaftler Ben Ansell plädiert dafür, trotz diverser Krisen nicht zu verzagen. Er sagt: Es geht nicht ohne „schmutzige“ Politik, die Interessen miteinander aushandelt.

Interview von Johan Schloemann

SZ PlusBelgische Literatur
:Leben auf 64 Feldern

Während der Pandemie wollte Jean-Philippe Toussaint Stefan Zweigs „Schachnovelle“ übersetzen. Fast nebenbei entstand eine Autobiografie am Leitfaden des Schachspiels.

Von Gustav Seibt

Buch über den "Westfeldzug 1940"
:Der Zusammenbruch

Frankreichs Niederlage gegen NS-Deutschland wird gern rein militärisch analysiert. Raffael Scheck interessiert sich aber dafür, was Franzosen und Deutsche im Jahr 1940 sahen, taten und fühlten. Dieser Blick öffnet neue Horizonte und macht eine kühne These plausibel.

Rezension von Clemens Klünemann

SZ PlusRichard David Precht
:Krieg im Gehirn

Richard David Precht macht sich in „Jahrhundert der Toleranz“ Gedanken zur Außenpolitik – und zeigt damit einmal mehr, wie schwer eine wirkliche Debatte zum Thema ist.

Von Moritz Baumstieger

SZ PlusInternationaler Literaturpreis
:Auf der Shortlist: eine weiße Französin

Nach einem sehr öffentlich ausgetragenen Streit um die Vergabekriterien hat der Internationale Literaturpreis seine engere Auswahl bekannt gegeben.

Von Felix Stephan

SZ PlusThomas Medicus' Biografie von Klaus Mann
:Ausgezehrter Götterliebling

Thomas Medicus hat eine vorbildlich gründliche Biografie von Klaus Mann geschrieben, der in seiner von ideologischen Grabenkämpfen verwüsteten Epoche nie einen Platz fand.

Von Hilmar Klute

SZ PlusTheresia Enzensbergers Essay "Schlafen"
:Kinder der Nacht

Biochemisch bedingte Hoffnungslosigkeit und andere Albträume: Theresia Enzensberger untersucht in ihrem Essay "Schlafen" ein menschliches Grundbedürfnis.

Von Christiane Lutz

SZ PlusBernhard Vogels Erinnerungen
:Der Feind steht links

Bernhard Vogel, einst CDU-Ministerpräsident in Thüringen, sieht Bodo Ramelow als das Hauptproblem in dem Bundesland. Zu Björn Höckes AfD gibt es eineinhalb Zeilen. Über ein erstaunlich lückenhaftes und teils unfreiwillig komisches Buch.

Rezension von Detlef Esslinger

SZ PlusElke Heidenreichs Essayband "Altern"
:"Man mistet ja aus"

Gejammert wird nicht, und das Leben ist keine Generalprobe für etwas, das noch kommt. Elke Heidenreichs knapper, menschenfreundlich-autobiografischer Essayband "Altern".

Von Alexander Menden

SZ PlusSoziologe Steven Vertovec
:"Es ist Zeit, nicht mehr zu vereinfachen"

Für die Vielfalt moderner Gesellschaften hat der Soziologe Steven Vertovec den Begriff "Superdiversität" erfunden. Er plädiert für ein radikales Umdenken in Migrationsfragen.

Interview von Pascal Moser

SZ PlusRainald Goetz wird 70
:Legt die Rasierklingen weg

Rainald Goetz schrieb Theaterstücke voll Furor, Melancholie und Hass, kommentierte gnadenlos das öffentliche Sprechen. Seit Neuestem aber gibt er sich geradezu milde.

Von Till Briegleb

SZ PlusEnis Maci und Mazlum Nergiz: "Karl May"
:Das Apachen-Herz pocht nicht mehr

Die Autoren Enis Maci und Mazlum Nergiz arbeiten sich in einem Buch an dem fantastischen Erfinder Karl May ab.

Von Thomas Steinfeld

Sechs Bücher zur Wahl am 9. Juni
:Patient Europa

Kann Europa mehr als Krise? Unsere Rezensentin hat sechs Bücher dazu gelesen: von zwei Journalisten, zwei sehr speziellen Abgeordneten, einem EU-Veteranen und einem Wissenschaftler. Ein Leitfaden durch das Labyrinth der Brüssel-Bücher.

Rezension von Karoline Meta Beisel

75 Jahre Grundgesetz
:Das Bonn-Berlin-Drama

Während die Sowjets die geteilte Stadt blockierten, erarbeitete der Parlamentarische Rat das Grundgesetz. Sabine Böhne-Di Leo erinnert an die bewegten Zeiten, als der Kalte Krieg begann.

Rezension von Cord Aschenbrenner

SZ Plus75 Jahre Grundgesetz
:Blumen, Unkraut, ganze Kerle

Dem ersten deutschen Nachkriegsparlament gehörten 382 Männer an und 28 Frauen. Wer waren diese Frauen? Und wofür setzten sie sich ein? Und wo steht der Bundestag heute beim Thema Parität? Ein Porträtbuch liefert Aufklärung.

Rezension von Gianna Niewel

SZ PlusSachbuch über Reichtum
:Vom wahren Glamour

Katja Eichinger wirft in "Das große Blau" einen Blick auf die strahlenden Abgründe der Côte d'Azur.

Von Andrian Kreye

SZ PlusW. Daniel Wilson über Goethe
:Außen Freund, innen Feind?

Wie judenfeindlich war eigentlich Goethe? Der Germanist W. Daniel Wilson hat detektivisch alle Quellen geprüft und liefert eine Antwort in einem Sachbuch.

Von Gustav Seibt

Politisches Buch "Die Tyrannei der Minderheit"
:Die US-Verfassung ist das Problem

Die Starautoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt erklären, wieso sich die Republikaner schon vor Trump von der Demokratie verabschiedet haben. Um das politische System der USA gerechter zu machen, fordern sie die Direktwahl des Präsidenten und eine Reform des Supreme Court.

Rezension von Matthias Kolb

Marina Weisbands Schulprojekt
:Wider die "erlernte Hilflosigkeit"

Mitbestimmung ist im Schulsystem eher nicht vorgesehen. Wie also lässt sich dort überhaupt Demokratie erfahren? Marina Weisband hat da ein paar digitale (aber auch analoge) Ideen.

Rezension von Kathrin Müller-Lancé

75 Jahre Grundgesetz
:Dreimal probiert, dreimal fast nix passiert

Warum wurde das Grundgesetz nach der Wiedervereinigung nicht durch eine gesamtdeutsche Verfassung ersetzt? Ein Sammelband sucht Antworten auf fast vergessene Initiativen der frühen 1990er-Jahre.

Rezension von René Schlott

SZ PlusIlija Trojanow und Klaus Zeyringer über "Fans"
:Sauber wegbeleidigen

Ilija Trojanow und Klaus Zeyringer erkunden in "Fans", wie sich das Verhältnis des Publikums zu seinen Sportstars verändert hat. Geht die Macht der Zaungäste inzwischen zu weit?

Von Holger Gertz

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