Reisetipps Potsdam

Ausflüge & Touren Potsdam

Grosse Inselrundfahrt

Die Schiffstour führt auf der Havel entlang und über mehrere Havelseen. Dabei geht es rund um die Potsdaminsel. Stationen während der Fahrt sind die Orte Caputh und Werder. Die Fahrt mit einem Schiff der Weißen Flotte dauert von Potsdam, Lange Brücke, etwa vier Stunden. Wer sein eigener Kapitän sein möchte, mietet sich ein Boot und schippert damit unabhängig von jedem Fahrplan übers Wasser.

Potsdam wurde auf einer Insel erbaut! Manch einer zweifelt daran - diese Schiffsreise liefert den Beweis. Los geht es unterhalb des aufragenden Hotels Mercure, das 1969 unter dem Namen Interhotel Potsdam die ersten Gäste empfing. Nach dem Brauhausberg auf der linken Seite mit dem Landtagsgebäude, dessen Turm aus den Bäumen schaut, treten die beiden Ufer zurück. Kurz darauf weitet sich die Havel zum 5,5 km langen und bis zu 1,3 km breiten Templiner See. Seit 1955/56 wird er durch einen 1250 m langen Bahndamm mit überbrückter Durchfahrt geteilt. Die DDR schloss mit dem Damm den Eisenbahnring um Berlin, ihre Züge brauchten somit nicht durch Westberlin zu fahren.

Hinter dem Bahndamm ragt links eine kleine Landzunge ins Wasser, die dem See den Namen gab - Templin. Wenn Sie jetzt nach rechts schauen, sehen Sie das Waldgebiet Pirschheide, einst königliches Jagdrevier. Nach etwa 40 Minuten Fahrt erreicht das Schiff das verträumte Caputh. Durch einen Verbindungsgraben, Caputher Gemünde genannt, gleitet das Schiff in den 6 km langen und bis zu 2 km breiten Schwielowsee. Auf der linken Seite erscheint die Silhouette des Schlosses Petzow, die Häuser auf der rechten Seite gehören zu Geltow.

65 Minuten sind seit dem Ablegen in Potsdam vergangen, wenn der Kirchturm von Werder auftaucht. Ausflugsfahrten nach Werder waren auch schon im letzten Jahrhundert ein beliebtes Freizeitvergnügen.

Hinter der Eisenbahnbrücke von Werder liegt der Große Zernsee. Schilf und sumpfige Wiesen bilden das Ufer, nur ab und zu sind einige Häuser zu sehen, die zur Ortschaft Golm gehören. Kleine Boote dümpeln auf dem Wasser, Schleppkähne werden überholt, im Schilf am Ufer stehen Reiher. Nach dem Kleinen Zernsee passiert das Schiff Phöben und erreicht dann auf der Havel das Dorf Paretz, der Lieblingsort von Königin Luise, der Gemahlin von Friedrich Wilhelm III.

In einem scharfen Bogen manövriert der Kapitän das Schiff nach rechts in den Ende des 19. Jhs. gebauten Sacrow-Paretzer-Kanal. Rechter Hand versteckt sich jenseits eines baumbestandenen Damms der für die Fischzucht genutzte Göttinsee. Hinter der Autobahnbrücke liegt der stark verkrautete Schlänitzsee mit dem Dorf Marquardt an seinem Nordostufer.

An Schlänitz vorbei geht es weiter zum Fahrlander See, den ein künstlicher Damm und Gitter vom Kanal trennen, damit die im See gezüchteten Fische nicht ausreißen können. Es folgt der schmale Weiße See mit Neu-Fahrland am Nord- und Nedlitz am Südufer sowie der Jungfernsee.

Die Glienicker Brücke ist eine von etwa zehn Verbindungen zwischen der Potsdam-Insel und dem Umland. Am Tiefen See entlang erstreckt sich die Berliner Vorstadt mit ihren prachtvollen Villen, oft direkt am Wasser gelegen. Schließlich, hinter der Humboldtbrücke, teilt sichdie Havel in zwei Flussarme, die Alte und die Neue Fahrt. Das Schiff umfährt auf dem linken Arm die Freundschaftsinsel und legt wenig später wieder hinter der Langen Brücke an.

Auskunft über Abfahrtszeiten und Preise: Weiße Flotte | An der Langen Brücke | Tel. 2759210/20 | Fax 291090 | www.schiffahrt-in-potsdam.de.

Wannseerundfahrt

„Pack die Badehose ein…“, sang Cornelia Froboes und machte das Lied zum Schlagerhit der 1950er-Jahre. „Wannseerundfahrt“ heißt diese Schiffsreise über sieben Seen, die auch am Strandbad Wannsee vorüberführt. Von Potsdam, Lange Brücke, dauert die Tour mit einem Schiff der Weißen Flotte zwei Stunden.

Die Schiffsreise beginnt in Potsdam an der Langen Brücke. Vorbei an der Freundschaftsinsel und über den Tiefen See erreichen Sie die Glienicker Lanke. Das Schiff biegt nach rechts in den Griebnitzsee ein, der die Grenze zwischen dem Bundesland Brandenburg und der Hauptstadt Berlin bildet. Rechter Hand dehnt sich der Park Babelsberg aus, linker Hand der Park von Klein-Glienicke. Danach kommt das Grün des Berliner Forstes, ein Waldgebiet, das fast die gesamte Wannsee-Insel bedeckt. Die herrlichen Villen, an denen das Schiff vorübergleitet, gehören zu Neu-Babelsberg. Wenig später passieren Sie die Einfahrt zum 38 km langen, 1906 vollendeten Teltow-Kanal. Bis zu 2500 Arbeiter haben hier seinerzeit gebuddelt und so eine der wichtigsten Wasserstraßen für die damalige Hauptstadt des Deutschen Reiches geschaffen.

Von hier aus geht es nun hinein in den ersten Teil des Prinz-Friedrich-Leopold-Kanals, seit Beginn des 20. Jhs. die Verbindung zwischen Griebnitzsee und dem Großen Wannsee. Wenn links die ersten Häuser des Berliner Ortsteils Wannsee auftauchen, ist der Stölpchensee nahe. Weiter fährt das Schiff bis zum Pohlesee. Bald darauf erscheint am rechten Ufer des Großen Wannsees das im Sommer immer gut besuchte Strandbad Wannsee.

Voraus taucht die Pfaueninsel auf, wunderschön gelegen inmitten der altmärkischen Landschaft. Das Schloss versteckt sich hinter Bäumen und zeigt sein strahlendes Weiß erst, wenn das Schiff die Insel passiert hat. Links sind die Kirche St. Peter und Paul und danach das im russischen Blockhausstil erbaute Restaurant Nikolskoe zu sehen. Rechts kommt die Heilandskirche von Sacrow ins Bild. An der Langen Brücke endet die Sieben-Seen-Fahrt. Auskunft über Zeiten und Preise: Weiße Flotte | An der Langen Brücke | Tel. 275 | Tel. 9210/20 | Fax 291090 | www.schiffahrt-in-potsdam.de