bedeckt München 14°

Reiseführer Sylt:Einkaufen

Vom Biobrot bis zum Strandkorb: Die schönsten Mitbringsel sind die, die wirklich von der Insel kommen

Einkaufen macht richtig Spaß auf Sylt: Viele nette Fußgängerzonen laden zum Bummeln ein, und in den zahlreichen Cafés und Bistros kann man zwischendrin gut eine Pause einlegen. Die Geschäfte haben sich alle auf Urlauber eingestellt, denn die wenigen Einheimischen würden ihr Überleben kaum sichern. Deshalb darf man sich auch nicht über die zahllosen Juweliergeschäfte wundern, Teppichläden, Galerien, Boutiquen und Einrichtungsgeschäfte, besonders in Kampen, Keitum und natürlich Westerland. Der Urlaub ist die ideale Zeit für besondere Einkäufe – ohne Terminstress und im Beisein des Partners bringt der Einkauf gleich doppelt so viel Spaß.

Delikatessen

Viele Gäste sind auf der Suche nach einer Urlaubserinnerung, die einen tatsächlichen Bezug zur Insel hat. Ungezählte Produkte schmücken sich zwar mit dem Namen „Sylt“, haben aber in Wirklichkeit mit Sylt nicht das Geringste zu tun. Echte Sylter Produkte sind meistens zum Verzehr gedacht und eignen sich daher nur bedingt zum Mitnehmen. Dafür sind sie aber richtig lecker wie etwa die Milch in der blauen Tüte von Bauer Nielsen aus Morsum, die Sie in vielen Supermärkten bekommen. Biobrot, das vom Samen bis zum Endprodukt auf Sylt entsteht, bekommen Sie im Körnerladen in Braderup, geräucherten Lammschinken und Lammsalami im Keitumer Gänsehof und Käse von Sylter Ziegen im Friesischen Käselädchen in Keitum. Natürlich gehören in diese Aufzählung auch die Auster Sylter Royal, die in der Austern-Compagnie in List geerntet und deutschlandweit versendet wird, sowie die Rot- und Braunalgen, die nebenan in der Sylter Algenfarm zum Verzehr gezüchtet werden. Ein höchst süffiges Bier ist das „Sylter Hopfen“ in der 0,75-l-Flasche, gebraut in Flaschengärung mit Champagnerhefe und mit in Keitum angebautem Hopfen. Und ab 2012 wird sogar der erste Sylter Wein der Lage „55° Nord“ gekeltert; angebaut werden die Solaris- und Rivanertrauben in Keitum.

Möbel & Einrichtung

Wem das alles zu popelig ist, der nimmt sich am besten einen handgearbeiteten Strandkorb von Sylt mit. Und wessen Terrasse dafür zu klein ist, der kann sich in vielen Tischlereien immerhin maßgeschneiderte Friesenbänke und -tische anfertigen lassen. Schließlich: Aufgrund der vielen Ferienapartments und Zweitwohnungen, die eingerichtet werden wollen, haben sich auf Sylt auch viele Geschäfte niedergelassen, die sich der Wohnkultur im weitesten Sinn verschrieben haben.

Schmuck

Schmuck & Kunsthandwerk

In Kampen haben sich überdurchschnittlich viele Juweliere niedergelassen, dazu gehört z. B. das Atelier der Goldschmiedin Susanna Dünne. Auch gibt es hier eine ganze Reihe von Nobelboutiquen. In Keitum liegen die Läden und Ateliers oft versteckt in kleinen Seitenstraßen unter historischen Dächern. Zwar finden sich auch hier zunehmend Bekleidungsgeschäfte, doch gilt es immer noch als das Dorf der Kunsthandwerker, deren Arbeiten allesamt von sehr hohem Niveau sind.

Souvenirs

Andere Produkte können Sie dafür auf Vorrat kaufen – als erste Hilfe, falls Sie das Inselheimweh überfällt: beispielsweise das Mineralwasser der Sylt-Quelle aus Rantum oder die „Echt Sylter Brisen-Klömbjes“, ein Bonbon, den es gleich in mehreren Geschmacksrichtungen gibt ( www.sylter-brisen.de ). Dann locken noch die Sylter Teemischungen, beispielsweise im Westerländer Teehaus Ernst Janssen. Seit 300 Jahren hat das Teetrinken auf Sylt Tradition. Schönheitsprodukte gibt es von der Firma Sypharm, die mit der schadstofffreien Sole der Sylt-Quelle die Kosmetikreihe Thermasol produziert ( www.sylter-thermasol.de ). Und nicht vergessen seien die Erzeugnisse des Sylter Eiland-Verlags: Neben vielen Publikationen, vom Inselkrimi bis zum Bildband, gibt der Verlag auch klein- und großformatige Fotokalender heraus, die helfen, die Zeit bis zum nächsten Sylturlaub zu überstehen.

Weiter zu Kapitel 5

Silke von Bremen ist Gästeführerin und eine profunde Kennerin der Insel. Von ihr liegen zahlreiche Veröffentlichungen zu Sylt vor, sie auf Rundgängen zu begleiten, ist so unterhaltsam wie interessant. Arnd M. Schuppius arbeitet als freiberuflicher Autor und Lektor für mehrere Verlage und Zeitschriften. Er besucht die Insel ein paar Mal im Jahr und verfolgt ihre Entwicklung mit konstruktiver Kritik.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de