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Reiseführer Elba - Toskanischer Archipel:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Elba perfekt im Überblick

Tag 1

Die Inselhauptstadt Portoferraio ist der ideale Ausgangspunkt: Nachdem Sie durch die Festung spaziert sind und am Hafenbecken Darsena Medicea Schiffe geschaut haben, machen Sie sich auf den Weg in den Westen. Nehmen Sie unterwegs ruhig noch ein Stück Pizza bei Pomodorino mit und folgen Sie dann den braunen Schildern "residenza napoleonica" nach San Martino . Eine lange Allee führt Sie zur Villa Napoleonica, der Sommerresidenz Napoleons. Um Elbas sympathischste Oma, Nonna Adua, die vor der Villa einen kleinen Stand betreibt, kommen Sie nicht herum. Mit ihr müssen Sie einfach ein paar Worte gewechselt und von ihr wegen ihrer köstlich-traditionellen Rezepte das einzig wahre Elba-Kochbuch gekauft haben. Verbringen Sie den Nachmittag beim Baden in der Bucht von Biodola . Korkeichen säumen den Weg zum Küstenort Procchio, wo Sie die im Meer versinkende Sonne bei einem Drink auf der Terrasse des Hotels Valle Verde am Ortsausgang beobachten.

Tag 2

Am nächsten Morgen geht es auf der Küstenstraße Richtung Westen weiter bis Marciana Marina . Um 9 Uhr stechen Sie vom Hafen aus mit den Meeresbiologen des Centro Ricerca Cetacei in See, um Delphine in freier Wildbahn zu beobachten. Am Nachmittag geht es in die Berge: Die Straße windet sich nach Poggio hinauf. Tauchen Sie ins Gassengewirr des Bergdorfs ein und füllen Sie sich am Ortsrand Mineralwasser aus der Fonte Napoleone. Zum Abendessen setzen Sie sich im Nachbarort Marciana Alta auf die Terrasse der urgemütlichen Osteria del Noce. Übernachten Sie im herrlich abgeschiedenen Bed & Breakfast Valle dei Mulini.

Tag 3

Am nächsten Tag geht es wieder an der Küste entlang. Die Straße Richtung Chiessi/Marina di Campo schraubt sich zum Meer hinab. Biegen Sie rechts ab nach Sant'Andrea und schauen Sie sich die bizarr geformten Granitfelsen an. Auf dem Weg zur Punta Nera im äußersten Westen Elbas passieren Sie Eukalyptuswälder. Weinterrassen und türkisblaues Wasser dominieren das Landschaftsbild von Chiessi bis nach Pomonte. Parken Sie zwischen Fetovaia und Seccheto und erfrischen Sie sich mit einem Sprung ins kühle Nass der felsgerahmten natürlichen Schwimmbassins Le Piscine . Jenseits von Cavoli folgen Sie den Schildern Richtung Marina di Campo , wo Sie nach einem Spaziergang an der Uferpromenade die ortstypische Fischsuppe cacciucco im Restaurant Cacciucco genießen.

Vom Mittagessen gestärkt fahren Sie weiter bis nach Lacona . Die uralte Schirmpinie in der Via del Pinone ist die Besucherattraktion des Badeorts und ein beliebtes Fotomotiv. Auf dem Weg nach Osten gelangen Sie zum malerischen Bergdorf Capoliveri , dessen hoch gelegene Piazza einer Aussichtsplattform gleicht, bevor es nach Porto Azzurro geht. Zum Stadtbummel lädt das belebte Viertel um die Piazza Matteotti ein, anschließend lohnt die kostenlose Steinausstellung bei Giannini einen Besuch. Jetzt fahren Sie weiter nach Rio nell'Elba . Der älteste Ort auf Elba wartet mit einem sehenswerten historischen Waschhaus auf. Steuern Sie zum Schluss Ihrer Tour den nahe gelegenen Küstenort Rio Marina an. Im ehemaligen Erzverladehafen können Sie mit einer Minibahn durch den unter Unesco-Schutz stehenden Mineralienpark fahren und selbst auf Steinsuche gehen - womöglich stoßen Sie zum Schluss Ihrer Erlebnistour auf einen funkelnden Schatz!

Mit dem Mountainbike von Küste zu Küste

10:00

Nachdem Sie sich an der Uferpromenade von Marciana Marina sattgesehen haben, nehmen Sie Kurs auf den Ort Marciana Alta (Viale Principe Amedeo, dann rechts Richtung Costarella) und fahren zunächst 375 m steil bergan. Marciana Alta rechts liegen lassend, biegen Sie links auf die Hauptstraße ab und stoßen gleich darauf auf das Schild "Cabinovia". Eine steile, kurze Straße führt zur Talstation der kleinen Seilbahn, wo Sie Ihr Rad abstellen und sich in 15 Minuten zum Gipfel des Monte Capanne fahren lassen.

12:00

Wieder an der Talstation angekommen, winden sich Serpentinen durch einen Wald mit uralten Kastanien Richtung Poggio. An einer scharfen Linkskurve bietet sich der Platz um die Fonte Napoleone zu kurzer Rast an, denn hier darf sich jeder kostenlos von der Quelle bedienen. Auf der Hauptstrecke weiter radeln Sie hinauf ins hübsche Bergdorf Poggio . Sie umfahren dann die Kuppe, auf der sich die uralten Häuser gruppieren. Gleich rechts liegt hier eines der bekanntesten Restaurants der Insel: Publius, in dem Sie sich für die bisher gestrampelten Kilometer mit hausgemachter Pasta, einem frischen Salat und herrlichem Ausblick belohnen - und für die noch kommenden schon mal stärken können. Werfen Sie auch einen Blick auf die große Auswahl an Elba-Weinen und gönnen Sie sich gegebenenfalls ein Gläschen Ansonica.

14:00

Anschließend fahren Sie die 50 m bis zur Straße in Richtung Marina di Campo zurück. Diese schmale Straße mit teils gefährlichen Kurven zieht sich den Berg hinauf bis zum Kamm des Monte Perone . Zum Gipfel mit herrlicher Aussicht sind es von dem Pfad, der links bei der Wegkreuzung vor dem Schild "Campo nell'Elba" abgeht, lediglich noch 350 m. Wieder auf der Straße radeln Sie durch einen nahezu ebenen Pinienwald, der Sie für alle vorherigen Mühen entschädigt.

15:30

Nun geht es flott bergab, nach 1,5 km taucht die romanische Kirche San Giovanni mit eingestürztem Dachgebälk auf, kurz dahinter die Torre di San Giovanni , ein renovierter Wachturm aus pisanischer Zeit, der einen kurzen Fotostopp lohnt. An der Kreuzung Sant'Ilario/San Piero in Campo angekommen, fahren Sie rechts nach San Piero in Campo. Anschließend geht es ca. 4 km weiter den Hang hinunter, an der großen Straßenkreuzung links und dann noch 1 km bis in den Ort Marina di Campo , wo Sie sich am Strand bestens erholen können. Nach einem Sprung in die Fluten genießen Sie ein Menü aus frischen Meeresfrüchten direkt am Wasser im Restaurant Da Piero.

Rund um den Monte Calamita wandern

Tag 1

Das Auto lassen Sie im Zentrum von Capoliveri stehen und begeben sich zu Fuß zur Via Alcide de Gasperi, der Sie ortsauswärts folgen. Bald teilt sich der Weg, dort halten Sie sich rechts - Sie befinden sich nun auf dem Rundwanderweg um den Monte Calamita. Zwar geht es steil bergauf, doch schon bald werden Sie mit einem phantastischen Blick über den Golf von Mola belohnt. Fortan säumen Ginster und Lavendel Ihren Weg. Immer wieder können Sie wilde Orchideen am Wegrand bewundern. Außer an Erika und Zistrosen, die im Frühjahr so wunderschön weiß-rosa blühen, kommen Sie an Schatten spendenden Pinien und Korkeichen vorbei. Der Weg macht eine lang gezogene Linkskurve, deren Scheitelpunkt eine Anhöhe bildet und Ihnen eine Panoramaperspektive auf die von türkisblauem Wasser umspülte Innamorata-Bucht bietet. Wenden Sie sich um, können Sie an guten Tagen in der Ferne quer über die Insel bis zum Golf von Portoferraio hinüberschauen. Auf jeden Fall sehen Sie rund um die verlassenen Steinbrüche dieser mineralienhaltigen Gegend, wie die Eisenoxide im Sonnenlicht funkeln. Schließlich verdankt der Magnetberg seinen Namen dem silber-goldenen Magneteisenstein (calamita), das hier seit dem Altertum bis in die 1970er-Jahre abgebaut wurde.

Nach einer sich scharf nach rechts windenden Haarnadelkurve geht es noch knapp 100 m geradeaus, bevor sich der Weg verzweigt. Nehmen Sie die Abzweigung nach rechts, wobei Sie den Rundweg verlassen. Folgen Sie diesem Weg - linkerhand haben Sie nicht nur das Meer im Blick, sondern können bereits die Gebäude des Minenmuseums ausmachen, das Sie jetzt ansteuern. Der Weg mündet nach gut 1 km in eine breite Kiesstraße. Achtung: Hier fahren Autos, wenn auch selten. Biegen Sie hier nach links ab und folgen Sie der Straße leicht bergab immer den Schildern "Costa dei Gabbiani" nach, bis Sie rechterhand auf das Minenmuseum Museo della Vecchia Officina treffen. Hier bekommen Sie Einblick in das Leben der Bergarbeiter. Schließen Sie sich aber auf alle Fälle auch einer Führung durch die Mine von Capoliveri an.

Rund 50 m vom Eingang des Minenmuseums befindet sich ein kleiner Parkplatz bei einem Schild mit der Aufschrift "Remaiolo Beach". Überqueren Sie den Parkplatz und gehen Sie an der Schranke vorbei die Serpentinen hinunter bis zum Meer. Der Strand, den Sie erreichen, ist entgegen des Schilds nicht der etwas weiter östlich liegende Remaiolo-Strand, sondern die Spiaggia del Cannello . Es ist der einzig künstliche Strand Elbas und außerdem der mineralienreichste: Hier lagerte man die nicht eisenhaltigen Teile des geförderten Materials ab, wobei ein weißer Kiesstrand entstand, voll von Überresten an Azurit, Malachit, Aragonit u. a. Nach einem Bad im Meer begeben Sie sich wieder hinauf zur Hauptstraße und biegen dort rechts ab. Nun trennen Sie nur noch rund 3 km von Ihrem Übernachtungsziel Tenuta delle Ripalte . Im Restaurant der Ferienanlage Villa Ripalta probieren Sie sich durch typisch toskanische Spezialitäten.

Tag 2

Am nächsten Vormittag haben Sie sich ein wenig Erholung an der Spiaggia di Remaiolo verdient. Dieser ist von der Ferienanlage aus gut ausgeschildert und eine knappe halbe Stunde zu Fuß entfernt. Am Nachmittag verlassen Sie die Tenuta delle Ripalte in nördlicher Richtung (der Strand befindet sich in südlicher), um wieder zum Rundwanderweg zu gelangen. An der großen Wegkreuzung gehen Sie geradeaus. In den höher gelegenen Felsvorsprüngen lauern manchmal Turmfalken und Mäusebussarde. Plötzlich haben Sie von Ihrem Höhenweg aus den Strand von Naregno im Sichtfeld. Am Nordhang des Monte Calamita wuchern Mimosen, in den Feuchtgebieten wachsen Farne. Sie durchqueren einen weiteren Pinienwald, bevor Sie zu einer ausgeschilderten Abzweigung gelangen. Ein tiefer gelegener Forstweg bringt Sie zurück zu Ihrem Ausgangspunkt Capoliveri , wo Sie in der Taverna dei Poeti mit einem Slow-Food-Fischgericht den Tag ausklingen lassen.

Giglio mit dem Bus und zu Fuß

10:30

Wenn die Fähre in Giglio Porto einläuft, erblicken Sie bereits auf der linken Seite des Hafens den durch seine runde, gedrungene Form charakteristischen Wachturm Torre del Saraceno. Ansonsten empfängt Sie Giglio Porto mit einer Unzahl an Cafés, Eisdielen, Restaurants und Läden, dicht an dicht gedrängt auf der Flaniermeile Via Thaon de Revel. Folgen Sie dieser mit dem Meer im Rücken nach rechts, erreichen Sie am Rand des Hafens einen kleinen Sandstrand, an dem Sie sich das erste Mal im Wasser erfrischen können. Auf dem Rückweg holen Sie sich in der Bar Fausto das beste Eis der Insel. Hinter dem Häuserblock, in der Via Provinciale Porto, fährt der Bus ab, der Sie in 15 Minuten zum 405 m hoch gelegenen Ort Giglio Castello bringt. Von dem namensgebenden mittelalterlichen Burgkomplex aus genießen Sie eine phantastische Aussicht über das Meer bis zur Insel Giannutri und der Halbinsel Monte Argentario.

13:30

Von der Piazza Gloriosa (unmittelbar vor der Burg gelegen) folgen Sie nun zu Fuß der Straße ortsauswärts Richtung Giglio Campese rund 150 m weit, bis Sie links einen Parkplatz entdecken. Keine 10 m danach, noch vor dem Ortsausgangsschild, führt links der Wanderweg steil nach unten, der Sie auf die Westseite der Insel zum Ort Giglio Campese leiten wird. Schon bald erreichen Sie einen mediterranen Steineichenwald, in dem Myrte und Wildkräuter ihren Duft verströmen. Sie kommen an Lichtungen und kleinen Teichen vorbei. Achten Sie auf Quakgeräusche der Sardischen Scheibenzüngler; diese Froschlurche sind in der Gegend zu Hause. Hier und da deuten die Überbleibsel von geschichteten Kohlemeilern darauf hin, dass die Einwohner von Giglio früher diesen Platz für die Gewinnung von Holzkohle nutzen. Auf dem Weg hinunter zur Küste erreichen Sie von Macchia überwucherte Weingärten. In den teilweise in den Granit geschlagenen Kelterwannen, sogenannten capanelli, wurden die Trauben früher mit den Füßen zerstampft.

15:30

Schließlich erreichen Sie den Küstenort Giglio Campese mit dem größten Strand von Giglio. Gönnen Sie sich einen Sprung ins Wasser und danach in der Trattoria del Golfo exzellente Meeresfrüchte. Von der Via dell'Allume bringt Sie in 30 Minuten Fahrt der Bus stündlich wieder zurück nach Giglio Porto .

Weiter zu Kapitel 16

"Elba, das ist der Duft nach Blumen und Meer", sagt die Autorin und Tauchjournalistin, die ihre Insel vor gut 20 Jahren während eines Studienaufenthalts in Italien entdeckte. Seither kommt sie immer wieder, um Freunde zu sehen und für Reisemagazine von den Naturschönheiten über und unter Wasser zu berichten. Und spürt bei ihren Recherchen sogar Ecken auf, die selbst Elbaner nicht kennen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de