Reisetipps Amsterdam

Highlights Amsterdam

Region: Walletjes

Begijnhof

Eine Oase der Ruhe in der betriebsamen Innenstadt - jedenfalls wenn Sie während der Woche kommen und gerade keine ganze Busladung Touristen den Hof bevölkert. Weiß gestrichene Häuser scharen sich um ein Kirchlein und ein paar Kastanienbäume, die winzigen Vorgärten sind liebevoll bepflanzt. 1346 gegründet, lag der Begijnhof am äußersten Rand der mittelalterlichen Stadt. Hier wohnten alleinstehende Frauen, die in einer religiösen Gemeinschaft leben, aber keine Nonnen werden wollten. Sie widmeten sich vor allem der Altenpflege. Zwei Feuersbrünste zerstörten den Hof im 15. Jh. fast vollständig; die heutige Bebauung stammt größtenteils aus dem 17. Jh. Das Haus mit der Nummer 34 wurde dagegen bereits um 1470 errichtet und soll das älteste Holzhaus der Niederlande sein. Gegenüber der englisch-presbyterianischen Kapelle versteckt sich in zwei Wohnhäusern eine katholische Geheimkirche aus dem 17. Jh. Auf dem Begijnhof wohnen noch heute etwa 100 Personen - die letzte Begine verstarb jedoch 1971. | Eingänge Spui und Kalverstraat | Tgl. 9-17 Uhr | Tram: 1, 2, 5 (Spui)

Nieuwmarkt

Rund um die alte Stadtwaage im Rotlichtviertel erstreckt sich der Nieuwmarkt, ein Marktplatz mit zahlreichen Terrassen- und Musikcafés sowie asiatischen Imbissen. Auf Grund der Größe des Platzes kann man hier im Sommer noch kurz vor Sonnenuntergang ein paar Sonnenstrahlen erhaschen. | Metro: Nieuwmarkt

Oude Kerk

Die um 1300 erbaute Hauptkirche Amsterdams, die heute im Rotlichtviertel liegt, ist das älteste Gebäude der Stadt und war ursprünglich dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seeleute, geweiht. Von außen gibt die Oude Kerk ein recht uneinheitliches Bild ab. Zum Teil liegt das daran, dass sie im Lauf der Zeit immer wieder erweitert wurde. Bereits um 1350 ersetzte man die ursprünglich schmalen Seitenschiffe durch breitere, dann wurde der Chor vergrößert, gefolgt vom Anbau eines Chorumgangs. Im 15. Jh. baute man mehrere Kapellen an, im 16. Jh. wurde das Hauptschiff und danach der Turm erhöht. Die Konstruktion wurde trotz Brandgefahr mit Holzbalken verstärkt, sonst hätte der sandige Boden das Gewicht nicht tragen können. Mo-Sa 11-17, So 13-17 Uhr | Eintritt 5 Euro (MK) | Oudekerksplein | Tram: 4, 9, 16, 24, 25 (Damrak)

Region: Grachtenring & Jordaan

Westerkerk

Bei ihrer Fertigstellung 1631 war die Westerkerk, entworfen von Hendrick de Keyser, die größte protestantische Kirche der Welt. Im Inneren erweist sie sich als lichtdurchflutete, weiße Hallenkirche mit zurückhaltenden Ornamenten im Renaissancestil. Berühmter als die Kirche selbst ist aber der Westertoren, ihr 85 m hoher Turm, von den Amsterdamern liebevoll „Oude Wester“ genannt. Er ist das Wahrzeichen des Jordaan-Viertels und wird sogar in vielen holländischen Schlagern besungen. Unter seiner Kaiserkronenkuppel hängt ein Glockenspiel mit 49 Glocken. Wer den höchsten Turm der Stadt besteigt, wird mit einer großartigen Aussicht über die Altstadt belohnt. Besichtigung April-Okt. Mo bis Fr 11-15 Uhr, Glockenspiel Di 12-13 Uhr, Turmbesteigung April-Okt. Mo-Sa 10-18 Uhr | Eintritt 6 Euro | Prinsengracht 281/Westermarkt | Tram: 13, 14, 17 (Westermarkt)

Region: Waterlooplein & Plantage

Rembrandthuis

Rembrandt van Rijn (1606-1669) gehört zu den berühmtesten Amsterdamern aller Zeiten. Den Großteil seines Lebens verbrachte der in Leiden geborene Maler in der Grachtenstadt - unter nicht immer glücklichen Umständen. Nicht nur seine Lebensgefährtinnen, auch seine Finanzlage wechselte ständig. 1639 kaufte er dieses Haus im damaligen Judenviertel. Finanznot zwang ihn 1660, das Haus wieder zu verkaufen und in eine Mietwohnung umzuziehen. 1908 wurde das Haus in der Jodenbreestraat restauriert und in ein Museum umgewandelt, 1999 um einen Anbau erweitert. Der neue Teil beherbergt die weltweit größte Sammlung von Radierungen, Kupferstichen und Zeichnungen des Künstlers. Der Altbau wurde dagegen so hergerichtet, wie er zu Rembrandts Zeiten ausgesehen haben mag, inklusive Atelier. Tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 8 Euro (MK) | Jodenbreestraat 4-6 | www.rembrandthuis.nl | Tram: 9, 14 (Mr. Visserplein) | Metro: Waterlooplein

Region: Oud Zuid & De Pijp

Rijksmuseum

Unübersehbar thront das Rijksmuseum am Museumplein. Die altehrwürdige „Schatzkammer der Geschichte“, vom Architekten Petrus J.H. Cuypers in einem Mischstil aus Neogotik und -renaissance entworfen und im Jahr 1885 eröffnet, beherbergt nicht nur eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Niederlande, sondern auch eine schier unüberschaubare Menge historischer und kunsthandwerklicher Artefakte. Die Bauernschränke, Puppenhäuser, Porträtmedaillons, asiatischen Möbel sowie ein Teil der Gemäldesammlung sind momentan allerdings in Depots verborgen. Denn das Museum wird renoviert und umgebaut, um 2010 mit mehr Ausstellungsfläche wiedereröffnet zu werden.

Bis dahin bleibt der Philipsflügel mit einer „Galerie der Meisterwerke“ geöffnet, in der die 400 wichtigsten Gemälde des Goldenen Zeitalters zu sehen sind. Dazu gehört natürlich Rembrandts Gemälde der „Kompanie des Kapitäns Frans Banning Cocq“, besser bekannt als die „Nachtwache“. Seine Auftraggeber waren 1642 mit Rembrandts Arbeit nicht zufrieden. Heute kommen jährlich Millionen Besucher aus aller Welt, um das Gemälde aus nächster Nähe zu sehen.

Darüber hinaus gibt es bekannte Meisterwerke von holländischen Malern wie Frans Hals, Jan Steen, Jacob van Ruisdael und Jan Vermeer zu sehen. Dichtes Gedränge herrscht stets vor Vermeers „Küchenmagd“ (1660) und „Briefleserin“ (1662-1664). Genrebilder wie diese bieten dem Betrachter einen erstaunlichen Einblick in die bürgerlichen holländischen Wohnstuben des 17. Jhs. - so etwa auch Jan Steens Gemälde „Morgentoilette“ (1663) oder Pieter de Hoochs „Vorratskammer“ aus dem Jahr 1660. Tgl. 9-18, Fr bis 22 Uhr | Eintritt 10 Euro (MK), bis zum 18. Lebensjahr gratis | Stadhouderskade 42 | www.rijksmuseum.nl | Tram: 2, 5 (Hobbemastraat), Museumboot

Van Gogh Museum

Das staatliche Van Gogh Museum besitzt die weltweit größte Sammlung von Werken des berühmten Künstlers. Zu verdanken ist das der eigentlich bedauerlichen Tatsache, dass Vincent van Gogh (1853-1890) zu Lebzeiten so gut wie gar keine Bilder verkaufte: Sie blieben in der Familie, die dem Museum die 205 Gemälde und 500 Zeichnungen 1963 vermachte.

Die Ausstellung folgt dem bewegten und tragischen Leben des Malers, von den Anfängen in den Niederlanden über seine Zeit in Paris und Südfrankreich bis zu seinem Tod in Auvers-sur-Oise. Zu den Höhepunkten gehören neben Selbstporträts und einer Version der „Sonnenblumen“ auch die „Kartoffelesser“, das „Gelbe Haus“, das „Schlafzimmer“ und das „Kornfeld mit Krähen“. Außerdem sind Werke von anderen Malern des 19. und frühen 20. Jhs. zu sehen. Neben dem 1973 von Gerrit Rietveld erbauten Museum wurde 1999 ein drei Etagen hoher Pavillon eröffnet, der unterirdisch mit dem Altbau verbunden ist und in dem Wechselausstellungen mit Kunst aus Van Goghs Zeit stattfinden. Tgl. 10 bis 18, Fr bis 22 Uhr | Eintritt 10 Euro (MK) | Paulus Potterstraat 7 | www.vangoghmuseum.nl | Tram: 2, 3, 12 (Van Baerlestraat)

Vondelpark

An Sommernachmittagen sieht man den Park vor lauter Menschen nicht. Der Vondelpark ist weniger Grünanlage als vielmehr Treffpunkt, Fahrradroute, Veranstaltungsort und Spielplatz der Amsterdamer. Schon in den Sechzigerjahren war er Versammlungsort für Hippies aus aller Welt, die sich dort sogar dauerhaft niederließen, bis die Polizei der Belagerung 1975 ein Ende machte. Dabei waren seine Anfänge äußerst bürgerlich. Der 48 ha große Park wurde 1877 als erster öffentlicher Park Amsterdams angelegt und nach dem Renaissancedichter Joost van den Vondel benannt. Betuchte Bürger hatten sich zusammengeschlossen, um in ihrem neuen Villenviertel südlich des Grachtenrings eine grüne Lunge zu schaffen.

Im Vondelpark liegen das Filmmuseum und drei Bühnen, auf denen im Sommer (Juni-Sept.) Freiluftaufführungen stattfinden. Für das leibliche Wohl sorgen das Café Vertigo mit einer der schönsten und lebhaftesten Terrassen, aber auch das Restaurant Melkhuis und das Blaue Teehaus. Tram: 2, 3, 12 (Van Baerlestraat)

Region: Amsterdam

Villa Zeezicht

Kleines Café, vor dem man im Sommer schön auf der Brücke über dem Singel sitzen kann. Leckere broodjes, himmlische appeltaart mit Zimteis. Tgl. | Torensteeg 7 | Tel. 6267433 | Tram: 1, 2, 5, 13, 14, 17 (Dam)

Albert Cuypmarkt

Auf dem größten Freiluftmarkt der Stadt geht es multikulturell zu. Zu erleben, riechen und kaufen gibt es Gemüse, Fisch, Käse, Gewürze und Blumen, aber auch indische Stoffe und afrikanisches Haargel. Mo-Sa 9.30-17 Uhr | Tram: 16, 24, 25 (Ferdinand Bolstraat)

Tuschinski

Wenn Königin Beatrix Lust auf Kino hat, geht sie ins Tuschinski. Und sie weiß, warum. Das Lichtspielhaus von 1921 ist ein architektonisches Prachtstück im Stil des Expressionismus. Vor allem im großen Saal, aber auch im Foyer fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt. Reguliersbreestraat 26 | Tram: 4, 9, 14 (Rembrandtplein)

Concertgebouw

Die Akustik in Amsterdams Konzerthaus ist legendär. Im kastenförmigen, zurückhaltend dekorierten Großen Saal hört man jede Stecknadel auf der Bühne fallen. Das Concertgebouworkest gilt als eines der besten Orchester der Welt und pflegt eine lange Mahler- und Bruckner-Tradition. Im Kleinen Saal kann man von September bis Mai Mi um 12.30 Uhr Lunchkonzerte hören (kostenlos). Concertgebouwplein 2-6 | Tel. 6718345 | www.concertgebouw.nl | Tram: 3, 5, 12, 16 (Concertgebouw)