Reisetipps Sylt

Insider Tipps Sylt MARCO POLO Korrespondent Arnd M. Schuppius im Interview

Arnd M. Schuppius lebt nahe der Nordsee am Nord-Ostsee Kanal und reist von dort mehrmals im Jahr auf die Nordfriesischen Inseln.

Sie fahren seit 40 Jahren immer wieder nach Sylt. Wie ist es dazu gekommen?

Mein Großvater war als Schuldirektor maßgeblich am Aufbau des Bismarckheims in Wenningstedt beteiligt. Klar, dass sein Enkel, als der das erste Mal allein in die Sommerferien fahren durfte, dorthin geschickt wurde. Zwei Jahre später lernte ich dann dort meine erste große Liebe kennen - und die muss sich auf die Insel übertragen haben ...

Was reizt Sie an Sylt?

Das Reizklima ... ja, im Ernst! Aber auch der weite, unverstellte Blick, wenn man am Flutsaum entlangwandert und aufs Meer schaut. Und der Geruch - die Nordsee hat im Zusammenspiel mit der Inselvegetation in jeder Jahreszeit einen ganz eigenen, unverwechselbaren Duft - Sylt kann man wirklich riechen.

Und was mögen Sie nicht so?

Das Gedränge und den Küchendunst auf Westerlands Friedrichstraße in der Hauptsaison. Auch Syltbesucher, die trotz Parkplätzen am Ortseingang in großen Autos durch Keitums kleine Straßen wummern.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite freiberuflich als Autor, Lektor und Redakteur für mehrere Verlage, Zeitschriften und Agenturen.

Kommen Sie viel auf Sylt herum?

Das bringt mein Beruf so mit sich - und im Lauf der Jahre lernt man natürlich auch eine ganze Reihe von Inselbewohnern kennen, mit denen man immer wieder gerne mal „einen Klönschnack hält“.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit? Haben Sie spezielle Hobbys?

Ich engagiere mich im Naturschutz mit dem Schwerpunkt Ornithologie. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen - zu der ich leider viel zu selten komme - ist es, die von mir beobachteten Vögel dann später mit Buntstift, Aquarell und Feder zu Papier zu bringen.

Mögen Sie die nordfriesische Küche?

Aber ja! Zwar gibt es bei uns im Norden aufgrund der relativ kargen Landschaft nicht diese Vielfalt an Produkten wie z.B. im süddeutschen Raum, aber dafür hat man hier das Meer vor der Haustür - ein nicht zu unterschätzender Vorteil! Doch trotz Scholle, Krabbe und Miesmuschel bevorzuge ich alle Gerichte, die sich ums Deich- oder Salzwiesenlamm drehen.