Reisetipps Zypern

Sehenswertes Zypern

Region: Lárnaka

Alt-Kíti

An der Ausgrabungsstelle im Nordosten sind eine Stadtmauer, die Grundmauern von Tempeln und Kupferwerkstätten zu erkennen. Mo-Fr 9-14.30 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Makherás Street

Archäologisches Bezirksmuseum

Ausgestellt sind Funde aus Lárnaka, Choirokoitía und aus den Dörfern Pýla und Ársos, wo es in der Antike ein Aphrodite-Heiligtum gab. Mo-Fr 9-14.30 Uhr, Do auch 15-17 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Kalógreon Square

Fort

Die Festung am westlichen Ende der Uferpromenade entstand 1625. Im fotogenen Innenhof sind alte Steinanker, Kanonen und Kanonenkugeln zu sehen, außerdem Funde von Ausgrabungen in der Nähe. Mo-Fr 9-17 Uhr (Mai-Sept. bis 19 Uhr) | Eintritt 2 Euro | Ánkara Street (Uferpromenade)

Lazarus-Kirche

Der mittelalterliche Name der Stadt Lárnaka leitet sich vom griechischen Wort für Sarkophag, dem Wort Larnax, ab. Sarkophage hat man in Lárnaka in großer Zahl gefunden. Einer davon, im 9. Jh. entdeckt, trug die Aufschrift „Lazarus, der Freund Christi“. Für die Menschen damals stand fest, dass es sich um jenen Mann handeln musste, den Christus von den Toten erweckt hatte. Die Krypta, in der Lazarus beigesetzt war, ist unter dem Altarraum noch heute zu sehen. Bemerkenswert sind die Schnitzarbeiten an der Ikonostase. Das kleine Kirchenmuseum in der Nordwestecke des Kirchhofs zeigt einige schöne Ikonen und liturgisches Gerät. Tgl. 8-12.30 und 15.30-18.30 Uhr (Sept.-März 14.30-17 Uhr) | Eintritt Museum ca. 1 Euro | Ágios Lázaros Street

Pierides-Sammlung

Bemerkenswerte Privatsammlung in einer Privatvilla aus dem 19. Jh. Zu sehen ist vor allem hervorragende Keramik von der Kammstrichware der Jungsteinzeit bis hin zu mittelalterlichen Exponaten. Faszinierend sind die Gefäße im zweifarbigen Freifeldstil aus dem 7. Jh. v. Chr. Mo-Do 9-16 Uhr, Fr und Sa 9-13 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Zénon Kitieus Street 4

Städtische Kunstgalerie

Ausstellung zeitgenössischer Kunst in alten Lagerhäusern von 1881. Di-Fr 10-13 und 16-18 Uhr (Mai bis Sept. 17-19 Uhr), Sa 10-13 Uhr, Okt.-Mai auch So 10-13 Uhr | Eintritt frei | Europe Square

Türkenviertel

Das ehemalige Türkenviertel der Stadt liegt unmittelbar westlich des Forts, wo auch die bedeutendste Moschee der Stadt steht, heute von Arabern genutzt. Ein Gang durch das Viertel mit seinen alten Häusern lässt die Atmosphäre des alten Zypern erahnen.

Region: Limassol

Archäologisches Bezirksmuseum

Im kleinen Museum werden zweitrangige Funde aus dem Gebiet um Limassol und Amathoús gezeigt. Als Objekte des Alltags sind Schlüssel aus dem 5. bis 3. Jh. v. Chr. interessant. Di, Mi, Fr 8-15 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-15 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Cannings/Ecke Byron Street

Carob Mill

Im ansehnlich restaurierten, 1937 erbauten Komplex einer großen Johannisbrotmühle sind nicht nur zahlreiche schicke Restaurants, Cafés und eine Mikrobrauerei untergebracht, sondern auch eine sehr anschauliche Ausstellung zur einstigen Bedeutung der Schoten des Johannisbrotbaums für Zypern. Tgl. ca. 10-22 Uhr | Vasilissis Street (an der Burg) | Johannisbrotausstellung frei

Kellereien

Die vier großen Weinkellereien von Limassol, Keo, Sodap, Etko und Loel, sowie die Keo-Brauerei können vormittags besichtigt werden. Termine nennt die Tourist-Information. Alle Kellereien liegen an der Straße vom Stadtzentrum zum Hafen

Museum des zypriotischen Mittelalters

In der Burg aus dem 14. Jh. sind neben Grabplatten, Rüstungen und Waffen auch Fotos mittelalterlicher Bauten Zyperns ausgestellt. Beeindruckend ist die gotische Halle des Wehrbaus, von der eine Wendeltreppe aufs Dach führt. |Di-Sa 9-17 Uhr, So 10-13 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro | Irinis Street

Region: Famagusta

Kirche ágios Geórgios

Die einstige orthodoxe Kathedrale Famagustas wurde im 15. Jh. im gotischen, ganz nach außen gewandten Stil erbaut. An ihre Südwand angelehnt ist eine kleinere Kirche im typisch byzantinischen, viel stärker nach innen gekehrten Stil. Nur von außen zu betrachten | M. Ersu Sok.

Lala-Mustafa-Moschee

Gut 90 Jahre nach dem Baubeginn an der gotischen Kathedrale von Nicosia und kurz nach der Vertreibung der letzten Kreuzritter aus dem Heiligen Land prosperierte das fränkische Königreich auf Zypern so sehr, dass man mit dem Bau einer zweiten Kathedrale in Famagusta begann, die in 28 Jahren fertiggestellt war und gleichzeitig mit der Sophienkathedrale in Nicosia 1326 geweiht wurde. Sie ist im Stil der Gotik erbaut; ihre prächtige Westfassade erinnert an die gotischen Kathedralen Frankreichs. Nur ein angebautes Minarett verrät, dass die Kirche 1571 in eine Moschee umgewandelt wurde. Frei zugänglich

Othello-Turm

Den Hafen von Famagusta sicherte im Mittelalter eine Zitadelle, die in die Stadtmauern integriert war. Man nennt sie seit der britischen Kolonialzeit den Othello-Turm, weil Shakespeares Tragödie ja auf Zypern spielt und diese kleine Burg am besten als Schauplatz der Ermordung von Othellos Gattin Desdemona vorstellbar ist. Mai-Sept. tgl. 9-19 Uhr, Okt.-April tgl. 9-13 und 14-16.45 Uhr | Eintritt 6 YTL | Cengiz Topel

Region: Agía Nápa

Hellenistische Gräber

Auf der Halbinsel Makrónissos westlich des Zentrums wurden in hellenistisch-römischer Zeit 19 Gräber in den Fels gehauen. Stufen führen hinunter in die Grabkammern, in denen die Toten in Tonsärgen beigesetzt waren. Frei zugänglich

Kloster Agía Nápa

Vom lauschigen Innenhof des um 1530 gegründeten Klosters mit Brunnenhaus und antikem Wasserspeier in Form eines Eberkopfes führen Stufen hinab in die Höhlenkirche des Konvents. Vor dem Südtor des Klosters steht ein über 400 Jahre alter Maulbeerfeigenbaum. Das Kloster wird heute als ökumenisches Tagungszentrum genutzt. Frei zugänglich

Thálassa

Hauptattraktion des modernen Meeresmuseums ist der seetüchtige Nachbau eines Frachtenseglers, der vor 2300 Jahren vor der Küste von Kerýneia sank. Juni-Sept. Mo 9-13 Uhr, Di-So 9-13 und 18-22 Uhr, Okt.-Mai Mo 9-13 Uhr, Di-Sa 9-17 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro | Krío Neró Avenue 14

Region: Nicosia

Ágios-Giannis-Kathedrale

Die orthodoxe Kathedrale der Stadt ist ein überraschend kleiner Bau, der 1662 auf den Ruinen einer Kreuzritterkirche erstand. Der Innenraum wurde zwischen 1736 und 1756 vollständig ausgemalt. Mo-Sa 8-12 und Mo-Fr 14-16 Uhr | Eintritt frei | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Arabahmet-Moschee

Die Moschee im sehenswerten, nach ihr benannten Altstadtviertel gilt als schönster islamischer Kultbau in Nicosia. Sie stammt aus dem 17. Jh. und heißt nach einem der Offiziere, die 1571 an der Eroberung Zyperns durch die Ottomanen teilnahmen. Stimmungsvoll ist der moslemische Friedhof neben der Moschee mit seinen alten Grabmälern. Außer zu Gebetszeiten frei zugänglich | Sehit Salahi Şevket Cad. | Nordnicosia

Bank of Cyprus Cultural Foundation

Kunstobjekte vom 2. Jt. v. Chr. bis zum Mittelalter, wohltuend modern präsentiert. Cafeteria im Obergeschoss. Mo-Fr 10-17 Uhr | Eintritt frei | Phaneroménis Street 86

Büyük Hamam

Das schlichte „Große Türkische Bad“ wird noch genutzt: Man wäscht und entspannt sich und lässt sich massieren. Das gotische Eingangsportal deutet darauf hin, dass es von den Osmanen in einer ehemaligen katholischen Kirche eingerichtet wurde. Tgl. 7-22.30 Uhr | Besichtigung ca. 2 Euro, Waschen ca. 10 Euro, Waschen und Massage ca. 20 Euro | Büyük Han Cad. | Nordnicosia

Büyük Han

Die 1572 gleich nach der Eroberung Zyperns von den Ottomanen gegründete „Große Karawanserei“ wurde vollständig restauriert. Wo einst Händler mit ihren Maultieren und Kamelen übernachteten, finden sich jetzt ein sehr stimmungsvolles Café-Restaurant, Kunsthandwerksläden und kleine Galerien. So geschl. | Eingänge Arasta Sok. und Kurtbaba Sok. | Nordnicosia

Erzbischöflicher Palast

Als Zypern 1960 unabhängig wurde, ließ sich Makários III. in der Altstadt einen weitläufigen Palast bauen. Hier residierte er bis 1977 als Erzbischof und Staatspräsident zugleich. Seine Statue steht heute vor dem Palast, in dem jetzt Erzbischof Chrysóstomos II seinen Sitz hat. Keine Innenbesichtigung möglich | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Ethnografisches Museum

Das volkskundliche Museum ist im alten Erzbischofspalast untergebracht. Ein Schwerpunkt der Sammlungen ist technisches Gerät aus der Zeit vor der Industrialisierung. Zu sehen sind Trachten und Webarbeiten, Hohlsaumstickereien aus Páno Léfkara und schöne, geschnitzte Holztruhen, Schmuck und Hausrat, Ikonen und naive Gemälde. Mo-Fr 9-14 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Famagusta-Tor

Das Stadttor aus venezianischer Zeit dient als Kulturzentrum, in dem u. a. Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Das Tor, unter den Venezianern Porta Giuliana genannt, besteht aus einem 35m langen Gang, der aus der Stadt in den Wallgraben führt. Links und rechts des Durchgangs lagen die Räume der Wachmannschaften. Mo-Fr 10-13 und 16-19 Uhr (Aug. 17-20 Uhr) | Nikifóros Phókas Avenue | Südnicosia

Freiheitsdenkmal

Das moderne Denkmal auf der Stadtmauer gegenüber vom Neuen Erzbischöflichen Palast zeigt die Befreiung des zypriotischen Volkes von der britischen Kolonialherrschaft durch die Freiheitskämpfer der EOKA. Es wird von der Statue der personifizierten Freiheit bekrönt. Nikifóros Phókas Avenue | Südnicosia

Haus des Hadjiyorgákis Kornésios

Das Museum zeigt den Lebensstil eines wohlhabenden Griechen auf Zypern im 18. Jh. Hier wohnte 1779 bis 1809 Hadjiyorgákis Kornésios mit seiner Familie. Er hatte während dieser Zeit das Amt des Dragomans inne, des obersten christlichen Verwaltungsbeamten der Insel. Er überwachte für die christliche Kirche und den türkischen Sultan die Steuereintreibung bei den Christen und galt zugleich als Sprecher seiner Glaubensbrüder, der jederzeit direkten Zugang zum Sultan hatte. Mo 8.30-14 Uhr, Di, Mi, Fr 8.30-15.30 Uhr, Do 8.30-17 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Patriarch Gregórios Street | Südnicosia

Ikonen-Museum

Das in einem Seitentrakt des Neuen Erzbischofspalasts untergebrachte Museum zeigt in zwei Sälen weit über 100 der schönsten und wertvollsten zypriotischen Ikonen und Mosaike. Sie stammen aus dem 8. bis 18. Jh. und geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Stilrichtungen, die westlichen Einflüsse und die Thematik byzantinischer Kunst. Mo-Fr 9-16.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Kumarcılar Han

Die „Karawanserei der Glücksspieler“ aus dem 17. Jh. wird zurzeit restauriert und ist daher nur von außen zu betrachten. Durchziehende Händler fanden hier einst in 52 Räumen Unterkunft. Asma Alti Sok. | Nordnicosia

Laikí Gitoniá

Viele Häuser in der Altstadt müssten dringend renoviert werden. In einem kleinen Teil hat die Stadt diese Aufgabe übernommen: in der Laikí Gitoniá. Seit 1984 wurde hier ein romantischer Winkel geschaffen, mit mehreren stimmungsvollen Tavernen und einigen Souvenirgeschäften. Hier herrscht die südländische Stimmung, die man im Urlaub sucht und genießt. Zwischen Regaena und Hippocrates Street | Südnicosia

Levendis-Museum

Das Museum am Rand der Laikí Gitoniá präsentiert Dokumente und Objekte, die das Leben in Nicosia während der letzten drei Jahrtausende illustrieren. Di-So 10-16.30 Uhr | Eintritt frei | Hippocrates Street | Südnicosia

Mevlevi Tekke Museum

Im ehemaligen Kloster des türkischen Derwisch-Ordens werden neben türkischem Kunstgewerbe vor allem Musikinstrumente und Kostüme der „Tanzenden Derwische“ gezeigt, deren Bruderschaft mit Hauptsitz im türkischen Konya von Kemal Atatürk verboten wurde. Tgl. 9-13 u. 14-17 Uhr, Nov.-April nur 9-14 Uhr | Eintritt 4,50 YTL | Girne Cad. | Nordnicosia

Motorrad-Museum

Über 150 Motorräder aus der Zeit zwischen 1914 und 1983. Mo-Fr 9-13 und 15-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Graníkou Street 44

Museum des nationalen Kampfes

Das Museum zeigt erschütternde Zeugnisse aus dem Kampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Mo-Fr 8-14, Do außer im Juli/Aug. auch 15-17.30 Uhr | Eintritt frei | Archbishop Kiprianós Square | Südnicosia

Observatorium

Vom 11. Stock des Ermes-Hochhauses an der Lídras Street überblickt man ganz Nicosia. Über Tonband gibt es mehrsprachige Erklärungen zur Stadtgeschichte. Juni-Aug. tgl. 10-20 Uhr, Nov.-März tgl. 9.30-17 Uhr | Eintritt ca. 1 Euro | Eingang in der Arsinóis Street | Südnicosia

Omeriye-Bäder

Der türkische Hamam (Turkish Bath) ist heute ein stimmungsvolles Wellnesscenter. Besichtigung nur Mo 11-17 Uhr | Führung ca. 2,50 Euro | Tillýrias Square

Selimiye-Moschee/Sophien-Kathedrale

Die heutige Hauptmoschee von Nicosia wurde 1208 bis 1236 als gotische Krönungskathedrale der aus Frankreich stammenden Könige von Zypern erbaut. Die gotischen Spitzfenster und das gotische Maßwerk sind bestens erhalten, nur der Innenraum wurde nach islamischen Vorgaben von sämtlichem bildlichem Schmuck befreit. Außer zu Gebetszeiten frei zugänglich | Arasta Sok. | Nordnicosia

Stadtmauern

Die Stadtmauer aus venezianischer Zeit, auf der heute auf weiten Strecken eine Straße verläuft, war durch elf Bastionen verstärkt. Nur drei Tore führten ursprünglich hindurch: neben dem Famagusta-Tor das Páfos-Tor im Westen und das Kerýneia-Tor im Norden. Der breite Wallgraben ist noch gut zu erkennen, obwohl in ihm jetzt Sportstätten und Parkplätze angelegt sind.

Zypern-Museum

Das schönste und wertvollste, was Archäologen auf Zypern fanden, ist in den 16 Sälen dieses angenehm kleinen Museums ausgestellt. Die Briten erbauten es zu Beginn des 20. Jhs. In zwei Stunden gewinnen Sie einen Überblick über die kulturelle Entwicklung der Insel von der Jungsteinzeit bis zum frühen Mittelalter.

Saal 1 zeigt, dass die Menschen vor fast 8000 Jahren schon gleiche Grundbedürfnisse hatten wie wir. Kreuzförmige Idole aus Andesitgestein, die wahrscheinlich wie Amulette getragen wurden, sollten ihre Besitzer vor übernatürlichem Übel bewahren. Halsketten wie die aus Röhrenmuscheln und Karneol wurden als Schmuck getragen. Schalen aus Stein sowie Schüsseln und Krüge aus Ton dienten als Haushaltsgeräte. Auch diese frühe, 6000 Jahre alte Keramik verdeutlicht, dass der Mensch nicht nur nach funktionstüchtigen, sondern auch schönen Alltagsgegenständen strebte: Schüsseln und Krüge waren rot poliert und bemalt und häufig mit wellenförmigen Linien geschmückt, die mit einem kammartigen Werkzeug in die noch feuchte Farbe geritzt wurden. Man nennt diese frühe Keramikgattung deshalb auch Kammstrichware. Saal 2 verrät etwas aus dem Leben in der frühen Bronzezeit. Drei schöne Terrakottamodelle zeigen Tempelszenen und Bauern beim Pflügen. Die rot glänzenden Keramikgefäße sprechen für ein Denken, das noch nach einer Ordnung suchte. Da sind große Gefäße, die aus bis zu sieben kürbisförmigen Einzelteilen zusammengesetzt sind und andere, deren Ränder mit phantasievollen Menschen- und Tierkopfdarstellungen verziert sind. Saal 3 präsentiert im „Schnelldurchgang“ die weitere Geschichte der zypriotischen Keramik. Man sieht importiere Ware aus Athen, Kreta und Mykene. Prachtexemplare der einheimischen Keramik sind zwei Vasen im Freifeldstil aus dem 7. Jh. v. Chr. Die eine zeigt einen Stier, der an einer geöffneten Lotusblüte schnüffelt, die andere einen stilisierten Vogel, der einen Fisch im langen Schnabel hält. Saal 4 zeigt einen Teil der rund 2000 Votivfiguren, die in einem archaischen Heiligtum an der Nordküste gefunden wurden. Sie werden so präsentiert, wie die Archäologen sie in der Erde entdeckt haben. Die kleinsten sind nur 10 cm hoch, manche erreichen aber auch Lebensgröße. Die menschlichen Figuren sind so individuell, dass sie Porträts der Stifter darstellen könnten, die durch die Hinterlegung ihrer Statue Schutz der Gottheit erhofften. Saal 5 und 6 befassen sich mit der Entwicklung der Großskulptur auf Zypern. Besonders eindrucksvoll sind die archaischen Löwen aus Tamassós. In Saal 7 sind zahlreiche Objekte zu finden, die mit Zyperns Haupteinkommensquelle in der Antike, dem Kupfer, zusammenhängen - darunter Kupferbarren aus der Bronzezeit, die die Form gespannter Ochsenhäute haben, und Kultfiguren aus Kupfer wie der berühmte Gehörnte Gott von Enkomi und der Barrengott, der mit einem Speer bewaffnet auf einem Kupferbarren steht. Saal 8 zeigt in Rekonstruktionen, wie Menschen von der Jungsteinzeit bis zum 5. Jh. v. Chr. bestattet wurden. Im Saal 9 sieht man Grabdenkmäler aus dem 6. bis 3. Jh. v. Chr. Saal 10 präsentiert die Entwicklung der zyprischen Schrift. Saal 11 beherbergt Funde aus den Königsgräbern von Sálamis. Sehenswert sind die Elfenbeinarbeiten an den königlichen Möbeln und ein großer Bronzekessel auf eisernem Dreifuß aus dem frühen 8. Jh. In Saal 12 erhält man anhand mehrerer Dioramen eine Vorstellung von antiker Kupfergewinnung und -verhüttung. Saal 13 präsentiert römische Statuen, die aus Sálamis hierher gebracht wurden. Saal 14 ruft noch einmal mit kleinen Objekten die Welt der vorgeschichtlichen Zeit in Erinnerung. Man sieht Wagenmodelle, die als Kinderspielzeug gedient haben mögen, und Terrakottafiguren gebärender Frauen. Di, Mi, Fr 8-16 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-16 Uhr, So 10-13 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro | Museum Street 1 | Südnicosia

Region: Páfos

Agía Solomoní

Die Felsgräber der heidnischen Welt wurden in christlicher Zeit für verschiedene Zwecke genutzt: als Gefängnis, als Steinbrüche oder auch als Kapellen. So ist auch das antike Felsgrab der hl. Solomoní zur Kapelle geworden. Am Niedergang zur Kapelle steht ein auffälliger Baum. An seine Zweige sind zahlreiche Taschentücher und Stofffetzen geknotet. Dieser uralte Brauch soll in der Kapelle gesprochene Gebete wirksamer machen. Apostolos Pavlos Avenue | Eintritt frei

Archäologischer Park

Im Archäologischen Park liegen die Mosaike, das Odeon und die Festung Saranda Kolonnes, die nachstehend einzeln beschrieben werden. Eintritt zahlt man nur einmal an der Kasse am großen Parkplatz am Hafen. Juni-Aug. tgl. 8-19.30 Uhr, Sept. bis Mai tgl. 8-17 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro

Archäologisches Bezirksmuseum

Das kleine Museum besitzt edlen Goldschmuck aus der Zeit 15. Jh. v. Chr. bis 3. Jh. n. Chr., gute Beispiele für römisches Glas und römische Wärmflaschen aus Ton, die Gliedmaße und andere Körperteile eines Mannes nachbilden. Di, Mi, Fr 8-15 Uhr, Do 8-17 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Dighénis Street

Byzantinisches Museum

Übersichtliche Sammlung von Ikonen aus dem 12. bis 18. Jh., liturgische Gewänder und liturgisches Gerät. Juni-Sept. Mo-Fr 9-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Andréa Ioánnou Street | Ktima

Hafen

Die Mole des nur noch für Fischer- und Ausflugsboote genutzten Hafens liegt über einer der beiden antiken Molen, von der am Molenende noch einige Steinblöcke zu sehen sind. Am Ansatz der Mole liegt ein türkisches Fort, das zu besichtigen sich wegen des Blicks über Páfos lohnt. Fort Juni-Aug. tgl. 9 bis 19.30 Uhr, Sept.-Mai tgl. 9-17 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro

Königsgräber

Von den Wohnhäusern des antiken Páfos ist nichts erhalten. Eine Vorstellung davon, wie die reichen Ptolemäer in den beiden letzten vorchristlichen Jahrhunderten wohnten, vermitteln aber ihre Gräber. Die schönsten sind nahe dem Meer aus dem felsigen Untergrund herausgearbeitet worden. Sie besitzen einen Innenhof, der von Säulen oder Pfeilern umstanden wird. Von diesem Hof gehen verschiedene Grabkammern ab. In einem dieser großen Gräber wurde im Innenhof ein gewaltiger Felsblock stehen gelassen, in dem eine Treppe zu einem Brunnen hinunterführt. Andere Teile des Blocks wurden ebenfalls für Grabkammern genutzt. Juni bis Aug. tgl. 8-19.30 Uhr, Sept. bis Mai tgl. 8-17 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Tombs of the Kings Road

Mosaike

Nordwestlich des Fischerhafens lag das Zentrum der römischen Stadt. Es war von hohen Mauern umgeben, die nicht mehr erhalten sind. Hier standen großzügige Villen und Verwaltungsbauten, die mit kostbaren Bodenmosaiken verziert waren. Seit ihrer Entdeckung 1962 hat man ein ganzes Bilderbuch der antiken Mythologie freigelegt und restauriert.

Die Mosaike stammen zum größten Teil aus dem 3. und 4. Jh. Sie verteilen sich auf vier verschiedene Häuser, die die Archäologen jeweils nach einem der darin gefundenen Mosaike benannten.

Im Haus des Dionysos ist das große Bildfeld mit den Szenen einer Weinlese besonders schön. Es steckt voller lebendiger Details.

Ähnlich anschaulich erzählen auch die übrigen Mosaike antike Sagen voller Dramatik und Lebenslust. Wer sie kennenlernen möchte, nimmt am besten an einem geführten Ausflug zu den Mosaiken teil oder kauft sich an der Kasse einen deutschsprachigen Führer.

Vom Haus des Dionysos geht es weiter zum Haus des Aion, in dem weitere mythologische Themen dargestellt sind. Danach kommt man zum Haus des Theseus mit einem ganz außergewöhnlichen Mosaik, dessen Zentrum ein großes, rundes Bildfeld einnimmt. Es zeigt in der Mitte den Athener Helden Theseus, der gerade den Stier Minotaurus im Labyrinth auf Kreta besiegt hat. Die Personifikation des Labyrinths ist links unten dargestellt, der Minotaurus liegt rechts unten vor dem Helden. Rechts oben ist die Insel Kreta als König personifiziert; links oben ist die Königstochter Ariadne zu erkennen, deren Faden es Theseus ermöglichte, den Weg aus dem Labyrinth zu finden.

Vom Haus des Theseus kommt man abschließend ins Haus des Orpheus mit drei weiteren Mosaiken. | Im Archäologischen Park

Museum des zyprischen Kulturlebens

In diesem privaten Museum in einer Villa aus dem Jahr 1894 sind ansprechend dekoriert verschiedene Objekte aus dem zypriotischen Alltag der letzten Jahrhunderte zu sehen. Mo-Sa 9-18 Uhr, So 9-13 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro | Éxo Vrýssi Street 1

Odeon

In unmittelbarer Nähe der Häuser mit den Mosaiken ragt ein kurzer, weißer Leuchtturm aus britischer Zeit in den Himmel. Unterhalb des Turms wurde das römische Odeon freigelegt, ein kleines Theater für lyrische Wettbewerbe und musikalische Darbietungen. Von den zwölf Sitzreihen aus blickt man auf eine große Fläche, die in der Antike voller Leben war - das Forum, also der Marktplatz. Im Archäologischen Park

Paulus-Säule

In der biblischen Apostelgeschichte wird berichtet, dass Paulus in Páfos war und hier Gelegenheit hatte, dem römischen Prokonsul die Macht des Christentums zu demonstrieren: Er schlug einen heidnischen Magier mit Blindheit. Die lokale Legende weiß auch, dass Paulus in Páfos ausgepeitscht wurde. Die Säule, an der er während der Auspeitschung festgebunden war, wird noch heute auf dem Gelände einer frühchristlichen Basilika bei der mittelalterlichen Kirche Panagía Chrissopolítissa gezeigt.

Saranda Kolonnes

Eine der am stärksten zerstörten und dennoch schönsten Burgruinen von Zypern steht oberhalb des Fischerhafen. Die Kreuzritter erbauten die Burg gleich nach ihrer Besitzergreifung der Insel 1192, schon 30 Jahre später wurde sie durch ein Erdbeben zerstört und fortan als Steinbruch genutzt. Ihren Namen, der „40 Säulen“ bedeutet, erhielt sie, weil man zu ihrem Bau 40 Granitsäulen vom benachbarten römischen Forum wiederverwendete. Sie stützen z.B. die Mauern des Burgeingangs im Osten. Im Archäologischen Park

Region: Tróodos

Agía Mávra

An der schmalen Straße von Péra Pédi nach Koiláni wachsen in einer kleinen Schlucht die höchsten Platanen Zypern. Hier steht über einem kräftig sprudelnden Quell seit dem 15. Jh. das Kirchlein Agía Mávra mit einigen Fresken aus dem 17. Jh. Gläubige haben in dem Gotteshaus zahlreiche Votivgaben aus Wachs deponiert: Nachbildungen von Babys oder Erwachsenen und von einzelnen Körperteilen.

Agrós

Das große Hangdorf im Osten des Tróodos liegt auf 1000 m Höhe in einem weiten Hochtal. Im Mai blühen hier unzählige Rosen, aus deren Blütenblättern Rosenwasser destilliert wird. Die Destillerie Tsolákis (an der Hauptstraße beim Hospital ausgeschildert | Besichtigung und Einkauf tgl. Sonnenauf- bis -untergang) stellt auch Rosenlikör und -wein, Rosenkosmetika und -parfum her.

Galáta

Galáta liegt im Solea-Tal am Nordhang des Tróodos zwischen Obstbäumen und schlanken Pappeln auf gut 600m Höhe. Schon im Mittelalter kamen venezianische und byzantinische Edelleute gern an heißen Sommertagen hierher, heute ist Galáta eines der Dörfer, in denen sich die hitzegeplagte Stadtbevölkerung aus Nicosia abends und an Wochenenden aufhält. Im Dorf stehen einige alte Häuser aus dem 19. Jh., darunter die restaurierte Karawanserei Hani Kalliana unmittelbar an der Durchgangsstraße. Zudem besitzt Galáta vier byzantinische Scheunendachkirchen, von denen zwei wegen ihrer Wandmalereien und ihrer fotogenen Umgebung unbedingt einen Besuch lohnen: Panagía Podíthu und Archángelos. Nach den Kirchenschlüsseln können Sie im großen Kaffeehaus an der Platía fragen.

Die Panagía Podíthu wurde 1502 als Kirche eines jetzt spurlos verschwundenen Klosters erbaut. Ihr Freskenschmuck verrät den Einfluss der italienischen Renaissance. Der Auftraggeber für diese Malereien war ein fränkischer Offizier, der sich offenbar einen Künstler aussuchte, der nach seinem Geschmack malte.

Die viel kleinere, nur wenige Schritte entfernt gelegene „Kirche der Erzengel“ (Archangeli) aus dem Jahr 1514 besitzt Wandmalereien in einem rustikalen, gar nicht von der Renaissance beeinflussten Stil, obwohl auch hier der Stifter ein fränkischer Edelmann war. Er ist mit seiner Familie unterhalb des thronenden Christus dargestellt.

Kakopetriá

Das moderne Dorf, dessen Name übersetzt „Schlechter Fels“ bedeutet, schließt sich unmittelbar oberhalb an Galáta an und ist viel stärker noch als jenes eine viel besuchte Sommerfrische. Der historische Ortskern, der unter Denkmalschutz steht, ist auf einen lang gestreckten Fels zwischen zwei Bachbetten in einem engen Tal auf etwa 700 m Höhe erbaut. Am besten geht man die Hauptgasse entlang, an der zumeist ältere Frauen Kräuter und andere Naturprodukte der Insel verkaufen, setzt sich für ein paar Minuten auf den Balkon des kleinen Kafenío Serenity (€) am winzigen Dorfplatz oder in die Taverne und Bar Pandóchio Línos (€€) in uralten Dorfhäusern, wo die Stille des alten Dorfes am eindrucksvollsten ist. Sehenswert ist auch die alte Wassermühle neben dem auffälligen Hotel Mílos/Mill.

5 km außerhalb von Kakopetriá ist ein Juwel der byzantinischen Kunst zu finden: die Kirche Ágios Nikólaos tis Stégis aus dem 11. Jh. (Di-Sa 9-16 | So 11-16 Uhr | Eintritt frei). Ihre Wandmalereien gehören zu den Meisterwerken des Mittelalters, stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und veranschaulichen unterschiedliche Stilrichtungen.

Kalopanagiótis

Das an einem steilen Hang erbaute Dorf liegt in etwa 750 m Höhe im unteren Marathássa-Tal oberhalb eines kleinen Stausees. Kommt man aus Richtung Pedoulás, liegt gleich am Ortsanfang links der Hauptstraße eine dschudschúko-Manufaktur. Hier wird das ganze Jahr über jene süße zypriotische Spezialität hergestellt, die überall im Land auf Märkten und an Straßenständen verkauft wird. Mandeln oder Walnüsse werden auf Bindfäden gezogen, die an dreifingrigen Astgabeln befestigt sind. Sie werden in mehreren Gängen in kochenden Traubenmost getaucht und dann auf der Terrasse der Manufaktur sehr fotogen zum Trocknen aufgehängt.

Die historische Sehenswürdigkeit ist das Kloster Ágios Giánnis Lampadistís (Mo-Sa 8-12 und 13.30-17 Uhr | Eintritt frei) im Bachtal unterhalb des Dorfes. Es birgt wertvolle Fresken, die vorwiegend aus dem 13. und 15. Jh. stammen. In den ehemaligen Klosterzellen wurden liebevoll alte landwirtschaftliche Geräte wie eine Öl- und eine Weinpresse installiert. Unmittelbar hinter dem Kloster werden in einem modernen Museum stimmungsvoll wertvolle Ikonen des Klosters präsentiert.

Kloster Kýkko

Kýkko ist Zyperns berühmtestes Kloster. Weitab von jedem Dorf liegt es 1140 m hoch einsam am Hang des gleichnamigen Bergrückens. Hinter seinem strengen Äußeren verbergen sich zwei Innenhöfe mit leichten Arkaden und prachtvollen Mosaiken auf Goldgrund, die Kirche, die um 1995 vollständig ausgemalt worden ist, und ein hochmodernes, prachtvoll wie ein Palast gestaltetes Museum mit Kunstschätzen von unermesslichem Wert. Sämtliche Klostergebäude, nach einem Brand 1813 neu entstanden, sind sehr gepflegt.

Das wichtigste Kultobjekt im Kloster ist eine Marienikone, die der Evangelist Lukas auf ein Holzbrett malte, das ihm von einem Erzengel dafür gegeben worden war. Die Ikone, die heute an der Ikonostase hängt und mit Silber und Gold bedeckt ist, hat viele Wunder bewirkt, sagt man. Insbesondere soll sie ganzen Landstrichen, die unter Trockenheit zu leiden hatten, den lang ersehnten Regen gebracht haben. Zum Dank dafür wurde das Kloster immer wieder beschenkt und gelangte so zu Reichtum. Ihm gehören Hotels und Industriebetriebe sowie viele Ländereien auf Zypern; um das Kloster herum stehen hotelähnliche Pilgerherbergen, zahlreiche vom Kloster verpachtete Souvenirstände und ein klostereigenes Restaurant.

Kýkko ist aber nicht nur ein religiöses, sondern auch ein nationales Wallfahrtsziel der griechischen Zyprioten. In der Nähe des Klosters hatte General Grivas, der Führer des Befreiungskampfes gegen die Briten, sein Hauptquartier aufgeschlagen. Die Mönche unterstützten ihn nachhaltig. Zugleich war einer der ihren, nämlich Erzbischof Makários, der geistige Führer der Freiheitsbewegung. Makários wurde nahe dem Kloster bestattet. Eine gute Asphaltstraße führt hinauf auf den 2 km entfernten Berg Throní, wo Soldaten an seinem Grab Ehrenwache halten. In der Nähe des Grabes steht eine kleine Kapelle mit einer modernen Mosaikikone der Gottesmutter von Kýkko. Kloster und Grab tagsüber zugänglich | Eintritt frei (Klostermuseum ca. 3 Euro)

Kloster Troodítissa

Anders als Kýkko wirkt das Kloster Troodítissa sehr bescheiden. Seine Mönche widmen sich nicht der Wirtschaft und Politik, sondern dem Apfelanbau und der Viehzucht. In der Klosterkirche von 1731 hängt die mit Silberblech beschlagene Ikone der Gottesmutter. Sie ist das Pilgerziel vieler Frauen, die sich schon lange ein Kind wünschen. Nichtorthodoxe haben keinen Zutritt zum Kloster

Lagouderá

Am Rande des stillen Bergdorfs im östlichen Tróodos steht die besonders schöne Kirche der Panagía tu Aráku. Der überkuppelte Bau aus dem späten 12. Jh. wurde in der Kreuzritterzeit zusätzlich mit dem für den Tróodos typischen Scheunendach geschützt, das hier fast bis auf den Boden reicht. Die Fresken im Innern wurden um 1200 von einem Meister aus Konstantinopel geschaffen. Sie beeindrucken durch die Würde und Ausdrucksstärke ihrer Figuren. Den Schlüssel zur Kirche verwahrt der Dorfpriester, der entweder im ehemaligen Klostertrakt neben der Kirche oder in einem Kaffeehaus zu finden ist. Eintritt frei (Postkartenkauf wird erwartet)

Ólympos

Zyperns höchster Berg, der 1951 m hohe Ólympos, ist in weiten Teilen der Insel oft gut zu erkennen: Weiße Radarkuppeln des britischen Militärs und Sendemasten des zypriotischen Fernsehens markieren seinen Doppelgipfel. Dieser Nutzung wegen ist das gesamte Gipfelareal seit 1999 für Zivilisten gesperrt. Die Wegweiser zum Gipfel stehen zwar noch; ihnen zu folgen lohnt aber nur noch im Winter, um die Schlepplifte und Skipisten am Hang des Olymps zu erreichen.

Ómodos

Das Weinbauerndorf an einem Berghang gegenüber von Páno Plátres ist besonders stimmungsvoll. Die große, gepflasterte und von vielen Cafés flankierte Platía ist einer der schönsten Dorfplätze Zyperns; auch für den Souvenirkauf ist Ómodos eine gute Adresse. Schauen Sie mal in den Laden des Glasbläsers in der Gasse zur Weinpresse! Mittelpunkt des Dorfes ist das nicht mehr bewohnte Kloster Stavrós am unteren Ende der Platía. In der Klosterkirche werden die Schädelreliquie des Apostels Philipp sowie Splitter vom Kreuz und Reste von den Fesselstricken Christi verwahrt.

Verlassen Sie das Kloster durch die Nordtür, gelangen Sie auf die Hauptgasse, die Sie an Souvenirgeschäften und zur Besichtigung offen stehenden, traditionell eingerichteten Wohnhäusern vorbei zur mittelalterlichen Weinpresse Línos führt (tagsüber geöffnet | Eintritt frei). Daneben kann in einem anderen alten Gewölbe Wein verkostet und gekauft werden. Auch die Weinkellerei Olympus am Dorfrand steht Besuchern (Mo-Fr 10-16 Uhr) offen.

Páno Plátres

Die Sommerfrische in 1100 m Höhe ist mit zahlreichen Hotels und Tavernen das touristische Zentrum des Tróodos-Gebirges. Im Hochsommer und während der Skisaison im Januar und Februar herrscht hier reger Betrieb. Für Ausflüge in andere Teile des Gebirges ist Páno Plátres ein guter Standort; Sehenswürdigkeiten besitzt der Ort aber nicht.

Páno Pýrgos

Fährt man vom Kýkko-Kloster an die Nordküste, lohnt sich der Abstecher in dieses weltabgeschiedene Dorf, dessen Bewohner in der Umgebung das ganze Jahr über noch Dutzende von Holzkohlenmeilern betreiben. Wer ein wenig umherwandert, kann die verschiedensten Stadien der Holzkohlegewinnung hautnah erleben.

Phíni/Foíni

Das große Bergdorf war noch bis vor drei Jahrzehnten ein Töpfereizentrum Zyperns. Heute sind nur noch zwei kleine Keramikwerkstätten in Betrieb. Sehr sehenswert ist das private Pivlákion Folk Museum mit einer großen Keramiksammlung (an der Dorfstraße ausgeschildert; wenn geschlossen, im nächsten Kaffeehaus fragen | Eintritt ca. 1,50 Euro).

Stavrós tou Agiasmáti

Fernab von jedem Dorf steht im östlichen Tróodos inmitten der bewaldeten Berge das einsame Scheunendachkirchlein Stavrós tou Agiasmáti. Hat man zuvor den Schlüsselverwahrer in einem der Kaffeehäuser des 4 km entfernten Dorfes Platanistássa abgeholt, kann man auch den Freskenschmuck im Innern betrachten. Von besonderer Bedeutung sind die Malereien in einer Mauernische in der linken Kirchenwand aus dem 15. Jh. Sie zeigen die Bekehrung von Kaiser Konstantin zum Christentum und die Auffindung des wahren Kreuzes Christi durch seine Mutter Helena.

Tróodos

In 1700m Höhe ist dicht unterhalb des Ólympos ein kleines Ferienzentrum entstanden. Mehrere Tavernen, ein Hotel, ein Campingplatz, ein Reitstall mit Mietpferden und eine Tennisanlage stehen zur Verfügung. Das Tróodos Visitors Centre (tgl. 10-16 Uhr | Eintritt ca. 1 Euro) informiert u.a. mit einem 10-minütigen Videofilm über Flora und Geologie des Gebirges; auf dem angeschlossenen 250m langem Lehrpfad kann man Pflanzen und Gesteinsformationen kennenlernen. Im Winter kann man am Weg von Tróodos auf den Ólympos sogar Skier ausleihen.

In Tróodos beginnt ein sehr gut markierter und in 1700 m Höhe nahezu eben verlaufender Naturlehrpfad. Er führt fast ganz um den Olymp herum, macht mit Pflanzen und geologischen Erscheinungen bekannt und bietet viele schöne Ausblicke. Er ist 12 km lang und mündet an der Straße von Pródromos nach Tróodos, auf der man die restlichen 4 km in den Ort zurückwandern kann. Der Wanderweg erfordert keinerlei Anstrengungen und ist auch in Sport- oder Freizeitschuhen leicht zu meistern.

Vouní

Das besonders geschlossen wirkende, große Bergdorf besitzt noch sehr viel alte Bausubstanz und ist äußerst fotogen.

Region: Kerýneia/Girne

Burg

Die den Hafen dominierende Burg wurde bereits in byzantinischer Zeit angelegt und dann von den Franken und den Venezianern erweitert und zeitgenössischer Militärtechnik angeglichen. Von den Mauern aus hat man den schönsten Blick über Kerýneia und die Berge. Mai-Sept. tgl. 9-18.30 Uhr, Okt.-April tgl. 9-16 Uhr | Eintritt 9 YTL

Hafen

Im schönen Hafen von Kerýneia haben schon Schiffe der Byzantiner und der Venezianer gelegen. Mitten in der Hafeneinfahrt erkennt man die Ruinen eines Turms, von dem aus im Mittelalter zum Schutz vor unerwünschten Gästen eine Kette zum heutigen Zollhaus hinübergespannt werden konnte.

Schiffswrack-Museum

Vor 2300 Jahren sank vor der Küste Kerýneias ein Handelsschiff, dessen Wrack und Ladung Archäologen vom Meeresgrund bargen. Es war über 4 m breit und mehr als 14 m lang. Aus der Ladung ließ sich die Route seiner letzten Fahrt erschließen. Die 400 Weinamphoren stammen von Samos und Kos. Außerdem hatte man 29 steinerne Getreidemühlen und 9000 Mandeln geladen, die bis heute erhalten blieben. Die Funde sind jetzt in einem Museum in der Burg zu sehen. Mai-Sept. tgl. 9-18.30 Uhr, Okt.-April tgl. 9 bis 16.30 Uhr | Eintritt im Burgeintritt inkludiert