Reisetipps Namibia

Sehenswertes Namibia

Region: Windhoek

Alte Feste/State Museum

Im einstigen Hauptquartier der deutschen Schutztruppe, dem ältesten Bauwerk Windhoeks (1890), sind die Anfänge der Kolonialzeit plastisch anhand von Objekten aus jener Zeit dargestellt, vom Gewehr des Soldaten bis zum Nähkästchen der nachreisenden Gemahlin. | Robert Mugabe Avenue | tgl. 8-17 oder 18 Uhr | Eintritt frei

Bahnhof

Die klassisch schöne Fassade des Bahnhofsgebäudes von 1912, wilhelminische Architektur mit Elementen des Jugendstils, versetzt die Betrachter in deutsche Kolonialzeiten zurück. Doch ist Windhoek Station auch heute noch der wichtigste Schienenverkehrsknotenpunkt Namibias. | Bahnhof Street

Christuskirche

Auf einem Hügel mitten in der Stadt (Robert Mugabe Avenue) thront die neoromanische Kirche aus dem Jahr 1910. Aber auch Jugendstil- und gotische Architekturelemente gehören zum Bild des evangelisch-lutherischen Gotteshauses. Sehenswert sind besonders das Innere, das Altarbild an der Seitenempore, die gemalten Fenster und das Säulenportal zum Ausgang. Den Schlüssel für die Besichtigung erhalten Sie im Gemeindebüro (12 Fidel Castro Street | Tel. 061/224254).

Independence Avenue

Die ehemalige Kaiserstraße ist das Herz Windhoeks. Schnurgerade führt sie vom Ausspannplatz durch die Stadt und mündet in der Ausfallstraße Richtung Norden. So breit, dass einst neunspännige Ochsengespanne in ihr wenden konnten, ist sie von Hochhäusern und jenen historischen Gebäuden gesäumt, die so sehr an deutsches Ambiente erinnern. Sämtliche wichtigen Büros und Geschäfte sind hier zu finden.

Katutura Community Art Centre and Schoolnet Namibia

Das Kulturzentrum der einheimischen Bevölkerung und Zentrum des neuen kulturellen Selbstbewusstseins. Angeschlossen ist das John Muafangajo Art Centre. John Muafangajos Kunst wurde schon während der Apartheid in internationalen Galerien gehandelt, die schwarzweißen Linolschnitte des Künstlers haben die neue Künstlergeneration nachhaltig beeinflusst. Muafangajo starb schon 1987, sein künstlerisches Erbe wird in der modernen Kunst des südlichen Afrika als richtungweisend bezeichnet. | Auala Street | Mo-Fr 8-17 Uhr | Eintritt frei

National Art Gallery

Hier werden die besten zeitgenössischen namibischen Künstler mit Werkschauen vorgestellt. Zu Vernissagen kreuzt die gesamte Kunstszene auf. | John Meinert/Robert Mugabe Street | Di-Fr 9-17, Sa 9-14 Uhr | Eintritt frei

Owela Museum

Das Haus ist ganz den Kulturen der San, der Herero, der Nama, der Damara und Ovambo gewidmet und befasst sich außerdem mit Fauna und Geologie Namibias. | Robert Mugabe Avenue | Mo-Fr 9-17, Sa/So 10-13 und 14-17 Uhr | Eintritt frei

Reiterdenkmal

Genau gegenüber der Kirche steht das auch „Reiter von Südwest“ genannte Denkmal. Seit der Unabhängigkeit ist es Gegenstand heftiger Diskussionen, da auf einer Gedenktafel nur die 1749 Namen der während des Hereroaufstands gefallenen deutschen Soldaten genannt werden, obwohl auf Seiten der Herero ungleich mehr Opfer zu beklagen waren. | Robert Mugabe Avenue

State House

Aufgrund seiner Gigantonomie und angesichts solch kitschigen Beiwerks wie ausgestopfte Wildtiere im Park oder wild verschnörkelte Zaunelemente ist das neue State House eher eine ästhetische Zumutung, doch hat es der ehemalige Präsident so gewollt, und der neue kann daran nichts ändern.

Tintenpalast

Der heutige Sitz der Nationalversammlung war einst Verwaltungszentrum der Kolonie. Die Bezeichnung Tintenpalast, leitet sich her vom hohen Aufwand der Kolonialverwaltung, sprich deren enormem Tintenverbrauch. | Robert Mugabe Avenue

Trans Namib Transport Museum

Vor dem Eingang steht eine sauber geputzte, glänzende Schmalspurlokomotive von 1903. Im Innern des Bahnhofs wird die Eroberung des Landes auf dem Schienenstrang dargestellt. | Bahnhof Street | erster Stock | Mo-Fr 10-13 und 14-17 Uhr | Eintritt 5 N$

Turnhalle

Nichts hat sich an der Turnhalle von 1909 verändert, seit hier 1975 die Turnhallenkonferenz stattfand. In ihr wurde unter Schirmherrschaft Südafrikas der Verfassungsentwurf für die Unabhängigkeit Namibias verhandelt; heute, nach umfassender Renovierung, Gerichtshof der SADC. | Bahnhof Street

Warehouse Theatre

Einst eine Bierbrauerei, ist das Fabrikgebäude einer der kulturellen Mittelpunkte Windhoeks - und damit Namibias. Wobei man sich jetzt nicht vorstellen darf, dass in dem Zentrum off theatre oder wilde Musik gemacht werden, doch für namibische Verhältnisse tobt hier oft genug der Bär. Bestandteil des Warehouse Theatre ist die Namibia Music Factory, daran beteiligt sind mit ihren Aktivitäten auch Radio 99 und das National Theatre of Namibia (NTN). Das Craft Centre nebenan besteht aus kleinen Läden mit Kunsthandwerk, Mode und Schmuck, witzigem bis anspruchsvollem Interieur, einem Fitnesscenter, einer Disko und dem schicken Craft Café mit selbst gebackenen Kuchen, frisch gepressten Säften und tollen Salaten.

Region: Lüderitz

Goerke-Haus

Das Goerke-Haus ist das auffallendste Gebäude der Stadt: Jugendstil in kräftigem Blau. Sein Erbauer, ein Manager der Diamantengesellschaft, verließ Lüderitz 1912 schon wieder. Noch heute dient die kostbar ausgestattete Immobilie als Gästehaus für Prominente. | Diamantberg Street | Mo-Fr 14-16, Sa/So 16-17 Uhr | Eintritt frei

Historisches Museum

Dokumentiert ist hier die frühe Geschichte des Gebiets, gezeigt werden Steine aus den Diamantenminen, dargestellt sind die Besonderheiten der Namib-Wüste und des Atlantiks, und ein klein wenig lobt sich die so lange vergessene Stadt selbst. | Diaz Street | Mo-Fr 15.30-17 Uhr | Eintritt 10 N$

Region: Okahandja

The Woodcarver Markets

An ihnen kommt man nicht vorbei, schon der Lage wegen. Wer durch Okahandja fährt, und das tun alle, die nach Swakopmund oder in die Etosha wollen, sieht die riesigen Holzskulpturen schon von weitem entlang der Straße aufgereiht. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Alles, was sich schnitzend darstellen lässt, von Köpfen über Figuren bis hin zur kompletten Fauna des Landes, ist hier in allen Größen vertreten. Die Auswahl ist unglaublich, und die Künstler im Hintergrund schaffen ständig Nachschub. Handeln ist ein Muss, Nachdenken aber auch. Denn die Riesenskulpturen wiegen immer mehr als die im Flugzeug genehmigten 20 oder 30 kg! | Tgl. 8-18 Uhr

Region: Outjo

Outjo-Museum

Im denkmalgeschützten Franke-Haus nahe der Hauptstraße werden die Geschichte der Stadt und die Natur der Region erläutert. | Mo-Fr 10-12 und 14-16 Uhr | Eintritt 5 N$

Region: Caprivi Strip

Katima Mulilo

500 km von Rundu entfernt an den Ufern des Sambesi liegt die östlichste Stadt Namibias - gut zum Aufstocken von Benzin und Lebensmitteln. Das Caprivi Arts and Cultural Centre mit ausgefallenem Kunsthandwerk und den Markt finden Sie mitten im Ort.

Mudumu and Mamili National Park

Dort, wo der Caprivi Strip ein wenig breiter wird, liegen die beiden Nationalparks inmitten fast unberührter Sumpfgebiete. Hier ist die zivilisierte Welt zu Ende. Steigen Sie vom Geländewagen in einen Mokoro (Einbaum) um: Vom Wasser erschließt sich der Wildreichtum - Büffel, Löwen, Leoparden, Krokodile, Flusspferde -, besonders aber die Artenvielfalt der Vogelwelt, in aller Pracht.

Popa Falls

Unterhalb von Bagani bricht der Okawango durch eine Schicht alter Granite und verliert dabei rund 4 m an Höhe. Dadurch entstehen Stromschnellen: die Popa Falls. Es stehen eine Reihe von Campingplätzen und Camps zur Verfügung, einige mit Bungalows, andere mit fest installierten Zelten oder „Buschhütten“; liebevoll eingerichtet und geführt die einen, in fragwürdigem Zustand die staatlichen Restcamps. Seit 2007 gibt es nun auch noch eine Luxuslodge: Divava Okavango Lodge und Spa. Vorsicht: Im Fluss sind Krokodile!

Region: Grootfontein

Alte Feste

Exponate aus der deutschen Kolonialzeit, Erinnerungen an die Dorstlandtrekker (ein Trupp früher holländischer Siedler) und die erste Landkarte des südwestlichen Afrikas sind hier zu sehen. | Erikson Street | Di und Fr 16-18, Mi 9-11 Uhr | Eintritt frei

Region: Tsumeb

Tsumeb Museum

Mit der Vielzahl und der akribischen Auswahl seiner Exponate ist es eines der schönsten Museen des Landes. Ausstellungen zu den verschiedenen Ethnien Namibias, zur Kolonialzeit, zur Geologie und zum Bergbau in der Region. | 7 Main Street | Mo-Fr 9-12 und 15-18, Sa 15-18 Uhr | Eintritt 5 N$

Region: Swakopmund

Alter Bahnhof

Es ist erst 40 Jahre her, dass vor der Plattform, die heute Restaurant ist, die Züge nach Windhoek abfuhren. In der Zwischenzeit wurde das prachtvolle Bahnhofsgebäude mit seinen Giebeln, Türmchen, Arkaden, dem großzügigen Innenhof und den verwinkelten Nebengebäuden zu einem Hotel der gehobenen Klasse umgebaut. Gleich nebenan tobt das Nachtleben: im Kasino mit Nightclub.

Hohenzollernhaus

1906 als Neobarockhotel erbaut, war das altehrwürdige Haus auch schon ein Bordell, bevor glückliche Menschen jetzt dort in ihren Eigentumswohnungen leben können. | Tobias Hainyeko Street/Libertina Amathila Avenue

Kristallgalerie

Der Schatzkasten der namibischen Gesteinswelt steht an der Tobias Hainyeko Street. Kristallquader am Eingang weisen Besucher schon in diese Wunderwelt ein; das weltweit größte je gefundene Kristallaggregat, ein 520 Mio. Jahre altes Stück, ist hier ausgestellt. Es übertrifft alles bisher Gesehene. | Tgl. außer So 9-17 Uhr | Eintritt 20 N$

National Marine Aquarium

Da es entlang der gesamten Küste keine Chance zum Tauchen gibt, kommen die Fische eben an Land: In den riesigen Becken des Aquariums tummeln sich Rochen, Hechte und andere Meeresbewohner. Durch einen Tunnel im Hauptaquarium gelangt man an das Panoramafenster, um Haie und andere „Kings of Sea“ live zu sehen. Fütterungen durch Taucher tgl. 15 Uhr. | 4 Strand Street | tgl. außer Mo 10-16 Uhr | Eintritt 30 N$

Swakopmund Museum and Sam Cohen Library

Das Museum ist eine wahre Fundgrube der namibischen Historie: Sammlungen zur Kolonialgeschichte und aus dem Alltag der Menschen des Landes, Dioramen zur Wüste und zum Ozean, Herbarien mit der Flora der Wüste und der einheimischen Tierwelt, Mineraliensammlungen und Erläuterungen zum Uranabbau. | Strand Street | tgl. 10-13 und 14-17 Uhr | Eintritt 18 N$

Woermann-Haus

Einst das aufwendig in Jugendstil, Neoromanik und Fachwerk erbaute und mit dem 5-stöckigen, 25 m hohen „Damara-Turm“ versehene Verwaltungshaus der bekannten Hamburger Handelsfirma C. Woermann, wurde die südwestafrikanische Zentrale von Woermann, Brock & Co. daraus. 1971 in ein Schülerheim umgewandelt, 1976 in die städtische Bibliothek, heute residiert im ersten Stock der Kunstverein samt Kunstgalerie. Auch das Büro von Namibia Wildlife Resorts (NWR) ist hier ansässig. Dort bekommen Sie die Tickets für die „Namib-Section“ im Namib Naukluft Park.

Region: Walvis Bay

Dune 7

Die höchste Düne der Küstenregion ist ein beliebter Picknickplatz - oder der richtige Ort für einen ganz romantischen sundowner.

Esplanade

Die Lagune wird gesäumt von einer Uferpromenade, wo sich Schwärme von Pelikanen, Möwen und Flamingos aufhalten. Wer Ausdauer hat, kommt am Ende der Lagune zu Salt Works. Hier wird Meersalz geerntet, die riesigen Salzberge auf dem Gelände sind weithin sichtbar.

Lagune & Pelican Point

Der Nährstoffreichtum des Wassers in der Lagune zieht Möwen, Pelikane und andere Seevögel an, hauptsächlich Flamingos. In Trockenzeiten sind es bis zu 40000, die sich hier versammeln. An der äußersten Lagunenspitze, dem Pelican Point, sind sie besonders gut zu beobachten. Es werden Bootsfahrten zur Spitze der Nehrung angeboten.