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Gasvergleich 2019 – Jetzt Gas Vergleich durchführen und Anbieter wechseln

Rund die Hälfte der deutschen Haushalte nutzt bereits Gas als Energielieferant für die Heizung und Warmwasseraufbereitung – Tendenz steigend. Insbesondere der rund 26 Prozent ausmachende Anteil an Ölheizungen dürfte für einen weiteren Ausbau des Gasheizungsbestandes sorgen: Erfahrungsgemäß wird bei Erneuerungen von alten mit Öl betriebenen Heizungsanlagen überwiegend auf den Gasbetrieb umgestellt. Dieser Trend ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass das Angebot an Fernwärme nicht flächendeckend gegeben ist und somit als Alternative nicht in Frage kommt.

Darüber hinaus spielt die Liberalisierung des Gasmarktes eine entscheidende Rolle: Schon mit der Novellierung des Energierechtes Ende 1998 war der Weg zur freien Wahl des Gasanbieters geebnet. Allerdings vollzog sich die Neuordnung des Marktes keineswegs so dynamisch, wie das beispielsweise auf dem Stromsektor der Fall war. Es waren ganz einfach keine Gasanbieter dazu bereit, die zahlreichen und kostenintensiven Bedingungen eines Markteinstiegs zu erfüllen, um sich dann der direkten Konkurrenz der Großkonzerne ausgesetzt zu sehen.

Die Situation änderte sich erst, als die Bundesnetzagentur im Jahr 2005 die Aufsicht über das Gasnetz in Deutschland übertragen bekam. Der Netzbetrieb wurde vom reinen Gasvertrieb getrennt, sodass wir seit 2006 von einem liberalisierten Gasmarkt, der auch kleinen Gasanbietern eine reelle Chance bietet, sprechen können. Welche Möglichkeiten sich daraus für Sie eröffnen, wie Sie den Gasvergleich clever einsetzen und was Sie dabei beachten sollten, dazu finden Sie hier alle wichtige Informationen übersichtlich zusammengestellt.

Quelle: Statista

Erdgas – vom Abfallprodukt zum zentralen Element der Energieversorgung

Erdgas und Erdöl durchlaufen oft die gleichen geologischen Entstehungsprozesse, sodass sie nicht selten in ein und derselben Lagerstätte vorkommen. Dazu mussten vor Jahrmillionen kleinste marine Lebewesen, in erster Linie Algen, absterben und auf den Meeresboden sinken. Unter sauerstofffreien Bedingungen entstand daraus ein als Sapropel bezeichneter Faulschlamm, der im Laufe der Zeit immer tiefer in die obere Erdkruste einsank und dort hohen Drücken und Temperaturen ausgesetzt war – organische Substanzen wurden in Erdöl und Erdgas umgewandelt.

GasvergleichDarüber hinaus kommt Erdgas jedoch auch in Steinkohleflözen vor oder es entsteht direkt vor Ort aus der mikrobiellen Zersetzung von organischen Sedimenten, ohne dass dafür thermische Prozesse eine Rolle spielen müssten. Beste Beispiele sind die Gasvorkommen in Oberösterreich und in Oberbayern, hier handelt es sich mit einer Entstehungsgeschichte von 20 Millionen Jahren um junge Gaslagerstätten.

Dass sich dieses Gas nutzen lässt, sollen Chinesen schon vor rund 2.000 Jahren im Zusammenhang mit der Salzgewinnung entdeckt haben. Bis zur industriellen Nutzung mussten aber noch einige Jahrhunderte vergehen: William H. Hart soll 1825 in Fredonia im westlichen Bundesstaat New York einen Schacht angelegt haben, um mit Erdgas Wohnhaus, Mühle und in der Folge einen Leuchtturm am Eriesee zu beleuchten. Auf ihn geht auch die erste Erdgasgesellschaft, nämlich die 1858 gegründete Fredonia Gas Light Company, zurück.

Bereits seit 1884 fand Erdgas Verwendung in der Glas- und Stahlindustrie von Pittsburgh, zum Transport war eine Pipeline von Murrysville in die Stadt gelegt worden. Dieser Schritt ist umso bedeutender einzuschätzen, als dass Erdgas, das bei der Erdölförderung anlag, bis in die 1920er Jahre hinein bevorzugt abgefackelt wurde. Zum Teil wird das auch heute noch so gehandhabt. Europa brauchte sogar noch länger, um den enormen Nutzen des Gases zu erkennen: Anfang der 1960er Jahre wurde damit nur 1 Prozent der fossilen Energie abgedeckt, im Jahr 2016 waren es mehr als 22 Prozent.

Das Erdgasnetz als Rückgrat der Gasversorgung

Schon gewusst?Die im Bundesgebiet verfügbare Verteil- und Transportinfrastruktur weist stattliche 530.000 Kilometer an Rohrleitungen auf. Damit kann das Gasnetz im Vergleich zum Stromnetz das Doppelte an Energie speichern. Während auf die Gasverteilung über 470.000 Kilometer Leitungen entfallen, stellen die Fernleitungsnetze mit ihren rund 40.000 Kilometern im Prinzip die Hauptschlagadern der Versorgung dar. Nicht zu vergessen sind die Speicherkapazitäten für Erdgas, Deutschland verfügt über die größten im europäischen Maßstab: 50 unterirdische Speicher fassen circa 25 Prozent des Gasbedarfs für 1 Jahr.

Mit dieser Infrastruktur ist Deutschland wesentlicher Teil des Erdgasverbundsystems Europas, zumal die zahlreichen Übergänge in die Nachbarländer ein enormes Maß an Flexibilität eröffnen: Zahlreiche dieser Übergänge erlauben nämlich das Reverse-Flow-Verfahren. Gas kann also in beide Richtungen transportiert werden. So wird eine ausgesprochen zuverlässige Gasversorgung sichergestellt.

Dazu trägt jedoch auch die Diversität der Bezugsquellen bei, denn das in Deutschland verbrauchte Erdgas stammt zu knapp zwei Dritteln aus eigener Förderung oder aus dem europäischen Ausland. Russland steuert mit reichlich einem Drittel des Bedarfs den größten Teil bei. So sah die Verteilung im Jahr 2016 geschätzt aus:

  • Russland – 38 Prozent
  • Norwegen – 28 Prozent
  • Niederlande – 25 Prozent
  • Deutschland – 6 Prozent
  • Großbritannien und Dänemark – 3 Prozent
Die konkreten Anteile veröffentlicht das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – BAFA – schon seit 2016 aus Datenschutzgründen nicht mehr. Daher liegen nur Schätzungen vor.

VorteileDer Vorteil dieser Diversität: Eine hohe Zahl an Bezugsquellen und vor allem an Bezugswegen macht es leichter, eventuelle Störungen zu kompensieren. Sie als Verbraucher sind demnach nicht betroffen, da der Erdgastransport einerseits per Pipeline über Land und unter Wasser, wie beispielsweise durch die Nord Stream Pipeline von Russland, erfolgt. Als Alternative sollen LNG-Terminals gebaut werden, wie es sie bereits in Frankreich oder den Niederlanden gibt. Hier könnte das über den Seeweg beförderte verflüssigte Erdgas – LNG – wieder umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespeist werden. Diese Transportwege sind unabhängig von Pipelines und könnten die Anzahl der Bezugsquellen noch vergrößern. Derzeit wird LNG vor allem in den USA produziert, aber auch in Nigeria, Russland und Katar.

Erdgas als Energielieferant – sauber, zuverlässig und günstig

Nicht umsonst wird Erdgas in Deutschland bevorzugt zur Heizung und Warmwasseraufbereitung genutzt: Die Versorgung erfolgt komfortabel über das Leitungssystem, die Heizanlagen werden immer effizienter und im Vergleich zu den anderen fossilen Brennstoffen schneidet Erdgas in Bezug auf die Emission von Treibhausgasen gut ab:

Verbrennungsemission je Kilowattstunde in Gramm Kohlendioxid-Äquivalente: Braunkohle 407, Steinkohle 337, Erdgas 201

Gasvergleichsrechner

Gleichzeitig hat sich der deutsche Gasmarkt in den letzten Jahren enorm verändert: Mehr als 980 Gaslieferanten sind aktuell tätig. Ein Großteil liefert konventionelles Erdgas, einige andere speisen reines Biogas oder Mischungen aus Erd- und Biogas ein. Sie haben als Verbraucher also die Wahl, denn all diese Versorger kämpfen um Ihre Aufmerksamkeit, um ihre Marktanteile sukzessive auszubauen. Es entsteht also ein echter Wettbewerb zwischen den traditionellen Energieversorgern und vielen alternativen Lieferanten, die ausgesprochen eng kalkulieren. Nicht zuletzt die Wechselprämien sind ein probates Mittel, um sich zu positionieren.

Unterziehen Sie vermeintlich unschlagbare Angebote einem fundierten Gasvergleich, um die Konditionen in den aktuellen Markt einordnen zu können. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, die nicht zu unterschätzenden Vertragsdetails zu analysieren!

Quelle: Statista

Gasvergleich: Enormes Potenzial intelligent ausnutzen

Ähnlich wie auf dem Strommarkt ist der deutsche Gasmarkt seit der Liberalisierung stark in Bewegung: Einerseits drängen immer neue Anbieter in dieses Geschäftsfeld, andererseits sorgen Gasvergleiche für eine nie gekannte Transparenz der Liefer- und Vertragsbedingungen. So ist es für Sie als Gaskunde heute überhaupt kein Problem mehr, das verklausuliert Formulierte der Geschäftsbedingungen zu analysieren und so eine tragfähige Entscheidungsgrundlage zu erhalten. Angesichts der Fülle an unterschiedlichen Gastarifen mit ihren vielfältigen Kriterien ist dies auch dringend erforderlich: Ohne einen Gasvergleichsrechner hätten Sie kaum eine Chance, sich einen echten Marktüberblick zu verschaffen.

Wie funktioniert eigentlich ein Gas-Vergleich?

Gas VergleichIm Prinzip handelt es sich um eine große Datenbank, die mit den aktuell rund 8.000 Gastarifen gespeist wird – inklusive aller variablen Größen, die Sie bei der Konfiguration individuell einstellen können. Gleichzeitig werden vielfältige Details zur vertraglichen und preislichen Gestaltung, aber auch zum Anbieter und zum Angebot erfasst. Geben Sie nun Ihre Anforderungen ein, gleicht der Gasvergleichsrechner automatisch Ihre Vorgaben mit den vorhandenen Daten ab.

Hier ein Beispiel:

  • Sie wohnen in Berlin, Ihre Postleitzahl ist 10707 – der Gasvergleich sortiert nun alle Gasanbieter aus, die nicht in Ihrem Wohngebiet aktiv sind.
  • Sie geben Ihren Jahresverbrauch ein – der Vergleichsrechner sortiert die Tarife aus, die sich auf einen höheren und niedrigeren Verbrauch beziehen.

So bleiben nach und nach nur die Gastarife übrig, die Ihren Bedarf decken. Und dass es dabei um gravierende Unterschiede gehen kann, die sich aus kleinen Formulierungen ergeben, sollen Ihnen die folgenden Ausführungen erläutern.

Der Gas-Vergleich schafft Transparenz – und das in wenigen Schritten

Bitte merken!Gaspreise sind ebenso dem Spiel von Angebot und Nachfrage ausgesetzt, wie das für andere Produkte zutrifft. Dementsprechend schwanken die Angebote kontinuierlich. Schon dieser Aspekt macht einen regelmäßigen Gasvergleich lohnenswert. Noch interessanter ist jedoch das Potenzial, das sich aus den unterschiedlichen Strategien der Gasanbieter ergibt: Neben den konventionellen Anbietern, die einst das gesamte Marktgeschehen dominiert haben, konnten sich längst alternative Gaslieferanten etablieren – und die drücken auf das Preisniveau.

Vor allem die digitalisierten Geschäftsmodelle lassen sich deutlich günstiger realisieren, ohne dass deswegen die Gasversorgung gefährdet wäre. Die alternativen und innovativen Anbieter dürfen lediglich das von Ihnen georderte Kontingent ins Gasnetz einspeisen, was wiederum die Kontingente der großen Gaskonzerne reduziert. Sie beziehen wie gewohnt Ihr Gas, selbst wenn Sie sich für einen regionalen Biogas-Erzeuger entscheiden. Trotzdem sollten Sie einige Hinweise beachten, um sich auch in finanzieller Hinsicht abzusichern.

Gasvergleichsrechner – so gehen Sie am besten vor

Mit der Eingabe Ihrer Postleitzahl und des zu erwartenden Jahresverbrauchs starten Sie bereits den Gasvergleich und erhalten einen ersten Überblick. Allerdings dürften Sie hier noch eine ziemlich große Anzahl an Ergebnissen präsentiert bekommen – weitere Selektionen sind also sinnvoll. Dazu steht Ihnen eine ganze Reihe von Filterfunktionen zur Auswahl, die wir Ihnen auf den Detailseiten ausführlich beschreiben. Nehmen Sie sich die Zeit und nutzen Sie diese Filter gezielt für sich aus. Sie grenzen die Auswahl der Tarife im Gasvergleich weiter ein und erleichtern sich so die Entscheidung.

Beachten Sie bitte den Unterschied zwischen den Preisen für die Heizleistung und den Kubikmeter Erdgas: Wenn Sie den Jahresverbrauch für Gas eingeben, geschieht dies in Kilowattstunden. An Ihrem Gaszähler wird der Verbrauch jedoch in Kubikmetern gemessen. Hier muss also eine Umrechnung stattfinden – und dabei sind einige Faktoren zu beachten!

Berechnung der Heizleistung

Auf der Jahresabrechnung Ihres Gasversorgers finden Sie alle relevanten Faktoren, um den Gasverbrauch in die abgerechnete Heizleistung nach folgender Formel umzurechnen:

Gasverbrauch in Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl = Heizleistung in Kilowattstunden

Dabei bezieht sich der Brennwert auf die Wärmemenge, die tatsächlich während der Verbrennung freigesetzt wird. Gängig sind Werte von 8 bis 12 Kilowattstunden je Kubikmeter Gas, allerdings ist dies abhängig vom jeweiligen Gasnetz. Den exakten Wert finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung. Mit der Zustandszahl wird wiederum der Zustand des Gases an Ihrer Abnahmestelle beziffert. Sollte sich dieser vom Normzustand unterscheiden, dient der Faktor zur Rückrechnung. Auch diese Angabe muss auf Ihrer Abrechnung enthalten sein.

Haben Sie Ihre Abrechnungen nicht zur Hand, verwenden Sie am besten den Faktor 10, sodass sich folgende Rechnung ergibt: Gasverbrauch in Kubikmeter x 10 = Heizleistung in Kilowattstunden. Als Überschlag taugt das Ergebnis in jedem Fall.

Einordnung weiterer Kriterien

Die Kreativität der Gasanbieter beim Thema Bonus kommt im Gasvergleich deutlich zur Geltung – die Bandbreite reicht vom Neukundenbonus über den Sofortbonus bis hin zu Rabatten, Einkaufsgutscheinen und anderen Vergünstigungen. All diese Instrumente sind Werbegeschenke, die Sie in Ihrer Entscheidung beeinflussen sollen. Sie können diese Werbegeschenke ohne Bedenken annehmen, allerdings empfiehlt es sich, die daran geknüpften Bedingungen genau im Augenschein zu nehmen.

Während Sie beispielsweise einen Sofortbonus relativ schnell gutgeschrieben bekommen, setzt ein Neukundenbonus oft genug die Verlängerung des Vertrages um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit hinaus voraus. Auch dazu haben wir Ihnen alle wichtigen Informationen zusammengestellt.

Ihnen stehen aber im Gasvergleichsrechner weitere Möglichkeiten der Preisgestaltung offen: Zum Beispiel wirken sich Abschlagszahlungen in größeren Abständen positiv aus, denn Sie zahlen ja im Voraus. Daraus ergibt sich jedoch ein gewisses finanzielles Risiko. Sollte der Gasanbieter nämlich in Insolvenz gehen, wie es leider schon geschehen ist, könnte Ihre Vorauszahlung verloren sein.

Auch die Paket- oder Kilowatt-Tarife sind nicht unumstritten: Sie legen sich nämlich im Vorfeld genau auf einen Jahresverbrauch fest, der Ihnen dann relativ günstig berechnet wird. Weicht Ihr tatsächlicher Verbrauch jedoch ab, wird es teuer für Sie: Entweder bezahlen Sie für Gas, das Sie gar nicht benötigen oder Sie haben hohe Zuschläge für den Mehrverbrauch hinzunehmen. Nutzen Sie unsere Ausführungen, die Ihnen den Gasvergleich detailliert erläutern und vermeiden Sie all diese Stolperfallen auf dem Weg zum günstigen Gas.

Der Gasvergleichsrechner zeigt Ihnen nicht nur die günstigsten Gastarife für Ihren Bedarf auf, sondern vor allem die vertraglichen Details, die sich negativ für Sie auswirken können. Sicherheitshalber können Sie auf empfohlene Einstellungen, wie beispielsweise von Stiftung Warentest, zurückgreifen.

Relevantes Thema im Gasvergleich: Umweltschutz durch Ökogas

Seit der Liberalisierung des Gasmarktes haben auch alternative Gasanbieter Zugang und eröffnen Ihnen eine interessante Möglichkeit: Sie können einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Dafür müssen Sie weder mehr bezahlen noch ist Ihre Gasversorgung deswegen beeinträchtigt. Es ist zwar immer noch so, dass reines Biogas in der Herstellung kostenintensiver als Erdgas ist, doch der zunehmende Wettbewerb kommt Ihnen hier zugute, beispielsweise in Form von Neukundenprämien, aber auch günstigen Gastarifen.

Da Sie Ihren Versorgungsvertrag sowohl zum Ablauf als auch bei einer Erhöhung des Gaspreises oder einem Umzug außerordentlich kündigen können, liegt diese Entscheidung ganz bei Ihnen. Da es jedoch große Unterschiede in Bezug auf den konkreten Umweltnutzen der einzelnen Angebote gibt, finden Sie im Gas-Vergleich auch dazu ausführliche Hintergrundinformationen. Hier schon einmal ein Überblick.

Wo liegt der Unterschied zwischen Biogas und Ökogas?

Es mag zunächst verwirrend erscheinen, denn diese Begriffe werden immer wieder synonym eingesetzt und eine eindeutige Definition für die Bezeichnung Ökogas gibt es derzeit nicht. Hier werden verschiedene Gasprodukte in einer Kategorie zusammengefasst. Die Bandbreite reicht von reinem Biogas bis hin zu unterschiedlichen Mischungen aus Erdgas mit aus erneuerbaren Quellen hergestelltem Gas. Aufschluss geben nur die Produktdetails, die Sie im Gasvergleichsrechner finden und folgende Erklärungen:

  • Biogas: Reines Biogas ist ein brennbares Gas, das aus der Vergärung einer erneuerbaren Biomasse hergestellt wird. In erster Linie werden hier nachwachsende Rohstoffe, Bioabfälle oder andere organische Stoffe verwendet. Der Anteil von Biogas am angebotenen Gemisch kann variieren. Hier gilt: Je höher der Anteil, desto teurer das Produkt.
    Die Klimaneutralität von Biogas bezieht sich auf die Kohlendioxid-Bilanz: Bei der Verbrennung wird nicht mehr von diesem Treibhausgas freigesetzt, als die Biomasse zuvor gebunden hatte, beispielsweise beim Anbau der verarbeiteten Pflanzen. Damit präsentiert sich Biogas zunächst als ausgesprochen umweltfreundlich. Allerdings sind auch hier Abstriche zu machen: Oft genug arbeiten Biogas-Anlagen mit Abfällen aus der Massentierhaltung, die aus zahlreichen Gründen als umweltschädlich gelten. Aber auch die genmanipulierten Pflanzen, die gezielt zur Biomasse-Verarbeitung angebaut werden, sind umstritten. Im Prinzip reduzieren sich die Vorzüge auf die Tatsache, dass keine fossilen Brennstoffe eingesetzt werden müssen.
  • Windgas: Zunächst führt dieser Begriff in die Irre, doch es verbirgt sich ein sehr interessantes Produkt von Greenpeace Energy dahinter, das sich als Alternative zum kontrovers diskutierten Biogas empfiehlt: Windgas wird nämlich komplett aus regenerativen Energien gewonnen. Es beruht auf der Umwandlung von Sonnen- und Wasserenergie in Wasserstoff, der sich ins Gasnetz einspeisen lässt. Dieses neue Verfahren, das auf der Elektrolyse beruht, eröffnet ein attraktives Potenzial, das angesichts der noch immer fehlenden Stromtrassen umso mehr an Bedeutung gewinnt.
    Die großen Mengen Windenergie, die die Offshore-Windparks im Norden Deutschlands produzieren, können nämlich viel zu oft nicht dorthin transportiert werden, wo der Strom benötigt wird. Die Folge: Die Stromerzeuger können nicht ins Stromnetz einspeisen, Sie als Verbraucher zahlen mit Ihren Umlagen die dafür fälligen Entschädigungen. Wird der Strom jedoch in Wasserstoff umgewandelt und ins Gasnetz gegeben, mischt er sich mit dem dort vorhandenen Erdgas. Die Höchstgrenze ist aus technischen Gründen auf 5 Prozent Wasserstoff festgelegt. Angesichts der enormen Größe des deutschen Gasverteilungsnetzes, handelt es sich trotzdem um eine sehr hohe Speicherkapazität. Sie können mit diesem umweltfreundlichen Gas gleich mehrfach profitieren.
  • Klimagas: Mit den als Klimagas oder Klimatarif bezeichneten Produkten kaufen Sie meist konventionelles Erdgas ein. Allerdings verpflichten sich die Gaslieferanten zur Kompensation der aus der Gasverbrennung resultierenden Emission von Kohlendioxid. Sie verwenden dazu einen Teil des eingenommenen Gaspreises zur Investition in klimafreundliche Projekte, die meist in den Schwellenländern umgesetzt werden. Meist handelt es sich um den Bau oder Ausbau von Anlagen zur Energiegewinnung aus regenerativen Quellen. Logischerweise schlagen die Gasanbieter diese zusätzlichen Ausgaben auf die Verbraucherpreise auf – unter dem Strich können diese Gastarife also teurer ausfallen.

Sie haben nun die Wahl – Pro und Contra Biogas

  • Schon mit der Entscheidung für einen bestimmten Gastarif können Sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – von Biogas-Beimischungen über Biomasse-Angebote bis hin zum neuen Windgas, das komplett aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird.
  • Dafür zahlen Sie in der Regel etwas mehr, als dies bei konventionellen Erdgas-Produkten der Fall ist: Einerseits kostet die Herstellung von Biogas mehr, andererseits legen die Anbieter von Erdgas die Investitionen in Klima-Projekte auf die Verbraucherpreise um.
Sind Sie grundsätzlich an Ökogas interessiert, können Sie den Gasvergleich entsprechend einstellen. Sie verkürzen somit die Recherche von vornherein.

Den Gas-Vergleich konfigurieren und gezielt auswerten

Sobald Sie alle Einstellungen im Gaspreisrechner vorgenommen haben, erwartet Sie eine fundierte Ergebnisliste: Die aktuellen Gastarife lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien sortieren, in der Regel wird die Rangliste anhand des Gaspreises für das erste Vertragsjahr erstellt. Trotzdem finden Sie auf den ersten Rängen Angebote, die eventuell etwas teurer als die günstigsten sind.

Wichtiger HinweisHierbei handelt es sich um Empfehlungen, die auf der Grundlage des Preis-Leistungs-Verhältnisses abgegeben werden. Sie können nun in aller Ruhe recherchieren, welcher der Gasanbieter für Sie in Frage kommt. Dazu steht Ihnen eine Vielfalt an Informationen zur Verfügung. Einerseits beziehen diese sich auf das jeweilige Angebot selbst, wie beispielsweise die Angaben zu folgenden Punkten:

  • Laufzeit des Vertrages
  • Bindung des Gaspreises in Bezug auf Dauer und Umfang
  • Wechselprämien, Boni und Vergünstigungen
  • Besondere Eigenschaft in Bezug auf den Umweltschutz

Darüber hinaus können Sie auf einen Blick erkennen, ob das jeweilige Produkt zertifiziert ist, bestimmten Tests unterzogen wurde oder ein Siegel erhalten hat. Weitere Daten sind in den Preis- und Tarifdetails zusammengestellt. Hier finden Sie auch Informationen zur Herkunft des Gases, zum Anbieter und zur Kalkulation des Preises. Gute Anhaltspunkte bieten aber auch die Bewertungen durch andere Kunden, denen Sie auch die Erfahrungen mit dem jeweiligen Gaslieferanten entnehmen können.

Um mehrere Gastarife direkt zu vergleichen, können Sie diese gegenüberstellen. Gehen Sie Punkt für Punkt durch die Beschreibungen, um auch die kleinsten Unterschiede zu erkennen und sich richtig zu entscheiden.

Gasvergleich durchführen und direkt wechseln

Haben Sie sich für ein Gasangebot entschieden, können Sie den Gasanbieterwechsel direkt einleiten: Lassen Sie sich einfach auf die Folgeseiten weiterleiten, um sich dort die notwendigen Online-Formulare des jeweiligen Anbieters anzeigen zu lassen. Sie beantworten alle Fragen, damit der neue Versorger Ihren Lieferantrag prüfen kann.

Die Einzelheiten des Wechselprozesses können Sie ihm Vorfeld ebenso ausführlich nachlesen wie die Antworten auf die FAQs, also die häufig gestellten Fragen. Selbstverständlich spielt dabei auch die obligatorische Bonitätsprüfung eine wichtige Rolle, denn auch die Gasanbieter verzichten nicht auf dieses Instrument zur Risikominimierung.

Sollten Sie wegen Ihrer SCHUFA-Auskunft Probleme beim Wechsel des Gasanbieters haben, gibt es durchaus noch Chancen: Suchen Sie das Gespräch mit dem in Frage kommenden Gasversorger und finden Sie einen Kompromiss. Im Gasvergleich finden Sie alle Kontaktdaten

Ist diese Hürde genommen, benötigen Sie nur noch die Zählernummer und den aktuellen Stand, damit sich Ihr neuer Gasversorger mit dem aktuellen kurzschließen kann. Bei dieser Gelegenheit wird auch der konkrete Wechseltermin geklärt. Sie können selbstverständlich auch den Wechselservice in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihrem neuen Vertragspartner dazu eine Vollmacht geben. Beachten Sie jedoch die Hinweise, die wir für Sie hier zusammengestellt haben.

Ihr neuer Gasversorger erledigt alle weiteren Schritte für Sie. Trotzdem kann es im Ernstfall zu zeitlichen Abweichungen zwischen Aufhebung des alten und Beginn des neuen Gasliefervertrages kommen. Für Sie hat das in puncto Gasversorgung keine Auswirkung, denn Ihr Grundversorger springt für diese Zeit ein.
Nutzen Sie zunächst Ihren aktuellen Gasliefervertrag, um für eine reguläre Vertragskündigung die geltende Frist und das genaue Vertragsende zu ermitteln. Sollte Ihnen eine Gaspreiserhöhung angekündigt worden sein oder Sie an einen neuen Wohnort umziehen, greift ein Sonderkündigungsrecht, das wir Ihnen hier näher erläutern.

Fazit: Der Gasvergleich als intelligentes Hilfsmittel für Verbraucher

Wichtig!Sie werden schnell feststellen, dass der Gaspreisvergleich ausgesprochen leicht zu handhaben ist. Setzen Sie dieses Instrument regelmäßig ein, wenigstens einmal pro Jahr, dann werden Sie die Veränderungen am Gasmarkt gut nachvollziehen können. Hier kämpfen mehr als 980 Anbieter mit über 8.000 Gastarifen um Ihren Zuschlag. Darüber hinaus können Sie von der Öffnung des Marktes profitieren, wenn Sie mit Ihrer Entscheidung einen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten wollen: Sie haben die Wahl zwischen konventionellen Gastarifen und einer ganzen Bandbreite an Ökogas-Angeboten. Je mehr Verbraucher davon Gebrauch machen, desto größer der Einfluss. Zum einen in Bezug auf den Umweltschutz, zum anderen durch den Preisdruck, den Sie mit Ihrer Entscheidung ausüben.