Seit Jahrzehnten streiten sich die orthodoxen Geistlichen der autonomen Mini-Republik um den rechten Weg. Kurz vor dem Fest der Liebe kam es zur Eskalation.

Mönche vom heiligen Berg AthosGrossbild

Mönche vom heiligen Berg Athos (Foto: AP)

Mit Beilen und Eisenstangen gingen rivalisierende Mönche auf dem heiligen Berg Athos aufeinander los. Bei der Keilerei in der Mönchsrepublik seien mindestens fünf Mönche verletzt worden, berichtete der griechische Rundfunk.

Drei von ihnen mussten wegen ernster Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Die Gewalttätigkeiten bedeuteten eine weitere Zuspitzung in dem seit Jahrzehnten andauernden Streit auf dem Berg Athos zwischen ultra-konservativen und gemäßigten Orthodoxen.

Zur Schlägerei kam es, als „legale“ Mönche „rebellierende“ Geistliche aus einem Zimmer-Komplex im Verwaltungssitz der Mönchrepublik in Karyes zu verdrängen versuchten. Mit Werkzeugen wurden zunächst Türen eingeschlagen, ehe die Gottesmänner damit aufeinander eindroschen, berichteten Augenzeugen telefonisch vom Berg Athos im Rundfunk.

 
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Beim langjährigen Streit geht es um den Dialog der orthodoxen mit der katholischen Kirche. Die Mönche eines der 20 Kloster des Berges - des Esfighmenou Klosters - lehnen seit 30 Jahren jeden Kontakt mit Katholiken ab - im Gegensatz zu den anderen Klöstern.

Das Äbte-Konzil erklärte vor zwei Jahren die Mönche des Esphighmenou Klosters zu „Abtrünnigen“ forderte sie auf, die Mönchsrepublik zu verlassen. Eine Räumung durch die Polizei lehnt die Gemeinschaft der Äbte in Athos bislang.

Der Abt des aufständischen Esfighmenou-Klosters, Methodios, hat für diesen Fall gedroht, sich in die Luft zu sprengen. Aus den Fenstern des Klosters hängen seitdem Transparente mit dem Spruch „Orthodoxie oder Tod“.

Die etwa 336 Quadratkilometer autonome Mönchsrepublik befindet sich auf dem gleichnamigen östlichen "Finger" der Halbinsel Chalkidiki. Staatsoberhaupt der etwa 2000 Mönche ist der griechische Präsident, in religiösen Fragen gilt das Wort von Bartholomäus I., dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel.

(sueddeutsche.de/dpa)

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