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Reiseführer Irland:Bloss nicht

Regenkleidung vergessen – oder die längst fällige Lokalrunde

Curiosity missverstehen

„Curious“ sein heißt neugierig sein, und diese Spielart des persönlichen Interesses an anderen Menschen ist eine von den redseligen Iren gern gepflegte Eigenschaft. Darauf sollte man nicht abweisend reagieren, denn Neugierde bedeutet in diesem Land nichts Negatives, sondern signalisiert Aufgeschlossenheit gegenüber Wohlergehen und Anteilnahme an Sorgen – auch bei Fremden.

Zu sorglos sein

Irland ist ein sicheres Pflaster; Ausnahmen sind einige Bezirke und Straßen im Norden von Dublin. In den Nachtstunden sollten Besucher vermeiden, nördlich der O'Connell Street, Gardiner Street und Mountjoy Square unterwegs zu sein, den bevorzugten Treffs von Drogenabhängigen und Jugendgangs. Übermäßiger Alkoholgenuss, besonders an Wochenenden, kann ebenfalls dazu führen, dass sich in einigen eher einfachen Dubliner Pubs die Atmosphäre unangenehm aufheizt. In diesem Fall räumt man besser das Feld.

Ohne Regenkleidung nach Irland

Die Iren halten es für ein Vorurteil, doch wir wissen es besser: Mit Regen sollte man immer rechnen, auch wenn es gelegentlich trockene Tage gibt. Daher ist es ratsam, stets eine Regenjacke dabeizuhaben.

Als Feinschmecker nach Kinsale

Kinsale ist zweifellos ein hübsches Hafenstädtchen, aber die kulinarische Hauptstadt Irlands, wie es sich selbst nennt, ist der Ort ganz bestimmt nicht. Nur wegen der Restaurants und des Essens lohnt sich die Reise also nicht. Während die Erbsen kaum gesalzen sind, sind es die Preise dafür häufig umso mehr.

Halteverbot ignorieren

Die gelbe Linie am Straßenrand bedeutet: Parken verboten. Parkt einer gar an einer doppelten gelben Linie, heißt das, er ignoriert das absolute Halteverbot. Und das bedeutet auch: Das Auto wird abgeschleppt, bevor der Halter vom Fish-&-chips-Essen zurück ist. Dann beginnt erst der Ärger. Das Depot liegt weit draußen, ist nur mit dem Taxi zu finden, und das Bußgeld ist richtig saftig. Wenn man Glück hat und überhaupt während der Öffnungszeiten erscheint.

Eine Runde aussetzen

Iren sind gesellige Leute, Iren lieben ihre Pubs. Kein Wunder, dass es dort gang und gäbe ist, sich sein Bier nicht allein am Tresen oder am Tisch zu bestellen, sondern gleich auch für die, mit denen man gerade im Gespräch ist. Dabei gilt die eiserne Regel: Wenn man eingeladen war, revanchiert man sich. In einer größeren Runde müssen Sie daher aufpassen, wann Sie an der Reihe sind, die Getränke zu bezahlen.

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In die Grüne Insel hat sich der promovierte Psychologe und Reisejournalist, der im Rheingau lebt, schon vor 20 Jahren verliebt. Damals unterrichtete er das erste Mal an der Universität von Cork. Seitdem hat es ihm die frische und unverblümte Art der irischen Bewohner angetan. Und natürlich die mal herbe, mal saftig grüne Landschaft – auch wenn es wieder einmal regnet.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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