Reisetipps Griechische Inseln

Insider Tipps Griechische Inseln MARCO POLO Autor Klaus Bötig im Interview

Klaus Bötig lebt in Bremen. Seit 1980 verbringt er jährlich etwa sechs Monate auf Recherchereisen durch Griechenland, Zypern und Malta.

Seit wann kennen Sie die griechischen Inseln?

Meine erste griechische Insel habe ich 1972 besucht: Ägina dicht vor der Küste Athens. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr hinzu, bis ich fast alle der knapp 100 ständig bewohnten Inseln des Landes kannte.

Was reizt Sie an den Inseln?

Die Ägäischen Inseln werden nie langweilig. Jede ist anders. Fast alle Inseln sind gebirgig, manche haben Vulkane, einige sind üppig grün, andere nahezu kahl. So unterschiedlich wie die Natur sind auch die Menschen und die Orte. Es gibt geschäftige Strände mit vielen Wassersportmöglichkeiten, aber auch ganz einsame Buchten ohne Liegestuhl und Sonnenschirm.

Was pädestiniert Sie als MARCO POLO Autor?

Ich bin ein leidenschaftlicher Reisender und sehr neugierig. Die Inseln kenne ich nicht nur als Momentaufnahme, sondern in ihrer Entwicklung über die Jahrzehnte hinweg. Ich bin mit vielen Menschen auf den Inseln bekannt - vom Bauern bis zum Politiker. So erhalte ich viele Insider-Informationen.

Kommen Sie viel auf den griechischen Inseln herum?

Meine jährlichen Recherchereisen führen mich immer auf die touristisch bedeutsamen Inseln wie Rhodos, Kos, Mykonos und Santorin. Die mir so lieben Inselzwerge kann ich meist nur alle drei Jahre besuchen.

Was machen Sie beruflich?

Neben Reiseführern schreibe ich auch für Fachzeitschriften, Magazine, Tageszeitungen und Bordjournale und blogge bei www.artestravel.de. Das alles als Freiberufler - mein Leben lang.

Sprechen Sie Griechisch?

Nach 35 Jahren in Griechenland kann selbst der Mußevollste die Landessprache - und lernt noch immer jeden Tag hinzu. Ich habe sie wie ein Kind gelernt: durch Zuhören und Ausprobieren, indem man Fehler macht und Praxis bekommt.

Mögen Sie die griechische Küche?

Die Inselküche schätze ich wegen ihrer großen Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten. Erfreulicherweise hat in den letzten Jahren ein Aufwärtstrend eingesetzt: Man besinnt sich wieder auf die zeitaufwendige, regionale Küche. Dafür stehen die anthoús: Mit Reis und Kräutern gefüllte, blanchierte Zucchiniblüten.