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Waldrodung im Virunga Nationalpark der Demokratischen Republik Kongo. (Foto: Reuters)
Zerstörerische Landwirtschaft
Nach der Luftverschmutzung dürfte der industrielle Abbau der Wälder der größte Eingriff des Menschen in die Natur sein. Seit 1987 fallen jährlich 73.000 Quadratkilometer Wald den Kettensägen zum Opfer.
An ihrer Stelle machen sich Felder breit; die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur dramatisch ausgeweitet, sondern auch intensiviert. Auf einem Hektar Ackerland werden heute durchschnittlich 2,5 Tonnen Nahrung produziert, vor 20 Jahren lag die Ausbeute bei 1,8 Tonnen. Ein Bauer produziert heute im Durchschnitt 1,4 Tonnen Nahrung.
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Meist werden die Flächen jedoch nicht ökologisch bewirtschaftet. Auf diese Weise werden Lebensräume von Tieren und Pflanzen zerstört, und zwar in nicht geringerem Maße, als durch die Folgen des Klimawandels zu Grunde gehen.
Die intensive Landwirtschaft führt laut Unep zu Verschmutzung der Böden mit Chemikalien, Erosion, Verlust von Nährstoffen und Versalzung der Humusschicht. Das reduziert die Produktivität der Böden und erfordert wiederum eine stärkere Düngung.
Schon heute hängt die Ernährung von zwei Dritteln der Weltbevölkerung direkt von Düngemitteln ab. Nitrate aus dem Dünger verunreinigen das Grundwasser. Auch in Westeuropa ist die Landwirtschaft die Hauptursache für die Verschmutzung von Trinkwasser.
Der Nahrungsbedarf steigt weiter: Bevölkerungswachstum, übermäßiger Konsum und die Umstellung von pflanzlicher auf Fleischernährung wird den Bedarf nahezu vervierfachen. Bis 2030 werden in Entwicklungsländern weitere 120 Millionen Hektar Land in Ackerflächen umgewandelt sein. Schon heute leiden arme Menschen am stärksten unter der Zerstörung von Naturflächen.
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