Während mehrere zehntausend Touristen das Land nicht verlassen können, zieht die Polizei Einsatzkräfte mit Schlagstöcken vor dem Flughafen zusammen.
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Passagiere am Militärflughafen U-Tapao südöstlich von Bangkok warten auf ihren Flug. Foto: Reuters
Derzeit sitzen etwa 90.000 Touristen in Thailand wegen der Blockade der zwei Flughäfen in Bangkok durch Regierungsgegner fest.
"Schätzungen zufolge konnten rund 90.000 Passagiere zwischen dem 26. und 28. November Thailand nicht verlassen", sagte Tourismusminister Weerasak Kowsurat am Freitag nach einem Krisentreffen mit Fluggesellschaften.
In den kommenden zwei, drei Tagen sollten in vier Hotels in Bangkok Informationsstellen eingerichtet werden, an denen Reisende Flüge umbuchen könnten.
Ein Vertreter der thailändischen Luftfahrtbehörde sagte, die Touristen würden in kleinen Gruppen von dem Militärflughafen U-Tapao 190 Kilometer südöstlich von Bangkok ausgeflogen. Pro Tag könnten dort 48 Flüge abgefertigt werden, sagte der Tourismusminister.
Indes sammelt sich die thailändische Polizei mit Schlagstöcken und Schilden vor dem besetzten Flughafen. Ein Reuters-Journalist sah 100 Beamte, die zunächst etwa 300 Meter vom Suvarnabhumi-Flughafen in Stellung gingen.
Dort verhandelt die Polizei mit den Besetzern der Volksallianz für Demokratie (PAD). Ein Unterhändler der Regierung hatte gedroht, die Demonstranten zu vertreiben, sollte es zu keiner Einigung kommen.
Die Anhänger der Opposition haben sich unterdessen verbarrikadiert. Mit Eisenstangen bewaffnete "Wächter" wollen die Sicherheitskräfte auf Abstand halten. Sie verlangen den Rücktritt der Regierung.
Die deutsche Tourismusbranche hat angekündigt, die in Bangkok festsitzenden Urlauber gemeinsam nach Deutschland zurückzuholen. Die Rückflüge würden vom Deutschen ReiseVerband (DRV) koordiniert, wie der Verband am Freitag in Berlin mitteilte.
TUI schickt nach eigenen Angaben zwei Sonderflüge nach Phuket, davon ist ein Flugzeug bereits unterwegs. Die zunächst in Bangkok gestrandeten Gäste sind mit Bussen nach Phuket unterwegs.
Thomas Cook teilte mit, auch ihre Gäste würden ausgeflogen, zum Teil mit Thai Airways über Phuket. Auch Meier’s Weltreisen und Dertour holen Gäste aus Bangkok zurück.
Wegen der Unruhen rund um den Flughafen von Bangkok leitet auch die Deutsche Lufthansa ihre Flüge weiterhin in den thailändischen Ferienort Phuket um. Die für Donnerstagabend geplante Maschine von Frankfurt nach Bangkok startete erst am Freitagmorgen und soll in Phuket landen, wie ein Sprecher in Frankfurt mitteilte. Von dort können die Gäste dann mit Bussen in die thailändische Hauptstadt weiterfahren.
Auch der für Freitagabend geplante Flug von Frankfurt nach Bangkok wurde verschoben. Er soll nun am Samstagmorgen nach Phuket gehen.
Der internationale Flughafen Suvarnabhumi und der nationale Don-Mueang-Airport waren nach der Besetzung durch Anhänger der regierungsfeindlichen Volksallianz für die Demokratie (PAD) geschlossen worden. Der seit Dienstagabend geschlossene Suvarnabhumi-Flughafen, über den sonst täglich bis zu 70.000 Passagiere reisen, soll nach Angaben der Behörden bis Samstag geschlossen bleiben.
(Reuters/AFP/dpa/akh/bica)


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