Gegen Frankfurt spielen die Bayern lange mäßig. Doch dank des zu alter Stärke zurückfindenden Franzosen schaffen sie ein 2:1 - den vierten Sieg in Serie.

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Wieder auf dem Weg zur alten Form: Bayerns französischer Antreiber Franck Ribéry. Foto: Getty

Sie hatten zuletzt schon artig die Sprachregelung des Managers übernommen, aber was blieb ihnen denn auch anders übrig: Sie sind doch die Bayern. Drei Siege in Serie hatten die Münchner geschafft, sie scherten sich nicht mehr um die erstaunlich zahlreichen Gegentore. Stattdessen schauten sie fröhlich auf die Tabelle, in welcher sie mit neun Punkten am Stück rasch vorangekommen waren.

Die Herbstmeisterschaft rief deshalb Manager Uli Hoeneß unlängst als Ziel aus, und Trainer Jürgen Klinsmann und seine Spieler rezitierten nach dem jüngsten 4:2 über Wolfsburg gelehrig: Ja, klar, die Herbstmeisterschaft soll es im Dezember schon sein. Wenn sie vor Weihnachten bald tatsächlich als Erster in die Winterferien gehen sollten, referiert Klinsmann also vielleicht mal nicht nur über Projekte oder Balltempi, sondern über das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Mittwochabend nahmen die Bayern jedenfalls auch die nächste Hürde in Frankfurt, trotz einer keineswegs herbstmeisterlichen Leistung gewann der Meister 2:1 (0:0) bei der arg ersatzgeschwächten Eintracht. Die Spitze ist bereits in Sicht.

Zé Roberto wieder links hinten

Klinsmann hatte seine Startelf diesmal optimiert, Lell saß nur auf der Bank. Lahms Ersatz blieb draußen, für ihn wurde erneut Zé Roberto auf die Position des Linksverteidigers zurückgezogen, während (der äußerst wechselhafte) Oddo gegenüber auf rechts spielte; die frei gewordene Planstelle im Zentrum neben van Bommel erhielt Borowski zugesprochen, eine Belohnung für seine Tore (vier bisher), die er als Ergänzungsspieler beitrug.

Borowski war allerdings in seinem erst zweiten Einsatz von Beginn an zumeist darauf bedacht, seinen Offensivdrang zu zügeln. Dafür sind ja gewöhnlich andere zuständig, Podolski etwa, der sich in Abwesenheit des maladen Sturmführers Toni nur zu gerne emanzipieren würde mit ein paar Treffern - und erneut eher blass blieb.

Nach fünf Minuten bot sich Podolski schon die erste Gelegenheit, doch die flüchtige Direktabnahme mit der Stiefelspitze parierte Nikolov sicher. Kurz darauf tauchte Schweinsteiger an nahezu identischer Stelle - rechts im Frankfurter Strafraum, wo Ochs nachlässig observierte - auf, aber dessen Versuch verfehlte das Ziel um anderthalb Meter (7.). Schweinsteiger raufte sich das erste Mal den Schopf, doch sein Ärger steigerte sich eine Viertelstunde später erheblich. Denn am Ende einer äußerst hübschen Kombination über den unverdrossen angriffslustigen Abwehrmann Zé Roberto, Podolski und den finalen Ideengeber Ribéry tauchte der Nationalspieler plötzlich frei vor Nikolov auf - abermals reagierte der Eintracht-Routinier prächtig und verhinderte den Rückstand (21.).

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