Reisetipps Hamburg

Auftakt Hamburg Was für eine Stadt!

Wind und Wasser - aus diesen Elementen ist Hamburg gemacht. Kein schönerer Platz an einem Sommertag als das Ufer der Außenalster: Schwäne, Segelboote und prachtvolle Villen im Blick. Kein spannenderer Platz an einem stürmischen Herbsttag als die Landungsbrücken: Wellen, Schlepper und Containerriesen vor Augen. Hamburg: Das war und ist das Hoch im Norden. Mit mehr Brücken als Venedig, mit der nagelneuen Hafencity, mit Beachclubs, tollen Museen, aufregenden Theatern, Spitzenrestaurants und Shoppingpassagen quer durch die ganze City. Keine andere Stadt in Deutschland verzeichnet größere Zuwachszahlen im Tourismus. Bleibt die Frage: Wann kommen Sie?

Hamburg ist wie keine andere deutsche Großstadt geprägt vom Wasser und von der Vielfalt, die Hafen und Handel, Medien und Kultur bieten. Entdecken Sie die Stadt von ihrem stärksten Element, dem Wasser, aus, und schippern Sie auf der Hafenfähre oder im Paddelboot über die Lebensadern der Stadt. Auf die Stadtsilhouette mit ihren Kirchtürmen, Kontorhäusern, Hafenkränen und Bürgerhäusern, Brücken und Kanälen sind die Hamburger stolz, und sie bewahren sie, so gut es geht.

Freie und Hansestadt Hamburg lautet der offizielle Titel der Stadt. Doch wichtiger als die Hanse war den Hamburgern schon immer die Freiheit. Frei auch von Königen, Reichskanzlern und Kirchenfürsten. Frei von Bundesländerfusionen und Ministerpräsidenten. Die seit Jahren diskutierte Zusammenführung der norddeutschen Bundesländer bleibt wohl auch weiter Vision. Zu der Heimatverbundenheit der Hamburger kommt das Fernweh. Das Tuten der Schiffe im nächtlichen Nebel ist sogar noch in den Vierteln zu hören, in die das Möwengeschrei nicht vordringt und wo keine Fluten über die Mauern treten. Und manch einer folgt der Aufforderung der Schiffe und nimmt für ein paar Jahre Kurs auf andere Ecken der Welt. Doch irgendwann sind sie wieder da: Kehrwiederspitze lautet ein Straßenname am Anfang der alten Speicherstadt, wo früher die Schiffe ein- und ausliefen. Die Bevölkerungszahl in Deutschlands zweitgrößter Stadt wächst seit Jahren: 1,75 Mio. Menschen waren es 2006. Viele von ihnen unter 30 Jahre. Hamburg ist eine junge Metropole.

Man lebt gerne hier, zeigt das auch und teilt diese Zufriedenheit. An die 1000 private Stiftungen sind tätig, das Hamburger Spendenparlament hilft in Not geratenen Menschen, vom Studenten bis zum Millionär entscheiden alle „Abgeordneten“ darüber, welche Projekte mit ihrem Geld gefördert werden. Auch kulturelle Projekte profitieren vom Mäzenatentum. Ballett, Polittbüro, Poets on the Beach oder Kindertheater - Kultur gehört zum Alltag und geht wunderbare Verbindungen mit der maritimen Lage der Stadt ein: Elbphilharmonie und Open-Air-Theater in der Speicherstadt, Internationales Schifffahrts- und Meeresmuseum. Auf der Elbinsel Veddel eröffnete zudem im Sommer 2007 das Auswanderermuseum Ballinstadt. Über 60 Theater hat die Stadt, viele davon werden nicht subventioniert.

Hamburg ist eine der grünsten Städte Deutschlands - kein Wunder, wenn sich gleich zwei Flüsse, Alster und Elbe, unter vielen Brücken durch die Stadt ziehen. Zusammen mit dem Wasser von unten und von oben bleibt der Stadt auch gar nichts anderes übrig, als zu grünen und zu blühen! Regen und Nebeltage können den wahren Hanseaten jedoch nicht erschüttern. Schließlich gibt es als Entschädigung immer wieder diese herrlichen Sonnentage, an denen ein frisches Lüftchen weht und die Luft so klar ist, dass man sich bis zum Rande damit vollpumpen möchte. Dann sitzt der Hamburger mit einem kühlen Bier am Strand des Elbufers und genießt den Blick übers Wasser.

Die meisten Hamburger sind Gästen gegenüber offen und freundlich und erfüllen damit nicht das gängige Vorurteil, arrogant und abweisend zu sein. Um Handelsbeziehungen aufzubauen, fuhren die Hanseaten schon früh über die Weltmeere. Die Verbindung zum englischen Handelspartner über den Kanal war immer sehr eng. Ebenfalls in dieser Tradition steht: Der wirkliche Hamburger ist liberal. Ob lebenslanger Punk in der Hafenstraße oder hipper Werber: Jeder darf so sein, wie er ist. Eines allerdings wird von jedem gefordert: Haltung. Hier bleibt der Hanseat seiner Mentalität treu, nie die Contenance zu verlieren und immer Zurückhaltung zu üben. Nicht-Hamburger würden das vielleicht Steifheit nennen.

Ihre Freiheit, die die Stadt so stolz macht, dass sie es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, ist - wie könnte es anders sein - stark mit dem Hafen verbunden. Am 7. Mai 1189 soll Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Stadt einen Freibrief für den Handel auf der Elbe ausgestellt haben. Anlass genug für die Stadt, jedes Jahr im Mai den Hafengeburtstag zu feiern. Zwar weiß man seit 1907, dass dieser Freibrief eine Fälschung ist, doch das ist für die Hamburger kein Grund, die Feste nicht zu feiern, wie sie fallen, und dabei mit dem größten Hafenfest der Welt noch satten Gewinn zu machen - wie es sich für eine Kaufmannsstadt gehört!

„Das Hoch im Norden“ gilt als Wirtschaftsmotor für eine ganze Region. Der Hafen expandiert, die Zahl der Arbeitslosen sinkt, überall in der Stadt wird gebaut und geplant. Fast 8 Mio. Übernachtungen zählte das Tourismusbüro im Jahr 2007, mehr als je zuvor. Viele Gäste kommen aus Übersee, vor allem auch aus Asien. Die Aufmerksamkeit kommt nicht von ungefähr. 2013 ist die Internationale Bauausstellung zu Gast, die schon heute ihre ersten Projekte beginnt. Und mit der Hafencity startete Hamburg das größte Städtebauprojekt Europas, das das Leben in der Stadt auf Dauer verändern wird. Architekten aus aller Welt haben hier gebaut oder sind in die Planungen involviert. Wie sehr die Hafencity das Stadtbild verändern wird, das merken viele Hanseaten erst in jüngster Vergangenheit. Wer etwas auf sich hält, der kauft sich eine Loftwohnung am Dalmannkai oder zieht mit seiner Anwaltskanzlei in einen Speicherboden am Alten Wandrahm in die Speicherstadt. Nicht alles ist perfekt. Kritiker schimpfen über millionenteure Prestigeobjekte und langweilige Büroblocks. Außerdem fehle es an bezahlbaren Wohnungen, an Schulen, und Läden. Trotzdem bestreitet niemand: Mit der Hafencity und der Neuen Elbphilharmonie hat sich Hamburg im internationalen Städteranking ganz nach vorn katapultiert. Doch die größte Sensation dieser Stadt ist und bleibt die Stadt als Ganzes. Das mächtige Rathaus, der barocke Michel, die Villen an der Alster, Kunsthalle, Jungfernstieg, die Kontorhäuser, Hamburgmuseum und Schauspielhaus. Trotz der Brände und Kriege, die Hamburg in den letzten Jahrhunderten erleben musste, hat sich ein historisch gewachsener Kern erhalten, auf den die Bewohner stolzer sind als auf jedes Neubauprojekt.

Lassen Sie sich von der Hafenstadt verzaubern. Auch an nur einem Wochenende können Sie die besten Highlights problemlos miteinander verbinden. Oder fahren Sie rüber auf die Veddel zum Hafenmuseum im Aufbau. An Wochenenden werkeln hier oft Ehrenamtliche an alten Schiffen und Kränen. Lassen Sie sich von ihnen erzählen, wie es mal war, früher mit der Seefahrt. Und dann gehen Sie an die Spitze des Kais zum Hansahöft und blicken rüber: Dort drüben entsteht die Hafencity. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an einem Ort.