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Reiseführer Frankreich:Bloss nicht

Ein paar Tipps zur Vermeidung unliebsamer Abenteuer

MARCO POLO Koautorin Andrea Reidt

Dieben eine Chance geben

Gerade in Großstädten sind Touristen oft eine leichte Beute von Dieben. In der Metro deshalb immer den Rucksack nach vorn schnallen und die Handtasche gut festhalten. Kameras, Handys und Portemonnaies nicht während der Fahrt auspacken. An Sightseeing-Brennpunkten wie z. B. Sacré Cœur ist besondere Vorsicht geboten. Hier tummeln sich Taschendiebe aus aller Herren Länder.

Eine private Einladung ausdehnen

Wenn man das Glück hat, von Franzosen zum Essen gebeten zu werden, gelten andere Höflichkeitsregeln als zu Hause. Verlässt einer der Gäste die Tafel, verabschieden sich alle anderen sofort, mag es auch ungemütlich wirken. Und Wein trinkt man nur zum Essen, keinesfalls lässt man sich anschließend zu einem Abschiedstrunk auf dem Sofa der Gastgeber nieder, der Abend endet mit dem letzten Gang, café oder digestif.

Leichtsinnig sein

Die französische Atlantikküste ist wegen des starken Wellengangs ein Surferparadies. Schwimmer jedoch sollten aufpassen, denn starke Strömungen sind schon manchem zum Verhängnis geworden. Vorsicht auch an der normannischen und bretonischen Küste: Hier kommt es häufig zu schnellen Wetterwechseln. Jedes Jahr ertrinken Menschen an der Atlantikküste.

Vor verschlossenen Türen stehen

In Frankreich gehen manche Uhren anders: Banken und Behörden machen erst um 9 Uhr, Geschäfte oft erst um 10 Uhr auf. Die Mittagspause ist heilig: Außer in Paris schließen Läden und Offices de Tourisme à midi, meist von 12 bis 14 Uhr.

Im Juli/August mit dem Auto gen Süden

Im Juli gehört Frankreich den Sportlern der Tour de France – die Folge: Staus in den französischen Etappenregionen. Frankreich ist ein zentralistisch organisiertes Land, alle Schulen schließen im Sommer gleichzeitig zwei Monate, und Paris leert sich. Zwischen Mitte Juli und Mitte August ist das höchste Verkehrsaufkommen, an den Stausamstagen gilt deshalb ein Fahrverbot für Kinderbustransporte. Hier ist die Staugefahr am größten: A 36, A 39, A 7, A 9, A 8, A 6 und im Lyoner Stadttunnel La Fourvière.

Verkehrsregeln missachten

Im Land der liberté herrscht im Straßenverkehr keine fraternité mit Fahrern ausländischer Wagen. Im Kreisverkehr gilt rechts vor links, jedenfalls oft … Der Klügere gibt nach! Die Zahl der Verkehrstoten ist wieder angestiegen, umso strenger werden Regelbrüche geahndet. In Parkverbotszonen sind Abschleppwagen schnell zur Stelle, Radarkontrollen sind häufig.

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Die Wiesbadener Journalistin Andrea Reidt besuchte als Kind fünf Jahre eine Schule in Nordfrankreich. Studium, Ausbildung und Beruf führten sie nach Paris, in die Auvergne, Normandie, ins Burgund und Languedoc. Familie, Freunde und Frankophilie regen sie oft an, neue französische Regionen zu erkunden und ihre Lieblingsorte von Lille bis Toulouse aufzusuchen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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