Reisetipps Tokio

Sehenswertes Tokio Hypermoderne und klassische Kultur

Vom Architekturfreak bis zum Zen-Romantiker - in Tokio kommt jeder auf seine Kosten

Tokio gleicht einem Mosaik aus einigen großen und unzähligen kleineren Steinchen. Wie Sie das Bild zusammensetzen, bleibt Ihnen überlassen.

Was man unbedingt sehen sollte, ist zwar relativ schnell abgehakt, doch zu sehen gibt's dennoch unendlich viel: Schönes und Merwürdiges, Geschichtsträchtiges und Hypermodernes. Sie werden auf Ihren Streifzügen Schreine, Tempel, Denkmäler und andere Dinge mehr entdecken, die kein Reiseführer verzeichnen kann, kleine Dinge, die nicht als wichtig gelten, aber für manchen die eigentlichen Attraktionen der japanischen Hauptstadt darstellen. Sie fallen nicht sofort ins Auge, sie wollen aufgespürt werden zwischen den Wolkenkratzern, Hochspannungsmasten und knallbunten Plakatwänden.

Diese Kunst des selektiven Betrachtens beherrschen Japaner perfekt. Nur das Wesentliche zählt: der Zipfel eines elegant geschwungenen Tempeldachs, das ein Bauzaun nahezu verdeckt, das filigrane Fenstergitter eines schon halb verfallenen Holzhauses, der postmoderne Glas- und Marmorbau zwischen Garagen aus Wellblech. Von der historischen Substanz der alten Kaiserstadt ist kaum etwas übrig geblieben: Feuersbrünste, Erdbeben und die Bomben des Zweiten Weltkriegs haben das meiste zerstört.

Es gibt natürlich auch einen direkten Weg zum Kunstgenuss: einen Besuch im Museum. Der Schwerpunkt der Museen liegt im Bereich der asiatischen - und hier wieder besonders der japanischen - Kunst. Ob Zen-Malerei oder Kalligrafie, ob chinesisches Porzellan oder moderne japanische Keramik, ob dekorative Kimonos oder klassische japanische Farbholzschnitte oder auch einheimische Volkskunst: Die Vielfalt ist überwältigend. Die Museen sind montags und während der Neujahrsfeiertage sowie bei Ausstellungswechsel generell geschlossen. Für Sonderausstellungen gelten höhere Eintrittspreise als hier angegeben. Noch ein Rat: Schauen Sie sich vorwiegend japanische Kunst an. Sie werden genug damit zu tun haben, alle diese - mit Sicherheit interessanten - Eindrücke zu verdauen!

Hauptbahnhof

Der Amsterdamer Zentralbahnhof diente Tatsuno Kingo als Vorbild für den 1914 erbauten Bahnhof Tokio (Tokyo-eki). Leider verlor das ehemals vierstöckige Gebäude bei den amerikanischen Luftangriffen 1945 die obersten zwei Etagen und seine Flügeltürme - die Proportionen haben mächtig gelitten.

Hinein geht's ins Getümmel. Denn alle Großbahnhöfe der Hauptstadt sind ein absolutes Erlebnis, allen voran der Tokyo-eki: Die Menschenmassen zur Hauptverkehrszeit, die kilometerlangen unterirdischen Einkaufsstraßen auf der Yaesu-Seite des Bahnhofs - hier kann man eine Art Crashkurs in Sachen Hauptstadtleben absolvieren. U-Bahn (M 17) und S-Bahn Tokyo

Idemitsu Museum of Art

Eines der größten privaten Museen in Tokio mit der weltweit größten Sammlung von Tuschbildern und Kalligrafien des Zenmönches Sengai (1750-1837). Holzschnitte und Genremalereien von bedeutenden Künstlern geben Einblick in die längst vergangene Welt der Vergnügungsviertel von Edo und Kyoto. In der Haupthalle sind wertvolle chinesische und japanische Keramiken versammelt. Di-So 10-17 Uhr, Fr bis 19 Uhr | Eintritt 1000 Yen | Teigeki Bldg. 9F | 3-1-1 Marunouchi | Chiyoda-ku | U-Bahn (H 07, C 09) Hibiya

Kaiserpalast

Für Touristen ist der Kaiserpalast eine Enttäuschung, denn zu sehen gibt es nicht sehr viel von der Anlage. Zugänglich ist im Prinzip nur der Ostgarten, ehemals Standort der mächtigen Burg von Edo, in der von 1603 bis 1868 die Shōgune residierten. Nur zu Kaisers Geburtstag (23. Dez.) und an Neujahr (2. Jan.) werden die Tore zum Palastareal - wiederum nur zu einem bestimmten - Teil geöffnet. Das Palastgelände umfasst 110000m² und war im Preisboom Anfang der 1990er-Jahre schon einmal ebenso viel wert wie der gesamte US-Staat Kalifornien.

Im Anschluss bietet sich ein Spaziergang entlang den Palastmauern an: Am Sakuradamon, dem „Kirschblütenfeld-Tor“, ereignete sich am 24. März 1860 der Mordanschlag auf den starken Mann der Shogunatsregierung, Ii Naosuke, der den Aufstand gegen die Militärregierung in ganz Japan einleitete und 1868 den Kaiser wieder an die Macht brachte. Den Haupteingang zum Kaiserpalast erkennt man leicht: nicht nur an den beiden Brücken oder am Fushimi-Turm, einem der drei erhaltenen Originalgebäude der alten Edo-Burganlage, sondern an den Horden von uniformierten Schulkindern, die sich brav in Reih und Glied dem Fotografen fürs Klassenfoto stellen. Mit dem Rücken zum Kaiserpalast schauen die Schüler direkt auf die Skyline von Marunouchi, dem Banken- und Geschäftsviertel, dem modernen Machtzentrum der Hauptstadt.

Nur wenige von ihnen werden wissen, dass das gesamte Viertel dem Mitsubishi-Konzern gehört. Für rund 7000 Euro, damals eine recht stattliche Summe, hatte einer der Gründer des Konzerns der Meiji-Regierung das ehemalige Exerziergelände abgekauft und sich damit dem Spott der Geschäftswelt ausgesetzt, diedas offensichtlich nutzlose Grundstück „Mitsubishi-Brachland“ taufte. Heute lacht niemand mehr.

Der Spaziergang endet im Ostgarten: Durch das Ōte-Mon, das vollständig erhaltene Haupttor der Edo-Burg, führt der Weg an einem alten Wachhaus vorbei hinauf zum Hon-no-maru, dem Hauptteil der Burg. Zu sehen sind dort nur noch ein alter Wachturm und das Fundament des einst mächtigen Bergfrieds. Viel Phantasie ist nötig, um sich angesichts der paar Überbleibsel in die Zeit der Tokugawa-Shōgune zurückzuversetzen. Zudem stört die achteckige Tōka-Musikhalle, die zum 60. Geburtstag der Kaisermutter erbaut wurde. Sicherlich kein Glanzstück moderner japanischer Architektur.

Hinter dem Bergfried, doch nicht mehr im Ostgarten, liegt der Kitanomaru-Park mit der Budōkan, wo 1964 die olympischen Judowettkämpfe stattfanden. Die Halle dient weiter als Trainings- und Wettkampfstätte für die verschiedenen japanischen Kampfsportarten. Am Parkrand liegen einige Museen, darunter das für Moderne Kunst. Ostgarten: meist Di-Do, Sa, So 9-16.30 Uhr (wegen Zeremonien unregelmäßig geöffnet) | www.kunaicho.go.jp/eindex.html | U-Bahn (C 11) Ōtemachi

National Museum of Modern Art

Higashiyama Kaii, Yokoyama Taikan, Umehara Ryūzaburō, Takamura Kōtarō - Künstlernamen, die Kennern moderner japanischer Kunst das Herz höher schlagen lassen. Der interessierte Laie kann sich einen guten Überblick über die hiesige Kunstszene des 20. Jhs. verschaffen. Separat untergebracht ist die Abteilung für Kunsthandwerk, deren neugotischer Backsteinbau zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen seiner Art gehört. Im 1910 errichteten einstigen Hauptquartier der kaiserlichen Wache werden japanische Keramik, Lack- und Metallarbeiten, Textilien und Korbwaren präsentiert. Di-So 10-17 Uhr, Fr bis 20 Uhr | Eintritt 420 Yen | 3-1 Kitanomaru Kōen | Chiyoda-ku | www.momat.go.jp/english | U-Bahn (T 08) Takebashi

Parlament

Inmitten des recht öde wirkenden Regierungsviertels Kasumigaseki erscheint das 1936 fertiggestellte, 201 m lange Diet Building fast wie ein Wunderwerk an Einfallsreichtum. Anklänge an deutsche Monumentalarchitektur jener Ära mögen zufällig sein. Der Turm über dem Haupteingang ist 65,5 m hoch. Besichtigungen nur auf Antrag bei der Verwaltung | U-Bahn (M 14, C 07) Kokkaigijidōmae

Tokyo International Forum

„Atemberaubend schön!“ - „kalt und abstoßend“ - die Urteile über den Mehrzweckbau mit Konzertsälen, Konferenzräumen, Restaurants, Läden und Touristeninformation divergierten von Anfang an. Die 60 m hohe gläserne Atriumhalle besticht trotz der erdbebensicheren Stahlkonstruktion durch filigrane Leichtigkeit. Eine Milliarde Euro hat der 1997 vollendete Bau insgesamt verschlungen. 3-5-1 Marunouchi | Chiyoda-ku | www.t-i-forum.co.jp/english | S-Bahn (Yamanote), U-Bahn (Y 18) Yūrakuchō und U-Bahn (C 09, H 07) Hibiya

Asakusa-Kannon-Tempel/Sensōji

Im Jahr 628, so will es die Legende, zogen zwei Fischer mit ihren Netzen eine kleine Statue der Barmherzigkeitsgöttin Kannon aus dem Miyato-Fluss. Als alle Versuche fehlschlugen, die Figur ins Wasser zurückzubefördern, lieferten die beiden den mysteriösen Fund bei ihrem Herrn ab. Dieser ließ alsbald eine Halle errichten - den Vorläufer des heutigen Tempels. Der spätere Bau von 1692 überstand zwar das große Kantō-Erdbeben von 1923, nicht aber die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Die Rekonstruktion aus Stahlbeton wurde 1958 eingeweiht. Die sagenumwobene Kannon-Statue ist freilich schon seit Jahrhunderten verschwunden. Der Sensōji bildet bis heute das geistige und bauliche Zentrum des früheren Vergnügungsviertels Asakusa. Wie eng hier geistige Funktion und weltlicher Handel und Wandel zusammenhängen, erfährt noch heute jeder Besucher, der an Wind- und Donnergott vorbei durch das mächtige Südtor Kaminarimon unter der gewaltigen roten Laterne hindurch die quirlige Ladenstraße Nakamise betritt, die auf den Sensōji zuführt. Mit dem Golddrachentanz wird zweimal im Jahr (Mitte März und Mitte Oktober) am Sensōji die Entdeckung der kleinen Kannon-Figur gefeiert. Tgl. 6-17 Uhr | 2-3-1 Asakusa | Tai-tōku | U-Bahn (G 19, A 18) Asakusa

Asakusa-Schrein/Asakusa-jinja

Der shintoistische Schrein ist den beiden Fischern und ihrem Herrn aus der Gründungslegende des benachbarten Asakusa-Kannon-Tempels gewidmet. Das Schreinfest im Mai, Sanja-Matsuri, zählt zu den faszinierendsten Spektakeln der Stadt. Tgl. 6-17 Uhr | 2-3-1 Asakusa | Taitōku | U-Bahn (G 19, A 18) Asakusa

National Museum

Hier folgt ein Superlativ auf den anderen: Japans lange Zeit größtes Museum besitzt die weltgrößte Sammlung asiatischer Kunst. Drei der vier Gebäude gruppieren sich um einen Hof, wo einst die Äbte des Tempels Kaneiji residierten.

Das pompöse, 2004 renovierte Hauptgebäude ist den japanischen Kunstschätzen vorbehalten. Unter den fast 90000 Objekten - Gemälde, Kalligrafien, Skulpturen, Textilien, Keramiken, Schwerter und Rüstungen - wurden 84 als Nationalschätze, weitere 521 als wichtiger Kulturbesitz klassifiziert. Alles Vorhandene auf einmal zu präsentieren ist unmöglich, darum werden die Exponate mehrmals im Jahr gewechselt. Im April/Mai und Oktober/November werden zudem Sonderausstellungen gezeigt. Das rechte Nebengebäude, Toyōkan, ist der Kunst anderer asiatischer Länder gewidmet. Hier sind ebenfalls zweimal jährlich größere Sonderausstellungen zu sehen.

Das kleinste und älteste Gebäude zur Linken - Hyōkeikan - wurde in neobarockem Stil 1909 zur Hochzeit des Kronprinzen und späteren Taishō-Kaisers fertiggestellt. In seinen neun Ausstellungsräumen beherbergt es archäologische Funde aus Japan. Neben den Töpferwaren aus der Mittleren Jōmon-Zeit (3500 bis 2000 v. Chr.) faszinieren vor allem die tönernen Haniwa-Figuren - Menschen, Tiere, Häuser und Boote-, die vom 3. bis zum 7. Jh. als Grabbeigaben dienten.

Hinter dem Hyōkeikan liegt das Schatzhaus des Tempels Hōryūji in Nara, ein wahres Kleinod unter den Kunststätten, das entsprechend behutsam behandelt wird. Mit Rücksicht auf die mehr als tausendjährigen Objekte - viele aus Holz oder Papier-, die der Hōryūji 1887 dem kaiserlichen Haushalt in Tokio überließ, ist es nur donnerstags zugänglich. Auch bei Regen oder wenndie Luftfeuchtigkeit 70 Prozent übersteigt, bleibt das Schatzhaus geschlossen. Di-So 9.30-17 Uhr | Eintritt 600 Yen | www.tnm.go.jp/en | 13-9 Ueno Kōen | Taitō-ku | U-Bahn (G16, H17) und S-Bahn (Yamanote) Ueno

Shitamachi Museum

Wenn es Ihnen nicht gelingen will, im Beton-Häusermeer noch einen Hauch des alten Edo zu verspüren, lohnt sich der Spaziergang zu diesem kleinen schwarzweißen Bau am südlichen Rand des Ueno-Parks. Straßenszenen, Einblicke in Werkstätten, Läden und Wohnräume, Alltagsutensilien und Fotos aus der Zeit vor dem großen Erdbeben von 1923 helfen der Phantasie auf die Sprünge. Di-So 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 300 Yen | 2-1 Ueno Kōen | Taitō-ku | U-Bahn (G16, H17) und S-Bahn (Yamanote) Ueno

Ueno-Park

Das Standbild von Takamori Saigō am Haupteingang erinnert an die blutige Schlacht, die hier im Mai 1868 tobte. Unter Führung von Saigō wurde das letzte Aufgebot des Tokugawa-Shogunats vernichtend geschlagen, der Weg für Japans Aufstieg zu einer modernen Nation war geebnet. Eines der ersten Resultate ist der Ueno-Park selbst. Die neue Meiji-Regierung ließ auf dem ehemaligen Schlachtfeld eine öffentliche Parkanlage entstehen, die einiges zu bieten hat: neben etlichen Museen, darunter das von Le Corbusier entworfene Museum für westliche Kunst, und Konzerthallen auch das Restaurant Seiydken, in dem man schon seit 1873 westlich speisen kann, sowie den Tōshōgū-Schrein, dessen Zufahrt zahlreiche Bronze- und Steinlaternen säumen. Hübsch anzusehen ist das Puppen-Ensemble zu Füßen der Barmherzigkeitsgottheit Kannon am Kiyomizu-Tempel: Spenden dankbarer Eltern, denen ihr Kinderwunsch erfüllt wurde. Jedes Jahr am 25. September wird die Puppenschar in einer feierlichen Zeremonie verbrannt, um Neuzugängen Platz zu machen. Abstand ist geboten von einer anderen Gottheit, der Benten-sama, die in einem Tempel auf einem Halbinselchen im Shinobazu-See residiert: Getrieben von notorischer Eifersucht, soll sie schon manche zarten Bande jäh zerrissen haben! Durchgehend geöffnet | U-Bahn (G 16, H 17), S-Bahn (Yamanote) Ueno

Hachikō

Wo verabredet man sich in Shibuya? Keine Frage: am Hachikō natürlich, dem Bronzedenkmal eines Akita-Hundes. Hachikō, 1923 geboren, gehörte einem Professor der Tokio-Universität. Jeden Abend war er pünktlich zur Stelle, um seinen Herrn vom Bahnhof abzuholen. Eines Tages starb der Professor, Hachikō aber trottete weiter zur gewohnten Zeit an den gewohnten Ort, bis er nach zehn Jahren selbst das Zeitliche segnete. Schon zu seinen Lebzeiten hatte man ihm ein Denkmal gesetzt. Im Krieg wurde es eingeschmolzen. Seit 1948 wacht Hachikō wieder, die treuen Hundeaugen auf den Ausgang des Bahnhofs gerichtet. U-Bahn (G 01, Z 01) und S-Bahn (Yamanote) Shibuya

Meiji-Schrein/Meiji-jingū

1920 eingeweiht, 1945 zerbombt, 1958 wieder aufgebaut: Kurz, aber bewegt ist die Geschichte des Schreins, der dem Meiji-Kaiser (1852-1912) und seiner Gemahlin Shōken (1850-1914) gewidmet ist. Er strahlt eine solche Ruhe und Würde aus, als stünde er schon seit Jahrhunderten. Kaum ein zweites Bauwerk in Tokio ist so elegant und beeindruckend. 100000 Büsche und Bäume aus allen Landesteilen schirmen ihn ab von der Hektik der Stadt. Zwei riesige torii - aus Stein das erste, aus tausendjährigem Zypressenholz das zweite dieser Ehrentore - überspannen den Kiesweg. Rechts von der Haupthalle sieht man an Bäumen und Gestellen unzählige Votivtäfelchen hängen. Nicht nur Einheimische haben darauf ihre Wünsche verewigt. Folgen Sie getrost ihrem Beispiel. Japans Shintō-Götter scheren sich überhaupt nicht um Sprachbarrieren!

Blühen die Schwertlilien, lohnt sich ein Abstecher zum Irisgarten. Schon Kaiserin Shōken erholte sich hier von den Strapazen des Monarchendaseins. Im Schatzhaus hinter dem Schrein sind Gegenstände aus dem Besitz des Kaiserpaares ausgestellt. Tgl. 9-17.30 Uhr | 1-1-1 Kamizono | Shibuya-ku | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae, S-Bahn (Yamanote) Harajuku

Nezu-Museum

Museumsgründer Nezu Kaichirō begann seine Sammlung zu einer Zeit, als Japans ehemalige Feudalfürsten ihre Kunstschätze gegen Bares eintauschten. Er hat Werke einheimischer Künstler ebenso gesammelt wie Meisterstücke aus China und Korea. Irisblumen auf Goldgrund - wetten, dass Sie dieses Motiv irgendwann schon gesehen haben? Hier können Sie das Original von Ogata Kōrin bewundern. Auch der Garten lohnt: eine schattige Großstadtoase mit einem Teich, Steinlaternen und Teehäusern, in denen Teezeremonien stattfinden. Achtung: Bis voraussichtlich Herbst 2009 ist das Museum wegen Neubau geschlossen! Di-So 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 1000 Yen | 6-5-1 Minami-Aoyama | Minato-ku | U-Bahn (G 02, C 04) Omotesandō

Ōta Memorial Museum of Art

Je kleiner das Museum, desto größer der Kunstgenuss! Ein Satz, der auf das besucherfreundlich gelegene Ōta-Museum voll zutrifft. Am Eingang entledigt man sich der Straßenschuhe und wandelt auf Teppichfußboden und Tatami-Matten. Ein kleiner Steingarten mit Bank und Laternen vervollständigt das behagliche Ambiente. Die Sammlung umfasst über 12000 Holzschnitte von Meistern wie Hiroshige (1797-1858) und Utamaro (1753-1806). Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen, die thematisch orientiert sind. Eine Teestube im Untergeschoss lädt zur Rast ein. Di-So 10-17.30 Uhr, vom 27. bis Monatsende geschl. | Eintritt je nach Ausstellung wechselnd | 1-10-10 Jingūmae | Shibuya-ku | www.ukiyoe-ota-muse.jp/english.html | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae, S-Bahn (Yamanote) Harajuku

Yoyogi-Park

Vor der Wolkenkratzerkulisse von Shinjuku atmet dieser ehemalige Exerzierplatz der kaiserlichen Armee an Wochenenden einen Hauch New Yorker Central-Park-Atmosphäre. Zudem hatte die amerikanische Besatzungsmacht hier ihre Soldaten untergebracht, ehe 1964 die Olympiateilnehmer einzogen. Danach wandelte man das Ganze in einen öffentlichen Park um: Rad fahren kann man hier und joggen, ein Picknick veranstalten oder sich einfach auf dem Rasen ausstrecken, während hinterm nächsten Busch womöglich ein Musikstudent geigt oder auf der Trompete bläst. Die beengten Wohnverhältnisse zwingen so manchen zum Üben unter freiem Himmel. Tgl. 9-17 Uhr | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae, S-Bahn (Yamanote) Harajuku

Yoyogi Sports Center

1964 fanden in Tokio die Olympischen Spiele statt. Die beiden Hallen, die Kenzō Tange hierfür entwarf, zählen zum Schönsten, was es an zeitgenössischer Architektur im Lande gibt: eine gelungene Umsetzung japanischer Bautradition in eine moderne Architekturkonzeption. Südlich vom Yoyogi-Park | U-Bahn (C 03) Meijijingūmae

Hie-Schrein/Hie-jinja

Fürst Ōta Dōkan ließ hier im 15. Jh. einen Schrein für Oyamakuni no kami, die Schutzgottheit von Edo, errichten. Unter dem Patronat der Tokugawa-Shōgune wurde er der populärste aller Schreine in Edo; das Schreinfest Sannō Matsuri galt als „Fest ohnegleichen“. Noch heute wird es Mitte Juni gefeiert. Höhepunkt ist die Shinto-Parade, eine Prozession von kaiserlichen Sänften, an der rund 400 Personen in Kostümen im Stil der Heian-Zeit (9.-12. Jh.) teilnehmen - allerdings nur in geraden Jahren. Ein Gebet am Hie-Schrein soll vor Frühgeburten und Verkehrsunfällen schützen - eine eigenwillige Kombination. Beim Schutz der eigenen vier Wände war die Gottheit weniger erfolgreich: Sie fielen im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. 1959 wurden sie durch einen Neubau ersetzt. Gegen Ende Juli findet am Schrein eine Noh-Aufführung im Freien statt. Tgl. 5-18 Uhr | 2-10-5 Nagata-chō | Chiyoda-ku | U-Bahn (G 05, M13) Akasakamitsuke

Mori Art Museum

Das 2003 eröffnete Museum in luftiger Höhe hat keine eigene Sammlung, doch die modernen Ausstellungen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Wer fürs Aussichtsdeck eine Karte erwirbt (ca. 10 Euro), darf umsonst ins Museum. Mi-Mo 10-22 Uhr, Di 10-17 Uhr | Eintritt je nach Ausstellung | 52Fl und 53Fl Mori Tower | 6-10-1 Roppongi | Minato-ku | www.mori.art.museum | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

The National Art Center, Tokyo

Hinter der schwungvollen Fassade von Kisho Kurokawa scheinen dem bekannten Architekten etwas die Ideen ausgegangen zu sein. Das innenarchitektonische Konzept des 2007 eröffneten Centers wirkt fast schon langweilig. Für Erholungsbedürftige bietet die 15000 m² große Ausstellungsfläche für Wechselausstellungen im Erdgeschoss mit Sesseln und Stühlen ein angenehmes Plätzchen zum Entspannen. Mi-Mo 10-18, Fr bis 20 Uhr | Eintritt frei, Ausstellungen wechselnde Preise | 7-22-2 Roppongi | Minato-ku | www.nact.jp/english/index.html | U-Bahn (C5) Nogizaka

Nogitei

Als der Sarg des Meiji-Kaisers das Palastgebäude verließ, begingen die Bewohner dieses Hauses seppuku, rituellen Selbstmord. Es waren General Nogi, Held des Russisch-Japanischen Krieges, und seine Frau. Seither fühlen sich die japanischen Besucher von dieser Stätte - einem schlichten Bau aus dem Jahre 1889 - magisch angezogen. Durch die Fensterscheiben können Sie einen Blick auf den Schauplatz des blutigen Geschehens werfen. Der Nogi-Schrein gleich nebenan besticht durch seine klare Architektur. Tgl. 9-16 Uhr, zum Jahreswechsel geschl. | 8-11-32 Akasaka | Minato-ku | U-Bahn (C 05) Nogizaka

Roppongi Hills

„Die Stadt in der Stadt“ ist schon jetzt das Wahrzeichen des modernen Tokio. Rund zwei Milliarden Euro hat der im Jahr 2003 eröffnete, 116000 m² große City-Komplex gekostet. Im Zentrum des ambitionierten Projekts thront der 54-stöckige Mori Tower mit Museum und Aussichtsdeck. Die „City“ beheimatet außerdem über 200 Geschäfte und Restaurants, ein Luxushotel, vier Wohnblocks, einen Freiluft-Eventspace, die Zentrale des TV-Senders Asahi und einen Kinokomplex. Kunstobjekte, wie die 10 m hohe Spinne von Louise Bourgeois oder der japanische Garten sorgen beim „Stadtbummel“ durch Roppongi Hills zusätzlich für Abwechslung und Inspiration. 6-10-1 Roppongi | Minato-ku | www.roppongihills.com/en/ | U-Bahn (H 04, E 23) Roppongi

Tokyo midtown

Höhenmäßig hat der 2007 eröffnete Tokyo Midtown den Wolkenkratzerkrieg mit Roppongi Hills für sich entschieden: knapp 250 m. Der hauptsächlich vom US-amerikanischen Architekturbüro Som entworfene Megakomplex besteht aus insgesamt sechs Teilen. Die beherbergen auf 53 Stockwerken Geschäfte und Restaurants, Büros und Luxusapartments sowie eine Filiale der Edel-Hotelkette Ritz-Carlton. Einen Besuch wert ist das von Kengo Kuma entworfene Suntory-Museum (Mi-Sa 10-20 Uhr, So und Mo 10-18 Uhr | Eintrittspreis wechselnd). Es zeigt eine der interessantesten privaten Sammlungen japanischer Kunst. Architektonisch eindrucksvoll ist der von Tadao Ando und Issey Miyake konzipierte 21_21 Design Sight (Mi-Mo 11-20 Uhr, geschl. 30. Dez.-3. Jan. | Eintritt: 1000 Yen), in dem Designausstellungen präsentiert werden. 9-7-1 Akasaka | Minato-ku | www.tokyo-midtown.com/en/ | U-Bahn (C5) Nogizaka, (H04, E23) Roppongi

Japan Sword Museum

Was wären die Samurai ohne ihre Schwerter! Von der Heian-Zeit (794 bis 1185) bis zur Gegenwart - noch gibt es einige Schwertschmiedemeister - sind hier 6000 der prächtigsten Exemplare versammelt. Ausgestellt werden jeweils nur ca. 30 Meisterstücke. Di-So 10-16.30 Uhr | Eintritt 525 Yen | 4-25-10 Yoyogi | Shibuya-ku | S-Bahn (Odakyu) Sangūbashi

NTT Inter Communication Center

Einen fetzigeren Namen hätte diese interaktive Erlebniswelt im 4. Stock der 234 m hohen Tokyo Opera City schon verdient - der Wolkenkratzerkomplex verweist mit seinem Namen auf das neue Nationaltheater, das er beherbergt. Gezeigt werden zum Teil sensationelle Installationen zu den Themen Information und Kommunikation. In der Dauerausstellung gibt's Hightechkunst zum Anfassen, Manipulieren oder ganz einfach zum Bestaunen. Eine Elektronikbibliothek mit Internet-Terminals und ein Cybercafé ergänzen die gelungene Konzeption. Bringen Sie reichlich Zeit mit, und kommen Sie werktags am Vormittag, sonst sind die Warteschlangen vor den besten Spielkunstwerken zu lang, und der Erlebnisspaß leidet. Di-So 10-18 Uhr | Eintritt je nach Ausstellung wechselnd | Tokyo Opera City Tower 4F | 3-20-2 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | www.ntticc.or.jp | U-Bahn (hellgrün, Keiō New Line) Hatsudai

Rathaus

Monumental - so lässt es sich wohl am treffendsten beschreiben, dieses 243 m hohe Bauwerk aus Granit und Stahlbeton. Mit ihm wollte sich Japans Architektenlegende Kenzō Tange offenbar selbst und der japanischen Hauptstadt ein Denkmal setzen. Das höchste Rathaus der Welt zu bauen hat eine Milliarde Euro gekostet. An Feiertagen stehen die Besucher Schlange, um von den Aussichtsplattformen im 45. Stock beider Türme kostenlos den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Tgl. 9.30 bis 23 Uhr, 29. Dez.-3. Jan. geschl. sowie an Inspektionstagen (1. u. 3. Dienstag im Monat Süd-Tower, 2. u. 4. Montag Nord-Tower) | 2-8-1 Nishi-Shinjuku | Shinjuku-ku | U-Bahn (E 28) Tochō-mae, S-Bahn (Yamanote) Shinjuku

Shinjuku Gyoen

Im japanischen Teil des Gartens fand 1989 die offizielle, shintoistische Trauerzeremonie für den verstorbenen Kaiser Hirohito statt. Nach der Meiji-Restauration 1868 war der Garten, eine reizvolle Kombination englischer, französischer und japanischer Gartenarchitektur, aus dem Besitz des mächtigen Feudalherrn Naitō in kaiserliche Hände übergegangen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist die über 50000 m² große Grünanlage, die besonders zur Kirschblütenzeit viele Besucher anzieht, der Öffentlichkeit zugänglich. Blumenliebhabern empfiehlt sich auch die Chrysanthemenschau im Herbst. Di bis So 9-16 Uhr | Eintritt 200 Yen | 11 Naitōchō | Shinjuku-ku | U-Bahn (M 10) Shinjuku-gyoenmae

Ginza

Im Ginza-Viertel präsentiert sich Tokio als Metropole mit fernöstlichem Reiz. Hier kann man edel und exklusiv einkaufen. Alteingesessene Geschäfte und Traditionskaufhäuser gibt es ebenso wie Shoppingpaläste der bei Japanern so beliebten europäischen Nobelmarken wie Bulgari, Chanel, Cartier oder Armani. Große Vielfalt bieten die kleinen Seitenstraßen mit ihren Restaurants und Bars, Cafés und Boutiquen, deren Besitzer häufig wechseln, sowie Foto- und Gemäldegalerien. Nirgendwo in Japan gibt es höhere Immobilienpreise als in der Ginza.

Der Hamarikyū-Garten (Hamarikyu Onshi Teien | Di bis So 9-17 Uhr, 29.12.-3.1. geschl. | Eintritt: 300 Yen | U-Bahn (E19) Shiodome) diente den Tokugawa-Shōgunen als Sommersitz. 1869 an die Tennoregierung übergegangen, verwöhnte hier Kaiser Meiji US-Präsident Ulysses S. Grant. Der faszinierendste Teil des Gartens der kaiserlichen Villa Hama bildet ein Teich, der durch Meerwasser gespeist wird. Hier führen drei von Glyzinien beschattete Brücken auf ein Inselchen, wo ein Teehaus zur Rast lädt. Bei einer Tasse Tee für ca. 3 Euro können Sie herrlich entspannen und die sanft gewundenen Pfade, die künstlich angelegten Hügel und uralte japanische Kiefern bewundern. Oder Sie zücken die Kamera und machen den Tokio-Schnappschuss: vom Teehaus mit dem Shiodome-Wolkenkratzerviertel im Hintergrund!

Nicht Kunst, sondern modernstes Elektronikdesign präsentiert Sony auf mehreren Stockwerken direkt an der Sukiyabashi-Kreuzung - von HD-Kameras über PCs bis Playstation. Außerdem: ein HD-Kino und der Sony Shop Avic, wo auch ausländische Besucher Kunden werden können - zollfrei. Das beste: Eintritt frei! Sony Building | 5-3-1 Ginza | Chuo-ku | www.sonybuilding.jp/e/index.html | U-Bahn (M16, H08, G09) Ginza

Odaiba

Irgendwie wird man hier das Gefühl nicht los, dass man gleich Eintritt zahlen muss. Denn der jüngste und modernste Stadtteil der Metropole hat etwas Unwirkliches. Die künstliche Insel Odaiba mit all ihren futuristischen Gebäuden, Vergnügungs- und Einkaufszentren könnte auch ein riesiger Themenpark sein. Dass Tokio eine Hafenstadt ist, eine Stadt am Meer, das spürt man nirgendwo deulicher als auf dieser aufgeschütteten „Müllhalde“, die sich auch zum romantic spot für Pärchen gemausert hat: Die einen cruisen im Auto, die anderen flanieren Händchen haltend am Kunststrand. Yurikamome-Linie (ab Shimbashi)

Yanaka & Nezu

Ein Hauch vom fast völlig zerstörten Alt-Tokio lebt fort in Yanaka. Auf der Rückseite des Ueno-Hügels bis hinunter in die „Tal-Mitte“ (ya-naka) zeugen in schmalen Sträßchen und engen Gassen noch alte Holzhäuser, verwitterte Steinlaternen und Mauern von Edo-Tagen. Auf der Yanaka-Ginza reiht sich Lädchen an Lädchen, manches mit einem Sortiment wie vor 200 Jahren: Sembei-Reiscracker, japanische Süßigkeiten, Eingelegtes und Gedörrtes.

Um 1900 wohnten hier, nahe der Kunsthochschule, Maler und Bildhauer, darunter Taikan Yokoyama und Kanzan Shimomura, die Väter der modernen japanischen Malerei. Der weitläufige Yanaka-Friedhof, einer der ältesten der Stadt und eher eine Parklandschaft, lädt zum Spaziergang ein. Nirgendwo in Tokio gibt es so viele Tempel wie in dieser Gegend, vor allem entlang der Sansaki-zaka hinunter nach Sendagi. Kleine Läden halten auch dort traditionelles Kunsthandwerk feil. Schon der spanische Maler Joan Miró hat hier seine Pinsel gekauft.

Sehenswert ist auch das Atelier und Wohnhaus des Bildhauers Fumio Asakura (1883-1964). Hinter der schroffen Fassade des Asakura Chō-Sokan (Di-Do, Sa und So 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 400 Yen | 7-18-10 Yanaka | U-Bahn (C 15) Sendagi | S-Bahn (Yamanote) Nippori) verbirgt sich höchst eigenwillige Architektur aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg: Von der Skulpturengalerie abgesehen, ist die Atmosphäre keineswegs museal. Man ist zu Gast in einem traditionellen Privathaus, vom Künstler selbst entworfen und mit viel Sorgfalt eingerichtet. Den Mittelpunkt des Anwesens bildet ein reizvoller Zen-Wassergarten, die Dachterrasse gewährt einen Rundumblick auf die Umgebung.

Der Nezu-Schrein (Nezu-Jinja) ist neben dem Asakusa-Schrein und dem Tōshōgū-Schrein in Ueno der dritte Tokioter Schrein, der als „wichtiger Kulturbesitz“ gilt (tgl. 6 bis 17 Uhr | 1-28-9 Nezu | Bunkyō-ku | U-Bahn (C 14) Nezu). 1706 im prunkvollen Gongen-Stil erbaut, den die frühen Tokugawa-Shōgune so sehr schätzten, wurde er im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, danach jedoch originalgetreu rekonstruiert. Die heutige, großzügige Anlage erfreut mit Karpfenteichen, Ginkgobäumen und einer fröhlich flatternden Taubenschar. Ab Ende April erfreut die Blütenpracht von mehr als dreitausend Azaleenbüschen das Auge, und man feiert sie mit Musik und Tanz. Festlich geht es hier auch am 21. September beim Nezugongen-Matsuri zu.

Edo-Tokyo Museum

In diesem futuristischen Gebäude wird die Stadtgeschichte von Tokio präsentiert. Gespart haben die Stadtväter nicht: Gleich am Eingang marschieren die Besucher über eine getreue Nachbildung der Brücke Nijūbashi. So, Di-Fr 9.30-17.30 Uhr, Sa 9.30 bis 19.30 Uhr | Eintritt 600 Yen | 1-4-1 Yokoami | Sumida-ku | www.edo-tokyomuseum.or.jp/english/index.html | U-Bahn (E 12) und S-Bahn (Sobu) Ryōgoku

Fischmarkt

Selbst Morgenmuffel sollten wenigstens einmal in aller Herrgottsfrühe aus den Federn schlüpfen, um eines der grandiosesten Spektakel zu erleben, das Tokio zu bieten hat: den Fischmarkt in Tsukiji, den größten der Welt, der 2012 umziehen soll. Hier beginnt der Tag um 2 Uhr nachts. Lastwagen karren Zappelndes und Tiefgefrorenes aus allen Häfen des Landes herbei. Gegen 5.30 Uhr beginnt die Fischauktion. In atemberaubender Geschwindigkeit, mit geheimnisvollen Handzeichen und in einem Kauderwelsch, das nur Eingeweihte verstehen, wird der Fang an verschiedenen Stellen gleichzeitig an die Großhändler versteigert. Von zierlichen Krebsen bis zu gigantischen Thunfischen - in gut einer Stunde wechseln rund 3000 t von mehr als hundert Sorten Meeresgetier den Besitzer.

Gegen 7 Uhr erscheinen die Einzelhändler, um ihre Auswahl für den Tag zu treffen. Zu 90 Prozent deckt das fangfrische Angebot in Tsukiji den täglichen Fischbedarf der Hauptstadtbewohner. Genug zu bestaunen gibt's auch noch den Rest des Vormittags - auf dem Fischmarkt und später dann um den Fischmarkt herum: viele kleine Läden, die alles anbieten, was auch nur im Entferntesten mit Fisch zu tun hat, und reihenweise Restaurants, in denen der Fisch frischer nicht sein könnte.

Ein Wort zur Vorsicht: Die 15000 Fischmarkt-Angestellten verstehen ihr Geschäft nicht als Touristenattraktion, sondern leisten harte Knochenarbeit. Wer dabei im Weg steht, wird unsanft angefasst. Und festes Schuhwerk ist unerlässlich! Der Boden wird ständig mit Schläuchen abgespritzt und peinlich sauber gehalten. Mo-Sa 5-10 Uhr, zweimal im Monat geschl. (wechselnde Daten) | Tel. 35421111 | U-Bahn (H 10) Tsukiji (E 18) Tsukijishijō

Japan Folk Crafts Museum

Mingei - Kunst des Volkes - ist ein Begriff, den der Museumsgründer Yanagi Sōetsu geprägt hat. Im Zweiten Weltkrieg entging das 1936 eröffnete Haus nur knapp dem Flammenmeer der Brandbomben. Von den mehr als zehntausend Stücken der Kollektion - Lackkästchen und Papiermaché-Puppen, Minischreine und Kommoden, Keramiken und vieles mehr - werden jeweils rund tausend ausgestellt. Schön sind auch die Museumsbauten: Die Replik eines Bauernhauses aus der Präfektur Tochigi beherbergt die Sammlung, das wuchtige Eingangstor zu einem solchen Gehöft die Verwaltung. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 1000 Yen | www.mingeikan.or.jp | 4-3-33 Komaba | Meguro-ku | Inogashira-Bahn (ab Shibuya) Komaba

Japan Open-Air-Folk-House Museum

20 Minuten mit der Bahn und ein Fußweg von einer Viertelstunde, und schon sind Sie im ländlichen Japan vergangener Zeiten. Auf dem hügeligen Parkgelände ist bequemes Schuhwerk unerlässlich! Hier verteilen sich locker und reizvoll arrangiert 25 traditionelle Gebäude, die aus verschiedenen Landesteilen hierher versetzt wurden. Im Inneren der Gebäude können Sie historisches Mobiliar und Handwerkszeug besichtigen. Auch ein dörfliches Kabukitheater aus der Präfektur Mie mit einer handbetriebenen Drehbühne ist zu sehen sowie ein Vorratshaus auf Stelzen, das aus der Gegend von Kagoshima stammt. Di-So 9.30-16.30 Uhr, Anfang Mai für einige Tage geschl. sowie 28.12.-4.1. | Eintritt 500 Yen | www.city.kawasaki.jp/88/88minka/home/minka_e.htm | Odakyū-Linie ab Shinjuku bis Mukōgaokayūen

Kanda-Myôjin-Schrein

Die Schreingebäude, Repliken von 1934, sind ein hervorragendes Beispiel für den Gongen-Architekturstil der frühen Edo-Zeit. Die Farben Rot und Gold und die zahlreichen buddhistischen Motive erinnern an einen chinesischen Tempel. In ungeraden Jahren an einem Wochenende Mitte Mai ist hier der Schauplatz des Kanda-Matsuri, des zweitgrößtes Schreinfest in Tokio, mit Trageschrein-Prozessionen und klassischen Tanzvorführungen. 2-16-2 Soto-Kanda | Chiyoda-ku | U-Bahn (M 20) Ochanomizu

Koishikawa Kōrakuen

Chinesische und japanische Gartenkunst und Landschaftsmotive fließen hier ineinander. Kein Wunder: Der Kōrakuen ist ein Gemeinschaftswerk des dritten Tokugawa-Shōguns Mitsukuni und des chinesischen Gelehrten Zhu Shunshui. 1629 hatte Tokugawa Yorifusa, Neffe und Stellvertreter des zweiten Shōguns, das Projekt begonnen, 30 Jahre später wurde es vollendet. Der Weg durch den Garten ist eine Phantasiereise zu den landschaftlichen Schönheiten Chinas und Japans. Den Berg Lushan, den Damm im Westsee bei Hangzhou, die Hügel von Arashiyama und Hōraijima, die legendäre Insel der Unsterblichen - all das und mehr symbolisieren die Brücken, Teiche, Flüsschen, Steine und Laternen. Weitere Attraktionen sind die Kirschblüte im April, die Glyzinenblüte im Mai, die Azaleenblüte im April und Mai, die Irisblüte im Juni und die Laubfärbung im Herbst - der 7000 m² große Garten ist eine wahre Augenweide.

Zusätzlich entstanden auf einer Fläche von 18000 m² ein Vergnügungspark, ein Schwimmbad, eine Eisbahn, ein Kino und eine Bowlinghalle, vor allem aber das Big Egg, wie die Großhalle Tokyo Dome liebevoll genannt wird. Sie ist nicht nur Heimat der beliebtesten Baseballmannschaft Japans, der Yomiuri Giants, sondern auch Schauplatz unterschiedlichster Veranstaltungen: vom Popkonzert bis zu Aufnahmeprüfungen großer Universitäten. Tgl. 9-17 Uhr, 29. Dez.-3. Jan. geschl. | Eintritt 300 Yen | 1-6-6 Kōraku | Bunkyō-ku | U-Bahn (E 06) Iidabashi

Museum of Contemporary Art Tokyo

Das städtische Museum ist als Zentrum der Gegenwartskunst konzipiert. Rund 3500 Arbeiten werden alternierend gezeigt, dazu kommen Wanderausstellungen. Vom Bahnhof ist ein 15-minütiger Fußmarsch nötig. Doch die Mühe lohnt sich. Di-So 10-18 Uhr, Fr 10-20 Uhr | Eintritt 500 Yen | 4-1-1 Miyoshi | Kōtō-ku | www.motart-museum.jp/english | U-Bahn (S 12) Kikukawa, (T 13) Kiba

Rikugien

Die Mächtigen der Edo-Zeit suchten in diesem Garten Erholung und Entspannung. Sein Erbauer, Yoshiyasu Yanagisawa, ein einflussreicher Feudalherr und Vertrauter des Shōguns Tsunayoshi Tokugawa, hat 88 Landschaften aus der japanischen und chinesischen Literatur nachempfunden. Auf einem Spaziergang durch die fast 9000 m² große Anlage kann man die Phantasie schweifen lassen. Dann wird aus dem Teich ein Meer, aus dem Hügelchen ein Berg und aus dem Bächlein ein Fluss. Zu Beginn der Meiji-Zeit erwarb die Gründerfamilie des Mitsubishi-Konzerns angrenzendes Land samt Garten, schenkte ihn aber 1934 der Stadt. Besonderheiten sind die vielen Vögel, vor allem im Winter (Wildenten und Reiher), sowie die Aprikosenblüte Ende Februar oder Anfang März. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 300 Yen | 6-16-3 Honkomagome | Bunkyō-ku | S-Bahn (Yamanote) Komagome

Sengakuji

Kaum eine Geschichte ist in Japan so bekannt wie die der 47 Ronin. Sie ist immer wiederkehrendes Thema von Puppenspielen, Kabukitheaterstücken, Fernsehspielen und Filmen. Im Jahr 1701 zieht Fürst Asano, provoziert vom Höfling Kira, in der Burg von Edo sein Schwert. Ein Vergehen, das er mit dem Leben bezahlen muss. Seine Gefolgsleute werden zu herrenlosen Samurai, zu Ronin. 47 dieser Getreuen beschließen, ihren Herrn zu rächen. Fast zwei Jahre später stürmen sie Kiras Wohnsitz, töten ihn und tragen sein abgeschlagenes Haupt im Triumph zu Asanos Grabstätte. Seine Ehre ist wiederhergestellt. Aber die 47 Ronin werden natürlich auch zum Tode verurteilt.

Im buddhistischen Sengakuji sind Herr und Gefolge Seite an Seite bestattet. Auf dem Tempelgelände steht noch der Brunnen, an dem die Ronin Kiras Haupt wuschen, bevor sie es ihrem Herrn präsentierten. Architektonisch reizvoll ist vor allem das zweistöckige Haupteingangstor aus dem Jahr 1836. Tgl. 7-18 Uhr | 2-11-1 Takanawa | Minato-ku | U-Bahn (A 07) Sengakuji

Sunshine City

Der Gebäudekomplex, zu dem ein 240 m hoher Wolkenkratzer gehört, beherbergt ein Hotel, ein Kaufhaus, Büros, Ausstellungsräume und einen Theatersaal, dazu ein Aquarium und ein Museum für orientalische Kunst. Hauptattraktion ist allerdings der tolle Blick vom obersten Stockwerk auf Tokio. Aussichtsplattform tgl. 10-21.30 Uhr | Eintritt 620 Yen | 3-1-1 Higashi-Ikebukuro | Toshima-ku | S-Bahn (Yamanote) Ikebukuro

Gleich nebenan hat Japans Autohersteller Nummer eins seinen Edelshowroom Toyota Amlux eröffnet - eine Offenbarung in Sachen elegante und reizende Kundenverführung. Di-Sa 11-20 Uhr, So und feiertags 10-19.30 Uhr | www.amlux.jp/english/floorguide/index.html

Tokyo Tower

Der 1958 fertiggestellte Eiffelturm-Nachbau ist wohl das offensichtlichste Beispiel für die Imitierfreude der Japaner. Das Stahlgerüst ist freilich mit 333 m nicht nur höher als sein Pariser Vorbild, sondern auch um einiges leichter. 2002 wurde der Tokyo Tower zum ersten Mal renoviert. Die Aussichtsplattform in 250 m Höhe ist nun vollständig verglast, und als Besucher scheint man dort über der Stadt zu schweben. Kommen Sie am besten nach Sonnenuntergang: Besonders beeindruckend ist das Lichtermeer. Tgl. 10 bis 22 Uhr | Eintritt 820 Yen für die untere, 1420 Yen für die obere Aussichtsplattform | 4-2-8 Shibakōen | Minato-ku | www.tokyotower.co.jp/english/ | U-Bahn (I 06) Onarimon

Yasukuni-Schrein/Yasukuni-jinja

Als der Meiji-Kaiser 1879 dem „Schrein des friedlichen Landes“ seinen Namen gab, ahnte er sicherlich nicht, welch unrühmliche Rolle das „friedliche Land“ rund sechs Jahrzehnte später einmal spielen würde. Friede und soziale Sicherheit - so seine Vorstellung - verdanke das Kaiserreich all jenen, die im Dienste des Kaisers ihr Leben lassen. Ihre Seelen sollten im Yasukuni-jinja verehrt werden. Nur wenige Jahre vorher war der Shintoismus im Zuge einer politischen wie ideologischen Aufwertung des Kaiserhauses zur Staatsreligion erklärt worden. Der Staatskult, der den Tennō als direkten Nachkommen der Sonnengöttin Amaterasu zum Gott erhob, wurde nach dem Ersten Weltkrieg von den Expansionspolitikern und Militärs für ihre Zwecke verwendet: Die Japaner seien von den Göttern auserwählt, die Welt zu beherrschen. Der Staats-Shintoismus konzentrierte sich damals auf den südlich von Nagoya gelegenen Großen Schrein von Ise - Wohnsitz der Sonnengöttin-, auf den Meiji-Schrein und eben auf den Yasukuni-Schrein für die im Krieg Gefallenen.

Alljährlich am 15. August, dem Kapitulationstag, bietet sich ein skurriles Schauspiel: Japanische Ultranationalisten, viele in alter Uniform, pilgern zum Schrein, um für die Kriegstoten zu beten. Auch Regierungsmitglieder sind darunter, obwohl die japanische Nachkriegsverfassung eine Trennung von Staat und Religion vorsieht. Der Schreinbesuch der Minister und Parlamentsabgeordneten wird durch eine Entscheidung vom Jahr 1978 immer wieder zur Weltnachricht, denn seither stehen auch die Namen der von den Alliierten als Hauptkriegsverbrecher Hingerichteten im Totenverzeichnis des Schreins, darunter Kriegspremier General Tōjō. Bei den ostasiatischen Nachbarländern Japans, die unter der Besatzungsmacht Nippon schrecklich zu leiden hatten, steigerte diese Entscheidung nicht nur die Angst vor einem Wiedererstarken des japanischen Militarismus. Vielmehr gelten die Schreinbesuche der Politiker weltweit als Indiz für die Unwilligkeit der Japaner, ihre Vergangenheit zu bewältigen.

Die Schreinanlage selbst bestätigt diesen Eindruck: Das martialische Stahl-torii mit den Steinhunden als Wächter am Aufgang wirkt eher bedrohlich als friedlich. Zwar waltet am Schreingebäude selbst eine gewisse Ruhe und elegante Zurückhaltung; zahlreiche Kirschbäume, die im April ihre Blütenpracht entfalten, die Noh-Bühne, Schauplatz beim Schreinfest im April, und die weißen Tauben - genau 850 sollen es sein - beruhigen Auge und Geist. Nur einige Schritte weiter jedoch drohen Panzer und Flugzeugabwehrkanonen, Nachbildungen von Kriegsgerät, das Nippons Armee im Zweiten Weltkrieg so verheerend einsetzte. Ein angeschlossenes Militärmuseum (Yūshūkan) zeichnet die Kriegsgeschichte nach. Über Japans Kriegsgräuel - das Massaker von Nanking, den Todesmarsch von Bathaan oder auch die grausamen Menschenversuche der Einheit 731 - erfährt man hier allerdings nichts. Tgl. 5.30 bis 18 Uhr | 3-1-1 Kudanshitakita | Chiyoda-ku | U-Bahn (S 05, Z 06, T 07) Kudanshita

Yushima-tenjin

Keinen Schrein kennen Tokios verzweifelte Eltern besser als diesen: In der Edo-Zeit eilte man hierher, um Suchmeldungen nach verloren gegangenen Sprösslingen aufzugeben. Heute betet man hier nach Kräften, der Nachwuchs möge doch die Aufnahmeprüfung an einer der karriereverheißenden Erziehungsinstitutionen bestehen, sei es ein prestigeträchtiger Kindergarten oder die Nobeluniversität Tōdai. Die Gestelle, an denen die Votivtafeln hängen, drohen unter der Last der Wünsche zusammenzubrechen, denn im Yushima-tenjin wird der Gott des Lernens verehrt. Der Schrein liegt auf einer Anhöhe. Früher einmal konnte man von hier aufs Meer blicken, heute umzingeln Betonklötze die heilige Stätte. Sie haben die Wahl zwischen einem steilen Anstieg - eigentlich dem männlichen Geschlecht vorbehalten - und einer sanften Treppenversion. Achtung: Zur Pflaumenblütenzeit im Februar herrscht auf beiden Routen Gedränge. Tgl. 6-20 Uhr | 3-30-1 Yushima | Bunkyō-ku | U-Bahn (M 20) Ochanomizu

Zōjōji

Der einstige Familientempel der Tokugawa-Shōgune spiegelt nichts von deren verflossener Macht wider. Nirgendwo sonst lässt sich jedoch der Einfluss der politischen und sozialen Veränderungen seit der Meiji-Zeit auf das Stadtbild so gut nachvollziehen. Mit 48 angegliederten Tempel- und rund 150 Schulgebäuden war der Zōjōji zwischen 1598 und 1868 das administrative und geistige Zentrum der buddhistischen Schulrichtung des Jōdō, des „reinen Landes“, in der der Erlöserbuddha Amitabha (japanisch: Amida) verehrt wird. Rund 3000 Novizen aus den 6000 Jōdō-Tempeln in ganz Japan bereiteten sich hier auf ihre Priesterweihe vor. Der Sturz der Tokugawa zog die Enteignung des Tempels nach sich. Sehenswert sind nach wie vor das „Tor der dreifachen Erlösung“, Sanmon, und die 15 t schwere Bronzeglocke, die größte in Ostjapan.

Dem Besuch vorausgehen könnte ein kleiner Spaziergang von der U-Bahnstation Onarimon zum Zōjōji und weiter zum Shibakōen-Bahnhof: So verschafft man sich einen Überblick über die ehemaligen Ausmaße des Tempelbezirks und einen Eindruck von den Veränderungen. Entlang der Straße und etwas versteckt auf einem Parkplatz verlieren sich ein paar Tempeltore: das Onarimon, einst der Privateingang der mächtigen Shōgune; das Grabtor für den siebten Shōgun neben dem Prince-Hotel-Parkplatz; jenseits des Sanmon das „Schwarze Tor“, Kuromon, und das Eingangstor zum ehemaligen Mausoleum des zweiten Tokugawa-Shōguns - ramponiert, vergessen und deplatziert wirken sie in ihrer neuen, weltlichen Umgebung, ebenso wie der Nachbau des einst so prunkvollen Haupttors (Daimon) des Zōjōji auf dem Weg zum Bahnhof Hamamatsuchō. Doch gleichzeitig lassen sie den Besucher ahnen, welch religiöse Macht auf jenem Areal konzentriert war, ehe hier unter anderem der Tokyo Tower, das Prince Hotel und ein Golf-Abschlagplatz entstanden.

In der Silvesternacht strahlt der Zōjōji für kurze Zeit jedoch wieder seine alte Anziehungskraft aus: Tausende von Tokiotern wollen dabei sein, wenn die große Bronzeglocke beim Joyano-kane genau 108-mal geschlagen wird. Andrang herrscht auch am Setsubun, einem Fest, mit dem am 3. oder 4. Februar das Ende des Winters gefeiert wird: Zum Ruf „Oni wa soto - fuku wa uchi!“ („Geister raus, Glück ins Haus!“) wirft man Bohnen in die Luft, um alles Böse zu vertreiben. Tgl. 9-17 Uhr | 4-7-35 Shibakōen | Minato-ku | U-Bahn (I 06) Onarimon