- Maßnahme für sicheres Oktoberfest - Kennzeichen im Visier
- Streit um Bayerns Milchproduktion - "Wir fordern Barroso heraus"
Zwei Münchner in Polizeigewahrsam
Oktoberfest: Terrordrohung
01.10.2009, 17:32
Seite 1 von 2
- Zwei Münchner in Polizeigewahrsam
- Aufgeregte Zeiten
Grossbild
Strenge Polizeikontrollen und präventive Festnahmen in München. (Foto: ddp)
Der Münchner Architekt ist Mitte 30. Er stammt aus einem gutbürgerlichen Elternhaus, ist verheiratet und hat Kinder. Mitte der neunzige Jahre ist er zum Islam konvertiert, was ihm in diesen Tagen die Aufmerksamkeit des bayerischen Verfassungsschutzes verschafft.
Am Morgen des 22. September wurde er auf der Straße von einem Beamten des Bundesnachrichtendienstes angesprochen, der unbedingt erfahren wollte, was der Konvertit von einem der Drohvideos der Islamisten gegen Deutschland halte. Er habe den Film nicht gesehen, aber im Internet darüber gelesen, lautete die Antwort des Mannes. So einfach ließ sich der Verfassungsschützer aber nicht abspeisen. Der Architekt solle sich doch unbedingt das Video anschauen, insistierte er. Er wolle wissen, wie ernst es zu nehmen sei. Schließlich sei der Gegenüber ja Konvertit, also vom Fach.
Der irritierte Münchner zitierte den CSU-Politiker Peter Gauweiler, den er neulich bei einer Wahlkampfveranstaltung gesehen habe. Gauweiler habe gesagt, die "Sicherheit Deutschlands werde in der S-Bahn und nicht am Hindukusch verteidigt". Auf die abschließende Frage des Nachrichtendienstlers, ob das Münchner Oktoberfest gefährdet sei, sagte der Architekt: "Wahrscheinlich". Ist aus der eher flapsigen Meinungsäußerung ein Detail einer Lagebeurteilung geworden?
Zu der Wahlkampfveranstaltung Gauweilers war der Architekt mit Hatem M. gegangen, der in einer der Münchner Moscheen bei den jungen Leuten das große Wort führen soll. Hatem M. wurde voriges Wochenende ebenso wie der Marokkaner Marouane S. "im Zusammenhang mit der aktuellen Gefährdungslage" (Amtsgerichts-Beschluss) bis zum 5. Oktober in Polizeigewahrsam genommen.
Dann ist das Oktoberfest vorbei und die Wiesn in immerhin zwei Terrorbotschaften "konkret erwähnt" worden. Möglicherweise fühlten sich die beiden Festgenommenen aufgerufen, Anschläge zu begehen. Sie seien in ein "islamistisch, extremistisch-terroristisches Personenspektrum eingebunden".
- Oktoberfest 2010 - Abzocke mit der Jubiläumswiesn
- Terrorgefahr in München - Von Entspannung keine Spur
- Der FC Bayern auf dem Oktoberfest - Topfit nur in Lederhosen
- Oktoberfest-Bilanz - Zwischen Bierseligkeit und Terrorangst
- Bierzelte auf der Wiesn - "Das geht ab, wir feiern die ganze Nacht!"
- Kolumne: Deutscher Alltag - Deppertes in Berlin
- Wettbewerb zum Oktoberfest - Ude schlägt den Saupreißn
ANZEIGE
mehr ...

Tabakwerbeverbot - EU verklagt Deutschland
Verschwörungstheorie - Die Macht der Bilder
Auslandsadoptionen - Baby per Mausklick
Aktion gegen Komasaufen - Halbnackte Mädchen auf Bierdeckeln
Schweinegrippe - Furcht vor Quecksilber im Impfstoff
Aktionen zum Weltspartag - Schwein gehabt
Neonazi Jürgen Rieger tot - NPD verliert wichtigen Geldgeber
Themen

Weitere Artikel in Oktoberfest
![]() 05.10.2009 10:56:45 pizzerino: wm2000 ich bin schon der meinung freiheit zu kennen. allerdings bedeutet für mich der entschluß in einer gesellschaft zu leben, gewisse einschränkungen dieser freiheit hinzunehmen. jedes stopschild, jedes abtasten am flughafen, jede regel beschneidet unsere freiheit. da ist es letztlich reine definitionssache wo man persönlich die trennung zur staatlichen gängelung zieht. ![]()
![]() Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage. |
Mr. Wong
Delicious
Digg
Yigg
Technorati
Google
MySpace
Facebook
Webnews













