Reisetipps Ruhrgebiet

Bloss nicht! Ruhrgebiet

Dialekte nachmachen

Wenn Comedystars wie Dr. Ludger Stratmann, Herbert Knebel oder Atze Schröder die Sprache der Menschen im Ruhrgebiet nachmachen, klingt das oft komisch. Kommen Sie aber nicht auf die Idee, es ihnen nachzutun: Nicht jeder versteht diesen Spaß, und der Revierbewohner merkt sofort, dass nicht jeder, der „watt“ statt „was“ und „also äährlich“ sagt, auch ein Eingeborener ist.

Fußball-Gespräche führen

Im Revier gibt es neben Schalke 04, Borussia Dortmund und dem VfL Bochum noch viele andere Traditionsvereine. Insbesondere in altdeutschen Kneipen werden hämische Kommentare von Fremden über den jeweiligen Heimatverein nicht gern gesehen. Wer in Dortmund Witze über Schalke macht, bekommt ein Bier ausgegeben. In Gelsenkirchen kann derselbe Witz ins Auge gehen. Also: Erst genau zuhören, bevor man sich in Fachgespräche einmischt.

Zechen suchen

Natürlich ist die Geschichte des Reviers von Kohle und Stahl bestimmt. Vielerorts stehen auch noch die alten Fördertürme. Aber bis auf wenige Ausnahmen ist das vorbei. Viele der Bergleute hat der Strukturwandel die Existenz gekostet, und sie sind deshalb nicht erfreut, wenn sie ständig gefragt werden, wo denn nun die ganzen Zechen hingekommen seien.

Schimanski-Tourist spielen

Jahrelang polterte Götz George alias Horst Schimanski als Tatort-Kommissar durch Duisburgs Schmuddelecken. Diese Ecken gibt es wirklich. Sie sind aber keine Kulisse, sondern hier leben Menschen. Und die finden es gar nicht nett, wenn sie von Auswärtigen als Statisten begafft werden.

Auf den ÖPNV Verlassen

Metropole Ruhr: Das Angebot der Ruhrstädte in puncto Kultur und Freizeit stimmt - aber kommen Sie besser nicht auf die Idee, das z.B. abends mit dem ÖPNV zu nutzen. Wenn Sie zum Beispiel von Recklinghausen nach Dortmund mit dem Zug fahren, werden Sie sich mehr als einmal über Extra-Wartezeiten auf den Anschlusszug in Herne-Wanne „freuen“, der Zug-Takt ist alles andere als metropolentauglich, und abends geht recht schnell gar nichts mehr. Die nächste Tour machen Sie garantiert wieder mit dem Auto.

Die A 40 zur Rushhour benutzen

Diese Autobahn heißt zwar Ruhrschnellweg, ist aber morgens und abends mit Sicherheit keiner. Die Pendlerströme im, ins und aus dem Ruhrgebiet sind extrem. Die Autobahn wird oft auch für nur ganz kurze Distanzen gewählt: eine oder zwei Abfahrten lang. Dass so ein Fahrverhalten „verstopft“, ist klar. Also lieber vermeintliche Umwege fahren!