Berufshaftpflichtversicherung Vergleich 2020 – Finden Sie jetzt Ihre beste Berufshaftpflicht für alle Berufe

Eine Berufshaftpflichtversicherung, kurz auch einfach nur als Berufshaftpflicht bezeichnet, ist eine besondere Variante der Haftpflichtversicherung. Sie ist für bestimmte Freiberufler, Selbstständige und Gewerbetreibende geradezu eine Pflichtversicherung, denn sollte eine solche Absicherung nicht vorhanden sein, kann ein Schadensfall ganz schnell Existenz-bedrohlich werden. Denn eines müssen Sie wissen: Die reguläre Privathaftpflichtversicherung schließt im Normalfall Schäden aus, die während der Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit entstehen. Somit müssten Sie im Fall der Fälle alles aus der eigenen Tasche bezahlen – ein geradezu unkalkulierbares Risiko.

Aus diesem Grund sollten Sie sich unbedingt mit dieser Art der Versicherung auseinandersetzen und zum Beispiel einen Berufshaftpflicht-Vergleich durchführen. Das gilt insbesondere dann, wenn in Ihrem Berufsbild beispielsweise durch eine Fehlberatung anderen ein Vermögensschaden in erheblicher Größenordnung entstehen kann. So schützt die Berufshaftpflicht Ärzte, Ingenieure, Rechtsanwälte oder Architekten vor einer entsprechenden Haftung. Im Rahmen unseres Ratgebers gehen wir in detaillierter Form auf die berufliche Haftpflichtversicherung ein, geben konkrete Beispiele und zeigen die Vor- und Nachteile auf. Außerdem erfahren Sie, ob es bei der Stiftung Warentest oder bei Öko Test bisher einen Berufshaftpflichtversicherung-Test gegeben hat.

Wer sollte eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen?

Als Arbeitnehmer benötigen Sie keine Berufshaftpflichtversicherung, da entsprechende Risiken allesamt über Ihren Arbeitgeber versichert sind. Ganz anders sieht es da schon bei Unternehmern und Freiberuflern aus. Sollten Sie zu dieser Berufsgruppe gehören, dann arbeiten Sie grundsätzlich praktisch auf eigenes Risiko. In manchen Bereichen mag dies so geringe Risiken mit sich bringen, dass Sie nicht zwangsläufig Geld für eine Berufshaftpflicht ausgeben müssen. Andere Branchen hingegen sind so aufgestellt, dass es ohne eine solche Versicherung praktisch gar nicht geht. So ist eine Berufshaftpflicht als Rechtsanwalt geradezu unabdingbar – ja, hier ist sie sogar Pflicht. Doch das ist nur ein Beispiel von vielen. Hier finden Sie eine Liste an Berufen, bei denen Sie auf jeden Fall über eine berufliche Haftpflichtversicherung nachdenken sollten oder eine solche Versicherung vonseiten des Gesetzgebers vorgeschrieben ist:

  • BerufshaftpflichtversicherungIT-Berufe
  • Dienstleister unterschiedlichster Art
  • Unternehmensberater
  • Steuerberater
  • Rechtsanwälte
  • Architekten
  • Ingenieure
  • Ärzte und Heilberufe
  • Hausverwalter
  • Blogger und Journalisten

Klar ist: In manchen Branchen ist die Notwendigkeit dringender als in anderen. Teilweise ist es auch eine Abwägungssache, ob Sie sich entsprechend absichern möchten oder nicht. Letztendlich macht ein solcher Versicherungsschutz aber für jeden Menschen Sinn, der zu den genannten Berufsgruppen gehört und selbstständig oder freiberuflich arbeitet. Schließlich ist schnell einmal ein Fehler passiert, der im schlimmsten Fall fatale Folgen haben kann. Da ist es schon sehr vernünftig, einen verhältnismäßig kleinen Betrag in die Berufshaftpflichtversicherung zu stecken und auf diese Weise für sämtliche Eventualitäten abgesichert zu sein.

Wie viel kostet eine Berufshaftpflichtversicherung? Im Gegensatz dazu, vor welch hohen Risiken die Berufshaftpflicht Sie im Ernstfall schützt, sind die Beiträge bei dieser Versicherung vergleichsweise gering. Schon für wenige Euro im Monat können Sie Policen finden, wobei Sie immer auch abwägen müssen, in welcher Höhe Sie beispielsweise eine Selbstbeteiligung in Kauf nehmen wollen, um die Beiträge zu senken.

Was sind die Leistungen der Berufshaftpflichtversicherung?

Wenn Sie als Selbstständiger oder Freiberufler im Rahmen der Ausübung Ihres Berufes einen Fehler machen, kann Sie das ganz schnell im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen kommen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie verursachen einen Sach- oder gar Personenschaden und werden plötzlich mit einer Schadensersatzforderung in Millionenhöhe konfrontiert. Das kann ganz schnell das berufliche Aus für Sie bedeuten – muss es aber nicht. Denn im Rahmen der Berufshaftpflicht übernimmt die Versicherung die Schadensersatzzahlungen oder trägt die Kosten zur Beseitigung eines Schadens, sofern dies noch möglich ist.

Dass es bei Personenschäden schnell unglaublich teuer wird, das kann sich vermutlich noch jeder ganz gut ausmalen. Aber gerade Sachschäden und die damit verbundenen Kosten werden häufig nicht erst genug genommen, nicht selten mit fatalen Folgen. Denn gerade bei kleineren Gewerbetreibenden und Freiberuflern genügen auch schon weniger hohe Summen, um für ernsthafte finanzielle Probleme zu sorgen. Diesen Gefahren sollten Sie sich auf keinen Fall aussetzen, sondern lieber rechtzeitig handeln, alleine um sich nicht ständig Sorgen machen zu müssen.

Ein klassisches Beispiel: Als Rechtsanwalt leisten Sie sich einen Verfahrensfehler oder versäumen es etwa, wichtige Beweismittel vorzubringen, die Ihren Mandanten entlastet hätten. Daraufhin wird Ihr Mandant zu einer Strafe verurteilt und macht im Nachhinein Schadensersatzansprüche gegen Sie als Anwalt geltend. In einem solchen Fall käme dann die Berufshaftpflichtversicherung ins Spiel und würde sich um die Regulierung kümmern.

Welche Haftpflichtrisiken sind typisch bei der Berufshaftpflicht?

Sie sind in einem beratenden Beruf oder als Dienstleister tätig? Dann nehmen Sie eine überaus verantwortungsvolle Position ein. Denn auf Grundlage Ihrer Empfehlungen werden zum Beispiel Entscheidungen getroffen, die eine Tragweite von mehreren Millionen Euro haben können. Dennoch sind wir alle nur Menschen und selbst dem professionellsten Berater, Anwalt oder Arzt kann ganz schnell einmal ein folgenschwerer Fehler unterlaufen. Damit es dann nicht zum finanziellen Fiasko kommt, sollten Sie eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Generell werden Haftpflichtrisiken in der Regel in die drei folgenden Kategorien eingeteilt:

  1. Sachschäden
  2. Vermögensschäden
  3. Personenschäden

Schon gewusst?Ein typischer Sachschaden wäre zum Beispiel, wenn Sie aus Versehen Ihre Tasse Tee über den Laptop eines Geschäftspartners oder Kunden schütten im Büro und das Gerät daraufhin kaputt ist. Die Berufshaftpflichtversicherung wird daraufhin eingeschaltet und reguliert den entstandenen Schaden. Vermögensschäden können da schon weitreichendere Folgen haben. Hier sei als Beispiel etwa eine falsche Beratung als Unternehmensberater genannt, auf deren Grundlage Ihr Kunde viel Geld verliert. Daraufhin verlangt er Schadensersatz von Ihnen und die Berufshaftpflicht ist gefordert. Von Personenschäden hingegen wird immer dann gesprochen, wenn sich ein Mensch verletzt oder zu Schaden kommt – in diesem Fall bezieht es sich eben auf den beruflichen Kontext. Auch hierzu kurz ein Beispiel: Ihr Kunde stolpert über Ihr Handyaufladekabel und bricht sich ein Bein. Nun wird er vermutlich nicht nur Schadensersatz, sondern auch noch Schmerzensgeld verlangen. Hier noch einige konkrete Beispiele für Sachverhalte, in welchen die Berufshaftpflichtversicherung ins Spiel kommt:

  • Messfehler
  • Rechenfehler
  • Analysefehler
  • Vertauschen
  • Verletzung von Urheberrechten
  • Verletzung von Bildrechten
  • Verletzung von Markenrechten
  • Verletzung von Geheimhaltungspflichten
  • Verzögerte Leistungserbringung

Wie Sie sehen, ist es durchaus ein weites Feld, auf dem die Berufshaftpflichtversicherung relevant werden kann. Und es gibt tatsächlich sehr viele unterschiedliche Gründe, weshalb auch Sie als Freiberufler oder Gewerbetreibender sich diesen Versicherungsschutz unbedingt gönnen sollten.

Berufshaftpflichtversicherung: Was sind die Vorteile und Nachteile?

Gerade beim Abschluss einer Versicherung möchten Sie sich sicherlich im Voraus möglichst sicher darüber sein, dass diese Maßnahme auch Hand und Fuß hat. Genauso stellt es sich auch bei der Berufshaftpflichtversicherung dar. Denn die meisten möchten sich bei einem solch wichtigen Thema nicht einfach auf ihr Bauchgefühl verlassen, sondern die Entscheidung durch klare Fakten abgesichert wissen. Schließlich geht es hierbei ja auch nicht nur um eine einmalige Investition, sondern die Beiträge – so gering sie auch sein mögen – müssen fortan Monat für Monat entrichtet werden. Aus diesem Grund haben wir an dieser Stelle die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente zum Thema Berufshaftpflicht für Sie zusammengestellt und in einer übersichtlichen Tabelle einander gegenübergestellt.

  • Umfassende Absicherung bei Schadensersatzforderungen Dritter, welche durch die eigene Arbeit entstanden sind
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche Dritter durch die Berufshaftpflichtversicherung
  • Selbst bei hohen Forderungssummen ist die Existenz nicht gefährdet
  • Die Kosten für die Versicherung lassen sich steuerlich voll absetzen als Sonderausgaben
  • Vergleichsweise niedrige Versicherungsbeiträge
  • Zusätzliche Kosten durch die Versicherungsbeiträge
  • Manche Berufsgruppen sind zum Abschluss einer Berufshaftpflicht gezwungen
  • Sogenannter Erfüllungsanspruch ist in der Regel ausgenommen

Dass eine zusätzliche Versicherung zunächst einmal auch mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, sollte jedem klar sein. Entscheidend ist hier dann eben das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zwar kann niemand wirklich vorhersehen, ob Sie Ihre Berufshaftpflichtversicherung jemals wirklich werden in Anspruch nehmen müssen. Hierbei lohnt es sich dann aber, auf mögliche Summen zu blicken, die in Ihrem Fall im Rahmen einer Schadensersatzforderung im Raum stehen könnten. Je höher diese Summen sind, desto mehr ist es angeraten, eine Berufshaftpflicht abzuschließen.

Tatsächlich ist es darüber hinaus so, dass manche Berufsgruppen gar keine andere Wahl haben, als nach einem Berufshaftpflicht-Vergleich einen solchen Versicherungsvertrag abzuschließen. Denn dort greift der Gesetzgeber ein und hat entsprechende Vorgaben geschaffen. Das gilt bei den freien Berufen allen voran für Ärzte, Hebammen, Rechtsanwälte und Notare. Wir werden auf die Thematik der Pflichtversicherung an anderer Stelle nochmals ausführlicher eingehen. Hier möchten wir noch den sogenannten Erfüllungsanspruch kurz erläutern. Von einem solchen ist die Rede, wenn Sie als Dienstleister einen Auftrag bekommen haben, auf welchem Ihre Arbeit begründet. Bei einer Nichterfüllung des Auftrags wird gleichzeitig auch der Erfüllungsanspruch nicht erfüllt – und die Versicherung kann im Regelfall nicht genutzt werden.

Damit Sie komplett auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich für eine Berufshaftpflichtversicherung entscheiden, bei welcher der Erfüllungsanspruch mitversichert ist. Das kann meist gegen einen Aufschlag bei der Versicherungsprämie geschehen. Die zusätzliche Absicherung sollte Ihnen das Geld jedoch Wert sein.

Obwohl die möglichen Risiken und Nachteile hier jetzt sehr viel Raum bekommen haben, möchten wir Ihnen unter dem Strich doch dazu raten, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen – selbst wenn Sie dies vonseiten des Gesetzgebers nicht zwingend tun müssten. Denn die monatlichen Beiträge bleiben letztendlich doch sehr im Rahmen, gerade wenn Sie in einem Beruf tätig sein sollten, in dem Sie sehr gut verdienen. Da sollte Ihnen Ihre Absicherung dann auch ein paar Euro wert sein, zumal sich die Versicherungsbeiträge steuerlich sogar in voller Höhe absetzen lassen. Bei weiteren Fragen zu diesem Sachverhalt wenden Sie sich am besten an Ihren Steuerberater.

Was sind die Unterschiede zwischen Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht?

Wichtige UnterschiedeWer sich in versicherungstechnischen Dingen nicht so gut auskennt, den werden die vielen teils sehr ähnlich klingenden Begriffe schnell verwirren. So ist häufig von der Berufshaftpflichtversicherung die Rede, dann wiederum wird die Bezeichnung Betriebshaftpflicht benutzt. Beides klingt doch ziemlich verwandt. Oder handelt es sich dabei gar um ein und dieselbe Versicherung, die nur unterschiedlich genannt wird?

Nein, es gibt hier tatsächlich klare Unterschiede, auch wenn beides grundsätzlich schon in dieselbe Richtung geht. Der entscheidende Punkt ist aber: Die Betriebshaftpflichtversicherung sichert das gesamte Unternehmen mitsamt seiner Mitarbeiter ab, die Berufshaftpflicht bezieht sich immer nur auf eine einzelne Person. Wenn es also für das ganze Unternehmen schon eine Betriebshaftpflichtversicherung gibt, dann wird eine Berufshaftpflicht im Normalfall nicht mehr nötig sein.

Anders sieht es bei Freiberuflern und Selbstständigen aus, die als Einzelunternehmer in Erscheinung treten. Hier gibt es keine Firma, bei der Sie angestellt sind, und die den Versicherungsschutz im Rahmen einer Betriebshaftpflicht bereits übernehmen würde. Also sind Sie gezwungen oder – je nach Berufsbild – zumindest gut beraten, selbst für eine Absicherung zu sorgen. Klassischerweise dreht es sich bei der Berufshaftpflicht vor allem darum, Vermögensschäden abzusichern, die bei beratenden Berufen schnell mal gewaltige Dimensionen erreichen können.

Sofern Sie als Angestellter tätig sind, benötigen Sie normalerweise keine zusätzliche Berufshaftpflichtversicherung, da Sie durch Ihren Arbeitgeber bereits abgesichert sind. Sollten Sie dennoch Wert auf ein zusätzliches Plus an Sicherheit legen, besteht bei einigen Versicherern die Möglichkeit, einen Zusatzbaustein im Rahmen der privaten Haftpflicht hinzuzubuchen.

Für wen ist die Berufshaftpflicht eine Pflichtversicherung?

BerufshaftpflichtWährend es Berufsgruppen gibt, die eigenständig auswählen können, ob Sie eine Berufshaftpflichtversicherung als notwendig erachten, ist sie bei anderen Berufsgruppen sogar Pflicht. Dies will der Gesetzgeber so oder es ist in den jeweiligen Berufsordnungen beziehungsweise Ständeordnungen so festgelegt. Die Betroffenen haben dann gar keine andere Wahl, als sich eine entsprechende Police zu besorgen. So ist eine Berufshaftpflichtversicherung als Rechtsanwalt ein Muss. Pflicht ist die Berufshaftpflicht auch für Ärzte. In der folgenden Übersicht gehen wir im Detail auf die fraglichen Berufe ein:

  • Ärzte: Damit Sie als Arzt eine Approbation erhalten können, müssen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen können. Dies ist in der Bundesärzteordnung (BÄO) explizit so festgelegt worden.
  • Hebammen: Bei den Hebammen sieht es ganz ähnlich aus wie bei den Ärzten. Wollen Sie in diesem Berufsfeld tätig werden, dann ist der Nachweis einer ausreichenden Berufshaftpflicht vorgeschrieben. In diesem Fall steht das im Hebammengesetz.
  • Rechtsanwälte: Sie müssen über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, um die Zulassung als Anwalt zu bekommen. Die Deckungssumme dieser Versicherung muss mindestens 250.000 Euro je Versicherungsfall betragen. Etwaige Änderungen oder Kündigungen solcher Versicherungen müssen von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft umgehend an die zuständige Rechtsanwaltskammer gemeldet werden. Die detaillierten Regelungen können Sie in Paragraf 51a der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) nachlesen.
  • Notare: Wenn Sie Notar werden wollen, dann ist die Berufshaftpflicht für Sie ebenfalls eine Pflichtversicherung. Dies ist in Paragraf 19a der Bundesnotarordnung (BnotO) in allen Einzelheiten festgeschrieben.
  • Steuerberater: Als Steuerberater haben Sie Ihren Mandanten gegenüber eine besonders große Verantwortung, denn durch eine Falschberatung in steuerlichen Angelegenheiten kann schnell mal ein Nachteil in Schwindel erregender Höhe entstehen. Deshalb ist im Paragraf 25 des Steuerberatergesetzes (StBeG) festgelegt, dass Steuerberater um eine Berufshaftpflichtversicherung nicht herumkommen.
  • Versicherungsmakler: Wer als Versicherungsmakler von der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Zulassung zur Ausübung dieser Tätigkeit bekommen will, muss das Vorliegen eines Versicherungsschutzes durch eine Berufshaftpflicht vorweisen können.
  • Wirtschaftsprüfer: Wirtschaftsprüfer sind laut Paragraf 54 der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) dazu gezwungen, eine Berufshaftpflichtversicherung zu besitzen.
  • Architekten: Wenn Sie als Architekt einen folgenschweren Planungsfehler machen, kann es richtig teuer für Sie werden. Aus diesem Grund müssen Sie für eine Zulassung in diesem Bereich im Normalfall einen entsprechenden Versicherungsschutz nachweisen können. Das gilt auch für die Aufnahme in eine Kammer.
  • Apotheker: Um eine Zulassung als Apotheker zu erhalten, muss laut den Berufsordnungen der Bundesländer für diese Berufsgruppe ebenfalls eine Berufshaftpflichtversicherung vorliegen. Schließlich ist auch hier die Gefahr groß, dass durch eine falsche Beratung schwerwiegende Folgen eintreten.

Lassen Sie sich im Dickicht der ganzen Angebote und Bezeichnungen nicht verwirren. Nicht in allen Fällen wird die Berufshaftpflichtversicherung nämlich genau so genannt, sondern es kursieren auch andere Begriffe, die teils abhängig von der jeweiligen Berufsgruppe sind. So kann zum Beispiel die Rede sein von einer Anwaltshaftpflicht, einer Apothekerhaftpflicht oder einer Hebammenhaftpflicht. Letztendlich handelt es sich bei all diesen Policen um eine Berufshaftpflicht, die mitunter eben noch im Hinblick auf die speziellen Erfordernisse der Berufsgruppe optimiert wurde. Auch, was die Deckungssummen angeht, gibt es durchaus Unterschiede, was auf jeden Fall sinnvoll ist.

Wie finde ich die perfekte Berufshaftpflichtversicherung für meine Situation?

Berufshaftpflicht VergleichWie wir bereits im Rahmen dieses Ratgebers mehrfach betont haben, ist es immer ein bisschen von Ihrem Beruf abhängig, welche Berufshaftpflichtversicherung die perfekte Lösung für Sie ist. So gelten für einen Arzt zum Beispiel ganz andere Maßstäbe als für einen Anwalt. Die Risiken, welche abgesichert werden müssen, sind eben je nach Tätigkeit stets ein bisschen anders gelagert. So verwundert es dann auch nicht, dass es etwa in Form der Anwaltshaftpflicht maßgeschneiderte Versicherungspolicen nur für diese Zielgruppe gibt.

Wenn Sie sich noch sehr unsicher sind, welche Berufshaftpflichtversicherung zu Ihnen passt, dann kann es durchaus sinnvoll sein, eine Beratung bei einem professionellen Versicherungsmakler in Anspruch zu nehmen. Diese Leute sind oft schon seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten tief in der Materie drin und können Ihnen ganz genau sagen, auf welche Details Sie achten sollten.

Eine solche Beratung ist aber natürlich kein Muss. So können Sie sich genauso gut selbst informieren. Das Internet bietet heutzutage schließlich beste Voraussetzungen dafür. Denn die wichtigsten Informationen können Sie sich leicht auch selber aneignen und müssen dann eben nur noch eins und eins zusammenzählen. Ein Berufshaftpflicht-Vergleich sollte damit keine allzu große Herausforderung für Sie darstellen. Wenn Sie möchten, können Sie auch direkt den von uns empfohlenen Anbieter anklicken und sich auf dessen Seite genauer über die angebotene Berufshaftpflichtversicherung und deren Bausteine informieren. Unser Tipp: Achten Sie ganz besonders genau au etwaige Leistungsausschlüsse, die sich in einem etwaigem Ernstfall als problematisch erweisen könnten.

Was deckt die Berufshaftpflichtversicherung ab? Die Berufshaftpflicht kommt ins Spiel, wenn im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit anderen Vermögensschäden oder Sachschäden entstehen, etwa in Folge einer nachweislich falschen Beratung. Auch bei Personenschäden kann Sie eine Berufshaftpflichtversicherung vor schlimmen finanziellen Folgen bewahren. Wichtig: Legen Sie stets auf eine ausreichend hohe Deckungssumme wert!

Glossar zum Thema Berufshaftpflichtversicherung

Schadensersatz

Ein besonders wichtiger Begriff im Zusammenhang mit der Berufshaftpflichtversicherung ist der Schadensersatz. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Wiedergutmachung für einen Schaden, der durch Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit anderen entstanden ist. So könnte es zum Beispiel sein, dass ein Gerät beschädigt wurde oder eben ein Vermögensschaden durch eine falsche Beratung entstanden ist. Wenn die geschädigte Person nun also Schadensersatz von Ihnen fordert, müssen Sie die im Raum stehende Summe nicht aus eigener Tasche bezahlen, wenn Sie über eine Berufshaftpflicht verfügen. Stattdessen wird die Versicherung die Sache für Sie regeln, ohne dass eine finanzielle Belastung für Sie entsteht.

Pflichtversicherung

Es gibt eine Reihe von Berufsfeldern, bei denen eine Berufshaftpflichtversicherung zu den Pflichtversicherungen zählt. Das bedeutet, dass Sie es sich nicht nach eigenem Gutdünken aussuchen können, ob Sie eine solche Versicherung abschließen möchten. Berufsspezifische Regelungen oder sogar gesetzliche Vorschriften verpflichten Sie dazu, über eine Berufshaftpflicht zu verfügen. Das mag zunächst wie ein Eingriff in die persönliche Freiheit wirken, auf der anderen Seite ist der Abschluss einer solchen Versicherung ohnehin nur vernünftig, wenn Sie zum Beispiel als Arzt oder Anwalt tätig sind – und auch in diversen anderen Berufsgruppen, bei denen es um viel Geld geht oder Sie hohe persönliche Risiken im Rahmen der Tätigkeit eingehen. So macht die Berufshaftpflichtversicherung für einen großen Teil der selbstständig und freiberuflich tätigen Menschen Sinn, ganz gleich ob Pflichtversicherung oder auf freiwilliger Basis.

Anwaltshaftpflicht

Wenn Sie als Rechtsanwalt tätig sind oder in diesem Berufsfeld tätig werden möchten, müssen Sie nicht nur über entsprechende juristische Abschlüsse verfügen. Sie sollten darüber hinaus auch eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen können. So ist es laut der Bundesrechtsanwaltsordnung Vorschrift und hierbei wird sogar eine konkrete Deckungssumme je Versicherungsfall in Höhe von 250.000 Euro vorgegeben, die Teil der Police sein muss. Eine solche speziell auf Rechtsanwälte ausgerichtete Berufshaftpflicht wird nicht selten auch unter der Bezeichnung Anwaltshaftpflicht angeboten. Wenn Sie diesen Begriff also lesen, dann wissen Sie, dass der Versicherungsschutz speziell auf Anwälte zugeschnitten wurde.

Hebammenhaftpflicht

Die Hebammenhaftpflicht richtet sich, wie es der Name schon sagt, speziell an Hebammen. Es handelt sich dabei nicht wirklich um eine komplett eigenständige Versicherungsart, sondern sie ist der Berufshaftpflichtversicherung zuzuordnen und enthält dementsprechend die typischen Elemente. Bei der Hebammenhaftpflicht wurde neben Kernelementen natürlich insbesondere darauf Wert gelegt, dass die besonderen Erfordernisse und Eigenheiten dieser Berufsgruppe in besonderem Maße berücksichtigt wurden bei der Ausgestaltung der Versicherungsleistungen. Als Hebamme macht es das Ganze für Sie einfacher, weil Sie statt einem allgemeinen Berufshaftpflicht-Vergleich ganz gezielt nach passenden Policen suchen können.

Apothekerhaftpflicht

Wer eine Apotheke betreibt beziehungsweise als Apotheker arbeitet, der ist bei seiner Berufsausübung ganz anderen Risiken ausgesetzt wie zum Beispiel ein Rechtsanwalt oder Notar. Deshalb ist es auch sinnvoll, dass diese Faktoren im Rahmen einer Berufshaftpflichtversicherung in ausreichender Form berücksichtigt werden. Hier kommt die sogenannte Apothekerhaftpflicht ins Spiel, eine spezielle Variante der Berufshaftpflicht, die sich explizit an diese Berufsgruppe richtet.

IT-Haftpflicht

Noch eine besondere Form der Berufshaftpflichtversicherung ist die sogenannte IT-Haftpflicht. Diese Versicherung hat als Zielgruppe allen voran Selbstständige, die im IT-Bereich tätig sind, etwa als Freiberufler oder IT-Dienstleister im Rahmen von Kundenprojekten. Bei dieser Arbeit können sich durch Fristen, Datenschutzvorgaben oder Vertraulichkeitsvereinbarungen alleine schon zahlreiche Schadenersatzrisiken entstehen. Auch können beispielsweise Schäden an Geräten entstehen. Wenn Sie dann mit Ihrem Privatvermögen haften würden, wäre in vielen Fällen schnell Ihre gesamte Existenz gefährdet. Aus diesen Gründen macht es Sinn, hier nach einer speziellen IT-Haftpflicht Ausschau zu halten, die maßgeschneidert die typischen Risiken dieser Berufsgruppe abdeckt.

Vertragsstrafe

Wer als Freiberufler oder Selbstständiger von einem Unternehmen beauftragt wird, der muss meist einen Vertrag mit umfangreichen Klauseln unterschreiben. Nicht selten ist auch eine Vertragsstrafe in oftmals empfindlicher Größenordnung Bestandteil. Obwohl Ihnen kaum etwas anderes übrig bleibt als zu unterschreiben, bleibt ein geradezu unkalkulierbares Risiko bestehen. Bei einigen Berufshaftpflichtversicherungen sind Vertragsstrafen zumindest unter bestimmten Bedingungen mitversichert. Hierzu sollten Sie sich die Versicherungsbedingungen des entsprechenden Versicherers jedoch ganz genau durchlesen und im Zweifelsfall nochmal nachfragen.

Schadensregulierung

Ein wichtiger Bestandteil des Leistungspakets einer Berufshaftpflichtversicherung ist die Schadensregulierung, so wie auch bei der privaten Haftpflichtversicherung. Darunter versteht man alle Vorgänge, die notwendig sind, um die berechtigten Ansprüche des Geschädigten zu erfüllen. So müssen Sie als Versicherungsnehmer den Schaden in erster Linie an die Versicherung melden, die dann den gesamten Sachverhalt prüfen und – wenn alles korrekt ist – die notwendigen Summen an den Geschädigten auszahlen wird. Natürlich kann es sein, dass Ihre Berufshaftpflicht während dieser Prozedur noch Fragen an Sie hat.

Schadensabwehr

Nicht nur die Schadensregulierung ist eine wichtige Aufgabe der Berufshaftpflichtversicherung, sondern auch die Schadensabwehr. Das bedeutet, dass Ihre Versicherung im Falle von einer Schadensersatzforderung genau prüfen wird, ob diese Forderung auch wirklich gerechtfertigt ist. Sofern der Versicherer bei seiner Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass dies nicht der Fall ist, wird er die Forderung ablehnen und gegebenenfalls die nötigen Mittel ergreifen. Dies versteht man unter Schadensabwehr.

Hinweispflicht

Bei bestimmten Berufsgruppen wie Erbringern von Dienstleistungen gibt es eine sogenannte Hinweispflicht auf eine Haftpflichtversicherung. Das bedeutet ganz konkret, dass Sie Ihre Kunden darauf hinweisen müssen, dass Sie über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Es beinhaltet zum Beispiel auch, dass ein Hinweis auf die vorhandene Berufshaftpflicht im Impressum Ihrer Website stehen sollte. Das ist jedenfalls sinnvoll und sorgt für einen seriösen Eindruck bei potenziellen Kunden.

Erfüllungsanspruch

Vorsichtig sein sollten Sie bei Ihrem Berufshaftpflicht-Vergleich, was einen ganz bestimmten Punkt angeht. Denn bei vielen Policen ist der sogenannte Erfüllungsanspruch ausgeklammert. Das ist gerade für Dienstleister schlecht, die für einen Kunden arbeiten auf Basis einer Auftragserteilung. Sofern der Auftrag nicht erfüllt wird, bedeutet das, dass der Erfüllungsanspruch des Auftragsgebers nicht erfüllt wurde. Da eine Berufshaftpflichtversicherung, bei der dieser Erfüllungsanspruch nicht inkludiert ist, dann nicht haftet, sollten Sie sich nach einem Angebot umsehen, bei der er nachweislich mitversichert ist. Dies ist durchaus möglich, auch wenn es mit leichten Aufschlägen bei den Versicherungsprämien verbunden sein wird.

Welche Unterschiede gibt es bei der Berufshaftpflicht je nach Berufsgruppe?

Weiter oben sind wir bereits darauf eingegangen, dass eine Berufshaftpflichtversicherung bei einigen Berufsgruppen verpflichtend ist. Insbesondere Ärzte, Architekten und Menschen, die in beratenden Berufen wie etwa Steuerberater oder Rechtsanwalt tätig sind, arbeiten in der stetigen Gefahr, mit Schadensersatzforderungen von Patienten, Kunden oder Mandanten konfrontiert zu werden. So ist es nur folgerichtig, dass bei den besonders gefährdeten Berufsgruppen eine Zulassung erst dann erfolgt, wenn eine gültige Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen werden kann. Dabei gibt es jedoch durchaus entscheidende Unterschiede je nachdem, zu welcher Berufsgruppe Sie gehören. Und genau auf diese Unterschiede möchten wir im Rahmen der folgenden Zeilen nochmals explizit eingehen.

Berufshaftpflicht für Ärzte

Berufshaftpflicht ÄrzteAußergewöhnlich hoch ist das Risiko, es mit Schadensersatzforderungen zu tun zu bekommen, bei jedem praktizierenden Mediziner. Im Gegensatz zu anderen Berufen, bei denen die Schäden in der Regel „nur“ finanzieller Natur sind, kommt hier noch eine ganz andere Komponente ins Spiel. Denn wenn ein Arzt während seiner Berufsausübung einen Fehler macht, kann das direkt schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des Patienten haben – im schlimmsten Falle sogar für Leib und Leben. Daher führt für Ärzte auch nichts an einer Berufshaftpflichtversicherung vorbei. Diese sollte sich dann auch durch entsprechend großzügige Deckungssummen auszeichnen. Wie hoch die Versicherungsbeiträge im konkreten Einzelfall liegen, hängt allen voran damit zusammen, in welchem Bereich der Arzt praktiziert. Die Faustregel lautet: Je risikoreicher Ihre Tätigkeit grundsätzlich ist, desto höher werden auch die Beiträge ausfallen.

Berufshaftpflichtversicherung als Rechtsanwalt und bei beratenden Berufen

Eine ebenfalls große Risikogruppe sind alle beratenden Berufe, allen voran Rechtsanwälte. Dort ist eine Vermögenshaftpflicht von besonders wichtiger Bedeutung, denn durch eine falsche Beratung könnten Kunden oder Klienten ganz schnell größere Geldbeträge verlieren, welche Sie dann bei Ihnen versuchen geltend zu machen. Ein typisches Beispiel ist es, wenn etwa ein Steuerberater es versäumt, wichtige Unterlagen bis zu einer bestimmten Frist beim Finanzamt einzureichen, und dem Mandanten dadurch eine steuerliche Ersparnis entgeht. Wenn dieser Mandant Sie als Steuerberater dann auf Schadensersatz verklagt, ist es wichtig, dass Sie eine kompetente Berufshaftpflichtversicherung an Ihrer Seite haben, die sich um die Abwicklung kümmert.

Berufshaftpflichtversicherung für Architekten

Wenn Sie als Architekt arbeiten, sind Sie ebenfalls einem hohen Risiko ausgesetzt. Denn hier gibt es sogar viele verschiedene Möglichkeiten, wo Fehler gemacht werden können, die am Ende zu hohen Zusatzkosten führen. Da niemand stets zu hundert Prozent konzentriert arbeiten kann, wird es sich früher oder später nicht vermeiden lassen, dass solche Fehler auch tatsächlich einmal passieren. In diesem Fall ist es wichtig, dass die Berufshaftpflicht nicht nur bei am Grundstück und Bauwerk entstandenen Schäden geradesteht und dafür zeitlich unbegrenzt haftet, sondern auch etwaige Schlichtungsverfahren und Schiedsgerichtsverfahren sollten mit abgesichert sein. Eine Berufshaftpflichtversicherung für Architekten wird nicht ganz billig sein, aber umso notwendiger. Das gilt im Übrigen in gleicher Weise auch für Ingenieure, speziell Bauingenieure, und Gutachter.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Berufshaftpflichtversicherung darauf, dass nicht nur alle in Ihrem Fall relevanten Schadensarten mit abgedeckt sind, sondern auch die Deckungssumme sollte stimmen. Denn wenn Sie sich für eine zu geringe Deckungssumme entscheiden, nur weil Sie bei den Beiträgen sparen wollen, kann sich dies im Falle hoher Schadensersatzforderungen schnell als verhängnisvoll erweisen.

Mit welchen Kosten muss ich bei einer Berufshaftpflichtversicherung rechnen?

Vor dem Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung möchten Sie berechtigterweise wissen, mit welchen Kosten dadurch in etwa zu rechnen ist. Ganz genau lässt sich das per Ferndiagnose und so ganz pauschal natürlich nicht sagen. Denn es sind hier schließlich einige Faktoren zu berücksichtigen, welche die Höhe der Versicherungsbeiträge beeinflussen. Einer der entscheidenden Faktoren ist dabei, zu welcher Berufsgruppe Sie gehören und was Sie in Ihrem Job genau machen.

Auch die Höhe Ihres Umsatzes, etwa als Dienstleister, oder das Risiko als praktizierender Arzt sind nicht unerhebliche Aspekte, die die Berechnung der schlussendlichen Beiträge beeinflussen. Daher führen die Versicherungen auch zum Teil eine sogenannte Risikoprüfung vor dem Vertragsabschluss durch. Hinzu kommt die Frage, inwieweit eine Selbstbeteiligung für Sie in Ordnung ist und wenn ja, bis zu welcher Höhe. Das führt dann dazu, dass es grundsätzlich schon für wenige Euro im Monat eine Berufshaftpflichtversicherung gibt. Je nachdem, welche Voraussetzungen Sie mitbringen und welche Art des Schutzes Sie haben möchten, kann der monatlich an die Versicherung zu bezahlende Betrag aber auch auf mehr als 100 Euro steigen.

Behalten Sie auch bei zunächst sehr hoch erscheinenden Versicherungsbeträgen im Hinterkopf, dass Sie die Kosten für die Berufshaftpflicht steuerlich absetzen können. Dies geschieht im geschäftlichen Rahmen dadurch, dass Sie zu den Werbungskosten hinzugezählt wird. Im privaten Rahmen können Sie die Berufshaftpflichtversicherung als sogenannten Vorsorgeaufwand angeben.

Welche Alternativen zur Berufshaftpflichtversicherung gibt es?

Bitte genau hinschauenDie Kosten für eine Berufshaftpflichtversicherung sind zwar eigentlich nicht wirklich groß, vor allem wenn Sie den Nutzen betrachten, der Ihnen im Ernstfall durch eine solche Absicherung entsteht. Dennoch ist es natürlich ganz legitim, wenn Sie sich die Frage stellen, ob es nicht unter Umständen noch Alternativen gibt. Vielleicht ist es ja möglich, durch eine andere, vergleichbare Art der Versicherung ähnlich gut abgesichert zu sein bei niedrigeren Kosten?

Diese Illusion müssen wir Ihnen an dieser Stelle jedoch leider nehmen. Denn tatsächlich ist es so, dass es eine Alternative zur Berufshaftpflichtversicherung nicht wirklich gibt. Wenn Sie zu den Berufsgruppen gehören, bei denen die Berufshaftpflicht eine Pflichtversicherung ist, dann kommen Sie ohnehin nicht darum herum. Aber auch sonst gibt es auf dem Markt nichts Vergleichbares. Sie können sich höchstens dafür entscheiden, volles Risiko zu gehen und im Schadensfall dann alles selbst zu bezahlen. Das wäre jedoch ziemlich leichtsinnig und ist keinesfalls zu empfehlen.

Benötige ich als Arbeitnehmer eine Berufshaftpflicht?

Wenn Sie bei einer Firma angestellt sind, werden Sie sich möglicherweise fragen, ob es auch dann sinnvoll ist, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Dazu ist zu sagen, dass dies im Normalfall nicht wirklich nötig sein wird. Denn als Arbeitnehmer sind Sie über Ihren Arbeitgeber abgesichert und haben auch bei einem durch Ihr Verschulden entstandenen Schaden in der Regel nichts zu befürchten. Sollten Sie jedoch trotzdem darauf bestehen, für sämtliche Eventualitäten vorzusorgen, dann besteht zum Beispiel bei einigen Versicherern die Möglichkeit, eine Berufshaftpflicht als Baustein der privaten Haftpflichtversicherung hinzu zu beantragen. Das kostet dann zwar auch nochmal ein bisschen was extra, aber wenn es Sie ruhiger schlafen lässt, sollte diese schon eher überschaubare Investition kein Fehler sein.

Richtig wichtig ist die Berufshaftpflichtversicherung vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer. Wer sich als Privatperson dennoch zusätzlich absichern will, der sollte auf keinen Fall zu den teuren Tarifen greifen, sondern im Idealfall eine kostengünstige Kombilösung im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung bevorzugen.

In wenigen Schritten zu Ihrer Berufshaftpflichtversicherung

berufliche HaftpflichtversicherungSie gehören zu einer der Risikogruppen und haben sich nun dazu entschlossen, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen? Bei den verschiedenen Angeboten auf dem Markt sind Sie jetzt unter Umständen etwas unentschlossen, für welche Police Sie sich entscheiden sollten. Um sich Klarheit zu verschaffen, können Sie nun beispielsweise zu einem professionellen Berater gehen und dort einen Berufshaftpflicht-Vergleich durchführen lassen. Oder aber Sie vertrauen der Empfehlung, die wir hier auf dieser Seite für Sie präsentieren. In diesem Fall sind es nur noch wenige Schritte, bis Sie sich über den beruhigenden Versicherungsschutz freuen können. Gehen Sie dazu bitte folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie sich über den Link zum Anbieter: Um es Ihnen so einfach wie möglich zu machen, haben wir hier auf dieser Seite neben der Kurzvorstellung des Anbieters direkt einen Link platziert, über welchen Sie ohne Umwege auf die Website des Versicherers gelangen, wo dann die nächsten Schritte in Angriff genommen werden können.
  2. Lesen Sie sich die Versicherungsbedingungen in Ruhe durch: Auch wenn Sie keine große Lust dazu haben mögen, weil es so viel Text ist – lesen Sie sich auf alle Fälle die Versicherungsbedingungen in aller nötigen Ruhe durch und hinterfragen Sie sich selber, ob Sie auch alles verstanden haben, was dort steht. Im Zweifelsfall lohnt es sich, kurz bei der Versicherung nachzufragen bei etwaigen Unklarheiten. Unter Umständen besteht die Möglichkeit, aus verschiedenen Bausteinen das für Sie Passende auszuwählen. Auch hier sollten Sie ganz genau hinsehen.
  3. Beantragen Sie Ihre Berufshaftpflichtversicherung: Nachdem Sie sich alles durchgelesen und sämtliche Fragen geklärt haben, müssen Sie jetzt nur noch Ihre zukünftige Berufshaftpflichtversicherung beantragen. Wie genau das abläuft, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter, daher folgen Sie am besten ganz einfach den Instruktionen auf dem Bildschirm. Hier wird es leicht verständlich erklärt, was Sie noch tun und welche Unterlagen Sie gegebenenfalls vorlegen müssen.
Wie kann ich meine Berufshaftpflichtversicherung wieder kündigen? Selbstverständlich ist eine Kündigung Ihrer Berufshaftpflichtversicherung jederzeit möglich. Sie müssen dazu einfach nur ein entsprechendes Kündigungsschreiben aufsetzen und dieses an den Versicherer schicken. Dabei gilt es natürlich die in den Vertragsbedingungen festgeschriebenen Fristen einzuhalten. Nach dem Eintritt eines Schadenfalls können Sie auch von einem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen.

Gibt es einen Berufshaftpflichtversicherungs-Test bei der Stiftung Warentest und Öko Test?

FragezeichenEine seriöse Instanz, wenn es um Verbraucherthemen jeglicher Art geht, ist die Stiftung Warentest. Auch im Finanzbereich wird den Fachleuten der Stiftung ein hohes Maß an Fachkompetenz bescheinigt, sodass es sicherlich interessant wäre zu wissen, ob es dort einen Berufshaftpflichtversicherungs-Test gibt. Dieser könnte weitere Aufschlüsse darüber geben, welche Anbieter die besten auf dem Markt sind.

Doch leider gibt es bei der Stiftung Warentest bislang keinen größeren Berufshaftpflichtversicherungs-Test. Lediglich mit dem Teilbereich Berufshaftpflicht für Lehrer haben sich die Verbraucherschützer bereits intensiver auseinandergesetzt. Sollten Sie also zu dieser Berufsgruppe gehören und sich für diesen Testbericht interessieren, dann können Sie ihn hier auf dieser Seite als Datei im PDF-Format herunterladen. Bedenken Sie jedoch, dass der Test schon etwas älter ist, genauer gesagt aus dem Dezember 2002. Alternativ dazu finden Sie bei der Stiftung Warentest auch noch ausführliche Informationen und Tarifvergleiche zur privaten Haftpflichtversicherung.

Ganz ähnlich sieht das Bild beim Verbrauchermagazin Öko Test aus. Auch hier finden Sie keinen Berufshaftpflichtversicherung-Test, aber dafür einen Vergleich von 24 Haftpflichtversicherungen für den privaten Bereich. Sollte dieses Thema für Sie also auch von Relevanz sein, dann können Sie über diesen Link zum entsprechenden Artikel gelangen.

Die wichtigsten FAQs zum Thema Berufshaftpflichtversicherung

Ein komplexes Thema wie die Berufshaftpflichtversicherung sorgt erfahrungsgemäß für eine Menge offener Fragen. Je weniger intensiv Sie sich bislang mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben, desto mehr Unklarheiten wird es aller Voraussicht nach noch geben. In diesem FAQ-Bereich wollen wir zumindest einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um die Berufshaftpflicht aufgreifen und kurz und prägnant beantworten.

FAQ

Warum eine Berufshaftpflichtversicherung?

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten. Denn eine Berufshaftpflicht ist im Endeffekt vor allem dazu da, um Selbstständige und Freiberufler vor dem finanziellen Ruin zu schützen. Werden beispielsweise von Kunden, Klienten oder Patienten Schadensersatzansprüche geltend gemacht, dann kann das sehr schnell gefährlich für Ihre berufliche Existenz werden. Sichern Sie sich daher unbedingt durch eine Berufshaftpflichtversicherung ab, die immer so präzise wie möglich auf Ihr jeweiliges Berufsbild abgestimmt sein sollte.

Ist die Berufshaftpflicht freiwillig?

Hier kommt es ganz darauf an, in welcher Branche Sie tätig sind. Während manche Berufsgruppen wie zum Beispiel Journalisten und Blogger selbstständig abwägen dürfen, ob Sie eine solche Versicherung abschließen und sich absichern möchten, haben andere gar keine andere Wahl. Denn der Gesetzgeber oder brancheninterne Regelungen schreiben es allen voran Ärzten, Anwälten oder Hebammen vor, einen solchen Versicherungsschutz nachweisen zu können. Wer dem nicht nachkommt, der wird erst gar keine Zulassung erhalten, um in seinem Beruf tätig zu werden.

Was beinhaltet eine Berufshaftpflicht?

Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine Form der Haftpflichtversicherung, die sich speziell um die Risiken dreht, die im Rahmen der beruflichen Praxis bestehen. Da diese von Berufsgruppe zu Berufsgruppe durchaus unterschiedlich gelagert sein können, gestaltet sich die Berufshaftpflicht im Einzelfall auch verschieden. Typische Bestandteile sind aber die Absicherung vor Vermögensschäden, die eine ganz zentrale Rolle spielen, aber auch Personen- und Sachschäden, wobei hier ein unmittelbarer Zusammenhang besteht.

Was sind echte Vermögensschäden?

Bei einer Berufshaftpflichtversicherung werden Sie möglicherweise mit den Begriffen echte und unechte Vermögensschäden konfrontiert werden. Was damit gemeint ist: Während ein unechter Vermögensschaden ein finanzieller Nachteil ist, welcher sich als Folge eines Personenschadens oder Sachschadens ergibt, wird von einem echten Vermögensschaden gesprochen, wenn eben kein Personen- oder Sachschaden dem Ganzen zugrunde liegt. Mitunter wird auch von einem reinen Vermögensschaden gesprochen, ein vielleicht sogar noch etwas klarerer Begriff dafür.

Kann ich die Kosten für die Berufshaftpflicht steuerlich absetzen?

Es gibt sogar verschiedene Möglichkeiten, um die durch die Beiträge zu einer Berufshaftpflichtversicherung entstehenden Kosten steuerlich geltend zu machen. So können Sie dies entweder als private Versicherung angeben, und zwar in Form eines Vorsorgeaufwands. Oder aber Sie entscheiden sich dafür, die Berufshaftpflichtversicherung geschäftlich abzusetzen. Dann ist sie zu den Werbungskosten hinzuzuzählen. Eine wichtige Rolle spielt es, ob beim Vorsorgeaufwand schon die Höchstgrenze durch sonstige Versicherungen erreicht wurde. Im Zweifelsfall fragen Sie einfach bei Ihrem Steuerberater nach beziehungsweise überlassen diesem direkt die Beurteilung des Sachverhalts.

Was kostet eine Berufshaftpflichtversicherung?

Für die Ermittlung der Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung sind immer verschiedene Faktoren ausschlaggebend. So spielt es zum Beispiel eine Rolle, inwieweit Sie mit einer Selbstbeteiligung leben können und wenn ja, in welcher Höhe diese liegen soll. Aber auch die Risikobewertung Ihrer Tätigkeit durch die Versicherung wirkt sich auf die Beiträge aus. Je risikoreicher Ihr Beruf ist, desto mehr werden Sie auch an Kosten einplanen müssen. Manch eine Berufshaftpflicht ist mit weniger als 10 Euro monatlich erstaunlich günstig, während andere Policen sogar um die 100 Euro im Monat kosten.

Muss ich eine Berufshaftpflichtversicherung separat abschließen?

Im Normalfall ist es so, dass die Berufshaftpflicht eine komplett eigenständige Versicherung ist. Dementsprechend müssen Sie logischerweise auch einen eigenen Versicherungsvertrag dafür abschließen. Dies gilt so zumindest für die gängige Berufshaftpflichtversicherung für Selbstständige und Freiberufler. Ein wenig anders sieht es aus, wenn Sie als Angestellter oder Beamter tätig sind und sich für diesen extra Schutz interessieren. In einem solchen Fall gibt es die Möglichkeit, eine Berufshaftpflicht als Zusatzbaustein Ihrer privaten Haftpflichtversicherung zu erhalten.

Fazit: Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Selbstständige unverzichtbar

Wichtiger HinweisNach Abwägung sämtlicher Aspekte kann es nur ein Fazit geben: Eine Berufshaftpflichtversicherung ist für alle, die selbstständig oder freiberuflich tätig sind, quasi ein Muss. Sie sollte als unverzichtbarer Bestandteil der Absicherung genauso zu Ihrem Portfolio an Versicherungen zählen wie die private Haftpflichtversicherung. Denn die Risiken, denen Sie während der Ausübung Ihrer Arbeit begegnen, sind nicht nur vielfältig, sondern im Hinblick auf die finanziellen Folgen geradezu unkalkulierbar. Wer keine Lust hat, im schlimmsten Fall eines Tages mit existenzbedrohlichen Schadensersatzforderungen konfrontiert zu werden, der sollte rechtzeitig vorher handeln.

Als Angehöriger mancher Berufsgruppen wie Ärzte, Anwälte oder Hebammen kommen Sie um den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung überhaupt nicht herum, da eine solche Versicherung dort vorgeschrieben ist. Aber auch bei anderen Berufen wie etwa als Journalist kann es sehr sinnvoll sein, eine berufliche Haftpflichtversicherung abzuschließen. Als IT-Dienstleister tragen Sie ebenfalls eine große Verantwortung und bei einem Fehler Ihrerseits kann es ganz schnell zu teuren Vermögensschäden kommen.

Um es nochmals deutlich zu machen: Die Berufshaftpflichtversicherung ist alternativlos, wenn Sie als Selbstständiger oder Freiberufler nachts gut schlafen wollen. Wichtig ist es, dass die genauen Leistungen der Versicherung so gut wie möglich auf Ihr Berufsbild abgestimmt sind. Denn bei einem Arzt beispielsweise sind ganz andere Dinge von Bedeutung als bei einem Anwalt. Dementsprechend groß ist auch die Bandbreite bei der Höhe der Versicherungsbeiträge. Diese können Sie aber ohnehin bei der Steuererklärung mit angeben und entsprechend absetzen. Auch für Arbeitnehmer gibt es die Möglichkeit, eine Berufshaftpflicht als Bestandteil der privaten Haftpflichtversicherung abzuschließen, was jedoch für die meisten nicht zwingend nötig ist.