Reisetipps Washington

Sehenswertes Washington Memorials und Monumente

Geschichte und Politik zum Anfassen: die Machtsymbole der amerikanischen Demokratie

Das Herzstück Washingtons bildet die National Mall, eine großzügige Grünfläche, die sich 3,2 km lang vom Lincoln Memorial bis zum Kapitol erstreckt, flankiert von Museen, Denkmälern und Regierungsgebäuden.

Von der Mall aus gewinnt man den ersten Überblick über die fremde Stadt, hier kann man sich treiben lassen, das Leben beobachten, erste Kontakte knüpfen und dabei eine Ahnung davon bekommen, was diese Stadt geprägt hat und heute ausmacht. Wer sich hierher in das grüne Zentrum der Stadt begibt, erkennt, dass Washington zwei eigentlich unvereinbare Eigenschaften in sich trägt: die ruhige Beschaulichkeit einer Provinzstadt auf der einen Seite und eine unglaubliche Vielfalt an Sehenswürdigkeiten vom Kaliber einer Weltmetropole auf der anderen. In Parks und Gärten kann man joggen, angeln und spazieren gehen, oft gar nicht weit entfernt von Plätzen voller Leben und Trubel. Auch an Restaurants, Kneipen und Cafés herrscht wahrlich kein Mangel. Dazu gibt es über 150 Denkmäler und mehr als 50 Museen in der Stadt.

Während der Hochsaison (Ende April bis Anfang September) herrscht großer Andrang bei allen zentralen Sehenswürdigkeiten, viele Einrichtungen vergeben zeitgebundene Eintrittskarten. Fast überall muss man Wartezeiten einkalkulieren. Die meisten Museen sind am 25. Dezember geschlossen, viele auch an Thanksgiving und am 1. Januar. Donnerstags haben sie abends oft länger auf. Informationen über Denkmäler und Mahnmale sowie Parks finden Sie unter www.nps.gov.

Beste Fortbewegungsmittel innerhalb der Stadt sind neben Metro und Bussen auch Stadtrundfahrten, die einem erlauben, zwischendurch aus- und wieder einzusteigen. Parkplätze sind äußerst rar und teuer; falsches Parken wird umgehend mit einem Strafzettel quittiert.

Botanic Garden

Dieser wunderschöne Glaskuppelbau ist vor allem im Winter und an schwülen Sommertagen ein Ruhepunkt für erschöpfte Mall-Touristen. Unter der Kuppel befindet sich ein Miniaturregenwald. Sehenswert sind auch der Orchideengarten und die Brunnenhöfe hinter dem Eingang. | Tgl. 10-17 Uhr | 100 Maryland Ave. SW | am Fuß des Kapitols auf der National Mall | www.usbg.gov | Metro: Capitol South (blau, orange)

Folger Shakespeare Library

Eine umfangreiche Sammlung von Shakespeares, aber auch anderen literarischen Werken, Manuskripten, Drucken und Stichen, angelegt und später gestiftet vom literaturbegeisterten Ehepaar Henry Clay und Emily Folger. Auch wechselnde Ausstellungen zu literarischen Themen werden hier angeboten. Das klassische Art-déco-Haus ist ebenso sehenswert wie der wunderschöne Garten. Im Theater finden Shakespeare-Aufführungen, Konzerte und Lesungen statt. | Mo-Sa 10-17 Uhr, an gesetzlichen Feiertagen geschl. | 201 East Capitol St., SE | Theaterkasse Tel. 5447077 | www.folger.edu | Metro: Capitol South (blau, orange)

Kapitol

Das Kapitol, Sitz des amerikanischen Kongresses, sollte nach den Entwürfen des Stadtplaners Pierre Charles L'Enfant nicht nur den politischen Mittelpunkt der Nation, sondern auch den geografischen Mittelpunkt Washingtons bilden. Die Stadt überragend, thront der mächtige weiße Kuppelbau auf seinem Hügel, umgeben von einem schön angelegten Garten. Während die repräsentative Seite gen Westen zur Mall zeigt, befindet sich der Haupteingang auf der Ostseite.

Massive Bronzetüren, die Stationen aus Kolumbus' Leben zeigen, führen in die Rotunde, einen fast 60 m hohen Kuppelsaal, geschmückt mit Gemälden, die entscheidende Ereignisse der amerikanischen Geschichte widerspiegeln, einige von Constantino Brumidi, dem Michelangelo des Kapitols. Eine weiße Marmorplatte im Fußboden markiert die Stelle, wo schon viele Präsidenten zur letzten Ruhe aufgebahrt wurden. Über großzügige Treppenhäuser erreichen Sie das nächste Stockwerk mit den Besuchergalerien für das Repräsentantenhaus im Südflügel. Die Sitzungen sind öffentlich zugänglich. Bringen Sie dafür Ihren Pass mit und holen Sie sich am Visitor Desk eine Karte. Das Sternenbanner auf dem Dach zeigt an, ob Haus oder Senat gerade tagen. Die „Washington Post“ veröffentlicht an Sitzungstagen die Tagesordnung in ihrer Rubrik „Today in Congress“.

Außerdem können Sie die National Statuary Hall besichtigen (das frühere Repräsentantenhaus), das Old Senate Chamber und das Old Supreme Court Chamber, beide wunderschön restauriert.

Um nicht an den verschärften Sicherheitsbestimmungen zu scheitern, kommen Sie mit möglichst leichtem Gepäck. Es dürfen keine großen Taschen mitgebracht werden, und es gibt keine Gepäckaufbewahrung, daher wird in solchem Fall kein Einlass gewährt. Verboten sind Dosen, Flaschen und jegliche Flüssigkeiten, außerdem Taschenmesser. | Kartenausgabe an einem Kiosk rechts unten auf der Westseite, Nähe Independence Ave. und 1st St., SW. Nur eine Karte pro Person. Besichtigung nur in Gruppen mit Führer, Dauer ca. 1 Stunde, Mo-Sa 9-16.30, Thanksgiving und 25. Dez. geschl. | Eingang East Capitol St. und 1st St., NW | Tel. 2256827 | www.aoc.gov | Metro: Union Station (rot) oder Capitol South (blau, orange)

Library of Congress

Mit rund 113 Mio. Büchern, Manuskripten, Bildern, Landkarten, Noten und Instrumenten in 850 km Regalen ist dies die größte Bibliothek der Welt. Sie ist für jedermann zugänglich. Sehenswert ist besonders das im italienischen Renaissancestil gehaltene Hauptgebäude, das Jefferson Building, mit seinen reichen Wandmalereien, Mosaiken und Statuen, der marmornen Great Hall und dem Main Reading Room, überdacht von einer fast 50 m hohen Kuppel. Die Bücherei veranstaltet kostenlose Konzerte und Lesungen. Auch eine preiswerte Cafeteria ist angeschlossen. Als Souvenir können Sie sich kostenlos gegen Vorlage eines Ausweises eine Lesekarte anfertigen lassen. | Jefferson Building | 101st St., SE | Mo-Sa 10 bis 17.30 Uhr, an gesetzlichen Feiertagen geschl. | Konzerte Tel. 7075502, Ausstellungen Tel. 7078000 | www.loc.gov | Metro: Capitol South (blau, orange)

Supreme Court

Der Supreme Court entscheidet, ob Aktionen des Präsidenten, des Kongresses und der Bundesstaaten verfassungsgemäß sind oder nicht. Die Urteile sind endgültig, können nur vom Supreme Court selber oder in manchen Fällen durch den Kongress aufgehoben werden. Von den 6500 Eingaben im Jahr werden letztlich nur 100 vor diesem hohen Gericht verhandelt.

Die Sitzungen mit ihren vielfältigen Ritualen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher betreten den korinthischen Marmorpalast durch den Haupteingang an der 1st St. (Fälle und Zeiten erfahren Sie unter Tel. 4793211). Eine Stunde vorher sollte man kommen! Sind keine Sitzungen, gibt es Führungen durch den Gerichtssaal mit seinen Marmorsäulen und schweren burgunderfarbenen Samtvorhängen. Außerdem informieren Ausstellungen und ein 20-minütiger Film. | Mo-Fr 9-16.30 Uhr, an gesetzlichen Feiertagen geschl. | 1st und East Capitol Sts., SE | www.supremecourtus.gov | Metro: Capitol South (blau, gelb), Union Station (rot)

Union Station

Dies ist viel mehr als ein Bahnhof, es ist ein Tempel aus Gold und Marmor, prunkvoll geschmückt mit Statuen und Wandgemälden, eine Edel-Mall, die Geschäfte, Restaurants und Kinos beherbergt. 1907 als größter Bahnhof der Welt eröffnet, in den 1980er-Jahren für 160 Mio. Dollar restauriert. Unter www.unionstationdc.com können Sie sich Rabattcoupons über 15 Prozent für viele Geschäfte und Lokale ausdrucken. | Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 10-21, So 12-18 Uhr | 50 Massachusetts Ave., NE | Metro: Union Station (rot)

Corcoran Gallery of Art

Die Corcoran Gallery of Art ist eine der größten und ältesten privaten Galerien in Washington. Sie wurde 1896 vom Washingtoner Bankier William W. Corcoran gegründet. Das Museum zeigt eine Auswahl europäischer Werke, von Tizian über Rembrandt und Rubens bis hin zu Degas und Renoir, dessen berühmtes Gemälde „Mahlzeit auf dem Bootsausflug“ hier zu sehen ist. Der Schwerpunkt liegt aber auf der imposanten amerikanischen Sammlung: steife, amateurhafte Porträts aus alter Kolonialzeit, romantisierende Westernszenen Albert Bielsteins bis hin zu zahlreichen modernen Künstlern wie Andy Warhol oder Helen Frankenthaler. | Mi-Mo 10-17 Uhr, Do 10-21 Uhr | Eintritt 6,75 $ | 500 17th St., NW | www.corcoran.org | Metro: Farragut West (blau, orange)

Ford's Theatre

Hier wurde am 14. April 1865 Präsident Abraham Lincoln in seiner Loge erschossen. Sofern keine Vorstellungen laufen, kann das schön restaurierte Theater besichtigt werden. Es gibt kostenlose, 15 Minuten dauernde Führungen und ein kleines Museum, das unter anderem die Waffe zeigt, mit der Lincoln ermordet wurde. | Tgl. 9-17 Uhr, 25. Dez. geschl. | 511 10th St., NW | Tel. Besichtigung Tel. 4266924, Theaterkasse Tel. 3474833 | www.nps.gov/foth | Metro: Metro Center (rot, blau, orange)

International Spy Museum

Ihr Auftrag ist ... nehmen Sie für eine Stunde eine verdeckte Identität an, und stellen Sie sich in virtuellen Spielen den Herausforderungen der Zunft. Möchtegern-007 holen sich Rat bei einem echten (ehemaligen) Agenten und technische Inspiration bei den 600 Ausstellungsobjekten - von der altmodischen unsichtbaren Tinte bis zu hochmodernen Mikrokameras und Wanzen. Im Spyshop können Sie sich dann selbst mit Spionageausrüstung eindecken. Für Imbisse gibt es das Spy Cafe und für gehobene Küche das edle Zola. | April bis Okt. tgl. 10-20 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr, Nov.-März tgl. 10-18 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr, vormittags oft lange Schlangen | 15 $ Eintritt | 2 $ Aufpreis | 800 F St., NW | im Penn Quarter | Voraustickets über Tel. 6540960 | www.spymuseum.org | Metro: Gallery Place - Chinatown (rot, gelb, grün)

National Archives

Wichtige Dokumente der amerikanischen Geschichte sind hier in ihrer Originalfassung zu sehen. Unter Glas liegen z.B. die Unabhängigkeitserklärung, die amerikanische Verfassung und die Bill of Rights. Auch das Gewehr, mit dem US-Präsident John F. Kennedy 1963 erschossen wurde, ist hier zu besichtigen. Untergebracht sind die Exponate in einem imposanten neoklassizistischen Bau. Die National Archives bieten auch Filmvorführungen, Lesungen und Workshops. | April-Mai tgl. 10-19 Uhr, Juni-Sept. tgl. 10-21 Uhr, Sept. bis März tgl. 10-17.30 Uhr, 25. Dez. geschl. | Constitution Ave. (zwischen 7th und 9th Sts.), NW | Tel. 5015000 | www.archives.gov | Metro: Archives - Navy Memorial (gelb, grün)

National Museum of Women in the Arts

Dieses Museum zeigt Werke von Künstlerinnen aus aller Welt, vom 16. bis zum 20. Jh. Als die Gründer, Wilhelmina und Wallace Holladay, in den 1960er-Jahren feststellten, dass Frauen in kunsthistorischen Standardwerken kaum oder gar nicht erwähnt wurden, beschlossen sie, einen Ausgleich zu schaffen. Ihre Sammlung ist inzwischen auf über 2000 Objekte angewachsen, darunter befinden sich Werke von Frida Kahlo und Käthe Kollwitz. | Mo-Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr | Eintritt 10 $ | 1250 New York Ave., NW | www.nmwa.org | Metro: Metro Center (rot, blau, orange)

Newseum

Von den Ursprüngen des Nachrichtenwesens bis zur elektronischen Nachrichtenübermittlung reicht die Spannbreite der Exponate im Newseum - ein Museum nicht nur zum Hinschauen, sondern auch zum Mitmachen. 500 Zeitungen aus aller Welt schicken täglich ihre aktuelle Titelseite ins Newseum. Wären Sie ein guter Reporter? Probieren Sie's aus! | Tgl. 9-17 Uhr | 555 Pennsylvania Ave., NW | www.newseum.org | Metro: Archives - Navy Memorial (gelb, grün)

Old Post Office

Ein gläserner Aufzug bringt Sie in den mehr als 100 m hohen Turm mit einer phantastischen Aussicht! In den oberen Stockwerken sind Büros untergebracht, die unteren drei Etagen - genannt der Pavillon - beherbergen Geschäfte, Restaurants und eine Bühne. | März-Aug. Mo-Sa 10-20, So 12-19 Uhr, Sept.-Feb. Mo-Sa 10 bis 19, So 12-18 Uhr | 1100 Pennsylvania Ave., NW | Metro: Federal Triangle (blau, orange)

White House

Dieser vergleichsweise bescheidene Säulenbau ist die Zentrale der Macht der USA. Hier wohnten alle Präsidenten nach George Washington. Im West Wing, dem Westflügel, arbeitet der Stab des Präsidenten; dort befindet sich auch das berühmte Oval Office, das Arbeitszimmer des Präsidenten. Im Weißen Haus werden Staatsgäste empfangen und zuweilen auch untergebracht. Nach dem 11. September 2001 sind Besichtigungen nur noch für US-Bürger nach Anmeldung bei einem Senator möglich. Besucher aus dem Ausland können versuchen, eins der raren kostenlosen Tickets für die traditionelle Garden Tour im Frühjahr und Herbst oder für die Easter Egg Roll im Garten des White House zu bekommen (früh Anstehen am Ellipse Visitor Pavillion Ecke 15th und E St. | Infos im Visitor Center). Im Visitor Center können Sie sich mit Broschüren eindecken, dazu gewähren Ausstellungen und Videos einen Blick hinter die Kulissen. | 1600 Pennsylvania Ave., NW 1450 | Pennsylvania Ave. | im Department of Commerce Building (Downtown) | Tel. 18008778339 | www.nps.gov/whho | Visitor Center tgl. 7.30-16 Uhr, 1. Jan., Thanksgiving, 25. Dez. geschl. | Metro: Farragut West oder McPherson Square (blau, orange) | Metro: Federal Triangle (blau, orange)

Bureau of Engraving & Printing

Ein Dollarschein überlebt im Durchschnitt nur 18 Monate, also gibt es viel zu tun für die 2600 Angestellten, die hier rund um die Uhr an die 22 Mio. Geldscheine pro Tag drucken. Besucher können den Druckvorgang durch große Glasfenster verfolgen. | Mo-Fr 9-10.45 und 12.30-14 Uhr, Mai-Aug. auch 17-19 Uhr, an gesetzlichen Feiertagen geschl., vorher (ab 8 Uhr) kostenlose Tickets am Raoul Wallenberg Place holen, häufig lange Schlangen | 14th und C Sts., SW | Tel. 8742330 | www.moneyfactory.com | Metro: Smithsonian (blau, orange), Ausgang Independence Ave.

Franklin Delano Roosevelt Memorial

Wasserfälle, Skulpturen und Inschriften erstrecken sich unter freiem Himmel über 30000 m² im Gedenken an den demokratischen Präsidenten, der Amerika während des Zweiten Weltkrieges führte (1933-1945). Endlich mal keine römische Imitation, endlich mal kein Monumentalismus! Eindrucksvoll ist das Memorial auch nachts bei dramatischer Beleuchtung. Rund um die Uhr zugänglich. | Beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr, außer am 25. Dez. | an der Südwestküste des Tidal Bassins, begrenzte Parkplätze am West Basin Dr. und Ohio Dr. | Metro: Smithsonian (blau, orange), dann 30-40 Min. Fußweg

Jefferson Memorial

Der Kuppelbau, dem römischen Pantheon nachempfunden und 1943 fertiggestellt, thront über dem Tidal Bassin und erinnert an Thomas Jefferson (1743-1826), Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und dritter Präsident der Vereinigten Staaten. | Immer zugänglich, beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr | East Basin Dr. | begrenzte Parkplätze am West Basin Dr. und Ohio Dr. | Metro: Smithsonian (blau, orange), dann 20-30 Min. Fußweg

Korean War Veterans Memorial

Der Koreakrieg (1950-53) forderte fast so viele Opfer wie der Vietnamkrieg. Hauptbestandteil des Denkmals: 19 lebensgroße Infanteristen schleppen sich durch ein Feld, offensichtlich vom Feind verfolgt. | Immer zugänglich, beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr | auf der Mall, östlich vom Daniel French Dr., begrenzte Parkplätze am West Basin Dr. und Ohio Dr. | Metro: Foggy Bottom (blau, orange), dann 30 Min. Fußweg

Lincoln Memorial

In der Haupthalle thront ein 6 m hoher, gigantischer Abraham Lincoln aus weißem Marmor. Lincolns Wahl zum Präsidenten 1861 wurde zum Auslöser für den Sezessionskrieg zwischen den Nord- und Südstaaten. Zu Füßen des Denkmals erstreckt sich gen Osten der schmale, lange Reflecting Pool, über die Mall zum Kapitol weisend. | Immer zugänglich, beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr | 23rd St. | begrenzte Parkplätze Ohio Dr. | Metro: Foggy Bottom (blau, orange) oder Arlington Cemetery (blau), dann 30 Min. Fußweg

Potomac Park

Geteilt in West und East Potomac Park durch das Tidal Bassin, an dessen Ufern über 3000 japanische Kirschbäume stehen. Der westliche Park beherbergt viele der großen Denkmäler, während der östliche - eine lange Halbinsel zwischen Potomac und Washington Channel - mehr der Erholung dient. An der südlichen Inselspitze auf Hains Point ist ein gigantischer metallener Riese, eine Skulptur aus Aluminium von J. Seward Johnson Jr., halb in der Erde vergraben. | Im Juli und Aug. Autoverkehr nur bis zum Parkplatz an der Golfanlage, von dort ca. 1 km zu Fuß, am besten per Rad

United States Holocaust Memorial Museum

Das Museum ist die weltweit größte Dokumentation des Holocaust und seiner Opfer. Ein Güterwagen, der Juden ins Konzentrationslager transportierte, Kopfsteinpflaster aus den Ghettos, Habseligkeiten, die die Häftlinge auf dem Weg in den Tod verloren, ausgetretene Schuhe, eine zerrissene Puppe, Tausende von Fotos und Ausweisen, deren Besitzer umgebracht wurden - Besucher erhalten einen sehr persönlichen Blick auf die Leidenswege der Verfolgten. | Zeitgebundene Tickets (Schlange stehen oft schon ab 8 Uhr), tgl. 10 bis 17.30 Uhr | 100 Raoul Wallenberg Place, SW | Nähe Mall | Tel. 1/800-4009373 | Reservierung gegen Gebühr möglich: www.tickets.com | www.ushmm.org | Metro: Smithsonian (blau, orange)

Vietnam Veterans Memorial

Zwei 150 m lange, schwarze Granitmauern tragen die Namen aller Toten und Vermissten des längsten Krieges, den diese Nation je geführt hat (1964-75). Die meisten amerikanischen Besucher finden unter den mehr als 58000 Namen den eines Freundes oder eines Verwandten. Geplant ist der Bau eines unterirdischen Besucherzentrums mit einer Dokumentation des Vietnamkriegs und einer Ausstellung von Erinnerungsstücken, die Besucher am Denkmal niedergelegt haben. | Immer zugänglich, beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr | auf der Mall, östlich vom Henry Bacon Dr. | www.nps.gov/vive | Metro: Foggy Bottom (blau, orange), dann 20 Min. Fußweg

Washington Monument

George Washington (1732 bis 1799), Gründer und erster Präsident der USA, sollte eigentlich auch einen griechischen Säulentempel bekommen mit einem ägyptischen Obelisken in der Mitte. Doch wurde das Drumherum aus finanziellen Gründen gestrichen, übrig blieb die 160 m hohe Säule, heute Wahrzeichen der Stadt und bester Aussichtsplatz. Als das Denkmal 1888 eröffnet wurde, benötigte ein dampfbetriebener Fahrstuhl 10 Minuten, um die Spitze zu erreichen. Heute werden Besucher in 70 Sekunden hinaufkatapultiert. Wer nicht am Ticketkiosk zu Füßen des Monuments anstehen will, kann für 1,50 $ vorbestellen (www.reservation.gov | Tel. 1/877-444-6777). | Tgl. 9-17 Uhr, Ticketkiosk 8-16.30 Uhr | in der Mitte der Mall | www.nps.gov/wamo | Metro: Smithsonian (blau, orange), dann 10 Min. Fußweg

World War II Memorial

Eingeweiht im Mai 2004, erinnert das jüngste und größte Kriegsdenkmal auf der Mall an die Opfer im Kampf gegen Nazideutschland. Die zentrale Lage zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial unterstreicht noch die Bedeutung. | Immer zugänglich, beaufsichtigt tgl. 8-24 Uhr | 17th St. und Independence Ave. | www.nps.gov/nwwm | Metro: Smithsonian (blau, orange), dann 20 Min. zu Fuß

Arthur M. Sackler Gallery

Das 1987 eröffnete Museum stellt Kunst aus dem Nahen und Fernen Osten aus, von persischen Gemälden aus dem 15. Jh. bis hin zu zeitgenössischen japanischen Keramiken. Schriften, Statuen, Möbel und Lackkunst gehören zur Ausstellung, ebenso die spektakuläre Vever-Sammlung des Pariser Juweliers Henri Vever. Sie umfasst unter anderem 500 seltene persische und indische Miniaturen. | Tgl. 10-17.30 Uhr, im Sommer Fr-Mi 10-17.30 Uhr, Do 10-20 Uhr | www.asia.si.edu | 1050 Independence Ave., SW | Metro: Smithsonian (blau, orange)

Freer Gallery of Art

Der kleine Palast aus Granit und Marmor beherbergt 28000 asiatische Kunstobjekte höchster Qualität. Dazu zählen japanische Skulpturen, Keramiken, Lack- und Metallarbeiten, frühe christliche Schriften, iransche Miniaturen, südasiatische Skulpturen sowie Gemälde. Ein unterirdischer Ausstellungsraum verbindet das Museum mit der Arthur M. Sackler Gallery. Beide Museen gehören zur Smithsonian-Stiftung und teilen sich das Meyer-Auditorium. Dort werden Kammerkonzerte, Tanzvorstellungen und asiatische Filme präsentiert. | Tgl. 10-17.30 Uhr | 1200 Jefferson Dr., SW | www.asia.si.edu | Metro: Smithsonian (blau, orange)

Hirshhorn Museum

Dieser Beton-Doughnut auf vier massiven Beinen ist in seiner äußeren Erscheinungsform nicht unumstritten, vielleicht aber ein perfektes Zuhause für diese einzigartige Sammlung zeitgenössischer Kunst. Joseph Hirshhorn, ein lettischer Immigrant, der sich in den Vereinigten Staaten zum Millionär hocharbeitete, ließ sich nicht leiten von Trends und Zeitgeist, er kaufte, was ihn persönlich ansprach. Aus Dankbarkeit für seinen Erfolg vermachte er dem amerikanischen Staat rund 12000 europäische, hauptsächlich aber amerikanische Werke, darunter zahlreiche Skulpturen wie Rodins „Die Bürger von Calais“. Verpassen Sie nicht den Sunken Sculpture Garden auf der anderen Seite des Jefferson Drive! | Tgl. 10-17.30 Uhr, Garten 7.30 Uhr bis Sonnenuntergang | Independence Ave. und 7th St., SW | www.hirshhorn.si.edu | Metro: L'Enfant Plaza (blau, orange, grün, gelb)

National Air & Space Museum

Der Traum vom Fliegen: Hier sieht man, welche Anstrengungen der Mensch unternommen hat, um ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Präsentiert werden u.a. der Flyer, mit dem die Gebrüder Wright 1903 den ersten motorisierten Flug bewältigten, die Spirit of St. Louis, mit der Charles Lindbergh 1927 den Atlantik überquerte, und die Apollo 11, die Neil Armstrong 1969 auf den Mond brachte. 23 Einzelausstellungen dokumentieren die Geschichte der Luftfahrt, ein Planetarium führt ins Universum. Besondere Attraktion ist das Samuel P. Langley Theatre, das mit seiner fünf Stockwerke hohen Leinwand buchstäblich zum Mitfliegen einlädt. Sie sollten möglichst früh kommen, um Kinotickets zu kaufen! Denn mit 10 Mio. Besuchern jährlich ist das Air & Space das beliebteste Museum der Welt. | Tgl. 10-17.30 Uhr | 6 Independence Ave., SW | www.nasm.si.edu | Metro: L'Enfant Plaza (blau, orange, grün, gelb)

National Gallery of Art

Das ältere West Building beherbergt eine der umfangreichsten Sammlungen westlicher Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus dem Mittelalter bis zum 20. Jh. Die spanische Galerie zeigt u.a. Ribera und Velázquez, die deutsche Galerie Dürer und Cranach, die flämische Bosch und Rubens, die niederländische Vermeer und Rembrandt, die französische Renoir und Cézanne, die italienische das einzige Bild von Leonardo da Vinci, das außerhalb Europas zu Hause ist. 1978 wurde das Museum durch das East Building erweitert, hauptsächlich für die attraktiven Wanderausstellungen. Legen Sie eine Pause im Pavilloncafé im Skulpturengarten der Gallery ein. Es liegt malerisch an einem riesigen Springbrunnen, der im Winter zur Eisbahn wird. Im Sommer gibt es jeden Sonntag um 18.30 Uhr ein kostenloses Jazzkonzert am Brunnen. | Mo-Sa 10 bis 17 Uhr, So 11-18 Uhr | 6th St. und Constitution Ave., NW | www.nga.gov | Metro: Archives - Navy Memorial (grün, gelb)

National Museum of American History

Hier bekommen Sie einen sehr praktisch orientierten Querschnitt durch die amerikanische Geschichte: Präsentiert werden etwa das originale Sternenbanner, das nur einmal stündlich kurz enthüllt wird, George Washingtons Kriegszelt, Abendkleider der First Ladys, Geschirr und Mobiliar. Besonders beliebt ist die interaktive Ausstellung Information Age (z.B. Astronautentrainingssimulator). | Tgl. 10-17.30 Uhr | Constitution Ave. und 14th St., NW | www.americanhistory.si.edu | Metro: Smithsonian (blau, orange)

National Museum of the American Indian

Das neueste Großmuseum der Smithsonian-Stiftung ist den Ureinwohnern Amerikas gewidmet. Grundstock bildet die 800000 Objekte umfassende Sammlung des Deutschstämmigen George Gustav Heye, der auch das New Yorker Indianermuseum gründete. Im eindrucksvollen Rundbau sind Tausende Kunst- und Alltagsgegenstände aller großen Indianerstämme Amerikas zu sehen, von den Paleo-Indianern bis zur Gegenwart. | Fr-Mi 10-17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr | Independence Ave. und 4th St,, SW, zwischen Kapitol und National Air & Space Museum | www.nmai.si.edu | Metro: L'Enfant Plaza (blau, orange, gelb, grün)

National Museum of Natural History

Hauptattraktionen im Naturkundlichen Museum sind der 45,5 Karat schwere Hope-Diamant, der Insektenzoo mit Termitentunnel zum Durchkriechen und die gigantischen Dinosaurierskelette. Im angeschlossenen Smithsonian Jazz Café wird außerdem jeden Freitag von 18.30 bis 22 Uhr ein Livekonzert veranstaltet (Eintritt 12 $). | Museum tgl. 10-17.30 Uhr | 10th St. und Constitution Ave., NW | www.mnh.si.edu | Metro: Smithsonian (blau, orange)

Adams-Morgan

Das multikulturelle Stadtviertel, bewohnt u.a. von Latinos und Westafrikanern, ist ein unkonventionelles Ausgehviertel mit Boutiquen für Folkloristisches und Kunst, Restaurants mit internationaler Küche von eritreisch bis indisch zu niedrigen Preisen. Der Name Adams-Morgan stammt von Aktivisten aus der Nachbarschaft, die Mitte der 1950er-Jahre etwas gegen die Rassentrennung unternehmen wollten. Die Gruppe taufte sich Adams-Morgan, indem sie den Namen einer Grundschule für Weiße (Adams) mit dem einer Grundschule für Schwarze (Morgan) kombinierte. Das lebhafte Zentrum des Viertels liegt bei der Kreuzung 18th Street und Columbia Road. | Metro: Woodley Park - Zoo (rot), dann mit dem Adams Morgan - UStreet Shuttle So-Do 18-24 Uhr, Fr 18-3 Uhr, Sa 10-3 Uhr, alle 15 Min.

Dupont Circle

Ein abwechslungsreiches, lebendiges Viertel rund um den Kreisverkehr, in dem die New Hampshire, Massachusetts und Connecticut Avenues aufeinander treffen. Beobachten Sie die Männer (und einige Frauen) beim Schachspielen in dem kleinen Park in der Mitte des Kreisverkehrs! Dupont Circle bietet ungewöhnliche Boutiquen, interessante Galerien, gute Kinos, Restaurants und Cafés sowie Buchläden, die bis tief in die Nacht hinein geöffnet sind. Das Viertel ist auch ein Treffpunkt der Homosexuellenszene von Washington. | Metro: Dupont Circle (rot)

Georgetown

Der Washington Harbour ist Flaniermeile und Anlegeplatz für einen Ruderclub und Motoryachten. Beliebt ist Georgetown vor allem wegen seiner lebhaften Hauptstraßen, der M Street und der Wisconsin Avenue, die unzählige Restaurants, Bars und Geschäfte zu bieten haben. Machen Sie unbedingt auch einen Spaziergang durch die ruhigen Wohnstraßen mit ihren gepflegten, pastellfarben gestrichenen schmalen Stadthäusern und herrschaftlichen Villen. Viele berühmte und bekannte Leute wohnen hier. | www.georgetowndc.com | Bus der 30er-Linie, Georgetown Metro Connection oder DC Circulator

Shaw-Viertel mit U Street

Die U Street galt einst als „Schwarzer Broadway“. Die schwarze Upper Class vergnügte sich hier und auf der 14th Street bei Livemusik mit Louis Armstrong, Nat King Cole und Billie Holiday. Der Jazzmusiker Duke Ellington ist im Shaw-Viertel geboren und aufgewachsen. Nach der Ermordung des charismatischen Bürgerrechtlers Martin Luther King 1968 kam es in dieser Gegend zu gewaltsamen Aufständen. Ironie der Geschichte: Gerade Geschäfte und Häuser von Afroamerikanern wurden dabei zerstört. Wer es sich leisten konnte, zog in eine andere Gegend.

Nach jahrzehntelangem Verfall ist das Shaw-Viertel (nordöstlich des Logan Circle und zwishen U Street und Florida Ave.) nun wieder im Kommen. Das Lincoln Theatre (1215 U St., NW | www.thelincolntheatre.org), in den 1920er-Jahren ein prunkvolles Kino für schwarzes Publikum, wurde restauriert. Auf dem Programm stehen heute klassische und aktuelle Kinofilme, Theateraufführungen, Konzerte und Bürgerrechtsveranstaltungen. Mit dem African-American Civil War Memorial (U St./Ecke Vermont Ave.) werden seit 1998 mehr als 200000 schwarze Soldaten und ihre weißen Offiziere, die im Bürgerkrieg gedient haben, geehrt. | Metro: U Street - Cardozo (grün)

Arlington National Cemetery

Hier haben mehr als 260000 Angehörige des Militärs und Nationalhelden ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Friedhof kann zu Fuß in einem schönen, aber langen Spaziergang erkundet werden. Informationen und eine Karte gibt es im Visitor Center. Per Tourmobile ist es bequemer, Abfahrt am Visitor Center (7 $, Dauer ca. 1,5-2 Stunden). | April-Sept. tgl. 8-19 Uhr, Okt.-März tgl. 8-17 Uhr | Arlington | Parkplätze vorhanden, geringe Gebühr | www.arlingtoncemetery.org | Metro: Arlington Cemetery (blau)

Folgende Sehenswürdigkeiten des Friedhofs lohnen einen Besuch:

Arlington House: Residenz Robert E. Lees von 1831 bis 1861, des kommandierenden Generals der Südstaaten während des Sezessionskrieges. | Tgl. 9.30-16.30 Uhr | 25. Dez. und 1. Jan. geschl.

Arlington Memorial Bridge: Die mit goldenen Statuen besetzte Brücke führt über den Potomac vom Lincoln Memorial zu Lees Arlington House und symbolisiert den Zusammenschluss des Nordens (Lincoln) mit dem Süden (Lee).

Kennedy-Grab: John F. Kennedy, Jacqueline Kennedy Onassis und Robert Kennedy sind hier begraben. Der Blick nach Norden eröffnet eine spektakuläre Aussicht auf Washington.

Marine Corps Memorial: Sechs bronzene Marinesoldaten hissen die amerikanische Flagge auf der Pazifikinsel Iwo Jima (1945).

Tomb of the Unknowns: Am Grab der unbekannten Soldaten aus den beiden Weltkriegen, dem Koreakrieg und dem Vietnamkrieg findet von April bis September jede halbe Stunde und von Oktober bis März jeweils zur vollen Stunde eine zackige Wachablösung statt.

Women in Military Service for America Memorial: Das Mahnmal wurde 1997 errichtet im Gedenken an mehr als 1,8 Mio. Frauen, die seit dem Unabhängigkeitskrieg im amerikanischen Militär gedient haben.

C & O Canal Park

Als Transportweg war der wilde, unberechenbare Potomac kaum zu nutzen. So baute man im 19. Jh. parallel zum Fluss diesen Kanal, der die Chesapeake Bay (C) mit dem Ohio (O) verbinden sollte. Die mit Kohle, Steinen, Getreide oder Mehl beladenen Kähne wurden von Eseln bis nach Georgetown hineingezogen und dort - denn hier wird der Potomac breiter und ruhiger - umgeladen auf große Schiffe.

In Georgetown und bei den Great Falls ziehen nun sture, aber gutwillige Esel Touristen statt Kohle durch die Schleusen. Heute bilden Kanal und Eselspfad den längsten und schmalsten Naturpark der USA. Er ist 300 km lang und verläuft von Georgetown bis Cumberland - ein ideales Terrain zum Wandern, Joggen oder Rad fahren. Alle 7 bis 8 km können Sie auf einem gebührenfreien Campingplatz übernachten.

Folgende Stationen im Park lohnen einen Besuch:

Die Great Falls sind mächtige Wasserfälle, die den Potomac auf Meeresspiegelhöhe bringen. Ein langer Holzsteg durch die zerklüftete Landschaft führt dicht an das Naturschauspiel heran.

Great Falls Park: Anlegestelle für historische Bootsfahrten. | Visitor Center: 11710 Mac Arthur Blvd. in Potomac, Maryland (nicht verwirren lassen, der Ort trägt denselben Namen wie der Fluss), von Georgetown über den Mac Arthur Blvd., der an der Georgetown University beginnt und in 20 Min. direkt zum Great Falls Park führt, Eintritt 5 $ pro Wagen

Fletcher's Boathouse (5 km von Georgetown entfernt) ist eine schattige Oase, ideal zum Picknicken, Angeln und Boot fahren. Bootsverleih mit großer Picknickfläche direkt am Potomac. Auch Angelscheine und -ausrüstung können Sie hier bekommen. | März-Okt. 7.30-19 Uhr | Tel. 2440461 | Boote: 11 $ pro Stunde, 20 $ pro Tag, Fahrräder: 6 $ für 1 Stunde, 25 $ pro Tag | Kreuzung Reservoir und Canal Road | www.fletcherscove.com

Frederick Douglass House

Frederick Douglass (1817-95) war ein führender Sprecher der Schwarzen gegen die Sklaverei. Zunächst selbst Sklave, bezog der spätere Berater Abraham Lincolns in Anacostia seinen Alterssitz. Die einst wunderschön gelegene Villa, Cedar Hill genannt, ist weitgehend original eingerichtet. Das Visitor Center zeigt einen Film über Douglass' Wirken. Ein Grund, sich in den verarmten Südosten der Stadt zu begeben. | Mitte Okt. bis Mitte April tgl. 9-16 Uhr, Mitte April-Mitte Okt. tgl. 9-17 Uhr, 1. Jan., Thanksgiving und 25. Dez. geschl. | Eintritt 1,50 $ | 1411 W St., SE | www.nps.gov/frdo | aus Sicherheitsgründen am besten per Auto oder Tourmobile (7 $, nur Mitte Juni bis Anfang Sept.)

George Washington Masonic Memorial

Im Herzen des historischen Old Town Alexandria auf der anderen Seite des Potomac errichteten die Freimaurer 1932 ein weithin sichtbares, 110 m hohes Denkmal für ihr einstiges Mitglied George Washington. Von der Aussichtsplattform hat man einen sensationellen Blick über den Potomac nach Washington. | Tgl. 9-17 Uhr, außer Thanksgiving, 25. Dez. und Neujahr | 118 North Washington St. | Alexandria, Virginia | Metro: King Street (blau, gelb)

Kenilworth Aquatic Garden

Ein hübsches Arrangement von kleinen Teichen mit Seerosen, Wasserlilien und Lotosblüten. Am schönsten präsentiert sich der Garten im frühen Morgenlicht, weil sich viele der tropischen Blüten tagsüber schließen. | Tgl. 7-16 Uhr | Kenilworth Ave. und Douglass St., NE | per Auto

Mount Vernon

Mount Vernon war der Landsitz George Washingtons und seiner Frau Martha. Das Gut liegt auf einem Hügel am Ufer des Potomac und bietet einen herrlichen Ausblick auf den Fluss, der hier 1,6 km breit ist. Das Wohnhaus war für damalige Verhältnisse ein prächtiges Herrenhaus; es ist mit Möbeln aus dem 18. Jh. eingerichtet. Sehenswert sind auch die engen Sklavenquartiere, die Gärten, Ställe und Werkstätten. In der Nähe des Bootsanlegers sind Martha und George Washington begraben. Auf dem Gelände gibt es eine Cafeteria. | April-Aug. tgl. 8-17 Uhr, März, Sept. und Okt. 9-17 Uhr, Nov.-Feb. 9-16 Uhr | Eintritt 13 $ | www.mountvernon.org | Metro: Huntington (gelb), dann Fairfax Connector Bus 101

National Air Force Memorial

Drei fast 100 m hohe Stahlbögen wölben sich gen Himmel - die gigantische Konstruktion, gepaart mit beschriebenen Glaswänden, ehrt die Luftwaffe. | Von Sonnenauf- bis -untergang | rund 800 m südwestlich des Pentagon | Metro: Pentagon (blau, gelb), dann 10 Min zu Fuß

National Arboretum

Im sehr weitläufigen Park können Sie eine besonders schöne Bonsaisammlung und unzählige rosarote Azaleenbüsche (Blüte Ende April, Anfang Mai) bewundern. | Tgl. 8-17 Uhr, Bonsais 10-16 Uhr, 25. Dez. geschl. | 3501 New York Ave., NE | www.usna.usda.gov | Metro: Stadium - Armory, dann Bus B2 bis Bladensburg

National Shrine of the Immaculate Conception

Der nationale Schrein der Unbefleckten Empfängnis ist die größte katholische Kirche Amerikas. Sie wurde 1920-59 in römisch-byzantinischem Stil erbaut und reichhaltig verziert mit buntem Marmor und einem kuppelförmigen Baldachin über dem Altar. Etwas abseits gelegen. | April-Okt. tgl. 7-19 Uhr, Nov.-März tgl. 7-18 Uhr | Michigan Ave. und 4th St., NE | www.nationalshrine.com | Metro: Brookland (rot)

Pentagon

Seit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 ist die Zentrale der militärischen Macht für ausländische Touristen nur noch von außen zu besichtigen. Ein Jahr nach dem Absturz eines der entführten Flugzeuge im fünfeckigen Gebäude war der zerstörte Flügel wieder aufgebaut. Für die 184 Toten des Anschlags wird voraussichtlich Ende 2008 auf dem Gelände des Pentagon ein Memorial fertiggestellt: ein Gedenkpark mit 184 Steinbänken, auf denen die Namen der Opfer eingraviert sind. | Memorial voraussichtlich von Sonnenauf- bis -untergang | memorial.pentagon.mil | An Wochentagen Parken bei der Pentagon Mall, am Wochenende Parkmöglichkeit auf dem South Parking des Pentagon | Arlington | Metro: Pentagon (blau, gelb)

Phillips Collection

Was dieses Museum attraktiv macht, ist nicht nur die Auswahl an impressionistischer und moderner Malerei, es ist die intime Atmosphäre. Teppiche und Plüschsofas laden ein zum Verweilen, während man auf die wundervollen Bilder van Goghs, Cézannes, Klees und Goyas schaut. Auch ein Besuch des gemütlichen Cafés lohnt sich. | Sept.-Mai jeden So um 16 Uhr kostenlose Konzerte, Di, Mi, Fr, Sa 10-17, So 11-18, Do 10-20.30 Uhr | Eintritt am Wochenende und für Veranstaltungen Do abends 12 $, werktags freiwilliger Beitrag | 1600 21st St., NW | www.phillipscollection.org | Metro: Dupont Circle (rot)

Rock Creek Park

Das 20 km lange Tal des Rock Creek erstreckt sich mitten durch Washington, von der nördlichen Stadtgrenze bis hinunter zum Potomac in Georgetown. Der zum Teil wilde Park bietet Wälder und Wiesen, Wasserfälle und Schluchten, gekennzeichnete Wanderwege und gepflegte Picknickplätze. An Wochenenden wird der Beach Drive, die Hauptstraße durch das Tal, für den Autoverkehr gesperrt, damit Rollerblader und Radfahrer freie Fahrt haben (Sa 7 Uhr bis So 19 Uhr | von Broad Branch Road bis Joyce Road). | Auto oder Rad

Theodore Roosevelt Island

Die Insel ist ein Paradies für Füchse, Waschbären, Biber und andere Tiere, die sich gerne in Sumpf und Marsch aufhalten. Mitten drin erhebt sich eine Statue Theodore Roosevelts (1858-1919), der sich als Präsident für den Naturschutz starkgemacht hat. | Metro: Rosslyn (orange, blau) und 10 Min. zu Fuß oder per Auto den George Washington Memorial Parkway gen Norden. | Der Parkplatz hinter der Theodore Roosevelt Bridge ist nur von dieser Seite her zugänglich, eine Fußgängerbrücke verbindet die Insel mit dem Festland

Udvar-Hazy Center

Da das National Air & Space Museum aus allen Nähten platzt, wurde ein zweites, größeres Museum gleich neben dem Flughafen Dulles gebaut. Auf 70000 m² sind zu sehen: 200 Flugzeuge und 135 Raumfahrzeuge, darunter das Space Shuttle Enterprise und der F-4 Phantomfighter. Benannt ist das Museum nach seinem großzügigsten Spender: Steven F. Udvar Hazy. | Tgl. 10-17.30 Uhr | 14390 Air and Space Museum Parkway | Chantilly, Virginia | südl. vom Flughafen Dulles, nahe der Kreuzung von Route 50 und 28 | www.nasm.si.edu | am besten per Auto

Washington National Cathedral

Ihr Grundstein wurde 1907 gelegt, fertiggestellt wurde die Kathedrale erst 1990. Da war ihr Hauptarchitekt, Philip Hubert Frohman, bereits 18 Jahre tot. Die Kathedrale, die fast nie bei ihrem eigentlichen Namen, Cathedral Church of St. Peter and St. Paul, genannt wird, ist evangelisch-episkopalisch, aber offen für alle Glaubensrichtungen. Nach der Besichtigung bietet sich der liebevoll angelegte Garten Olmsted Woods am Fuß der Cathedral für einen Spaziergang an. | Sofern kein Gottesdienst oder andere Veranstaltungen: Mo-Fr 10-17.30 Uhr, Sa 10-16.30 Uhr, So 8-18.30 Uhr | Massachusetts Ave. und Wisconsin Ave., NW | www.cathedral.org | Bus: alle N-Busse die Massachusetts Ave. hinauf, alle 30er-Busse die Wisconsin Ave. hinauf