Sachbücher

Ostdeutschland
:„Ich habe mich oft gefragt: Merkel, warum sagst du denn nichts?“

Die Journalistin Marieke Reimann fordert eine zweite Wende, diesmal in den Köpfen. Ein Gespräch über nicht ausrottbare Klischees, Ungerechtigkeiten – und darüber, warum einige erfolgreiche Ostdeutsche ihre Herkunft immer noch verstecken.

SZ PlusInterview von Sara Peschke

Sachbuch
:Was hilft gegen Big Tech? Mehr Sex

Sind wir alle längst Cyberpunks? Debatten-Shooting-Star Asma Mhalla ruft zum Kampf gegen den neuen „Digitalfaschismus“ auf.

SZ PlusVon Jannis Brühl

Literatur
:„KI-Stimmen stoßen das Publikum nicht ab“

Führt der ungebremste Erfolg der Hörbücher zum Ende des Lesens? Günther Stocker vom Wiener Forschungsprojekt „Listening to Literature“ über Ablenkung und Konzentration – und die Feinheiten des gesprochenen Worts.

SZ PlusInterview von Barbara Vorsamer

Nachruf
:Traumberuf Verleger

Wissenschaftliche Publikationen waren seine Passion, sein bekanntester Verlag trug auch seinen Namen. Zum Tod des großen Buchmenschen und Netzwerkers Klaus G. Saur.

SZ PlusVon Lothar Müller

Überalterung
:„Engagement ist eine lebenserhaltende Maßnahme“

Der Anteil alter Menschen in Deutschland steigt jedes Jahr. Der Aachener Politikwissenschaftler Emanuel Richter, selbst 73, sieht darin nicht nur ein Problem. Er fordert neue Sinnangebote – ohne Furcht vor Gerontokratie.

SZ PlusInterview von Anna Maria Mayr

Literatur
:Was folgt auf das Ende der Welt?

„Zeit der Monster“ ist der erste Roman von Şeyda Kurt. Es geht um ein dem Untergang geweihtes Stadtviertel und dessen wehrhafte Bewohner. Ein Spaziergang mit der Autorin durch ihre Heimat Köln-Kalk.

SZ PlusVon Astrid Probst

Sachbuch
:Hüte dich vorm „Herrenrechtler“

In „Die Vorkämpferinnen“ zeigt Bianca Walther, was sich gerade jüngere Leserinnen und Leser heute von den ganz frühen Feministinnen abgucken können.

SZ PlusVon Jakob Schrenk

Literatur
:Die besten Bücher für die Ferien

Ob unter dem Hitzedom, wenn ein Gewitter niedergeht oder in einer sternklaren Nacht: Am besten verbringt man den Sommer mit einem Buch. Oder mehreren! Empfehlungen aus der SZ-Redaktion für die heißeste Lesezeit des Jahres.

SZ Plus

250 Jahre USA
:Dieser unberechenbare Wille

Der Glutkern des amerikanischen Nationalgefühls, fortschreitende Gottverlassenheit – und Paranoia als Politik: 15 Bücher zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten, die einen dieses Land besser verstehen lassen.

SZ PlusVon SZ-Autoren

Verbrechen
:Die Frau, die aus der Kälte kam

Die Serienmörderin Elfriede Blauensteiner liefert bis heute Stoff für True-Crime-Formate. Florian Klenk gelingt in „Ausreden“ eine eindringliche Spurensuche jenseits von „Wiener Weibsteufel“-Schlagzeilen.

SZ PlusVon Verena Mayer

Sachbuch
:„Der Leib wird leicht im Wasser“

Der Mensch planscht, schwimmt – und ertrinkt manchmal: Die Kulturgeschichte des Badens erklärt Bernd Brunner im Buch „Abtauchen und treiben lassen“ und beim Treff im Berliner „Kombibad Seestraße“.

SZ PlusVon Werner Bartens

Sachbuch
:Die ganze Welt im Schwarzwald

Für Künstler, Verfolgte und Widerständler im 20. Jahrhundert war das Dorf Saig die ideale Anlaufstelle. Gunilla Eschenbach und Rainer Bayreuther erzählen seine schillernde Geschichte in ihrem Buch „Das Dorf der Visionäre“.

SZ PlusVon Jens Hacke

Sachbuch
:Sehet, ein Mensch!

J. D. Vance ist Vizepräsident der USA. Laut seinem neuen Buch „Communion“ ist er aber vor allem: ein Vater, Ehemann und Katholik. Trump, der Krieg in Iran und der Ukraine? Spielen in der Geschichte keine Rolle. Das hat Gründe.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Jürgen Habermas
:„Gelegentlich konnte er auch danebenliegen“

Die Sozialphilosophen Rainer Forst und Axel Honneth waren Schüler von Jürgen Habermas, der an diesem Freitag in der Frankfurter Paulskirche verabschiedet wird. Ein Gespräch über die kleinen Spleens und das große intellektuelle Erbe ihres Lehrers.

SZ PlusInterview von Jens-Christian Rabe

Nachruf
:Ein Mann der Fährten und Spuren

Er brachte die Methode der detektivischen Genauigkeit in die Geschichtswissenschaft. Zum Tod des italienischen Historikers Carlo Ginzburg.

SZ PlusVon Lothar Müller

Sachbuch
:Wer soll diese Leere füllen?

Der Politologe Jan-Werner Müller erkundet in seinem neuen Buch „Straße, Platz, Palast“ den Zusammenhang zwischen Architektur und Macht.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Sachbuch
:Kritik der kleinen Vernunft

Ulf Poschardts „Bückbürgertum“ ist ein interessantes und originelles Buch, dem man viele Leser wünscht. Selbstkritische, nicht schadenfreudige.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Sachbuch
:Der Kapitalismus kann reformiert werden – unter einer Bedingung

John Cassidy führt in „Der Kapitalismus und seine Kritiker“ so kundig wie kurzweilig durch 250 Jahre ökonomische Ideengeschichte und kommt zu einem erstaunlich optimistischen Schluss.

SZ PlusVon Daniel Stähr

Sachbuch
:Was der neue Muskismus bedeutet

Der Börsengang von Elon Musks Firma Space-X ist mehr als eine Wirtschaftsnachricht. Der Historiker Quinn Slobodian und Tech-Experte Ben Tarnoff analysieren in ihrem neuen Buch diese Art der extremen Machtkonzentration – und kommen zu alarmierenden Ergebnissen.

SZ PlusGastbeitrag von Thomas Khurana

Sachbuch
:Putin braucht die Ukraine nur, um sein eigenes Land zu erobern

Eine düstere Zeit liegt vor Russland – prognostiziert Mikhail Zygar in seinem neuen Buch „Die Zukunft, die nie kam“.

SZ PlusVon Cathrin Kahlweit

Sachbuch
:Es gibt die eine christliche Sexualmoral nicht

In seinem famosen Buch „Niedriger als die Engel“ erzählt der Kirchenhistoriker Diarmaid MacCulloch die Geschichte des Christentums als Abfolge von sexuellen und antisexuellen Revolutionen. Ende: offen.

SZ PlusVon Johann Hinrich Claussen

Literatur
:„Dreihundert Männer“ von Konstantin Richter gewinnt den Deutschen Sachbuchpreis

In seinem Buch erzählt der Wirtschaftsjournalist die Geschichte der deutschen Wirtschaft seit dem Kaiserreich. Eine gute, aber auch ein bisschen deprimierende Wahl.

Von Jens-Christian Rabe

Sachbuch
:„Ich möchte Armut nicht romantisieren“

„Das können wir uns nicht leisten“: Miriam Davoudvandi hat einen Bestseller darüber geschrieben, was es bedeutet, in Deutschland nicht wohlhabend zu sein. Ein Gespräch über das trügerische Versprechen vom sozialen Aufstieg.

SZ PlusInterview von Anna Maria Mayr

Künstliche Intelligenz
:„Der Arbeitskräftemangel wird das dominante Phänomen auf dem Arbeitsmarkt bleiben“

Die Angst geht um, dass KI-Technologie zu Massenarbeitslosigkeit führen wird. Der Soziologe Florian Butollo prognostiziert genau das Gegenteil. Ein Gespräch.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach

Fotografie
:Männer, die auf Bälle lauern

Während das halbe Land die Rückkehr Manuel Neuers als Nationalkeeper zur Schicksalsfrage erklärt, veröffentlicht Hans van der Meer sein Fotobuch „Torhüter“. Fußballgötter gibt es darin keine.

SZ PlusVon Stefan Fischer

Literatur
:Als die Farben leuchten lernten

Bevor im 19. Jahrhundert Kängurus und ein Löwe auf der Berliner Pfaueninsel lebten, perfektionierte dort ein Alchemist im Barock die Glasmacherei. Bestsellerautor Florian Illies hat ihm mit „Träume aus Feuer“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Ein Inselspaziergang.

SZ PlusVon Werner Bartens

Sachbuch
:Radikale Hoffnung

Der Migrationsforscher Volker M. Heins erkundet in seinem neuen Buch „Sichere Häfen“ Großstädte, die einen solidarischen Umgang mit Geflüchteten pflegen.

SZ PlusVon Nina Schieben

Literatur
:Eine fantastische Ausstellung

Voralpenschwachdenker? Weinflaschenstöpselfabrikant? Nein, Sprachgigant: Das Literaturmuseum in Wien feiert Wirkung und Nachwirkung des Jahrhundertschriftstellers Thomas Bernhard.

SZ PlusVon Christiane Lutz

„Hotel Kabul“
:Ohne Pathos in der Parallelwelt

Der BBC-Reporterin Lyse Doucet gelingt ein ganz besonderes Buch über das Interconti-Hotel in Kabul. Sie verwebt die große, tragische Geschichte des Landes mit den Biografien der afghanischen Angestellten.

SZ PlusRezension von Tobias Matern

KI und Literatur
:Künstliche Exzellenz

Ein Buch über Wahrheit in Zeiten von KI enthält „synthetische Zitate“, auch Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk lässt sich beim Schreiben helfen. Beides löst Empörung aus – die Frage ist: Wie lange noch?

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Jan Fleischhauer
:Macht euch locker

Der konservative Publizist Jan Fleischhauer hat ein Buch über das „Mehrheitsparadox“ geschrieben. Das passt, denn er ist ein paradoxer Charakter. Ein Treffen in seinem Zuhause in Pullach.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Literatur
:Von SZ-Autoren

Mit Kia Vahland durch Tizians Venedig spazieren und mit Volker Weiß den „Antichristen“ verstehen: neue Bücher aus der SZ-Redaktion.

Von SZ-Autoren

Debatte
:Wieso er nervt

Maxim Biller geht mit einem Germanisten essen, schreibt darüber eine Zeitungskolumne – und erntet nicht nur Kritik, sondern auch harte Ressentiments. Was hat er denn da angerichtet?

SZ PlusGastbeitrag von Jan Süselbeck

Russland
:Dieses Buch kommt genau im richtigen Moment

Beispielhaft scharfsinnig erzählt Sebastian Haffner in „Der Teufelspakt“ die Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen als großes historisches Drama. Jetzt erscheint eine Neuauflage.

SZ PlusGastbeitrag von Martin Schulze Wessel

Buch
:Brüste „wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden“?

Marilyn Monroe machte einst eine Therapie bei Anna Freud, Sigmund Freuds Tochter. Ein Buchautor will klären, worum es in den Sitzungen ging, verliert sich aber in softpornografischen Fantasien.

SZ PlusVon David Steinitz

Sachbuch
:Fremd im Paradies

Jan Jekal erzählt in „Paranoia in Hollywood“ eindrucksvoll von den Jahren, in denen die deutschsprachige Kulturelite in den USA erst als Nazi-Gegner gefeiert – und dann als potenzielle „Feinde Amerikas“ vergrault wurde.

SZ PlusVon Claudius Seidl

Digitale Kultur
:„Im Patriarchat geht es immer um die Nutzbarmachung anderer“

Vom Größenwahn der Tech-Milliardäre bis in die Misogynie des Online-Alltags: Die feministische Medientheoretikerin Sarah Sharma erklärt, wie die Bro-Kultur von Silicon Valley unsere Gegenwart prägt.

SZ PlusInterview von Michael Moorstedt

Sachbuch
:Das Leben beginnt nicht erst, wenn es schön ist

Die Essayistin und Bestsellerautorin Gabriele von Arnim hat ein sehr persönliches Buch über das Abschiednehmen geschrieben, in dem einige gute Gründe für Zuversicht stecken.

SZ PlusVon Julia Rothhaas

Sachbuch
:Wie man eine Gesellschaft gegen die radikale Rechte immunisiert

Der Historiker Thomas Weber und der Regisseur Joachim A. Lang haben Holocaustüberlebende mal nicht nur nach ihren Erlebnissen gefragt – sondern nach ihren Ratschlägen für eine wirksame Erziehung zur Menschlichkeit.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Film
:Nicht mal die Sonne war Zeuge

„Selbst die Polizei konnte nicht glauben, was sie da aufdeckte“: Der Autor Edward Chisholm ist noch einmal der Frage nachgegangen, ob Alain Delon in den Sechzigern in einen Mordfall verwickelt war.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Debatte
:Gilt die Kunstfreiheit auch für antisemitische Kunst?

Ja, sagt Christoph Möllers, solange der Staatsanwalt nicht wegen Volksverhetzung eingreift. Der Rechtswissenschaftler hat in zwei Sachbüchern seine Positionen dargelegt. Sie werden auch der Fraktion, die Antisemitismusvorwürfe reflexhaft von sich weist, nicht gefallen.

SZ PlusVon Peter Richter

Sachbuch
:Das eine Mal, als es wirklich internationale Solidarität gab

Der Journalist Paul Ingendaay erzählt in seiner historischen Reportage „Entscheidung in Spanien“ erschütternd, wie Künstler aus ganz Europa in den Spanischen Bürgerkrieg zogen: Der letzte Kampf für politischen Idealismus.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Urteil des Bundesgerichtshofs
:Kein Geld für Helmut Kohls Witwe

Die Forderung von Maike Kohl-Richter nach Schadenersatz vom Kanzlerbiografen Heribert Schwan lehnt der Bundesgerichtshof ab. Findet damit ein epischer Rechtsstreit sein Ende? Nicht ganz.

Von Wolfgang Janisch

Sachbuch
:Die Zeit wird knapp

Der norwegische Historiker Odd Arne Westad hat die beste Geschichte des Kalten Kriegs geschrieben. Jetzt warnt er vor dem nächsten großen globalen Konflikt.

Von Gustav Seibt

Nachruf
:Brillanter Hüter des Menschenzoos

Mit  dem „Nackten Affen“ wurde der Biologe und Zoodirektor Desmond Morris zum Bestsellerautor.  Er schrieb mehr als 70 sehr unterhaltsame Bücher über Tiere, aber auch über Surrealisten. Zum Tod eines vielseitig Begabten.

SZ PlusVon Willi Winkler

Sachbuch
:Deutscher Sachbuchpreis 2026: Das sind die Nominierten

Mit dem Deutschen Sachbuchpreis wird alljährlich das herausragende deutschsprachige Sachbuch prämiert. Diese acht Titel stehen auf der Shortlist.

Matthias Brandt
:Bürgerlich und partiell rechtsextrem geht nicht zusammen

Matthias Brandt, keiner der Lautsprecher unter den deutschen Schauspielern, hat ein schmales, persönliches, wichtiges Buch geschrieben: über das Nein-Sagen zu den Feinden der Demokratie. Eine Empfehlung.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Sachbuch: „Oben rechts“
:Endlich straff durchregieren

Ist die „woke Linke“ wirklich der Brandbeschleuniger des neuen rechten Autoritarismus? Wissenschaftler liefern in einem erhellenden Sammelband eine viel beunruhigendere Erklärung – und nehmen dafür die wohlhabenden Hardcore-Libertären in den Blick.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Debatte
:„In den sozialen Medien kursieren Aufrufe, mich zu eliminieren“

Linker Faschismus? Der Journalist Nicholas Potter analysiert die „neue autoritäre Linke“ und zeichnet ein beunruhigendes Bild, das von Historikern gestützt wird.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

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