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Reiseführer Frankreich:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Frankreichreise

MARCO POLO Koautorin Andrea Reidt

Anreise

Aus Deutschland führen die Autobahnen A 1 (Aachen-Liège-Paris) und A 4 (Saarbrücken-Metz-Reims-Paris) nach Frankreich. In den Süden führen die Autobahnen A 10/20 und die A 6, die Route du Soleil . Auf Autobahnen gilt eine Maut (Péage) auch für PKWs. Die knapp 686 km lange Strecke Mulhouse-Montpellier kostet zum Beispiel rund 52 Euro. Die gute Nachricht: Es gibt mehr mautfreie Autobahnabschnitte, als man vermutet (péage kalkulieren unter www.autoroutes.fr ). Die meisten liegen in Randzonen, außerdem alle Autobahnen in den dicht befahrenen Ballungsräumen. Größte mautfreie Inlandstrecken auf dem Weg nach Süden sind die A 75 Clermont-Ferrand nach Montpellier (332 km) und Béziers (343 km), bis auf die kostenpflichtige Überquerung des Viadukts von Millau, und die A 20 auf der Strecke Vierzon (südlich von Orléans) bis Brive-la-Gaillarde (273 km).

Die meisten großen Städte sind an das Bahnnetz angeschlossen, das von Paris sternförmig das Land überzieht. Von Paris dauert eine Reise mit dem TGV bis Marseille drei Stunden. Buchungen innerhalb Frankreichs können über die Website www.voyages-sncf.com vorgenommen werden. Eine Fahrt von Frankfurt nach Paris dauert 3 Std. 50 Min. ( www.tgv-europe.de ). TGV-Tickets bekommt man nur mit Sitzreservierung, bis alle Plätze verkauft sind.

Die Hauptstadt Paris besitzt zwei große Flughäfen: Orly, 11 km im Süden, und Charles-de-Gaulle (CDG), auch Roissy genannt, 23 km im Norden der Stadt. Roissy ist der zweitgrößte Flughafen Europas mit drei Terminals. Von beiden Pariser Flughäfen fahren Busse (Roissybus, Orlybus) und eine S-Bahn, die RER (Linie B 3 für CDG und B 4 für Orly), in die Innenstadt. Weitere Regionalflughäfen sind Bordeaux, Lille, Lyon, Marseille, Montpellier, Mulhouse, Nantes, Nizza, Straßburg und Toulouse.

Auskunft

Atout France – Französische Zentrale für Tourismus

Das offizielle Fremdenverkehrsamt Frankreichs im Ausland ( de.rendezvousenfrance.com ). In Deutschland 100128 60001 info.de@rendezvousenfrance.com . In Österreich 01 5032892 info.at@rendezvousenfrance.com . In der Schweiz 0442174600 info.ch@atout-france.fr . Vor Ort erhält man in den lokalen Fremdenverkehrsämtern gute Informationen.

Auto

In Frankreich werden strenge Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Die Radarstellen sind fest entlang der Autobahn installiert, seltener sieht man mobile Einsatzkräfte. In Ortschaften gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, auf Landstraßen 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen 130 km/h (bei Regen 110 km/h). Bei Autopannen sollte man seinen deutschen Pannenservice anrufen, der in der Regel französische Vertragspartner hat. Bei Unfällen ist die Polizei zu informieren, via Autobahnrufsäulen oder mit Rufnummer 17. Die Ambulanz ist unter der Rufnummer 15, die Feuerwehr unter 18 zu erreichen.

Banken

Die Banken haben in Frankreich in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. In kleineren Orten können sie über Mittag geschlossen sein. Die einfachste Bargeldbeschaffung erfolgt über die zahlreichen Automaten, die Kredit- und EC-Karten akzeptieren. Dabei fallen gewöhnlich Gebühren in Höhe von 1 Prozent des Auszahlungsbetrags an, jedoch mindestens 3 Euro. Kreditkarten werden in Frankreich fast überall akzeptiert, jedoch kann man in privaten Gästehäusern, sogenannten Chambres d'Hôtes, oft nur bar zahlen.

Camping

11 000 Campingplätze gibt es in Frankreich. Sie sind ähnlich wie die Hotels in vier Sternekategorien eingeteilt. Eine Reservierung in den Ferienmonaten ist empfehlenswert ( www.campingfrance.com ).

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Avenue Franklin D. Roosevelt 13–15 75008 0153834500 www.paris.diplo.de

Österreichische Botschaft

Rue Fabert 6 75007 0140633063 www.amb-autriche.fr

Schweizer Botschaft

rue de Grenelle 142 75007 01 49556700 www.eda.admin.ch/paris

Fluggesellschaften

Neben den beiden großen Fluggesellschaften Airfrance und Lufthansa bieten inzwischen auch viele Billigflieger Direktflüge nach Frankreich an. Hier eine Auswahl:

Germanwings: Von zahlreichen deutschen Städten nach Nizza und Marseille ( www.germanwings.com )

Tuifly: von Hannover und Stuttgart nach Paris ( www.tuifly.com )

Airberlin: von zahlreichen deutschen und österreichischen Städten, z. B. Wien, Berlin und Nürnberg nach Paris und Nizza ( www.airberlin.com )

Gesundheit

Bei der Krankenkasse kann vor der Reise kostenlos eine europäische Krankenversicherungskarte beantragt werden. Jedoch werden über die Karte ausschließlich Notfälle zu 100 Prozent versichert. Meist müssen Sie trotzdem direkt nach der Behandlung die Arztgebühren bezahlen und sie anschließend bei Ihrer Krankenversicherung einreichen, die später dann nach den entsprechenden Sätzen die Behandlung abrechnet und die jeweiligen Beträge an Sie zurückerstattet.

Internet

Im Internet findet man zahlreiche Informationen über Frankreich. Hier ein paar der besten und wichtigsten Adressen. Allgemeine Infos über das Land gibt die Website der französischen Botschaft in Berlin: www.botschaft-frankreich.de . Infos über die deutsch-französische Zusammenarbeit mit aktuellen Kulturterminen finden Sie unter www.france-allemagne.fr . Infos und Wissenswertes über Reisen vermitteln die Websites www.frankreich-experte.de und www.frankreichkontakte.de sowie www.frankreich-trip.com . Details der französischen Geschichte vermittelt www.histoire-pour-tous.fr . Praktische Tipps hält www.parisnetguide.com parat. Aktuelle Wetterinformationen erhält man unter www.wetteronline.de und www.meteo.fr . Eine Liste der französischen Touristenbüros finden Sie bei www.tourisme.fr . Fast 70 Prozent der französischen Kommunen sind mit eigenen Websites online präsent, oft mit zwei: einer Bürger-Website (Stichwort mairie) und einer touristischen.

Internetcafés & Wlan

In den meisten Hotels kommt man über kostenloses WIFI (französisch für WLAN) ins Netz. In größeren französischen Städten sind Webcafés unter gemeinsamem Label zu finden, manche sind rund um die Uhr geöffnet wie Milk Club 7-mal in Paris, 1-mal in Lyon www.milkclub.com oder XS Arena Paris Rue de la Harpe www.xsarena.com mit 100 PC-Plätzen. Adressen von Internetcafés im ganzen Land veröffentlicht www.cybercafe.fr .

Klima & Reisezeit

Frankreich erfreut sich an einem gemäßigten Wetter. Als Wettergrenze wird die Loire angesehen. Während an der Atlantikküste im Westen eher ein mildes Klima herrscht, nähert sich gen Osten das Wetter dem Kontinentalklima an. Der Norden ist relativ feucht, der Süden besticht durch lange Sonnenperioden. Beste Reisezeit ist im späten Frühjahr und Sommer. Bereits ab Mitte September setzen in ganz Frankreich erste Herbstschauer ein, die in manchen Jahren bis Mitte November anhalten. In den Wintersportgebieten Vogesen, Jura, Zentralmassiv, Pyrenäen und Alpen ermöglichen gute Schneeverhältnisse in hohen Lagen Skifahren bis in die Monate März und April.

Mietwagen

Alle gängigen Autovermieter sind in Frankreich vertreten. Sehr günstige Preise innerhalb des Landes bietet der Internetservice www.autoescape.com an, der selbst keine Autos vermietet, sondern mit den großen Anbietern Sonderkonditionen aushandelt. Achten Sie auch auf lokale Anbieter, deren Preise manchmal die Konkurrenz ausstechen.

Notruf

Seit 2004 gilt in allen europäischen Ländern die gleiche Notrufnummer 112 . Sie funktioniert vom Festnetz wie vom Handy aus. Die alten Nummern blieben in Frankreich erhalten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das öffentliche Verkehrsnetz ist in Frankreich sehr gut ausgebaut: Neben den TGVs für die Langstrecken versorgen Thalys und Regionalzüge (Transilien) das Land. Selbst in kleineren Orten gibt es in der Regel ein gut ausgebautes Busnetz. In vielen größeren Städten wie Straßburg, Montpellier oder Bordeaux gibt es Trambahnen, die Großstädte Paris, Lyon und Marseille haben Metros.

Post

Briefe (bis 20 g) und Postkarten in Länder der Europäischen Union und in die Schweiz kosten 0,75 Euro.

Strom

Die Netzspannung beträgt 230 Volt. Bei Flach- und Eurosteckern braucht man keinen Adapter, bei alten Schukosteckern schon.

Telefon & Handy

Öffentliche Telefonzellen funktionieren mit einer Telefonkarte, die in Tabakläden, bei der Post, am Kiosk und an Tankstellen erhältlich ist. Für Auslandsgespräche aus Frankreich nach Deutschland wählt man die Länderkennzahl 0049, für Österreich die 0043 und für die Schweiz 0041 vor und dann die Ortsvorwahl ohne die erste 0. Für Gespräche nach Frankreich wählt man die Länderkennzahl 0033 vor, dann die Rufnummer ohne die einleitende 0. Innerhalb Frankreichs muss die komplette zehnstellige Nummer gewählt werden.

Es gibt in Frankreich drei große Mobilfunkanbieter (Orange, SFR, Bouygues), die Roamingabkommen mit deutschen Anbietern haben. Roaming bleibt teuer, trotz gesetzlicher Vorschriften und europäischer Abkommen diverser Telefongesellschaften. Mit einer Prepaidkarte kommt man billiger weg, weil die Gebühren für weitergeleitete eingehende Anrufe entfallen. Die Mobilbox sollte man selten abhören. Wenn Sie das deutsche Handy eines Urlaubsbegleiters anwählen, müssen Sie trotzdem die deutsche Vorwahl eingeben. Smartphone-Nutzer sollten ihren automatischen Datenabgleich ausstellen, andernfalls können im Hintergrund hohe Internetgebühren entstehen, ohne dass man es mitbekommt.

Trinkgeld

Das Trinkgeld ist in Frankreich in der Rechnung enthalten. Man lässt jedoch beim Verlassen eines Restaurants oder einer Bar meist einige Münzen auf dem Tisch liegen. War der Service besonders gut, kann man zusätzlich zwischen 5 und 10 Prozent Trinkgeld geben. Selbst in sehr guten Restaurants und bei Kreditkartenzahlung lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch liegen. Im Hotel erwartet das Zimmermädchen ein Trinkgeld, in teureren Häusern auch der Portier.

Unterkunft

In Frankreich gibt es rund 20 000 Hotels, die in vier Kategorien eingeteilt sind. Die Preise beziehen sich in der Regel auf das Zimmer, nicht die Anzahl der Gäste. Die Erwartungen beim Frühstück sollte man runterschrauben: Ein Hotelfrühstück besteht meist nur aus einem Croissant, Orangensaft und Heißgetränk. Das französische Äquivalent der englischen Bed & Breakfasts sind die Chambres d'Hôtes, die teilweise recht luxuriös ausgestattet sind und dementsprechend teuer sein können. Da es sich bei diesen Gästehäusern um Privatunterkünfte handelt, gibt es keine Sterneklassifizierung. Günstige Hotels finden Sie unter der Kennzeichnung Logis de France ( www.logis-de-france.fr ) und günstige einfache Privatunterkünfte unter dem Label Gites de France ( www.gites-de-france.fr ). Während der französischen Ferienmonate Juli und August empfiehlt sich eine Reservierung. Insbesondere Mitte August sind gerade im Süden der Republik kaum noch Zimmer frei.

Zoll

Innerhalb der Europäischen Union gibt es für Privatpersonen keine Zollgrenzen mehr. Waren für den persönlichen Gebrauch genießen hohe Freigrenzen (zum Beispiel 800 Zigaretten, 10 l Spiritouosen und 90 l Wein können zollfrei ein- und ausgeführt werden). Beschränkungen bestehen hinsichtlich Pflanzen und Tieren sowie deren Verarbeitungsprodukten. Für Schweizer Staatsbürger gelten niedrigere Freigrenzen: 200 Zigaretten und 4 l Wein.

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Die Wiesbadener Journalistin Andrea Reidt besuchte als Kind fünf Jahre eine Schule in Nordfrankreich. Studium, Ausbildung und Beruf führten sie nach Paris, in die Auvergne, Normandie, ins Burgund und Languedoc. Familie, Freunde und Frankophilie regen sie oft an, neue französische Regionen zu erkunden und ihre Lieblingsorte von Lille bis Toulouse aufzusuchen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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