Reisetipps Ruhrgebiet

Highlights Ruhrgebiet

Region: Oberhausen

Gasometer

Ein absolutes Muss! Die weithin sichtbare stählerne Tonne wurde 1929 als Zwischenspeicher für Kokereigas erbaut, 1988 stillgelegt und zu der wohl ungewöhnlichsten Ausstellungshalle Europas umgebaut. Spektakuläre Projekte wie „The Wall“ von Christo und Jeanne-Claude stellten Besucherrekorde auf und machten den Gasometer überregional zu einem der bekanntesten Symbole des Ruhrgebiets. Von den Plattformen auf dem Dach dieser Industriekathedrale bietet sich aus 117 m Höhe ein atemberaubender Ausblick auf das westliche Ruhrgebiet. Direkt nebenan: das CentrO Oberhausen und die Ludwig-Galerie. Di-So 10-18 Uhr | Arenastr. 11 | Tel. 0208/8503730 | www.gasometer.de

Region: Hagen

Westfälisches Freilichtmuseum

Ein Spaziergang über das 42 ha große Gelände gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Etwa 60 rekonstruierte Betriebe in Fachwerkhäusern sind zu besichtigen, in 20 Werkstätten wird sogar noch produziert. Hier kann man den Handwerkern über die Schulter schauen und auch selbst Hand anlegen.

Besuchen können Sie ebenfalls den Skulpturenpark, der sich die Verbindung von traditionellem Handwerk und zeitgenössischer Kunst zum Thema gemacht hat. Namhafte Künstler arbeiten mit den Materialien, die sie auf dem Gelände finden. April-Okt. 9-18 Uhr, Mo geschl. | Mäckingerbach | www.freilichtmuseum-hagen.de

Region: Hattingen

Historische Altstadt

Ein mittelalterliches Kleinod: In den Gässchen mit 143 meist restaurierten Fachwerkhäusern, versteckten Winkeln und dunklen Durchgängen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Altstadtrundgang ist ausgeschildert. Touristenmagnet ist das alljährliche Altstadtfest Ende August.

Region: Herten

Halde Hoppenbruch

Ein Landschaftsbauwerk der besonderen Art: Bei klarer Sicht eröffnet sich Besuchern - besonders Wanderern und Mountainbikern - eine Aussicht über das gesamte westliche Ruhrgebiet. Auf dem Gipfel der Halde thront ein Windrad neben einem Skulpturengarten. Zugang über Im Emscherbruch/Hohewardstraße

Region: Waltrop

Schiffshebewerk Henrichenburg

Dieses Bauwerk aus Kaiserzeiten, mit dem der Höhenunterschied zwischen zwei Kanälen überwunden wurde, hat Waltrop bekannt gemacht. Der wunderschöne, prächtig-filigrane, mit allerlei baulichen Accessoires der Jahrhundertwende versehene Technikbau stammt von 1899 und hat die Schiffe in einer Wanne mit Wasser gehoben und gesenkt. 14 m mussten überwunden werden. Die alte Hebewanne ist begehbar. Erst 1962 wurde ein neues, größeres Hebewerk gebaut. Weiter nördlich befinden sich zudem noch zwei Schleusen (1914 und 1989). Vergangenheit und Gegenwart dieser Ingenieursbauwerke fasst der Schleusenpark Waltrop zusammen. Ein Fußweg von fünf Minuten führt zu den Schleusen und einem weiteren Hebewerk, alles zusammen bildet den Schleusenpark. Di-So 10-18 Uhr | Am Hebewerk 2 | www.schiffshebewerk-henrichenburg.de

Region: Kamp-Lintfort

Kloster Kamp

Um 1600 wurde das Kloster nahezu vollständig zerstört. Nur der Chor und das Langhausjoch blieben erhalten. Zwischen 1640 und 1700 wurden Abtei und Kirche im Stil des Barock wieder aufgebaut. Sehenswert ist der ungewöhnliche, schön restaurierte Terrassengarten mit seiner barocken Gartenkunst. Außerdem gibt es einen interessanten Kräutergarten, und es finden regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Ordensmuseum: Di-Sa 14-18, So 11-18 Uhr | Abteiplatz 13 | Tel. 02842/4041 | www.kloster-kamp.de

Region: Lünen

Seepark Lünen

Früher stand hier die Zeche Preußen. Nach der Stilllegung war die Landesgartenschau 1996 ein willkommener Anlass, die Industriebrache samt Preußenhalde und Bergsenkungsgebiet neu zu gestalten. Heute erwartet der Horstmarer See Besucher mit einem 5000 m² großen Sandstrand. Der Seepark ist optimal an das regionale Radwegenetz angebunden. Hier liegt auch das bekannte Horstmarer Loch. Verursacht durch Bergsenkungen, liegt das Geländeniveau an dieser Stelle um 8 m tiefer. Wer von hier aus hochschaut, sieht die Schiffe auf dem Kanal über sich wie am Horizont vorbeifahren. Baukelweg/Schwansbeller Weg

Region: Bochum

Jahrhunderthalle

Von außen wirkt sie fast unscheinbar, doch wer sie einmal betreten hat, wird sich ihrem ganz besonderen Zauber nicht mehr entziehen können: Wie eine gotische Kirche wirkt der Industriebau mit seiner Konstruktion aus stählernen Streben. 1902 als repräsentative Ausstellungshalle des „Bochumer Vereins“ gebaut, wurde die Halle anschließend als Gebläsehalle für Hochöfen genutzt. Seit 2003 wird die ca. 9000 m² große Halle als Festspielhaus für die Ruhr-Triennale genutzt. Alleestraße | Info und Führungen: Bochum Marketing GmbH | Tel. 0234/963020 | www.bochum-marketing.de

Region: Bottrop

Halde Prosper-Haniel

Einzigartig: Auf die eine Seite des Gipfelplateaus ist ein Amphitheater eingebaut, in dem während der Sommermonate Theateraufführungen stattfinden. Nicht nur für Kunstfreunde ein Erlebnis: 105 „Totems“, Skulpturen des Künstlers Agustín Ibarrola, stehen hier in luftiger Höhe. Hauptzugang: Kirchhellener Straße/Alter Postweg

Tetraeder

Die Stahlkonstruktion auf der Halde an der Beckstraße ist das neue Wahrzeichen und zugleich Symbol für den Wandel der Stadt. Die Dimensionen der einer Pyramide ähnelnden Großskulptur sind beeindruckend: 50 m hoch und mit 60 m langen Kanten, die auf vier 8 m hohen Betonpfeilern befestigt sind. Eine Treppe führt zu drei Aussichtskanzeln: atemberaubender Blick über die Emscherregion. Nachts wird die Spitze des Tetraeders mit gelbem Licht nachgezeichnet. Hauptzugang: Beckstraße

Region: Duisburg

Landschaftspark Duisburg-Nord

Das ist der verrückteste Park, den man sich vorstellen kann: rund um ein 1985 stillgelegtes Hochofenwerk. Die alte Gebläsehalle wird jetzt als Konzert- und Theatersaal genutzt; die Kraftzentrale, eine der größten Hallen des Ruhrgebiets, wird mit aufwendigen Events bespielt. Der Alpenverein beklettert die bis zu 16 m hohen Betonwände der Bunker. Der Gasometer ist mit Wasser gefüllt und wird zum Tauchtraining genutzt. Ansonsten geht man in diesem Park einfach nur spazieren, zum Beispiel auf dem Bunkerhochweg: unter einem die gähnenden Keller der Möllerbunker, in denen ehedem das Erzgemisch gelagert wurde, daneben die drei Hochöfen. Einer davon ist begehbar. Der Aufstieg durch das Rohrsystem ist ein ganz ungewöhnliches Erlebnis. Freitags bis samstags verwandelt sich die Silhouette in eine bunte Lichtskulptur. Emscherstraße | www.landschaftspark.de

Region: Essen

Kokerei und Zeche Zollverein

Fast 1 km lang ist die Anlage der Kokerei - ein recht junges Industriedenkmal, wurde sie doch erst 1993 stillgelegt, nach gut 30 Jahren Betrieb. In 304 aneinandergereihten Koksöfen wurde Kohle rund 24 Stunden lang bei über 1000 Grad „gebacken“, um Koks als wichtigen Grundstoff für die Roheisenproduktion herzustellen. Fast 100 m hoch sind die Schornsteine. Die alten, siloartigen Bunker sind heute Ausstellungsfläche. Der Besuch lohnt, wenn gerade eine Ausstellung läuft; oder Sie machen einen geführten Rundgang. Nachts verwandelt sich diese Landmarke durch Beleuchtung in eine rot glühende Skulptur. Im Lager der Salzhalle wartet die spannende Ausstellung „Palast der Projekte“ des russisch-amerikanischen Künstlers Ilya Kabakov.

Im Sommer lädt hier ein Minifreibad in Containern im Schatten der Schornsteine zum Sprung ins kühle Nass ein. Im Winter wird das 600 m lange Wasserbecken unterhalb der Koksofenbatterie zu einer Schlittschuhbahn. Arendahls Wiese | Tel. 0201/2798330 und 8301275 (Infopunkt der Kokerei)

Die Anlagen der Zeche Zollverein und der gleichnamigen Kokerei gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Der Anblick des riesigen Doppelbock-Fördergerüsts von Schacht 12 der Zeche ist für Ruhrgebietsanfänger überwältigend. Umgeben ist der Turm von denkmalgeschützter Architektur: Gebäudekuben aus Stahlfachwerk und Backstein, sehr schlicht, sehr elegant, sehr funktional. 1928-32 wurde diese Kathedrale der Industriekultur errichtet. Bei der Eröffnung war sie die größte und modernste Zeche der Welt. In alle Hallen ist mittlerweile neues Leben eingekehrt: Das Besucherzentrum für die Route der Industriekultur befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche. Übrigens: Nur ein einziger Abschnitt der Zeche ist so gut wie unverändert geblieben: der Wagenumlauf unter dem Förderturm, heute Museumspfad Zollverein. Hier liegt noch Kohle in der Luft, und besser als in Begleitung eines echten alten Bergmanns lässt sich die Kohlevergangenheit kaum wieder zum Leben erwecken, also sollten Sie unbedingt eine Führung buchen. Gelsenkirchener Str. 181 | Tel. 0201/8303636 | www.zollverein.de

Moderner Tanz mit sehenswerten Programmen ist ebenfalls auf dem Gelände zu sehen. Internationale Uraufführungen, offene Profitrainings u. v. m. sind für Tanzfans ein Muss! Pact Zollverein/Choreographisches Zentrum NRW | Bullmannaue 20 | Tel. 0201/8122200 | www.pact-zollverein.de

Villa Hügel

Weniger eine Villa, vielmehr ein Schloss hat Alfred Krupp um 1873 nach seinen eigenen Plänen als Wohnsitz für seine Familie errichten lassen. Eingebettet ist das Gebäude in einen wunderschönen alten Park, der zur Ruhr hin abfällt. Zu Konzerten und großen Ausstellungen werden die Säle der Villa geöffnet. Ansonsten müssen Sie am Parkeingang (tgl. 8-20 Uhr) ein minimales Eintrittsgeld bezahlen und können dafür eine der beiden Dauerausstellungen zur Firmen- und zur Familiengeschichte besuchen. Di-So 10-18 Uhr | Hügelstr. 15 | Tel. 0201/616290 | www.villahuegel.de

Region: Gelsenkirchen

Veltins-Arena

Dieses Stadion hat Furore gemacht: mit herausfahrbarem Rasen und schließbarem Dach. Unter der „Rasenschublade“ befindet sich ein Veranstaltungsboden für die unterschiedlichsten Top-Events. 62000 Menschen finden hier ein trockenes Plätzchen. Kurt-Schumacher-Str. 284A | www.arena-auf-schalke.de

In der Arena ist auch das Schalke-Museum untergebracht, das die wechselvolle Geschichte des Vereins wieder lebendig werden lässt. Di-Fr 10-19, Sa/So 10-17 Uhr

Übrigens: Der erste feste Spielort der „Königsblauen“ ist im Vergleich mit der Arena richtig gemütlich: Die Glückaufkampfbahn wurde 1928 eingeweiht, das notwendige Land von der Zeche gepachtet. Eine Besonderheit war damals die überdachte Sitzplatztribüne für 100 Zuschauer. Das gepflegte Stadion ist auch heute noch in Betrieb, z.B. zum Public Viewing, und liegt - natürlich - am Ernst-Kuzorra-Weg 1 (Tel. 0209/36180 | www.schalke04.de).

Region: Herne

Akademie Mont-Cenis

Zweifelsohne das eindrucksvollste Gebäude des „neuen“ Ruhrgebiets: die 1999 eingeweihte Fortbildungsakademie des Landes NRW auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Mont-Cenis. Die schöne neue Welt besteht aus einer „Mikroklimahülle“ aus Holz, Stahl und Glas - 180 m lang, 75 m breit, 15 m hoch. Sie umspannt neben den Akademiegebäuden des Innenministers mit Hotel einen Bürgersaal mit Bücherei sowie eine Cafeteria. In die Dachfläche wurde das weltweit größte Solarstromkraftwerk seiner Art integriert. Mont-Cenis-Platz 1 | Tel. 02323/9650 | www.akademie-mont-cenis.de