Reisetipps Venezuela

Sehenswertes Venezuela

Region: Llanos

Hato El Cedral

Die 530 km² große Viehfarm liegt zwischen La Ye und Elorza und bietet nach Vorausbuchung Unterbringung und Ausflüge (zweisprachige Führungen) auf ihrem Gelände an. Wenn der Wasserstand es erlaubt (Mai-Oktober), fährt man mit dem Boot, um Kaimane und Vögel zu beobachten. Ansonsten ist man zweimal täglich mit dem Jeep zu Tierbeobachtungsexkursionen unterwegs. Veranstaltet werden auch Nachtfahrten. Unterbringung in komfortablen, großen Zimmern, Pool, eigener Flugplatz, Abholung von Barinas aus möglich. Buchung: Hato El Cedral | Av. la Salle | 5. Stock | Los Caobos | Caracas | Tel. 0212/7818995 | www.elcedral.com | €€€

Hato El Frío

Die Viehfarm (mit biologischer Forschungsstation) von 800 km² Größe mit eigener Flugpiste und rund 40000 Rindern liegt an der Ruta 19 westlich von Apurito. Neben unzähligen Vogelarten leben auch Kaimane und Wasserschweine in dem riesigen Areal. Wie auf allen hatos stehen Pferde, Boote und Jeeps für Erkundungen bereit. 25 Zi. | Tel. 0240/8081004, Tel. 0416/5409420 | www.elfrioeb.com | €€€

Region: Parque Nacional Canaima

Touren

Die meisten Gäste reisen als Tagesausflügler oder mit einem Pauschalarrangement für zwei oder drei Tage an. Von einem der am schönsten gelegenen Strände des Landes geht es zunächst mit dem Boot über die Laguna Hacha, die der Río Carrao unterhalb eines dekorativen tepui bildet, zum Salto Sapo. Dort wartet eines der aufregendsten Vergnügen von Canaima: Man läuft hinter dem Wasserfall auf einem schmalen, in den Fels gehauenen Pfad entlang. Der peruanische Reiseführer und Canaima-Pionier Tomás Bernal legte diesen Pfad Mitte der Achtzigerjahre an. Ein bisschen höher liegt der Salto Sapito. Wenn das Wetter mitspielt und man einen Platz in einer kleinen Maschine ergattern kann, ist ein Flug über den Salto Angel eine kleine Sensation.

Wer länger bleibt, hat die Wahl zwischen verschiedenen Flussexkursionen, z.B. zur Isla Orquídeas - nur bei ausreichendem Wasserstand während der Regenzeit -, und Wanderungen. Die absolut spektakuläre Dreitagetour den Río Carrao hinauf zum Salto Angel setzt Bereitschaft zum Abenteuer und gute Kondition voraus; übernachtet wird in Hängematten.

Region: Caracas

Casa Anauco/Museo de Arte Colonial

Eine alte Kakaohacienda im Dornröschenschlaf: Jedes Detail ist so, wie es im 17./18. Jh. war. Eines der schönsten Museen des Landes. Sonntags um 11 Uhr Kammerkonzerte. Mo-Fr 9 bis 11.30 und 14-16.30, Sa/So 10-16 Uhr | Av. Panteón | www.quintadeanauco.org.ve

Estancia de Arte

An der Avenida Francisco Miranda im Stadtteil Altamira unterhält die staatliche Erdölgesellschaft PDVSA eines der angenehmsten Kulturzentren der Stadt. Es ist in einer ehemaligen Kaffeehacienda untergebracht, modern restauriert und von einem botanischen Garten mit tropischen Pflanzen umgeben. Dort finden Konzerte statt, es gibt Ausstellungsräume und eine Bibliothek. Umgeben vom Lärm der Verkehrsschneisen, ist hier eine grüne Idylle der Ruhe entstanden, die verdeutlicht, wie rapide Caracas gewachsen ist: Die einstige Kaffeeplantage liegt heute mitten in der Stadt! Di-Sa 9-16, So 10-16 Uhr und zu Konzerten | Eintritt frei | Av. Francisco de Miranda | Urbanización La Floresta | Tel. 212/2086290 oder 2086256

Galería de Arte Nacional

In dem luftigen Gebäude der klassizistischen Nationalgalerie werden Wanderausstellungen von Zeichnungen bis zu modernen Installationen gezeigt. Außerdem anspruchsvolles Programmkino. Di-Fr 9-17, Sa/So 10.30-18 Uhr und zu den Veranstaltungszeiten | Plaza de los Museos

Jardín Botánico

Der Botanische Garten ist eine Oase der Stille im Stadtzentrum. In Gewächshäusern und naturbelassenen Gärten gewinnen Besucher beim geruhsamen Schlendern einen guten Überblick über die einheimische Flora. Tgl. 8.30-16 Uhr | zwischen Autopista Francisco Fajardo und Ciudad Universitaria

Museo de Ciencias Naturales

Naturkundliches Museum mit der Darstellung von Fauna und Flora Venezuelas, darunter den berühmten „Fettvögeln“ aus der Guácharohöhle. Di-Fr 9-17, Sa/So 10.30-18 Uhr | Plaza de los Museos

Panteón Nacional

Fünf Straßenblocks nördlich der Plaza Bolívar liegt ein Mausoleum, das den Venezolanern ziemlich heilig ist: die Grabstätte des Befreiers Simón Bolívar. Der Landessohn erhielt einen neoklassizistischen Palast mit Marmor, kostbaren Kristalllüstern und einer imposanten Gemäldegalerie, die Szenen aus dem Leben Bolívars zeigen. Di-So 9-17 Uhr | Plaza Panteón/Av. Norte

Parque del Este Rómulo Betancourt

Auf 500 ha ein Erlebnispark mit gebändigter Natur, Restaurants, Planetarium, Volieren, Schlangenterrarium und künstlichen Seen, auf denen man Tretboot fahren kann. Der Parkeingang liegt an der Metrostation gleichen Namens. Sehr beliebt. Tgl. 6-18 Uhr

Plaza Bolívar

Der stimmungsvolle Hauptplatz von Alt-Caracas trägt den Namen des Befreiers. Inmitten der Plaza steht - wie sollte es anders sein - ein Denkmal von Simón Bolívar. Es zeigt den Helden hoch zu Ross. Gesäumt wird die Plaza Bolívar von einigen markanten historischen Bauten: der weiß gekalkten Kathedrale, dem Rathaus (19. Jh.) und der aus der Kolonialzeit stammenden Casa Amarilla (Gelbes Haus), einem ehemaligen Gefängnis, in dem heute ein Teil des Außenministeriums untergebracht ist. Westlich des Rathauses erhebt sich der ebenfalls aus dem 19. Jh. stammende Capitolio Nacional, der Sitz des Parlaments. Dieser wohl größte Gebäudekomplex des historischen Stadtkerns ist zwar bis auf den Salón Elíptico nicht zu besichtigen, doch gestattet seine filigrane Architektur bezaubernde Einblicke in die Innenhöfe.

Region: Barcelona/Puerto La Cruz

Casa Fuerte

Ruine von historischer Bedeutung in Barcelona. Hier leisteten Simón Bolívars Aufständische den spanischen Truppen erbitterten Widerstand. Plaza Bolívar

Iglesia San Cristóbal

Die Hauptkirche Barcelonas (18. Jh.) birgt die Reliquien eines italienischen Märtyrers. Plaza Boyacá

Museo de la Tradición

Mehrfach restauriertes Haus (das älteste in Barcelona, 1671 erbaut) mit schönem Innenhof, das eine regionalgeschichtliche Sammlung beherbergt - darunter lebensgroße Holzfiguren für Prozessionen. Di-So 8-17 Uhr | Calle Juncal

Region: Carúpano

Museo Histórico Carúpano

Kleine, nette Ausstellung zur interessanten Stadtgeschichte, viele Fotos. Mo-Fr 8.30-12 und 14.30-18 Uhr | Plaza Santa Rosa de Lima

Region: Cumaná

Castillo San Antonio

Die Festung aus dem 17. Jh. liegt am Rand des historischen Viertels, dessen Bausubstanz durch zahlreiche Erdbeben immer wieder zu leiden hatte. Der Blick von hier reicht bis hinüber zur Isla de Margarita. Calle Sucre

Museo Sucre

Das gepflegte historische Museum im idyllischen Parque Ayacucho ist dem größten Sohn der Stadt gewidmet: Antonio José de Sucre (1795 bis 1830), dem Feldherrn und Gefährten Simón Bolívars. Mo-Fr 9-12 und 15 bis 18 Uhr

Region: Pampatar

Castillo de San Carlos Borromeo

Von der restaurierten Festung, erbaut im 17. Jh. und von niederländischen Piraten wiederholt geplündert, genießt man einen schönen Blick auf die Stadt und über die Bucht auf die Karbische See. Tgl. 8-12 und 14 bis 17 Uhr

Iglesia del Santísimo Cristo del Buen Viaje

Die Kirche aus dem 18. Jh. verfügt wie viele Gotteshäuser der Insel über eine Außentreppe zum Glockenstuhl. Der Darstellung des Gekreuzigten werden von den Fischern wundersame Kräfte zugeschrieben.

Region: Porlamar

Museo de Arte Contemporáneo

Das Museum zeigt Werke des einheimischen Malers und Bildhauers Francisco Narváez und anderer namhafter moderner Künstler. Mo-Fr 8 bis 12 und 14-17 Uhr | Calle Igualdad/Calle Fraternidad

Inselrundfahrt

Einmal rund um das Eiland zu fahren und die Strände zu besuchen ist ein Muss auf Margarita. Man kann sich diversen Touren anschließen oder einen Mietwagen nehmen. Billig und volkstümlich ist es, sich mit dem Sammelbus (por puesto) durch die Dörfer schaukeln zu lassen. Die folgende Route kann bequem an einem Tag zurückgelegt werden, berührt allerdings nicht die landschaftlich reizvolle Península Macanao im Westen.

Die Fahrt beginnt in Porlamar. Über die Av. 4 de Mayo geht es hinaus in Richtung Pampatar. Dort lohnt ein Gang durch die Altstadt. Über Agua de Vaca und Atacamo erreichen Sie La Asunción, das Hauptstädtchen der Insel. Empfehlung: Aufstieg zum Castillo de Santa Rosa mit Blick über die Insel. Dann nehmen Sie die Ausfahrt nach Santa Ana und erreichen nach rund 1 Std. Juangriego. Zuvor kommen Sie durch Tacarigua, ein kleines Dorf, dessen Frauen sich der Herstellung von Hängematten verschrieben haben. Im Nachbarort La Vecindad wird Kunsthandwerk geboten.

Nördlich von Juangriego liegt der wohl schönste Strand der Isla de Margarita, die Playa Caribe, ein großes Hufeisen aus eidottergelbem Sand. Der nächste Strand ist die Playa Puerto Cruz mit dem Luxushotel Isla Margarita. Über Manzanillo, ein Fischerdorf am Cabo Negro, geht es nach Südosten zur Playa El Agua mit ihrem lebhaften Badetrubel. Gleich nebenan liegt die feinsandige Playa Parguito, zurzeit der angesagteste Strand der Insel mit einer Reihe netter Restaurants. Wegen der teilweise hohen Brandung ist sie auch ein Lieblingsspot der Surferszene. Bei Puerto Fermín erstreckt sich die malerische Playa El Tirano, benannt nach dem Haudegen und zeitweiligen Inseltyrannen Lope de Aguirre. Über die Playa El Cardón und La Fuente geht es zurück nach Porlamar.

Region: Maracaibo

Altstadt

Am Paseo de las Ciencias liegen die drei ältesten Gebäude der Stadt: die Kathedrale, der Gouverneurspalast und die Casa de Morales, allesamt Beispiele für den klassizistischen Stil des 19. Jhs. Unweit des Paseo befindet sich die Basílica de la Chiquinquirá, der Stadtheiligen geweiht, in Laufnähe das malerische Santa-Lucía-Viertel mit bunt restaurierten Kolonialhäusern.

Region: Ciudad Bolívar

Casa del Congreso de Angostura

In dem neoklassizistischen Bau tagte 1819 der Kongress von Angostura. Hier hielt Simón Bolívar seine berühmte Rede auf Großkolumbien. Das Haus ist voll mit historischen Dokumenten aus den Unabhängigkeitskriegen. Di-Sa 8.30-12 und 14.30 bis 17.30, So 9-12 Uhr | Plaza Bolívar

Museo de Arte Moderno

Moderne, geschmackvolle Galerie, die dem Kinetikkünstler und Sohn der Stadt Jesús Soto gewidmet ist, aber auch Werke anderer Künstler der Moderne zeigt. Di-Fr 9-17, Sa/So 10-17 Uhr | Av. Germania/Av. Maracay

Region: Mérida

Altstadt

An der Plaza Bolívar mit dem Reiterstandbild des Befreiers liegen Kathedrale, Bischofspalast und Rathaus, alle drei aus dem 19. Jh. In diesem Geviert finden sich auch gut erhaltene Patiohäuser aus der Kolonialzeit.

Museo Arqueológico

Schmuck, Töpferwaren und Fetische aus präkolumbischer Zeit. Die Ausstellung wird von der Universität betreut. Mo-Sa 8-12 und 14.30-17.30, So 8-12 Uhr | Av. 3/Calle 23

Region: Coro

Stadtrundgang

Alle Sehenswürdigkeiten liegen im historischen Zentrum dicht beieinander. Ausgangspunkt ist die Plaza Bolívar mit der massigen Catedral Basílica Menor, die eine Art Wehrkirche war und Schießscharten im Turm hat. Über den Paseo Alameda gelangt man zur Plaza San Clemente mit der Capilla San Clemente auf der einen und der Kirche San Francisco auf der anderen Seite. Die quer zum Paseo verlaufende Calle Zamora beherbergt mehrere schöne Gebäude und Museen, darunter die Casa de las Ventanas de Hierro, ein Barockpalais mit schmiedeeisernen Alkoven.