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Reiseführer Österreich:Special

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Karl der Große gilt als Erfinder der Buschenschank

Wo Wein angebaut wird, gibt es eine Buschenschank-, Straußen- oder Heurigenwirtschaft. Das Privileg der Winzer, selbst Wein auszuschenken, geht auf Karl den Großen zurück. Der beim Eingangstor angebrachte Buschen oder Strauß aus grünen Zweigen bedeutet, dass der Heurige geöffnet hat, was bei manchen Winzern oft nur ein paar Wochen im Jahr der Fall ist. Heurige in Stadtnähe wie in Grinzing oder Nussdorf sind ganzjährig geöffnet und bieten auch warme Gerichte an. Im Mittelpunkt eines Heurigenbesuchs stehen neben dem Wein mehr die Unterhaltung und das gesellschaftliche Miteinander als das Essen, das man sich selbst am Büfett holt, während der Wein serviert wird. An einem schönen Tag in einer Buschenschank zu sitzen und nicht ans Heute zu denken, sondern vom Gestern zu schwelgen und von einem glücklichen Morgen zu träumen, ist des Wieners größtes Glück.

Die Kugel rollt

Bei der Mozartkugel kommt es auf die Hülle an

Der Name bringt das Geschäft, weniger der Inhalt, denn es gibt Patisseriekreationen von größerer Raffinesse als den mit Nougat überzogenen Kern aus Pistazienmarzipan. Es geht um die Mozartkugel, die 1890 vom Konditormeister Paul Fürst erfunden und ursprünglich Mozart-Bonbon genannt wurde. Nachdem er sie 1905 auf der Pariser Gewerbeausstellung präsentiert hatte, fand er bald Nachahmer wie den Salzburger Konditormeister Schatz, der ihr den heutigen Namen gab. Nach juristischen Auseinandersetzungen um die Urheberschaft wurde festgelegt, dass Fürst der alleinige Anspruch zustehe, „echte Salzburger Mozartkugeln“ anzubieten. Das Erkennungszeichen der handgemachten Kugeln ist die Verpackung in silbernem Stanniol mit blauem Aufdruck.

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Aufgewachsen in Wien und Niederösterreich, zog es die Autorin zunächst in die Fremde, die sie als langjährige Reisejournalistin ausgiebig erkundete. Dabei stellte sie jedoch nach und nach fest, wie schön doch ihre eigene Heimat ist, der sie sich nun seit einigen Jahren widmet. Sie kennt die versteckten Winkel des Landes und weiß auch bestens darüber Bescheid, was man als Reisender an Informationen braucht.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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