Streiflicht

Die tägliche Glosse der SZ

Das Streiflicht ist fast so alt wie die Süddeutsche Zeitung, es erschien erstmals am 12. Juni 1946.

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In San Francisco fuhren Robotertaxis bislang rücksichtsvoll durch die Straßen. Jetzt sollen sie endlich dem normalen menschlichen Verhalten angepasst werden.

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Der Schriftsteller T. C. Boyle hat in Stuttgart die Frage nach seinem deutschen Lieblingswort beantwortet und wurde sogleich dafür auf gutdeutsche Art belehrt.

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Der Wutköder ist das Wort des Jahres, sagt die Oxford University. Zu Recht, denn überall, wo man nur hinsieht, liegt er aus.

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Metaphernbehinderte lieben die „Titanic“. Sie ist das ideale Fortbewegungsmittel für Angstmacher und Angsthaber.

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Der Kanzler wünscht sich seit jeher mehr Sauerland für alle. Jetzt bekommt er zumindest einen Weihnachtsbaum von dort und die Regierung zum ersten Mal echten Glanz.

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Die Zeiten werden nicht einfacher, aber zwischen all den Unsicherheiten bleibt uns eine feste Größe: der Black Friday.

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Gerade ist Gramma im Alter von 141 Jahren gestorben. Wir sollten uns die Riesenschildkröte in mancherlei Hinsicht zum Vorbild nehmen.

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Wie macht die SPD das nur, dass sie so gut rüberkommt? In einem geheimen Papier wird das Erfolgskonzept der Partei beschrieben.

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:Dieser Trump-Schal ist ein waschechter Tyrannen-Schal

So manch ein Politiker war stolz auf seinen roten Schal. Aber keiner beeindruckte die Welt damit mehr als der amerikanische Präsident.

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Wenn die Angst wieder mal groß ist, sollte man an Christina-Maria Bammel denken. Sie weiß ihren Namen mit Zuversicht zu deuten.

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Was wären wir ohne die Wissenschaft und ihre Erkenntnisse? Wir wüssten vermutlich nicht einmal, wozu ein Kuss wirklich gut ist.

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Der alte Harry Potter schreibt dem neuen einen Brief. Ob die Glückwünsche darin wirklich nur dem Nachfolger gelten?

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Bei so viel irrem Gerede in der Welt müssten die rhetorischen Ungeschicklichkeiten des Kanzlers eigentlich verblassen. Warum tun sie das nicht?

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Der preußische General Scharnhorst hat die Wehrpflicht ersonnen. Was würde er sehen, denken, fühlen, käme er dieser Tage zur Besichtigung einer Bundeswehrkaserne zurück?

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Kürzlich gaben Schafe einer vom Schlachter verfolgten Kuh Asyl. Es ist höchste Zeit, unser Urteil über die wolletragenden Geschöpfe zu revidieren.

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Faulheit und Fleiß gelten als unvereinbare Größen. Das stimmt aber nur dann, wenn man nicht anerkennen will, dass alles mit allem zusammenhängt.

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Viele Menschen haben ihren Namenspatron nicht mehr auf dem Schirm. Dabei könnte jeder einen gebrauchen.

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Manchmal sehen wir ein orangefarbenes Männlein, aber in Wahrheit ist es ein Kürbis. Warum erkennen wir immer nur das, was wir erkennen wollen?

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:Das Streiflicht

Donald Trump schläft wie sein Vorgänger Joe Biden immer wieder mal ein. Aber Vorsicht! Trumps Schlaf könnte von ungleich gefährlicherer Natur sein.

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Immer dieser Streit in der Koalition, dieses Gemoser und Gemotze? Nicht mehr lange! Warum Union und SPD zu ewigem Frieden finden werden.

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Alle reden ständig über Kommunikation, aber die wenigsten wissen, dass es sich bei ihr um ein altes, dickes Tier handelt, welches schon seit vielen Jahren durchs Land kriecht.

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Manche meinen, Rapper und deutsche Liedermacher kann man nicht verwechseln. Die haben aber die Rechnung ohne Haftbefehl und Reinhard Mey gemacht.

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Der Kuckuck ist vermutlich der unangenehmste Vertreter der heimischen Vogelwelt. Warum ist ausgerechnet nach ihm eine dekorative Uhr benannt?

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Erst entpuppt sich die Piemontkirsche als Märchen, nun fehlen auch noch die Nüsse für Nutella. Was wird bloß aus unseren alten süßen Legenden?

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Glosse: Das Streiflicht
:Wenn das Herz dort ist, wo der Keks ist

Reformationstag, Allerheiligen, Allerseelen – gerade ist die hohe Zeit der Feiertage. Bei den Freunden in Amerika passt sogar noch der Krümelmonster-Tag in den Kalender.

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Flanieren wir über unsere Verhältnisse? Wenn ja, wäre ein Temporegelung  für Fußgänger keine schlechte Idee.

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Wenn ein Likör ohne Ei den Leuten schmeckt, sollte man nicht zwanghaft nach einem besseren Namen für diesen Schnaps suchen. Dies überzeugt sogar das Landgericht Kiel.

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Die künstliche Intelligenz gilt als Feind des Menschen. Zu Unrecht, denn sie ist ganz genau wie wir: Sie lügt.

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Warum kommt alles Gute an sein Ende? Vielleicht deshalb, weil viele begnadete Menschen rechtzeitig aufhören.

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Donald Trump schafft es immer wieder, die aufgeklärte Welt zur Verzweiflung zu treiben. Aber wenn er tanzt, sieht das anders aus.

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Das Faultier hat keinen sehr guten Ruf. Zu Unrecht, denn wir könnten von diesem klugen Tier eine Menge lernen.

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Mag die Welt dunkel und grausam sein – es gibt ein buntes Gegenmittel, nämlich die Herzen und Grinsgesichter unter unseren Chats.

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Früher wussten wir, welche grundlegenden Werte dem Leben Sinn und Schärfe geben. Jetzt ist es höchste Zeit, dass wir uns wieder an diese Basics erinnern.

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Es gibt Neuigkeiten von der künstlichen Intelligenz: Sie ist, wie viele von uns, nicht besonders gut in Mathe.

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Es ist in manchen Kreisen üblich geworden, den Pudding mit der Gabel zu essen. Und man darf sagen: Es hat schon unsinnigere Moden gegeben.

Glosse „Das Streiflicht“
:Wenn Markus Söder ins Schwimmen gerät

Der bayerische Ministerpräsident hat in einem bunten Magazin viele leicht zu merkende Sätze gesagt. Und er hat etwas versprochen, für das ihn selbst Leute lieben werden, die keine Rostbratwürste mögen.

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Werner Herzog ist jetzt auf Instagram, und wir wissen nicht, ob wir ihn dafür bedauern oder bewundern sollen.

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Will die EU die Filterzigarette verbieten?  Wenn sie mit dieser Idee  mal nicht das Tor zur Hölle des ungefilterten Genusses geöffnet hat.

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Fast jeder hatte schon einmal Ärger mit jemandem, der älter ist als er. Dennoch liegt im Generationenkonflikt eine große Chance.

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Jette Nietzard geht und sagt, sie sei als Vorsitzende der Grünen Jugend auch eine Kunstfigur gewesen. Spricht das gegen Donald Duck im Bundestag?

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Die Kunst will oft ganz genau sein. Dabei macht die Welt mehr Spaß, wenn Cristiano Ronaldo wie Alfred E. Neumann aussieht.

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Taylor Swift findet das Weltall gruselig. Sie hat vermutlich recht, und es könnte sogar noch schlimmer werden.

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Wenn jemand scholzt, tut er nichts Gutes für die Welt. Baerbockt er dagegen, steht ihm die Welt offen.

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Die Welt gerät aus den Fugen, aber die jungen Leute haben eine schöne alte Tugend wiederentdeckt: die Verlobung.

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Die Tomate, die Schlange und die Kuh: Der Fußballer Victor Boniface richtet eine Botschaft an die Welt. Und diese hat einiges mit Martin Heideggers Werk gemeinsam.

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80 Jahre SZ
:Die Autorinnen und Autoren des „Streiflichts“ bleiben anonym - na ja, jedenfalls meistens

Wenn das tägliche „Streiflicht“ seit 1946 wie ein Leuchtturm über dem Meer der Nachrichten scheinen soll, hat es doch ein paar lustig blinkende Warnblinker eingebaut.

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Pete Hegseth ist schlank und wettert gegen fette Generäle. Aber ist der Verteidigungsminister ein gutes Beispiel für die Weisheit, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt?

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Ein berühmter Amerikaner sagt, man hole sich den Antichrist ins Haus, wenn man künstliche Intelligenz einschränkt. Stimmt das? Oder steckt auch hier der Teufel im Detail?

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Der Mensch unserer Tage kennt viele Nöte. Eine davon ist die Schlaflosigkeit, die viele Ratgeber auf den Plan ruft. Der einzige Rat, der hilft, lautet: Zum Teufel mit den Einschlaftipps!

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Das Streiflicht
:Ist der, der gerade zum zweiten Mal von der Wiesn-Bank gefallen ist, der Richtige fürs Leben?

Die beiden Wiesn-Wochen sind nicht nur die Zeit des Feierns und der Exzesse, sondern auch der Spaßbremsen-Artikel.

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