Reisetipps China

Highlights China

Region: Shanghai

Bund

Das imponierende Ensemble prächtiger Repräsentanzen internationaler Banken und Handelshäuser, die Anfang des 20. Jhs. an der Uferpromenade, dem Bund, errichtet wurden, ist Shanghais Wahrzeichen. Ins Auge fallen der gigantische, neoklassizistische Kuppelbau der ehemaligen Hong Kong and Shanghai Bank und das markante, von einer Pyramide gekrönte Peace Hotel. Am anderen Ufer nehmen der futuristische Fernsehturm Oriental Pearl (1994) und der 88-stöckige Jinmao Tower (1998) den Blick gefangen. Das elegante Gebäude gilt als gelungene Symbiose westlicher und östlicher Architektur. Bewundern Sie die Skyline auf einer Hafenrundfahrt (Ausflugsschiffe nördl. der Yan'an Donglu | mehrmals tgl. | Dauer 1-3 Std.).

Region: Leshan

Leshan Dafo

90 Jahre dauerte es, die 71 m hohe Skulptur des sitzenden Maitreya-Buddha am Ostufer des Flusses Min Jiang aus dem Felsen zu schlagen, im Jahr 803 war sie fertiggestellt. Allein die Ohren haben eine Länge von 7 m, und der Nagel der großen Zehe misst 1,60 m. Seitwärts führt eine steile Felstreppe am Körper des Riesenbuddha hinauf zum „Kloster des Großen Buddha“ (Dafo Si). | Tgl. 9 bis 16.50 Uhr | Eintritt 70 Yuan

Den besten Blick auf den Großen Buddha haben Sie von einem der Ausflugsboote, die zwischen dem Stadtgebiet und dem Kloster Wuyou Si verkehren.

Region: Guilin

Li-Jiang-Flussfahrt

83 km misst der Streckenabschnitt zwischen Guilin und Yangshuo, der den Li Jiang, einen Nebenarm des Perlflusses, weltberühmt gemacht hat. Dutzende von Touristenbooten gleiten täglich durch das „Bilderbuch der hundert Meilen“ in eine Traumwelt steil aufragender Felshänge und skurriler Karstkegel. Immer wieder sieht man Bambusflöße mit Kormoranen am Ufer. Die Fischer gehen mit den abgerichteten Vögeln nachts auf Fang. In Yangshuo ist vor der Rückfahrt per Bus noch Zeit zum Marktbummel. | Preis ab 300 Yuan (in Chinesengruppe), 500 Yuan mit englischer Leitung, inkl. Mittagessen und Transfers | Abfahrtstelle (meist flussab von Guilin) und Fahrtdauer hängen vom Wasserstand ab

Region: Lhasa

Potala-Palast

Die gewaltige Winterresidenz der Dalai Lamas, die sich in den Weißen Palast für die Verwaltung und in den höheren Roten Palast mit den Gebetshallen gliedert, gewann ihre heutige Form im 17. Jh. Bauliches Zentrum ist die Große Westhalle im Roten Palast. Man erreicht sie durch die Finsternis des rückwärtigen Palasteingangs. Die prächtige Ausmalung dokumentiert unter anderem die Geschichte der Palast- und Klosterbauten. Hinter dem Thron liegt die Halle des 5. Dalai Lama mit seinem Grabstupa und weiteren solchen Stupas seiner Nachfolger. Die anderen, nur von Kerzen erhellten Räume, die die Westhalle umgeben, bergen die größten Plastiken des Palasts.

Zwei Etagen höher gelangt man zu einer Höhle, in der König Songtsen Gampo meditiert haben soll. Die Figuren zeigen ihn und seine Frauen. Der Rundgang führt über die Dachterrasse, die einen hervorragenden Ausblick bietet. | Tgl. 9.30 bis 15.30 Uhr (Zeiten wechselnd, an Festtagen für Nichttibeter keine oder eingeschränkte Öffnung) | Eintritt 100 Yuan

Region: Peking

Große Mauer und Ming-Gräber

Dass Peking einst eine Grenzstadt war, erkennt man noch an der Nähe zur Großen Mauer, die in ihrer heutigen Form erst im 16. Jh. entstand. Mehrere Abschnitte sind heute restauriert. Meist fährt man nach Badaling, wo es sehr voll ist. Weniger überlaufen und landschaftlich schöner ist das Mauerstück bei Mutianyu. Eintritt Badaling 45 Yuan, Mutianyu 25 Yuan | 60 bzw. 70 km nördlich der Stadt

Ming-Gräber: Ein üblicher Abstecher auf dem Weg nach Badaling führt zu den gewaltigen Grabtempeln von dreizehn Kaisern der Ming-Dynastie (1368-1644). Die meisten sind verfallen und gesperrt. Im Grab Dingling sind die marmornen Grabkammern zu besichtigen. Das Grab Changling, das größte, ist das Einzige, dessen Opferhalle erhalten blieb - ein imposantes Bauwerk mit 32 Säulen aus kostbarem Nanmuholz. Auf dem Zugang zur Nekropole passiert man die berühmte Geisterallee, an der steinerne Tiere und Beamte den Toten die letzte Ehre erweisen. | Eintritt Dingling 60 Yuan, Changling 45 Yuan | 50 km nördlich der Stadt

Region: Xi'an

Tonarmee des Ersten Kaisers

Xi'an verdankt seine Attraktion Nr. 1 der panischen Todesfurcht jenes Despoten, der 221 v. Chr. nach Niederringung aller Rivalen erster chinesischer Kaiser wurde. 700000 Arbeiter wurden zum Bau der Grabanlagen verpflichtet. Die eigentliche Grabkammer, ein von Selbstschussanlagen gesichertes Abbild der Welt, wurde schon bald nach dem Ableben des Kaisers von Aufständischen geplündert. Die alten Quellen erwähnten jedoch nicht, worauf Bauern erst 1974 beim Brunnenbohren stießen: eine unterirdische Streitmacht aus 8000 überlebensgroßen Kriegern. (2000 wurden bislang restauriert.) Die Armee bewacht die kaiserliche Ruhestätte nach Osten hin und sollte so auf magische Weise das Reich vor den bösen Mächten des Jenseits schützen - sowie den Kaiser vor der Rache der getöteten Rivalen.

Der Haupttrupp ist heute mit einer großen Halle überdacht (Grube 1). Man erkennt eine Vorhut, dahinter neun Marschsäulen mit Pferden - die hölzernen Wagen sind nicht erhalten - sowie ganz außen eine doppelte Reihe von Kriegern als Flankenschutz. Alle Figuren erhielten, obwohl in Serie gefertigt, individuelle Gesichter und waren bemalt; ihre Mützen lassen den Rang erkennen. (Offiziere tragen eine hoch stehende Querfalte.) Viele Figuren waren bewaffnet, die meisten der bronzenen Speere und Armbrüste wurden jedoch von den Rebellen geraubt. Diese zertrümmerten auch die Figuren, die bis auf die Beine hohl sind, und steckten zum Schluss die Holzdecke über dem unterirdischen Regiment in Brand.

Nächste Station ist Grube 2, in der Sie Archäologen bei der Arbeit sehen und einige Figuren aus der Nähe betrachten können. Durch den Westausgang kommen Sie zu Grube 3, einem Kommandostand.

Einen Höhepunkt bietet die Museumshalle nördlich vor Grube 1: Hier sind Bronzefunde ausgestellt, die unmittelbar neben dem Grabhügel gemacht wurden, darunter als Prunkstücke zwei restaurierte Vierspänner mit Pferden.

In einem Rundumkino südlich von Grube 1 informiert ein Film mit englischen Erklärungen über den Kaiser, sein Grab und dessen Zerstörung. | Tgl. 8-18 Uhr (Einlass bis 17.30 Uhr) | Eintritt 90 Yuan, Dez.-Feb. 65 Yuan | 30 km östlich der Stadt

Region: Chongqing

Dazu

In der Umgebung des ländlichen Orts 160 km westlich von Chongqing verteilen sich rund 100000 überwiegend buddhistische Steinskulpturen auf über siebzig Fundstätten. Besonders gut erhalten sind die songzeitlichen Figuren am Nordberg (Bei Shan) und am Schatzgipfelberg (Baoding Shan).

Der Bei Shan mit seinen 290 Skulpturen ist vom Ort aus zu Fuß zu erreichen. Hier sehen Sie anmutige Darstellungen der Bodhisattva Guanyin aus der Song-Zeit. Prächtig ist die Grotte des Schicksalsrads (Nische Nr. 136) mit fein ausgeführten Statuen des Buddha und der „Guanyin mit Sonne und Mond“.

Zum Baoding Shan verkehren ab Dazu zahlreiche Minibusse. Die Skulpturen dort sind die prächtigsten der ganzen Region; sie entstanden als geschlossene Gruppe 1179-1249 unter Leitung des Mönchs Zhao Zhifeng. Im Zentrum befindet sich ein liegender Buddha von 31 m Länge, daneben eine vergoldete Guanyin mit 1000 Händen, die eine Fläche von 88 m² bedecken. Neben Paradies- und Höllenvisionen sind auch anrührende Hirten- und Bauernszenen dargestellt. | Tgl. 8.40-17 Uhr | Eintritt 120 Yuan

Neben den buddhistischen Bildhauerarbeiten findet man, einen kleinen Spaziergang vom Ort entfernt, in der daoistischen Figurengruppe am Südberg (Nan Shan) unter anderem einen 1000-jährigen Steindrachen. Tagestour ab Chongqing (2,5 Std. Busfahrt ab Bahnhof Caiyuanba) oder Übernachtung im Dazu Hotel | 132 Zi. | Gongnong Jie 47 | Tel. 023/43721888 | Fax 43722967 | €

Region: Tai'an

Tai Shan

Der 1545 m hohe Ostberg, bedeutendster der fünf heiligen Berge, galt einst als Herr über Leben und Tod. Seine Popularität rührt jedoch ebenso sehr von der Prinzessin der azurnen Wolken her, die im Volksmund „Mutter des Tai Shan“ heißt, auf dem Berg zu Hause ist und besonders von Frauen in Fragen von Heirat und Geburt um Hilfe angefleht wird. Der Glaube an sie ist noch lebendig, wie man an den Babypuppen sieht, die am Berg als Votivgaben verkauft werden.

Der Aufstieg erfolgt über einen breiten Weg mit soliden Steinstufen. Wer mag, kann bis zur halben Höhe mit dem Bus fahren und von dort die Seilbahn nehmen, doch zum echten Tai-Shan-Erlebnis gehört nun mal eine Portion Schweiß. Die Hauptroute führt nördlich des Dai Miao zunächst durch eine Folge von Toren, vorbei an kleinen Tempeln. Erst auf halber Höhe, beim „Mittleren Himmelstor“, eröffnet sich der Blick auf den Gipfel. Hier liegt die Talstation der Seilbahn. Das anstrengendste Wegstück ist die endlos scheinende „Treppe der 18 Windungen“. Am „Südlichen Himmelstor“ beginnt die Gipfelregion. Hier stehen zwei Straßenzeilen aus Restaurants und Gasthöfen. Der weitere Weg führt durch den Tempel der Tai-Shan-Mutter hindurch. Sie gelangen zu einigen kuriosen Felsformationen und links hinauf zum höchsten Punkt, der mit dem Tempel des Jadekaisers - der obersten daoistischen Gottheit - umbaut wurde. Der ganze Weg ist innerhalb von elf Stunden zu schaffen. Wollen Sie oben bleiben, um den Sonnenaufgang zu erleben, empfiehlt sich das auf Ausländer eingestellte Shen Qi Hotel (€€). | Eintritt 82 Yuan

Region: Dunhuang

Mogao-Grotten

Mitten in der topfebenen Wüste, über der gern Fata Morganen spuken, senkt sich die Straße zu einem überraschenden Einschnitt hinab. Ein Mönch namens Lezun soll hier im Jahr 366 die erste Grotte in den Fels geschlagen haben. Binnen 400 Jahren stieg die Zahl der aufwendig ausgeschmückten Höhlentempel auf über tausend. 492 Grotten blieben bis heute erhalten.

Schon im 11. Jh. hatten Mönche die rund 50000 Schriften umfassende Klosterbibliothek eingemauert, wohl um sie vor Eroberern zu schützen. Erst im Jahr 1900 wurde sie zufällig von einem Daoisten entdeckt, doch blieb ihr Wert unerkannt, bis europäische und japanische Orientalisten davon erfuhren und sie dem Daoisten nach und nach für lächerliche Beträge abkauften. Das meiste befindet sich heute in London und Paris. Darunter ist das älteste gedruckte Buch der Welt (9. Jh.).

Dank des trockenen Wüstenklimas überdauerten neben der Bibliothek auch die kostbaren Wandmalereien (zusammen 4,5 ha) und 2000 Statuen die Zeiten. Um dem Verfall dieses unersetzlichen Bilderreigens vorzubeugen, sind die Grotten heute mit Türen fest verschlossen. Besucher werden nur gruppenweise in bestimmte Grotten eingelassen. Drinnen ist keine Beleuchtung installiert (Taschenlampenverleih am Eingang).

Trotz aller Beschränkungen ist die Besichtigung ein Erlebnis. Abgesehen vom Rot, das zu Dunkelbraun oxidierte, sind die Temperafarben (keine Fresken) noch leuchtend. Die vor der Sui-Zeit entstandenen Darstellungen zeigen zentralasiatische und indische Merkmale, z.B. sind die Apsara-Feen halbnackt. An allen vier Seiten prachtvoll verziert sind die Grotten der Tang-Zeit, aus der auch Dunhuangs Prunkstück stammt: ein 34,5 m hoher Maitreya-Buddha (Grotte 96). Er gilt als größte eingehauste Buddhafigur der Welt. Besonders schön: der Buddha in Nr. 158.

Thematisch dominieren vor allem bei den älteren Grotten Darstellungen aus dem Leben Buddhas. Oft bildet eine s-förmig zu lesende Folge von Bildern mit erläuternden Texten eine Art religiösen Comicstrip. Besonders schön sind die Paradiesdarstellungen mit Tänzern und Musikanten. In den Höhlen der Tang-Zeit (z.B. Nr. 148 und 202) bildet zentralperspektivische Palastarchitektur den Rahmen von Paradiesszenen. Unten auf den Wänden sind oft Reihen solcher Gläubigen dargestellt; sie stehen für die Stifter der Grotten. Neben rein religiösen Motiven finden sich viele profane Szenen wie Jagd und Ackerbau, Straßenräuber und Schlachten. | Tgl. 8-17 Uhr | Eintritt mit englischer Führung 120 Yuan | 25 km südöstlich der Stadt (Busverbindung)

Das Grottenmuseum am Eingang macht einen Teil der Besuchsbeschränkungen wett: Es präsentiert gute Repliken einiger Grotten in Originalgröße. | Gleiche Öffnungszeiten | Eintritt inbegriffen

Region: Nanjing

Sun-Yat-sen-Mausoleum

Sicher nicht zufällig gleich neben dem Ming-Kaisergrab liegt das bombastische Mausoleum des ersten Präsidenten der Republik China (1866 bis 1925), das über eine ausladende, 700 m lange Steintreppe zu erreichen ist. Oben können Sie den Sarkophag betrachten und einen weiten Blick über das Umland genießen. | Tgl. 8.30 bis 17.30 Uhr | Eintritt 40 Yuan