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Reiseführer Mauritius:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Mauritius perfekt im Überblick

Tag 1

Die Route startet südlich der Hauptstadt Port Louis . Zunächst geht es die A 3 entlang. Die Strände hier sind touristisch kaum erschlossen. Ortschaften bieten als größte Attraktion einen Supermarkt. Doch die Region gibt einen Eindruck davon, wie Mauritius einmal ausgesehen hat. An der Westküste wird in flachen Becken entlang der Straße Meersalz gewonnen. In Tamarin , einem Surfspot der Insel, lassen Sie sich im kleinen Steinhaus bei den Salinen erklären, wie das Salz produziert wird, und können auch welches kaufen.

Über Grande Rivière Noire geht es weiter nach Süden. Östlich der Straße steigen bald die Hänge des Black River Gorges National Park an und im Süden sehen Sie den Berg Le Morne Brabant. Fahren Sie hinter La Gaulette rechts ab, am Hotel Paradis, dem Golfplatz und dem Dinarobin vorbei zum Strand von Le Morne . Hinter dem Restaurant linker Hand liegt der Pryde Club, wo Sie Stand-up-Paddeln (SUP) ausprobieren.

Fahren Sie die Straße wieder zurück, an der Kreuzung nach rechts und die wilde Südküste entlang durch Le Morne, Baie du Cap und Bel Ombre nach Souillac . Hier lebte einst der Dichter Robert Edward Hart. Sein Haus ist heute ein Musée Robert Edward Hart, das Sie besuchen sollten.

Über die A 9 und A 10 fahren Sie ins Landesinnere nach Curepipe und stellen bei der Kirche Ste.-Thérèse das Auto ab. Direkt hinter den Parkplätzen gelangt man zu den Arcades Currimjee mit Geschäften für Mode, Bücher und Kunsthandwerk sowie einem kleinen Food-Court. Dort bietet das Bistro Barbu u.a. leckere Sandwiches an - genau das Richtige für eine Stärkung.

Auf der A 10 fahren Sie nun ein Stück zurück nach Süden bis nach Nouvelle France und durch den Ort auf die M 2 (nach Mahébourg). Vor dem Flughafen links Richtung Mahébourg abbiegen und nach ca. 4 km dann rechts nach Pointe d'Esny . Am Ende der Straße geht es nach rechts zum Gästehaus Chanteauvent. Hier verleiht Fil'a'lo Kajaks für eine Paddeltour auf dem Ozean!

Nun kehren Sie zurück auf die Hauptverkehrsstraße und steuern Mahébourg an, wo Sie über Nacht bleiben. In dem kleinen Provinzstädtchen besichtigen Sie am Abend noch die Kathedrale von 1849.

Tag 2

Ab Mahébourg führt die Route zwischen Dschungel und Meer auf der B 28 nach Norden durch die wohl schönste Gegend der Insel. Halten Sie hinter Vieux Grand Port am Pointe du Diable , an dem noch Kanonen aus der französischen Kolonialzeit stehen. Der Ausblick aufs Meer ist malerisch. Weiter fahren Sie bis Bel Air und dann rechts ab auf die B 59 nach Trou d'Eau Douce, von wo aus Sie eine Bootstour zur Badeinsel Île aux Cerfs machen. Dort können Sie auch in einem der Restaurants am Steg mittagessen.

Zurück auf dem Festland geht's auf einer landschaftlich schönen Strecke entlang der Küste weiter, durch Belle Mare und auf der B 62 bis nach Poste de Flacq . Hier steht der Tempel Sagar Shir Mandir auf einer Landzunge und wirkt, als schwebte er überm Meer.

Entlang der B 15 werden die Strände immer malerischer. Orte gibt es keine, nur einige Villen und Luxushotels. Über Goodlands und Petit Raffray erreichen Sie Cap Malheureux . Hier ist das Meer tückisch für die Schifffahrt, der Ausblick auf die vorgelagerten Inseln aber umso schöner. Schauen Sie auch in die kleine Kirche Notre-Dame Auxiliatrice de Cap Malheureux an der nördlichsten Spitze von Mauritius.

Auf der B 13 gelangen Sie über Péreybère nach Grand Baie . Die muntere Kleinstadt ist das touristische Zentrum im Norden. Probieren Sie an einem der vielen Imbissstände, wie Mauritius schmeckt. Danach fahren Sie auf der B 36 an den Anwesen reicher Mauritier vorbei nach Trou aux Biches , wo Sie übernachten. Erst mal gehen Sie aber noch eine Runde schnorcheln!

Tag 3

Heute führt die Route weg von der Küste. Die Gegend ist von Lavageröll übersät und Reste von Vulkankratern ragen auf. Erstes Ziel ist der reich verzierte Shivalah-Tempel in Triolet . Nach diesem Stopp fahren Sie über die A 4 und B 18 nach Pamplemousses , wo Sie durch den Botanischer Garten spazieren. Über die M 2 erreichen Sie dann wieder Port Louis . Sie parken bei der Caudan Waterfront und essen in der Mall zu Mittag, bevor Sie von hier aus die Stadt erkunden.

"Montagsroute": Der Ostteil der Insel

9:00

Fährt man auf der A 10 von Westen nach Mahébourg hinein, liegt auf der linken Seite der Tamilentempel Shri Vinayaour Seedalamen und auf der rechten ein weiterer, kleiner Gebetstempel. Unweit davon steht eine prächtige Kolonialvilla, sie beherbergt das sehenswerte National History Museum.

Setzen Sie Ihre Fahrt fort bis fast zur Brücke, die Mahébourg von Ville Noire trennt. Nach rechts führt eine Straße an der katholischen Kirche vorbei Richtung Meer. An ihrem Ende geht es erneut nach rechts, danach biegen Sie die nächste links ein. Nun sind Sie an der Mahébourg Waterfront. Von hier aus erreichen Sie zu Fuß über den Busbahnhof den bunten Markt. Händler verkaufen dort u.a. Köstlichkeiten wie samoussas und mit Gemüse gefüllte Fladen. An der Waterfront können Sie die Snacks an einem Platz mit Blick aufs Meer verputzen.

Über die Brücke fahren Sie weiter und biegen die zweite links ein. Ab hier führen Hinweisschilder mit einer Fabrik zur Biscuiterie H. Rault, die Kekse aus Maniok produziert. Folgen Sie der Ausschilderung nach rechts, nach links ab und wieder nach rechts. Fast am Ende der Straße stehen links blaue Wasserbehälter. Dort biegen Sie rechts auf den Parkplatz der Bäckerei. Bei einer Führung werden Ihnen die traditionellen Herstellungsmethoden erläutert, danach gibt es eine süße Kostprobe zu einer Tasse Tee.

Weiter geht es auf der B 28 von Mahébourg nach Norden. Mal nah am Meer, mal durch die Ausläufer der Berge schlängelt sich die Straße durch eine kaum bewohnte Region. Hin und wieder kommt man durch Dörfer. Selten sind die Straßen dort befestigt und die Häuschen wirken mitunter sehr ärmlich, sind aber in allen Farben bemalt.

12:00

Im Naturreservat Vallée de Ferney wird versucht, den ursprünglichen Wald wiederherzustellen. Einen guten Eindruck von der Flora und Fauna bekommen Sie auf einer 3 km langen Wanderung. In Lichtungen und auf Anhöhen genießen Sie Ausblicke auf die Berge im Südosten und die Bucht von Grand Port. Hungrig? Die Ferney Lodge auf dem Areal bietet regionale Küche.

Auf der B 28 geht es anschließend weiter nach Vieux Grand Port . Hier sollten Sie dem denkmalgeschützten Friedhof sowie dem Frederik Henrik Museum zur Geschichte der holländischen Besiedelung einen Besuch abstatten.

Nun folgt die Straße der Küstenlinie, linker Hand erhebt sich stolz der Montagne du Lion. Bald erreichen Sie Bois des Amourettes , ein typisches Küstendorf auf dieser Seite der Insel. Von seinem historischen Bootssteg aus bietet sich Ihnen ein faszinierender Ausblick übers Meer auf die Île au Phare und die Île de la Passe in der Ferne. Wenige Kilometer weiter auf der B 28 Richtung Norden steht an der Pointe Bambou das rustikale Natursteinhaus La Case du Pêcheur im Wasser. Hier gönnen Sie sich ein kühles Getränk, bevor Sie die Fahrt fortsetzen.

In Bel Air verlassen Sie die B 28 und folgen der B 55 nach Westen in Richtung Camp de Masque. Unterwegs zeigt sich die Natur verschwenderisch. Vom Tal bis hinauf in die Gebirgszüge Montagne Fayence und Montagne Blanche gedeihen Hibiskussträucher, Bananenstauden, Palmen, Wildblumen. Nach dem Camp de Masque State College biegen Sie an der Tankstelle rechts ab und fahren über Unité auf der A 7 nach Centre de Flacq . Hier verlocken viele Geschäfte zum Shoppen. Bekannt ist die Kleinstadt für ihre Läden mit indischer Bekleidung: Paschminaschals oder 7 m lange Saristoffe in allen Farben können Sie erstehen.

17:00

Nehmen Sie später die B 58 nach Belle Mare . Der Badestrand des Orts gehört zu den schönsten der Insel. Es gibt frisches Obst zu kaufen; mit ein wenig Glück spielt eine Gruppe Segamusik und die Leute tanzen dazu. Hier lassen Sie den Tag ausklingen!

Südwestpassage: Eine Tour durch alle Klimazonen

8:00

Die Tour beginnt in Curepipe . Es ist einer der regenreichsten Flecken der ganzen Insel, täglich gehen hier Schauer nieder. Dennoch lohnt sich eine Stadtbesichtigung, u.a. wegen der schönen Kirchen.

Von der Kirche Sainte-Thérèse aus fahren Sie auf der Royal Road nach Süden und biegen hinter dem Winner's Supermarkt rechts in die Brasserie Road stadtauswärts, vorbei an Gemüsefeldern und Anthurienplantagen. Wo sich die B 64 und die B 70 treffen, folgen Sie der kleinen Landstraße nach Süden Richtung Le Pétrin. Nun tauchen Sie in die Einsamkeit des Hochlands ein. Die Landschaft wird hügelig, Kiefernwälder dehnen sich aus. Oft hängt Nebel über den Bäumen. Bald erreichen Sie das Mare aux Vacoas , einen riesigen Stausee. Hier liegt gleich rechts ein kleiner Parkplatz, von dem aus Sie einen freien Blick auf das Wasserreservoir haben.

Weiter führt die Straße stetig bergauf. Bei Le Pétrin folgen Sie dem Wegweiser nach links zur Tempelanlage am Grand Bassin . Die gewaltigen Shiva-Statue und Durga-Statue am Parkplatz verdeutlichen, wie wichtig der See für die Hindus ist: Hunderttausende kommen zum Maha Shivaratree an seine Ufer. Sonst ist es hier ruhig. Halbzahme Affen springen umher und zeigen wenig Respekt vor den Opfergaben. Ziehen Sie die Schuhe aus und betreten Sie einen der Tempel. Der Hindupriester erklärt Ihnen gern die verschiedenen Gottheiten.

Nun geht's zurück nach Le Pétrin zur Hauptstraße und links ab Richtung Süden. Über die Hochebene Plaine Champagne (Straße B 103) erreichen Sie das Naturschutzgebiet Macchabée , gewissermaßen das Dach von Mauritius. Die Flora ist üppig grün. Entlang der Strecke nach Chamarel nimmt die holprige Straße viele Kurven; immer wieder zweigen Pfade in die verborgenen Winkel des Hochlands ab. Schilder ("View Point") weisen auf Aussichtspunkte hin. Vorbei an steilen Klippen und durch Dschungellandschaft kommen Sie zum wohl schönsten von ihnen: Black River Gorges . Ein Pfad führt 200 m hinter den Parkplatz. Von hier aus überblickt man einen Wasserfall. Die Schlucht, die der Black River in den Berg gefressen hat, setzt sich fort bis zum Ozean. In den Felsvertiefungen brütet der Weißschwanz-Tropikvogel. Bestimmt sehen Sie ihn über den Fluss gleiten. Bei guter Sicht ist die Tamarin-Ebene zu erkennen und auch der Black River Peak , der höchste Berg der Insel.

Ein dürftig beschilderter Wanderpfad zu seinem Gipfel beginnt wenige Hundert Meter weiter südlich an der Straße; hier marschieren Sie los hinauf. Der Anfang der Strecke ist einfach. Nach ca. 35 Minuten öffnet sich der Ausblick gen Süden und auf den Berg Le Morne. Danach wird der Weg anstrengender. Auf dem letzten Teil ist er so schwierig, dass für die Passage zum Gipfel ein Seil angebracht wurde. Doch oben angekommen entschädigt die grandiose Aussicht für die Mühen.

13:00

Nach der Wanderung setzen Sie Ihre Fahrt fort nach Chamarel und kehren zur Stärkung am Ortseingang im L'Alchimiste ein, das leckere Bioküche serviert. Nach der Mittagspause fahren Sie dann in südlicher Richtung durch das Dorf und folgen den Hinweisschildern nach Terres des Sept Couleurs. Erste Attraktion auf dem Privatweg durch Zuckerrohrfelder ist links der Cascade Chamarel. Ein schmaler Weg führt bergauf, dann befinden Sie sich gegenüber dem Wasserfall auf der anderen Seite einer Schlucht - ideal für ein Foto! Ihr nächstes Ziel ist danach Terres des Sept Couleurs am Ende der Straße. Sanft gewellte Erdhügel schillern hier spektakulär in sieben Farbtönen.

16:00

Auf dem Rückweg liegt gegenüber dem Eingang zum Privatgrundstück Curious Corner of Chamarel. In dem "Haus der Illusionen" scheinen die Naturgesetze ausgehebelt zu sein. Hier dürfen Sie wieder Kind sein und staunen. Zum Abschluss lassen Sie sich im Café des Hauses noch einen Snack oder ein Eis schmecken.

Wandern im Black River Gorges National Park

Am Black River Gorges National Park Westeingang des Black River Gorges National Park geht es los. Hier informiert zunächst auch ein kleines Besucherzentrum . Unter hohen Bäumen beginnt dann Ihr Streifzug in die Natur. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert. Auf der Route überqueren Sie eine kleine Brücke. Nach 500 m gabelt sich der Pfad und Sie nehmen die Abzweigung nach rechts Richtung Macchabée-Aussichtspunkt. Folgt man dem Schild in Richtung Kiosk , geht es bald über eine weitere Brücke, die oft überflutet ist. Ziehen Sie dann einfach die Schuhe aus, das Wasser ist nur wenige Zentimeter tief. Nun wird der Weg steinig. Bei starkem Regen rinnt Schlamm in Rinnsalen herunter. Es wird glatt, aber noch verläuft die Strecke ohne große Steigung. Nach ca. 30 Minuten erreichen Sie den Kiosk , einen kleinen Holzpavillon. Eine Brücke führt hier über den Black River. Wieder geht es knöcheltief durchs Wasser. Der Fluss schlängelt sich durch den Tropenwald, Felsbrocken liegen in seinem Bett. Eine Uferseite begrenzen Felswände.

Nach einer kleinen Rechtskurve wandern Sie stetig bergauf, mal über Geröll, mal über betonierte Wege. Genießen Sie die Ausblicke über das üppig grüne Hochland. Tropenvögel schwirren durch die Schluchten und mit etwas Glück sieht man Flughunde von Baum zu Baum gleiten.

Noch weiter oben ist der Weg gesäumt von Guavenpflanzen. Im April sind die Früchte reif, dann können Sie einige pflücken und probieren. Auch rosa Pfeffer wächst hier. Viele Mauritier kommen her, um ihn zu ernten. Nach ca. einer Stunde ist der Weg zum Plateau-Remousse-Aussichtspunkt ausgeschildert. Ein Grasweg führt ohne Steigung in fünf Minuten zu der Lichtung mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegende Bergwelt und das Meer.

Zurück auf dem Hauptweg gehen Sie weiter bergan. Nach insgesamt ca. 1,5 Stunden - die letzten Meter führen sehr steil hinauf - ist der Macchabée-Aussichtspunkt erreicht. Er bietet einen Rundumblick auf eine wahre Farbenpracht von Waldgrün bis zu Ozeanblau.

Zurück gelangen Sie auf demselben Weg. Zur Erfrischung legen Sie am Black River noch eine Badepause ein. Am Black River Gorges National Park Westeingang gibt es einen Picknickplatz mit Tischen und Bänken - höchste Zeit, den Proviant auszupacken!

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Dass es Freddy Langer, leitender Redakteur des Reiseblatts bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, immer wieder nach Mauritius zieht, hängt mit der Vielfalt der Insel zusammen. Das friedliche Nebeneinander der Kulturen und Religionen auf engstem Raum hat für ihn Modellcharakter. Zudem kann er hier seinen größten Leidenschaften an nur einem Tag nachgehen: Tauchen und Bergsteigen.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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