Reisetipps Südschweden

Bloss nicht! Südschweden

Unsicher übernachten

Wohnmobilreisende sollten keinesfalls auf Rastplätzen an den Touristenstrecken wie der E 6 oder E 4 übernachten! Überfälle auf ausländische Touristen haben dort leider stark zugenommen.

Rauchverbot missachten

Wer raucht, hat es in Schweden nicht leicht, denn das Land ist auf dem besten Weg, zur rauchfreien Zone zu werden. In öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen verboten. Seit Juni 2005 darf auch in Bars, Cafés und Restaurants nicht mehr geraucht werden. Und auch privat und am Arbeitsplatz ist es üblich, für die Zigarette auf den Balkon zu gehen. Wer sich nicht daran hält, gilt als rücksichtslos und unsozial.

Schuhe anlassen

Bei privaten Einladungen zieht man an der Wohnungstür die Schuhe aus. Diese rücksichtsvolle Sitte ist ein Relikt aus alten Zeiten, als man noch den Mist vom Hof unter den Schuhen trug, den man in der Wohnstube natürlich nicht haben wollte. Auch Pfützen unter dem Esstisch durch Schnee und Eis werden so vermieden.

Unangenehm auffallen

Lautes Reden, Gestikulieren oder Streiten mögen die Schweden nicht. Keiner steht hier gern im Vordergrund und verhält sich wie ein Alleinunterhalter. Alle sollen möglichst eine ruhige, homogene Gruppe bilden, aus der keiner ausschert. Zum Beispiel durch Wortgefechte. Denn das setzt die Schweden einem peinlichen Konflikt aus, weil sie reagieren müssten. Und damit stünden sie dann plötzlich im Mittelpunkt.

Sich nicht bedanken

Ob nach dem Frühstück, dem Mittag- oder Abendessen: Beim Aufstehen vom Tisch bedankt man sich fürs Essen (tack för maten). Egal, ob nur die eigene Familie am Tisch sitzt oder ob man eingeladen wurde. Bei Gastgebern bedankt man sich bei nächster Gelegenheit nochmal für die Einladung mit einem tack för senast (danke für neulich).

Vordrängeln

Niemand steht gern Schlange, aber wenn es sein muss, dann bitte ruhig und gesittet! Sich vorzudrängeln, gilt in Schweden als unsozial und unfair. In Geschäften, Banken oder der Post gibt es deshalb Nummernzettel, die einem genau zeigen, wann man an der Reihe ist. Dieses System haben die Schweden verinnerlicht, und es klappt mit dem geordneten Anstehen auch dort, wo es keine Nummernzettel gibt. Z.B. in schwedischen nattklubbs, die übrigens nur so heißen, weil man sich erst spät ins Nachtleben stürzt. Draußen bilden sich oft lange Schlangen. Aber das nehmen Nachtschwärmer in Kauf: Ruhig und gesittet stehen sie an und warten, bis ihnen Einlass gewährt wird.