Reisetipps Sri Lanka

Highlights Sri Lanka

Region: Colombo

Koloniales Colombo

Außer den Verwaltungsgebäuden im Fortviertel und den alten Hotels werden die weißen Prachtbauten rund um Nationalmuseum und Rathaus (Town Hall) Nostalgiereisende erfreuen. Besonders schöne Beispiele sind das Haus des Bürgermeisters (früher Bibliothek) und das Gästehaus des Parlaments. Schräg gegenüber liegen das Museum, vor dem das Denkmal des Gouverneurs Sir William Gregory (1872-77) steht, und das Rathaus, 1927/28 im Stil des Kapitols in Washington erbaut. An der Nahtstelle zwischen modernem und exotischem Colombo, Ecke Main Street/Gaswork Street Junction, fällt ein schön renoviertes Gebäude im maurischen Stil auf: das Alte Rathaus. Von diesem Haus aus - direkt daneben liegt die ehemalige Markthalle - wurden von 1873 bis 1928 die Geschicke der Stadt bestimmt. Danach zogen Rat und Verwaltung in die Town Hall am Vihara Maha Devi Park, früher Victoria Park. Gegen ein Trinkgeld (etwa 150 Rps.) können Sie einen überraschenden Blick in einen Raum im ersten Stock tun. Dort sitzen Herren um einen Tisch herum, Sprecher der Singhalesen, Tamilen, Muslime, der holländischstämmigen Burgher, und auch ein Engländer gehört dazu; er heißt W. Shakespeare. Das Besondere an diesem Meeting: Die Herren sind verblüffend lebensnah aus Holz geschnitzt (und der britische Gentleman von damals hieß wirklich W. Shakespeare; das geht aus einem Foto hervor, das neben den Holzfiguren hängt).

Dutch Canal

Dieser Wasserweg, vor etwa 300 Jahren von den Niederländern für den Zimttransport gebaut, führt über mehr als 120 km nach Norden bis Puttalam. Am spannendsten ist der etwa 25 km lange Abschnitt von Colombo bis kurz vor Negombo: Da wird gefischt und gebadet. Die schmale Straße am Hamiltonkanal (benannt nach einem britischen Ingenieur, der die Ufer befestigte) ist der schönste Nebenweg nach Negombo, zu empfehlen auch für Radler.

Region: Galle

Altstadt von Galle

Für den ersten Überblick: Machen Sie eine Wanderung auf den grasüberwachsenen Wällen der alten Festung einmal ums Fortviertel, vorbei an den Bastionen (vom Neuen Tor aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn) Mond, Stern, Aeolus, Clippenberg, Neptun, Triton, Utrecht, Aurora, Akerslot, Zwart und Sonne, am Leuchtturm und am ehemaligen New Oriental Hotel. Die Ursprünge des Forts liegen im 16. Jh. Damals bauten die Portugiesen an diesem Felsen (singhalesisch: gala) eine kleine Festung. Sie machten aus dem Wort Gala den Ortsnamen Gallo (portugiesisch: Hahn). Der ziert noch immer das Stadtwappen, gut sichtbar auf der Innenseite des Alten Tors. Von 1640 bis 1796 drückten die neuen Kolonialherren, die Holländer, dem Viertel ihren Stempel auf. Sie bauten die Festung aus und errichteten Kirchen. Besuchen Sie unbedingt die Groote Kerk. Diese einst reformierte, später presbyterianische und anglikanische Kirche stiftete 1754 die Frau des niederländischen Festungskommandeurs. Bummeln Sie vom Leuchtturm aus an der großen Moschee vorbei (früher eine Kirche) durch die Straßen Leyn Baan, Church Street und Church Cross. Die Pettah, wie das bunte Basarviertel auch hier heißt, liegt außerhalb des Forts, gegenüber dem Kricketstadion im neuen Viertel.

Yala National Park

Das große Reservat ist geprägt von Dornbuschsavanne, vielen Seen und Brackwasser. Pirschfahrten am Nachmittag sind meist ergiebiger als am Morgen. Fahrer und Ranger haben scharfe Augen. Sie entdecken Krokodile, Warane, Mungos oder Wildschweine meistens vor den Gästen. Elefanten kreuzen so gut wie immer den Weg, Leoparden verbergen sich aber sehr erfolgreich im Dickicht. Pfauen, Pelikane, Störche und eine faszinierende Vielzahl bunter Kleinvögel gehören auch zum Programm, das allerdings einen hohen Preis hat: Eintritt 18 US$, Gebühr für den Ranger 10-20 US$ plus Kosten für den Geländewagen (etwa 40 US$); Fahrer und Ranger erwarten ein Trinkgeld (alle genannten Preise sind abhängig von der Gruppengröße).

Region: Kandy

Dalada Maligawa/Zahntempel

Dieser Tempel hütet das kostbarste Heiligtum Sri Lankas, einen Eckzahn Buddhas. Die Reliquie gilt den Singhalesen auch als Symbol ihrer Macht. Eine derartige Bedeutung sieht man dem verschachtelten Gebäude zunächst nicht an: Es wirkt wie eine Mischung aus Palast und Kloster und ist kunsthistorisch von zweitrangiger Bedeutung. In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus dem 18. Jh. Der markante achteckige Turm, der dem Bau Ausdruck verleiht, wurde sogar erst zu Beginn des 19. Jhs. angefügt. Er enthält eine Bibliothek mit alten Palmblattmanuskripten.

So wenig pompös der Tempel von außen wirkt, so üppig ist er im Innern ausgestattet: mit Fresken, wunderschön verzierten Türen und anderen schmückenden Elementen. Vor dem Schrein mit der Zahnreliquie im Obergeschoss legen die Gläubigen zu allen Tageszeiten Blumen nieder. Der Strom der Besucher schwillt dreimal am Tag an. Dann werden die silberbeschlagenen Türen zum Allerheiligsten unter Trommelwirbel für jeweils etwa eine Stunde geöffnet. Der Zahn wurde der Überlieferung zufolge nach dem Tod Buddhas (um 489 v. Chr.) aus der Asche des Erleuchteten geborgen. Einmal im Jahr, zum Esala-Vollmond (Juli/August) wird mit einem elftägigen Fest dieser Reliquie gehuldigt. Die täglichen, etwa einstündigen Tempelzeremonien beginnen um 5.30, 9.30 und 18.30 Uhr. Eintritt 500 Rps.

Pinnawala

Im sogenannten Waisenhaus für Elefanten werden Jungtiere aufgezogen, die angeblich den Kontakt zu ihren Muttertieren verloren haben. Beliebte Fotomotive sind das Bad der Tiere im Oyafluss (10-12 und 14-16 Uhr) und das anschließende Füttern mit der Babyflasche im Freigelände. Besucher müssen sich zeitweise auf touristischen Rummel einstellen. Videofilmer empfinden den Ort als Touristenfalle; sie müssen zusätzlich 500 Rps. zahlen! Von der A 1 Richtung Ambukkane, 5 km bis Pinnawala | tgl. 8-18 Uhr | Eintritt 1000 Rps.

Region: Anuradhapura

Bodhibaum/Sri Maha Bodhi

Unter einem solchen Feigenbaum (ficus religiosa) wurde Gautama Siddharta um 528 v. Chr. in Nordindien zum Erleuchteten, also zum Buddha. Seither gilt dieser Baum als heilig. Er wird in ganz Südostasien Bodhibaum (Baum der Erkenntnis oder der Erleuchtung) genannt. Sri Maha Bodhi in Anuradhapura, ein Ableger des historischen Bodhibaums aus Nordindien, gilt als ältester Baum Asiens. Er steht auf einem Podest, das ein goldenes Gitter umrahmt. Den ganzen Tag über ist er Ziel vieler Pilger, besonders während der Andachtszeremonien, die jeweils durch Trommelwirbel angekündigt werden: morgens gegen 6 Uhr, vormittags um 10.30 Uhr und, am stimmungsvollsten, in der Dämmerung nach 18 Uhr. Eintritt 100 Rps.

Region: Polonnaruwa

Gal Vihara

Polonnaruwas schönster Ort: vier in einen länglichen Granitfelsen gearbeitete Buddhafiguren in vollkommener Harmonie mit sich und der Umgebung. Von einem wenig ansehnlichen Dach geschützt, zeugen sie von der Bildhauerkunst des 12. Jhs. Meisterhaft: die beiden wohlproportionierten Buddhas in Meditationspose. Rätselhaft: die stehende Figur mit einer unbekannten Handhaltung (eventuell später hinzugekommen). Entrückt: der 12 m lange, auf schönen Rundkissen mit Lotosmuster liegende sterbende Buddha vor seinem Eintritt ins Parinirvana.

Region: Trincomalee

Tempel und mehr

Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen, gut zu Fuß erreichbar, auf einem Halbinselchen zwischen der Dutch Bay und der Back Bay. Die „Nase“, die hier ins Meer ragt, ist nahezu vollständig vom Fort Frederick bebaut. An ihrem Ende und zugleich höchsten Punkt, dem Swami Rock, erhebt sich 130 m über dem Meer das Hinduheiligtum Koneswaram. Der Haupttempel ist Shiva geweiht, ein kleines Tempelchen links davon gehört Ganesha, einem Sohn Shivas und beliebten Überwinder aller Hindernisse.

Koneswaram wurde Ende des 17. Jhs. auf den Ruinen eines viel älteren Tempels errichtet, den die Portugiesen 1622 zerstört hatten. Sie bauten mit seinen Steinen das Fort Frederick, eine gewaltige Festung, in die anschließend die Holländer und später die Engländer einzogen. Heute nutzt das sri-lankische Militär diesen Schauplatz wechselvoller Kolonialgeschichte als Kaserne. Der riesige Banyanbaum im Festungshof ist ein beliebtes Fotomotiv. Der historische Tempel aus der Blütezeit tamilischer Herrschaft an der Ostküste soll 1000 Säulen gehabt haben. In der Brandung, am Fuß des Felsens, sind Bruchstücke des einst prächtigsten Hindutempels der Insel zu sehen. Der Lingam im jetzigen Tempel, Shivas Potenz- und Fruchtbarkeitsymbol - immer zusammen mit dem Yoni dargestelt, dem weiblichen Geschlecht -, stammt aus dem Vorgängergebäude; er wurde von Tauchern aus dem Meer geborgen und wird hoch verehrt. Besucher werden sich mit einem Schaudern über die Brüstung lehnen und in die brodelnde Tiefe schauen. Dieser Aussichtspunkt heißt Lover's Leap, von hier oben soll sich 1687 eine junge Holländerin, Francina van Rhede, ins Meer gestürzt haben; Eifersucht, verschmähte Liebe ... Die Geschichte ging gut aus, die Dame überlebte den Sturz.

Jeden Tag um 7, 11.30 und 16 Uhr finden farbenfrohe Zeremonien im Hindutempel statt. Wenn Sie hier fotografieren möchten, bitten Sie vorher um Erlaubnis. In den meisten Fälen werden Sie diese auch bekommen.

Region: Nuwara Eliya

Hill Club

Hier wird liebenswert-streng auf die feine Lebensart von einst geachtet: Herren haben abends nur mit Jacket und Krawatte Zutritt (notfalls kann man sich auch beides ausleihen), den Drink nimmt man unter Trophäen und bei gedämpftem Licht in der Bar ein. 39 Zi. | Tel. 052/222653 | Fax 222654 | €€€

Adam's Peak

Nicht der höchste, aber bei weitem der heiligste Berg der Insel: In der Saison - Dezember bis März - nehmen Nacht für Nacht einige Hundert Pilger die Strapaze der mehr als 4500 Stufen auf sich, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Dort oben, in 2243 m Höhe, wird eine Vertiefung im Felsen verehrt, die wie ein Fußabdruck aussieht. Für die Buddhisten ist es ein Fußabdruck des Erleuchteten, für die Hindus ein Zeichen Shivas, für Muslime und Christen eine Erinnerung an Adam. Sri Pada heißt der Berg auf Singhalesisch, „heilige Fußspur“.

Der Aufstieg mit den singenden und Gebete murmelnden Pilgern dauert je nach Kondition drei bis vier Stunden (von Dalhousie aus). Auf dem Weg nach oben stehen Teestuben für kurze Pausen zur Verfügung. Nächste Bahnstation ist Hatton. Von dort fährt der Bus nach Dalhousie (auch Bahnstation von Badulla oder Kandy aus). Wichtig: Taschenlampe und Pullover mitnehmen (auf dem Gipfel vor 6 Uhr sind es oft nur 0 Grad). Es ist ratsam, gleich nach Sonnenaufgang wieder abzusteigen, sonst wird es zu heiß. Eine sehr einfache, angenehme Herberge bietet sich als Ausgangs- und Zielort an: das Green House in Dalhousie (11 Zi. | Tel. 051/2223956 | €) kurz vor der ersten Treppe: Hier locken nach dem Abstieg erst ein duftendes Kräuterbad, dann ein deftiges Frühstück. Beides können Sie vorbestellen. Die offiziellen Übernachtungsmöglichkeiten in Maskeliya sind nicht zu empfehlen. Fragen Sie lieber nach Privatquartieren, z.B. in den Teeplantagen ringsum.

Region: Bentota Beruwala

Brief Garden

Der verwunschene Park etwa 5 km nordöstlich von Bentota war Refugium des skurrilen Lebenskünstlers Bevis Bawa (1992 gestorben). Nicht nur Freunde der Botanik werden diesen Ausflug ins Paradies genießen. Vom Ortsteil Alutgama führt der Weg nach Osten durchs Muslimdorf Dharga und weiter durch Kautschukplantagen. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 350 Rps.