Reisetipps Domikanische Republik

Insider Tipps Domikanische Republik MARCO POLO Autorin Gesine Froese im Interview

Gesine Froese ist als freie Autorin seit 1992 auf die Karibik und Lateinamerika spezialisiert und recherchiert regelmäßig vor Ort.

Was reizt Sie an der Dominikanischen Republik?

Die Lockerheit der Leute, diese tollen und so unterschiedlichen Landschaften, ihre unglaublichen Schätze - vom Larimar und dem Bernstein bis zu den Ruinen aus der Zeit von Kolumbus. Und die traumhaften Palmenstrände und bunten Häuschen - für mich ist die Dominikanische Republik der Inbegriff von Karibik.

Wie haben Sie Spanisch gelernt?

Den Grundkurs absolvierte ich 1991 beim Stern, als ich dort noch Redakteurin im Ressort Freizeit und Reise war. 1992, zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas, erfüllte ich mir einen Traum: im Ausland arbeiten! Vier Jahre blieb ich „drüben“ und bin für Reportagen und Reisebücher fast überall in der Karibik, in Mittel- und Südamerika unterwegs gewesen - da lernt man die Sprache schnell.

Kommen Sie viel in der Dominikanischen Republik herum?

Ja, mindestens alle zwei Jahre mehrere Wochen - und das seit 1993. Und jedes Mal gibt es Neues zu entdecken.

Was prädestiniert Sie als MARCO POLO Autorin?

Sicherlich mehr als pure Reiselust und Neugierde. Sonst würde ich wohl noch als Redakteurin bei der Zeit oder beim Stern sitzen - Länder erforschen ist meine Leidenschaft.

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?

In meiner Freizeit betreibe ich mit einem befreundeten Mediendesigner und Fotografen ein gut besuchtes Internetportal zur Karibik und zu Lateinamerika und kommuniziere stundenlang mit Kollegen und Experten in den Ländern - dank Internet!

Mögen Sie die dominikanische Küche?

Oh ja - z.B. mangú, dieses leckere Kochbananenpüree. Wo auch immer ich das bekommen kann, beginne ich meinen Tag damit - am besten noch mit zwei Spiegeleiern und Zwiebeln obendrauf - wie die Zuckerrohrschneider; ist ja manchmal kein Zuckerschlecken, die Recherche für so einen Reiseführer.

Was hat Sie bewogen, wieder in Deutschland zu leben?

Nach vier Jahren in Lateinamerika habe ich bemerkt, dass mir die deutsche Wirklichkeit (und Sprache) entglitt. Es hat nicht geschadet, wieder aus deutscher Sicht zu schreiben. Die Entfernung verzaubert vieles wieder - so wie es auch Urlauber sehen.