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Reiseführer Plattensee:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Der Plattensee perfekt im Überblick

Tag 1

Los geht es in Veszprém , der "Stadt der Könige". Erleben Sie die unvergleichliche Atmosphäre der Altstadt auf dem Burghügel mit dem St.-Michael-Dom, der Gisela-Kapelle und dem Erzbischöflichen Palais. Steigen Sie gleich am Eingang zur Burgstadt noch ein wenig höher auf den Feuerturm, und bestaunen Sie das gesamte Ensemble aus der Vogelperspektive. Aus Veszprém führt die recht kleine Straße Almádi út, die später Veszprémi út heißt, auf kürzestem Weg ins Dorf Balatonalmádi , das Sie mit dem ersten tollen Plattensee-Panorama begrüßt. Fahren Sie nun am Ufer entlang, mit dem See zu Ihrer Linken, bis Balatonfüred . Der elegante Kurort wird Sie mit der Eleganz seines baumbestandenen Kurparks und seiner Platanen-Promenade (Tagore Sétány) sofort für sich einnehmen. Neben der Promenade sticht auf dem Platz Gyógy tér das kleine klassizistische Trinkhaus der Kossuth-Quelle ins Auge. Hier können Sie herrlich und ganz kostenlos Ihren Durst stillen und sich noch eine Flasche für unterwegs abfüllen. Und kaufen Sie unbedingt ein paar Flaschen von den besten Tröpfchen aus der Region im Haus der Balaton-Weine, der Shop in einer schönen Villa bietet auch Weinproben an. Nach einem typisch ungarischen Mittagessen - am besten frisch gefangener Balaton-Fisch - im direkt an Promenade und Wasser gelegenen Vitorlás Étterem sollten Sie noch ein Eis und einen Kaffee an der Promenade genießen, bevor die Reise nun weiter auf die wunderbare kleine Halbinsel Tihany geht. Zum Ausklang des Tages unternehmen Sie im gleichnamigen Dorf noch einen Spaziergang auf den kleinen Hügel mit der weithin sichtbaren Benediktinerabtei und an den Aussichtsterrassen entlang. Eine ruhige und entspannte Übernachtung finden Sie in der Pension Barackvirág Panzió.

Tag 2

Besuchen Sie am nächsten Morgen unbedingt die Abteikirche, die wie ein Leuchtturm den gesamten Plattensee überragt. Der Panoramablick wird Sie begeistern. Wenige Schritte weiter gibt das kleine Freilichtmuseum Skanzen einen Einblick in Traditionen und Kultur der Menschen von hier. Das reetgedeckte Bauernhaus-Restaurant Tűz kert ist danach genau der richtige Ort für ein gemütliches, leichtes Mittagessen mit Speisen aus dem Steinofen. Nur wenige Minuten sind es dann per Auto vom Dorf zum Schiffsanleger an der Spitze der Halbinsel, wo Sie sich per Fähre nach Szántódrév übersetzen lassen. Am anderen Seeufer fahren Sie rund 3,5 km zum Strand von Zamárdi , der Alternative zum in der Saison oft überfüllten Strand in Siófok , um dort ein Bad im gar nicht so kühlen Nass des Plattensees zu nehmen. Erst danach nehmen Sie die "Balaton-Hauptstadt" Siófok mit Promenade und ihrem neuen Hauptplatz Fő tér samt modernisiertem Wasserturm und Einkaufszentrum in Augenschein, die wenige klassische Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, dafür aber sehr betriebsam ist. Nun kehren Sie wieder um und steuern an der Tihany-Fähre vorbei den nächsten Ort an, Balatonföldvár , wo die Platanen-Promenade (Kvassay Sétány) mit Blick auf Tihany und das Nordufer nicht nur bei Hitze ein herrlicher Ort ist. Gönnen Sie sich ein rustikal-ungarisches Abendessen mit Zigeunermusik in der Kukorica Csárda, und übernachten Sie weniger als einen Steinwurf von Strandpromenade und Yachthafen entfernt im kleinen Hotel Villa Dorottya.

Tag 3

Verbringen Sie nach dem Frühstück noch ein wenig Zeit in diesem Ort. Am kostenlosen Oststrand ist das Wasser angenehm seicht, und Sie können auch im Tretboot ein wenig auf dem "Ungarischen Meer" schippern. Zum Abschied flanieren Sie noch einmal durch den Hafen - es ist einer der schönsten am Balaton - und auf der zentral gelegenen Mole zur Taubeninsel Galambsziget. Dann fahren Sie immer am Südufer entlang bis Fonyód, wo Sie den Aussichtspunkt Sipos-hegy auf dem kleinen Berg Sipos auf keinen Fall verpassen dürfen. Spötter behaupten, das Schönste am Südufer sei der Blick auf die Berge des Nordufers, und selten ist dieses Panorama großartiger als von hier. Im nächsten Ort Balatonfenyves ist es nun höchste Zeit für ein Mittagessen, und zwar in der Paprika Csárda mit klassischer ungarischer Hausmannskost, darunter Gerichte vom einheimischen Mangalitza-Schwein. Danach ein kurzer Verdauungsspaziergang am Strand, und es heißt Abschiednehmen vom Südufer, das Sie auf der Straße 76, die später zur 71 wird, verlassen. Im kleinen Kurort Hévíz, nur wenige Kilometer vom Ufer des Plattensees, erwartet Sie ein Badeerlebnis der etwas anderen Art im einmaligen Thermalsee . Selbst im Winter ist das ständig aus einer heißen Quelle gespeiste Heilwasser angenehm warm. Bis das Bad um 18.30 Uhr schließt, nutzen Sie die vor dem Feierabend schon etwas ruhigere Stimmung. Von Héviz sind es nur noch einige Minuten Autofahrt in das lebhafte Städtchen Keszthely , das Tor zum Nordufer. In John's Pub & Steakhouse gibt's Essen, Trinken und mit etwas Glück auch Livemusik oder DJs. Eine geruhsame Nacht erwartet Sie in der Admiral Panzió.

Tag 4

Nach dem Frühstück statten Sie Schloss Festetics einen Besuch ab und probieren ein paar Köstlichkeiten im kleinen Marzipanmuseum. Die Geschichte des Plattensees wird lebendig im Balaton-Museum. Gegen Mittag geht es weiter auf einen kleinen Abstecher weg vom Plattensee nach Tapolca . Kaufen Sie hier etwas für ein Picknick ein, das Sie dann am hübschen Mühlenteich im Ortszentrum genießen, beobachtet von Enten und Schwänen. Und dann müssen Sie die faszinierende Seehöhle mit ihrem Heilklima und den wunderbaren Tropfsteingebilden erleben, in der Sie sogar unterirdisch Boot fahren können. Danach geht es zurück an den See, zunächst zum Badacsony-hegy . Schön ist der Blick auf den majestätisch daliegenden See von der kleinen Straße am Fuß des mächtigen Weinbergs mit seinen offenen Winzerbuden (Weinverköstigung!) am Straßenrand und den Ess- und Weinlokalen am Hang. Fördern Sie doch noch ein wenig Ihren Hunger mit einer kleinen Wanderung und - wenn die Kräfte reichen - auf steilen Stufen zum Gipfel und zurück! Doppelt gut schmeckt danach in Badacsony das Abendessen mit toller Aussicht auf den Balaton im Restaurant Szent Orbán mit regionalen Spezialitäten aus Biolandwirtschaft - dazu ein Tropfen aus einer der besten Weinregionen Ungarns. Nach dem Weintrinken kommen Sie nicht mehr weit, deswegen bietet sich die familiäre Pension Szivárvány mit Garten und Pool an, um Ihr Plattensee-Erlebnis gemütlich ausklingen zu lassen.

Dorfromantik am Káli-Becken

11:00

Sie starten in Révfülöp . Vorher aber mieten Sie sich ein ordentliches Fahrrad im Geschäft on2wheels nahe dem Plattensee-Ufer. Von der Ortsmitte fahren Sie nach Norden. Die kleine Straße Káli út (später heißt sie Kossuth Lájos utca) führt durch Weinberge zum ersten Zielort, dem einst von Adligen bewohnten Dorf Kővágoörs . Die Kurien (Herrenhäuser) zeugen vom Wohlstand ihrer früheren Besitzer. Werfen Sie einen Blick in die evangelische Kirche aus dem 13. Jh. mit zahlreichen barocken Holzschnitzereien, und stärken Sie sich mit einem kleinen Imbiss oder einem späten Frühstück im rustikalen Gasthaus Káli Vendéglő. Danach biegen Sie direkt beim Restaurant links ab. In westlicher Richtung erreicht die ebene Straße nach rund 3,5 km das nächste Dorf: Kékkút . Bekannt ist es vor allem wegen des Theodora-Mineralwassers, das überall im Land getrunken wird. Im Eingangsbereich der Fabrik - noch vor Ortsbeginn - stillen Sie an dem hübschen Brunnen kostenlos Ihren Durst und füllen sich noch etwas von dem Mineralwasser für unterwegs ab. Im Dorf selbst, wo die Durchfahrtstraße eine 90-Grad-Kurve macht, nehmen Sie im hübschen, reetgedeckten Egyed-Haus von 1799 das kleine Heimatmuseum in Augenschein. Nach dem Besuch nehmen Sie nicht die Rechtskurve, sondern geradeaus den Feldweg, der nach einigen Hundert Metern zur Asphaltstraße führt. Dort biegen Sie links ab und erreichen nach gut 1 km Salföld , wo Sie zur Erfrischung einmal rasch im kühlen Baggersee ein paar Runden drehen können.

14:00

Bevor Sie ins Dorf kommen, schauen Sie sich noch das Steinerne Meer (Kőtenger) an, ein Relikt der Eiszeit, keine 200 m vom Dorfkern entfernt. Warum das von Künstlern wiederbelebte, wenn auch bis heute etwas abgelegen und verschlafen daherkommende Salföld als das schönste des Káli-Beckens gerühmt wird, zeigen schon die ersten Häuser. Am Ende der Hauptstraße Kossuth Lajos utca lohnt die Besichtigung der Kirche. In südwestlicher Verlängerung der Kossuth Lajos utca Richtung Friedhof geht es weiter zur Klosterruine aus dem 14. Jh. Vom gotischen Kloster der Paulaner sind noch der Vierungsbogen des Kirchenschiffs und der Kreuzgang zu sehen. Einen längeren Stopp legen Sie dann bei der benachbarten, gut ausgeschilderten Biomeierei ein. Auf dieser äußerst gelungenen Anlage finden die Kinder einen Spielplatz und Tiere zum Streicheln. Unternehmen Sie eine einstündige Tour durch die Umgebung in einer Kutsche und wohnen Sie einer traditionellen Reitervorführung im Puszta-Stil bei. In dem kleinen Shop am Eingang gibt es u. a. Infomaterial zum Káli-Becken.

17:00

Zum nächsten Ziel fahren Sie zurück in Richtung Kékkút, lassen den Ort aber rechts liegen, steuern links und dann sofort wieder rechts nach Nordosten. Nach links geht es nun in den bekannten Weinort Mindszentkálla am Fuß des Kopasz-hegy (Kahler Hügel). Er zieht sich - im Westen flankiert von Vulkanhügeln - bis zu einer römisch-katholischen Kirche hinauf. Nehmen Sie am nördlichen Ortsausgang beim Friedhof rechts den Abzweig nach Szentbékkálla mit seiner markanten spitztürmigen Kirche. Dort müssen Sie unbedingt einige der vorwiegend weißen Tropfen beim Winzer Istvándy Jenő Pincészete probieren und kaufen. Um dann nach Köveskál zu kommen, radeln Sie zurück zum Ortseingang von Szentbékkálla. Dort einfach nach links und dann mit der Rechtskurve nach Süden fahren. In den kleinen Gassen von Köveskál scheint die Zeit im 18./19. Jh. stehen geblieben zu sein. Der mächtigste Bau des einst von kleinen Adligen bewohnten Dorfs ist die reformierte Kirche. Schöne Herrenhäuser liegen an der Hauptstraße. Hier ist es nun an der Zeit, dass Sie Ihre Energiereserven wieder auffüllen. Am besten geht dies auf der netten Terrasse des Restaurants Kővirág. Nach dem Essen geht es hinunter nach Kővágóörs, wo sich der Kreis schließt: Die letzten Minuten bis nach Révfülöp am Plattensee kennen Sie ja bereits vom Hinweg.

Unberührte Natur am Kleinen Balaton

10:00

Besorgen Sie sich vor der Abfahrt in Keszthely einige Leckerbissen für ein Picknick im Grünen und nehmen Sie dann per Auto aus dem Zentrum die Georgikon utca in westlicher Richtung, die außerhalb der Stadt in die Straße Nr. 75 übergeht. Folgen Sie dieser Straße auch, wenn sie in Alsópáhok eine scharfe Linkskurve vollzieht und dann immer geradeaus nach Sármellék führt. Südlich dieses Orts fahren Sie nun die ganze Zeit an einem Naturschutzgebiet entlang. Rechter Hand ist der bald der Hévíz-Balaton Airport ausgeschildert. Machen Sie ruhig den einige Hundert Meter langen Abstecher hin und zurück. Hier fühlen Sie sich wie in einem falschen Film: Anstelle eines touristischen Flughafens für eine beliebte Ferienregion erwartet Sie hier der Charme eines recht verfallenen alten Militärgeländes, bis am Ende dann doch noch ein Parkplatz und ein einigermaßen zeitgemäßes Terminal auftauchen. Aus den großen Plänen für den Airport ist hier nie etwas geworden - vielleicht auch besser so. Auf der Weiterfahrt biegen Sie rechts ab nach Zalavár. Gleich hinter dem Dorf, kurz vor dem Damm über das Wasser, liegt das Informationszentrum des Kleinen Balaton, Kis-Balaton Ház .

12:00

Hier können Sie das Auto für ein paar Stunden zurücklassen, die Ausstellung über die Region anschauen und sich ein Fahrrad mieten. Mit dem rollen Sie nun den herrlichen Kis-Balaton-Fahrradweg immer am Ufer entlang durch wahrhaft unberührte Natur. Der Weg endet zunächst nach etwa 5 km im Minidorf Balatonhídvég. Weiter geht es auf der Straße in Seeufernähe, und nach etwa 2 km weist ein Schild zum einige Hundert Meter langen Weg nach rechts zur Kányavár szigeti , der Vogelinsel. Den Parkplatz verbindet eine bemerkenswerte, ganz aus Holz erbaute Brücke mit drei Bögen hinüber auf das Eiland. Von der Brücke, aber auch während des 2 km langen Inselrundwegs, bieten sich immer wieder wunderbare Blicke auf das Naturschutzgebiet des Kis-Balaton. Unterwegs lernen Sie auf Informationstafeln die wichtigsten Vogelarten des Areals kennen, zu denen seltene Reiher, Schwarzstörche, Löffler, Seeadler, Moorenten und Eisvögel gehören. Und mit etwas Glück bekommen Sie einige Exemplare dieser Spezies auch selbst zu Gesicht - besonders wenn Sie auf den Aussichtsturm steigen. Genießen Sie nun an einem der Picknickplätze im Grünen völlig ungestört Ihr mitgebrachtes Essen. Tiefenentspannt kehren Sie anschließend zur Hauptstraße zurück und radeln weiter in südlicher Richtung, bis rechts eine Straße nach Zalakaros ausgeschildert ist.

16:00

Nach der Einsamkeit des Kis-Balaton überrascht die Lebendigkeit und Geschäftigkeit von Zalakaros mit seinen vielen Restaurants und Geschäften. Besuchen Sie das Thermalbad, und gönnen Sie sich dort auch eine kurze, belebende Massage. Auch Gaumen und Magen wollen versorgt sein, daher machen Sie noch Halt beim Friskó Vendéglő am Rand des Kurparks, wo Sie auf den Terrassen neben den ungarischen Klassikern auch eine gute Auswahl an vegetarischen Gerichten und Salaten bekommen. Nach dem Essen fahren Sie geradewegs nach Norden über die Dörfer Garabonc und Nagyrada, am Naturpark auf der anderen Seite des Kis-Balaton entlang, bis Sie vor Zalavár wieder zum Kis-Balaton Ház kommen, wo Ihr Auto steht.

Unterwegs in der Plattensee-Puszta

10:00

Der Tag beginnt im großen Ort des Südwestufers, lassen Sie Fonyód , mit seinem schönen Aussichtspunkt hinter sich und fahren in südlicher Richtung nach Somogyvár . Besichtigen Sie dort die Ausgrabungsstätte der Abtei aus dem Jahr 1091, die später zu einer für die Region bedeutenden Festung ausgebaut wurde. Nicht ruiniert, sondern in bestem Zustand ist die schöne Anlage des Széchenyi-Schlosses, wo Sie ein wenig im fürstlichen Park flanieren können.

13:00

Nun kehren Sie wieder um in Richtung Plattensee, aber nur bis zum gut 3 km entfernten Abzweig links nach Öreglak. Im einfachen, familiären Restaurant Hársfa Étterem wird Ihnen in angenehmer Atmosphäre ein leckeres Mittagessen serviert. Das Lokal gehört schon zum Ort Buzsák , dessen Zentrum Sie nach dem Essen erreichen. Nicht nur in der Steppe Ostungarns, sondern auch hier, nur ein paar Kilometer vom pulsierenden Leben des Balaton entfernt, erwartet Sie eine kleine Puszta. Das Heimathaus von Buzsák mit einem kleinen Freilichtmuseum bringt Ihnen das Leben und die Geschichte dieses kleinen kulturellen Biotops näher. Die reetgedeckten, traditionellen Gebäude sind eine Augenweide. Fahren Sie nun auf der Fonyódi utca durch diese Mini-Steppe, bis Sie Csisztapuszta erreichen. Hier, mitten in einsamer Landschaft, endete einst eine vom Plattensee kommende Kleinbahnstrecke. Heute gibt es aber zumindest noch das sympathische und durchaus modern eingerichtete Thermalbad Csiszta Fürdő , in dem Sie sich im warmen Wasser unter freiem Himmel entspannen und in überdachten Becken den Blick auf die Puszta genießen.

16:30

Nach diesem Wellnesserlebnis müssen Sie nicht umkehren, sondern können die kleine, nicht asphaltierte Straße in Richtung Fonyód getrost weiterfahren. Sie überquert die Autobahn M7, und schon sind Sie wieder aus der Prärie zurück am "Ungarischen Meer". Steuern Sie nun nicht ins Zentrum von Fonyód, sondern gleich links zum nächsten Dorf am Ufer, Balatonfenyves . Kaffee und Kuchen gibt es in der zentral gelegenen, traditionsreichen Osváth Cukrászda. Vom hiesigen Bahnhof startete früher die besagte Schmalspurbahn nach Csisztapuszta. Eine zweite Kleinbahnstrecke Richtung Süden ist aber noch in Betrieb: Fünfmal täglich geht es nach Somogyszentpál . Nehmen Sie den Abendzug um 18.15 Uhr dorthin - zweimal 14 km mit dem putzigen Bähnchen durch die schöne Landschaft des Nationalparks Balaton-Oberland -, und um 19.40 Uhr sind Sie wieder zurück. Ausklingen lassen können Sie den Abend dann ganz stilvoll im Restaurant des Hotels Hubertus-Hof in Balatonfenyves mit Wildgerichten aus der Region.

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Nils Kern lebt als Journalist, Autor von Reiseführern und Übersetzer in Polen. Ungarn und den Plattensee erkundet er seit nunmehr fast 20 Jahren auf zahlreichen längeren Reisen wie auch im Rahmen einiger Kurztrips - und lernte es im Wandel dieser Jahre kennen. Er mag besonders die herrliche Ruhe des Balaton im September und die Gastlichkeit der "Zimmerfrei"-Privatvermieter.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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