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Reiseführer Japan:Einkaufen

Modernste Elektronik, gebrauchte Kimonos und edles Kunsthandwerk - Japan ist ein Paradies für alle, die shoppen wollen

MARCO POLO Autoren Angela und Rainer Köhler

Shoppen in Japan ist Weltspitze: Angebot, Service, Qualität und Öffnungszeiten stimmen - alle großen Geschäfte haben am Wochenende bis 20 Uhr geöffnet. Wenn nur die vielen Nullen auf den Preisschildern nicht wären - das Konsumparadies ist sündhaft teuer.

Elektronik, Kameras

Mekka für Technikfans ist der Tokioter Stadtteil Akihabara. Hier bieten mehr als 600 Kaufhäuser und Fachgeschäfte jede Art von Elektronik an, wie es sie oft in Europa noch gar nicht gibt: vom Computer über Digitalkameras bis zum Videospiel. Spezielle Ketten wie Laox bieten zollfreie und auf ausländische Normen zugeschnittene Modelle. Achten Sie auf Exportgeräte mit 220 Volt und PAL-Norm. Japanische Handys funktionieren in Europa nicht. Im Tokioter Stadtteil Shinjuku bietet das Warenhaus Yodobashi mit 30000 Artikeln das größte Angebot an Fototechnik und Büroelektronik. Auch BIC Camera nahe der Ginza ist eine Topadresse.

Glücksbringer

Japaner sind abergläubisch und lieben deshalb Glücksbringer. Beeindruckend ist das Angebot in den Tempeln. Dort können sich die Besucher Lucky-charms-Ketten für so ziemlich jede Gelegenheit kaufen: für die nächste Prüfung, für gute Gesundheit, Glück in der Liebe, unfallfreies Fahren und vieles mehr.

Kleidung

Neben T-Shirts mit Sushi-Menüs oder witzigen Kanji-Schriftzeichen sind vor allem die leichten Baumwoll-Yukatas (Sommerkimonos) Bestseller. Gern gekauft werden auch die dunklen Seiden-Haori-Jacken, die Nippons Elitemänner an Festtagen über ihren Kimonos tragen. Empfehlenswert sind Kimonogürtel (obi), die auch als Tischläufer äußerst dekorativ einsetzbar sind. Recht preiswert erhalten Sie gebrauchte Hochzeitskimonos.

Kunst

Zu den beliebtesten Souvenirs gehören alte Holzschnitte (Ukiyoe). Von ihnen ließen sich auch europäische Maler wie Vincent van Gogh inspirieren. Ukiyo-e bedeutet "Bilder der fließenden Welt" und steht damit nur für Szenen aus der Edo-Zeit mit Kurtisanen, Theatern oder Geisha-Häusern. Über die Landesgrenzen berühmt sind die romantischen Landschaftsbilder der Künstler Ando Hiroshige (1779-1858) und Katsushika Hokusai (1760-1849). Originaldrucke, in Kunsthandlungen zu haben, sind allerdings sehr teuer. Von allen berühmten Bildern sind aber preiswerte Kunstdrucke in sehr guter Qualität erhältlich.

Kunsthandwerk

Japanisches Papier (Washi) gilt als das feinste handgeschöpfte Papier der Welt. Das Angebot in Spezialgeschäften und Warenhäusern reicht von Geschenkpapier über Briefbögen in leuchtenden Farben bis hin zu bunten Schachteln und kunstvollen Faltarbeiten (Origami). Traumhaft sind die Lackwaren (Shikki). Diese aus China übernommene Technik haben Japans Handwerker zu einer unbestrittenen Meisterschaft entwickelt. Zu den Objekten gehören Gebrauchsgegenstände wie Suppen- oder Reisschalen, Tabletts und Essstäbchen, aber auch Möbel und Ziergegenstände. Exquisite Lackwaren mit bis zu 60 Lagen aus den Hochburgen Kyoto oder Wajima, wo viel mit Silber- bzw. Goldstaub gearbeitet wird, sind sehr teuer. Doch es gibt auch erschwingliche Einzelstücke wie Stäbchen, Tabletts oder Sakebecher. Einen ausgezeichneten Ruf besitzt auch die japanische Keramik, die mit einer schlichten Ästhetik besticht. Durch die Entwicklung der Teezeremonie ab ca. 1333 wurden vor allem Trinkschalen zu begehrten Sammlerstücken.

Hübsche Souvenirs sind japanische Puppen, die allerdings nur zum Anschauen taugen. Die Damen tragen kunstvolle Frisuren und edle Kimonos, die Männer sind wie Samurai gekleidet. Besonders groß ist das Angebot zum Puppen- oder Mädchentag am 3. März, wenn alle Kaufhäuser den auf schwarzen Lacktreppen angeordneten Hofstaat des Kaiserpaars als Puppenensemble anbieten.

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Wer mehr als 25 Jahre in Japan lebt und arbeitet, muss dieses Land, seine Menschen, ihre Mentalität und Kultur einfach mögen. Das Fremde ist längst vertraut geworden, auch weil beide Journalisten täglich ihr Gastland beobachten und sensibel werden für das Besondere und für Veränderungen. Das Neue zu suchen, macht ihren Job als Korrespondenten deutschsprachiger Medien so spannend.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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