Reisetipps Algarve

Highlights Algarve

Region: Portimão

Ferragudo

Blickt man bei der letzten Linkskurve vor dem Ortseingang von Ferragudo (1900 Ew.) auf die am Hang klebenden Häuser und die im Hafenbecken davor liegenden vielen kleinen, bunten Boote, ist man schlicht und einfach angenehm überrascht. Dieses Fischerstädtchen liegt 4 km östlich von Portimão und ist von dort, vor allem von der Hafenburg Santa Catarina aus, bestens zu sehen. Das i-Tüpfelchen des malerischen Ortes zeigt sich jedoch erst, wenn Sie am Rio Arade entlang zur Praia Grande gehen oder fahren: die italienisch anmutende Hafenburg São João aus dem 14. Jh., die auf einer kleinen Anhöhe thront und die Mündung des Rio bewacht. Geschickt in die Natur eingebettet ist oberhalb der Rio-Mündung das Casabela Hotel (Vale da Areia | 63 Zi. | Tel. 282490650 | Fax 282490659 | €€) mit tollem Blick aufs Meer.

In Ferragudo gibt es viele Bars, stimmungsvolle Musikkneipen und Restaurants; ihnen allen ist gemein, dass sie keine Touristenabfertigung vollziehen, sondern dass ein freundlicher Ton herrscht, dörflich geradezu. Das Sueste (€€) am Ende des Uferkais ist ein Mekka nicht nur für Bootsleute, die sonntags hier anlegen, um feijoada de búzios zu essen. Auf dem Weg dahin locken andere Uferlokale mit Fischgerichten, teils wird gleich an der Kaimauer gegrillt. Beliebt sind die Restaurants an der Praia Grande: O Barril z.B. bietet in rustikaler Atmosphäre Hühnchen-Cataplana und gegrillten Fisch (Trav. de Calderao | Tel. 282461215 | €€).

Region: Vilamoura

Almancil

Die barocke Kapelle São Lourenço dos Matos ragt gleich neben dem „Algarve-Highway“ N 125 auf. Im Innenraum ist sie komplett mit blau-weißen Azulejo-Bildern, die die Lebensgeschichte des Märtyrers Lourenço darstellen, verkleidet. Prachtvoll sind auch die handgeschnitzte und vergoldete Empore, der Altar und das Chorgestühl. Mo-Sa 10-13 Uhr

Gleich neben der Kapelle führt Marie Huber eine namhafte Galerie mit Kulturzentrum. Ab und zu geben hier bekannte Musiker Konzerte: Klassik, Jazz, Rock und Fado. Mo geschl. | Tel. 289395475

In Almancil eröffnen immer mehr Shops, Cafés und Praxen, denn sie finden hier eine finanzkräftige Kundschaft, liegen doch im nahen Umkreis elegante Golf- und Ferienanlagen. Trotzdem gibt es im 4000-Ew.-Städtchen einige preiswerte und gute Restaurants, z.B. die Churrasqueira O Ribeiro (Poço Novo | Tel. 289395697 | €). Auch findet noch jeden 1. und 4. Sonntag im Monat der Regionalmarkt statt. Dagegen sind einige Restaurants in Richtung Vale do Lobo und Quinta do Lago wahre Schlemmertempel und entsprechend hochpreisig: Die Casa Velha im ältesten Bauernhof der Gegend ist eines der exklusivsten Restaurants der Algarve, mit französischer Küche (Mo-Sa nur abends | Estrada da Quinta do Lago | Tel. 289394983 | €€€). Im São Gabriel regiert der namhafte österreichische Koch Jens Rittmeyer in der Küche dieses Treffpunkts für den Jetset aus Wirtschaft, Sport und Politik (Estrada da Quinta do Lago | Tel. 289394521 | €€€).

Fürstlich ist das Übernachten in der Luxusferienanlage Quinta do Lago. In einem Pinienwald, 5 km südöstlich von Almancil gelegen, locken u. a. vier 18-Loch-Golfplätze, mit die schönsten Europas. Pompöse Villen umstehen den lago, eine Süßwasserlagune, der Blick vom Hotel Quinta do Lago (140 Zi. und Suiten | Tel. 289350350 | Fax 289396393 | www.hotelquintadolago.com | €€€) fällt auf Dünen und Haffland - hier beginnt die weitgehend unangetastete Ria Formosa. Vale de Lobo heißt die 3 km westlich gelegene und etwas ältere Luxusanlage. Das vornehme Publikum liebt die stille Eleganz; neuerdings mischen sich auch deutsche Stars aus Film und Sport darunter, um auf dem tollen Golfkurs San Lorenzo zu spielen. (154 Zi. u. Suiten | Tel. 289353000 | Fax 289353001 | www.valedolobo.com | €€€). Angenehm wohnt man im Ria Park, 800 m von der Praia do Garrão entfernt (175 Zi. u. Suiten | Tel. 289359800 | Fax 289359888 | www.riaparkhotels.com | €€€).

Region: Vila Real de Santo António

Alcoutim

Sehr reizvoll ist diese Strecke: 12 km hinter Castro Marim nach Foz de Odeleite abbiegen und hinunter ins Tal des Rio Guadiana rollen. Der in Spanien bei Albacete entspringende Fluss ist 830 km lang, schiffbar aber nur im portugiesischen Teil, und zwar bis zum Staudamm bei Pomarão. Die Uferstrecke bis Alcoutim (36 km nördlich von Vila Real) führt durch einen Landstrich voller Gegensätze: Sattgrün und fruchtbar ist das Tal mit seinen Weingärten, Feigen-, Oliven- und Apfelsinenhainen, dürr und ausgetrocknet das Land direkt dahinter. Auf dem Weg sollten Sie in Guerreiros neben dem kleinen Museu do Rio im Terrassenlokal António dos Guerreiros (€) frittierten Flussfisch probieren - lecker!

Alcoutim (4500 Ew.) war vor wenigen Jahren noch ein vergessenes Nest, jetzt schneidet man sich ein kleines Stück vom Tourismuskuchen ab. Doch das Städtchen hat seinen stillen Charme bewahrt. Schnuckelig wirkt das castelo aus dem 14. Jh. (tgl. 10-13 u. 14-17 Uhr) im Vergleich zur mächtigen Burganlage, die am anderen Ufer hoch über dem spanischen Sanlúcar auf einem Berg thront. Mit einem Boot können Sie dorthin über den fast 400 m breiten Fluss schaukeln.

Auf einer Terrasse überm Fluss essen Sie im O Soeiro (€) preiswerte Tagesteller, gut sind auch am Dorfplatz die Lokale Ti Afonso, O Caçador, Quatro Estradas und Rogério (€-€€). Zum Übernachten bietet sich die Estalagem do Guadiana an, ein Neubau mit Pool am Fluss (31 Zi. | Tel. 281540120 | Fax 281546647 | €). Weitere Infos über den Ort unter www.cm-alcoutim.pt.

Region: Aljezur

Arrifana

1 km südlich von Aljezur zweigt die Straße zum Fischerdorf Monte Clérigo mit seinen bunten Holzhäuschen ab. Dort lockt auch ein weitflächiger Strand. Fahren Sie anschließend die Straße an den Dünen hoch nach Vale da Telha und gleich weiter nach Arrifana (15 km von Aljezur). Über einer halbkreisförmigen Bucht klebt dieser Ort, der sich immer mehr zur Hochburg der Wellensurfer aus ganz Europa mausert. Der Blick auf die Steilküste von der Burgruine auf der Klippe Ponta da Arrifana (ausgeschildert: „Castelo“) begeistert.

In etlichen Lokalen kommen Feinschmecker ganz und gar auf ihre Kosten. Im Pôr do Sol (auf der Ponta | €€), Sol e Mar (neben der alten Hafenseilbahn | €) und im Paraíso do Mar (überm Strand | €€) genießen Sie zudem das tolle Panorama.

Region: Lagos

Ponta da Piedade

Bei der Praia Dona Ana beginnt diese bis 40 m hohe, zerklüftete und verwitterte Felswand mit bizarren Grotten und Höhlen, Domen und Türmen, aber auch mit einigen kleinen, versteckten Stränden. Sie sind über steile Treppen erreichbar. Bis zum Leuchtturm Ponta da Piedade zieht sich diese etwa 2 km lange skurrile Skulpturenlandschaft hin. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich bei einer Bootsfahrt von Lagos aus. Auch kann man neben dem Leuchtturm über 200 Stufen zum Wasser hinabsteigen und sich dann von Fischerbooten nach Lagos schippern lassen.

Region: Faro

Cidade Velha/Altstadt

Sie hat einen Durchmesser von nur etwa 500 m und wird von einer komplett erhaltenen hohen Stadtmauer umschlossen. Zu dem einzigartigen Ensemble tragen neben den im Folgenden beschriebenen herrlichen Bauwerken auch die Kopfsteinpflastergassen und die lauschigen Ecken bei, die zum Flanieren einladen. Die Altstadt können Sie auch bei einer geführten Besichtigung erleben (Nur für Gruppen ab 6 Personen | 1 Euro p. P. | 2 Tage vorher vereinbaren: Tel. 289897400 | wird vom Rathaus organisiert).

Armona und Culatra

Mit Fähren kann man auf diese Düneninseln hinübergondeln. Der Anlegekai befindet sich gleich östlich von den Markthallen. Schon die 2 bzw. 5 km lange Fahrt lohnt sich, weil sie schöne Blicke auf Küste und Ria Formosa erlaubt. Auf den Inseln herrscht ein Leben (ohne Autos) der ganz eigenen Art, urportugiesisch und sehr nachbarschaftlich geht es hier zu.

Nach Armona geht im Sommer jede Stunde eine Fähre, sonst dreimal täglich, nach Culatra alle zwei Stunden; preiswert. Unterkunft: Einige der 800 Häuschen auf Armona sind zu vermieten, von Senhora Ilse | Tel. 289704080 | Mindestdauer 2 Wochen | €. Am Inselzeltplatz können Sie Minibungalows buchen, Tel. 289714173 | €

Estói und Milreu

Der gemütliche Ort Estói (3500 Ew.) liegt 9 km nördlich von Faro. Er birgt einen wunderbaren Bau, eine Schatzkammer, die seit Jahren ungestört vor sich hin altert: den Palácio de Estoí. Dem Rokokopalast des Visconde de Estói gibt gerade das Verwahrloste, das Abblätternde eine nostalgische, einzigartige Note. Im Park reihen sich Büsten aneinander, Marmorfiguren räkeln sich in einem Teich, Treppen steigen scheinbar endlos empor, wunderbare Azulejo-Tafeln schmücken die Wände.

Die römischen Funde von Milreu (Di-So 9.30-12.30 u. 14-17 Uhr | im Winter geschl.) liegen ganz in der Nähe, der Weg ist ausgeschildert. Dort kann man die Ruinen einer Villa besichtigen. Gut erhaltene Mosaiken zeigen springende Delphine, ein früherer kleiner Tempel wurde von Westgoten im 6. Jh. zu einem früh-christlichen Tabernakel umgebaut.

Sehr gediegen ist die Unterkunft in der Privatherberge Monte do Casal: 4 Suiten mit jeweils eigener Terrasse, blumenumrankter Pool, Restaurant (Tel. 289991503 | Fax 289991341 | www.montedocasal.pt | €€€).