Reisetipps Slowenien

Sehenswertes Slowenien

Region: Maribor (Marburg an der drau)

Alte Rebe/Stara trta

Seit über 300 Jahren liefert die „Alte Rebe“ am ehemaligen Wirtshaus an der Drava schon Wein. Heute dokumentiert ein Museum darin die Geschichte des Weinbaus in der Region Štajerska. Außerdem werden Weine verkauft. Di-So 10-18 Uhr | Eintritt frei | Vojašniška ulica 8

Dom St. Johannes/Sv. Janez Krstnik

Die Fundamente des Johannesdoms stammen aus der Romanik (1150); gotisch schwingt sich das Kreuzrippengewölbe über das Mittelschiff, und die Seitenaltäre preisen Gott in barockem Überschwang. Den Domplatz, früher ein Friedhof, gestaltete Jože Plečnik in der ihm eigenen Symbiose von Moderne und antiken Spielereien. Slomškov trg

Hauptplatz/Glavni trg

Zwischen 1646 und 1681 war ein Drittel der Einwohner Maribors am Schwarzen Tod gestorben, und so beschlossen die Stadtväter, den Bildhauer Jožef Straub mit der Gestaltung einer Pestsäule zu beauftragen, die nun den Hauptplatz wie ein Mahnmal schmückt. Schräg gegenüber, im alten Rathaus, Rotovž, wird hinter der Renaissancefassade moderne Kunst gezeigt. Im harmonisch gegliederten Arkadenhof Rotovški trg, erreichbar durch einen Durchgang im Rathaus, war früher der Heumarkt der Stadt.

KiBla/Narodni dom

Kunst-, Kultur- und Begegnungszentrum mit Kunstgalerie, Cyber-Café und Theaterprojekten. Mo-Fr 9-22, Sa 16-22 Uhr | Ul. Kneza Koclja 9 | www.kibla.org

Lent

Früher lebten Flößer, Gerber, kleine Handwerker an der Lent am Ufer der Drava, und das Viertel genoss einen üblen Ruf. Heute dagegen strömen die Mariborčani in die Cafés, Restaurants und Clubs an der Uferpromenade und in den schmalen Gassen zwischen Alter Brücke und dem 1310 errichteten Gerichtsturm, dem Sodni stolp.

Piramida

Vom Stadtpark nördlich der Altstadt führt ein Spazierweg in 20 Minuten durch Weinreben auf den 386 m hohen Stadthügel. Hier liegt Ihnen Maribor zu Füßen, und auf der anderen Seite der silbrig glitzernden Drava erhebt sich das Pohorje-Gebirge.

Regionalmuseum/Pokrajinski muzej

Maribors Regionalmuseum in der Stadtburg zeigt Kunstwerke aus dem Dom und kleineren Kirchen der Umgebung sowie handwerkliche Erzeugnisse. Di-Sa 9-16, So 9-14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Grajska ul. 2

Slomšek-Platz/Slomškov trg

Zu Füßen des 1991 errichteten Denkmals für den Bischof A.M. Slomšek werden Tauben gefüttert und Kinderwagen geschoben: Der Platz vor dem Dom ist ein ruhiger Ort für die Mittagsrast, und die Mitarbeiter der klassizistischen Hauptpost und des städtischen Theaters schräg gegenüber nutzen ihn bei schönem Wetter ausgiebig. WLAN-Signal auch auf dem Platz.

Stadtburg/Mestni grad

1478 von Kaiser Friedrich III. als Festung erbaut, beherbergt die auch Schloss genannte Stadtburg heute das Regionalmuseum mit vielen historischen Kuriositäten. In der Grajska ulica an der Ostfassade können Sie einen Blick auf das Rokoko-Treppenhaus werfen, wo steinerne Putten in verspielter Leichtigkeit das Geländer herunterrutschen. Grajska ulica 2

Wasserturm/Vodni stolp

Während der Zeit der größten Bedrohung durch die Türken sicherte Maribor seine Stadtmauer zusätzlich mit dem gedrungenen Wasserturm an der Drava. Hier, im südöstlichen Teil der alten Stadt, lebten die Juden; ihre Synagoge und der „Judenturm“ (Židovski stolp) wirken im Vergleich zum Wasserturm geradezu zierlich. Beide stammen wohl aus dem 13. Jh. und beherbergen Galerien moderner Kunst mit wechselnden Ausstellungen: Galerija Stolp (Židovska ul. 6 | Tel. 02/6209713), Galerija Dlum (Židovska ul. 10 | Tel. 02/2523681).

Region: Celje (Cilli)

Burg Obercilli/Stari Grad

Bis zum 15. Jh. hatten sich die Herrschaften in der alten Burg Obercilli auf einem 400 m hohen Hügel östlich der Stadt eingerichtet. Dann zogen sie in die so genannte Grafei um; die Anlage verfiel und wurde als Steinbruch genutzt. Jetzt wurde die einst größte Burg Sloweniens restauriert, die Fernsicht ist überwältigend.

Grafei/Stara grofija

Im alten Renaissanceschloss zeigt das Regionalmuseum (Pokrajinski muzej Celje) Stadtgeschichte. Den Rittersaal krönt die berühmte Cillier Decke. 1603 gemalt, versetzt sie den Betrachter in einen luftigen Innenhof; er blickt an Fassaden und Pfeilern entlang hinauf in den Himmel. Burgfräulein und Knappen schauen zu ihm hinunter - alles Illusion! März-Okt. Di-So 10-18, Nov. bis Feb. Di-Fr 10-18, Sa 10-12 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | Muzejski trg 1

Minoritenkirche St. Maria/Stolnica Sv. Marija

Um 1360 gaben die Cillier den Bau in Auftrag. Nicht unbescheiden ließen Ulrich I. und Hermann I. sich über dem Eingangsportal der Sakristei auf einem Relief vor Maria kniend verewigen. Prešernova ulica

Region: Idrija

Altstadt

Wo das erste Quecksilber entdeckt wurde, steht die spätgotische, später mit barocken Elementen versehene Kirche Sv. Trojica mit Bergwerksmotiven in den Glasfenstern und einem Grubenlicht. In dem 1527 errichteten Renaissanceschloss Gewerkenegg oberhalb der Stadt residierten keine Fürsten, sondern die Direktoren und Verwalter des Bergwerks.

Antonius-Stollen/Antoniev Rov

Eingestimmt durch eine Multivisionsschau steigen die Besucher behelmt in den um 1500 geschlagenen Antonius-Stollen ein, passieren die unterirdische Bergwerkskapelle (18. Jh.) und sehen dann in den Tiefen des Schachts lebensgroße Puppen bei der Arbeit. Führungen Mo-Fr 10 und 15, Sa/So auch 16 Uhr | Eintritt 6 Euro | Arkova ulica 43 | Tel. 05/3743920

Burgmuseum/Mestni Muzej Idrija

Die Geschichte des Bergbaus und anderer damit zusammenhängender Wirtschaftszweige ist vorbildlich dokumentiert. Der filigranen Klöppelkunst der Frauen und Mädchen von Idrija wurde eine eigene Ausstellung gewidmet. Tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 3 Euro | Prelovčeva ulica 9 | www.muzej-idrija-cerkno.si

Wasserrad am Josefsschacht/Idrijska Kamšt

Europas größtes Wasserholzrad mit 13,6 m Durchmesser pumpte 1790 bis 1948 am 283 m tiefen Josefsschacht. Angetrieben wurde es vom Wasser der Idrijca, das, über 3,5 km herangeleitet, stolze 100 PS Leistung erbrachte. Besichtigung nur nach Voranmeldung | Eintritt 1,70 Euro | Vodnikova ul. 20 | Tel. 05/3726600

Region: Bohinj (Wochein)

Ribčev Laz

Der einzige Ort am See (128 Ew.) besteht aus einigen Gasthäusern und Pensionen, dem Tourismusbüro und einem Denkmal, das an die Erstbesteigung des Triglav 1778 erinnert. Etwas verloren steht inmitten des Fremdenverkehrsrummels die gotische Kirche Sv. Janez Krstnik, wo die Sava Bohinjka den See verlässt, um als Wildwasser gen Osten zu fließen.

Sennerei-Museum/Planšarski muzej

Bohinj ist eine Region, in der früher intensiv Almwirtschaft betrieben wurde. Traditionelle Architektur, historisches Arbeitsgerät und Trachten der Senner sind in den Räumen der alten Dorfkäserei von Stara Fužina (Althammer) ausgestellt. Juli/Aug. Di-So 11-19, Jan.-Juni und Sept./Okt. 10-12, 16-18 Uhr | Eintritt 2,10 Euro | Stara Fužina 181 | www.gorenjski-muzej.si

Region: Kobarid (Karfreit/Caporetto)

Altstadt

Der Glockenturm aus Ernest Hemingways Roman „In einem anderen Land“ neben der gotischen Marienkirche am Trg Svobode hat das Erdbeben überlebt, das Kobarid 1976 in den Grundfesten erschütterte. Auch einige der typischen Kobarid-Häuser mit flachen Dächern, die erste Etage meist aus Holz, sind noch erhalten.

Stadtmuseum/Kobariški muzej

Die bewegende Ausstellung in dem 1739 erbauten Mašera-Haus widmet sich u.a. mit einer Tonbildschau der Isonzo-Front. April-Sept. tgl. 9-18, Okt.-März Mo-Fr 10-17, Sa/So 9-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Gregorčičeva ulica 10 | www.kobariski-muzej.si

Region: Ljutomer (Luttenberg)

Altstadt

Am Hauptplatz mit dem klassizistischen Rathaus erinnert eine Mariensäule daran, dass auch Ljutomer wiederholt von der Pest heimgesucht wurde. Die barocke Kirche Sv. Janez Krstnik besitzt einen gotischen Chor mit Sternengewölbe und prunkvolle Barockaltäre. Das ursprünglich außerhalb des Stadtgebiets errichtete Gotteshaus wurde zur Zeit der Türkeneinfälle mit Wehrmauern befestigt.

Region: Ptuj (Pettau)

Burg/Ptujski grad

Die ältesten Bauteile wie der Westturm stammen aus dem 12. Jh. Im 17. und 18. Jh. gingen Barockbaumeister ans Werk, heute residiert das Landesmuseum in den Räumen. Ein Renaissanceportal führt in den von Arkaden gesäumten Hof des Schlosses. Von der oberen Mauer betrachtet bilden die Dächer von Ptuj ein Patchworkmuster aus Rot- und Rosttönen den Hang hinunter bis zur Drava - ein herrliches Panorama. Na gradu 1

Dominikanerkloster/Dominikanski samostan

Der gotische Kreuzgang aus dem 15. Jh. bildet das stille Herz des Dominikanerklosters mit der übermütigen weiß-gelben Rokokofassade. Ein in der Nähe gefundenes Mithräum wurde in der Krypta nachgebaut. April-Dez. tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro | Muzejski trg

Georgskirche/Sv. Jurij

Im 12. Jh. als romanische Basilika gegründet, wurde die dem hl. Georg geweihte Kirche später mit gotischen Kreuzrippen und barocken Seitenaltären geschmückt. In der Taufkapelle steht ein wunderbarer gotischer Flügelaltar aus der Mitte des 15. Jhs. Slovenski trg

Landesmuseum Ptuj/Pokrajinski muzej

Das Museum in der Burg zeigt in der ersten Etage, wie die wechselnden Herren auf Schloss Ptuj wohnten. Wie man in Ptuj feiert und was die Kurentenmasken bedeuten, erläutert die mit Puppen und Fotos bestückte Ausstellung zum Thema Fasching. Im Winter tgl. 9-17, im Sommer 9 bis 18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Na gradu 1

Prešernova ulica

Die Straße beginnt am Platz Slovenski trg nach Westen und ist gesäumt von schmalen, teils aus dem Mittelalter stammenden, teils später errichteten Häusern, an denen noch gotische, teils sogar romanische Architekturelemente zu entdecken sind: An Nr. 1 versteckt sich unter dem Eckerker beispielsweise ein Fratzenkopf. Im Hotel Mitra (Nr. 6) wurde gar ein römisches Heiligtum für den persischen Gott Mithras ausgegraben.

Slowenischer Platz/Slovenski trg

Am Ostrand der mittelalterlichen Stadt wurde um das 16. Jh. am „Slowenischen Platz“ der Stadtturm errichtet, davor steht das Orpheus-Denkmal, ein römischer Grabstein aus dem 2. Jh., dem im Mittelalter die unrühmliche Rolle des Prangers zukam. Das eingemeißelte Relief zeigt Orpheus, der mit seinem Gesang ein Raubtier besänftigt.

Weinkeller/Vinska klet

Ptujs reizvoller, an der Wende vom 19. zum 20. Jh. errichteter Weinkeller setzt auf eine moderne Präsentation; eine Light-and-Sound-Show stimmt auf die Besichtigung der ehrwürdigen Gewölbe und die anschließende Verkostung ein. Mo-Fr 8-20 Uhr, Besichtigung nur nach Voranmeldung | Eintritt mit Verkostung 8 Euro | Trstenjakova 6 | Tel. 02/7879810 | Fax 7879813 | www.ptujska-klet.si

Region: Piran

Franziskanerkloster/Frančiškanski samostan

Im Kern stammen das Franziskanerkloster und die dazugehörige, reich mit Kunstwerken ausgestattete Kirche aus dem 14. Jh. Der um das 17. Jh. errichtete Kreuzgang ist vor allem dann beeindruckend, wenn hier im Sommer Konzerte klassischer Musik gegeben werden.

Georgskirche/Sv. Juri

Markantes Wahrzeichen der Georgskirche auf einer Anhöhe über der Altstadt ist der Campanile, dessen Vorbild San Marco war. Am Taufbecken des achteckigen Baptisteriums spielen römische Delphine - wie so oft wurden auch hier römische Ruinen geplündert, um daraus Neues zu bauen. Besonders schön ist das Panorama hier oben, wenn die Sonne untergeht und die Dächer von Piran mit einem letzten Schimmer vergoldet.

Platz des 1. Mai/Prvomajski trg

Der Platz sollte besser „Brunnenplatz“ heißen, denn fast die gesamte Fläche der alten, barocken Anlage nimmt die Fontana, die mit zwei Brunnen geschmückte Zisterne, ein, die leicht erhöht und mit einem Steingeländer versehen aussieht wie eine überdimensionale Theaterbühne.

Tartini-Platz/Tartiniev trg

Am Tartini-Platz wurde der Komponist und Geiger Giuseppe Tartini 1692 geboren. Elegant grüßt er als Standbild von seinem Sockel. Zu seinen Füßen ist immer etwas los: Die Jugend trifft sich auf den Stufen des Denkmals, Radfahrer und Skater flitzen übers Pflaster. In dem auffälligen, roten Renaissancehaus an der Ecke soll einst ein venezianischer Kaufmann seine slowenische Geliebte ausgehalten haben, gut verborgen vor der Ehefrau im heimischen Venedig.

Region: Ljubljana (Laibach)

Alter Platz/Stari trg

Am „Alten Platz“ mit seinen barocken und im verspielten Rokoko erbauten Stadthäusern lebten der sensible Dichter France Prešeren und der kühle Wissenschaftler Johann Weichard Valvasor: Letzterer wurde 1641 am Stari trg geboren und verfasste die erste wissenschaftliche Beschreibung Sloweniens, „Die Ehre des Herzogthums Crain“. Heute regen die aus Restaurants und Kneipen dringenden Düfte hungrige Mägen zum Knurren an - doch Achtung: Der den Balkon stemmende Atlant an der Schweigerjeva hiša, Haus Nr. 11a, fordert die Passanten auf, sich ruhig zu verhalten.

Burg/Ljubljanski grad

Ljubljanas Burg hoch über dem Altstadtkern wurde bereits im 11. Jh. gegründet und war ab 1335 im Besitz der Habsburger. Sie ist mit dem Auto, mit einer Touristenbahn, zu Fuß über Treppen oder mit der neuen Drahtseilbahn ab Krekov trg zu erreichen und wartet mit einem herrlichen Panoramablick auf. Das Museum der Burg zeigt Zeugnisse der Siedlungsgeschichte der Region. Das „Virtuelle Museum“ versetzt die Besucher ins Ljubljana der Römerzeit oder des Mittelalters. Burg im Sommer tgl. 9 bis 22, im Winter 10-21 Uhr; Virtuelles Museum bis auf Weiteres geschl.

Dom St. Nikolaus/Stolnica Sv. Nikolaj

Die Fischer und Bootsleute errichteten ihrem Schutzpatron Nikolaus nicht weit vom Ljubljanica-Ufer im 13. Jh. eine Kirche, die im 18. Jh. - Laibach wurde wohlhabend - dem heutigen Barockbau des Doms weichen musste. Eine wahre Schatzkammer des Wissens verbirgt sich gegenüber hinter dem von Giganten bewachten Portal des Priesterseminars (Šemenišče) mit Ljubljanas ältester öffentlicher Bibliothek aus dem Jahre 1725. Besichtigung nach Anmeldung beim TIC | Ciril Metodov trg

Dreibrücken/Tromostovje

1929-31 ordnete Plečnik die Bebauung des Ljubljanica-Ufers neu. Brüstungen, Treppen, Beleuchtung wurden überholt und im Stil des Meisters gestaltet. Links und rechts der Brücke von der Stritarjeva ulica hinüber zum Prešeren-Platz führte er je einen Nebensteg über den Fluss und schuf Tromostovje, „Dreibrücken“.

Galerie der Moderne/Moderna galerija

Die 1947 eröffnete Galerie ist für alle Strömungen slowenischer Kunst offen; sie zeigt Werke slowenischer Künstler von den Anfängen der Moderne bis zu den Arbeiten des NSK-Kollektivs Irwin. Wegen Renovierung bis Ende 2009 geschl.; Teile der Ausstellung werden in der Mala Galerija gezeigt (Di-Sa 10-18, So 10-13 Uhr | Slovenska cesta 34 | www.mg-lj.si

Krainer Landesmuseum/Narodni muzej

Das 1888 eröffnete Krainer Landesmuseum dokumentiert die Geschichte und Kultur Sloweniens. Zu den schönsten Exponaten gehört die „Situla von Vače“, ein mit feinen Reliefdarstellungen verzierter Bronzebecher der Hallstatt-Periode (6. Jh. v. Chr.). Das römische Emona personifiziert der vergoldete Togaträger „Bürger von Emona“, aus dem 3. Jh., Wohlstand und Prunkentfaltung des Adels spiegeln sich in Möbeln aus dem 17.-19. Jh. Di-So 10-18, Do bis 20 Uhr | Eintritt 3 Euro | Muzejska ul. 1 | www.narmuz-lj.si

Kreuzherrenstift/Križanke

Das Kreuzherrenstift wurde im 13. Jh. gegründet, und als die Ordensbrüder den Bau aufgaben, gestaltete Jože Plečnik in den 1950er Jahren die Anlage neu. Verspielte Details wie Säulchen, Kapitelle und Arkaden verraten die Handschrift des Meisters. Im Freilichttheater im südlichen Klosterhof finden Veranstaltungen des Sommerfestivals Ljubljana statt. Trg francoske revolucije

Nationalbibliothek/Narodna knjiznica

Die Universitäts- und Nationalbibliothek errichtete Jože Plečnik 1936-41 gänzlich aus hiesigen Materialien. Innen führt ein dunkler, eleganter Aufgang hinauf ins Licht der Weisheit, den strahlend hellen Lesesaal. Gosposka ulica/Novi trg

Nebotičnik

Auf den ältesten „Wolkenkratzer“ der Stadt sind die Ljubljančani besonders stolz. 1933 wurde er eingeweiht. Slovenska cesta/Štefanova ul.

Plečnik-Haus/Plečnikova zbirka

Jože Plečniks Innenwelt: Sein Wohnhaus mit Originaleinrichtung dient als Museum - ganz so, als sei der Meister gerade zum Vermessen gegangen. Das einfache Haus verschönerte er mit Anbauten. Di-Do 10-18, Sa 9-15 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Karunova ul. 4 | www.aml.si

Prešeren-Platz/Prešernov trg

Jugendstilhäuser aus der Zeit nach dem verheerenden Erdbeben von 1885 bilden hier ein Kontrastprogramm zum Barock der Franziskanerkirche. In der Mitte des Platzes steht France Prešeren in Bronze. Ljubljanas ältestes Kaufhaus Centromerkur wurde 1903 in dem Jugendstilkleinod Urbančeva hiša Ecke Miklošičeva cesta eröffnet. Das schmale Eckhaus Nr. 1 trägt den Namen Ura, Uhr. Nr. 5, heute Zentralapotheke, beherbergte Ende des 19. Jhs. Ljubljanas beliebtestes Literatencafé.

Stadtmuseum/Mestni muzej

Elegante Renaissance verbindet sich in diesem Museum im Auersperg-Palais mit luftiger Moderne. Die Ausstellung zeigt die Stadtgeschichte von den Anfängen bis heute, darunter die Reste einer Römerstraße; im Café lässt sich's herrlich entspannen. Di bis So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Gosposka 15 | www.mestnimuzej.si

Stadtplatz/Mestni trg

Ein Rathaus, rotovž, mit schattigen Arkaden aus dem 18. Jh., elegante Stadthäuser, Francesco Robbas Brunnen der drei Krainer Flüsse (Vodnjak treh kranjskih rek) - am Stadtplatz ist der Geist des Barock nicht zu übersehen. Das Rakovec-Haus (Nr. 17) war im 19. Jh. Treffpunkt von Künstlern und schließlich Wohnhaus France Prešerens, des slowenischen Nationaldichters (1800-49). Vom Mestni trg führen schmale Gassen wie die Krojaška ulica („Schneidergasse“) ans Ljubljanica-Ufer. Heute residieren in den ehemaligen Werkstätten schicke Boutiquen.

Tržnica-Arkaden

1940-44 errichtete Plečnik die Kolonnaden am Ljubljanica-Ufer zwischen Tromostovje und der Drachenbrücke Zmajski most. Historisierende Säulen stützen die tiefen Arkaden, in deren Schatten die Marktfrauen ihr Obst verkaufen. Besonders lebhaft ist es hier am Vormittag und am Samstag, wenn die Hauptstädter um frisches Gemüse und Obst feilschen und der Fischhalle die Aromen des Meeres entströmen Adamič-/Lundovo nabrežje

Ursulinenkirche/Uršulinska cerkev

Ljubljanas schönste Barockkirche ziert den Kongressplatz. Der luftige, lichtdurchflutete Innenraum unter der Kuppel schmückt sich mit einem Altar aus der Hand Meister Robbas, während Plečnik den Treppenaufgang zum Hauptportal gestaltete. Kongresni trg

žale-Friedhof

Das Reich der Toten stilvoll zu gestalten - dazu trat Jože Plečnik 1938-40 an. Ein monumentales, von schlanken Säulen getragenes und von Arkaden gesäumtes Tor führt in den Friedhof Žale am nordöstlichen Stadtrand. Dahinter stehen sogenannte „Abschiedskapellen“. Kühler, weißer Stein, gerade Linien und sachliche Formen bilden ein überaus distanziertes, eindrucksvolles Entrée für das bunte Gräbermeer. Linhartova cesta

Region: Lipica

Doline der Muttergottes

Eine Doline ist ein trichterförmiger Einbruch einer Karsthöhle; darin sammelt sich Erde, Samen schlagen Wurzeln, und bald ist sie mit dichtem Grün überwuchert. An diesem Übergang von der Unter- zur Oberwelt herrschen besondere Kräfte, Wunderheilungen sollen hier stattgefunden haben, und die Gläubigen sprachen sie dem Wirken der Jungfrau Maria zu. Ihre von Blumen umkränzte Statue ist bis heute ein wichtiges Pilgerziel im Karst. Die Doline befindet sich auf dem Gelände des Gestüts Lipica; Zugang gegenüber dem Hotel Klub ein Stückchen bergab.

Gestüt Lipica

Der geführte Rundgang durch das Gestüt führt zu den Koppeln, zur Hufschmiede, zu den Stallungen der Stuten und zum Hengststall. Dabei erfahren die Besucher Wissenswertes über Aufzucht, Pflege und Dressur der etwa 200 Lipizzaner sowie über die Geschichte des Gestüts. Wundern Sie sich nicht über die dunklen Pferde auf den Koppeln - erst mit 6 bis 10 Jahren bekommen Lipizzaner ihr weißes Fell! Der 1704 erbaute Hengststall ist den wertvollsten Zuchthengsten Lipicas vorbehalten. Tgl. 8-18 Uhr, Führungen im Sommer stündlich, sonst vier- bis sechsmal am Tag | Eintritt um 9 Euro

Di, Fr und So führen die Reiter die Hohe Schule der Lipizzanerdressur vor. Lipizzaner beherrschen die schwierigsten Kunststücke der Dressur mit unnachahmlicher Eleganz. Vorführungen April-Okt. tgl. 15 Uhr | Besichtigung und Hohe Schule 16 Euro; Kobilarna Lipica | Tel. 05/7391580 | Fax 7346370 | www.lipica.org

Region: Novo Mesto (Rudolfswerth)

Hauptplatz/Glavni trg

Der Hauptplatz gleicht einer breiten Straße. Die meisten Häuser wurden im 17. Jh. gebaut, mit Arkaden im Erdgeschoss, um die Passanten vor Sonne oder Regen zu schützen.

Museum von Unterkrain/Dolenjski muzej

Das Museum von Unterkrain beherbergt Bronzehelme, Rüstungen, Schmuck und Gefäße, die Stück für Stück wie Preziosen in Vitrinen präsentiert sind. Fundort der archäologischen Raritäten waren die Hügelgräber um die Stadt. Besonderes Augenmerk verdienen der perfekt geformte Brustpanzer aus dem 7. Jh. v. Chr. und der Bernsteinschmuck. Im Sommer Di-Sa 9-17, So 9-13, im Winter Di-Fr 9-16, Sa/So 9-13 Uhr | Eintritt 5 Euro | Muzejska ul. 7 | www.dolmuzej.com

Nikolauskirche/Sv. Miklavž

Über den Häusern thront die Nikolauskirche, die älteste der Stadt. Sie wurde 1429 als gotisches Gotteshaus mit Wehrturm erbaut. Im barocken Inneren hängt über dem Altar ein echter Tintoretto. Kapiteljski hrib

Region: Postojna (Adelsberg)

Adelsberger Grotte/Postojnska jama

Schon im 17. Jh. berichtete der Universalgelehrte Valvasor über den damals bekannten Teil der Höhle, besonders aber über ihre Bewohner, die Grottenolme. Das Gänge in einer Gesamtlänge von 21 km umfassende Höhlensystem entdeckte später ein Slowene, als er die Grotte 1818 für den Besuch des österreichischen Kaisers Franz I. schmückte.

Heute führt eine Elektrobahn in die größte Schauhöhle Europas; die etwa 5 km langen Besichtigungswege sind geebnet, Scheinwerfer schaffen dekorative Effekte, und in der Hochsaison herrscht babylonisches Sprachgewirr. Der offene Höhlenzug braust durch zunächst kahle Felsgänge in den „Konzertsaal“, wo gelegentlich Musikabende stattfinden, passiert einen luftigen Sintervorhang und erreicht nach wenigen Minuten den „Hohen Berg“, der überzogen ist mit filigranen Tropfsteinskulpturen. Zu Fuß geht es dann weiter in den „Schneesaal“ mit durch Kalksinter fast weißem Tropfstein, zum Wahrzeichen Postojnas, dem schimmernden „Brillanten“, und zu einem Wasserbecken, in dem Grottenolme gehalten werden.

Neben dem Höhleneingang präsentiert die biospeläologische Station Vivarium Proteus die bizarre unterirdische Karstwelt (siehe Kapitel „Mit Kindern reisen“). Führungen Nov. bis März 10, 12, 15, April, Okt. 10, 12, 14, 16, Mai-Sept. stdl. 9-17, Juli/Aug. auch 18 Uhr | Eintritt 19 Euro | Jamska cesta 30 | Tel. 05/7000100 | Fax 7000130 | www.postojna-cave.com

Pivka-Grotte/Pivka jama

Die Höhle nimmt den nördlichen Bereich der Postojnska jama ein: Allein der Einstieg über eine Treppe, die 60 m tief in den Einsturztrichter führt, ist schon abenteuerlich. Drinnen geht es hoch über der schäumenden Pivka eine Felsgalerie entlang und dann durch einen 100 m langen Stollen zu den dunklen Tropfsteinen der črna, „schwarz“, genannten Nachbarhöhle. Der Karstfluss Pivka hat das gesamte Höhlensystem von Postojna ausgewaschen. Nordöstlich tritt er als Unica wieder ans Tageslicht. Zugang am Campingplatz Pivka jama | Führungen Juli/Aug. tgl. 10, 14 Uhr, Juni, Sept. | nach Vereinbarung Tel. 05/7000163 | Eintritt 7 Euro

Region: Bled (Veldes)

Burg Bled/Blejski grad

Von ihrem 140 m hohen Felsen wacht die Burg Bled über den See und die Dörfer. Im barocken Trakt zeigt das Stadtmuseum Muzejska zbirka Wohnkultur vergangener Epochen; eine archäologische Abteilung erläutert die Geschichte der Region. Tgl. 9-20, im Winter 9-17 Uhr | Eintritt 7 Euro | Grajska cesta 61

Seeinsel/Blejski otok

Zur Bleder Insel lassen Sie sich mit einer pletna rudern, einem überdachten Holzboot. Sie können auch schwimmen, nur sollten Sie noch Kraft haben für die 99 Stufen, die hinauf zur Kirche führen. Wenn Sie die frei stehende Glocke läuten, geht ein Wunsch in Erfüllung. Eintritt 3 Euro

Region: Kranjska Gora (Kronau)

Jasna-See

Der Stausee mit dem Denkmal des „Zlatorog“, des Steinbocks mit goldenen Hörnern, friert im Winter zu - dann können Sie auf dem Jasna-See wunderbar Schlittschuh laufen!

Liznjekova hiša

Museumsbauernhof mit einer für die Region typischen „Schwarzküche“. Di-Sa 10-18, So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Borovska cesta 63

Region: Koper (Capodistria)

Altstadt

Am späten Nachmittag und in den Morgenstunden drängen die Koperčani durch die Einkaufsgasse Čevljarska ulica, die im Torbogen des Prätorenpalasts beginnt. Links und rechts säumen Geschäfte, Goldschmiede, Kunstgalerien und Palazzi mit Spitzbogenfenstern und feinen Schmuckfriesen die „Schustergasse“. In idyllischen Innenhöfen leuchten Oleander und Geranien als bunte Tupfer vor dem Grau des Steins.

Da-Ponte-Brunnen/Fontana Da Ponte

Hinter dem südlichen Stadttor Porta Muda wurde der Da-Ponte-Brunnen bis Ende des 19. Jhs. genutzt. Im 17. Jh. gestiftet, erinnert er mit brückenförmigem Aufsatz an den großzügigen Mäzen, den Herrn „von Brücke“, Signore da Ponte. Prešernov trg

Ethnologische Sammlung/Etnološka raztava

Die ethnologische Ausstellung in einem gotischen Haus aus dem 14. Jh. entführt in die bäuerliche Welt der istrischen Kultur. Di-Fr 10-18, Sa 10 bis 13, Juli/Aug. Di-Sa 9-13, 18-21 Uhr | Eintritt 2 Euro | Gramšijev trg 4

Platz der Fischer/Ribiški trg

Der „Platz der Fischer“ ist Mittelpunkt des ehemaligen, alten Hafenviertels. Dort, wo heute eine Mauer die Grenze zwischen Platz und neuem Hafen zieht, dümpelten früher die Boote im Meer. Ein Bummel durch die schmalen Gassen des Viertels zwischen Cankarjeva ulica und Hafenanlagen versetzt Sie in die Zeiten, als Koper noch Insel war.

Regionalmuseum/Pokrajinski Muzej

Von den bronzezeitlichen Castellieri-Siedlungen über Roms Eroberung zur venezianisch geprägten Stadtkultur reicht der Bogen, den das Regionalmuseum im Barockpalais Belgramoni-Tacco schlägt. Di-Fr 10-18, Sa/So 9-13, Juli/Aug. Di-So 9-13, 18-21 Uhr | Eintritt 2 Euro | Kidričeva ul. 19

Revolutionsplatz/Trg revolucije/Brollo

Der von barocken Palazzi gesäumte Platz diente als Auffangbecken für Regenwasser, das durch die beiden im 15. Jh. gestifteten Brunnen aus der Zisterne darunter geschöpft werden konnte. Im gotischen Fontico, dem Getreidespeicher mit eleganten Spitzbogenfenstern, lagerte Capodistrias Getreidevorrat für Notzeiten.

Tito-Platz/Titov trg

Bis Ende des 18. Jhs. residierten Venedigs Statthalter im gotischen Prätorenpalast am heutigen Tito-Platz. Zinnen schmücken den eleganten Palazzo; an der Fassade rufen Wappensteine und Inschriften angesehene Bürger der Stadt ins Gedächtnis, und der geflügelte Löwe erinnert unübersehbar an die lenkende Hand Venedigs. Direkt gegenüber fanden in der im 15. Jh. ebenfalls in venezianischer Gotik erbauten Loggia die Ratsversammlungen statt. Machen Sie es sich in den Korbsesseln des Café Loggia bequem und genießen Sie den Blick auf die Domkirche Stolnica mit ihrem frei stehenden Glockenturm. Den können Sie übrigens besteigen und von oben das Altstadtpanorama bewundern (im Sommer tgl. 9.30-14, 15.30-19 Uhr). Im Inneren wird ein 1516 gemaltes Altarbild von Carpaccio gehütet. Elegante venezianische Steinreliefs schmücken den Sarkophag des Kirchenpatrons St. Nazarius.