Reisetipps Paris

Sehenswertes Paris Très Intéressant - das sollten Sie sehen!

Superlative und kleine Entdeckungen: Paris hat viel mehr zu bieten als Eiffelturm und Notre-Dame

Ob Sie vor allem die großen Sehenswürdigkeiten besuchen wollen, Ausschau nach den schönsten Plätzen und den teuersten Läden halten oder ob Sie in verwinkelten Gassen Alt-Pariser Charme suchen - was Sie aus Ihrem Paris-Aufenthalt machen, hängt ganz von Ihnen ab.

Um Ihnen einen besseren Überblick zu gewähren, wurden im Folgenden die 20 Arrondissements, aus denen Paris besteht, in fünf Gebiete eingeteilt. Suchen Sie sich erst mal das für Sie sympathischste aus. Eine gute Mischung aus Museumsbesuchen und Aktivitäten im Freien ist wohl der beste Kompromiss.

Langweilig dürfte es Ihnen in Paris jedenfalls kaum werden. Um die Stadterkundung nicht zur Stresstour werden zu lassen, sollten Sie zwischendurch unbedingt einen der prachtvollen Parks aufsuchen oder sich in einem der zahlreichen Cafés entspannen. Auf diese Weise können Sie das Pariser Lebensgefühl erst richtig erfassen. Außerdem sind oft auch die vorbeiflanierenden Passanten durchaus "sehenswert". Und noch ein Tipp für Laufmüde: Mit der Buslinie 73 können Sie von La Défense über den Arc de Triomphe, die Champs-Elysées, den Place de la Concorde bis zum Musée d'Orsay eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten bequem und günstig an sich vorbeiziehen lassen.

Paris ist eine Stadt der Museen, insgesamt ganze 160 soll es davon geben. Doch auch innerhalb größerer Museen sollten sie eine überlegte Auswahl treffen. Wer vor den teilweise sehr umfangreichen Sammlungen kapituliert - allein im Louvre müssten Sie 17 km zurücklegen, um alles zu sehen -, kann sich zum Beispiel einen der vielen kleinen Stadtpaläste aussuchen, die oft wahre Schmuckkästchen sind. Beachten müssen Sie, dass die meisten städtischen Museen montags und die meisten staatlichen Museen dienstags geschlossen sind.

Mit dem "Paris Museum Pass" können Sie 60 Museen und Sehenswürdigkeiten inklusive Versailles besichtigen (2 Tage: 30 Euro, 4 Tage: 45 Euro, 6 Tage: 60 Euro). Erhältlich (auch online) beim Office du Tourisme, in den Fnac-Filialen sowie an wichtigen Métrostationen. Übrigens: Viele Museen gewähren an jedem 1. Sonntag im Monat freien Eintritt. Für Schüler, Studenten und Senioren gibt es darüber hinaus fast überall Ermäßigungen. www.parismuseumpass.fr | www.fnac.com

Eiffelturm/Tour Eiffel

Ohne den Eiffelturm wäre Paris nicht Paris. Das 300 m hohe Wahrzeichen war lange das höchste Bauwerk der Welt. Von Gustave Eiffel anlässlich der 100-Jahr-Feier zur französischen Revolution und der Weltausstellung 1889 errichtet, war das Stahlgebilde zunächst heftig umstritten. Eigentlich sollte der Turm nur 20 Jahre stehen. Wegen seiner Bedeutung als Wetterstation sowie später für die Flugsicherung und als Funk- und Fernsehstation blieb er schließlich stehen.

Von der ersten Plattform in 115 m Höhe bietet sich Ihnen eine eindrucksvolle Panoramasicht über Paris, von der obersten Ebene in 274 m Höhe reicht der Blick an klaren Tagen bis weit in das Pariser Becken. Vom Palais de Chaillot (M 6, 9: Trocadéro) haben Sie den besten Blick auf den Eiffelturm selbst. Tgl. 9.30-23 Uhr, 19. Juni-29. Aug. 9-24 Uhr, Treppe bis 18.30 bzw. 24 Uhr | Aufzug/Treppe: 1. Etage 4,20/3 Euro | 2. Etage 7,70/4,20 Euro | 3. Etage 11/6 Euro | Champ de Mars (7. Arr.) | M 6: Bir Hakeim | www.tour-eiffel.fr

Invalides

Das Hôtel des Invalides ist nach Versailles der zweite gigantische Baukomplex, der unter Ludwig XIV. errichtet wurde. Der "Sonnenkönig" ließ ihn für die Versehrten unter seinen Kriegsveteranen bauen. Damit die ehemaligen Soldaten nicht zum Betteln oder Stehlen gezwungen waren, wurden bis zu 3000 Invaliden bei strenger Zucht und guter Versorgung in eigens eingerichteten Werkstätten beschäftigt. Neben der Soldatenkirche bildet der barocke Dôme des Invalides mit seiner goldglänzenden Kuppel den Höhepunkt der Anlage. Unter der Kuppel thront das Grabmal Napoleons. Das daran angegliederte Armeemuseum ist eins der größten dieser Art weltweit und dient dem Ruhm der französischen Armee. Tgl. April-Sept. 9-19 Uhr, Okt.-März 10-17 Uhr, im Winter 1. Mo im Monat geschl. | 10 Euro | Esplanade des Invalides (7. Arr.) | M 8: LaTour-Maubourg | M13: Varenne | www.invalides.org

Musée D'art Moderne (de La Ville de Paris)

Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten wurde das Museum Anfang 2006 wieder eröffnet. Unter den Exponaten moderner Kunst (Fernand Léger, Robert Delaunay, Pablo Picasso, Georges Braque, Amedeo Modigliani) können Sie hier unter anderem Raoul Dufy's "Fée Electricité" (das größte Gemälde der Welt) und "La Danse" von Henri Matisse bewundern. Großartiger Blick von der Terrasse des Museumsrestaurants (die Salate sind besonders zu empfehlen) über die Seine zum nahe gelegenen Eiffelturm. Di-So 10-18 Uhr, Mi bis 22 Uhr | Eintritt frei (Wechselausstellungen 5 Euro) | 11, av. du Président Wilson (16. Arr.) | M 9: Iéna | www.mam.paris.fr

Musée Guimet (Musée National des Arts Asiatiques)

Als eine außerordentlich umfangreiche Sammlung asiatischer Kunst führt das Museum zu einem intensiveren Verständnis des fernen Ostens und seiner Religionen. Ausgesuchte Kunstobjekte aus Indien, China, Japan, Indonesien, Afghanistan und Tibet werden hier gezeigt. Mi-Mo 10-18 Uhr | Eintritt 8,50 Euro | 6, pl. d'Iéna (16. Arr.) | M 9: Iéna | www.museeguimet.fr

Musée Maillol

Dina Vierny hat als Gründerin des Museums und als ehemaliges Modell des wegweisenden Künstlers Aristide Maillol (1861-1944) dessen Werk sehr geschmackvoll zusammengestellt. 18 Frauenskulpturen von Maillol stehen übrigens im Jardin des Tuileries. Mi-Mo 11-18 Uhr | Eintritt 8 Euro | 59-61, rue de Grenelle (7. Arr.) | M 12: Rue du Bac | www.museemaillol.com

Musée Quai Branly

Das von dem bekannten Architekten Jean Nouvel entworfene Museum am Fuß des Eiffelturms bietet einen umfangreichen Überblick über alle außereuropäischen Kulturkreise der Welt. Die Ausstellungsstücke werden sehr ansprechend präsentiert. Über hundert Video- und Multimedia-Installationen helfen wissensdurstigen Besuchern. Ständig werden auch Sonderveranstaltungen in den Bereichen Theater, Tanz und Musik geboten. Di-So 10-18.30 Uhr, Do bis 21.30 Uhr | Eintritt 8,50 Euro | 222, rue de l'Université (7. Arr.) | M 9: Iéna | RER C: Pont del'Alma | www.quaibranly.fr

Musée Rodin

Kein Geringerer als der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke, der zeitweise bei ihm als Privatsekretär arbeitete, hat Auguste Rodin dazu bewegt, sich in diesem prächtigen Palais niederzulassen. Neben bekannten Werken wie "Der Kuss" oder "Die Kathedrale" sind hier auch einige Schöpfungen seiner begabten Schülerin und Geliebten Camille Claudel zu sehen. Der dazugehörige Skulpturenpark mit einem Café verschafft Erholung inmitten von Kunst. Di-So April-Sept. 9.30-17.45 Uhr, Park bis 18.45 Uhr, Okt.-März 9.30-16.45 Uhr, Park bis 17 Uhr | Eintritt 6 Euro (Park 1 Euro) | 77, rue de Varenne (7. Arr.) | M 13 : Varenne | www.musee-rodin.fr

Palais de Tokyo

Kein Museum im klassischen Sinn. In den für die Weltausstellung von 1937 errichteten Hallen unweit des Eiffelturms präsentieren zeitgenössische Künstler in Wechselausstellungen ihre teilweise provozierenden und teilweise riesigen Installationen. Das Café Tokyo Idem, das eher an eine einfache Kantine erinnert, gilt unter jungen Parisern als ultra-trendy. Di-So 12-24 Uhr | Eintritt 6 Euro | 13, av. du Président Wilson (16. Arr.) | M 9: Iéna | www.palaisdetokyo.com

Arc de Triomphe

Auf der eindrucksvollen Sichtachse zwischen dem kleinen Bogen am Louvre und dem großen Bogen von La Défense erhebt sich das 50 m hohe Wahrzeichen, das Jean François Chalgrin nach antikem Vorbild gestaltete. Nachdem Napoleon den Bau 1806 zu Ehren seiner "Großen Armee" und seines Siegs in der Schlacht von Austerlitz in Auftrag gegeben hatte, sollte es bis zu dessen Fertigstellung noch 30 Jahre dauern. Unter dem Bogen, der mit bedeutenden Reliefs wie "La Marseillaise" versehen ist, befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten, das Ausgangspunkt für die Militärparaden am 14. Juli ist. Eine unterirdische Passage nahe der Métrostation am Place Charles de Gaulle-Etoile führt vorbei an einem kleinen Museum zur Geschichte des Triumphbogens und zum Zugang zur Aussichtsplattform. Den Blick von dort oben sollten Sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen: Er ist phänomenal, zumal an diesem Platz nicht weniger als ein Dutzend Avenuen sternenförmig zusammenlaufen. Tgl. April-Sept. 10-23 Uhr, Okt.-März 10-22.30 Uhr | 8 Euro | M 1, 2, 6/RER A: Charles de Gaulle-Etoile

Avenue des Champs-Elysées

Die angeblich schönste Straße der Welt wird von den meisten Parisern nicht besonders geschätzt. Zwischen Triumphbogen und Place de la Concorde bewegen sich deshalb vor allem Touristen. Vor den großen Erstaufführungskinos stehen abends, besonders an den Wochenenden, aber auch die Einheimischen Schlange. Während der obere Teil der Avenue vielfach von Imbissketten und dem Kommerz in Beschlag genommen wurde, lässt sich weiter unten noch eher die Pracht der Belle Epoque nachvollziehen.

Ein kleiner Schlenker in die Avenue de Marigny führt Besucher übrigens direkt vor den Elysée-Palast, den gut bewachten Sitz des Staatspräsidenten. Bekannte Adressen an der 2 km langen Prachtstraße sind die elegante Parfümerie Guérlain (Nr. 68), das berühmte Tanztheater Lido (Nr. 116), der CD- und Bücherladen Virgin Megastore (Nr. 52-60) sowie die exklusive Boutique von Louis Vuitton (Nr. 101). (8. Arr.) | M 1: George V | M 1, 9: Franklin D. Roosevelt | M 1,13: Champs-Elysées-Clemenceau

Avenue Montaigne

Die Luxusmeile der Stadt, eine Seitenstraße der Champs-Elysées. Hier sind fast alle namhaften Modeschöpfer (Versace, Ricci, Dior, Lacroix), Juweliere, Parfümerie- und Lederwarengeschäfte vertreten. Manche Kundinnen lassen sich von ihren Chauffeuren vor die Eingangstüren bringen, wo sie von Portiers in weißen Handschuhen begrüßt werden. Wer will und wer es sich leisten kann, kann natürlich auch gleich im traditionsreichen Luxushotel Plaza Athenée (Nr. 25) absteigen. Auch das Théatre des Champs-Elysées mit seiner schönen, von Antoine Bourdelle entworfenen Fassade befindet sich hier. (8. Arr.) | M 1, 9: Franklin D. Roosevelt

Carrousel Du Louvre

Die Passage entstand erst 1990. Sie ist gewissermaßen Teil des Louvre und mit ihren Öffnungszeiten angepasst an das Museum. In den großzügigen, hellen Gängen unter der Glaspyramide und dem Louvre gibt es edle Geschäfte, um Reisemitbringsel zu kaufen, aber auch Restaurants und Cafés. Die Boutique des Musées Nationaux offeriert Reproduktionen von Kunstwerken aus verschiedenen französischen Museen, außerdem finden Sie ausgesuchte Karten und Bücher. Für das leibliche Wohl der Flaneure sorgt ein Schnellimbiss der etwas anderen Art: Im Restorama (€) gibt es Spezialitäten aus der ganzen Welt. (1. Arr.) | M 1, 7: Palais Royal-Musée du Louvre

Grand et Petit Palais

Beide wurden anlässlich der Weltausstellung 1900 errichtet und symbolisieren mit ihrem opulenten historisierenden Figurenschmuck eine der fruchtbarsten kulturellen Epochen der Seine-Metropole. Besonders die Eisen-Glas-Konstruktion und die Kuppeln machen sie zu einem Kleinod des Jugendstils und der Belle Epoque. Während es im Grand Palais ausschließlich Wechselausstellungen von hohem Rang gibt, findet man im Ende 2005 wiedereröffneten, aufwendig restaurierten Petit Palais eine Dauerausstellung mit Kunstgegenständen und Gemälden aus dem 18./19. Jh. (Eintritt frei). | 3, av. du Général Eisenhower | av. Winston Churchill (8. Arr.) | M 1,13: Champs-Elysées-Clemenceau

Jardin des Tuileries

Als "Vorgarten" des Louvre wurde der Barockpark schon 1666 angelegt. Er war einer der ersten Parks überhaupt, der der gesamten Öffentlichkeit zugänglich war und insofern Vorbild für viele andere Anlagen in Europa. Besonders bemerkenswert sind die 18 Frauenstatuen von Aristide Maillol, die zwischen sorgsam gestutzten Hecken fast schon unwirklich hervorlugen. (1. Arr.) | M 1, 8,12: Concorde | M1: Tuileries

Musée Du Louvre

Für das weitläufigste Museum der Welt bedarf es einer überlegten Besuchsstrategie. Denn im Louvre gibt es weit mehr als ehrwürdige Damen wie die "Venus von Milo" (2. Jh. v. Chr.), Leonardo da Vincis "Mona Lisa" (16. Jh.) und Jan Vermeers "Spitzenklöpplerin" (17. Jh.) zu bewundern. Wer die lange Schlange am Haupteingang unter der Pyramide vermeiden will, nimmt die Porte des Lions (Seine-Seite) am Denon-Flügel. Von dort aus stehen Sie schnell vor der ständig umlagerten "La Joconde", der Mona Lisa, die im frisch restaurierten Salle des Etats in neuem Licht erstrahlt. Daneben sollten Sie sich am Informationsschalter unbedingt einen Übersichtsplan (den es auch auf Deutsch gibt) und eine Wochenübersicht über die turnusmäßigen Schließungen bestimmter Sammlungen besorgen.

Dann können Kulturhungrige aus einem reichhaltigen Menü, das bis ins 7. Jh. v. Chr. zurückreicht, auswählen: Auf die drei Gebäudekomplexe verteilt (Denon, Sully, Richelieu) stellen sich die orientalische, ägyptische (besonders monumental) und griechisch-römische Hochkultur vor. Neben der europäischen Bildhauerkunst vom Mittelalter bis zum 19. Jh., dem Kunsthandwerk und über 100000 Grafiken aus sechs Jahrhunderten stellt die Gemäldesammlung einen Höhepunkt dar, der die Geschichte der europäischen Malerei vom 13. bis zum 19. Jh. nach Regionen geordnet dokumentiert. In der prächtigen Apollon-Galerie legen überbordender Stuck, der Kronschatz und Gemälde von Charles Le Brun, Eugène Delacroix u. a. Zeugnis ab von der Machtfülle des Sonnenkönigs Ludwig XIV.

Sie können den Museumsbesuch auch unterbrechen, indem Sie in der geschmackvollen unterirdischen Einkaufspassage Carrousel du Louvre (auch sonntags) ein Café oder eins der vielen internationalen Schnellrestaurants aufsuchen. Selbst wenn Sie das Museum gar nicht anschauen wollen, lohnt es sich, zumindest den Gebäudekomplex des Louvre zu besichtigen, der sich von einer Festung aus dem 12. Jh. zu einem Renaissancepalast entwickelt hatte. Die freigelegten mittelalterlichen Grundmauern, der abends sehr schön beleuchtete Cour Carée, der kleine Triumphbogen, der in einer Sichtachse mit seinem größeren Bruder steht, und die gewagte Glaspyramide des chinesischen Architekten Ieoh Ming Pei sind absolute Höhepunkte eines Paris-Besuchs. Mi-Mo 9-18 Uhr, Mi u. Fr bis 21.45 Uhr | Eintritt 8,50 Euro, ab 18 Uhr 6 Euro | M 1, 7: Palais Royal-Musée du Louvre | Tickets im Vorverkauf an den Bahnhöfen (SNCF), aus dem Ausland Tel. 0033/1/42313228 | www.louvre.fr

Musée de L'Orangerie

In dem an den Louvre angrenzenden Jardin des Tuileries befindet sich die bemerkenswerte Sammlung des Kunsthändlers Paul Guillaume mit Werken von u.a. Auguste Renoir, Pablo Picasso, Paul Cézanne, Henri Matisse und Amedeo Modigliani. Höhepunkt aber bilden die "Nymphéas" (Seerosen) von Claude Monet, deren acht große Kompositionen die Wände von Sälen in elliptischer Form zieren und damit den Eindruck fließenden Wassers und Lichts verstärken. Mi-So 12.30-19 Uhr, Fr bis 21 Uhr | Eintritt 6,50 Euro | Place de la Concorde | Jardin des Tuileries (1. Arr.) | M 1, 8,12: Concorde.

Musée D'orsay

In den lichtdurchfluteten Sälen des 1986 glanzvoll umgebauten Bahnhofs stehen die Maler des Lichts, die Impressionisten, im Mittelpunkt. Daneben sind aber auch Werke von Wegbereitern der Moderne wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Paul Cézanne zu sehen. Die Gemälde, Skulpturen, die Kunstobjektsammlung sowie Dokumentationen zur Stadtplanung, Film- und Plakatkunst umfassen den Zeitraum 1848-1914, eine Epoche, die zu den kunstgeschichtlich fruchtbarsten gehört. Beeindruckend ist nicht nur das reiche Angebot des Museumsbuchladens, sondern auch der elegante Speisesaal, in dem sonntags ab 15.30 Uhr neben Kulinarischem Klavierkonzerte dargeboten werden. Di-So 9.30-18 Uhr, So ab 9, Do bis 21.45 Uhr | Eintritt 7,50 Euro | 1, rue de la Légion d'Honneur (7. Arr.) | M12: Solférino | www.musee-orsay.fr

Place de La Concorde

Der monumentalste Platz von Paris ist ein Ort der Superlative: Von seinem Mittelpunkt aus, dem 3000 Jahre alten Obelisken aus dem ägyptischen Luxor, haben Sie die gesamten Champs-Elysées bis zum Triumphbogen vor sich. Nur schwer vorstellbar ist, dass an dem 1775 angelegten Platz vor kaum mehr als 200 Jahren Tausende von Feinden der Revolution, unter ihnen Ludwig XVI. und seine Gemahlin Marie-Antoinette, auf dem dort aufgebauten Schafott ihr Leben lassen mussten. Die acht großen Frauenstatuen, die den "Platz der Eintracht" einrahmen, personifizieren die acht größten Städte Frankreichs. (8. Arr.) | M 1, 8,12: Concorde

Pont Alexandre III

Zar Alexander III. legte 1896 persönlich den Grundstein zu dieser prunkvollsten Brücke von Paris, die das Grand Palais und die Esplanade des Invalides miteinander verbindet. Bei Sonnenschein glänzt das Gold der geflügelten Belle-Epoque-Pferde auf den Ecksäulen der Brücke schon von weitem. (8. Arr.) | M 8, 13/RER C: Invalides

Galerie Vivienne

Sie gilt als die "Königin der Pariser Passagen" und wurde 2000 komplett renoviert. Auf dem schönen Mosaikboden im neoklassizistischen Stil flanieren Sie unter Glaskuppeln vorbei an ausgesuchten Läden. Nach einem Besuch bei Emilio Robba, wo es die schönsten künstlichen Blumen der Welt gibt, können Sie im Teesalon A priori thé eine vorzügliche "Chocolat à l'ancienne" trinken. Direkt anschließend folgt die Galerie Colbert mit ihrer Rotunde im pompejanischen Stil. | 4, rue des Petits Champs (2. Arr.) | M3: Bourse

La Madeleine

Das 1764 mit Säulen im Stil eines griechischen Tempels angelegte Gotteshaus Sainte-Maria Madeleine wurde unter Napoleon als Monument zum Ruhm seiner Armee genutzt. Danach diente es unter anderem als Parlament, Börse und Nationalbibliothek. Erst 1842 wurde es schließlich doch zur Kirche geweiht. Heute finden hier Grabmessen für berühmte Sänger und Schauspieler wie etwa Gilbert Becaud statt. | Tgl. 7.30-19 Uhr | Place de la Madeleine ( 8. Arr.) | M 8, 12,14: Madeleine

Opéra Garnier

Der von Charles Garnier im Jahr 1875 fertiggestellte, von Marmor und Gold überbordende Palast kann außerhalb der Probenzeiten besichtigt werden. Besonders interessant ist das prunkvolle Treppenhaus sowie das 1964 von Marc Chagall geschaffene Deckengemälde. Mo-Fr 10-16 Uhr | 8 Euro | Place de l'Opéra (9. Arr.) | M 3, 7,8: Opéra | RER A: Auber | www.operadeparis.fr

Palais Royal und Jardin des Palais Royal

Geschichtsträchtige Oase der Ruhe im brodelnden Zentrum. Wo man heute unter schattigen Linden wandelt, wurde einst Geschichte geschrieben. Kardinal Richelieu, der das den Park umgebende Palais 1634 errichten ließ, vermachte es später Ludwig XIII. Die folgenden Besitzer, das Haus Orléans, erweiterten den Platz. Hinter den einheitlichen Fassaden mit den Rundbogenarkaden sind heute wie damals Geschäfte untergebracht. Im Juli 1789 nahm von hier aus die Französische Revolution ihren Anfang. Im angrenzenden Innenhof neben der Comédie Française bilden die unterschiedlich hohen Säulen von Daniel Buren seit 1986 ein interessantes Gegengewicht zur historischen Kulisse. (1. Arr.) | M 1, 7: Palais Royal-Musée du Louvre

Place Vendôme

Dieses Meisterwerk klassischer Ausgewogenheit mit der charakteristischen, an vier Seiten abgeschrägten rechteckigen Form wurde Ende des 17. Jhs. von dem berühmten Baumeister Jules Hardouin-Mansart geschaffen. In der Mitte des Platzes steht eine Säule nach dem Vorbild der Trajan-Säule in Rom, ganz oben ist Napoleon als römischer Kaiser dargestellt. Weltweite Berühmtheit besitzt der Platz aber auch, weil hier die bekanntesten Juweliere residieren und auch das Hotel Ritz von dem außergewöhnlichen Ambiente dieses Ortes profitiert. (1. Arr.) | M 3, 7,8: Opéra

Centre Georges Pompidou

Im vierten und fünften Stockwerk dieses futuristischen Röhrengebäudes erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die Kunst des 20. Jhs. Reizvoll ist auch der interdisziplinäre Ansatz, der Grafik, Architektur, Design und neue Medien einbezieht. Ausgelagert auf den Vorplatz des Gebäudes ist das originalgetreu nachgebaute Atelier des Bildhauers Constantin Brancusi. In der sechsten Etage stellen Wechselausstellungen Künstler von Weltrang vor. Ein Besuch ist schon wegen der phänomenalen Aussicht über Paris unbedingt zu empfehlen, die Sie auch aus dem Designercafé Le George genießen können. Direkt neben dem Centre Pompidou steht der von Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely nach dem Ballett "Le Sacre du Printemps" von Igor Strawinsky gestaltete Brunnen mit bunten Figuren und technischen Konstruktionen, die Wasser speien - ein Treffpunkt für junge Leute. Mi-Mo 11-21 Uhr, Do bis 23 Uhr, Atelier Brancusi 14-18 Uhr | Eintritt 10 Euro | pl. Georges-Pompidou (4. Arr.) | Métro/RER: Châtelet-Les Halles | www.centrepompidou.fr

Hôtel de Ville und Place De L'Hôtel de Ville

Nach einem Brandanschlag ist das Rathaus 1882 im Stil der Neorenaissance neu aufgebaut worden. An seiner Fassade finden sich Skulpturen von mehr als hundert in Paris geborenen Persönlichkeiten. Im Mittelalter erstreckte sich der damals noch zentral gelegene Platz vor dem Gebäude bis zur Schiffslände an der Seine hinunter. Wo damals Volksfeste und Hinrichtungen stattfanden, gibt es heute Kundgebungen und im Winter eine künstliche Eislaufbahn mit Flutlicht. Mo-Fr Eintritt frei | tel. Anmeldung erforderlich: Tel. 01/42765049 | (4. Arr.) | M 1, 11: Hôtel de Ville

Maison de Victor Hugo

Hier hat der Schriftsteller Victor Hugo zwischen 1832 und 1848 gelebt und gewirkt. In den teilweise asiatisch angehauchten Räumen mit wunderschönem Blick auf den Place des Vosges finden sich Dokumente, Objekte und Möbel sowie Bilder des Dichters, die zeigen, dass er auch ein guter Maler war. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt frei | 6, pl. des Vosges (4. Arr.) | M1: Saint-Paul | www.paris.fr/musees/

Musée Carnavalet

In dem prunkvollen Stadtpalais von 1548, nur wenige Meter vom Place des Vosges entfernt, wird die bewegte Geschichte der Stadt Paris von der römischen Zeit bis heute aufgerollt. Häusermodelle veranschaulichen den großen Einschnitt in das Stadtbild durch den Baron Haussmann. Zahlreiche Gemälde sowie Objekte (z. B. Kleidungsstücke der Revolutionäre und Modelle der Guillotine) dokumentieren Meilensteine der Entwicklung von Paris. Sehenswert ist auch das Zimmer von Marcel Proust, in dem er "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" schrieb. Zusätzlich gibt es Wechselausstellungen. | Di-So 10-18 Uhr | Eintritt frei | 23, rue de Sévigné | M1: Saint-Paul

Musée Picasso

Der üppig mit Stuck ausgestattete Palast Hôtel Salé im Marais beherbergt mit 251 Gemälden, 160 Skulpturen und 1500 Grafiken die umfangreichste Kollektion des großen Meisters. Die Ausstellung wird abgerundet durch Werke aus der persönlichen Sammlung Picassos (afrikanische Kunst, Werke von Paul Cézanne, Georges Braque etc.). Mi-Mo 9.30-18 Uhr, Okt.-März bis 17.30 Uhr | Eintritt 6,70 Euro | 5, rue de Thorigny (3. Arr.) | M 8: Chemin Vert | www.musee-picasso.fr

Opéra Bastille

Die silberne Fassade aus Glas, Stahl und Granit am Place de la Bastille sticht deutlich hervor. Der frühere Präsident François Mitterrand hatte den kanadischen Architekten Carlos Ott beauftragt, diese neue Oper zu bauen, die 1989 fertiggestellt wurde. Auch wenn Sie keiner Aufführung (Oper und modernes Ballett) beiwohnen möchten, so lohnt sich doch eine eineinviertelstündige Besichtigung. | Mo-Fr, nach tel. Vereinbarung: 11 Euro | pl. de la Bastille (12. Arr.) | M 1, 5,8: Bastille | Tel. 01/40011970 | www.operadeparis.fr

Place Du Marché Sainte-Cathérine

Mit seinen Cafés und den Schatten spendenden Bäumen erinnert dieser ruhige Platz im Marais an die beschaulichen Marktplätze südfranzösischer Provinzstädtchen. (4. Arr.) | M1: Saint-Paul

Place des Vosges

Der 1612 unter König Heinrich IV. als Place Royale eingeweihte Platz ist nicht nur einer der ältesten, sondern wohl auch der architektonisch harmonischste Platz der Stadt. Die 36 Pavillons (nur die beiden des Königs und der Königin sind etwas erhöht) sind von Arkadengängen gerahmt, in denen sich elegante Kunstgalerien und Restaurants befinden. Darüber erheben sich die symmetrisch angeordneten Fassaden, deren Komposition aus hellem Naturstein, roter Ziegelverkleidung und grauen Schieferdächern ein perfektes Bild abgibt. Vom kleinen Park im Zentrum des Platzes aus ist die Geschlossenheit des Ensembles am besten zu erkennen. (4. Arr.) | M1: Saint-Paul | M 1, 5,8: Bastille

Conciergerie

Als "Vorzimmer zur Guillotine" - so wird das ehemalige Gefängnis makabrerweise genannt - dokumentiert dieses mächtige Bauwerk auf der Ile de la Cité eine tragische Episode der französischen Geschichte. Die berühmtesten unter den mehr als 2000 Häftlingen, die hier ihrer Hinrichtung entgegensahen, waren die Königin Marie Antoinette (ihre Zelle wurde wieder hergerichtet) sowie die Revolutionäre Georges Danton und Maximilien de Robespierre. Ursprünglich war der mit seinen Rundtürmen malerisch wirkende Bau ein Palast der Herrscherdynastie der Kapetinger aus dem 10. Jh. Der Salle des Gens d'Armes gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele gotischer Profanarchitektur. Der Name leitet sich übrigens von concierge für Haushofmeister her, der ab etwa 1300 vom König mit großer Macht ausgestattet wurde. Tgl. außer feiertags April-Sept. 9.30-18 Uhr, Okt.-März 9-17 Uhr | 6,50 Euro (inkl. Sainte-Chapelle 9,50 Euro) | 1, Quai de l'Horloge (1. Arr.) | M 4: Cité

Institut Du Monde Arabe

Die auffallende Fassade aus Glas und Aluminium - ein gelungenes Beispiel moderner Architektur von Jean Nouvel - passt sich dem Lauf der Seine an. Besonderer Gag: die Fotolamellen an der Südseite, die sich je nach Lichteinfall öffnen und schließen. Zur Förderung des Kulturaustauschs zwischen europäischer und islamischer Welt präsentieren sich hier 20 arabische Länder in Form von Wechselausstellungen, Foren, Filmen und in einer umfangreichen Bibliothek. Vom Restaurant Le Ziryab aus genießen Sie einen herrlichen Blick über die Dächer von Paris. Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | 1, rue des Fossés Saint-Bernard (5. Arr.) | M 7,10: Jussieu | www.imarabe.com

Jardin Du Luxembourg

Berühmtester Park des Zentrums von Paris, ganz in der Nähe der Universität Sorbonne. Auf den bereitstehenden Stühlen können Sie in der Sonne dösen oder zusehen, wie die Kinder Boote im großen Bassin fahren lassen. Maria von Medici ließ Park und das dazugehörende Palais Anfang des 17. Jhs. nach florentinischem Vorbild errichten. Das Palais du Luxembourg ist heute Sitz des französischen Senats. Direkt daneben das Musée du Luxembourg, oftmals Ort bemerkenswerter Kunstausstellungen. | Park: im Sommer von 7 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, im Winter ab 8 Uhr | 6. Arr. | RER B: Luxembourg

Musée de Cluny (Musée National Du Moyen Age)

Das spätgotische Stadtpalais der Äbte von Cluny, direkt neben den römischen Thermen aus dem 3. Jh., bietet die ideale Kulisse für diese Ausstellung mittelalterlicher Kunst. Neben Buchmalerei, Möbeln und Kunsthandwerk sowie antiken Skulpturen sind vor allem die Glasfenster und Wandteppiche sehenswert. Den Höhepunkt bildet der Rundsaal mit den sechs Wandteppichen der "Dame mit dem Einhorn" (15. Jh.). Während die ersten fünf Teppiche die fünf Sinne allegorisieren, ist die Bedeutung des sechsten Teppichs ungeklärt, und er zieht dadurch jeden Betrachter in seinen geheimnisvollen Bann. | Mi-Mo 9.15-17.45 Uhr | Eintritt 5,50 Euro | 6, pl. Paul Painlevé (5. Arr.) | M 10: Cluny-La Sorbonne

Notre-Dame

Dieses Meisterwerk der Gotik wurde zwischen 1163 und 1345 auf Veranlassung des Bischofs Maurice de Sully errichtet. Auf dem Platz stand schon vor 2000 Jahren ein römischer Tempel. Im Innenraum des fünfschiffigen Langhauses finden 9000 Personen Platz. Besonders beeindruckend sind die drei großen Eingangsportale, die gewaltigen Strebebögen um den Chor und die Rosetten, die einen Durchmesser von über 10 m haben.

Hier fanden viele historisch wichtige Ereignisse statt, darunter die Krönung Napoleons. Während der Revolution wurde Notre-Dame in einen "Tempel der Vernunft" umgewandelt: Die Kirche schien vor dem Verfall zu stehen. In seinem Roman "Der Glöckner von Notre-Dame" appellierte Victor Hugo erfolgreich an die Öffentlichkeit, diesem Zustand nicht länger zuzusehen. In der Folge wurde die Kathedrale restauriert. Vom Turm schöner Blick auf Wasserspeier und über die Stadt. Auf dem Vorplatz befindet sich eine Markierung, von der aus alle Entfernungen in andere französische Städte berechnet werden. | Mo-Sa 8-18.45, So 8-19.45 Uhr Eintritt frei, Turm: April-Sept. tgl. 9.30-18.30 Uhr, Okt.-März tgl. 10-17.30 Uhr | 7,50 Euro (Okt.-März jew. 1. So im Monat frei) | Ile de la Cité (4. Arr.) | M4: Saint-Michel | RER B, C: Saint-Michel-Notre Dame

Panthéon

Von weitem sichtbar thront der mächtige Kuppelbau auf dem Hügel von Sainte-Genovève. Ludwig XV. ließ das Gebäude 1756 von seinem Baumeister Jacques-Germain Soufflot zur Erfüllung eines Gelübdes gegenüber der Pariser Schutzheiligen Genoveva errichten. Bereits kurz nach der Revolution empfing die Kirche die sterblichen Überreste großer Franzosen wie Voltaire, Jean-Jacques Rousseau und Emile Zola. Seit der Überführung des Leichnams von Victor Hugo 1885 ins Panthéon dient die zeitweise auch als Gebetshaus genutzte Kirche endgültig als Mausoleum. Sie können auch die Galerie der Kuppel besteigen, von der aus der Physiker Léon Foucault seinen berühmten Pendelversuch zum Nachweis der Achsendrehung der Erde durchgeführt hat | 10-12 u. 13.30-17.30 Uhr, April-Sept. tgl. 10-18.30 Uhr, Okt.-März tgl. 10-18 Uhr | 7,50 Euro (Okt.-März jew. 1. So im Monat frei) | pl. du Panthéon (5. Arr.) | M 10: Cardinal Lemoine | RER B: Luxembourg

Pont Neuf

Die "neue" Brücke, die über die Spitze der Ile de la Cité führt, ist in Wirklichkeit die älteste noch existierende Brücke der Stadt. Als Heinrich IV., dessen Reiterstandbild auf dem Bauwerk steht, sie 1607 einweihte, war sie hochmodern. Erstmals in Paris wurde der Blick von einer Brücke auf die Seine nicht mit Häusern verstellt. Sie ist der berühmteste Seine-Übergang, oft besungen, vielfach gemalt und Schauplatz vieler Filme. Vom Platz unterhalb des Reiterstandbilds haben Sie einen herrlichen Blick auf den Louvre. | (1./6. Arr.) | M 7: Pont Neuf

Rue Mouffetard

Schon in der Römerzeit schlängelte sich die lebendige kleine Straße die Montagne Sainte-Geneviève hinunter. Studenten der umliegenden Schulen, Touristen und Einheimische schätzen die schmale kleine Straße mit ihrem täglich stattfindenden, gut bestückten Markt im unteren Teil und den kleinen Kneipen und Boutiquen gleichermaßen. Am oberen Ende der "Mouff'" liegt der malerische Place de la Contrescarpe mit hübschen Cafés. (5. Arr.) | M 7: Place Monge

Sainte-Chapelle

Dieses wahre Schmuckkästchen gotischer Baukunst liegt fast etwas versteckt im Hof des Justizpalasts auf der Ile de la Cité. Die Kirche aus dem 13. Jh. beherbergt wertvolle Reliquien aus dem Heiligen Land. Atemberaubend ist jedoch die Wirkung der riesigen, himmelwärts strebenden Glasfenster, die nur von filigranen Strebepfeilern zusammengehalten werden und den ganzen Raum in ein helles, bläuliches Licht tauchen. Dieses obere Stockwerk ist die eigentliche Kapelle und war einst dem König vorbehalten. | März-Okt. tgl. 9.30-18 Uhr, Nov.-Feb. tgl. 9-17 Uhr | 6,50 Euro (inkl. Conciergerie 9,50 Euro) | 4, bd. du Palais (Eingang links neben dem Haupteingang zum Justizpalast, 1. Arr.) | M 4: Saint-Michel, Cité

Saint-Germaindes-Prés

Diese Kirche ist Teil einer einst mächtigen Benediktinerabtei aus dem 8. Jh. Jedoch ist nur noch ihr Glockenturm erhalten. Hier wurde die Bibel zum ersten Mal ins Französische übersetzt, und hier liegt auch der Philosoph René Descartes begraben. | Mo 12.30-19.45, Di-So 8-19.45 Uhr | 3, pl. Saint-Germain-des-Prés (6. Arr.) | M4: Saint-Germain-des-Prés

Saint-Sulpice

An einem lebendigen Platz mit römischem Brunnen erhebt sich die aus dem 17. Jh. stammende Kirche mit ihren beiden eleganten Säulenreihen. Bemerkenswert sind auch die beiden Gemälde von Eugène Delacroix in der ersten Kapelle rechts. Tgl. 8-19.30 Uhr | 2, rue Palatine (6. Arr.) | M4: Saint-Sulpice

Belleville

Im Gegensatz zum reichen Westen der Stadt hat sich das Viertel Belleville seinen volkstümlichen Charakter weitgehend bewahrt. Hier wohnen Arbeiter und kleine Angestellte, aber auch viele Immigranten. Authentisches Kiezleben ohne Touristenrummel ist auch noch in einigen Musette-Lokalen zu spüren - fast wie damals, als Edith Piaf hier aufwuchs; das kleine Musée Edith Piaf zeigt Ausschnitte ihres Lebens (Mo- Mi 13-18, Do 10-12 Uhr | nur nach tel. Vereinb. Tel. 01/43555272 | Eintritt frei | rue Crespin du Gast, 5). Seit Künstler den Charme des Viertels und die noch relativ niedrigen Preise entdeckt haben, kommt auch Belleville in Mode. Einen schönen Blick über Paris und die sich steil den Berg hinaufziehenden Gassen haben Sie vom Belvedere oberhalb des neu angelegten Parks von Belleville. | 20. Arr. | M 2,11: Belleville

Bibliothèque Nationale de France (Site François Mitterrand)

Ein Glanzprojekt des Architekten Dominique Perrault aus der Mitterrand-Ära: Vier gewaltige Hochhausblöcke in Form aufgeschlagener Bücher rahmen ein kleines Wäldchen ein. Die auf den ersten Blick ästhetisch durchaus eindrucksvolle "Tres Grande Bibliothèque", die 1996 fertiggestellt wurde, weist jedoch zahlreiche Mängel auf, nicht zuletzt den, dass die in den Glastürmen gelagerten Bücher viel zu sehr dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. | Di-Sa 10-20, So 13-19 Uhr | Eintritt 3,30 Euro, Sonderausstellungen 5-7 Euro | Quai François Mauriac (13. Arr.) | M 14/RER C: Bibliothèque François Mitterrand | www.bnf.fr

Bois de Boulogne

Die 8,45 km² große grüne Lunge im Westen von Paris war zu Beginn des 20. Jhs. der mondäne Freizeittreffpunkt der Pariser. Viele Wander-, Reit- und Radwege sowie kleine Seen, Pferderennbahnen und Restaurants liegen in dem leider auch von etlichen Straßen zerschnittenen Park mit seinen Wäldern. Im 18. Jh. ließ der Adel hier kleine Lustschlösser errichten. Besonders bekannt ist das Bagatelle-Schlösschen im Parc de Bagatelle (Eintritt 3 Euro), der äußerst gepflegt und von Wasserläufen durchzogen ist, und dessen Rosengarten ein echtes Highlight für Blumenfreunde darstellt. Der in der Nähe liegende Jardin d'Acclimatation (Eintritt 2,70 Euro ist ein Kinderparadies ohne überzüchtete Attraktionen und auch für Erwachsene angenehm. | M 1: Les Sablons

Les Catacombes

Aus den unterirdischen Steinbrüchen wurde das Material für die Pariser Bauten gewonnen. Das über 300 km lange Gangsystem, in dem manche Pariser nachts illegal Feste feiern, kann teilweise besichtigt werden. Da die Pariser Friedhöfe bis ins 18. Jh. stark überfüllt waren, hat man dort die Gebeine früherer Generationen dekorativ aufgeschichtet. Di-So 9.30-17 Uhr | 5 Euro | Start der Besichtigung: 1, pl. Denfert-Rochereau (14. Arr.) | M 4, 6/RER B: Denfert-Rochereau

Cimetière de Montmartre

Auf dem malerisch gestalteten Friedhof haben viele Künstler und Literaten, darunter Hector Berlioz, Heinrich Heine, Alexandre Dumas, Edgar Degas, Jacques Offenbach, François Truffaut, Emile Zola und Stendhal ihre letzte Ruhestatt gefunden. Tgl. 8-17.30 Uhr | av. Rachel (18. Arr.) | M 2: Blanche | M 13: La Fourche

Cimetière Du Père Lachaise

Mit einer Fläche von 44 ha, 12000 Bäumen und 1,5 Mio. Gräbern der größte und mit seinen teilweise pompösen Grabmälern sicher auch der spektakulärste Friedhof von Paris. Regelrechte Pilgerstätten sind vor allem die Gräber des Doors-Sängers Jim Morrison und Edith Piafs. Aber auch der Baron Haussmann, Honoré de Balzac, Marcel Proust, Oscar Wilde, Frédéric Chopin und Molière sind hier begraben. Tgl. 8.30-17 Uhr | 16, rue du Repos (20. Arr.) | M 2, 3: Père Lachaise

Grande Arche und La Défense

Die in den 1950er-/60er-Jahren entstandene größte Bürostadt Europas mit ihren vielen Hochhäusern wurde in den 1980er-/90er-Jahren noch einmal deutlich erweitert. Das auffälligste Bauwerk, das während dieser Zeit errichtet wurde, ist die Grande Arche des dänischen Architekten Otto von Spreckelsen. Gläserne Fahrstühle bringen Sie auf die Aussichtsplattform des mit Glas und Carrara-Marmor verkleideten Bogens, unter dem Notre-Dame bequem Platz hätte. Von oben bietet sich eine herrliche Aussicht auf die große Achse in Richtung Triumphbogen sowie auf die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden und teilweise futuristisch anmutenden Wolkenkratzer von La Défense mit ihren spiegelnden Glasfassaden. April-Sept. tgl. 10-20 Uhr, Okt.-März tgl. 10-19 Uhr | 7,50 Euro | M 1/RER A: La Défense | www.grandearche.com

Montparnasse

Der alles überragende Wolkenkratzer Tour Montparnasse ist im Grund nur von dessen Aussichtsterrasse, der höchsten von Paris, zu ertragen | (April-Sept. 9.30-23.30 Uhr | Okt.-März 9.30-22.30 Uhr | 8,50 Euro). Inmitten teils hässlicher Gebäude aus den 1960er-Jahren tun sich beim Flanieren durch das Quartier dann aber plötzlich idyllische, begrünte Hinterhöfe und Ateliers auf, in denen große Künstler wirkten und die auch heute noch künstlerisch genutzt werden. Im Chemin du Montparnasse an der Avenue du Maine arbeiteten beispielsweise Pablo Picasso, Amedeo Modigliani, Marc Chagall und Henri Matisse nach dem Ersten Weltkrieg. Ihre Stammlokale wie La Coupole, Closerie des Lilas, Le Dôme oder La Rotonde sind auch heute noch beliebte Treffpunkte. In Letzterem hielten Lenin und Leo Trotzki einst politische Versammlungen ab, die regelmäßig von der Polizei unterbrochen wurden. Auf dem Cimetière du Montparnasse ruhen neben anderen die Dichter Samuel Beckett, Charles Baudelaire und das Literatenpaar Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. | 19. Arr. | M 4, 6, 12,13: Montparnasse-Bienvenüe | M 6: Edgar Quinet

Musée Marmottan

Das Bild, das dem Impressionismus seinen Namen gab, "Impression Soleil Levant", hängt neben hundert anderen Meisterwerken Claude Monets (1840-1926) im Untergeschoss der prachtvollen Villa nahe dem Bois de Boulogne. Edle Bibelmalereien sowie Gemälde aus der privaten Sammlung Monets (von Edgar Degas, Edouard Manet, Auguste Renoir) schmücken die oberen Wohnräume. Ein Muss für jeden Impressionismus-Liebhaber! Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 7 Euro | 2, rue Louis Boilly (16. Arr.) | M 9: La Muette | www.marmottan.com

Parc des Buttes-Chaumont

Auf einem Schuttplatz im seinerzeit berüchtigten Pariser Osten ließ Napoleon III. im 19. Jh. eine pittoreske Landschaft im englischen Stil mit Grotten, Felsformationen, Tälern, Tempelchen und Wasserfällen anlegen. Mithilfe damals modernster Technik und vielen Sprengungen wurde das terrassierte Gelände sehr abwechslungsreich gestaltet (u.a. wurde ein See mit einer Insel angelegt) und mit einer außergewöhnlichen Vegetation bepflanzt. | 19. Arr. | M 7b: Buttes-Chaumont

Place Du Tertre

Von der einstigen dörflichen Ruhe ist hier kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen zieht dieser Platz Scharen von Touristen an, die sich von mehr oder weniger begabten Künstlern porträtieren lassen. In den den Platz säumenden Cafés kann man über die Zeit sinnieren, als noch die ganz Großen dieser Berufssparte hier weilten. | M 12: Abesses

Sacré-Cœur

Fast unwirklich leuchtet die blendend weiße Basilika hoch über der Stadt auf dem Montmartre-Hügel. In den Augen vieler Spötter handelt es sich bei den Kuppeln um eine Zuckerbäckerspielerei. Auch das riesige Mosaik im Innern ist kunsthistorisch wenig bedeutend. Das Bauwerk wurde als nationales Mahnmal nach der Niederlage Frankreichs im Krieg 1870/71 gegen Deutschland errichtet. 1919 wurde die Wallfahrtskirche dem "Herzen Jesu" geweiht. Heute pilgern täglich Tausende von Touristen die vielen Treppen hinauf, um den imposanten Blick vom Kirchenvorplatz über Paris zu genießen. Wer es bequemer mag, kann auch mit der Zahnradbahn hinauffahren. Tgl. 6-23 Uhr | 35, rue du Chevalier de la Barre (8. Arr.) | M 2: Anvers

Saint-Denis

Beeindruckende frühgotische Pfeilerbasilika, die wegweisend für diesen Baustil in ganz Frankreich werden sollte. Herausragend ist vor allem ihr Chor. Zu den Höhepunkten einer Besichtigung der im Pariser Vorort Saint-Denis gelegenen Kirche gehören auch die Königsgrabmäler. Über viele Jahrhunderte ließen sich fast alle Herrscher des Landes hier bestatten; über 70 Grabdenkmäler sind in der Krypta zu bestaunen. Die erste Kirche wurde im 5. Jh. an der Stelle gebaut, zu der der Märtyrer Dionysius im Jahr 250 mit dem ihm auf dem Montmartre abgeschlagenen Kopf unter dem Arm gewandert sein soll. Sommer tgl. 10-18 Uhr, Winter tgl. 12-18 Uhr | Gräber: 6,50 Euro | M 13: Basilique de Saint-Denis