Reisetipps Mosel

Sehenswertes Mosel

Region: Trier und Umgebung

Amphitheater

Jede römische Stadt, die etwas auf sich hielt, hatte ein Amphitheater - so natürlich auch die Kaiserstadt Trier. Erbaut wurde es im letzten Drittel des 2. Jhs. als Teil der römischen Stadtmauer. Der Zugang führt unmittelbar in das Oval der Arena. Die Ränge boten Platz für 20000 Zuschauer, die sich Schauspiele, Tierhatzen und Gladiatorenkämpfe vorführen ließen. Im Arenakeller sind noch die Gänge zu erkennen, von denen die wilden Tiere einst ins Rund entlassen wurden.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Führung mit dem Gladiator Valerius (dargestellt von einem Schauspieler), der am Abend nach der Schließung für den übrigen Besucherverkehr die Teilnehmer durch Katakomben und Kampfstätten führt. Olewiger Straße | Öffnungszeiten der Trierer Römerbauten: April-Sept. tgl. 9-18 Uhr, Okt. und März tgl. 9 bis 17 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 2,10 Euro, für alle Römerdenkmäler 6,20 Euro, Gladiator-Führung: 11 Euro

Dom

Vom Hauptmarkt führt die Sternstraße direkt auf das monumentale Westwerk des Doms, der ältesten Bischofskirche Deutschlands. Konstantin der Große errichtete hier 325 auf den niedergerissenen Mauern des Palastes seiner Mutter Helena eine Kirche. Seit dem 10. Jh. veränderten sie dann verschiedene Baumeister zur Gestalt des heutigen Doms. Über einen Kreuzgang ist der Dom mit der gotischen Liebfrauenkirche verbunden. Die Domschatzkammer zeigt sakrale Kunst aller Epochen.

Die berühmteste Reliquie des Doms, der Heilige Rock Christi, befindet sich in der Heiligrock-Kapelle neben der Schatzkammer in einem Holzschrein. Nur bei ganz besonderen Gelegenheiten, zuletzt während einer Wallfahrt 1996, dürfen die Gläubigen die Reliquie sehen. Vom 13. April bis zum 13. Mai 2012 soll die Tunika Christi das nächste Mal gezeigt werden.

Beim Bau des Informationsgebäudes, das sich gegenüber dem Haupteingang befindet, wurden Katakomben ausgegraben. Hier hielten wohl die ersten Christen in Trier ihre Gottesdienste ab. Dom tgl. 6.30-18 Uhr frei zugänglich (außer bei Gottesdiensten), Schatzkammer April-Okt. Mo-Sa 10-17, So 12.30-17 Uhr, Nov.-März Mo-Sa 11-16, So 14-16 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | www.dominformation.de

Dom- und Diözesanmuseum

Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum wurde in den Mauern eines ehemaligen Zuchthauses eingerichtet. Im Museum werden Funde aus den Trierer Gräberfeldern und dem Dombereich gezeigt. Prunkstück ist das restaurierte Deckengemälde aus dem konstantinischen Kaiserpalast, auf dessen Mauern der Dom errichtet wurde. Bei Ausgrabungen waren Tausende bunter Putzbrocken aufgetaucht, die wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt wurden. Windstraße 6 | April-Okt. Mo-Sa 9-17 Uhr, So 13-17 Uhr, Nov.-März Di-Sa 9-17 Uhr, So 13 bis 17 Uhr | Eintritt 2 Euro | www.bistum-trier.de/museum

Dreikönigenhaus

Zwischen Hauptmarkt und Porta Nigra liegt dieses um 1230 im frühgotischen Stil erbaute Wohnhaus. Besonderheit: Seine Bewohner mussten über eine Leiter, die bei Gefahr schnell eingezogen werden konnte, zum Eingang im ersten Stock klettern. Simeonstraße 19

Hauptmarkt

Ein Ensemble aus Fachwerkhäusern säumt den zentralen Platz der Altstadt. In früheren Zeiten repräsentierte er die Macht des Bürgertums gegenüber der benachbarten Domherrschaft. Herausragende Gebäude sind die Steipe (mit Café), einst Versammlungshaus der Trierer Bürger, und das Rote Haus, an dem eine lateinische Inschrift etwas angeberisch verkündet, dass Trier 1300 Jahre älter als Rom ist.

Ein barockes Portal führt zur Stadtkirche St. Gangolf, die sich fast vollständig hinter den Bürgerhäusern versteckt. Am Rande des Platzes steht das nach irischen Vorbildern 958 errichtete Marktkreuz. Am anderen Ende beherrscht der farbenprächtige Petrusbrunnen den Platz. Auf den Brunnenstufen lässt es sich im Sommer gut sitzen.

Kaiserthermen

Ende des 3. Jhs. begann man mit dem Bau der römischen Badeanstalt im kaiserlichen Palastbezirk, sie wurde aber nie fertiggestellt. Die mächtigen Fensterbögen des Warmbades wurden zum Teil rekonstruiert. Den unterirdischen Bereich mit seinen ehemaligen Wasserkanälen und Kellergängen können Sie besichtigen. Jeden Sommer finden zwischen den römischen Mauern die Antikenfestspiele mit Opern-, Operetten- und Konzertaufführungen statt. Zwischen Ostallee und Weberbach | Öffnungszeiten und Eintritt wie Amphitheater

Karl-Marx-Haus

Einer der berühmtesten Söhne der Stadt, Karl Marx (1818-83), wurde in dem barocken Bürgerhaus geboren. Eine seiner ersten Arbeiten beschäftigte sich mit der Notlage der kleinen Winzer an der Mosel. Heute ist in seinem Geburtshaus das Karl-Marx-Museum der Friedrich-Ebert-Stiftung untergebracht. Es zeigt Leben und Werk des Verfassers des „Kommunistischen Manifests“ und Dokumente der frühen Arbeiterbewegung. Vor allem für Touristen aus China gehört ein Besuch zum Pflichtprogramm. Brückenstraße 10 | April-Okt. tgl. 10-18 Uhr, Nov. bis März Mo 14-17 Uhr, Di-So 10-13 und 14-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.museum-karl-marx-haus.de

Konstantin-Basilika mit Kurfürstlichem Palais

Erbaut wurde der mächtige Ziegelbau der Basilika von Kaiser Konstantin um 310 als Palastaula und Thronsaal. Die Wände des riesigen Innenraumes waren einst komplett mit Marmor verkleidet. Die Basilika wird heute als Kirche zum Erlöser von der Evangelischen Gemeinde genutzt. Anfang des 17. Jhs. errichteten die Kurfürsten direkt an der Basilika das Kurfürstliche Palais, einen der schönsten Rokokopaläste der Welt. Seine barocke Fassade ist auf den Palastgarten ausgerichtet. Hier können Sie inmitten barocker Gartenkunst spazieren gehen: Hainbuchenhecken, Plastiken und Wasserspiele bestimmen das Ambiente. Den schönsten Blick auf den Palastgarten genießen Sie von der Caféterrasse des Rheinischen Landesmuseums. Im Kurfürstlichen Palais ist heute eine Landesbehörde untergebracht. Am Palastgarten | Basilika (außer bei Gottesdiensten und Konzerten) April-Okt. Mo-Sa 10-18, So 12-18 Uhr, Nov.-März Di-Sa 11-12 und 15-16 Uhr, So 12-13 Uhr, Palastgarten rund um die Uhr frei zugänglich | Eintritt frei

Palais Kesselstatt

Das barocke Palais gegenüber dem Dom, 1746 als Winterresidenz auf den Grundmauern einer römischen Glasbläserei errichtet, gehörte einer Reichsgrafenfamilie. Heute befinden sich darin ein Restaurant (Di-So | €€€) mit weitläufigem Weinkeller sowie eine rustikale Weinstube. Liebfrauenstraße 10

Palais Walderdorff

Der barocke Gebäudekomplex am Domfreihof mauserte sich nach der Neugestaltung des Platzes und einer umfassenden Sanierung zu einem der beliebtesten Treffpunkte in der Innenstadt. Hier sind die Volkshochschule, die Stadtbücherei und eine Galerie für zeitgenössische Kunst angesiedelt. Restaurant, Vinothek, Café und Jazzkeller ziehen weitere Besucher an. Im Sommer können Sie draußen sitzen - mit Blick auf den Domfreihof.

Porta Nigra

Das Wahrzeichen von Trier, im 2. Jh. erbaut, ist das am besten erhaltene römische Tor nördlich der Alpen. Zwischen zwei knapp 30 m hohen Türmen erstreckt sich ein quadratischer Durchgangsbau, den früher jeder passieren musste, der in die Stadt hineinwollte. Nach den Einfällen der Germanen und dem Ende der römischen Herrschaft wurde die Porta Nigra zerstört. Im 11. Jh. besiedelte der Mönch Simeon eine Klause im Ostturm, die dann zur Pilgerkirche ausgebaut wurde und als geheiligter Ort die Jahrhunderte überstand. Kaiser Napoleon erließ 1804 den Befehl, alle kirchlichen Einbauten zu entfernen, sodass sich die Porta Nigra weitgehend wieder so präsentiert wie zu römischen Zeiten. Porta-Nigra-Platz | Öffnungszeiten und Eintritt wie Amphitheater

Rheinisches Landesmuseum

Archäologische Funde aus keltischer, römischer und fränkischer Zeit präsentiert das Rheinische Landesmuseum. Berühmt ist seine Sammlung römischer Bodenmosaiken aus antiken Villen sowie Grabdenkmäler und Goldmünzen. Auch das Original des „Neumagener Weinschiffs“ ist zu sehen. Im Innenhof steht eine Nachbildung der Igeler Säule. Die Reliefs mit Darstellungen aus dem Leben einer Tuchmacherfamilie sind farbig ausgeführt, im Unterschied zum Original, dessen Farben im Laufe der Zeit verwittert sind. Weimarer Allee 1 | Di-So 9.30-17.30 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.landesmuseum-trier.de

Spielzeugmuseum

Im historischen Steipe-Gebäude am Hauptmarkt entfaltet sich eine Welt im Miniaturformat: vom Holzspielzeug des 18. Jhs. über Eisenbahnen, Dampfmaschinen und Puppenstuben bis zu Computerspielen der Neuzeit. Jakobstraße 4 | April-Dez. tgl. 11-18 Uhr, Jan.-März Di-So 11-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.spielzeugmuseum-trier.de

Städtisches Museum

Das im Simeonstift neben der Porta Nigra gelegene Museum dokumentiert die Geschichte von Trier und seinem Umland. Ein Modell zeigt, wie die Stadt um 1800 ausgesehen hat. Simeonstiftplatz | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.museum-trier.de

Thermen am Viehmarkt

Reste einer römischen Badeanstalt und eines mittelalterlichen Kapuzinerklosters, überwölbt von einem futuristischen Glaswürfel des Architekten Oswald Mathias Ungers („Ungers-Vitrine“). Zwischen den Thermenmauern werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Viehmarkt | Di-So 9-17 Uhr | Eintrittspreis wie Amphitheater

Region: Bernkastel-Kues

Burg Landshut

Die mächtige Burgruine dominiert das Stadtbild von Bernkastel-Kues. Von hier oben bietet sich ein weiter Ausblick ins Moseltal und über die Stadt. Zu erreichen ist die Burg über den Parkplatz Jugendherberge, mit dem Burg-Landshut-Express oder über einen steilen Weinbergsweg.

Heimat-Museum

Im Graacher Tor, dem einzigen erhalten Stadttor Bernkastels, ist das Museum untergebracht. Graacher Straße | Do-So 15-17 Uhr | Eintritt 1 Euro

Kloster Machern

Die ehemalige Zisterzienserinnenabtei liegt moselabwärts im Stadtteil Wehlen. Das Kloster wurde 1802 aufgegeben und verfiel, bis es in den 1990er-Jahren umfassend renoviert wurde. Heute beherbergt es ein Weinkabinett, eine Klosterdestille (Likörkeller), eine Klosterbrauerei, ein Spielzeug- und Ikonenmuseum, einen Klosterladen und das Brauhaus-Restaurant. An der Zeltinger Brücke | Tel. 06532/951640 | Restaurant tgl. 11-1 Uhr | €€ | Museum tgl. 10-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.klostermachern.de

Marktplatz

Der Bernkasteler Marktplatz ist umgeben von bis zu 600 Jahre alten Fachwerkhäusern, darunter das Renaissancerathaus und das kuriose Spitzhäuschen, dessen Obergeschoss nach drei Seiten überhängt. In der Mitte des Platzes steht der St.-Michaels-Brunnen (17. Jh.) mit dem schwertschwingenden Erzengel.

Moselweinmuseum

In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des St.-Nikolaus-Hospitals wurde das Moselwein-Museum eingerichtet. Es bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte des Weinbaus. In der Vinothek im Gewölbekeller haben Sie die einmalige Gelegenheit, 160 Weine, die repräsentativ für das Anbaugebiet sind, zu verkosten. Cusanusstraße 2 | 16. April-31. Okt. tgl. 10-18 Uhr, 1. Nov. bis 15. April tgl. 14-17 Uhr | Eintritt Museum 2 Euro, Vinothek ohne Weinproben frei, mit Proben 15 Euro

St.-Nikolaus-Hospital

Im Stadtteil Kues liegt der mächtige Bau des Hospitals, das Nicolaus Cusanus im 15. Jh. als Altersheim für bedürftige Männer gestiftet hat. Bis heute werden die Räumlichkeiten als Altenheim genutzt. Glanzstücke der spätgotischen Stiftsanlage sind die Bibliothek mit vielen mittelalterlichen Handschriften und die Kapelle mit dem dreiflügeligen Altar. Cusanusstraße 2 | So-Fr 9-18, Sa 9-15 Uhr | Eintritt zu Innenhof und Kapelle frei | Bibliothek nur im Rahmen einer Führung (April-Okt. Di 10.30 und Fr 15 Uhr) | Eintritt 4 Euro | Gruppen nach Voranmeldung Tel. 06531/2260 | www.cusanus.de

Region: Traben-Trarbach

Grevenburg

Über der Stadt thront die Ruine der Grevenburg (erbaut um 1350, 1734 von den Franzosen gesprengt). Von dort bietet sich ein schöner Ausblick auf Stadt und Fluss. Eine Burgschänke mit schattigem Burggarten lädt zur Einkehr ein (April-Okt. tgl., Mo nur mittags | Tel. 06541/6512 | €).

Ikonenzentrum

Im alten Stadtturm ist das von Alexej Saweljew (1918-98) gegründete Ikonenmuseum untergebracht. Es zeigt 115 Ikonen des russischen Künstlers, der Ikonenmalerei nicht als Kunst, sondern als Handwerk verstand, das zum Gottesdienst gehört. Mittelstraße 8 | Di-Sa 10-12 und 14-17 Uhr, So 14-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | www.ikonenzentrum-saweljew.de

Jugendstilbauten

Zehn Bauwerke in reinstem Jugendstil sind in Traben-Trarbach erhalten, darunter das Hotel Bellevue, die Villa des Weinhändlers Adolph Huesgen und das 1899 erbaute Brückentorhaus, heute Wahrzeichen der Doppelstadt. Die zehn bestens erhaltenen Gebäude wurden alle von Bruno Möhring konzipiert. Um die letzte Jahrhundertwende brachte der Berliner Architekt die neue Mode des Jugendstils an die Mosel. Die dort ansässigen Kaufleute des damals nach Bordeaux zweitgrößten Weinhandelsplatzes der Welt konnten es sich leisten, 200000 Goldmark für eine Villa hinzublättern. Bei der Tourist-Information können Sie Jugendstilführungen buchen.

Mittelmoselmuseum

In der Barockvilla einer Kaufmannsfamilie: alles über Stadtgeschichte, Handwerk und ländliche Wohnkultur. Casinostraße 2 | Ostern-Okt. Di bis So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro

Mont Royal

Festungsanlage oberhalb von Traben, erbaut unter dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. Die Tourist-Information veranstaltet Führungen (jeden ersten Samstag im Monat um 10 Uhr, weitere Termine im Veranstaltungskalender der Stadt | Teilnahme 2 Euro). Auf dem Mont Royal befindet sich auch ein Sportflugplatz, der Mitfluggelegenheiten anbietet (Tel. 06541/1005). Direkt nebenan können Sie in einem Hochseilklettergarten Ihren Mut erproben (17 Euro | www.move-up-gmbh.de).

Region: Cochem

Altstadt

Einen kleinen Rundgang beginnen Sie am besten am Enderttor (1322) mit den Resten der alten Stadtbefestigung. Verwinkelte Gassen führen zum Marktplatz mit alten Giebelhäusern und einem barocken Erkerrathaus (1739) sowie dem Marktbrunnen. Die Kirche St. Martin mit ihrer barocken Turmhaube stammt aus dem 15. Jh. Oberhalb des Rathauses liegt das ehemalige Kapuzinerkloster (1623), heute ein Kulturzentrum.

Historische Senfmühle

Direkt an der Moselbrücke (gegenüber der Altstadt) liegt die Historische Senfmühle. Sie zählt zu den ältesten Europas. In der fast 200 Jahre alten restaurierten Mühle stellt Senfmüller Wolfgang Steffens acht verschiedene Sorten des scharfen Aufstrichs her. Stadionstraße 1 | Laden tgl. 10-18 Uhr, Führungen tgl. 11, 14, 15 und 16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | www.senfmuehle.net

Reichsburg Cochem

Das Wahrzeichen der Stadt erreichen Sie auf einem Weg durch die Weinberge. Erbaut um 1000, wurde die Anlage im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört und im 19. Jh. nach alten Vorbildern von einem reichen Berliner Geheimrat wieder aufgebaut. Von der Burg können Sie einen prachtvollen Ausblick über das Moseltal genießen. Ein Falkner präsentiert Flugvorführungen von Falken, Adlern, Eulen und Geiern (Di-So um 11, 13, 14.30 und 16 Uhr | Eintritt 3,50 Euro). Burg Mitte März-Nov. tgl. 9 bis 17 Uhr | Burgführung 4,50 Euro | www.reichsburg-cochem.de

Region: Koblenz

Alte Burg

Im 13. Jh. vom Trierer Kurfürsten als Trutzburg gegen rebellierende Koblenzer Bürger errichtet. Flankiert von zwei mächtigen Türmen, befindet sich heute hinter den Mauern das Stadtarchiv. Burgstraße

Balduinbrücke

Die elf Bögen zählende Brücke über die Mosel ist die älteste von Koblenz. Sie wurde ab 1332 von Balduin von Luxemburg erbaut. An den Trierer Erzbischof und Kurfürsten erinnert eine steinerne Statue.

Deutscher Kaiser

Ein zinnengeschmückter Wohnturm vom Anfang des 16. Jhs. In den spätgotischen Gewölben ist heute die älteste Gaststätte der Stadt untergebracht. Castorstraße 3

Deutsches Eck

Die Landzunge an der Mündung der Mosel in den Rhein trägt ihren Namen nach dem Deutschen Orden, der sich hier im 13. Jh. niederließ. Das Komturhaus des Ritterordens liegt am Rande des Platzes. In der Mitte erhebt sich ein mächtiges Monument für den deutschen Kaiser Wilhelm I. Eingeweiht im Jahr 1897, war es ganz vom national-schwülstigen Stil der damaligen Zeit geprägt. Doch der gezielte Schuss eines amerikanischen Artilleristen zu Ende des Zweiten Weltkrieges blies das Bronzepferd samt Kaiser Wilhelm I. respektlos vom Sockel. Heftig stritten die Koblenzer, ob der Kaiser wieder reiten solle. 1993 schwebte dann ein nachgegossenes Reiterstandbild an den Ketten eines Krans auf den alten Sockel. Koblenz hat seitdem seinen Kaiser Wilhelm am Deutschen Eck zurück.

Festung Ehrenbreitstein

118 m über dem Rhein, gegenüber der Altstadt, thront die mächtige Festung Ehrenbreitstein. Die preußische Festungsanlage wurde nie eingenommen und ist noch vollständig erhalten. Sie kann rund um die Uhr besichtigt werden. In den Gebäuden ist das Landesmuseum Koblenz sowie das Jugendgästehaus untergebracht. Von der Festung haben Sie einen herrlichen Blick auf das Deutsche Eck und die Altstadt. Im Sommer werden hier Festspiele und Konzerte veranstaltet. Eintritt (nur Außenbereich) 1,10 Euro | Führungen März bis Nov. 10-17 Uhr stündlich | www.festungehrenbreitstein.de

Florinsmarkt

Das Alte Kaufhaus, Anfang des 15. Jhs. erbaut, ist eines der schönsten Gebäude am Florinsmarkt. Solange die Fratze des Augenrollers am Alten Kaufhaus hängt, solange geht es der Stadt gut - so berichtet eine alte Legende. Sie geht zurück auf die letzten Worte eines verarmten Raubritters, der 1536 in Koblenz öffentlich enthauptet wurde und dessen Kopf man hier aufhängte. Anstelle des Kopfes hängt jetzt eine Uhr. Unter dem Ziffernblatt rollen die Augen im Sekundentakt, alle halbe Stunde steckt der Ritter die Zunge heraus. Sehenswerte Gebäude sind außerdem das Schöffenhaus und der Bürresheimer Hof sowie die gegenüber gelegene Florinskirche aus dem 11. Jh.

Kurfürstliches Schloss

Kurfürst Clemens Wenzeslaus ließ das Schloss 1777-86 am Rhein errichten, wurde aber schon 1794 von Napoleon vertrieben. Später wurde das Schloss Residenz der preußischen Könige und Kaiser. Heute ist hier eine Behörde untergebracht. Die 160 m lange Front mit der Gartenanlage lädt zu einem Spaziergang ein. Schlossstraße

Landesmuseum Koblenz

Im Museum zur Technik- und Wirtschaftsgeschichte, das auf der Festung Ehrenbreitstein untergebracht ist, gibt es Abteilungen u.a. zu Weinbau, Tabakverarbeitung, Sekt- und Branntweinherstellung sowie zur Steinindustrie. Festung Ehrenbreitstein | Mitte März-Ende Nov. tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.landesmuseumkoblenz.de

Ludwig Museum

Im Deutschherrenhaus am Deutschen Eck wird Gegenwartskunst mit Schwerpunkt auf aktueller französischer Kunst präsentiert. Danziger Freiheit 1 | Di-Sa 10.30-17 Uhr, So 11-18 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | www.ludwigmuseum.org

Mittelrhein-Museum

Im historischen Alten Kaufhaus im Herzen der Altstadt werden archäologische Funde aus frühgeschichtlicher und römischer Zeit gezeigt sowie eine Gemäldesammlung mit Werken aus dem 18. Jh. Florinsmarkt 15 | Di-Sa 10.30-17 Uhr, So 11-18 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | www.mittelrhein-museum.de

Mutter-Beethoven-Haus

Geburtshaus von Maria Magdalena Kewerich, der Mutter Ludwig van Beethovens. Das Gebäude ist beispielhaft für die bürgerliche Architektur im Schatten der Festung Ehrenbreitstein. In den Ausstellungsräumen wird das musikalische und literarische Umfeld der Epoche Beethovens und des in Koblenz geborenen romantischen Schriftstellers Clemens Brentano präsentiert. Stadtteil Ehrenbreitstein | Wambachstraße 204 | 15. April-15. Okt. Di-Sa 12-17 Uhr, So 12-16 Uhr | Eintritt frei

Rheinisches Fastnachtsmuseum

Etwas für hartgesottene Karnevalfans: In einem Turm des Forts Konstantin zeigt die Sammlung unter dem Koblenzer Fastnachtsmotto Kowelenz Olau das närrische Treiben des Rheinlands - mit Uniformen, Orden und Aufbauten von Umzugswagen. Hinter dem Hauptbahnhof | April-Anf. Okt. Sa und So 14-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | www.fastnachtsmuseum-koblenz.de

Rheinmuseum

Die Geschichte des Rheins und der Menschen am Strom: Fischfang, Schifffahrt, Gewässerkunde und Rheinromantik. Stadtteil Ehrenbreitstein | Charlottenstraße 53a | Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | www.rhein-museum.de

St. Kastor

In der ältesten Kirche von Koblenz verhandelten 842 die Söhne Ludwigs des Frommen über die Teilung des fränkischen Reiches. Der karolingische Vorgängerbau wurde Ende des 12. Jhs. durch eine romanische Basilika ersetzt. Im Kircheninneren sind das Sternengewölbe und gotische Grabmäler sehenswert. Tgl. 9-18 Uhr | Kastorhof

Weindorf

Anlässlich der „Reichsausstellung Deutscher Wein“ wurde 1925 am Rheinufer das Weindorf errichtet. Wer deftig speisen und fröhlich trinken will, ist hier richtig. Die deutscher Gemütlichkeit nachempfundenen Fachwerkhäuser sind auch heute noch ein beliebter Treffpunkt - vor allem von Touristen. An der Pfaffendorfer Brücke (B 49)

Stadtführungen

Stadtführungen zu Fuß durch die Altstadt (April-Okt. Fr und Sa 14.30 Uhr, So 11 Uhr | 3 Euro) dauern ca. 2 Stunden. Ebenso lange sind Sie bei Stadtrundfahrten mit einem Oldiebus im Stil der 1960er-Jahre unterwegs (ab Bushaltestelle Deutsches Eck | April-Okt. Sa 14 Uhr | 6 Euro). Rundfahrten mit dem Bähnchen Altstadt-Express beginnen am Schiffsanleger am Rheinufer (April-Okt. tgl. 10-17 Uhr | 4 Euro).

Ein besonderes Erlebnis sind Nachtführungen und Kneipenstreifzüge mit dem Koblenzer Original Manfred Gniffke, der in Mundart kuriose Stekkelcher (Anekdoten) aus der Stadtgeschichte erzählt. Anmeldungen und Tickets für alle Stadtführungen bei der Koblenz-Touristik (Tel. 0261/3038814 | www.koblenz.de).