Sachbücher

Nicolas Sarkozy
:Ach, ich Armer

20 Tage lang war Nicolas Sarkozy im Gefängnis. Offenbar lang genug, um darüber ein Büchlein zu schreiben. Darin beweint er sich selbst und teilt ordentlich aus – doch eine Politikerin kommt auffallend gut weg.

SZ PlusVon Oliver Meiler

Sachbuch
:„Die Nazis waren nicht einfach alle Psychopathen“

Der britische Historiker Richard J. Evans über Hitlers Paladine, Vollstrecker und Handlanger – und die Frage, aus welchem Milieu die Führungsschicht des Dritten Reiches stammte.

SZ PlusInterview von Joachim Käppner

Oliver Rathkolbs „Ökonomie der Angst“
:Zerstörte Wahrheiten

Oliver Rathkolb vergleicht die erste und die zweite Turboglobalisierung und damit sozusagen Wilhelm II. mit Donald Trump. Schon einmal war Angst Treiber in Politik und Gesellschaft. Kann heute ein „digitaler Humanismus“ helfen?

SZ PlusRezension von Rudolf Walther

Fehler in der Antikorruptionspolitik
:Wie Korruption die innere Ordnung von Staaten angreift

Die ehemalige Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff leuchtet das Thema Korruption in allen Facetten grell aus, fordert schärfere Sanktionsmechanismen und mahnt die „ehrlichen Deutschen“: Empörung allein reicht nicht.

SZ PlusRezension von Tilman Allert

Spiegel-Bestseller-Aufkleber
:Das Arschgeweih der Literatur

Sie wollten schon immer Spiegel-Bestseller-Autor werden? Kein Problem: Alles, was Sie brauchen, ist eine mittelgute Idee und ein paar Tausend Euro. Über den Verfall eines kulturellen Statussymbols.

SZ PlusVon Werner Bartens, Bernhard Heckler und Sara Peschke

Memoiren
:„Tu, was du willst, und leb mit den Konsequenzen“

Margaret Atwood erzählt in ihrem neuen Memoir von Männern aus ihrem Leben, von ihren zwei Ehen, ihren viel geliebten und gelesenen Büchern und davon, wie man mit Männern fertig wird, die sich selbst wichtig nehmen.

SZ PlusVon Gabriela Herpell

Politische Bildung in Deutschland seit 1945
:Die Tücken beim Demokratielernen

Tim Schanetzky analysiert, wie die Gesellschaft seit 1945 politisch um den richtigen Grundsatzkurs stritt und welche gravierenden Lücken es dabei gab. Und warum Attacken auf politische Bildung nichts Neues sind.

Rezension von Isabell Trommer

Popjournalismus
:Sprengfahrten ins Bergwerk unserer Zeit

Die Buchwissenschaftlerin Erika Thomalla hat die überfällige Oral History des gegenwartsverliebten deutschen Popjournalismus zusammengetragen. Das ist der Verrat des Jahres. Und natürlich sehr herrlich.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

SZ-Empfehlungen
:Geschenke für den Kopf

Sind Sie noch auf der Suche nach etwas Besonderem zu Weihnachten? Oder nach etwas, mit dem Sie sich selbst die Feiertage verschönern können? Ideen aus der Kultur-Redaktion der SZ.

SZ PlusVon SZ-Autoren (Text), Eva Revolver (Animationen)

Verschwörungserzählungen
:„Der Trick ist die kalkulierte Ambivalenz“

Der Kulturwissenschaftler Michael Butter ist Experte für Verschwörungserzählungen. Ein Gespräch über die Rede von den „abgehobenen Eliten“, die Attraktivität von gemeinsamen Feindbildern – und die beste Präventionsmaßnahme.

SZ PlusInterview von Peter Laudenbach

Biografie
:Der mysteriöse Mullah

Über Ali Chamenei, Irans Obersten Führer, weiß man wenig, auch wenn er seit 1989 regiert. Jetzt ist eine erste Biografie in deutscher Sprache erschienen. Über den Protagonisten erfährt man darin nicht viel Neues, dafür aber Details aus der Geschichte der Islamischen Republik.

Rezension von Raphael Geiger

Biografie
:Fürchterliche Bluttaten, ruchloser Verrat

Conrad Ferdinand Meyer war der Starautor des späten 19. Jahrhunderts. Eine brillante Biografie von Philipp Theisohn untersucht, wer dieser Schriftsteller tatsächlich war – und entdeckt einen ungeheuren Stoff.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Buch über das Altern
:Hauptsache, nicht langweilig

Wird Thomas Gottschalk altersdiskriminiert? Ist die Bezeichnung „alter weißer Mann“ rassistisch? Wolfram Weimer, Theo Waigel, Helmut Markwort und Simone Rethel bei einer einmaligen Buchvorstellung in München.

SZ PlusVon Aurelie von Blazekovic

Buch über die „blockierte Republik“
:Wie schaffen wir es aus der Krise?

„Wir können uns mehr zumuten, wenn wir nur wollen“, schreibt der Historiker Frank Trentmann mit Blick auf die zahllosen aktuellen Krisen und die Erfolge der alten BRD. Aber kann der Blick zurück überhaupt helfen auf dem Weg in die Zukunft?

SZ PlusRezension von Eckart Conze

Sachbuch
:Im Labor der Zeitenwende

Der Historiker und Journalist Simon Strauß spürt im brandenburgischen Prenzlau den Druck, unter dem das Land gerade steht – und findet ein paar ungeahnte Lösungen.

SZ PlusGastbeitrag von Michael Sommer

Zukunftsforschung
:„Ungewissheit ist für das Gehirn das Allerschlimmste“

Strebt Donald Trump eine dritte Amtszeit an? Wird Putin bald die Nato angreifen? Und wie schaut man eigentlich in die Zukunft? Fragen an Florence Gaub, die dazu gerade ein erstaunlich vergnügliches Buch geschrieben hat.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Autobiografie von Patti Smith
:Die große Reisende

Wenn die Einschläge näher kommen, die Todesfälle und späten Erkenntnisse, dann ist sie bereit: Das neue Memoir der Punkrock-Ikone Patti Smith ist berückend unsentimental.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Was läuft in München bei den Vorträgen
:Nachdenken über den Zustand unserer Welt

Die weniger prominenten Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose rückt eine Münchner Historikerin ins Zentrum. Neuvermessungen nehmen auch eine kenianische Wissenschaftlerin und eine USA-Expertin vor.

Von Barbara Hordych

Anthony Hopkins
:„Alkohol begann mein Leben zu bestimmen“

Der Schauspieler Anthony Hopkins hat sich fast zu Tode gesoffen. In seiner Autobiografie blickt er auf seinen Kampf mit der Sucht zurück. Und verrät die Tricks, mit denen er zum Hollywoodstar wurde.

SZ PlusVon David Steinitz

Österreich nach 1945
:Von Helden und Mythen befreit

Ganz ohne Pathos, aber mit zahlreichen Anekdoten gewürzt erzählt der ungarische Historiker György Dalos die Geschichte Österreichs seit 1945. Das ist unterhaltsam für Einsteiger, mehr aber auch nicht.

Rezension von Michael Frank

Sanna Marins Autobiografie
:Hoffnungsfroh in Helsinki

Sanna Marin, Finnlands Ministerpräsidentin von 2019 bis 2023, hat ihre Autobiografie geschrieben, als Aufruf für mehr weibliche Führung. Doch wieder einmal beweist sich: Gute Politik zu machen und gute Bücher zu schreiben, sind zwei verschiedene Dinge.

SZ PlusRezension von Viola Schenz

Comedy und Feminismus
:Die Freiheit, „Pussy“ zu sagen

Carolin Kebekus ist im Fernsehen und am Buchmarkt Deutschlands größte weibliche Comedian. Aber das Lachen fällt bei ihr nicht immer leicht.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Elke Heidenreich
:Jemand findet, ich soll das lesen

Zu viel, zu schlecht, zu überflüssig: Unsere Autorin versinkt in neuen Büchern und läuft Gefahr, die Lust am Lesen zu verlieren. Ein Wutausbruch.

SZ PlusGastbeitrag von Elke Heidenreich

Sachbuch
:„Jetzt fühlte ich mich erstmals wie ich selbst“

Ohne David Bowie wäre die Jugend von Frank Schätzing eine andere gewesen. Ein Gespräch mit dem Bestsellerautor über sein neues Buch „Spaceboy“, besoffenes Schreiben und den Versuch, ein schöner Mann zu werden.

SZ PlusInterview von Christian Mayer

Thilo Bodes Plädoyer
:Mehr Krawall, bitte!

Ex-Greenpeace-Chef und Foodwatch-Gründer Thilo Bode, 78, hat seine Autobiografie geschrieben. Er gibt ein paar Fehler zu und übt scharfe Kritik an der westlichen Entwicklungshilfe. Für die heutige Umweltbewegung hat er Tipps.

SZ PlusRezension von Thomas Hummel

Globales Milliardengeschäft
:Die Methoden der Müllmafia

Der Reporter Alexander Clapp hat sich auf die Spuren des Wohlstandsmülls aus reichen Industriestaaten begeben. Er erzählt eine gruselige Geschichte, die alle Verbraucher kennen sollten.

Rezension von Judith Raupp

True Crime aus Ostbayern
:Auch die Provinz ist nicht vor Mord und Totschlag gefeit

Menschliche Abgründe gibt es auch im kleinsten Dorf. Und sie führen manchmal zu Verbrechen, die jahrzehntelang ungelöst bleiben. Packend und präzise schreibt Isolde Stöcker-Gietl solche Fälle auf – jenseits von Sensationslust und voreiligen Schlüssen.

Von Johann Osel

Soziologie
:Über den Tod so unbefangen reden wie über Sex

In seinem Essay „Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen“ forderte Norbert Elias 1982, das allerletzte Tabu endlich zu brechen. Der Text ist heute noch so lesenswert wie damals. Mindestens.

SZ PlusVon Jonas Hertel und Coraly von Welser

Aufstieg und Fall der Deutschland AG
:Das Netzwerk der Entscheider

Wie dachten und handelten die Patriarchen der deutschen Wertarbeit? Konstantin Richter hat eine Geschichte der deutschen Wirtschaftsbosse seit dem Kaiserreich vorgelegt – ein spannend erzähltes und vor allem unterhaltsames Meisterwerk.

SZ PlusRezension von Daniel Siemens

Sachbuch
:Nah dran am Trickbetrug

Der Bestsellerautor Bas Kast bläht seinen Minitext „Lob des Unbequemen“ auf 80 Seiten auf, damit er als Buch durchgeht. Das ist ganz schön bequem.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Thomas Mann
:Der große Zauderer

Florian Illies erzählt das Leben der Manns im sagenumwobenen Exilort Sanary-sur-Mer an der Côte d’Azur. Im Präsens und ohne Quellenangaben. Ist das noch Geschichtsschreibung oder doch schon reine Fiktion?

SZ PlusVon Lothar Müller

Von SZ-Autoren
:Deutschland zerfällt

Einstürzende Brücken, verspätete Züge, fehlende Wohnungen – und jetzt bröselt die Demokratie: Gerhard Matzigs Buch „Auferstehen aus Ruinen“ ist eine Baubilanz mit politischer Sprengkraft.

Analyse des chinesisch-russischen Verhältnisses
:Zwischen Kooperation und Konflikt

Von wegen „grenzenlose Freundschaft“. Sören Urbansky und Martin Wagner zeigen, wie sich über die Jahrhunderte das Verhältnis zwischen Peking und Moskau immer wieder wandelte. Die einzige Konstante bis heute: tief verwurzeltes Misstrauen.

SZ PlusRezension von Stefan Messingschlager

ORF-Moderator
:„Wir leben in einem Zeitalter des Opportunismus“

Der 95-jährige Journalist und Autor Paul Lendvai erzählt in dem schmalen Buch „Wer bin ich?“ sein Jahrhundertleben: Ein Gespräch über die Zerbrechlichkeit der Freiheit und darüber, warum er bislang nie offen über seine jüdische Identität geredet hat.

SZ PlusInterview von Verena Mayer

Sachbuch
:Ohne Netz

Wie geht es Deutschland 35 Jahre nach der Wiedervereinigung? August Modersohn reist in alle Teile des Landes − und vergisst ausgerechnet, wo die Welt am meisten verändert wurde.

SZ PlusVon Sophia Coper

150. Geburtstag von Konrad Adenauer
:Der autoritäre Demokrat

Gleich drei neue Bücher beleuchten das Leben des ersten Kanzlers der Bundesrepublik – und sie ergänzen einander wegen unterschiedlicher Schwerpunkte auf ideale Weise. Konrad Adenauer wies den Deutschen den Weg nach Westen.

SZ PlusRezension von Florian Keisinger

Grüner Kapitalismus
:Strategische Überforderung

Nichts beunruhigt so viele Menschen so sehr wie der Klimawandel – trotzdem passiert fast nichts, um ihn abzumildern. Der Berliner Soziologe Philipp Staab analysiert scharfsinnig, warum es uns so schwerfällt, uns aus dieser paradoxen Situation zu befreien.

SZ PlusVon Meredith Haaf

Frankfurter Buchmesse
:Weißwein jetzt im Schlösschen

Suhrkamp lädt erstmals nicht in die veräußerte Verlagsvilla zum Kritikerempfang. Durch die neuen Räume weht viel traditioneller Wind  – und Hans Ulrich Gumbrecht gibt Einblicke in seine Wahlheimat Amerika unter Trump.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Friedenspreisträger Karl Schlögel
:„Was Putin betrifft, hatte ich nie Illusionen“

Der Hochmut des russischen Präsidenten sei ungebrochen, sagt der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel. Ein Gespräch über Europas anhaltende Naivität und die Frage, wie lange der Krieg noch anhält.

SZ PlusInterview von Jens-Christian Rabe

Zeitdiagnose
:Der Untergang des Samstagabendlandes

Richard David Precht unterzieht in seinem neuen Buch die Republik einer düsteren Generalkulturkritik. Dabei ist „Angststillstand“ allerdings voll von gefühlten Wahrheiten.

SZ PlusVon Jens Hacke

Sachbuch
:„Ich frage mich immer öfter: Wie viel Zukunft haben Juden in diesem Land?“

Was passiert, wenn man an deutschen Schulen über Antisemitismus aufklärt? Ein Gespräch mit dem Autor Ben Salomo über Anfeindungen gegen seinen fünfjährigen Sohn, Verschwörungsmythen und manipulierte Opferzahlen.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Kampf gegen Rechtsextremismus
:Das scharfe Schwert der Historiker

Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit und der Historiker Thomas Weber werben streitlustig für neue Ansätze der Geschichtswissenschaft zur Rettung der Demokratie. Der Untergang Weimars müsse ganz anders betrachtet werden als bisher.

SZ PlusRezension von Robert Probst

„Klassengesellschaft akut“
:Unten und oben

Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja behauptet: Lohnarbeit spaltet! Klingt nach linker Mottenkiste – stimmt aber nicht.  Ein spannendes Buch über Kapital und Arbeit, über Macht und Herrschaft und soziale Ungleichheiten – sowie über eine neue Solidarität.

SZ PlusRezension von Dietmar Süß

Literatur
:Die Bücher des Herbstes

Wenn die Tage kürzer werden, hat die Literatur Hochsaison. Zehn Bücher, die in diesem Herbst das Herz warm und den Kopf kühl halten.

SZ PlusAus der SZ-Redaktion

Autoritäre Rechte
:Einfach mal das System in die Luft jagen

Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey untersuchen die „Zerstörungslust“ als zentrale Triebkraft des Rechtspopulismus.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Sachbuch
:Die Show, die niemals endet

James Poniewozik, der Fernsehkritiker der „New York Times“, zeigt eindrucksvoll, warum Donald Trump eine Serie ist, die man einfach nicht abschalten kann.

SZ PlusVon Thore Rausch

Geschichte des Geschmacks
:Sieht doch gut aus

Der Historiker Ulrich Raulff hat eine so überfordernde wie wohltuend selbstironische Geschichte des Geschmacks geschrieben. Nach der Lektüre fühlt man sich auf eine schwer zu erklärende Art schöner.

SZ PlusVon Bernhard Heckler

Sachbuch über Tiktok
:Machenschaften für Milliarden

Wie wurde aus der Teenie-App eine Plattform mit mehr als 1,5 Milliarden Nutzern? Die „Forbes“-Journalistin Emily Baker-White untersucht den Aufstieg und die dunklen Seiten von Tiktok.

SZ PlusVon Michael Moorstedt

Clemens Setz über Rilke
:Der Dichter als Vampir

Wenn man nur für 100 Seiten Zeit hätte, um Rainer Maria Rilke zu verstehen, müssten das unbedingt diese von Clemens J. Setz sein. Welch außerordentlicher Dichter er selbst ist, erweisen seine gleichzeitig erscheinenden Aufzeichnungen.

SZ PlusVon Thomas Steinfeld

Sachbuch
:Auf den Verzicht verzichten

Die Kölner Rechtsphilosophin Frauke Rostalski versucht, in ihrem neuen Buch zu begründen, warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind. Gelingt ihr das?

SZ PlusVon Gustav Seibt

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