Reisetipps Mauritius

Sehenswertes Mauritius

Region: Pamplemousses

Botanischer Garten

Dass aus seinem Gemüsegarten eines Tages ein königlicher botanischer Garten und die Hauptsehenswürdigkeit von Mauritius werden sollte, hätte sich Gouverneur Mahé de Labourdonnais 1735 sicher nicht träumen lassen. Pierre Poivre dagegen, Geschäftsmann und Berater des Gouverneurs, der 1770 die Aufsicht über die Anlage übernahm, hatte von Anfang an Großes im Sinn: Er wollte Mauritius zu einer Gewürzinsel machen, das Gewürzmonopol der Holländer brechen und die ganze Welt mit den Waren aus seinem Garten beliefern. Auch Orchideen und Zierpflanzen züchtete er nur, um sie zu exportieren.

Heute dient der Park der Erholung und der Bildung. Obwohl nur wenige Quadratkilometer groß, fehlt kaum eine Pflanze, die in tropischen Gebieten gedeiht. Es empfiehlt sich, einen der vielen Führer anzuheuern, die Wissenswertes und Amüsantes über die Pflanzen und deren Nutzen erzählen können. (Die einstündige Führung kostet ca. 50 Rupien pro Person.) Es gibt ein Gehege mit Riesenschildkröten, eine alte Zuckermühle, das Schloss „Mon Plaisir“, eine Kolonialvilla aus dem Jahr 1777 und das schmiedeeiserne Eingangstor, das auf der Weltausstellung im Kristallpalast von London 1862 mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurde. An Wochenenden kommen viele Einheimische zum Picknick. | Tgl. 8.30-17.30 Uhr | Eintritt geplant

Kirche St. François d'Assise

Das erste Gotteshaus, das auf Mauritius errichtet wurde. Die Kirche mit der schlichten Fassade und dem beeindruckenden Gebälk im Längsschiff wurde 1756 gebaut, noch ehe der Ort gegründet war. Das Pfarrhaus aus dem Jahr 1737 gilt als das älteste Gebäude der Insel.

L'Aventure du Sucre

Schautafeln, Exponate und interaktive Darstellungen informieren über die Geschichte des Zuckers, die Landwirtschaft der Insel sowie die Herstellung der süßen Substanz und ihres „Abfallprodukts“ Rum. Empfehlenswert ist auch das Restaurant der Anlage. | Beau Plan | 300 m vom botanischen Garten entfernt | Mo-Sa 9-17 Uhr | Eintritt 300 Rupien (Kinder 150) | Tel. 2430660 | www.adventuredusucre.com

Region: Péreybère & Cap Malheureux

Palm Beach Café

Direkt am herrlichen Strand von Péreybère gelegen. Leichte Kost wie Salate, Crêpes, Sandwiches, aber auch frischer Fisch vom Grill. Familiär geführt, auch bei Einheimischen sehr beliebt. | Tgl. Plage Publique | Pereybere | Tel. 2635821 | €-€€

Le Coin de Mire

Schräg gegenüber der Kirche von Cap Malheureux liegt dieses kleine Restaurant mit guter einheimischer Küche. Im gleichen Gebäude sind 14 Appartements günstig zu mieten. | Tgl. | Tel. 262/8070 | €

Julie's Club

Beliebte Bar mit guter Cocktailauswahl. Gelegentlich gibt es einen Karaokeabend. | Tgl. | Royal Road | Tel. 269/0320 | €-€€

Restaurant Amigo

Langusten und Meeresfrüchte in ruhigem Ambiente, trotz der 50 Tische. Es gibt auch mauritische Carigerichte. Originell: Die Wand dient als Gästebuch. Reservierung wird empfohlen. Amigo bietet einen kostenlosen Shuttleservice für Urlauber in der Umgebung an. | Mo-Sa, mittags und abends | Le Pavillon | Cap Malheureux | Tel. 262/8418 | €€-€€€

Region: Souillac

Gris Gris

Aussichtspunkt am südlichen Ortsende. Parkplatz und Erfrischungsstände machen Gris Gris zum Treffpunkt. Einen schöneren Blick auf die Brandung hat man etwas weiter am „weinenden Felsen“, La roche qui pleure.

Musée Robert Edward Hart

Refugium des mauritischen Poeten Robert Edward Hart, der hier 1954 im Alter von 63 Jahren gestorben ist. Hart stammte aus Port Louis, war zunächst Journalist und Bibliothekar, ehe er Gedichte und fünf Romane schrieb, für die er von der Académie Française geehrt wurde. Wohnhaus und Museum liegen auf dem Weg nach Gris Gris direkt am Meer. Es zeigt Möbel, Porträts des Dichters sowie seine Veröffentlichungen. | Mo-Mi 9-14, Do/Fr 9-16, Sa/So 9-12 Uhr | Eintritt frei

Rochester Falls

„Très compliqué“, sagen die Jungen, wenn man am nördlichen Ortsrand nach den Wasserfällen fragt, und bieten an, mit dem Fahrrad vorauszufahren. Tatsächlich gibt es nur wenige Wegweiser. Den Preis für den „Guide“ sollten Sie vor der Fahrt aushandeln. Das Wasser der Rochester Falls stürzt zwar nur 15 m tief, doch die liebliche Landschaft drumherum macht den Ort zu einem Idyll.

Region: Curepipe & Floréal

Botanischer Garten

Viel kleiner als der Garten von Pamplemousses, aber mit ebensolchem Charme. Treffpunkt der Liebespärchen. | Eintritt frei

Domaine des Aubineaux

Bei Curepipe steht eines der schönsten Herrenhäuser, gebaut 1872. In der Villa wohnte bis 1999 die letzte Besitzerin Louise-Myriam Harel. Die Einrichtung der Räume blieb fast unberührt. 30-minütige Tour mit anschließender Teeprobe. | Bois Chéri | Tel. 626/1513 | Mo-Fr 8.30-16, Sa 8.30-12 Uhr | Eintritt 230 Rupien

Kirche Ste. Hélène

Basilika mit schönen Fenstern. Mit etwas Glück ist der Aufgang zum Turm geöffnet. | Royal Road | am Ortsausgang Richtung Phoenix

Kirche Ste. Thérèse

Dreischiffige römisch-katholische Kirche. Neogotik mit eindrucksvoller Deckenkonstruktion. | Royal Road

Rathaus

Altes englisches Kolonialhaus (1890) mit vier Ecktürmen und Freitreppen. | Gegenüber von Ste. Thérèse, neben der Carnegie Library | Royal Road

Townhall Gardens

Kleiner Park hinter dem Rathaus mit der Bronzestatue „Paul et Virginie“ von Prosper d'Epinay.

Trou aux Cerfs

Der 650 m hohe Vulkankrater ermöglicht gleichermaßen einen Einblick in die geologische Geschichte und einen Ausblick über die Insel, mit etwas Glück bis zur 170 km entfernten Nachbarinsel Réunion. Im 85 m tiefen Krater hat sich ein sumpfiges Biotop, umgeben von einem Wäldchen, gebildet. Die Straße führt im weiten Kreis auf dem Kraterrand entlang.

Region: Phoenix-Vacoas

Polizeimuseum

In einem historischen Lagerhaus wird die Geschichte der Armeen von Mauritius nacherzählt. | Mo-Mi und Fr/Sa 9-17, So 9-19 Uhr; So 19-20 Uhr Wasserspiele im Garten | Eintritt frei

Region: Port Louis

Blue Penny Museum

Ausstellung rund um die Geschichte und Kunst der Insel. Der Seefahrt wird mit Modellen, alten Karten und nautischen Instrumenten ein eigener Raum gewidmet. Der größte Schatz des Hauses ist die originale Briefmarke „Blaue Mauritius“. | Caudan Waterfront | Mo-Sa 10-17 Uhr | Eintritt 150 Rupien

Champ de Mars

Die Pferderennbahn Champ de Mars ist die Heimat des Mauritius Turf Clubs, der hier von Mai bis November jeden Samstag Galopprennen veranstaltet. Er ist, nach Ascot, der zweitälteste der Welt. Bis zu 40000 Besucher versammeln sich dann, ein Rummel ohnegleichen.

Chinatown

Viele Häuserreihen stammen aus der Zeit um 1900, und wenngleich die meisten so renovierungsbedürftig sind, dass sie kaum noch zu retten sein werden, vermitteln sie doch eine Vorstellung davon, welch glanzvolle Stadt dies einst gewesen sein muss. Im Erdgeschoss der Häuser befinden sich kleine Handwerksbetriebe und Läden.

Fort Adelaide

Das Fort auf dem etwa 100 m hohen Petite Montagne wurde 1834 von den Engländern gebaut, die Rückeroberungsversuche der Franzosen befürchteten. Architektonisch bietet die Zitadelle wenig. Der Innenhof wird bisweilen als Freilichtbühne genutzt.

Fotografiemuseum

Entstanden aus einer Privatsammlung, gleicht das Museum einem Schatzkästchen voller alter Kameras, Fotos und den Kulissen alter Ateliers. | Am Ende der Fußgängerzone Rue du Vieux Conseil gegenüber dem Theater | Mo-Fr 9-15 Uhr | Eintritt 100 Rupien

Kirchen

Wie eine Trutzburg wirkt die katholische Bischofskirche, die Kathedrale St. Louis mit ihren schmucklosen, grauen Wänden und den beiden klobigen Türmen, die auch innen eher schlicht ist (Church Street | am Kathedralenplatz). Hinter der Kirche liegt die bischöfliche Residenz aus dem 18. Jh., die durch ihre große Veranda und den schönen Garten auffällt. Bescheidener eingerichtet ist die im Kolonialstil gebaute anglikanische Kathedrale St. James an der Poudrière Street.

Moscheen

Im Stadtzentrum gibt es zwei große Moscheen. Diejenige an der Ecke Ramgoolam Street/Eugène Laurent Street fällt zwar durch ihr hohes Minarett ins Auge, bietet sonst aber nichts Sehenswertes. Die Jummah-Moschee hingegen gleicht mit ihrer orientalisch verspielten Architektur, den vielen Bögen, Säulen und Minaretten einem kleinen Märchenpalast. Sie wurde zwischen 1850 und 1885 errichtet. Filigranes Dekor schmückt die Räume und den Innenhof, in dem ein Mandelbaum wächst, der schon vor dem Bau dort gestanden haben soll. Frauen und nicht muslimische Besucher dürfen nur den Vorhof betreten, von dem aus allerdings ein Blick in die Gebetshalle möglich ist. Auch von Männern wird erwartet, dass Arme und Beine bedeckt sind. | Jummah Mosque Street/Royal Street | Sa-Mi 9.30-12 Uhr, nur außerhalb der Gebetszeiten

Naturhistorisches Museum

Mit umfangreichem Material werden Flora, Fauna und Geologie der Insel erläutert. Obwohl sehr provinziell hergerichtet, beeindruckt vor allem die Abteilung für Meerestiere. Die spektakulärsten Stücke des Museums sind das Skelett eines Solitaires, eines Vogels, der auf der Insel Rodrigues gelebt hat, und die gefiederte Rekonstruktion eines Dodos. Die Bibliothek im ersten Stock gilt als das beste Archiv über die Inselwelt des Indischen Ozeans. | Chaussee Street | Mo, Di, Do, Fr u. Feiertage 9-16, Sa/So 9-12 Uhr, Bibliothek Mo-Sa | Eintritt frei

Pagoden

Drei große Pagoden stehen im Süden der Stadt, dort, wo die meisten Chinesen wohnen. Die größte ist die Lam Soon Tin How Pagode, direkt an der südöstlichen Seite des Marsfelds, in der Eugene Laurent Street. Es ist ein düsteres Haus, beherbergt jedoch einen beeindruckenden Altar mit großen Figuren. Der Tempel Lim Fad in der Volcy Pougnet Street, auch Rue Madame genannt, sorgt mit seinem hohen Tor und den kräftigen Farben für einen Hauch Peking in der sonst blassen Umgebung. Nur zwei Straßen weiter, in der Justice Street, steht am südöstlichen Ende von Port Louis die Thien Thane Pagode. Anmutig erhebt sich dieser Turm mit seinen drei geschwungenen Dächern vor den steilen Wänden der Berge. Nur an chinesischen Feiertagen herrscht hier ein reges Treiben.

Postmuseum

Briefmarken aus der ganzen Welt, Telegrafen- und andere Apparate. | Am Hafen beim Post Office | Mo-Fr 9 bis 16, Sa 9-11.30 Uhr | Eintritt frei

Regierungsgebäude

An Prunk haben die französischen Gouverneure nicht gespart, als sie das Haus zwischen 1729 und 1807 um immer neue Stockwerke und Anbauten erweiterten. Kein Gebäude der Insel versinnbildlicht deutlicher die französische Ära. Umso ironischer mutet es an, dass im Hof des U-förmig gebauten Hauses Skulpturen des Gouverneurs Sir William Stevenson und der britischen Königin Viktoria stehen und über den Zaun zur 200 m entfernten Figur von Mahé de Labourdonnais hinüberschauen. Das Haus liegt am Ende der beiden Alleen Duke of Edinburgh Avenue und Queen Elizabeth Avenue. Es wird kaum noch benutzt. Geschlossen für Besucher.

Stadttheater

Das 1820-22 errichtete Haus mit der hübschen Fassade gilt als das erste Theater der südlichen Hemisphäre. Im 19. Jh. traten hier bekannte Schauspieler und Musiker auf. Seit seiner Renovierung Anfang 1995 gibt es wieder regelmäßig Aufführungen und Veranstaltungen. Mit dem Museum und der Galerie in der Fußgängerzone gegenüber entstand so ein kleines kulturelles Zentrum. | Gillet Square | hinter dem Regierungsgebäude

Zentralmarkt

Die kulturelle Vielfalt von Mauritius scheint auf dem Marché Central (Central Market) bei der verwirrenden Vielfalt exotischer Waren noch einmal gesteigert. Drei der vier Hallen sind Lebensmitteln vorbehalten, die zum Teil liebevoll geputzt und aufgestapelt sind, zum Teil aber auch erschreckend achtlos über die Tische und den Boden geschmissen werden. In der Fisch- und Fleischabteilung liegen blutverschmierte Hammelköpfe neben leuchtend bunten Korallenfischen herum. Die Abteilung für Schweinefleisch muss man, aus Rücksicht gegenüber den Muslimen, durch eine separate Tür betreten. In der vierten Halle werden Textilien, Lederwaren, Kunsthandwerk und Souvenirs angeboten.

Die Markthallen wurden um 1840 errichtet, doch durch Brände mehrmals zerstört, zuletzt 1981. Trotzdem bieten die restaurierten Fassaden, die kopfsteingepflasterten Gassen und die prunkvollen schmiedeeisernen Pforten ein nostalgisches Bild. Bis zu 40000 Menschen besuchen den Markt jeden Tag. | Gegenüber der Post zwischen der Schnellstraße (Motorway) und der Queen Street | Mo-Sa 6-18, So 6-12 Uhr, die meisten Stände öffnen jedoch erst um 8 Uhr

Region: Chamarel

Terres des Sept Couleurs

Bekannt ist Chamarel für seine farbige Erde. Über eine Fläche von etwa 1 ha erstrecken sich lange Bodenwellen in sieben Farben. Der Grundton ist rostiges Rot. Je nach Tageszeit leuchten die Erdschichten von Gelborange über Grün und Blau bis hin zu Violett. Eine eindeutige wissenschaftliche Erklärung gibt es für das Phänomen nicht. Die Hügellandschaft soll vulkanischen Ursprungs und durch Mineraloxidation entstanden sein. | Parkgelände tgl. 7.30 bis 17.30 Uhr | Eintritt ca. 60 Rupien

Region: Tamarin

Casela Nature & Leisure Park

Ursprünglich nur ein Vogelpark, reicht die Vielfalt der Tiere heute von einheimischen Affen und Javahirschen bis zu Zebras, Känguruhs und Raubkatzen. Im Zentrum stehen die mehr als 1500 Vögel. Etwa 140 Arten sind zu sehen, darunter die seltene Mauritius-Taube und der Mauritius-Turmfalke. In der wilden Landschaft der weitläufigen Anlage werden auch Soft-Adventure-Touren veranstaltet. Das Terrassenrestaurant Le Mirador (€€€) bietet eine wunderbare Aussicht. | Royal Road | Cascavelle | tgl. 9-18 Uhr (Mai-Okt. 9-17 Uhr) | Eintritt 150 Rupien | www.caselayemen.mu

Region: Mahébourg

Kathedrale

Notre Dame, im Stil der englischen Neogotik 1849 erbaut, ist wegen der imponierenden Deckenkonstruktion mit zwanzig individuell geschnitzten Engeln sehenswert. Die Tür zum Turm steht bisweilen offen.

National History Museum

Marinemuseum in einem Herrenhaus aus dem 18. Jh. Die Ausstellungsstücke dokumentieren hauptsächlich den Seekrieg zwischen Frankreich und England. Wrackteile aus der Schlacht von 1810, ein Modell der „St. Géran“ und des Zugs, der von 1864 bis 1926 auf der Insel verkehrte, sind die Attraktionen. Außerdem: Kolonialmöbel und Kanonen. Im Garten einige Werkstätten von Kunsthandwerkern. | Royal Road | Mo, Mi-Sa 9-16, So 9-12 Uhr | Eintritt frei

Park

Promenade mit Picknickgelegenheiten und einer Reihe von Denkmälern. Ein unscheinbarer Obelisk erinnert an Schiffbrüchige aus dem Jahr 1874, ein größerer an die englischen und französischen Soldaten, die 1810 bei der Schlacht vor der Ile de la Passe gefallen sind. Ausgefallener ist die knapp 6 m hohe Buddha-Figur Statue of Harmony. | Direkt an der Bucht von Mahébourg

Tempel

Der Tamilentempel Shri Vinayaour Seedalamen, 1856 erbaut, steht direkt an der Hauptstraße. Die Anlage besteht aus mehreren großen und kleinen Tempeln. | Tgl. 6-12 und 15.30-18 Uhr