Ihr aktueller Hundehaftpflichtversicherung-Vergleich

Anzahl Hunde
Davon Kampfhunde
Selbstbeteiligung
  • Kurzer Auslandsaufenthalt mitversichert
  • Mietsachschäden bis 50 Mio. Euro
  • Mitversicherung von Welpen
  • Hüten durch fremde Personen

Hundehaftpflichtversicherung Vergleich 2020 – Jetzt Haftpflichtversicherungen für Hunde vergleichen und gegen hohe Schäden absichern

Die Hundehaftpflichtversicherung oder kurz Hundehaftpflicht wurde in Anlehnung an die alt bewährte Privathaftpflichtversicherung dafür entwickelt, dass sich Hundebesitzer ebenfalls recht umfassend vor den finanziellen Folgen schützen können für den Fall, dass ihr Hund Schäden bei Dritten anrichtet.

Bestimmt denken Sie jetzt, das würde doch mein liebes Tier nie tun, aber es ist schneller passiert als Sie glauben, denn wild-verspieltes Herumtollen liegt nun mal in der Natur des Hundes. Die Leistungen dieser Art der Hundeversicherung umfassen Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Der Gesetzgeber hat bereits erkannt, dass die Hundehalterhaftpflicht enorm wichtig ist, und deshalb ist sie inzwischen in mehreren Bundesländern zur Pflichtversicherung für Hundehalter erhoben worden. Dabei wird sogar die Mindest-Versicherungssumme vorgeschrieben.

Tierhalterhaftpflicht wird in Deutschland großgeschrieben

Es ist selbstverständlich, dass Hundebesitzer die Schäden, die ihre Tiere bei Anderen verursachen, finanziell ausgleichen. In schwerwiegenden Fällen kann es zu einem empfindlichen Schmerzensgeld oder sogar zu einer lebenslangen Rentenzahlung kommen. Spätestens in dieser Situation ist fast jedes Sparbuch jedes Hundehalters nachhaltig überfordert und der Sinn der Hundehaftpflichtversicherung wird nun sehr deutlich.

Eine Tierhalterhaftpflicht bietet sich vor allem für Besitzer größerer Tiere wie Hunde oder Pferde an, weil Schäden durch kleinere Haustiere oftmals bereits durch die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt sind, die Sie zu diesem Punkt gegebenenfalls befragen sollten.

Unter § 833 ist die Haftungsfrage im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt:

Wird ein Mensch durch ein Tier getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, der das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.

Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung schützt den Besitzer des Tieres vor Schadensersatzansprüchen Dritter bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme.

Was ist unter einer Hundeversicherung zu verstehen?

Hundeversicherungen gibt es inzwischen viele, die sich in ihrer Zielrichtung stark unterscheiden. Hierbei sind vor allem die

zu nennen.

Im Folgenden gehen wir kurz auf die Unterschiede dieser Versicherungsarten ein, die oftmals unter dem Sammelbegriff Hundeversicherung zusammengefasst werden.

Durch eine Hundekrankenversicherung werden die Kosten einer tiermedizinisch erforderlichen Diagnostik, Heilbehandlung und gegebenenfalls Operation einschließlich der Medikation für den versicherten Hund übernommen. Die Art und der Umfang der Kostenerstattungen hängen wie bei einer privaten Krankenversicherung von der vereinbarten Versicherungspolice, bei der auch eine Selbstbeteiligung festgelegt werden kann, ab.

HundeversicherungBei einer Hunde-OP-Versicherung werden lediglich dann Kosten übernommen, wenn das Tier operiert werden muss, wenngleich Medikamente und Folgebehandlungen, die eindeutig direkt mit der OP zusammenhängen, ebenfalls noch erstattet werden. Die Hunde-OP-Versicherung ist in aller Regel günstiger als ein Krankenvollschutz, bei dem jegliche Tierarztbesuche erstattet werden. Dennoch ist die Hunde-OP-Versicherung durchaus für Hundebesitzer zu empfehlen, die etwas knapp bei Kasse sind, da sie zumindest die ganz teuren Eingriffe abfängt. Alles, was bei Ihrem Hund unter Narkose vorgenommen wird, zählt als OP, also oftmals auch der zu ziehende Zahn.

Rund um den besten Freund des Menschen entbrennt so mancher heftige Streit, der nicht selten, gerade in Deutschland, nur noch durch einen Richterspruch beendet werden kann. Insofern kann die spezielle Tierhalter-Rechtsschutzversicherung eine sinnvolle Sache sein. Wer bereits eine private Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, kann aber dem Prozess um seinen Hund gelassen entgegensehen. Auch in diesem Fall ist aber eine Nachfrage bei der Versicherungsgesellschaft zu empfehlen.

Last, but not least: Es gibt in der Reihe der Hundeversicherungen noch die Hundehalterhaftpflicht, die alle Schäden übernimmt, die Ihr Hund bei anderen Menschen anrichtet.

Ist eine Haftpflichtversicherung für Hunde verpflichtend?

Die Haftpflicht für den Hund müssen die Halter von Kampfhunden in fast allen Bundesländern vorlegen. Ansonsten gelten immer die Landeshundegesetze, die gegebenenfalls eine Hundehalterhaftpflicht für bestimmte Hunderassen, aber nicht für alle, vorschreiben. Seit 2013 gilt für alle Hunde eine Hundehaftpflichtversicherung in:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

In diesen Bundesländern muss jeder Hund spätestens im Alter von 6 Monaten haftpflichtversichert sein. Außerdem gelten in vielen Bundesländern auch noch eine Leinen- und Maulkorbpflicht. Schauen wir uns dies etwas genauer an:

Schon gewusst?Es sind im föderalen Deutschland die Länder, die darüber entscheiden, ob und in welchem Maße eine Tierhalterhaftpflicht abzuschließen ist. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel besteht diese Verpflichtung nur dann, wenn ein Hund eine Schulterhöhe von mindestens 40 Zentimeter und/oder ein Körpergewicht von mindestens 20 Kilogramm aufweist. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bestehen auf eine Hundehaftpflicht, sobald ein Tier nachweislich unangenehm aufgefallen ist.

Schleswig-Holstein (SH) und Sachsen-Anhalt setzen dabei ganz auf die Hunderasse und haben diesbezüglich Listen herausgegeben. Aber auch dies ist in SH bereits dahingehend modifiziert worden, dass die Besitzer von auffällig gewordenen oder gewalttätigen Hunden inzwischen einen Hundeführerschein nachweisen müssen. Der Landtag von Schleswig-Holstein rät aber den Besitzern gefährlicher Hunde grundsätzlich zu einem Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung. Einzig in Mecklenburg-Vorpommern bestehen noch Freiheiten, zumindest mit Blick auf eine Versicherung für den Hund.

Eine Hundehaftpflicht schützt nicht nur den Halter eines Hundes, sondern auch all diejenigen Tierliebhaber, die sich nur temporär um einen Hund kümmern. Dazu sollte jeder wissen, dass er grundsätzlich für Schäden, die ein Hund unter seiner Ägide anrichtet, haftbar gemacht werden kann. Das ist natürlich nicht schön. Aus diesem Grunde bezieht eine Haftpflichtversicherung für Hunde alle Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde und Bekannte, die ein Tier auch nur gelegentlich ausführen, in den Versicherungsschutz mit ein. Das ist deshalb wichtig, weil so manche Privathaftpflichtversicherung das Hüten fremder Hunde gar nicht auf dem Schirm hat.

Welche Leistungen bietet eine Hundehaftpflichtversicherung?

Alle Schäden, die in die Rubrik Hundehaftpflicht einzuordnen sind, sind bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme versichert. Dies gilt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Wenn Sie die Versicherung abschließen, sollten Sie eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen Euro vereinbaren. Bedenken Sie dabei aber, dass die doppelte Deckungssumme von 10 Millionen Euro nur ungefähr 7 Euro pro Jahr mehr kostet.

Wählen Sie bei Vertragsabschluss am besten gleich eine Versicherungssumme über 10 Millionen Euro.

Die Tierhalterhaftpflicht tritt bei folgenden Schäden in die Leistung ein:

  1. Personenschäden
  2. Sachschäden
  3. Vermögensschäden, die als Folge des Personen- oder Sachschadens eintreten.

Personenschäden
HundehaftpflichtPersonenschäden liegen immer dann vor, wenn Hunde einen Menschen verletzen oder sogar töten, was leider gerade bei Kindern hin und wieder vorkommt. In der Folge ergeben sich zu Recht Schmerzensgeldforderungen und natürlich Kosten für die ärztliche Behandlung sowie Heilbehandlungskosten zum Beispiel für Reha-Maßnahmen. Da es passieren kann, dass der Geschädigte sogar einer lebenslänglichen Rente bedarf, sollte die Versicherungssumme nicht zu niedrig angesetzt werden.

Sachschäden
Nachbars Schuh oder dessen Teppich ist schnell unwiederbringlich zerbissen. Und der angesprungene Radfahrer erschrickt dermaßen, dass beim Sturz das Fahrrad eine Acht bekommt. In solchen Fällen liegt ein Sachschaden vor, der zu ersetzen ist, zum Beispiel durch die Hundehalterhaftpflicht, sofern zuvor eine solche abgeschlossen worden ist.

Vermögensschäden
Es gibt manchmal Vermögensschäden, die auch ohne einen direkten Bezug zu einem Personen- oder Sachschaden zustande kommen. Das klassische Beispiel ist der Verdienstausfall, wenn jemand aus Angst vor dem Hund seinen Bus oder Zug nicht rechtzeitig erreichen konnte. Ein anderes Beispiel dafür wäre eine unbrauchbare Musikaufnahme, in die Ihr Hund laut hinein gebellt hat. Wenn sich dazu ein ganzes philharmonisches Profi-Orchester zusammengefunden hat, kann so etwas teuer werden.

Betrachten wir nun noch jene Leistungen, die über die oben genannten Punkte hinaus gehen und eine gute Hundehaftpflichtversicherung auszeichnen. Weitere Leistungen einer Hundehaftpflichtversicherung im Überblick:

  • Mietsachschäden
  • Flurschäden
  • Verstöße gegen Hundehalterpflichten
  • Verzicht auf Leinen- und Maulkorbzwang
  • Hüten eines Hundes durch dritte Personen
  • Auslandsschutz
  • Forderungsausfalldeckung
  • Ungewollter Deckakt
  • Mitversicherung von Welpen einer versicherten Hündin
Die Tierhalterhaftpflicht deckt neben diesen Schäden auch noch die damit einhergehenden Gerichts- und Prozesskosten ab, fungiert also zum Teil wie eine Rechtsschutzversicherung.

Was Sie noch über die Hundehaftpflicht wissen sollten

  • Die Höhe der Versicherungsprämien wird in erster Linie an der Deckungssumme und an der Höhe der Selbstbeteiligung orientiert.
  • Gesetzlich ist eine Mindestversicherungssumme in Höhe von einer Million Euro vorgeschrieben.
  • Wenn Ihr Hund zum Beispiel in einem Hotel Mietsachen beschädigt, besteht Versicherungsschutz. Dies sollte auch ganz generell für Schäden im Ausland gelten.
  • Fremdhalter sollten unbedingt mitversichert werden.
  • Wird ein Familienmitglied durch einen Hund verletzt, ist die Zahlung von Schmerzensgeld durch die Hundehaftpflichtversicherung kein Thema, weil der rechtliche Status eines Familienmitglieds dem des Hundehalters entspricht.
  • Hundezüchter können neugeborene Welpen in der Regel ein Jahr lang über die Police der Wurfmutter ohne Aufpreis mitzuversichern.
  • Achten Sie auf Versicherungsschutz bei ungewollter Deckung.
  • Manche Gesellschaften bieten Versicherungsschutz für Hundeschlittenrennen an.

Auf was sollte ich beim Hundehaftpflicht-Vergleich besonders achten?

AchtungWenn sich die Leistungen sehen lassen können, ist die etwas höhere Prämie durchaus gerechtfertigt, das heißt, die schnöde Zahl des Preises ist nicht immer das allein selig machende. Die verschiedenen Tarife der Hundehaftpflicht stellen oft die Hunderasse in den Fokus. In manchen Fällen werden bestimmte Hunderassen gar nicht oder nur zu exorbitanten Beiträgen versichert. Dass hierbei die Kampfhunde immer wieder zur Diskussion stehen, sollte angesichts des erhöhten Risikos niemanden wundern.

Wenn ein Hundehalter die Leinen- und Maulkorbpflicht verletzt oder gar selbst verletzt wird, verweigern viele Versicherungsgesellschaften die Leistung. Beim Hundehaftpflicht-Vergleich können Sie zudem darüber entscheiden, welche Leistungen für Sie überhaupt wichtig sind und bestimmte Anteile heraus- oder hinzunehmen. Gehen wir dazu die verschiedenen Leistungskomponenten der Haftpflicht für den Hund mal im Einzelnen durch:

Mietsachschäden
Achten Sie darauf, dass Mietsachschäden an beweglichen und unbeweglichen Dingen abgesichert sind und dies auch im Urlaub greift, damit Schäden im gemieteten Ferienhaus, auch wenn nur die Strandliege angeknabbert wurde, ausgeglichen werden können.

Flurschäden
Schäden, die Ihr Hund in fremden Vorgärten oder Gärten, im Wald oder auf dem Feld sowie auf einem Friedhof verursacht, sind in aller Regel ohnehin in den Leistungskatalog einbezogen, aber Nachfragen kostet ja nichts.

Verzicht auf Maulkorb- und Leinenzwang
Darauf mögen sich nicht so viele Versicherer einlassen. Zwar schreiben sie den Leinenzwang nicht explizit in die Versicherungsbedingungen, aber die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen wird sehr wohl vorausgesetzt. Dort, wo Leinenzwang herrscht, wie dies beispielsweise in Städten der Fall ist, sollten Sie sich tunlichst auch daran halten. Ansonsten bieten Sie der Versicherung rechtlich eine große Angriffsfläche für die Ablehnung der Regulierung. Falls Sie eine Versicherung suchen, die auch dann den Schaden übernimmt, wenn Sie gegen die Leinen- und Maulkorbpflicht verstoßen haben, sollten Sie gezielt nach der folgenden Formulierung in den Versicherungsbedingungen suchen: „Mitversichert ist die gesetzliche Haftpflicht auch beim Führen ohne Leine oder ohne Maulkorb/-schlaufe.“

HundehaftpflichtversicherungHüten des Hundes durch Dritte
Wenn es schon von vornherein klar ist, dass Sie nicht der Einzige sind, der mit Hund nach draußen geht, sollten Sie darauf achten, dass der sogenannte Fremdhüter oder das Hüten durch Dritte mitversichert ist. Dazu sollten Sie aber wissen, dass dies dann nicht für gewerbliche Fremdhüter gilt, sondern lediglich für den Nachbarn, Ihre Tochter oder den Schwiegersohn, die den Hund mit Freude und nicht des Geldes wegen ausführen.

Auslandsschutz
In den meisten Fällen gilt der europaweite Versicherungsschutz ohne zeitliche Begrenzung. Anders bei Reisen ins außereuropäische Ausland. Wer als Rentner mit seinem Hund gleich ein ganzes Jahr im Ausland unterwegs ist oder beruflich eine Stelle in Namibia annimmt und seinen Hund gern mitführen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass die Geltungsdauer ausreichend lang vereinbart ist. Und noch etwas ist in diesem Zusammenhang wichtig: Ihre Hundehaftpflichtversicherung gilt nur dann im Ausland, wenn Sie noch über eine Anschrift und eine Bankverbindung in Deutschland verfügen.

Forderungsausfalldeckung
Forderungsausfalldeckung ist so eine Wortkonstruktion, die immer wieder neu erklärt werden muss. Stellen Sie sich vor, ein fremder Hund richtet bei Ihnen einen Schaden an. Möglicherweise hat er Sie gebissen. Doch der Hundehalter hat weder Geld noch eine Hundehaftpflichtversicherung. Sie können zwar völlig zu Recht Schadensersatzforderungen stellen, aber das nützt ja nichts. Bei vereinbarter Forderungsausfalldeckung würde nun Ihre Hundeversicherung den Schaden an Sie bezahlen.

Der ungewollte Deckakt
Die Versicherung des ungewollten Deckaktes ist nicht selbstverständlich in den Tarifen enthalten. Falls Sie also einen aktiven Rüden haben, könnte diese Option bares Geld wert sein, denn wenn Ihr Hund unerlaubt eine Hündin deckt, würde die Versicherung sämtliche Kosten übernehmen, die sich durch die Aufzucht der Welpen ergeben.

Bitte merken!Versicherung der Welpen
Fast jede Hundehaftpflichtversicherung bezieht die Welpen einer Hündin grundsätzlich in den bestehenden Versicherungsschutz mit ein. Doch genauer hinschauen sollten Sie bei dem Zeitraum, für den dies gilt. Relativ häufig hat sich der Zeitraum von 6 Monaten durchgesetzt. Es gibt aber Anbieter, die den kostenneutralen Versicherungsschutz für die Welpen auf bis zu 18 Monate ausdehnen.

Kleine Checkliste über interessante Optionen einer Hundehaftpflichtversicherung

  • Mietsachschäden
  • Leinen- und Maulkorbzwang
  • Hüten des Hundes durch Dritte
  • Auslandsaufenthalte sind mindestens bis 6 Monate mitversichert
  • Ungewollter Deckakt
  • Voller Versicherungsschutz auch in der Hundeschule
  • Teilnahme an Veranstaltungen mit Hunden ist mitversichert
  • Versicherungsschutz bei Durchführung von Agility*
*Bei Agility handelt es sich um eine Hundesportart. Dabei soll das Tier auf einem Parcours mehrere Hindernisse in fester Reihenfolge innerhalb einer bestimmten Zeit überwinden. Der Hundeführer darf dabei nur mit akustischen Zeichen und Körpersprache den Weg in Erinnerung rufen.

Welche Ausschlüsse gibt es bei der Haftpflicht für Hunde?

Haftpflichtversicherung HundEs gibt immer wieder Schäden, die die Hundehaftpflichtversicherung vom Versicherungsschutz ausschließt. Dazu gehören vor allem jene Schäden, die an dem eigenen Hab und Gut entstehen können. Wenn Ihr Hund also das Sofa in Ihrem Wohnzimmer auseinandernimmt, fehlt es wohl noch etwas an Erziehung, aber nicht an Geld, schon gar nicht an jenem der Versicherungsgesellschaft. Auch so manches Auto hat schon unter blindwütiger Hundebeißwut gelitten.

Zerfleischt der Hund die Puppe der Tochter oder den Fußball des Sohnes, geht die Versicherung völlig unbeeindruckt darüber hinweg. Der Hund könnte sogar Ihr Kind beißen, das dann medizinisch behandelt werden muss, auch in diesem Fall zeigt die Versicherung für Ihren Hund die kalte Schulter. Und wenn Sie beim Streit am Gartenzaun Ihren Hund mit dem Befehl „Fass“ auf Ihren ungeliebten Nachbarn hetzen, dann ist das Vorsatz und ein Fall für den Staatsanwalt, aber für die Versicherung Grund genug, das Portemonnaie wieder einzustecken.

Gewerblich genutzte Tiere wie Wachhunde, Jagdhunde, Hütehunde und so weiter müssen grundsätzlich durch eine Betriebshaftpflicht versichert werden, sodass die Hundehaftpflichtversicherung hier außen vor ist.

Der Halter eines Kampfhundes muss in aller Regel sehr lange suchen, bis er eine Haftpflicht für seinen Hund findet, sofern er überhaupt fündig wird. Viele Versicherungsgesellschaften führen Listen über nicht versicherbare Hunderassen. Kampfhunde stehen aufgrund des hohen Risikos meistens gleich ganz oben auf Platz 1 in diesen Listen. Aber gerade darin verbirgt sich auch wieder ein Geschäft. Deshalb haben einige Gesellschaften den Spieß umgedreht und wagen es, Versicherungsschutz gegen einen außerordentlich hohen Selbstbehalt anzubieten, was zuweilen unter der Bezeichnung Kampfhunde-Haftpflicht läuft.

Wodurch werden die Hundeversicherung-Kosten beeinflusst?

Bitte genau hinschauenDen Versicherungsgesellschaften liegen durchaus unterschiedliche Kalkulationsmodelle zugrunde. Schon deshalb macht der Hundehaftpflicht-Vergleich einen Sinn. Aber wie wird so eine Prämie für die Haftpflicht für den Hund überhaupt berechnet? Gewiss spielt bei allen Gesellschaften die Deckungssumme eine entscheidende Rolle, aber auch die Hunderasse findet oftmals ein hohes Maß an Berücksichtigung.

Versicherungen haben es sich zur Gewohnheit gemacht, Statistiken eingehend zu betrachten, daraus schöpfen sie ihre Gewinne. Aus diesen Zahlenkolonnen können sie zum Beispiel ablesen, dass ältere Hundehalter signifikant weniger Schäden verursachen. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Versicherung immer noch gute Gewinne macht, wenn sie älteren Hundebesitzern relativ günstige Beiträge anbietet.

Auf der anderen Seite finden sich viele Schäden bei Kampfhunden. Diese stechen in der Statistik so klar hervor, dass manche Gesellschaften fest entschlossen sind, sich an diesen Hunderassen nicht die Finger zu verbrennen, also wird auf einen Kampfhund erst gar nicht eine Police ausgestellt oder die Prämie wird unbezahlbar hoch angesetzt.

Wer seinen Hund versichern möchte, kommt in aller Regel mit ganz individuellen Anforderungen daher. Diese sollen möglichst vollumfänglich in den Hundeversicherung-Vergleich einfließen. Um dies weitestgehend zu gewährleisten, werden beim Hundehaftpflicht-Vergleich die folgenden Informationen abgefragt:

  • Zahl der zu versichernden Hunde?
  • Sind Kampfhunde dabei?
  • Welche Deckungssummen wünschen Sie?
  • Möchten Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren?

Wir raten immer dazu, mit den Eingaben erst einmal etwas „herumzuspielen“. Auf diese Weise kriegen Sie ein Gefühl dafür, wie sich die Deckungssumme, die Selbstbeteiligung oder der Einschluss eines Kampfhundes auf die Hundeversicherung-Kosten auswirkt.

Die Selbstbeteiligung ist ein Schlüsselparameter beim Hundehaftpflicht-Vergleich

Wenn Sie sich auf eine Selbstbeteiligung zum Beispiel in Höhe von 150 oder sogar 500 Euro einlassen, senken Sie Ihren Jahresbeitrag für die Hundehaftpflicht immens. Das bedeutet aber auch, dass Sie bei jedem einzelnen Schadensfall erst einmal die entsprechende Eigenleistung selbst aufbringen müssen. Nur den Kostenanteil, der über Ihre Selbstbeteiligung hinausgeht, übernimmt die Versicherung.

Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass Tarife ohne Selbstbeteiligung etwas vorteilhafter und auch unbürokratischer sind. Falls Sie sich eine Hundeversicherung kaum leisten können, ist es aber immer noch besser, einen günstigen Tarif in der Hand zu haben, der zumindest die ganz hohen Schäden übernimmt.

Wie ist die Vertragslaufzeit geregelt?

Die Mindestlaufzeit einer Hundehaftpflichtversicherung beträgt in aller Regel 1 Jahr und die Kündigungsfrist 3 Monate. Wenn also der Versicherungsbeginn auf den 1. Januar datiert ist, sollte Ihre Kündigung spätestens am 30. September bei der Versicherung eingehen. Nehmen Sie diese Frist nicht wahr, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Als interessante Alternative werden auch Verträge mit längeren Laufzeiten angeboten, die mit einem gewissen Rabatt verknüpft sind.

Sie können sich ohne Weiteres auf einen Zehnjahresvertrag einlassen, denn bereits nach 3 Jahren steht Ihnen per Gesetz das Recht auf ordentliche Kündigung zu. Und sollte Ihr Hund versterben, fällt ohnehin der „Versicherungsgegenstand“ weg.

Wie kann ich die Hundehaftpflicht kündigen?

Zunächst einmal ist da die Mindestvertragslaufzeit. Entweder, wie oben beschrieben, einjährig mit dreimonatigem Vorlauf des Kündigungsschreibens, oder Sie müssen den Vertrag mindestens 3 Jahre bestehen lassen. Senden Sie also unter Beachtung der Kündigungsfrist Ihre schriftliche Kündigung mit Unterschrift rechtzeitig an die Versicherungsgesellschaft und nennen Sie darin die relevanten Vertragsdaten wie zum Beispiel die eindeutige Versicherungsnummer, damit Ihr Anschreiben auch schnell und problemlos zugeordnet werden kann. Ausschlaggebend ist stets der Posteingangsstempel. Ist dieses Datum zu spät, verlängert sich Ihre Hundehalterhaftpflicht automatisch um ein ganzes Jahr.

Die außerordentliche Kündigung ist für kurze Zeit nach jedem Schadensfall möglich, egal, ob reguliert wird oder nicht.

Hundehaftpflichtversicherung – eine kurze Zusammenfassung

  • Wichtiger HinweisDie Begriffe Hundehalterhaftpflicht, Hundehalterhaftpflichtversicherung, Hundehaftpflicht und Hundehaftpflichtversicherung meinen eigentlich alle das Gleiche, wobei die „Hundeversicherung“ lediglich ein Sammelbegriff für ziemlich unterschiedliche Versicherungsformen ist.
  • Sie müssen grundsätzlich eine Haftpflichtversicherung für jeden Hund einzeln abschließen. Wenn zum Beispiel Ihr Kind zu Weihnachten ein niedliches Jungtier geschenkt bekommt, brauchen Sie auch dafür einen neuen Vertrag für eine Hundehaftpflicht. Es ist sehr sinnvoll, die Hundehaftpflicht dann das ganze Tierleben lang bestehen zu lassen. Wenn der Hund stirbt, erlischt die Haftpflicht für den Hund.
  • Der Deutsche Tierschutzbund ist eine Dachorganisation der Tierheime und Tierschutzvereine und empfiehlt grundsätzlich den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für den Hund.
  • Eine Hundehaftpflicht deckt Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden ab, die Ihr Hund möglicherweise bei Dritten verursachen könnte.
  • Die Versicherungssumme sollte mindestens 5 Millionen Euro betragen. In diesem Zuge sollten auch Schäden während eines Auslandsaufenthalts und an angemieteten Gegenständen mitversichert sein.
  • Der Versicherungsschutz beinhaltet auch eine „passive Rechtsschutzversicherung“. Dies betrifft vor allem Situationen, in denen ein vermeintlich Geschädigter etwas geltend machen möchte, was bei näherer Betrachtung aber unberechtigt ist. Der Versicherte kann dann die unberechtigten Ansprüche juristisch abwehren. Die Tierhalterhaftpflicht wird in diesem Fall einen Gerichtsprozess lostreten und dafür aufkommen.
  • Welpen sind während der ersten Lebensmonate Bestandteil der Hundehaftpflicht des Muttertieres. Aber wenn die Welpen ein halbes Jahr alt sind, brauchen sie ihre eigene Hundehalterhaftpflicht.
  • Die meisten Risiken können Sie schon mit einem Basis-Tarif absichern. Comfort-Tarife bieten zum Beispiel höhere Versicherungssummen oder die Kostenübernahme bei ungewollter Deckung oder versichern die Welpen über 6 Monate hinaus mit.
  • Machen Sie den Hundehaftpflicht-Vergleich am besten vor der Anschaffung eines Hundes. Gleiches gilt für den Hundekrankenversicherung-Vergleich. Auf diese Weise wissen Sie ziemlich genau, welche Hundeversicherung-Kosten auf Sie zukommen, denn es ist niemandem damit gedient, wenn Sie den Hund eines Tages im Tierheim abgeben müssen. Der Leidtragende ist dann vor allem Ihr Hund.