Reisetipps Weimar

Bloss nicht! Weimar

Die Geduld verlieren

Mai und Juni, September und Oktober sind für den Städtetourismus die beliebtesten Monate. Da kann es passieren, dass in Goethes oder Schillers Wohnhaus und in Goethes Gartenhaus im Ilmpark nicht gleich Eintritt gewährt wird. Geduld und Verständnis sind angebracht, denn aus konservatorischen Gründen ist die tägliche Besucherzahl limitiert. Am Montag haben auch in Weimar viele Museen geschlossen.

Mundarten verwechseln

Einen eigenen Thüringer Dialekt gibt es nicht, „in Düringe schwoatzt fast jeder anersd“. In der Gegend von Weimar wird die Sprechweise weich, das k zum g, p zum b. Verwechseln Sie diese Sprechweise bloß nicht mit dem Sächsischen. Und unterlassen Sie es auch, wie die Einheimischen sprechen zu wollen, Sie machen sich nur lächerlich.

Warme Kleidung vergessen

In der Parkhöhle beträgt das ganze Jahr über die Temperatur meist nur neun Grad. Deshalb an warmen Sommertagen bloß nicht im Sommerlook in das 12 m unter dem Ilmpark liegende Stollensystem steigen. Festes Schuhwerk ist ebenfalls angebracht. Pullover oder Jacke sollten Sie auch zum Besuch der Gedenkstätte Buchenwald mitnehmen, denn auf dem Ettersberg pfeift meist ein kühler Wind, der einen unerwartet schnell frieren lässt.

Ketchup nehmen

Wer am Bratwurststand zum Ketchup greift oder danach verlangt, outet sich sofort als Zugereister. Traditionell wird die Thüringer Bratwurst mit Senf gegessen. Erst seit der Einheit steht neben der Senf- auch die Ketchup-Flasche bereit.

Weimaraner sagen

Die Einwohner von Weimar sollten nicht als „Weimaraner“ bezeichnet werden. Sie sind Weimarer, Weimaraner sind eine Hunderasse. In einem gleichen die edlen Jagdhunde den (meisten) Weimarern jedoch: Sie sind liebenswert.

Unachtsam sein

Im Einkaufsgedränge achtet jeder auf Taschen und Kameras. Wer tut das aber schon im Foyer des Goethe Nationalmuseums? Hier glaubt man sich im Kreis von Kunstfreunden und schenkt seinen Siebensachen keine Aufmerksamkeit. Das sollte Sie aber - obwohl Weimar keine sonderlich gefährliche Stadt ist -, damit Taschendiebe kein leichtes Spiel haben.

In der Innenstadt parken

Fahren Sie bloß nicht in die Altstadt mit ihren meist schmalen Straßen und Gassen, um dort eine Parklücke zu suchen. Besser ist es, Sie stellen den Pkw in den Parkhäusern bei der Weimarhalle oder am Beethovenplatz ab, zumal es von dort nur wenige Minuten bis zu den Sehenswürdigkeiten sind.