Lokale mit Wlan:Acht Cafés in München, in denen man gut arbeiten kann

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Arbeiten und Kaffee trinken kann man zum Beispiel im Café Henri in der Maxvorstadt. (Foto: Stefanie Preuin)

Wlan, ein bisschen Platz für den Laptop – dazu guten Kaffee, ein Stück Kuchen oder Herzhaftes: Das bieten diese Cafés.

Von SZ-Autorinnen

Es braucht eigentlich nicht viel, um woanders zu arbeiten als im Büro, im Home-Office oder in der Bibliothek. Einen Laptop, Wlan – und einen Platz, an dem man sich wohlfühlt. Für viele ist der im Café, wo man noch dazu mit Getränken und Kleinigkeiten zum Essen versorgt wird.

Café Colombo

Morgens, mittags und abends gibt es hier auch etwas für den kleinen Hunger. (Foto: Florian Peljak)

Das Café Colombo im Westend liegt in der Nähe von mehreren Bürogebäuden. Viele der Angestellten verbringen ihre Mittagspause hier. Wen es nicht ins Büro zurückzieht, der kann einfach an einem der Plätze sitzen bleiben und hier den Laptop aufklappen. Eine kleine Zahl an Stammgästen kommt regelmäßig zum Arbeiten – Wlan gibt es natürlich auch. Das Lokal will mehr sein als ein Kaffee-und-Kuchen-Laden, deswegen bekommt man morgens, mittags und abends etwas für den kleinen Hunger. Gebäck von der Pâtisserie Dukatz etwa oder Sandwiches wie Tramezzini und Focacce, außerdem Salate.

Café Colombo, Anglerstraße 25, 80339 München, Telefon: 089/23740771.

Lost Weekend

An der Bar bekommt man das Passwort fürs Wlan. (Foto: Robert Haas)

Praktisch direkt neben der Ludwig-Maximilians-Universität liegt das Lost Weekend, das sich selbst als Co-Working-Space mit integrierter Buchhandlung beschreibt. Ohne Laptop fällt man hier fast mehr auf als mit. An der Bar gib es (vegane) Nervennahrung, ebenso das Passwort fürs Wlan. Ringsum findet man zudem gleich mehrere Copy Shops – Univiertel eben. Vor allem für Studierende also der ideale Arbeitsplatz, wenn die WG-Mitbewohner nerven und einem in der Unibibliothek die Decke auf den Kopf fällt.

Lost Weekend, Schellingstraße 3, 80779 München, Telefon: 089/28701881.

Trachtenvogl

Auf den Tischen ist im Trachtenvogl genug Platz fürs Arbeitsmaterial. (Foto: Robert Haas)

Gemütliche Sessel und Sofas – und immer wieder größere Tische, die genug Platz fürs Arbeitsmaterial bieten: Der Trachtenvogl im Gärtnerplatzviertel eignet sich vor allem unter der Woche, wenn weniger los ist, gut zum Arbeiten. Früher war das Lokal vor allem als Bar beliebt, inzwischen trifft man sich dort zum Kaffeetrinken. Der Cappuccino ist auch wirklich gut – und dazu gibt es eine solide Frühstücksauswahl sowie den ganzen Tag über Sandwiches vom Grill. Gegen Mittag schreibt die nette Kellnerin die Tagesgerichte an die Tafel. Nachmittags kann man dann die heiße Schokolade in Geschmacksrichtungen von Orange-Zimt bis Chili probieren. Und die Arbeit macht sich fast von allein.

Trachtenvogl, Reichenbachstraße 47, 80469 München, Telefon: 089/2015160.

Bean Batter

Das Bean Batter wirbt mit Arbeitsplätzen mit Wlan. (Foto: Jan A. Staiger)

Anderswo fühlt man sich vielleicht fehl am Platz, wenn man seinen Laptop auspackt – im Bean Batter auf der Schwanthalerhöhe bestimmt nicht. Denn das Café wirbt sogar eigens mit seinen Arbeitsplätzen mit Wlan. An Wochenenden und an Feiertagen ist allerdings auch im Bean Batter Entspannung angesagt, dann soll dort nicht gearbeitet werden. Es gibt Frühstück, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Der Schwerpunkt liegt auf Waffeln: klassisch mit Puderzucker, aber auch als Falafel-Waffel oder süß mit Ananas.

Bean Batter, Schwanthalerstraße 123, 80339 München.

Café Henri

Das Team verrät gerne das Wlan-Passwort. (Foto: Stefanie Preuin)

Das Café Benko in der Maxvorstadt heißt seit Anfang 2024 Henri. Zwar haben Name und auch Betreiber gewechselt, doch es ist vieles beim Alten geblieben: Das Angebot, die Einrichtung – und auch das Team, das den Gästen gerne das Wlan-Passwort verrät. Durch die Nähe zur Technischen Universität war schon das Benko bei Studierenden beliebt, die die Bibliothek gelegentlich durch eine etwas gemütlichere Café-Atmosphäre tauschen wollten. Auch im Henri sind Laptops erlaubt. Das Arbeiten kann man sich hier mit einem Frühstück, einem der wechselnden Mittagsgerichte oder bei Kaffee und Kuchen noch etwas angenehmer machen.

Café Henri, Luisenstraße 41, 80333 München.

Lax Eatery

Typisch kalifornisch ist hier die Liebe zu Superfood. (Foto: Alessandra Schellnegger)

In der Lax Eatery lässt es sich so arbeiten, dass es sich wie Urlaub anfühlt. Lax, das ist die Abkürzung des Flughafens von Los Angeles, und die Lax Eatery in der Maxvorstadt ist ein kalifornisches Café. Typisch kalifornisch ist zum Beispiel die Liebe zu Superfood. Und dann wäre da noch die Nähe zu Mexiko, die sich in der kalifornischen Küche wiederfindet. In erster Linie gibt es in dem Eckcafé wunderbare Frühstücksvariationen, aber auch ein paar Mittagsgerichte. All das kommt meist in Bowls daher. Da ist es auch egal, wie wolkenverhangen ein Münchner Tag beginnt. Bloß am Wochenende wird es häufig so voll, dass die Kellner das Wlan-Passwort nur noch ungern herausrücken.

LAX Eatery, Neureutherstraße 1, 80799 München, Telefon: 0152/38525774. 

Loretta Bar

Eine Münchner Institution: die Loretta Bar. (Foto: Stephan Rumpf)

Die Loretta Bar ist längst eine Münchner Institution, die zwar eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit voll, aber nie unangenehm überfüllt ist. Wer beim Arbeiten absolute Ruhe braucht, dem sei die Bar im Glockenbachviertel deshalb nicht geraten. Alle anderen können es sich hier aber an einem der Holztischchen gemütlich machen und in den Denkpausen durch die großen Fenster das Treiben entlang der Müllerstraße beobachten. Zur Stärkung gibt es guten Kaffee, Frühstück wie French Toast oder Eierspeisen, einfache, meist mediterrane Gerichte und Kuchen – und zu späterer Stunde auch ganz köstliche Drinks. Für das Wlan-Passwort einfach an der Bar fragen.

Loretta Bar, Müllerstraße 50, 80469 München, Telefon: 089/23077370. 

Daddy Longlegs

Für die Bowls stehen die Menschen auch oft Schlange. (Foto: Stephan Rumpf)

Das Daddy Longlegs war nach eigenen Angaben das erste Café in München, das Açai-Bowls verkaufte. Mittlerweile stehen die Menschen vor dem Laden in der Maxvorstadt oft Schlange für eine der hübsch angerichteten Schüsseln. Vor dem ersten Löffel wird dann oft noch einmal das Handy gezückt, Instagram will schließlich auch gefüttert werden. Während der Woche, wenn weniger los ist, kann man aber auch ungestört arbeiten, nachdem die wichtigsten Grundbedürfnisse gestillt sind. Das Wlan-Passwort bekommt man auf Nachfrage am Tresen.

Daddy Longlegs, Barer Straße 42, 80799 München, Telefon: 089/80994361.

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