Reisetipps Veneto

Sehenswertes Veneto

Region: Triest (Trieste)

Borgo Teresiano

Im 18. Jh. entstand unter der Habsburgerin Maria Theresia die Piazza della Borsa mit ihren klassizistischen Gebäuden, der ehemaligen Börse, heute Handelskammer, und dem Palazzo Tergesteo mit eleganter Galleria, darin das berühmte gleichnamige Kaffeehaus. 1801 kam das Teatro Verdi dazu. Zentrale Achse des Viertels ist der Canale Grande, 1756 als Hafenkanal angelegt, ideal zum Verladen der Waren direkt in die großen Kaufmannslager. Heute dümpeln hier ein paar kleine Boote vor sich hin.

Colle San Giusto

Den Stadtkern überragt der San-Giusto-Hügel mit den Befestigungsanlagen des Kastells. Ihre heutige Gestalt erhielt die Burg zwischen 1470 und 1630. In den restaurierten Innenräumen ist das Museo del Castello di San Giusto (April-Okt. tgl. 9-19, Nov.-März 9-17 Uhr) mit reicher Waffensammlung untergebracht. Auf dem Hügel steht auch die Kathedrale San Giusto, das wichtigste Monument der Stadt, auf den Resten des römischen Kapitols. Die Fassade schmückt eine schöne gotische Rosette, im eleganten Innern stechen in der linken Apsis die venezianischen Mosaiken aus dem 12. Jh. hervor. Rechts der Kathedrale zeigt das Museo Civico di Storia (Di-So 9-13 Uhr) Skulpturen aus römischer Zeit.

Museo della Comunità Ebraica Carlo e Vera Wagner

Privatsammlung jüdischer Sakralgegenstände und die größte Synagoge Europas (Via Donizetti 4). | Di 16-19, Do 10-13, So 17-20 Uhr | Via del Monte 5/7

Museo Revoltella

Der Triestiner Wohnpalast aus dem 19. Jh., vom berühmten Architekten Carlo Scarpa modern erweitert, stellt klassische und moderne Kunst aus, von Canova bis De Chirico und Burri. Im Sommer abendliche Unterhaltung im Dachterrassencafé. | Mo und Mi-Sa 9-13.30 und 16-19, So 10-19 Uhr | Via Diaz 27

Piazza dell'Unità d'Italia

Den weiten, zum Meer hin geöffneten Paradeplatz und Salon Triests mit dem schönen Caffè degli Specchi rahmen die überaus stattlichen Fassaden der Repräsentativbauten des 19. Jhs.: das Rathaus Palazzo Comunale, der Palazzo del Governo, der Palazzo della Regione und das imposante Gebäude der Reederei und Versicherungsgesellschaft Lloyd Triestino, in dem heute das beste Hotel Triests mit hochelegantem Verandarestaurant untergebracht ist, das Grand Hotel Duchi d'Aosta (52 Zi. | Tel. 0407600011 | Fax 040366092 | www.duchi.eu | €€€).

Riseria di San Saba

Diese alte Reisfabrik ist heute ein Holocaustmuseum. Ab September 1943 war hier ein deutsches KZ und Vernichtungslager. | Tgl. 9-19 Uhr | Ratto della Pileria 30

Region: Verona

Veronas Attraktionen

„Verona Card“ heißt das günstige Sammelticket für die Sehenswürdigkeiten. Für alle Kirchen in Verona gelten folgende Öffnungszeiten: Di bis Sa 10-17.30 (Nov.-Feb. 10-16), So 13.30-17.30 Uhr

Arche Scaligere

Hinter verschnörkeltem Schmiedeeisen erheben sich die turmartigen Grabmäler aus ziselierter Steinmetzgotik der Fürstenfamilie della Scala. Scala heißt Treppe, und die stellt auch das Wappenzeichen dar. Im geschmiedeten Gitter taucht es als Ornament immer wieder auf. Auf der Spitze sitzen die Statuen der Verstorbenen auf steinernem Ross. Sie herrschten über Verona von 1259 bis 1387. Einem von ihnen, Cangrande I., kann man im Museum Castelvecchio, wo das Original steht, von Nahem ins Gesicht schauen: Er grinst - man fragt sich, worüber. Doch ge rade dieses Feixen hat ihn unsterblich gemacht. | Piazzetta delle Arche

Arena

22000 Menschen passten in das Amphitheater aus dem 1. Jh. n. Chr., ein gigantisches Oval aus dem Kalkgestein der Valpolicellabrüche - 140 m lang und 100 m breit. Die Arena lag am Stadtrand des römischen Verona, das sich in der Etschschleife konzentrierte. Grausame Spiele, blutige Kämpfe und Hetzjagden fanden dort statt. Im Mittelalter diente die Arena als Steinbruch. 1913 kamen die Veroneser dank der guten Akustik auf die geniale Idee, aus ihr das größte und spektakulärste Operntheater der Welt zu machen - mit Platz für 18000 Zuschauer, 600000 pro Opernsaison im Juli/August (Auskunft und Kartenbestellung: Tel. 0458005151 | Fax 0458013287 | www.arena.it). | Di-So 8.30-18.30, Mo 13.30-18.30, Juli/Aug. bis 16 Uhr | Piazza Bra

Casa e Tomba di Giulietta

In diesem mittelalterlichen Haus (13. Jh.) in der Via Cappello 21-23 soll Julia gewohnt und von dem kleinen, steinernen Balkon (Rekonstruktion) mit Romeo geflüstert haben. In Bronze gegossen steht sie da, mit inzwischen blank gewetzter Brust vom vielen Anfassen. Sie hat auch ein Grab - ganz egal, ob es sie je gegeben hat - im Süden der Stadt (Via del Pontiere 35), sorgsam behütet in einer Krypta des Klosters San Francesco al Corso mit sehenswertem Museum. Es zeigt Fresken aus Palazzi und Kirchen vom 7. Jh. bis zur Renaissance. | Casa, Tomba, Museo Mo 13.45-19.30, Di-So 8.30-19.30 Uhr

Dom

Unter dem eleganten Baldachinvorbau von 1138 gelangt man in den Dom. Romanisch ist die schöne Apsis, gotisch das dreischiffige Innere, aus der Renaissance stammen Kirchturm und Presbyterium. Höhepunkt des Gemäldeschmucks bildet „Mariae Himmelfahrt“ (1530) von Tizian in der ersten linken Seitenkapelle. Links des Doms geht es in den Kreuzgang von 1140 mit Mosaikresten des frühchristlichen Vorgängerbaus, in das romanische Kirchlein Sant'Elena und in die Taufkapelle San Giovanni in Fonte (12. Jh.) mit achteckigem Taufbecken mit wunderbaren Steinreliefs. | Piazza del Duomo

Giardino Giusti

Auf der linken Etschseite liegt dieser zauberhafte Renaissancegarten im typisch italienischen Stil. Er war von Anbeginn derart berühmt, dass sich die Besitzerfamilie Giusti im 17. Jh. den schönen Beinamen „del Giardino“ zulegen durfte. | Tgl. 9 Uhr-Sonnenuntergang | Via Giusti 2

Museo di Castelvecchio

Die mächtige Burganlage bauten die Scaliger um 1350. In diesen alten Gemäuern ist moderner, eleganter Pragmatismus eingezogen. Dem Architekten Carlo Scarpa ist die Gestaltung des Museumsteils in der Burg vorbildhaft gelungen. Neben Veroneser Bildhauerkunst des Mittelalters, darunter die fein gearbeitete gotische Reiterstatue des grinsenden Cangrande I. (auf einer Art frei schwebendem Erker zwischen den beiden Museumsbereichen postiert), bekommt man hier die Malkunst der großen venetischen Meister zwischen dem 14. und 18. Jh. zu sehen: die elegant-liebliche internationale Gotik von Pisanello, Crivelli, da Verona, die klaren Renaissancemeister Bellini und Mantegna, den dramatisch-lichtvollen Barock Tintorettos, die leichtfüßige Luftigkeit Tiepolos und die detailverliebten Kapricen Francesco Guardis. | Mo 13.45 bis 19.30, Di-So 8.30-19.30 Uhr | Corso Castelvecchio 2 | www.comune.verona.it/Castelvecchio/cvsito/index.htm

Museo Civico di Storia Naturale

Für naturkundlich Interessierte: Im Palazzo Pompei gibt es eine der artenreichsten prähistorischen Fossiliensammlungen (Tiere und Pflanzen) Europas zu sehen. | Mo-Do und Sa 9-19, So 14-19 Uhr | Lungadige Porta Vittoria | www.museostorianaturaleverona.it

Piazza delle Erbe

Schon zu römischer Zeit war dieser Marktplatz das Einkaufszentrum, das Forum. Über die Stände erheben sich die Markussäule (1523) aus der Zeit venezianischer Dominanz und der Brunnen Madonna Verona (1368). Unterschiedlichste Palastfassaden säumen die rechteckige Piazza.

Piazza dei Signori

Den Platz mit einem Dante-Denkmal aus dem 19. Jh. in der Mitte und, unter Markisen, dem eleganten Caférestaurant Dante rahmen die stattlichen Fassaden der historischen Amts- und Regierungsgebäude: Auf der rechten Seite erhebt sich der Palazzo del Comune (12./16. Jh.), der einst Sitz der freien mittelalterlichen Stadtrepublik war. Im Innern des Baus finden sich ein schöner romanischer Hof, eine Freitreppe aus rosa Marmor (15. Jh.) und der Aufgang zur 84 m hohen Torre dei Lamberti (Mo 13.30 bis 19.30, Di-So 9.30-19.30 Uhr), von der aus man eine phantastische Sicht auf die Altstadt hat. Im Palazzo del Capitanio (14. Jh.) daneben tagte einst das Gericht. Das Portal baute Michele Sanmicheli, der Renaissancearchitekt des Veneto. Hier im Cortile del Tribunale geht es in die Ausgrabungen Scavi Scaligeri (Di bis So 10-19 Uhr), die auch als reizvolle Kulisse für Fotoausstellungen genutzt werden. Die Rückseite des Platzes beschließt der Palazzo della Prefettura, im 14. Jh. die Residenz von Cangrande della Scala; auch hier schuf Sanmicheli das Portal. Und schließlich ist da noch die prachtvolle Loggia del Consiglio im Stil venezianischer Renaissance, wo der Stadtrat seinen Sitz hat.

San Lorenzo

Eine besonders stimmungsvolle romanische Kirche: Die Mauern sind aus Tuff und Ziegeln geschichtet, zwei Türme flankieren die Fassade, der Baldachineingang liegt seitlich. Die matronei im Innern sind Bereiche, die einst nur Frauen zugänglich waren. | Corso Cavour

San Zeno Maggiore

Diese große romanische Basilika etwas abseits vom Zentrum, im 12. Jh. zu Ehren des Stadtheiligen San Zeno entstanden, gilt als eine der schönsten Kirchen Norditaliens. Über dem Eingang erhebt sich wie beim Dom ein Baldachinvorbau von Nicolò. Hier könnte man stundenlang die Bronzebilder (12. Jh.) auf dem Eingangsportal, 48 an der Zahl, betrachten, die auf unglaublich anschauliche Weise Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament und aus dem Leben Zenos erzählen. Schlicht und großartig zugleich wirkt das Innere der Kirche: Über dem Hauptaltar befindet sich das berühmte Triptychon „Madonna mit Heiligen“ (1459) von Andrea Mantegna. In den Kreuzgang (12./14. Jh.) kommen Sie vom linken Seitenschiff aus. Rechts von San Zeno steht das uralte Kirchlein San Procolo (5. Jh.), das wie fast alle Kirchen Veronas nach einem schweren Erdbeben um 1117 wieder aufgebaut wurde. | Piazza San Zeno

Teatro Romano

Auf der linken Seite der Etschschleife liegt das römische Theater (Anfang 1. Jh. n. Chr.), heute Rahmen für sommerliche Theateraufführungen und Jazzkonzerte. Die Brücke über die Etsch, der Ponte Pietra, verband schon in römischer Zeit die beiden Teile Veronas. Im ehemaligen Konvent San Girolamo oberhalb des Teatro Romano ist im Museo Archeologico al Teatro Romano (Di-So 9-19 Uhr) eine reiche Sammlung an Fundstücken aus der römischen Zeit Veronas zu sehen.

Region: Padua (Padova)

Padova Card

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gibt es die günstige Sammeleintrittskarte „Padova Card“. Fahrradverleih am Bahnhof und an der Piazza del Santo.

Cappella degli Scrovegni

In der Grünanlage des Stadtparks Giardini d'Arena mit den spärlichen Resten der römischen Arena steht diese kleine Kapelle, die einen der großen Kunstschätze Italiens birgt: Ihre Wände sind über und über mit farblich wunderbar erhaltenen Fresken von Giotto di Bondone ausgemalt, dem bedeutendsten italienischen Maler zwischen Mittelalter und Renaissance. Thema der Auftragsarbeit von 1305 für einen Paduaner Bankier war das Jüngste Gericht. Die Madonnenstatue (1306) ist auch von einem ganz Großen, von Giovanni Pisano. | Tgl. 9-21.45 Uhr | Besichtigung (maximal 15 Minuten) nur nach Voranmeldung unter Tel. 0492010020 | www.cappelladegliscrovegni.it | Corso Garibaldi/Piazza Eremitani

Musei Civici Eremitani

Neben vorgeschichtlichen, römischen und frühchristlichen Fundstücken zeigt das Museum im ehemaligen Eremitanerkloster eine reiche Gemäldesammlung vorwiegend venetischer Künstler, darunter Giorgione und Tintoretto. | Di-So 9-19 Uhr | Piazza Eremitani 8

Palazzo della Ragione

Treffpunkt der Paduaner - zum Einkaufen, zum Aperitif in den Cafés - sind die beiden Plätze, die den gewaltigen Palazzo flankieren: Piazza delle Erbe (der Kräuter) und Piazza della Frutta (des Obstes) mit farbenprächtigen Gemüse- und Obstauslagen und Kleiderständen; weiter geht es im Erdgeschoss des Palasts mit Fleisch-, Fisch- und Käseläden. Das mächtige Gebäude, das weit über die umliegenden Häuser ragt, entstand 1218 als Gerichtssitz der freien Bürgerstadt. Das Innere ist ein einziger riesiger Saal, 78 m lang, 27 m breit und genauso hoch, und wird für Ausstellungen genutzt (Di-So 9-18 Uhr). An seiner Ostflanke erhebt sich der Palazzo Comunale (13./16. Jh.), im Mittelalter Sitz des Bürgerrats, heute das Rathaus. An der Westflanke geht es auf die Piazza dei Signori.

Piazza del Santo

Blickfang am Platz vor der Basilika sind zum einen die bunten Buden mit Andenken und Votivkerzen, zum anderen das Reiterstandbild des venezianischen Söldnerführers Erasmo da Narni, Gattamelata genannt. Donatello, der von 1443 bis 1453 in Padua lebte und arbeitete, schuf es im Auftrag der Familie Narnis. Das Meisterwerk gilt als die erste und vollendete Darstellung des Renaissancemenschen: selbstbewusst und gelassen auf seine eigenen Kräfte vertrauend und somit frei von heroischer Attitüde. Gattamelatas Grab befindet sich übrigens in der ersten Seitenkapelle rechts in der Basilica di Sant'Antonio (tgl. 6.30-19 Uhr). In jener Zeit schuf Donatello auch die Bronzeskulpturen auf dem Hauptaltar. Acht Kuppeln und minarettartige Kirchtürme (16. Jh.) bilden einen venezianisch-orientalischen Überbau auf dem romanisch-gotischen Ziegelgebäude (ab 13. Jh.), diesem Kulttempel mit seiner überreichen Innenausstattung (14.-17. Jh.). Das Museo Antoniano (tgl. 9-13 und 14.30-18.30 Uhr) im Innern der Basilika zeigt Votivbilder, alte Messgewänder, Gemälde, darunter ein Tiepolo, ein Fresko von Mantegna und Studien Donatellos zur Gattamelata-Statue. Ziel der Pilger ist die prachtvolle Grabkapelle des Heiligen im linken Querschiff. Im rechten Querschiff befindet sich die gotische Cappella San Felice mit schöner Freskenmalerei (1374-1378) von Altichiero da Zevio. Vom rechten Seitenschiff aus gelangt man in drei Kreuzgänge des zur Basilika gehörenden Franziskanerklosters. Im ersten und ältesten (1240) steht eine berühmte, jahrhundertealte Magnolie. Rechts von der Basilika wartet die ebenfalls von Altichiero da Zevio und Helfern wunderbar ausgemalte Betkapelle San Giorgio von 1384 (April-Sept. tgl. 9-12.30 und 14.30 bis 19, Okt.-März 9.30-12.30 und 14.30-17 Uhr); dahinter liegt die sogenannte Scoletta del Santo aus dem 16. Jh. auch mit sehenswerten Fresken, u.a. von Tizian.

Piazza dei Signori

Diese Piazza von eher kühlem Stolz spiegelt die Zeit Paduas unter den Fittichen Venedigs wider, die Säule mit dem Markuslöwen zeigt es deutlich. Dazu gehören die elegante Loggia del Consiglio (auch Loggia della Gran Guardia genannt) aus dem 16. Jh. und der symmetrische Palast des venezianischen Statthalters Palazzo del Capitanio (1605) mit dem mittigen Uhrturm über dem Triumphbogen, durch den man auf einen weiteren Platz, die rückseitige Piazza del Capitaniato, gelangt.

Prato della Valle

Er ist einer der größten Plätze Europas: ein ausladendes, von einem Kanal gefasstes Oval mit einem Wald aus Steinstatuen und Fontänen, ideal zum Bummeln und Relaxen. Jeden dritten Sonntag im Monat wird rundherum ein Antiquitäten- und Flohmarkt aufgebaut. Im Südosten türmt sich sehenswert Santa Giustina auf, die größte Renaissancekirche Venetiens (16. Jh.).

Università

Der Palazzo del Bò, der alte Universitätsbau aus dem 16. Jh. mit schönem Innenhof voller alter Wappen der Professoren und Studenten, liegt gleich hinter dem Rathaus. Den genialen Anatomiesaal von 1584 kann man mit Führung besichtigen. In der alten Aula Magna kann man auch das Pult von Galileo Galilei bewundern, der hier lehrte. | Anmeldung Tel. 049827304447 | Via VIII Febbraio

Region: Vicenza

Card Musei

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Basilica di Monte Berico

Am Südrand der Stadt eine schön gelegene barocke Marienwallfahrtskirche, die im ehemaligen Refektorium das berühmte riesige Gemälde „Das Gastmahl Gregors des Großen“ (1572) von Paolo Veronese hütet.

Basilica Palladiana/Piazza dei Signori

Palladio ummantelte den spätgotischen Palazzo della Ragione, in dem der Stadtrat tagte, mit der für ihn typischen, zweigeschossigen Säulenordnung in harmonischer Marmoreleganz (1549-1617). Er war es, der den Palast nun Basilika nannte, nach antikem Vorbild der Versammlungs- und Gerichtsort. Der weiträumige gotische Saal im Innern wird zurzeit restauriert und kann daher nicht besichtigt werden. Die Basilika beherrscht die Piazza dei Signori, das Herz der Stadt, mit ihren Schmuck- und Silberläden. Ihr zur Linken erheben sich die Loggia del Capitaniato, ebenfalls von Palladio (1571, unvollendet), und der Palazzo Monte di Pietà (16. Jh.) mit der Barockkirche San Vincenzo.

Contrà Porti

Ein Palast nach dem anderen, teils venezianische Gotik, teils Renaissance, säumt diese Straße nördlich der Piazza dei Signori, darunter in Nr. 11 der Palazzo Barbaran Da Porto von Palladio, in dem heute Ausstellungen stattfinden (Di-So 10-18 Uhr).

Corso Palladio

An die Hauptachse durchs Zentrum reihen sich Paläste und Kirchen, beginnend an der Piazza Castello mit dem Palazzo Porto vom Palladio-Schüler Vincenzo Scamozzi; dann Nr. 13 der Palazzo Thiene von Palladio und Scamozzi. Letzterer baute auch das heutige Rathaus Palazzo Trissino-Baston (Nr. 98); in schönster venezianischer Gotik dagegen der Palazzo Da Schio (14./15. Jh., Nr. 147).

Dom Santa Maria Maggiore

Ein Mix an Stilen und Epochen, erbaut auf römischen Fundamenten: romanischer Turm, gotischer Zentralkörper, Renaissancechor. Sehenswert ist auch die Renaissanceloggia des bischöflichen Palasts (Nr. 11). | Piazza del Duomo

Palazzo Leoni Montanari

Eine mit viel Kunst ausstaffierte, prachtvolle Barockresidenz, restauriert und zu besichtigen. | Di-So 10 bis 18 Uhr | Contrà Santa Corona

Pinacoteca Civica

Der festlich-erhabene Bau von Palladio (1551) beherbergt die städtische Kunstsammlung: venetische Malerei vom Mittelalter bis zum Manierismus von Tiepolo und Piazzetta sowie einige Holländer (Memling, van Dyck). | Di-So 9-17 Uhr | Piazza Matteotti 39

Santa Corona

Diese gotische Dominikanerkirche hütet eine kostbare Reliquie, ein Stückchen aus der Dornenkrone Christi. Dazu zwei Meisterwerke: im dritten Altar rechts „Die Anbetung der hl. drei Könige“ (1573) von Paolo Veronese und das fünfte Altarbild im linken Seitenschiff „Taufe Christi“ von Giovanni Bellini. | Contrà Santa Corona

Teatro Olimpico

Das letzte Werk Palladios (1580), sein Sohn Silla vollendete es 1583. In seiner Liebe zur Antike griff Palladio das Muster des klassischen Theater- und Bühnenraums auf. Die Bühnenkulisse (von seinem Schüler Scamozzi ausgeführt) mit ihrer prachtvollen Triumphbogenstruktur täuscht die Tiefe eines Stadtbilds vor. Sie hat sich seit der Einweihung nicht verändert. Heute finden hier Konzerte und klassisches Theater statt. | Di-So 9-17 Uhr | Piazza Matteotti

Villa Rotonda

Im Süden Vicenzas liegt die Villa Rotonda, Palladios bekanntester Villenbau, ein entwaffnend einfacher, klarer Entwurf: ein viereckiger Würfel, mittig obenauf eine flache Kuppel (daher der Name: rotonda = rund), die vier Fassaden mit vier identischen Säulentympana und Treppenaufgängen markiert. | Di-Do 10-12 und 15-18 Uhr (Di/Do nur außen, Mi auch innen), Fr-So bei Redaktionsschluss unklar | Via della Rotonda 45

Villa Valmarana ai Nani

Nur wenige Schritte von der Villa Rotonda liegt die 1677 entstandene, im 18. Jh. ausgebaute und um foresteria (Gästehaus) und scuderia (Pferdestall) erweiterte Villa. In Haupt- und Gästehaus ist sie reich mit Fresken von Giambattista Tiepolo und seinem Sohn Giandomenico ausgestattet, die die Villa weltberühmt gemacht haben. | Mitte März-Okt. Di-So 10-12 und 15-18, sonst Sa/So 10-12 und 14-16.30 Uhr | Via San Bastiano 2-8 | www.villavalmarana.com

Region: Cividale del Friuli

Duomo Santa Maria Assunta

An der Piazza del Duomo, die mit dem Palazzo Comunale aus dem 15. Jh. (heute Rathaus) und dem palladianischen Palazzo dei Provveditori Veneti (16. Jh., Museum) das Herz der Stadt bildet, erhebt sich die schlichte Fassade des 1457 gotisch-venetisch begonnenen und im 16. Jh. im Stil der Renaissance vollendeten Doms. Höhepunkte im eindrucksvollen dreischiffigen Inneren sind das Holzkruzifix (13. Jh.) und der silberne Altarvorsatz (12. Jh.). Vom rechten Seitenschiff geht es ins Museo Cristiano (tgl. 9.30-12 und 15 bis 18/19 Uhr). Es zeigt einzigartige Zeugnisse langobardischer Steinmetzkunst aus dem 8. Jh.

Museo Archeologico Nazionale

Neben römischer und romanischer Steinmetzkunst eine faszinierende Ausstellung über das Leben und die Kunst der Langobarden, darunter Goldschmuck und Waffen aus ihren Königsgräbern. | Di-So 8.30-19, Mo 9 bis 13.30 Uhr | Piazza Duomo

Tempietto Longobardo

Schön über dem Fluss liegt dieses kleine, besonders gut erhaltene Gebetstempelchen der langobardischen Könige. Später wurde es Teil des Klosters Santa Maria in Valle. Neben Fresken (12.-15. Jh.) entzücken vor allem die Stuckdekorationen aus dem 8. Jh., sechs grazile Frauenfiguren, Heilige und Nonnen darstellend. | April-Sept. tgl. 9.30 bis 12.30 und 15-18.30 Uhr, Okt.-März 9.30-12.30 und 15-17 Uhr | Via Monastero Maggiore 7

Region: Udine

Dom

Über der noch gut erkennbaren gotischen Struktur (ab 1225) liegt im Innern der Kirche die barocke Umgestaltung (17./18. Jh.). Dazu gehören einige Gemälde Tiepolos (erste, zweite und vierte Seitenkapelle rechts), die Marmorarbeiten des Altars und die beiden mächtigen Grabmäler der Familie Manin. | Piazza Duomo

Galleria d'Arte Moderna

Arbeiten bedeutender italienischer Künstler des 20. Jhs., etwa Giorgio De Chirico, Lucio Fontana, Arturo Martini, Giorgio Morandi und Werke der friulanischen Künstler Afro, Dino und Mirko Basaldella. | Di-Sa 9.30 bis 12.30 und 15-18, So 9.30-12.30 Uhr | Via Ampezzo 2

Kastell

Zur Anlage, zu der ein schöner Arkadengang (15. Jh.) von der Piazza della Libertà hinaufführt, gehören die Kirche Santa Maria di Castello (langobardisch-romanisch, Fassade und Turm venezianische Renaissance) mit einem wertvollen Freskenzyklus und die 1517 auf den Resten der Patriarchenfestung errichtete Burg, heute Sitz der Civici Musei (Di-Sa 9.30-12.30 und 15-18, So 9.30-12.30 Uhr): In der Galleria di Arte Antica gibt es Werke von Tiepolo, Pordenone, Carpaccio und vielen mehr zu sehen.

Piazza della Libertà

Diesen einladenden Mittelpunkt der Stadt akzentuieren die hochelegante, rosaweiß gestreifte Loggia del Lionello, das einstige Rathaus in typisch venezianischer Gotik (Mitte 15. Jh.), und der vom Uhrturm beherrschte Porticato San Giovanni, der den Platz mit seinem langen Renaissanceportikus auf schlanken, feinen Säulen säumt. Hinter der Loggia del Lionello beginnen die lebhaften Straßen Via Rialto und Via Mercato Vecchio, die an stattlichen Palazzi vorbei durch die Altstadt führen und zum Bummeln einladen.

Tiepolo-Fresken

Die federleichte, lichtdurchflutete Farbigkeit Giovanni Battista Tiepolos, am 5. März 1696 in Venedig geboren, wird auch Barockmuffel nicht kalt lassen: Als junger Mann malte er die Galleria des Erzbischöflichen Palasts (Palazzo Arcivescovile | Mi-So 10-12 und 15.30-18.30 Uhr | Piazza del Patriarcato 1) aus. Die ehemalige Gebetsschule Oratorio della Purità (1750) neben dem Dom schmückte er mit Deckenfresken (Himmelfahrt) und dem Altarbild.

Region: Treviso

Duomo San Pietro

Ein Mix aus Stil- und Bauelementen vom 11. bis 19. Jh. auf dem Säulenwald einer romanischen Krypta. Die Cappella dell'Annunziata schmücken das Altarbild „Die Verkündigung“ von Tizian und die Fresken von Pordenone. | Piazza Duomo

Musei Civici

Die Museumslandschaft verteilt sich auf verschiedene Gebäude und wird zzt. neu gestaltet. Zugänglich sind die Casa da Noal (Via Canova 38) und der restaurierte Klosterkomplex Santa Caterina (Via Santa Caterina) mit dem bedeutenden Freskenzyklus zum Leben der hl. Ursula von Tommaso da Modena in der Kirche sowie den Ausstellungen zur Frühgeschichte, mit Kirchenkunst, venetischen Meistern und modernen Meistern wie Skulpturen von Arturo Martini, Sohn der Stadt und einer der größten Bildhauer des 20. Jhs. | Di-So 9 bis 12.30 und 14.30-18 Uhr

Piazza dei Signori

Ein sympathisches, verschachteltes Sammelsurium: An der Ostflanke beherrscht den Platz der Palazzo dei Trecento von 1210 mit Arkaden und dreibogigen Triforienfenstern. Unter seiner großen Loggia (16. Jh.) treffen sich die Trevisaner heute. Dann der Palazzo del Podestà mit dem Uhrturm, der Ende des 19. Jhs. im Stil des Mittelalters restauriert wurde, schließlich der Palazzo Pretorio aus dem 17. Jh.

San Francesco

Hier liegen Francesca, die Tochter Francesco Petrarcas, und Pietro, der Sohn Dante Alighieris, der beiden großen humanistischen Dichter des 14. Jhs., begraben; außerdem wieder Fresken von Tommaso da Modena. | Piazza San Francesco

San Nicolò

Eine eindrucksvolle gotische Kirche aus dem 13./14. Jh. Im ehemaligen Kapitelsaal im angrenzenden Seminario Vescovile sieht man die Dominikanerporträts (1352) von Tommaso da Modena. | Via San Nicolò

Stadio di Monigo

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art: Hier spielt die örtliche Rugbymannschaft, und Rugby ist in Venetien der absolute Volkssport. Die Stimmung ist eine Wucht! | Viale Olimpia