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Private Pflegeversicherung Vergleich 2019 – Jetzt Pflegezusatzversicherungen vergleichen und bessere Leistungen sichern

Am 1. Januar 2017 trat das „Zweite Pflegestärkungsgesetz“ – PSG II – in Kraft, das den Begriff der Pflege neu definiert hat. Auf die Versicherten wirkt es sich nun gravierend aus, dass die staatlichen Pflegeversicherung-Leistungen lediglich als Teilkosten-Lösung gedacht sind. Viele Pflegebedürftige müssen weiterhin den größeren Teil der Pflegekosten selbst bezahlen. Insofern besteht die so oft zitierte Finanzierungslücke in der Pflege weiterhin und hat sich sogar eher noch intensiviert. Schließen lässt sich diese Lücke allein durch eine mit Bedacht gewählte Pflegezusatzversicherung, die eine Ergänzung der staatlichen Pflegeversicherung möglichst passgenau gewährleistet.

Die „normale“ Pflegeversicherung können Sie also mit einer privaten Pflegeversicherung gut ergänzen. Die nicht unerheblichen privaten Zuzahlungen werden durch eine Pflegezusatzversicherung übernommen. Mithilfe des Pflegezusatzversicherung-Vergleichs erhalten Sie einen Überblick über die Leistungen der Pflegeversicherungen und über den jeweiligen Beitragssatz der Pflegeversicherung. Den Pflegeversicherung-Vergleich erledigen Sie kostenlos und völlig unverbindlich online unter Verwendung eines Software-Tools, das alle nötigen Berechnungen für Sie in Sekundenschnelle durchführt.

Was genau ist die Pflegeversicherung?

Da fast jeder Mensch früher oder später pflegebedürftig wird, hat der Gesetzgeber die Pflegeversicherung im Jahre 1995 in Deutschland zur Pflicht gemacht. Sie ist seither ein eigenständiger Zweig der Sozialversicherung und im SGB XI – Sozialgesetzbuch – klar geregelt. So ist die Pflegeversicherung – PV – neben der gesetzlichen Krankenversicherung – GKV, der Arbeitslosenversicherung, der Rentenversicherung – RV – und der Berufsunfallversicherung eine wichtige „fünfte Säule“ unseres Sozialversicherungssystems.

Wenn nachweislich mindestens 6 Monate lang ein erhöhter Bedarf an pflegerischer oder hauswirtschaftlicher Versorgung besteht, kommt die Pflegeversicherung zum Zuge, indem sie einen Teil der Kosten dafür trägt. Pflege kann im häuslichen Umfeld, aber auch im Krankenhaus während eines stationären Aufenthalts erforderlich werden. Da sich die damit verbundenen Kosten erheblich auftürmen können, kam der Gesetzgeber um die Einführung einer Pflichtversicherung nicht herum.

Mit Inkrafttreten dieser Pflegeversicherungspflicht wurden alle Mitglieder einer GKV automatisiert auch zu Mitgliedern der sozialen Pflegeversicherung. Wer privat krankenversichert ist, musste entsprechend eine private Pflegeversicherung – PPV – abschließen, wobei es dem Privatversicherten sogar freisteht, sich der gesetzlichen Pflegeversicherung anzuschließen.

Deshalb musste die Pflegeversicherung eingeführt werden

PflegeversicherungUnsere Gesellschaft ist in einem steten Wandel begriffen, der sogenannte Fortschritt hat nicht nur positive Seiten. Früher war es ganz normal, dass Familienverbände von drei oder sogar vier Generationen unter einem Dach zusammenlebten. Es gehörte zum Leben dazu, dass der pflegebedürftige Ur-Opa von mehreren jüngeren Familienmitgliedern so ganz nebenbei gepflegt wurde. Doch heute hat sich als erstrebenswerte Lebensform der Single-Haushalt in einer anonymen Metropolregion durchgesetzt.

Die Folge ist eine flächendeckende Vereinsamung – nicht nur – der alten Menschen. Damit etwas Butter und Brot im Haushalt vorhanden sind, müssen kommerzielle Pflegedienste zum regelmäßigen Einkauf beauftragt werden. Je nach Pflegestufe kommen immer höhere Kosten auf die pflegebedürftige Person zu. Wohl dem, der noch ein paar Ersparnisse aus besseren Zeiten hat, die aber in dieser Situation zusehends zur Neige gehen.

Es ist wirklich niemandem daran gelegen, dass alte, kranke Menschen durch ihre Pflegebedürftigkeit in die Sozialhilfe abtauchen müssen, nicht einmal den Politikern. Aus diesem Grunde haben die Eliten unseres Landes ihre Köpfe zusammengesteckt und sind 1995 zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Pflegeversicherung als Pflichtversicherung her muss. Es ging dann alles erstaunlich schnell, denn schon 3 Monate nach der Einführung der Pflegeversicherung war es den pflegebedürftigen Menschen möglich, Leistungen aus dieser nagelneuen gesetzlichen Pflegeversicherung zu erhalten. Finanzielle Unterstützung gab und gibt es vor allem für die ambulante, häusliche Pflege. Seit dem 1. Juli 1996 übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung beispielsweise auch jene Pflegekosten, die in Pflegeheimen entstehen.

Wozu brauche ich dann überhaupt eine Pflegezusatzversicherung?

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist sinnvoll, keine Frage. Aber wozu sollte nun auch noch die Pflegezusatzversicherung sinnvoll sein? Die Absicherung durch die gesetzliche Pflegeversicherung ist leider bei Weitem nicht ausreichend, wenn jemand zum Pflegefall wird. Sie deckt, und das ist der optimistische Fall, maximal die Hälfte der Kosten ab. Dazu diene an dieser Stelle ein Beispiel: Wer stationär unter Pflegestufe III in einem Pflegeheim lebt, bekommt aus der gesetzlichen Pflegeversicherung 1.550 Euro im Monat. Real kostet die Unterbringung aber, je nach Region und Einrichtung, über 3.000 Euro im Monat. Sie sehen daran, dass die gesetzliche Pflegeversicherung alles andere als eine Vollversicherung ist.

Falls Sie sich für die realen Pflegekosten aufgeschlüsselt nach Regionen interessieren, können Sie zum Beispiel diesem Link folgen.

Ist für mich eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Schon gewusst?Die Probleme um die Pflege spitzen sich immer weiter zu. Die moderne Medizin macht es möglich, dass die Menschen immer älter werden, ungeachtet der traurigen Tatsache, dass der familiäre Zusammenhalt in Deutschland ein katastrophales Bild abgibt. Die Geburtenrate nimmt immer weiter ab, sodass eine „Aufforstung“ der Beitragszahler nicht einmal in weiter Ferne in Sicht ist. Der Zusammenbruch unseres Sozialsystems und somit auch der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ist vorprogrammiert.

Gute Pflege im Alter ist teuer und in ein paar Jahren ist sie vielleicht nicht mehr bezahlbar. Eine 5 Jahre lange Pflege kostet Sie um 100.000 Euro, abgesehen von den Rückerstattungen, die Sie hoffentlich von der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten. Sobald Ihre Ersparnisse dafür aufgebraucht sind, sind Ihre Kinder mit dem Bezahlen dran. Geregelt wird dies durch die berühmt-berüchtigte Düsseldorfer Tabelle, in der Sie dies alles unter der Überschrift „Unterhaltsrichtlinien für Familien“ nachlesen können.

Das Sozialamt tritt erst dann auf den Plan, wenn es bei den Kindern und dem Ehepartner nichts mehr zu holen gibt. Doch so weit muss es niemand kommen lassen, denn durch einen rechtzeitigen Abschluss der Pflegezusatzversicherung braucht keiner die soziale Leiter in ein dunkles Loch hinabsteigen. Der rechtliche Anspruch gegen die eigenen Kinder ergibt sich übrigens aus den §§ 1601 und 1602 BGB – Bürgerliches Gesetzbuch. Gerade im ersten Paragrafen wird die Einstandspflicht der Kinder klar geregelt. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder ihr Vermögen behalten dürfen, sollten Sie unbedingt eine private Pflegeversicherung abschließen. Wer jetzt noch fragt, ob die Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist, sollte die letzten Absätze noch einmal aufmerksam nachlesen.

Die erzwungene finanzielle Belastung für die elterliche Pflege ist zugleich eine große Belastung des Vertrauensverhältnisses zwischen Eltern und Kindern. Alle Gespräche innerhalb solcher Familien eskalieren immer wieder in einen heftigen sinnlosen Streit ums Geld.

Gerade für Frauen ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll

Zwar debattieren so viele seit mehreren Jahrzehnten ausgelassen über die Emanzipation der Frau, allein, angekommen ist selbige in unserer Gesellschaft noch nicht, denn Rentnerinnen haben in Deutschland nachweislich deutlich geringere Einkommen als Rentner. Manche halten dem entgegen, dass rein rechnerisch Rentnerinnen in Summe sogar mehr Geld beziehen, weil sie eine höhere Lebenserwartung als Männer haben, was aber ziemlich zynisch ist. Um diesem sinnentleerten Streit gleich ein Ende zu setzen, weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass eine Pflegezusatzversicherung für Frauen echten Mehrwert birgt.

Kann ich für meine Eltern eine private Pflegeversicherung abschließen?

PflegezusatzversicherungJa, das ist selbstverständlich möglich und sogar zu empfehlen. Sie können für Ihre Eltern eine Pflegezusatzversicherung abschließen. Dazu werden Gesundheitsfragen gestellt, die sich natürlich auf Ihre Eltern beziehen. Es kann passieren, dass die Versicherungsgesellschaft auf ein Gutachten durch einen Arzt besteht. Darüber hinaus ist die private Pflegeversicherung für Eltern mit einer Wartezeit verknüpft, die durchaus bis zu 3 Jahren betragen kann. Falls Sie schon recht alte Eltern haben, können Sie zwar eine deutlich kürzere Wartezeit mit der Versicherungsgesellschaft verabreden, zahlen dafür aber deutlich höhere Prämien.

Solange die Pflegebedürftigkeit der Eltern überschaubar bleibt, weil sich die damit verbundenen Arbeiten auf Arztbesuche, Einkäufe und Behördengänge beschränkt, ist die Terminplanung der Kinder noch nicht wirklich gefährdet. Doch bei höherem Pflegegrad können Sie kaum noch Ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. Das bedeutet, dass Sie andere Menschen oder einen Pflegedienst beauftragen müssen, wofür die gesetzliche Pflegeversicherung so gar kein Verständnis hat. Allein die private Pflegeversicherung hilft Ihnen in dieser Situation finanziell aus der Patsche.

Nach Angaben des „Deutschen Zentrums für Altersfragen“ –DZA – beträgt eine Pflegedauer im Durchschnitt 2,5 Jahre. Nehmen wir mal diese Zeit als Berechnungsgrundlage, dann würde Sie eine stationäre Versorgung unter Pflegestufe 3 fast 38.000 Euro kosten. Eine 6 Jahre lange Pflege ist aber nicht ungewöhnlich, sie schlägt mit über 90.000 Euro zu Buche. Betrachten Sie die gesetzliche Pflegeversicherung einfach als eine Art Teilkasko. Der größere Kostenanteil der Pflege ist eigentlich immer von dem Pflegebedürftigen selbst beziehungsweise von seiner Familie zu berappen. Dies spricht unbedingt für eine Pflegezusatzversicherung.

Achtung Selbstständige: Ihr durchschnittliches Einkommen wird gern aus den Eingängen auf dem Unternehmenskonto abgelesen und extrapoliert. Demnach könnten Sie als vermeintlicher Krösus eingestuft werden.

Der Bundesgerichtshof hat sich bereits eingehend mit dem Thema Elternunterhalt beschäftigt. Er vermerkte dazu, dass die Lebensstellung des jeweils unterhaltspflichtigen Kindes individuell berücksichtigt werden muss. Als Orientierungshilfe wurde für Alleinstehende ein Selbstbehalt von 1.800 Euro netto vorgeschlagen, bei Ehepaaren sollte der Selbstbehalt bei 3.240 Euro liegen.

Diese Werte wurden inzwischen zugunsten der unterhaltspflichtigen Kinder angehoben, genauer gesagt um 50 Prozent für Alleinstehende und 55 Prozent für Ehepaare bezogen auf das über die Grenzwerte hinausgehende Einkommen. Damit Sie besser verstehen können, wie das gemeint ist, diene dieses Beispiel: Max Mustermann ist noch unverheiratet und verdient 3.600 Euro netto pro Monat. Die Hälfte davon, nämlich 1.800 Euro stehen ihm sowieso zu. Von den verbleibenden 1.800 Euro darf er nun 50 Prozent behalten, also insgesamt 2.700 Euro. Die restlichen 900 Euro sind für seine pflegebedürftigen Eltern aufzuwenden.

Wer schon einmal an die gesetzliche Pflegeversicherung einen Antrag auf Leistungen gerichtet hat, kann nicht noch einmal einen neuen, weiteren Antrag auf Pflegeversicherung einreichen. Dies gilt so übrigens auch für die private Pflegeversicherung.

Die steuerliche Behandlung der Pflegeversicherung

Der Absetzbarkeit der Beiträge für die gesetzliche und die private Pflegeversicherung wurden seitens des Gesetzgebers durchaus enge Grenzen gesetzt. Dennoch sollten Sie den im Vorjahr entrichteten Beitrag für die Pflegeversicherung in der Einkommensteuererklärung aufführen. Bei Beamten und Angestellten werden die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung bis zu 1.900 Euro berücksichtigt, wenn Sie sie als Vorsorgeaufwendungen unter den Sonderausgaben deklarieren.

Da Sie als Selbstständiger bekanntlich die gesamten Versicherungsbeiträge alleine schultern müssen, kommt Ihnen das Finanzamt ausnahmsweise mal ein kleines Stück entgegen und berücksichtigt Aufwendungen bis zu 2.800 Euro pro Jahr. Dennoch sind diese Grenzwerte leider niedrig angesetzt und verleiten kaum jemanden dazu, eine Pflegezusatzversicherung als Steuersparmodell abzuschließen.

Falls Sie eine Pflegezusatzversicherung für Ihre Eltern abgeschlossen haben, wird Ihr verfügbares Einkommen in steuerlicher Hinsicht um den gesamten Jahresbetrag gekürzt.

Die drei Varianten der Pflegezusatzversicherung

Verschiedene VariantenDer Pflegezusatzversicherung-Vergleich zielt vor allem auf die Pflegeversicherung-Leistungen ab. Doch bevor Sie die Anwendung starten, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass drei Arten der privaten Pflegeversicherungen zu unterscheiden sind. Jede Einzelne davon hat Vor- und Nachteile.

  • Pflegetagegeldversicherung: Wer die Pflegeversicherung privat abschließt, wählt oftmals eine Pflegetagegeldversicherung. Dies liegt daran, dass die Beiträge für eine Pflegetagegeldversicherung recht günstig sind beispielsweise im Vergleich zu einer Pflegerentenversicherung. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht, denn die Pflegetagegeldversicherung enthält keinerlei Ansparanteil, sondern sichert Sie lediglich gegen ein Risiko ab. Falls es zu einer Inanspruchnahme und Auszahlung kommt, bestehen die Pflegeversicherung-Leistungen aus einem Tagessatz, der zuvor vertraglich festgelegt wurde.
  • Pflegekostenversicherung: Bei dieser Pflegezusatzversicherung übernimmt die Gesellschaft einen vorher festgelegten Anteil der Pflegekosten. Die ausgezahlten Mittel sind allerdings zweckgebunden, Sie können also darüber nicht frei verfügen. Pflegekosten müssen hierbei akribisch nachgewiesen werden und diese müssen im Sozialgesetzbuch gelistet sein. Die Pflegetagegeld- und die Pflegerentenversicherung sind in dieser Hinsicht „pflegeleichter“, denn in diesen Fällen kann der Versicherte selbst bestimmen, welche Leistungen der Pflegeversicherung eingekauft werden.
  • Pflegerentenversicherung: Es sind oftmals Unternehmen der Lebensversicherungsbranche, die diese Variante der Pflegezusatzversicherung anbieten. Im Leistungsfall wird eine Rente gezahlt, deren Höhe im Vorfeld, also bei Vertragsabschluss festgelegt wird. Der Monatsbeitrag setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: das Pflegerisiko und ein Sparbeitrag. Falls der Versicherte verstirbt, wird das angesparte Kapital an die Erbberechtigten ausbezahlt. Diese gute Aussicht hat aber auch ihren Preis, denn der Pflegeversicherung-Beitrag ist für die Pflegerentenversicherung am höchsten.

Wie viel kostet der Beitrag zur Pflegeversicherung?

Pflegekostenversicherungen sind relativ günstig, weil hierdurch vor allem lediglich Kosten erstattet werden, die bei ambulanter oder stationärer Pflege anfallen. Die Einzahlungen dürfen aber auf keinen Fall unterbrochen werden, da sonst, auch bei jahrelanger Mitgliedschaft, der Versicherungsschutz verloren geht.

Private PflegeversicherungDie Erstattungen, die Sie aus der Pflegetagegeldversicherung erhalten, können Sie sogar recht flexibel verwenden, denn im Pflegefall wird ein Tagessatz gemäß Vereinbarung ausgezahlt. Doch Vorsicht, auch bei dieser Pflegezusatzversicherung dürfen Sie Ihre regelmäßigen Einzahlungen nicht unterbrechen. Die Pflegerentenversicherung verbindet einen Risikoschutz mit einer Geldanlage. Dies ermöglicht konstante Beiträge über eine lange Laufzeit. Gewisse temporäre Einschränkungen bei der Höhe der Beiträge sind sehr wohl möglich. Natürlich hat dies eine geringfügige Verringerung der Leistungen im Pflegefall zur Folge, aber immerhin geht der Versicherungsschutz keinesfalls verloren.

Die Pflegetagegeldversicherung ist von den drei Arten der Pflegezusatzversicherung aus unserer Sicht relativ günstig. Wer zum Beispiel den Gedanken hegt, dass eine Pflege in Thailand durchaus seine Sonnenseite haben könnte, sollte unbedingt erst einmal sicherstellen, ob seine Versicherungsgesellschaft in diesem Fall die versprochenen Leistungen auch wirklich liefert. Und wer schon ein respektables Alter erreicht hat, wenn er seine Pflegezusatzversicherung abschließt, sollte unbedingt die Wartezeit im Blick haben. Es ist in der Tat so, so makaber das auch klingen mag, nicht selten verstirbt ein Mensch, bevor er überhaupt in den „Genuss“ von Pflegeversicherung-Leistungen kommt, was die gewinnorientierten Versicherungsgesellschaften nicht wirklich traurig finden.

Der Beitragssatz für Pflegeversicherungen ist auf keinen Fall der allein seligmachende Parameter. Stattdessen richten Sie besser Ihren Fokus auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Wenn Sie eines Tages einen zu hoch angesetzten Pflegeversicherung-Beitrag nicht mehr bezahlen können, verlieren Sie damit sämtliche Ansprüche, was bedeutet, dass Ihr eingezahltes Kapital weg ist.

Was beeinflusst den Pflegeversicherung-Beitrag?

  • Entscheidend ist Ihr Alter bei Vertragsabschluss: Je früher Sie Ihre private Pflegezusatzversicherung abschließen, desto geringer die monatliche Prämie. Das ist einleuchtend, denn mit dem Alter steigt das Versicherungsrisiko, was immer einen erhöhten Risikoaufschlag bedeutet.
  • FrageWie hoch sind Ihre persönlichen Ansprüche?: Wer viel will, muss viel bezahlen, so war das schon immer. Es gibt interessante Tarife, bei denen Sie selbst die Leistungen pro Pflegegrad festlegen können. Das bedeutet für Sie eine recht hohe Einflussnahme auf die Monatsprämie.
  • Ihr Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses: Vorerkrankungen treiben die Kosten für eine private Pflegeversicherung in die Höhe. Dies trifft insbesondere auf chronische Krankheitsverläufe zu, die nach Einschätzung der Versicherungsstatistiker das Risiko Ihrer Pflegebedürftigkeit ins Unermessliche treibt. Um nun Ihr persönliches Gesundheitsrisiko einigermaßen zu überblicken, werden im Zuge des Antrags bestimmte Gesundheitsfragen gestellt. Es ist wichtig, solche Fragen ehrlich zu beantworten, denn im Leistungsfall ist Ihr Arzt von der Schweigepflicht entbunden. Auf jeden Fall kann ein zu hohes Gesundheitsrisiko eine Ablehnung durch die Versicherungsgesellschaft, die partout nicht draufzahlen will, zur Folge haben.
  • Die Versicherungsgesellschaft selbst: Jede private Pflegezusatzversicherung ist ein Produkt eines Wirtschaftsunternehmens, das die Preisgestaltung am Markt nach Angebot und Nachfrage orientiert. Die Kosten der privaten Pflegeversicherung variieren daher, durchaus in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Kompetenz des jeweiligen Anbieters, wobei die angebotenen Leistungen gewiss nicht immer gleichwertig sind. Insofern kommen Sie vor einem Vertragsabschluss um einen strukturierten Vergleich der ziemlich unterschiedlichen privaten Pflegeversicherungen gar nicht herum. Bedenken Sie dabei auch die möglicherweise sehr lange Laufzeit. Dadurch summiert sich bei einem kleinen Preisunterschied eine enorme Ersparnis oder eben Mehrausgabe auf.
Die Leistungen der Pflegeversicherung ergeben sich aus der Art der Versicherung und dem gewählten Tarif. Je nach Eintrittsalter und Anbieter liegen die monatlichen Beiträge zwischen 20 und mehr als 100 Euro. Durch einen möglichst frühen Vertragsabschluss können Sie sich langfristig einen besonders günstigen Tarif sichern.

Worauf Sie beim Pflegeversicherung-Vergleich achten sollten

Selbstverständlich wird beim Pflegezusatzversicherung-Vergleich zunächst einmal auf den Pflegeversicherung-Beitragssatz Wert gelegt. Doch ohne gleichzeitige Betrachtung der damit verknüpften Pflegeversicherung-Leistungen wäre jeglicher Vergleich irrsinnig.

Dem Kleingedruckten sollten Sie stets ein hohes Maß an Beachtung schenken. Die Pflege-Einstufung in der Pflegezusatzversicherung sollte unbedingt in Übereinstimmung mit der Pflegestufe stehen, die für Sie gegebenenfalls schon in der gesetzlichen Pflegeversicherung festgelegt wurde. Widersprüchliche Pflegestufen führen immer zu verpflichtenden Kontrolluntersuchungen und manchmal sogar zu einer Versagung von Leistungen durch die private Pflegeversicherung.

Falls Sie aus Gründen der Kostenersparnis lediglich die höchsten Pflegestufen absichern wollen, sollten Sie bedenken, dass nur 12 Prozent der pflegebedürftigen Personen die Pflegestufe 3 zugestanden wird, so jedenfalls weisen es die Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums aus.

Starre und flexible Pflegetagegeldtarife

Insbesondere auf dem Feld der Pflegetagegeldversicherungen bieten die privaten Pflegeversicherungen feste und flexible Tarife an. Die Begriffe „starr“ und „flexibel“ zielen hierbei auf die Höhe der Leistungen bezogen auf die jeweilige Pflegestufe ab. Mit Blick auf die Pflegestufe 3 zum Beispiel leistet der starre Tarif einer Pflegeversicherung definierte prozentuale Anteile in den anderen Pflegestufen. Der flexible Tarif räumt Ihnen die Möglichkeit ein, die Anteilshöhen selbst zu bestimmen. Wir dachten uns, das lässt sich bestimmt wieder nur an einem Beispiel verstehen, hier ist es:

Der starre Tarif sieht in der 3. Pflegestufe bei 100 Prozent für ambulante Pflege 1.000 Euro im Monat vor. Für Pflegestufe 2 gibt es noch 40 Prozent davon, also 400 Euro, und für die 1. Pflegestufe sind noch 25 Prozent = 250 Euro vorgesehen.

Dass Sie eines Tages mal Ihre „Pflegekarriere“ in Stufe 1 beginnen, ist relativ wahrscheinlich. Daher wünschen sich viele eine etwas höhere Leistung eben gerade für Pflegestufe 1. Das geht aber nur dann, wenn von vornherein die Basisstufe 3 entsprechend angehoben wird. Für Pflegestufe 1 sind maximal 40 Prozent vorgesehen. In diesem Fall müsste Pflegestufe 3 auf 160 Prozent hochgeschraubt werden.

Dynamische Anpassung der Pflegezusatzversicherung

Wer ist nicht darüber froh, wenn seine Pflegebedürftigkeit erst sehr spät eintritt? Doch die Inflation nagt über all die Jahre an den vereinbarten Leistungen bis diese schließlich zu geradezu lächerlichen Beträgen degradieren. Es muss also eigentlich eine dynamische Anpassung der Pflegezusatzversicherung her, und zwar schon während der Zeit, wenn Sie noch Pflegeversicherung-Beiträge zahlen und darüber hinaus natürlich im Leistungsfall, der ja auch viele Jahre andauern kann. Achten Sie also am besten auf die dynamische Anpassung ohne Altersbegrenzung.

FAQ – weitere wichtige Fragen rund um die Pflegeversicherung

Was genau bedeutet Nachversicherungsgarantie?

Die Leistungen aus der Pflegeversicherung könnten am Ende niedriger ausfallen, als dies einstmals festgelegt worden ist. Das ist ein guter Grund für den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung. Tarife mit einer Nachversicherungsgarantie bergen den Vorteil, dass keine erneuten Gesundheitsprüfungen eingefordert werden können, falls Sie Ihre bestehende Pflegezusatzversicherung eines Tages flexibel aufstocken möchten.

Was muss ich tun, wenn ich die Wartezeit umgehen möchte?

Jeder Mensch kann unvermittelt zu einem Pflegefall werden. Staatlich bezuschusste Pflege-Bahr-Tarife sind bekannt für ihre besonders langen Wartezeiten, innerhalb derer keine Leistung beansprucht werden kann. Viele Versicherer versuchen, die lange Wartezeit dadurch schmackhaft zu machen, dass im Gegenzug die Prüfung Ihres Gesundheitszustandes weitestgehend zurückgedreht wird. Ansonsten bleibt nur die Wahl eines teuren Tarifs mit kurzer Wartezeit beziehungsweise ohne Wartezeit.

Erfolgt im Pflegefall eine Beitragsbefreiung?

Beim Pflegetagegeld läuft normalerweise der Beitrag für die Pflegeversicherung auch im Leistungsfall weiter. Doch inzwischen wurden ein paar Tarife konstruiert, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Pflegeversicherung-Beitrag während der Leistungsphase auf null gesetzt wird. Wie zu erwarten, haben diese Tarife aber ihren Preis. Es bleibt ein Rechenexempel, ob es sich lohnt, sich darauf einzulassen. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Lohnt sich eine private Pflegeversicherung auch bei Demenz?

Bei Demenz war von der Pflegetagegeldversicherung noch nie viel zu erwarten. Versuche einer realistischen Anpassung auf diese Diagnose wurden zwar immer mal wieder gestartet, blieben aber im Wesentlichen eher erfolglos. Mit der Pflegestufe 0 wurde die „eingeschränkte Alltagskompetenz“ eingeführt, die Menschen mit einer beginnenden Demenz für sich in Anspruch nehmen können. Es gibt aber in der Pflegeversicherung inzwischen Tarife, die sogar ohne Pflegestufe Leistungen durch die Pflegeversicherung bereitstellen.

Ist eine private Pflegeversicherung nur für alte Menschen sinnvoll?

Pflegeversicherung BeitragWie bereits oben angedeutet kann jeder von uns jederzeit zum Pflegefall werden, natürlich auch alte Menschen nach einer langen Krankheit, was aber mitnichten eine Grundvoraussetzung ist. Wer als jüngerer Mensch durch einen Unfall zum Pflegefall wird, muss sein ganzes Leben komplett umstellen und meistens auch das Leben seiner engsten Verwandten. Ganz extrem ist dann die Situation von Selbstständigen, die bislang mit ihrem Betrieb ihre Familie versorgt haben. Das löst nicht nur eine finanzielle Katastrophe aus, sondern belastet alle Beteiligten körperlich und psychisch. Die Hauptgründe für Pflegefälle sind gemäß der Gesundheitsberichterstattung des Bundes:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems – 21,8 Prozent
  • Psychische Störungen – 17,2 Prozent
  • Krebs – 16,8 Prozent
  • Krankheiten des zentralen Nervensystems wie Demenz – 11,2 Prozent
  • Verschleiß am Bewegungsapparat – 7,3 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen – 14 Prozent

Bevor Menschen zum Pflegefall werden, kann sich ihre Berufsunfähigkeit manifestieren. Insofern ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung als sinnvolle Ergänzung der privaten Pflegeversicherung anzusehen, gerade auch für jüngere Menschen.

Wann sollte ich eine Pflegeversicherung privat abschließen?

Rein statistisch steigt das Risiko, ein Pflegefall zu werden, ungefähr ab dem 60. Lebensjahr recht sprunghaft an. Mit Ihrem 80. Geburtstag liegt Ihr Risiko bei circa 30 Prozent. Das bedeutet aber nicht, dass Sie mit dem Abschluss der Pflegezusatzversicherung bis 60 warten sollten. Wir möchten sogar ausdrücklich davor warnen, solange zu zögern, bis sich eine erste Erkrankung, die die Pflegesituation zur Folge haben könnte, manifestiert hat. Dann ist es nämlich schon zu spät, weil nun der Beitragssatz für die Pflegeversicherung einen ordentlichen Satz nach oben macht, wobei gleichzeitig die Pflegeversicherung-Leistungen eingeschränkt werden. Es kann Ihnen dann sogar passieren, dass alle Anbieter davor zurückschrecken, mit Ihnen eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Der richtige Zeitpunkt, um eine private Pflegeversicherung abzuschließen, liegt eindeutig weit vor dem 50. Lebensjahr. Je jünger Sie sind, desto geringer fällt der Pflegeversicherungsbeitrag dauerhaft aus. Hinzu kommt noch, dass Sie in jüngeren Jahren von jeglichem Risikozuschlag befreit sind. Die Stiftung Warentest gibt dazu die unverbindliche Auskunft, dass eine Pflegezusatzversicherung spätestens mit dem 55. Lebensjahr abgeschlossen worden sein sollte.

Vor- und Nachteile einer Pflegezusatzversicherung

  • Die private Pflegeversicherung schließt vorhandene Versorgungslücken.
  • Falls Sie Pflege brauchen, soll diese menschenwürdig sein. Die gesetzliche Pflegeversicherung allein kann dies nicht leisten. Hinsichtlich der Pflegeeinrichtung und des Pflegepersonals erfahren Sie mit einer Pflegezusatzversicherung keinerlei Einschränkung.
  • Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Sie auch im Pflegefall Ihren erreichten Lebensstandard beibehalten.
  • Die private Pflegeversicherung schützt gleichsam auch Ihre Kinder vor finanzieller Überlastung.
  • Anders als die gesetzliche Pflegeversicherung wird der Pflegeversicherung-Beitrag in keiner Weise von Ihrem Einkommen abhängig gemacht.
  • Durch eine private Pflegezusatzversicherung wird lediglich ein Risiko versichert. Falls Sie nicht pflegebedürftig werden, ist sämtliches eingezahltes Geld weg.
  • Wenn bei der Gesundheitsprüfung im Zuge des Antrags auf Pflegezusatzversicherung Vorerkrankungen offenbar werden, müssen Sie mit erheblichen Risikozuschlägen rechnen.
  • Ab einem bestimmten Alter kann sich kaum noch jemand eine private Pflegeversicherung leisten.

Erläuterung zu den Pflege-Bahr Versicherungen

Pflegeversicherung LeistungenWie jeder weiß, ist unser Staat stets sehr großzügig. Dies beweist auch wieder die Pflege-Bahr Versicherung, die mit 60 Euro gefördert wird, also genauer gesagt mit 5 Euro jeden Monat. Die sich daraus ergebenden Pflegeversicherung-Leistungen sind allerdings überschaubar. In Pflegestufe 3 werden aber immerhin 600 Euro ausgegeben, in Pflegestufe 2 reduziert sich dies auf 180 Euro, was nicht mehr so weit entfernt ist von der Pflegestufe 1, die 120 Euro pro Monat bringt. Erwähnt werden sollte hier auch noch die recht lange fünfjährige Wartezeit. Eine Dynamisierung ist im Übrigen nicht vorgesehen.

Dafür wird Solidarität bei dieser Art der Versicherung großgeschrieben, denn es werden selbstverständlich kranke, alte Menschen aufgenommen, deren Pflegebedürftigkeit bereits absehbar ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Beiträge für die Pflegeversicherung in diesem Modell bald deutlich ansteigen müssen. Eine Pflege-Bahr Versicherung mag als ergänzender Baustein der privaten Pflegevorsorge seine Berechtigung haben. Falls Sie eine private Pflegeversicherung gar nicht mehr abschließen können, bleibt Ihnen eine Pflege-Bahr noch als letzter Strohhalm.

Wer wegen seiner gesundheitlichen Probleme keine private Pflegeversicherung mehr abschließen kann, hat dennoch die Möglichkeit, die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung, die kurz als „Pflege-Bahr“ bezeichnet wird, abzuschließen. Sie geht übrigens zurück auf den ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP.

Fazit

Wichtiger HinweisWenn Sie in einer Pflegesituation vollumfänglich versorgt sein möchten, brauchen Sie eine private Pflegeversicherung, denn die gesetzliche Pflegeversicherung stellt lediglich eine lückenhafte Grundversorgung dar. Die Leistungen dieser Pflegeversicherung wurden immer weiter zurückgeschraubt und diese Tendenz wird auch zukünftig so weitergehen. Mit einer Pflegezusatzversicherung können Sie aber genau diese negative Entwicklung abfangen, sodass Sie im Pflegefall Ihr persönliches Vermögen nicht aufbrauchen müssen.

Damit Sie das Angebot mit dem aktuell besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden können, steht Ihnen unser Pflegeversicherung-Vergleich zur Verfügung. Auf diese Weise wird der Pflegeversicherung-Beitrag in einem angemessenen Verhältnis zum angebotenen Leistungsspektrum stehen.