Reisetipps Brüssel

Szene Brüssel

Patricia Baars

Als Pressesprecherin für den europäischen Hochgeschwindigkeitszug Thalys ist sie viel in den europäischen Metropolen unterwegs. Doch Brüssel machte die gebürtige Niederländerin zu ihrer Wahlheimat. Warum? Weil man hier neue Trends erlebt, wenn sie entstehen. Am liebsten shoppt sie in den Boutiquen aufstrebender Designer im Dansaert-Viertel oder zieht durch die stylishen Locations der Hauptstadt.

Kontrast ist alles

Stylish in Schwarz-Weiß

Immer mehr Brüsseler Locations kommen im schwarz-weißen Gewand daher. Der belgische Designer Tasso ist für das stylishe Dekor des gleichnamigen Restaurants verantwortlich: Eine riesige schwarze Bar und schwarze Wände bilden den Gegensatz zu den mit weißem Leder verkleideten Säulen und den Tischdecken - genau das richtige Ambiente für Sushi, Vitello tonnato & Co. (Avenue du Port 86c | www.tassobxl.be)! Im Pasta Basta kontrastieren die schwarzen Lederbänke, Tischdecken und Lampenschirme mit weißen Servietten, Wänden und Kunstwerken. Zu chilligen Lounge-Sounds lässt man sich Pasta von der ständig wechselnden Karte schmecken, freitags und samstags legt ein DJ auf (Rue de la Grande Ile 34). The Progress ist ein Deluxe-Boutique-Hotel, minimalistisch designed in Weiß, Schwarz und Holz (Rue du Progrès 9 | www.progresshotel.be).

Hot Nightlife

Erfolgsrezept Partyreihen

Keine Macht dem Stillstand: Brüssels Nachtleben brodelt, und die Szene lässt sich immer neue Events einfallen. Die lässige Art-déco-Bar L'Archiduc auf der hippen Rue Antoine Dansaert ist genau richtig für Martini-Lovers und bekannt für ihre Jazzsessions und Happenings wie Jazz After Shopping an Samstagen (Rue Antoine Dansaert 6 | www.archiduc.net). Jeden 1. Samstag im Monat steigen die Soirées Bulex in wechselnden Locations. Dabei trifft Party auf Kunst, denn im Fokus stehen neben der Musik auch Projektionen und Ausstellungen (www.bulexasbl.be | Tel. 025342392). Richtig heiß geht es samstags im Mirano zu: Unter dem Motto Dirty Dancing tanzt man zu heißen Elektro-House-Beats (www.dirtydancing.be).

Shop till you drop

Schrill und schräg

Das Saint-Jacques-Viertel und die Rue Dansaert avancieren zum Hotspot für alle Shopping-Fans. Hier finden sich die außergewöhnlichsten und schrägsten Stores. Die Top-Adressen: Bernard Gavilans extravaganter Szeneladen verkauft schrille Klamotten und Homedesign. Cool: Die Vorhänge der Umkleidekabinen sind aus Jeanshosen genäht (Rue des Pierres 27 | www.bernardgavilan.com). Bei Idiz Bogam hängt Edel-Vintage von Dior, Yves Saint Laurent & Co. zwischen bunten Wänden (Rue Antoine Dansaert 76), Chanel- oder Courèges-Kreationen aus vergangenen Tagen shoppt man im Roman & Valy (Rue des Teinturiers 19). Ebenfalls hot: Retrosachen bei Sussies (Rue du Lombard 74 | www.sussies.eu).

Cool Art

Ausgeflippt und kreativ

Ausgefallene Kunstprojekte sind in. Das Plasticarium feiert die bunten Dinge. Die schrille Privatsammlung von Philippe Decelle ist eine Utopie in Plastik und voller Sammler- und Designerstücke aus Kunststoff: Möbel, Elektrogeräte, Kunstwerke usw. in allen erdenklichen Farben feiern die Pop Culture (Rue de Locquenghien 35 | Tel. 023449821). Die Gallery Gabrichidze ist Ausstellungsraum und Plattform für Kommunikation und Diskussion zugleich: Kontroverse Ideen und Meinungen werden hier durch Kunst ausgedrückt. Auch Open Mike Nights und Public-Art-Projekte wie Wandgemälde sind Aushängeschilder der Galerie (Rue Pletinckx 56 | www.gallery-gabrichidze.com).

Junge Talente

Die Nachwuchsdesigner kommen

Eine neue Generation von Designern bringt frischen Wind in die Szene. Zu den jungen Stars am Modehimmel gehört Louise Assomo, die superschicke, aber tragbare Fashion für die moderne Frau kreiert (Rue des Chartreux 64 | www.louiseassomo.com). Das Designerteam Aude De Wolf und Vanessa Vukicevic von Shampoo & Conditioner steht für Killer-Dresses mit Stilettos (Rue des Chartreux 18). Ihr cooler Store in Schwarz-Pink ist gleichzeitig ihr Workshop. Mademoiselle Jean lässt sich bei ihren modernen Kreationen von alten Fotos inspirieren. Verspielte Details wie zarte Schleifen und Bändchen sind ein wichtiger Bestandteil ihrer romantisch-ausgefallenen Stücke (Rue Antoine Dansaert 100 | www.mademoisellejean.com). Seit 2006 veranstaltet Design September einen Monat der offenen Tür mit Open Studio Events und Ausstellungen (www.designseptember.be). Shopping-Tipp: Ausgefallene Homedeko, Accessoires, Musik und coole Gadgets von jungen und unabhängigen Designern gibt's bei GimmiK (Chaussée d'Ixelles 12).

Trendsport Frisbee Golf

Fun für Luftakrobaten

Frisbee Golf ist der neue Trendsport aus Kalifornien: Gespielt wird auf einem Parcours mit 9 bis 18 Metallkörben anstelle von Löchern. Ziel ist, die Frisbee-Scheibe mit so wenig Würfen wie möglich in die Metallkörbe zu befördern. Spaß pur! Hier geht es rund: im Parc Bourdon im nahen Braine-l'Alleud (Eingang Rue Légère Eau). Infos bei www.altern-actif.com und www.pdga-europe.com.

Antoine Pinto all over

Ein Innenarchitekt für Brüssel

Einst Koch, heute Interiordesigner: Antoine Pinto hat in Brüssel seine Spuren hinterlassen (www.pintoandco.be). Der Sohn portugiesischer Eltern kam mit 17 nach Belgien und hat es zum Stararchitekt geschafft. Seine Spezialität: individuelle und stylishe Konzepte für Hotels, Restaurants und Cafés. Zu seinen Werken gehört Brüssels Celeb-Hotspot La Quincaillerie (Rue du Page 45 | www.quincaillerie.be) und Mundo Pain, eine Bäckerei und Teesalon mit schwarzen Marmortischen und stilisierten weißen Statuen, die in die blauen Wände eingesetzt sind (Rue Jean Stas 20 | www.mundopain.be). Das Museum Café ist futuristisch, originell und elegant: Die eigens kreierten Polsterstühle in den Farben Petrolblau, Aubergine und Orange stehen im Gegensatz zum weißen Fußboden und den UFO-Lichtinstallationen an der Decke (Rue de la Regence 3 | www.museumfood.be).

Kunstgenuss

Geschmacklich ganz oben

Avantgarde Cuisine erobert die Stadt. Die Gerichte sind so stylish angerichtet, dass sie zum Aufessen fast zu schade sind! Küchenchef Thomas Grignard serviert im La Librairie ästhetische Kreationen zwischen Bücherregalen. Toll: Genauso innovativ und kreativ wie die Speisen ist die Location, die sich mitten in einem Bookshop befindet (Rue des Tanneurs 60 | www.hallesdestanneurs.be). Auch im Art-déco-Ambiente des Le Variétés (Place Sainte Croix 4 | www.levarietes.be) und im Lola wird mit Food und Style experimentiert (Place du Grand Sablon 33 | www.restolola.be).